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Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (BVDS) fordert Nachbesserungen beim Kleinanlegerschutzgesetz, das die rechtlichen Rahmenbedingungen für Crowdfunding und Crowdinvestment festlegen soll.
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Im sommerlichen Deutschland kann die Medien- und Digitalwirtschaft eine erste Halbjahresbilanz ziehen: Mit 62 Prozent geben sich die meisten Unternehmen im Großraum Berlin-Brandenburg mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Laut dem aktuellen medien.barometer 2013/14 drückten insbesondere drei Viertel der Unternehmer aus der Internet-, Social-Media und Mobile-Branche (73 Prozent) und fast sieben von zehn Unternehmen im Games-Sektor (67 Prozent) ihre Zufriedenheit aus.
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Mediakraft Networks schließt eine Finanzierungsrunde in Höhe von 16,5 Millionen Euro ab. Lead Investor und neu bei Mediakraft eingestiegen ist Iris Capital (Paris). Ein weiterer Neuinvestor ist Capnamic Ventures (Köln), der bereits bestehenden Investor Shortcut Ventures (Hamburg) erhöhte seinen Kapitaleinsatz im Zuge dieser Runde. Damit hat das Multichannel-Network einen bedeutenden Meilenstein für die gesamte Webvideo-Branche in Deutschland und in Europa erreicht.
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Der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr verleibt sich das Internetportal Chefkoch.de ein. Die nach eigenen Angaben die größte Kochseite Europas wartet mit 300.000 Mitgliedern auf und verzeichnet ca. 68 Millionen Page Impressions mit ca. 6 Millionen Visits pro Monat. Laut Informationen des Handelsblatts wurden Axel Springer und Hubert Burda Media ebenfalls Übernahmeangebote gemacht, jedoch schien die Preisforderungen über dem Niveau zu liegen. Ferner hat Burda selbst ein eigenes Portal, während Springer andere Special Interest Portale aus dem Boden stampft.

Das Portal Chefkoch.de wirkt alles in allem sehr intuitiv bedienbar und ist kein webzwonulliges StartUp, sondern bereits seit 1998 am Markt. Doch wer die Vielfalt liebt, die das Essen, Trinken und die dazugehörigen Rezepte bieten, wird auch bei anderen Portalen im Netz für Hobbyköche und Rezeptetüftler fündig:

Weitere Berichte zur Übernahme lesen sich bei Alexander Hüsing, in der WiWo und bei FlorianTreiß.

Täusche ich mich oder ist das Angebot von Townster derzeit offline? Hat das mit dem Pressewirrwarr von gestern Abend zu tun? Ich bekomme zumindest von deren Blog sowie von der eigentlichen Social Community nur noch im Firefox:

Fehler: Server nicht gefunden
Der Server unter www.townster.de konnte nicht gefunden werden.

Nachtrag: Es scheint ein lokales Problem mit der Anbindung hier in Köln zu sein… :)

Diese Meldung im Blog von Townster über den Wechsel der Geschäftsführung ist sehr irritierend. Die Veröffentlichung von Pressemeldungen im Corporate Blog eines Unternehmens ist zwar gängige Praxis, auch ich übe dieses Prozedere derweilen aus, doch im Fall von Townster ist diese Meldung alles andere als förderlich: „Änderung der Gesellschafterverhältnisse“ steht in der Headline, die mit einer persönlichen Note die Nachricht über den Abgang des nunmehr ehemaligen Geschäftsführers Thomas Mindnich wirklich unschön verkündet.

Der Hintergrund scheint die Unstimmigkeit über die nahezu abgeschlossenen Verträge mit Business Angles zu sein, die Details liegen trotz der sehr ausführlichen Pressemeldung im düsteren Dunstkreis der Finanzierungsrunden von Web 2.0 Startups… ich hätte zumindest dazu geraten, den Fall anders zu kommunizieren, als diese Meldung so negativ zu positionieren. Ob die Finanzierungsgespräche überhaupt fortgesetzt werden, ist dabei eine weitaus schwierigere Frage für das Team von Townster. That’s some tough luck!

Die Social Shopping Plattform iliketotallyloveit bekommt eine Seedfinanzierung von der Argiv GmbH und den Investoren Stefan Friese und Stephan Schambach. Seit Dezember 2006 haben die vier Bremer Studenten Silke Jahn, Martin Albrecht, Till Backhaus und Malte Gösche auf ihrem Portal den Usern die Möglichkeit gegeben ihre coolen, innovativen oder besonders schönen Produkte mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Ähnlich wie Shoppero oder Dealjäger ist bei iliketotallyloveit jeder Artikel mit einem entsprechenden Link zu einem Onlineshop verknüpft, so dass man das Produkt selbst erwerben kann. Bewertungen, Kommentare und die bekannten Web 2.0 Funktionalitäten runden das Angebot ab. Auch ein Popularitätswettbewerb innerhalb der Community soll aufzeigen, ob das Produkt „loved“ ist oder eher nicht. Apropos Ranking – das gibt es auch bei Wooby nur ohne Shop-Idee dahinter.

Am kommenden Wochenende findet das BarCamp Berlin 2 statt! In der Teilnehmerliste finden sich dabei knapp 400 Menschen, die es sicherlich kaum erwarten können mitmachen zu dürfen. Doch zwei davon – man möge es mir verzeihen – outeten sich durch ihr Nichterscheinen in der Absageliste.

# Peter K. Sanner XING > Investorenmaulkorb ;-x
# Sascha Blümel XING > Investorenmaulkorb ;-8

Investorenmaulkorb?! Ja hört mal… wenn sich Investoren so aufführen, dass man noch nicht einmal zum BarCamp hingehen darf, sollte man sich vielleicht überlegen, mit welchen Investoren man sich gut stellt, die es einem erlauben werden. Dabei ist jedoch eines wichtig: Klar, wer noch nicht am Start mit dem Start Up ist, sollte auch nicht viel herausposaunen. Doch zumindest zum BarCamp zu gehen ohne über das Start Up zu sprechen – das sollte doch erlaubt sein… :)

Der Web 2.0 Szene stockt der Atem. Nach den ersten Gerüchten gaben die beteiligten Unternehmen selbst den Deal bekannt. Um es mit dem Artikel aus dem Wall Street Journal zu zitieren – Microsoft investiert fleissig in Facebook:

Microsoft Corp. agreed to invest $240 million for a 1.6% stake in Facebook Inc. that values the social-networking site at $15 billion, beating Google Inc. in a closely watched contest.

Es ist hip, es ist trendy, es ist offener als viele andere Social Networks, die optisch einwandfrei aufgebaut sind, jedoch in der Regel nur den Zweck der Kontaktsammlung erfüllen und keine zusätzlichen Buddy-Spielchen anbieten. Microsoft hat signalisiert, dass Facebook im Kampf gegen Google und die anderen Konkurrenten mehr als wichtig ist – die Tür ist geöffnet. Schön und gut für alle Beteiligten, doch für meinen Geschmack ist das etwas zu viel des Guten. Google konnte sich YouTube bereits für 1,6 Milliarden US-Dollar einverleiben und auch in Deutschland freut man sich an jeder gelungenen Investition. Für mich steht einzig und allein die Frage nach der Rechtfertigung für den Preis und die damit sehr starke Bewertung von 15 Milliarden US-Dollar für Facebook im Vordergrund.

Sonst schreit die halbe Welt auf, wenn es um ihre Kontaktdaten geht – sobald etwas durch einen Fehler oder durch beabsichtigtes Handeln öffentlich einsehbar wird, sobald man Daten massiv speichert und soziografische Strukturen den Daten entnehmen kann, sobald man auf die Person zurückschließen kann, die wirklich am Rechner bei der Dateneingabe saß… die Szenarien sind scheinbar endlos. Doch hier freut man sich und tanzt auf dem Teller – oder rümpft mal kritisch die Nase, wundert sich vielleicht – doch sorry, das ist mehr als überbewertet. Das Fratzenbuch lebt nur davon, dass wir uns alle daran beteiligen und unsere Kontaktdaten dort freiwillig hinterlegen. Was haben wir denn bitte schön davon? Nun werden die Nutzer nicht an Google, sondern an Microsoft verkauft.

Die Meldung flatterte vor wenigen Minuten herein: Burda beteiligt sich an Tripsbytips – einer Reisecommunity mit webzwonulligem Charakter. Laut Pressemeldung soll der Mehrwert von Tripsbytips in der intelligenten Verknüpfung von Reisenden mit ähnlichen Interessen liegen – ganz getreu nach dem bekannte Amazon-Prinzip des Rezensionsmanagements. Sowohl kontextbezogene Werbung als auch APIs zu anderen Tourismus-Dienstleistern bzw. Anbietern gehören zu dem zentralen Geschäftsmodell von Tripsbytips.com

Ob die Mitglieder, die bereits zum Mai 2007 in irgendeiner Weise bis zu 20.000 Reisetips, Hotelbewertungen, Restaurantkritiken, Reisetagebücher und Reisebilder online gestellt haben sollen, letztendlich an der Social Community einen Mehrwert nebst des Erfahrungs- und Informationsaustausches finden werden, ist schwer festzustellen. Einzig und allein ist für mich ein Trend bemerkenswert: Burda konnte sich bereits an blog.de und sevenload beteiligen und auch Holtzbrinck stellte seine Ansprüche an Abacho und StudiVZ klar heraus. Die deutsche Verlagslandschaft ist sehr stark in Start Ups und Web 2.0 Unternehmen interessiert, und ich glaube, dass sich einige andere Verlage sich an diesem Vorgehen ein Scheibchen abschneiden sollten… :)