Mike Schnoor https://mikeschnoor.com Digital Transformation, Digital Leadership, Kommunikation, Influencer Marketing, Public Relations, Social Media Wed, 06 Jun 2018 11:12:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 Rest in Peace: Domains wegen DSGVO abgeschaltet https://mikeschnoor.com/2018/05/24/rest-in-peace-domains-wegen-dsgvo-abgeschaltet/ https://mikeschnoor.com/2018/05/24/rest-in-peace-domains-wegen-dsgvo-abgeschaltet/#respond Thu, 24 May 2018 20:34:54 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=9637 Ende Gelände. Aus die Maus. Hasta La Vista. Aufgrund der DSGVO habe ich mich entschieden, verschiedene Domains aus alten Tagen zu deaktivieren. Darunter das Online-Magazin digibuzz.de und das Cocktail-Rezepteblog loungemix.de – beide Domains leiten direkt auf diese Domain weiter. Zu aufwändig ist das Prozedere, jede Seite DSGVO-konform auszurichten und auf jeder Seite Datenschutzerklärungen, Plugins, Opt-Ins […]

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Ende Gelände. Aus die Maus. Hasta La Vista. Aufgrund der DSGVO habe ich mich entschieden, verschiedene Domains aus alten Tagen zu deaktivieren. Darunter das Online-Magazin digibuzz.de und das Cocktail-Rezepteblog loungemix.de – beide Domains leiten direkt auf diese Domain weiter. Zu aufwändig ist das Prozedere, jede Seite DSGVO-konform auszurichten und auf jeder Seite Datenschutzerklärungen, Plugins, Opt-Ins und Opt-Outs sowie einzelne SSL-Zertifikate zu kaufen.

Doch mit meiner Entscheidung bin ich nicht alleine. Das deutsche Internet, nein das europäische Internet wird spätestens am morgigen Tag sehr viele Inhalte dauerhaft verlieren. In den vergangenen Tagen erreichten mich diverse E-Mails von unzähligen Unternehmen und Organisationen mit der Bitte, dass ich der Verwendung meiner Daten und der damit verbundenen Zusendung von Newslettern und E-Mail-Marketingkampagnen zustimmen sollte. Die Anzahl von E-Mails, in denen um ein explizites Opt-In zur Verwendung meiner Daten gebeten wird, hat in den letzten Tagen locker die dreistellige Zahl erreicht.

Sogar meine Arbeitgeber hat sich dazu entschieden, vorläufig bestimmte Projekte vom Netz zu nehmen, bis die Technologie-Anbieter, die für das Hosting zuständig sind, eine DSGVO-konforme Vertragsbasis geschaffen haben.

Persönlich empfinde ich die DSGVO, die seit zwei Jahren bereits mit ihren Anforderungen für Unternehmen verpflichtend ist, als Hindernis für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Schließlich zielt sie im Kern darauf ab, den US-amerikanischen Großkonzernen der Digitalwirtschaft entsprechend Einhalt bei der Datenerhebung und -nutzung zu gebieten. Doch für die kleineren Unternehmen und für Freiberufler bedeutet die DSGVO nichts anders als den größten Albtraum seit dem Y2K-Bug.

Oder mit anderen Worten: Die Europäische Union wollte eine Datenschutzgesetzgebung schaffen, damit die Endverbraucher sich im digitalen Zeitalter besser gegenüber den Datensammlern behaupten können. Zugleich haben die Politiker einen wirtschaftlichen Kollateralschaden erzeugt, der Europa um Jahre zurück im digitalen Wettbewerb befördert. Traurige Wahrheit, die in wenigen Tagen, wenn nicht gar Wochen, einen tiefen Rückschritt offenbaren wird. Diese Zäsur der digitalen Wirtschaft und des Digitalisierungspotenzials von Deutschland, dem leider oft auf dem Hintertreppchen anzutreffenden Land in puncto Digitalisierung, wird uns alle noch lange beschäftigen.

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Influencer Marketing und Reichweite: Alles totaler Käse? https://mikeschnoor.com/2017/07/12/influencer-marketing-und-reichweite-alles-totaler-kaese/ https://mikeschnoor.com/2017/07/12/influencer-marketing-und-reichweite-alles-totaler-kaese/#comments Wed, 12 Jul 2017 08:02:08 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8600 Influencer Marketing? Klar, coole Sache, sagen viele Marketer. Und schlagen sich dann mit Fragen herum wie: Wie viele Kontakte bekommen wir mit einem Instagram-Foto? Wie viele Fans aktivieren wir mit dem Facebook-Posting? Wie performt unser Content überhaupt? Und wo soll das alles noch enden? Dabei sind die Fragen falsch gestellt. Nein, nicht die grundsätzlichen Effekte […]

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Influencer Marketing? Klar, coole Sache, sagen viele Marketer. Und schlagen sich dann mit Fragen herum wie: Wie viele Kontakte bekommen wir mit einem Instagram-Foto? Wie viele Fans aktivieren wir mit dem Facebook-Posting? Wie performt unser Content überhaupt? Und wo soll das alles noch enden? Dabei sind die Fragen falsch gestellt.

Nein, nicht die grundsätzlichen Effekte von Social Media sind hier gemeint, sondern die hoch und herunter diskutierte Thematik von Influencer Marketing rückt immer stärker in den Fokus digitaler Aufmerksamkeit. Gerade hierbei kommt immer intensiver die Frage nach der Reichweite auf. Fast schon wie eine Verseuchung mit traditionellen Blickweisen, versucht das klassische Marketing, auch wenn digital befähigt, mit der Reichweitenfrage eine sinnbildhafte Vergötterung des Return on Invest in der noch jungen Marketingdisziplin zu erlangen. Doch statt auf ewig hinaus die Reichweite zu maximieren, müssen Unternehmen auf die richtigen Kennzahlen setzen.

Influencer Marketing: Schluss mit der Reichweitendebatte!

Ja, bitte lasst uns alle die Reichweitenlehren der letzten Jahrzehnte über den Haufen werfen und endlich über den Tellerrand der Kampagnenziele blicken. Wenn Influencer nachhaltig ihre Markenkommunikation bereichern sollen, muss das Ziel viel größer sein als eine Steigerung der Reichweite um ein paar mickrige Prozente. Aber dazu kommt es eher selten, obwohl sich die Werbebranche seit rund zwei bis drei Jahren an Influencer Marketing erfreut. Die PR hat es übrigens leider bis heute noch nicht verstanden, wie sie sich mit Bloggern und Content-Produzenten auf Augenhöhe zu unterhalten hat, um ihnen den Mehrwert der Kommunikation zu vermitteln. Daher übernimmt jetzt einfach das Marketing das Ruder und assimiliert dabei unnachgiebig die teils unbedarften Influencer zu ihrem eigenen Heer an willigen Werbebotschaftern.

Alte Werbe-KPI taugen nicht fürs Influencer Marketing

Und genau hier stößt die Kommunikationsbranche an ihr Problem, denn die altgedienten Werbe-KPIs sollen bitte im Internet funktionieren. Warum? Natürlich aus einem einfachen Grund: Die digitalen Maßnahmen in Social Media und vor allem bei diesen Influencern müssen von dem Chef verdaut und verstanden werden. Wollen wir den Mega-Influencer mit millionenhaften Abonnentenzahlen? Reicht ein Makro-Influencer mit fünfstelligen Kontaktpotenzialen? Sind nicht doch die Micro-Influencer von Vorteil, wenn die Markenkommunikation mit Influencern in die breite Masse gehen soll?

Die einen sprechen von der Cash Cow im Dauermelkbetrieb, die anderen sehen darin nur einen kurzlebigen Hype, aber die Wahrheit befindet sich irgendwo in der Mitte. Mindestens 50.000 Follower bei Instagram. Eine epische Facebook-Fanpage mit über 70.000 Fans. Obendrein auf Twitter weitere 40.000 Kontakte. Dazu bitte noch den passenden Youtube-Kanal mit Abonnenten im sechsstelligen Bereich. Hurra, das potenzielle Setup für die Influencer-Kampagne ist gefunden. Jetzt geht es an die Suche nach Reichweitenhuren.

Vergesst die Beauty Babies auf Youtube

Das Ausmaß von Influencer Marketing, wie es aktuell in vielen Köpfen herumgeistert, sorgt für besondere Stilblüten im Marketingmix. Wer Influencer richtig verstehen möchte, darf nicht allein auf die Reichweite oder die Leads achten. Natürlich suchen Marken mittels Influencer Marketing den Weg, genau die Zielgruppen zu erreichen, die sie mit klassischen Werbemaßnahmen in TV, Radio und Print nicht mehr erreichen. Da verleiten große Reichweiten auf den fettesten Youtube-Kanälen gerne zur Buchung.

Schnell wird man jedoch als Marke enttäuscht: Von diesen Influencern mit der ach so schönen Reichweite gibt es zwar eine Menge, aber wer ihre blanken Zahlen analysiert, erkennt schnell das Trauerspiel dahinter. Follower und Abonnenten sorgen zwar für eine passable Reichweite, aber sie generieren nicht den unmittelbar spürbaren Lead. Nein, die Conversion ist genauso mies wie andernorts, ja geradezu vergleichbar mit Fernsehen, Radio oder Print. Denn die Influencer machen ja nichts Anderes, wenn sie als gebuchte Testimonials für eine Marke kurzlebig auf Keep-Smiling schalten.

Wer früher den Waschmittelspot im hausfrauenaffinen TV-Programm buchte, konnte am Wochenende den Abverkauf der Marke direkt nachweisen – Clementine lässt grüßen. Bei den digitalaffinen Influencern, die sich eben nicht wie die Beauty-Babies mit einem eigenen Personenkult zur Schau stellen, bleibt meistens der unmittelbare Kauf eines Markenprodukts oder der Abschluss einer bestimmten Dienstleistung aus. Kurz das Produkt genannt, ein leichtes Hochhalten in die Kamera, das subtile Tragen bestimmter Kleidungsstücke – unter dem Strich wirkt das gesamte Influencer Marketing wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Er höhlt nicht aus, sondern verdampft.

Micro-Influencer? Oder doch der Megastar?

Nur wenige Brands sind mutig genug und vertrauen auf die Macht der Micro-Influencer. Diese besitzen zwar nicht die ultimative Reichweite, aber dank loyaler Communities, Netzwerkeffekte und Empfehlungsmarketing können die Hebel zum Erfolg über Influencer Marketing deutlich besser umgelegt werden. Zwar beschleunigen sie nicht von heute auf morgen den Faktor des Hypes, wenn eine Marke für ein paar Sekunden in einer Youtube-Dauerwerbesendung gezeigt wird. Aber Zielstrebigkeit und Glaubwürdigkeit, sich als Micro-Influencer nachhaltig mit einer Marke zu verbinden und dabei nicht ausschließlich sich zur Sold-Out-Booking-Person herunterstufen zu lassen macht sie umso wertvoller für Marken. Also: Nicht kleckern, sondern klotzen, wenn es um kleinere Stars und Sternchen geht, die eben nicht auf sechs- und siebenstelligen Zahlen verweisen können. Denn auf die Reichweite des einzelnen kommt es ganz gewiss nicht mehr bei den vielen Influencern an, sondern auf die breite Verteilung auf viele einzelne Fürsprecher im digitalen Kommunikationsmix.

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Mobile ist die Zukunft. Punkt! https://mikeschnoor.com/2017/05/20/mobile-ist-die-zukunft-punkt/ https://mikeschnoor.com/2017/05/20/mobile-ist-die-zukunft-punkt/#respond Sat, 20 May 2017 09:03:15 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8602 Mobile Ready. Mobile Friendly. Mobile First: Wer nicht per mobil optimierter Webseite im Netz präsent ist, wird am Ende des Jahres zu den digitalen Verlierern zählen. Dafür sind die Weichen bereits gestellt. Unternehmen sollten daher im Eiltempo ihre digitale Präsenz perfektionieren und nicht mehr um den heißen Brei herumreden. In der digitalen Welt sprechen Daten […]

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Mobile Ready. Mobile Friendly. Mobile First: Wer nicht per mobil optimierter Webseite im Netz präsent ist, wird am Ende des Jahres zu den digitalen Verlierern zählen. Dafür sind die Weichen bereits gestellt. Unternehmen sollten daher im Eiltempo ihre digitale Präsenz perfektionieren und nicht mehr um den heißen Brei herumreden.

In der digitalen Welt sprechen Daten bekanntlich Bände. Man kann nahezu alles erfassen, wenn man nur dem digitalen Äther lauscht und die Nutzer datenschutzkonform beobachtet. Und was sieht man da? Unzählige Statistiken, Befragungen und Datenerhebungen belegen, dass jedwede Zielgruppensegmente über ihr Smartphone im Internet informiert bleiben, sich unterhalten lassen oder etwas einkaufen. Die klassischen Nutzungsszenarien am Laptop oder Desktop gehören perspektivisch der Vergangenheit an. Verbunden mit der Ausnahme, wenn die Konsumenten zeitlich und örtlich wie am Arbeitsplatz an diese Endgeräte gebunden sind.

Der Puls der Zeit schlägt bereits Mobile

Mobiles Surfen oder Online-Shopping nehmen kontinuierlich zu. Nicht nur die Smartphone-Verkäufe übersteigen mittlerweile die Verkaufszahlen von Desktop-Computern. Auch das Datenvolumen des weltweiten Internet-Traffics über mobile Endgeräte hat sich in den Jahren 2015 bis 2016 pro Monat fast verdoppelt. Tendenz dramatisch steigend. Während der gesamte Webtraffic im letzten Jahr noch rund sieben Exabyte pro Monat summierte, soll dieser bis 2021 laut einer Prognose von Cisco Systems auf 49 Exabyte pro Monat ansteigen.

Wer sein Unternehmen, die Marke und die gesamte Produktwelt digital auffindbar machen möchte, sollte handeln und sämtliche Angebote für die Nutzer aus Sicht der Smartphone-Besitzer betrachten. Leider müssen sich viele deutsche Unternehmen warm anziehen. Wer nicht auf die Top-Brands oder die Dax-30 schaut, stellt nach wenigen Minuten der Eigenrecherche fest: In diesem Bereich der Digitalisierung rund um die eigenen digitalen Präsenzen hinken die Firmen gewaltig hinterher.

Die Konzeption von Webseiten jeglicher Art sollte für Smartphone-Benutzer ausgerichtet sein – und nicht wie bisher ausschließlich als attraktive Darstellung für die Präsentation am großen Monitor auf dem Firmen-PC. Egal ob sich die Nutzer in einem Shop oder bei der grundsätzlichen Recherche im Netz befinden: Wer nach Produkten und Dienstleistungen sucht, muss die gewünschten Marken überhaupt auffinden können. Viele Webseiten sind leider restlos veraltet und entsprechen nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen, die die mobile Internetnutzung mit sich bringt. Wer möchte mit drei Fingern am Smartphone-Display die Website vergrößern, um den Inhalte in einer angemessenen Größe zu lesen? Oder überhaupt das horizontale Menü bedienen zu können?

Mobile Angebote: Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit, Schnelligkeit

Grundsätzlich erwarten die Nutzer eine möglichst einfache Bedienung von mobilen Angeboten. Die Mehrheit der Angebote platzt aber förmlich aus allen Nähten. Grund dafür ist die Überfrachtung mit Informationen. Gute digitale Präsenzen trumpfen mit einer geringeren Informationsdichte, dafür heimsen sie Pluspunkte durch präzisere Benutzerführung und Informationsversorgung auf den aktiven Anforderungswunsch der Nutzer ein.

Kein Besucher navigiert noch mit der Maus, sondern sucht lieber per Touchscreen die Informationen. Ein kleines Display sorgt dabei für weniger Reizüberflutung der Nutzer. Das grundsätzliche Fehlen von Flash und Java bemisst jedem mobilen Surfen einen positiven Aspekt bei – und jede Firmenseite mit einem proprietär eingebundenen Flash-Videoplayer sollte beerdigt werden.

Schnelle Ladezeiten trotz Videos sind ein Muss

Apropos Inhalte: Wer Videos und Bilder seinen Nutzern anbietet, sollte dabei die Ladezeit trotz immer schnellerer LTE-Verbindungen geringhalten. Das erfordert schnell ladende Daten, die als für mobile Anwendungserfahrungen angepasste Versionen sowie als hochauflösende Premium-Inhalte für Desktop-Nutzer durch die Website geliefert werden sollten. Eine mobile optimierte Website sollte wirklich kein hochauflösendes Foto oder ein Video vollständig im Hintergrund laden und das Datenvolumen der Nutzer bis an die Schmerzgrenze belasten, sondern bedient sich einer für die Größenverhältnisse am Smartphone-Display optimierten passgenauen Version des Bildmaterials – und eben einer nicht-HD-optimierten Form eines Videos.

Google stellt die Weichen für Mobile

Dann klappt es auch mit dem Erfolg der eigenen mobilen Werbung, wenn die Benutzer vom Smartphone aus die Werbemaßnahmen sehen, sie anklicken und dann auf eine mobil optimierte Landingpage verwiesen werden – und nicht auf eine Desktop-Version. Wer seine Website nicht für Smartphones optimiert hat, findet in den Köpfen der Verbraucher perspektivisch nicht mehr statt. Genau das wäre ein direkter Todesstoß für das digitale Marketing. Bereits im letzten Jahr hat Google die mobilen Suchergebnisse eingeführt. Jetzt wurde Mobile zum Hauptindex gekürt. Damit wertet Google den Mobile Index massiv auf, während die Desktop-Version zur zweitrangigen Alternative abgestuft wird. Der relevanteste Akteur für die Auffindbarkeit von Marken, Produkten und Dienstleistungen hat somit alle nicht-optimierten Internetpräsenzen auf dem Abstellgleis geparkt und ihre Betreiber abgestraft.

Unternehmen sollten die Nutzererfahrung positiv beeinflussen und lange Wartezeiten, komplexe Nutzung oder erschwerte Dialogoptionen und gerade beim Kaufentscheidungsprozess die umständlichen Bestellvorgänge vermeiden. Was bereits für desktopbasierte Webseiten seit Ewigkeiten gilt, müssen mobile Webseiten aus dem Effeff erfüllen können. Wer seine digitalen Präsenzen für ein optimales mobiles Erlebnis vorbereitet, wird am Ende des Jahres zumindest über die Ziellinie gehen können. Für alle nicht mobil optimierten Angebote wird das Ausscheiden aus dem Wettbewerb unausweichlich.

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Social Frust: Ohne Mediabudget läuft nix! https://mikeschnoor.com/2017/05/02/social-frust-ohne-mediabudget-laeuft-nix/ https://mikeschnoor.com/2017/05/02/social-frust-ohne-mediabudget-laeuft-nix/#respond Tue, 02 May 2017 08:54:51 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8596 Wann immer etwas im Social Web passiert, spielt Geld eine zentrale Rolle. Viele Kampagnen erzielen höchste KPI-Werte nur durch monetäre Zuwendungen für die Anzeigen im jeweiligen Social Network. Für Social Media Manager ist die Situation ein absoluter Horror, wenn dann kein Mediabudget für ihre Aktivitäten vorgesehen ist. Sollte die Fanpage also nicht gleich eingemottet werden, […]

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Wann immer etwas im Social Web passiert, spielt Geld eine zentrale Rolle. Viele Kampagnen erzielen höchste KPI-Werte nur durch monetäre Zuwendungen für die Anzeigen im jeweiligen Social Network. Für Social Media Manager ist die Situation ein absoluter Horror, wenn dann kein Mediabudget für ihre Aktivitäten vorgesehen ist. Sollte die Fanpage also nicht gleich eingemottet werden, wenn man mit seinem Content nur herumdümpelt und nicht in den Timelines der Nutzer stattfindet?

Ja, mit den Budgets in der digitalen Welt ist das so eine Sache für sich. Die einen haben richtig viel Geld für digitale Maßnahmen vorgesehen. Die anderen müssen sich jeden Cent freigeben lassen. Und wieder andere haben gar keinen Zugriff auf monetäre Mittel, um im Netz etwas zu erreichen. Immer noch gilt die Annahme als weit verbreitet, dass dieses Online-Zeugs mit Facebook und Co. gar nichts kosten würde. Dem muss ganz klar widersprochen werden. Für Nutzer mag vieles kostenfrei verfügbar sein, aber Unternehmen werden an jeder Ecke im Netz zur Kasse gebeten.

Social Media sind nicht kostenfrei

Mit genau dieser Fehleinschätzung verbauen sich viele Entscheider ihre Zukunft. Die Marketingbranche und allen voran die Social Media Manager plagt der Frust. Denn in den Herzen der Markenfans geht es bekanntlich rauf und runter mit der Gunst für Marken. Wer nicht für diese Erfolge mit seinem Geld blechen mag, kann gegenüber seinem Wettbewerber nur mühsam bestehen. Spätestens, wenn dieser die perfekten Maßnahmen als Werbeunterstützung über einen langen Zeitraum einbucht, wird das Eis sehr dünn.

Natürlich sollten wir dabei auf den kleinen Markenauftritt blicken, denn die meisten Probleme schwelen genau in diesem Dunstkreis. Sobald die Dickschiffe unter den Marken mit ihren Mega-Kampagnen ausgeblendet sind, reduzieren sich Aufmerksamkeit, Engagement und Reichweite im Markenkontext deutlich. Zwar verhilft den Big Spenders ihr grundsätzliches Mediaspending in jedwedem Kanal relativ leicht, um zu den Superstars im Internet zu zählen. Wer jedoch mit seiner Marke über kleine oder nur geringfügige Budgets verfügt, muss um die liebgewonnene Reichweite bangen.

Social Media: Organische Reichweite ist ein Mythos

Gewiss sorgt die digitale Krise als Gegenpol zu jedwedem guten Content, gerne als begrifflicher Shitstorm in den Köpfen der Entscheider versenkt, im Fall der Fälle für ein Maximum an Interaktionen und Reichweite. Doch diese KPI-Unterstützung mag niemand gerne sehen. Nein, die Werbeausspielung ist das Non-Plus-Ultra im Sinne der Aufmerksamkeit über soziale Netzwerke. Denn organisch läuft schon lange nichts mehr bei Facebook, Instagram und Twitter. Da hilft nur noch der Griff zum Budgettopf. Wenn dann das Marketingbudget keine dedizierten Gelder für Social Media vorweist, braucht sich eigentlich niemand darum bemühen. Aus der sprichwörtlichen Idee, den eigenen Mist zu vergolden, bedarf es absolut genialer Ideen, damit Content die Herzen der Fans erobern kann. Die hat wiederum nicht jeder Marketing-Manager und blickt neidvoll, manchmal leidvoll zu den großen Marken auf.

Jeder Social Media Manager sollte  über eigene Budgets für Facebook, Instagram und Co. verfügen. Ausreden dafür braucht es nicht und der Kostenlos-Gedanke gehört eingemottet. Denn nur noch mit Media sichern sich Marken den Zugang zu Fans. Alles andere ist nett für das eigene Ego, treibt aber keine Zahlen voran. Das Fehlen von Social Media Budgets wird aber dazu führen, das Marken und ihre digitalen Präsenzen nicht mehr bei den Nutzern stattfinden, sondern vom gelebten Alltag abgeschnitten werden. Der Social Frust muss vermieden werden. Also bitte: Take the money and book!

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Adidas legt vor: TV-Budgets wandern endlich ins Digital Marketing https://mikeschnoor.com/2017/04/23/adidas-legt-vor-tv-budgets-wandern-endlich-ins-digital-marketing/ https://mikeschnoor.com/2017/04/23/adidas-legt-vor-tv-budgets-wandern-endlich-ins-digital-marketing/#respond Sun, 23 Apr 2017 17:51:32 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8592 Der internationale Sportwarenhersteller Adidas verschiebt sein Werbebudget von TV in Richtung der digitalen Kanäle. Endlich findet der große Paradigmenwechsel statt. Sollten andere Brands diesem Beispiel folgen? Warum der Abschied aus dem TV-Werbegeschäft sogar richtig vorteilhaft sein kann, lässt sich leicht nachvollziehen. Mit digitalem Marketing zieht man auf der Überholspur vorbei. Das hat Chief Executive Kasper […]

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Der internationale Sportwarenhersteller Adidas verschiebt sein Werbebudget von TV in Richtung der digitalen Kanäle. Endlich findet der große Paradigmenwechsel statt. Sollten andere Brands diesem Beispiel folgen?

Warum der Abschied aus dem TV-Werbegeschäft sogar richtig vorteilhaft sein kann, lässt sich leicht nachvollziehen. Mit digitalem Marketing zieht man auf der Überholspur vorbei. Das hat Chief Executive Kasper Rorsted erkannt und möchte die hauseigenen E-Commerce-Umsätze bis 2020 vervierfachen. Denn anders als im TV findet über digitale und mobile Kanäle eine bessere Ansprache von jungen Konsumenten statt, die eigentlich schon längst der alten Medienwelt entflohen sind und mit traditionellen TV-Spots nicht erreicht werden können. Konkret benannte der Adidas-Chef seine Pläne jüngst in einem Interview auf CNBC, in dem er den Abgesang auf TV-Werbung bestätigte.

Genau darauf hat doch die Marketingbranche schon so lange gewartet. Endlich stellt sich jemand gegen die traditionelle Werbelogik. Keine kleine Marke und keine Eintagsfliege unter den werbetreibenden Unternehmen, sondern eines der richtigen Dickschiffe am Markt ändert seinen Kurs – und macht in Zukunft nur noch digitales Marketing.

Exakt für diese Käuferschichten, welche der Sportwarenhersteller für sein Zukunftsgeschäft begeistern muss, werden die TV-Budgets zurückgeschraubt – und vielleicht sogar radikal eingestampft. Wenn obendrein das erklärte Unternehmensziel darin liegt, den E-Commerce und damit den direkten Abverkauf der eigenen Markenprodukte zu stärken, kann eine reine Digital-Strategie sogar das ideale Maßnahmenpaket sein.

Digital Marketing gegen den Medienbruch

Eigentlich weiß jeder clevere Marketer, dass der urtypische Medienbruch von TV hin zu Online für Kampagnen einfach extrem hinderlich sein kann. Doch offenbar traut sich niemand wirklich dagegen aufzubegehren, was man aus Tradition her immer wieder macht – nämlich statt Fernsehspots zu schalten die internetaffinen Kunden genau dort abzuholen, wo sie sich auch medial aufhalten. Zwar versucht man allerorts mit Hashtags und extrem einprägsamen URLs die Nutzer zum digitalen Besuch und idealerweise zum Kauf zu animieren. Doch trotz der bekannten Szenarien des Second Screens, wenn die Couchpotato am Smartphone das Gebrabbel rund um das TV-Sendegeschehen parallel verfolgt, konvertieren die Zuschauer extrem schlecht zu aktiven Nutzern, geschweige denn zu zahlenden Kunden.

Blickt man auf Megaevents wie den Superbowl, findet üblicherweise ein hoher Social Buzz parallel zur Übertragung statt. Live mit der Marke dabei zu sein ist Trumpf. Beim Werbespot-Showrunning geht enorm viel Geld über den Tisch. Die TV-Kampagnen selbst setzen meist nur auf extrem viel Branding und eine ordentliche Portion an Image, aber deutlich weniger auf den eigentlichen Kauf eines Produkts.

Dies kann man wunderbar bei den deutschen Shows „Germany’s Next Top Model“ und „Der Bachelor“ beobachten. Promibonus mit Zickenterror beim einen, eine extreme Portion Schmachtfetzen beim anderen Format. Im Netz finden viele Diskussionen über die Protagonisten statt, aber diese stehen äußerst mickrigen Nennungen der im Umfeld und während der Sendung werbenden Marken gegenüber. Die Promo im TV zieht nicht mehr, vor allem wenn die jungen Käuferschichten die Formate nicht schauen und die Werbespots und Sponsorings nicht mehr rezipieren. In der Werbepause gehört die Aufmerksamkeit nur dem Smartphone und nicht der Werbeinsel. Und selbst wenn sich die Zuschauer über die werbenden Marken rege unterhalten, konvertieren sie nicht zu Käufern. Für das Marketing ein Genickbruch und eine Chance zugleich, sich endlich neu zu erfinden.

Mehr Mut zu neuer Reklame

Egal wie man es drehen und wenden möchte, der lineare Sendeblock für Reklame hat perspektivisch ausgedient. Zu dieser Erkenntnis ist man auf höchster Ebene bei Adidas angelangt. Noch versucht sich das Fernsehen an immer neuen Programmsplits, Popup-Layern und weiteren Special-Ads. Der Zuschauer schaltet dabei längst ab oder wie im Fall der jungen Leute gar nicht mehr ein. Anstatt exakte demografische Daten über die potenziellen Kunden zu erhalten, werden nur altgediente Zielgruppensegmente mit der perfiden Hochrechnung im Namen der Einschaltquoten angeboten. Das genaue Adressieren der 22-jährigen Hochschulabsolventin in städtischen Ballungsgebieten, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für sportliche Aktivitäten und somit für die Produkte von Adidas interessieren könnten, wäre über TV mit technischen Möglichkeiten trotz Smart-TV einfach nicht möglich.

Die Entwicklung der gesamten Marketingbranche sollte sich ein Scheibchen vom Mut des Adidas-Chefs Rorstedt abschneiden und zumindest einen Teil ihrer bisherigen Aufwendungen für TV-Werbung ins Digitale lotsen. Mit sinnvollen Kampagnen, passgenauer Zielgruppenansprache und einer gewaltigen Portion an Kreativität lassen sich die Kunden aktivieren, bei denen der Fernseher nur noch für Netflix, Amazon Prime sowie andere Mediatheken und Streamingdienste als Abspielstation dient. Die TV-Werbung wird in Zukunft deutlich an Wert verlieren. Wer möchte also der nächste Vorreiter sein und den Paradigmenwechsel besiegeln?

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​BarCamp Bonn 2017: Warum locken Unkonferenzen die Besucher an? https://mikeschnoor.com/2017/03/24/barcamp-bonn-2017-warum-locken-unkonferenzen-die-besucher-an/ https://mikeschnoor.com/2017/03/24/barcamp-bonn-2017-warum-locken-unkonferenzen-die-besucher-an/#comments Fri, 24 Mar 2017 08:52:01 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8550 „Schreibt über das BarCamp Bonn in euren Blogs!“ Vollmundig habe ich das Mikrofon auf dem 3. BarCamp Bonn alias #bcbn17 ergriffen und den anwesenden Teilnehmern während der Abschlusssession ins Gewissen geredet. Ja, und jetzt? Viel zu selten wird heutzutage noch das Erlebnis der Teilnehmer zu einem BarCamp im Netz festgehalten. Die lieben Leute bloggen recht […]

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„Schreibt über das BarCamp Bonn in euren Blogs!“ Vollmundig habe ich das Mikrofon auf dem 3. BarCamp Bonn alias #bcbn17 ergriffen und den anwesenden Teilnehmern während der Abschlusssession ins Gewissen geredet. Ja, und jetzt?

Viel zu selten wird heutzutage noch das Erlebnis der Teilnehmer zu einem BarCamp im Netz festgehalten. Die lieben Leute bloggen recht wenig, weil ihre Präsenz in anderen Social Networks vermutlich das verfügbare Zeitkontingent aufsaugt. Während vor Ort, also an den aktiven Tagen eines jeden BarCamps, die Informationen und das Wissen aus den Teilnehmern hervorsprudeln, folgt in den Tagen danach meist die Tristesse. Nach zwei Tagen voller intensiven Gezwitschers rund um das Geschehen verstummen die digitalen Kanäle, die sonst nur voller Tweets und Postings zum Hashtag der Veranstaltung die Trending-Charts erklimmen. Vor einigen Jahren war es jedoch vollkommen normal, im eigenen Äther über den Besuch eines BarCamps zu schreiben. Was fand man gut? Welche Sessions gefielen einem? Mit wem konnte man das Gespräch vertiefen?

BarCamp Bonn 2017: Volles Haus zur Eröffnung. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn 2017: Volles Haus zur Eröffnung. Foto: Hakan Cengiz

Doch sobald das BarCamp beendet ist, gehen die meisten Teilnehmer einfach nach Hause. Wenn aber niemand im Nachgang über die Veranstaltung berichtet, bleibt das Lob für die Veranstaltung aus. Nicht nur die Organisatoren, sondern vor allem den vortragenden Sessiongebern sollte gedankt werden. Schließlich gehört es sich so, im Sinne des Feedbacks, welches zu jedem BarCamp dazugehört, auch Lob und Tadel auszusprechen. Offenbar hat mein Appel gefruchtet, denn der „Konferenzband“ füllt sich deutlich besser als bei manch anderen BarCamps. Natürlich muss ich selbst den Finger auf mich zeigen, wenn ich die Nachberichte bei den Teilnehmern einfordere – und so wollte mit gutem Beispiel voran abliefern. Mein Nachbericht nahm mehrere Tage in Anspruch, um hier und dort die Impressionen zusammenzufassen – neben allen anderen Dingen, die einem täglich in Form von Arbeit beschäftigen.

Bonn, ich mag deine Szene

Wenn man im Nachgang auf das 3. BarCamp Bonn blickt, darf man eines nicht außer Acht lassen: Die Teilnahme hat sich in jedem Fall gelohnt. Sowohl als Sessiongeber, Sessionbesucher und BarCamp-Wiederkehrer muss diesem Event Respekt gezollt werden. Die Besucher waren offen für die Themen der Sessions, die Organisation funktionierte hervorragend und die Räumlichkeiten im Konferenzcenter der DHL Group ließen nichts zu wünschen übrig.

BarCamp Bonn 2017: Sessionplanung mit Guts & Glory. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn 2017: Sessionplanung mit Guts & Glory. Foto: Hakan Cengiz

Inhaltliche Höhepunkte gab es genügend, wobei ich persönlich nur wenigen Sessions beiwohnen konnte, zumal ich drei eigene Themen dem Programm beisteuern konnte: einen Vortrag über die Einkaufsmobilität der vernetzten Konsumenten, eine Diskussionsrunde zu den Trends und Anforderungen an die Logistikbranche im Jahr 2025 und einen Workshop zu Public Relations. Dennoch empfand ich die Diskussion zu Chatbots, das Schreiben von Twitterwitzen oder das Identifizieren der eigenen Erziehungsschwerpunkte erfrischend. Wohl geschuldet der Tatsache, dass kein Bühnenkasper sich zur Schau stellte, sondern weil die Teilnehmer eigene Kompetenzen und entsprechendes Wissen vermitteln wollten. Als Veteranen der Branche war das für mich eine Gratwanderung zwischen kinderleichtem Bühnenprogramm und Herausforderung, doch am Ende brachte es mir sehr viel Spaß, den Teilnehmern einige Impulse und Denkanstöße zu vermitteln.

BarCamp Bonn 2017: Der Sessionplan mit inspirierenden Vorträgen. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn 2017: Der Sessionplan mit inspirierenden Vorträgen. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn kommt 2018!

Was häufig außer Acht gelassen wird: BarCamps dienen der Weiterbildung und sollten gerade deswegen durch Arbeitgeber wertgeschätzt werden. Hinzu kommt, dass die Anerkennung des Veranstaltungsformats leider viel zu selten auf Unternehmensseite stattfindet, obwohl BarCamps seit über 10 Jahren eine feste Größe in Deutschland geworden sind. Ja, da kann man sich nicht oft genug wiederholen. Man darf sich umso mehr freuen, wenn das BarCamp Bonn erneut im Jahr 2018 stattfinden wird. Hoffen wir auf gute Bekanntschaften, intensive Gespräche und so manchen Lead, den man auf BarCamps tatsächlich einsammeln kann.

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Werbung ist tot, es lebe die Werbung! https://mikeschnoor.com/2017/03/07/werbung-ist-tot-es-lebe-die-werbung/ https://mikeschnoor.com/2017/03/07/werbung-ist-tot-es-lebe-die-werbung/#respond Tue, 07 Mar 2017 09:04:58 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8604 Plakate, Printanzeigen, TV- und Radiospots, Online-Banner. Diese ganz unterschiedlichen Werbekanäle funktionieren einfach nicht, denn nur ein Bruchteil aller Marken sind den Konsumenten bekannt. Und die Konzentration auf nur einige wenige der Kanäle führt bei weitem nicht mehr zu positiven Ergebnissen. Wer die eigene Markenpräsenz stärken möchte, sollte sich für die Zukunft im Marketing fit machen […]

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Plakate, Printanzeigen, TV- und Radiospots, Online-Banner. Diese ganz unterschiedlichen Werbekanäle funktionieren einfach nicht, denn nur ein Bruchteil aller Marken sind den Konsumenten bekannt. Und die Konzentration auf nur einige wenige der Kanäle führt bei weitem nicht mehr zu positiven Ergebnissen. Wer die eigene Markenpräsenz stärken möchte, sollte sich für die Zukunft im Marketing fit machen und seine Werbung überdenken.

Werbung ist tot – zumindest so wie wir das Marketing bislang kennen. Für jeden Anbieter, egal ob für Produkte oder Dienstleistungen, steigt jeden Tag die Herausforderung, die gewünschten Zielgruppen überhaupt zu erreichen. Obendrein sind die meisten Marken überflüssig und tauchen in den Köpfen der Menschen gar nicht auf. Zumindest bestätigt dies eine Studie von Havas Media.

Marketing funktioniert nicht mehr so wie früher

Die Printanzeige als reichweitenstarkes Werbemittel lockt kaum noch den Leser hinter dem Ofen hervor. Der TV-Spot rasselt quer durchs Programm, während die Nutzer genervt abschalten, andere Sender wählen oder gleich zu Videostreaming wechseln. Radiospots wird nur noch bei Autofahrern wahrgenommen, die auf Verkehrsinfos achten und ein wenig Unterhaltung wünschen. Kinowerbung erträgt man vor dem Spielfilm, Out of Home funktioniert mittlerweile nur noch mit besonders auffallenden und polarisierenden Motiven. Digital wird zunehmend durch Adblocker ausgeschaltet und am Smartphone scrollen die Nutzer daumenschnell zum nächsten Content-Häppchen auf ihrem Screen. Marken können bei dem veränderten Verhalten der Rezipienten kaum noch zu den Adressaten heran gelangen.

Natürlich erwartet man hier ein Loblied auf die digitalen Maßnahmen, schließlich dreht es sich bei dieser Kolumne immer um digitales Zeugs: Alles Digital! Werfen wir Influencer Marketing, Content Marketing, Mobile Marketing, Native Advertising und Kampagnen für Snapchat, Instagram und die ganzen Social Networks in einen Topf. Schon ist man rund um die Uhr beschäftigt. Zwar können klassische Werbeformen langfristig durch digitale Kommunikation in voller Bandbreite abgelöst werden, jedoch beißt sich dabei der Hund in den Schwanz. Eine aktuelle Untersuchung von Yougov bestätigt, dass die traditionelle Trennung von Online und Offline nicht mehr funktioniert. Zumindest teilweise, denn bestimmte Zielgruppensegmente werden immer von dem einen oder anderen Kanal erreicht.

Was soll das Marketing jetzt machen?

Die wirklich erhofften Kunden werden egal ob Online oder Offline gar nicht zielgerichtet angesprochen und kostspielige Marketingmaßnahmen verpuffen. Zugleich bedeutet dies, dass der Wechsel von Offline zu Online, also die Abkehr von einem zum anderen Kanal, nicht das Gelbe vom Ei ist. Denn beide Disziplinen verschmelzen, woran neben dem Nutzungsverhalten die neuen Entwicklungen wie Virtual Reality oder das Internet der Dinge beteiligt sind.

Viele Marken konzentrieren sich eben nur auf einen oder zwei Kanäle. TV-Spots und Printanzeigen werden für eben jene teuren Budgets gebucht, jedoch hat sich das Mediennutzungsverhalten der Konsumenten verändert. Wer wegschaltet oder überfliegt, wird nicht aktiviert. Dann verpuffen die Effekte und die Marken können nicht die Köpfe der Endkunden erobern. Out of Home und Radiospots werden eingekauft, doch die Zielgruppen schauen auf ihr Smartphone und sehen die Plakate nicht, oder sie hören einfach gar kein Radio.

Die Lösung liegt doch auf der Hand!

Was Sie dagegen tun können, wenn Sie Marketing betreiben wollen: Werben Sie um die Gunst der Kunden und begeistern sie immer wieder aufs Neue. Nicht hier oder nur dort, sondern auf allen Kanälen. Das machen nämlich die großen Dickfische unter den Marken. Mit einem ordentlichen Budget und gesunder Planung. Nun möchte man meinen, der Autor widerspricht sich selbst dabei, wenn die Werbung doch tot sein soll, aber die Wahrheit lautet: Klotzen, nicht kleckern.

Gemeint ist also, nicht mit Gießkannenmarketing, sondern ganzheitlich zusammenführende Kampagnen zu entwickeln. Wer Online und Offline verbinden kann, also TV mit Radio über Print und Out of Home bis hin in die digitale Verlängerungszeit berücksichtigt, wird langfristig zu den Top-Brands zählen, die sich als wenige Marken in den Köpfen der Kunden behaupten können. Fragen Sie ihre Agentur, ob sie dazu in der Lage ist. Legen Sie die Budgets zurecht und erhöhen Sie ihren Marketingetat. Erzeugen Sie Buzz und bestehen Sie auf digitale Trendthemen im Marketing, aber kombinieren Sie Klassik mit dem digitalen Wirkstoff. Denn wer in die Köpfe der Kunden möchte, muss sein Marketing lebendig gestalten. Dann lebt die Werbung weiterhin!

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Social Networks: Extrapower für Tourismus-Marketing https://mikeschnoor.com/2017/03/06/social-networks-extrapower-fuer-tourismus-marketing/ Mon, 06 Mar 2017 12:22:40 +0000 http://digibuzz.de/?p=2691 Selfie vor dem Eiffelturm, der Sonnenuntergang in der Karibik und das Hotelfrühstück mit Blick über New York: Reisefotos in den sozialen Netzwerken lösen Fernweh aus – und sagen, wo die Reise hingeht. Mehr als ein Drittel aller Social-Media-Nutzer (36 Prozent) hat dort schon mal eine Idee zu einer Urlaubsreise bekommen, 16 Prozent sogar gleich mehrfach. […]

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Selfie vor dem Eiffelturm, der Sonnenuntergang in der Karibik und das Hotelfrühstück mit Blick über New York: Reisefotos in den sozialen Netzwerken lösen Fernweh aus – und sagen, wo die Reise hingeht. Mehr als ein Drittel aller Social-Media-Nutzer (36 Prozent) hat dort schon mal eine Idee zu einer Urlaubsreise bekommen, 16 Prozent sogar gleich mehrfach. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 823 Internetnutzern ab 14 Jahren, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Inspiration für ihren Urlaub aus Facebook, Instagram und Co. ziehen vor allem die 14- bis 29-Jährigen (27 Prozent) sowie die 30- bis 49-Jährigen (32 Prozent). Die Anregungen kommen dabei doppelt so häufig von Freunden oder Familie (89 Prozent) wie von touristischen Unternehmen (45 Prozent). 7 Prozent der Urlauber haben auch schon Anregungen von YouTubern, Bloggern oder sogenannten Social Influencern bekommen. „Social Media funktioniert im Tourismus so gut, dass sich kaum ein Veranstalter leisten kann, dort nicht präsent zu sein“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Was früher die Mund-zu-Mund-Propaganda war, sind heute direkt aus dem Urlaub geteilte Erlebnisse in den sozialen Netzwerken.“
Die Reiseplanung beginnt für die meisten Menschen heute mit einer Recherche im Netz. „Dort müssen die Unternehmen ihre Kunden abholen, denn das Internet spielt für Reiseplanung und -durchführung eine entscheidende Rolle“, so Rohleder. Vier von zehn Urlaubern (41 Prozent) informieren sich vor einer Reise ausschließlich online. Die wichtigsten Kanäle sind dabei die unternehmenseigenen Webseiten, Online-Shops und Buchungsplattformen wie Booking.com oder HRS.

Aber auch die klassischen stationären Reisebüros bleiben trotz der starken Konkurrenz im Netz beliebt. Lediglich 13 Prozent würden eine Chatberatung im Web der fachlichen Beratung in einem Reisebüro vorziehen. Die meisten Kunden haben aber heute schon vorab im Internet recherchiert, bevor sie den Weg in ein Reisebüro auf sich nehmen. „Bei der Flut an Informationen im Internet muss das Reisebüro den Kunden künftig mit seiner Fachkompetenz an die Hand nehmen, Wünsche erkennen und das perfekte Angebot individuell maßschneidern“, sagt Rohleder. Digitale Technologien könnten dabei den entscheidenden Mehrwert bieten. „Für backsteinschwere Kataloge und Reisen von der Stange kommt heute niemand mehr ins Reisebüro. Das moderne Reisebüro muss eine digitale High-Service-Agentur mit Internetauftritt, App, Tablets, Virtual Reality und Videowänden werden, die dem Kunden ein realistisches Bild von seinem Reiseziel vermitteln“, so Rohleder.

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Barcamp: Persönlicher Wissenstransfer zur Digitalisierung in Münster beim #MSCamp17 https://mikeschnoor.com/2017/03/01/barcamp-persoenlicher-wissenstransfer-zur-digitalisierung-in-muenster-beim-mscamp17/ https://mikeschnoor.com/2017/03/01/barcamp-persoenlicher-wissenstransfer-zur-digitalisierung-in-muenster-beim-mscamp17/#comments Wed, 01 Mar 2017 08:08:59 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8535 Seit über 10 Jahren besteht in Deutschland die Barcamp-Bewegung. Mein erstes BarCamp besuchte ich 2006 in Berlin, danach ging ich auf viele weitere dieser Veranstaltungen. Mittlerweile treffen sich die Menschen in zahlreichen Städten zusammen, um auf diesen Unkonferenzen ohne eine vorgegebene Agenda über genau die Themen zu diskutieren, welche die Teilnehmer tatsächlich interessieren. Warum funktionieren […]

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Seit über 10 Jahren besteht in Deutschland die Barcamp-Bewegung. Mein erstes BarCamp besuchte ich 2006 in Berlin, danach ging ich auf viele weitere dieser Veranstaltungen. Mittlerweile treffen sich die Menschen in zahlreichen Städten zusammen, um auf diesen Unkonferenzen ohne eine vorgegebene Agenda über genau die Themen zu diskutieren, welche die Teilnehmer tatsächlich interessieren. Warum funktionieren BarCamps im Jahr 2017 immer noch so gut?

Barcamps gehören zur Digitalbranche wie eine dmexco, die re:publica oder die Online-Marketing-Rockstars. Für die Kommunikationswelt rund um Marketing und PR bietet sich mit einem BarCamp eine wunderbare Gelegenheit, um die eigenen Kenntnisse zu testen, sie zu erweitern und das eigene Wissen zu vermitteln. Denn im Unterschied zu den großen Konferenzen und Festivals, eben jene mit einem relativ hohen Aufwand an Zeit und Geld, um letztendlich doch nur ein vorgefertigtes Programm zu betrachten, bringen die Teilnehmer eines Barcamps aktiv die Inhalte mit eigenen Präsentationen, Diskussionen und Interaktion untereinander ein.

Gute Beispiele finden sich viele, angefangen bei freien Barcamps über Städte-Barcamps bis hin zu Branchen- und Themencamps, auf denen als einziger Unterschied nur der Wunsch eines Oberthemas vorgegeben ist. So tauschen die Teilnehmer dieser sogenannten Unkonferenzen ihr Wissen wie eine sprudelnde Quelle an Information und Inspiration aus. Hier kann jeder Erfahrungen über die Dinge sammeln, die einem im beruflichen Kontext weiterhelfen und von denen man andere Sichtweisen abseits des Branchenmainstreams erhalten möchte.

Was als BarCamp aus vielen größeren Städten bekannt ist und bereits in einem regelmäßigen Turnus stattfindet, kann auch als zartes grünes Pflänzchen erwachsen, welches sich am Ende als prächtige Orchidee entfaltet. Genau diesen Effekt konnte man auf dem MünsterCamp 2017 beobachten, auf dem viele Münsteraner und Besucher aus Köln, Bonn, Frankfurt oder Leipzig ein BarCamp mitgestalten durften. Was an nur einem Tag stattfand, eroberte mit Leichtigkeit den digitalen Äther. Wer dem Hashtag #MSCamp17 auf Twitter folgte, konnte das Geschehen leicht mitverfolgen, denn wie bei den meisten BarCamps verlagern sich die Gespräche entsprechend ins Netz.

Social Media Monitoring, Mobile Storytelling, Influencer Marketing, Shitstorm-Management oder Corporate Blogs – was in der digitalen Expertenwelt zum Businessalltag zählt, braucht schließlich immer seine Zeit, um in die Köpfe der vielen Mitarbeiter und damit überhaupt in den Kompetenzbereich von Unternehmen zu gelangen. Diese Themen kamen erwartungsgemäß bei den Besuchern gut an, doch gerade neben diesen sehr gängigen Themen mit Branchenfokus wünschten sich die Teilnehmer vor allem eines: Münster soll seine digitale Kompetenz stärken.

Natürlich gibt es bereits die „Digital Hub münsterLAND“-Initiative, welche über die staatliche Förderung der DWNRW-Hubs als Innovationszentrum im Münsterland gegründet wurde und sich die Förderung der Digitalisierung und Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Startups auf die Fahnen geschrieben hat. Für die Teilnehmer des MünsterCamps stellte die Frage, wie sich die Digitalisierung in und um Münster vorantreiben lässt, eine zentrale Herausforderung dar. Kein Wunder, denn digital zu sein als Stadt, Unternehmen oder als Gesellschaft ist zu einem bedeutungsvollen Thema für die Bürger der Stadt geworden. Dies sorgt für Gesprächsstoff bei einem BarCamp – und manchmal ein wenig Zündstoff. Denn durch verschiedene Vorträge und Diskussionsrunden erhielten die Teilnehmer unterschiedlichster Interessengebiete die Chance, endlich zusammen an einem Tisch über ihre Ideen und Wünsche für eine digitale Stadt zu sprechen.

Die Idee der BarCamps funktioniert auch heute noch, über zehn Jahre nach der Gründung dieser „Bewegung“. Unternehmen, Marken, Menschen und Behörden sollten die Gelegenheit nutzen, um sich über relevante Themen auszutauschen. In Münster hat es erfolgreich geklappt, die verschiedenen Akteure zusammenzuführen. Man darf darauf hoffen, dass sich der Austausch untereinander auch nach der Veranstaltung des MünsterCamps weiter fortführen lässt. Als quasi Außenstehender war ich nur Besucher und konnte einige Impulse in den Diskussionen geben, doch gerade diese Art der Teilnahme macht mir persönlich Spaß. Daher freue ich mich auf das nächste Städtebarcamp hier in der Region mit dem BarCamp in Bonn, denn auch in der Nachbarstadt von Köln steht die Digitalisierung auf der Agenda und man lädt über die Stadtgrenze zum Gespräch ein.

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Auf dem Gipfel des Olymp: Online-Werbung wächst unaufhaltsam! https://mikeschnoor.com/2017/02/22/auf-dem-gipfel-des-olymp-online-werbung-waechst-unaufhaltsam/ Wed, 22 Feb 2017 08:34:10 +0000 http://digibuzz.de/?p=2670 Der Markt für digitale Werbung hat im vergangenen Jahr ein Umsatzplus um 6,5 Prozent verbuchen können. Das Nettovolumen beläuft sich für 2016 auf insgesamt 1,785 Milliarden Euro. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW prognostiziert für 2017 ein weiteres Wachstum um sieben Prozent auf 1,910 Milliarden Euro. Ist das aber tatsächlich alles? Der digitale Werbemarkt wächst jährlich […]

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Der Markt für digitale Werbung hat im vergangenen Jahr ein Umsatzplus um 6,5 Prozent verbuchen können. Das Nettovolumen beläuft sich für 2016 auf insgesamt 1,785 Milliarden Euro. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW prognostiziert für 2017 ein weiteres Wachstum um sieben Prozent auf 1,910 Milliarden Euro. Ist das aber tatsächlich alles?

Der digitale Werbemarkt wächst jährlich um einen gesunden einstelligen Bereich. Möglich macht dies jedoch nicht die klassische Display-Werbung, sondern vor allem das Mobile-Segment. Der stetige Zuwachs an mobilen Endgeräten und das veränderte Nutzungsverhalten hin zu „Smartphone first, Desktop second“ begründet Zuwächse im oberen zweistelligen Prozentbereich. Hinzu zählt Bewegtbild-Werbung, die bereits in Form von Pre-Roll-Ads einen Anteil am errechneten Gesamtumsatz in Höhe von 433 Millionen Euro verbuchen kann – dies entspricht nahezu einer Verdopplung im Vergleich zu noch vor zwei Jahren. Klassische Display-Werbung wie Ad Bundles oder Wallpaper müssen hingegen herbe Rückschläge gegenüber 2015 verzeichnen und werden perspektivisch den Vermarktern und den Publishern keine großen Einnahmen mehr generieren.

OVK-Prognose und Statistik für den deutschen Markt der Online-Werbung

Was fehlt bei den Marktzahlen zur Online-Werbung?

Die Zahlen sind extrem erfreulich für eine Branche, die sich mit der sinkenden Aufmerksamkeit der Nutzer und einem bekundeten Desinteresse an klassischer Online-Werbung auseinander setzen muss. Naturgemäß möchte der OVK sich künftig vor allem auf die Fokusthemen Ad Verification und Adblocker für die weitere Entwicklung von digitaler Werbung konzentrieren, um der immer wieder kritisierten Frage nach Ad-Viewability, Brand Safety und Verifizierung von Bot-Traffic endlich Herr zu werden.

Was der OVK-Statistik und der Prognose jedoch fehlt, damit der digitale Werbemarkt vollumfänglich abgebildet werden kann, sind die Zahlen für bestimmte Marktsegmente: Die Umsätze im Affiliate Marketing tauchen seit einigen Jahren nicht mehr in den Marktzahlen auf. Zudem werden die Zahlen aus dem Suchmaschinenmarketing nicht mehr hinzu addiert. Vielleicht auch gerade deshalb, weil Google mit seinen Anzeigenumsätzen schon vor Jahren auf weit über 3 Milliarden Euro allein in Deutschland kamen – natürlich Netto. Gleiches gilt im Fall von Facebook-Advertising und Social Media Ads im Allgemeinen, deren Umsätze ebenfalls keine Berücksichtigung bei dem Zahlenspiel finden.

Ferner lassen sich aus den OVK-Zahlen keine Rückschlüsse auf die Anteile von Native Advertising schließen. Damit fehlt ein wichtiges Marktsegment, dass ähnlich wie Mobile bereits vor einigen Jahren mit jährlichen Wachstumswerten im zwei bis dreistelligen Bereich zu den Erfolgsformaten am digitalen Werbemarkt zählt.

Top 10 der Display-Werbeformate in der Online-Werbung

Online-Werbung der Zukunft

Nach der dringend erforderlichen Bereinigung der Marktstatistiken um die Bruttowerte im Jahr 2014, also der einstigen Schönrechnung inklusive aller Rabatte und Provisionen, liegt es an den Branchenakteuren, künftig noch enger mit den einzelnen Marktsegmenten zusammen zu arbeiten, um das Gesamtvolumen des digitalen Werbemarktes abzubilden.

Zwar wächst Online-Werbung seit Jahren auf einem stabilen Niveau, aber die Aufschlüsselung nach den einzelnen Werbeformen zeigt eindeutig, dass die einstigen Zugpferde der Branche unter Verlusten leiden. Dank Video und Mobile wird das Zahlenwerk perspektivisch seine aktuelle Wachstumsprognose von sieben Prozent in 2017 erfüllen können. Um jedoch bis 2020 als digitaler Champion im Marketing-Mix auftrumpfen zu können, sollten für den deutschen Markt die weiteren Werbeformen aus Native Ads, Affiliate und Social Media berücksichtigt werden.

Ob dies den Vermarktern schmeckt, mag zu Recht bezweifelt werden. Zwar liegen Online-Display und Mobile-Advertising sehr eng beieinander, aber auch dafür brauchte es eine lange Zeit, um die Zahlen gemeinsam auszuweisen. Die anderen Segmente des Digitalen Werbemarkts gelten genauso wie Suchmaschinenmarketing nicht als ihre wahren Steckenpferde.

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Digitale Transformation: Problemkind der deutschen Wirtschaft https://mikeschnoor.com/2017/02/21/digitale-transformation-problemkind-der-deutschen-wirtschaft/ Tue, 21 Feb 2017 11:53:31 +0000 http://digibuzz.de/?p=2668 Seit Jahren kämpft die deutsche Wirtschaft mit dem digitalen Wandel. Eigentlich sollte die Erkenntnis, dass die Digitale Transformation für Unternehmen aus allen Branchen große Chancen bietet, doch schon längst bei Geschäftsführern und Vorständen angekommen sein. Wie eine Befragung durch den Digitalverband Bitkom bestätigt, beklagen praktisch alle Unternehmen mehr oder weniger große Probleme bei digitalen Transformation. […]

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Seit Jahren kämpft die deutsche Wirtschaft mit dem digitalen Wandel. Eigentlich sollte die Erkenntnis, dass die Digitale Transformation für Unternehmen aus allen Branchen große Chancen bietet, doch schon längst bei Geschäftsführern und Vorständen angekommen sein. Wie eine Befragung durch den Digitalverband Bitkom bestätigt, beklagen praktisch alle Unternehmen mehr oder weniger große Probleme bei digitalen Transformation.

Kein einziges Unternehmen gab an, dass die Digitalisierung ohne Hemmnisse verlaufe. Sieben Prozent wissen es nicht oder können keine Angaben machen. Die größten Schwierigkeiten ergeben sich bei den Dauerbrennerthemen wie Datenschutz und IT-Sicherheit, beim Personal sowie bei internen Abstimmungen. Vier von zehn Unternehmen bemängeln, dass die Anforderungen an den Datenschutz (38 Prozent) sowie die IT-Sicherheit (37 Prozent) die digitale Transformation behindern.

Digitalstrategie funktioniert nicht ohne Fachkräfte

Jeweils drei von zehn Unternehmen klagen, es fehle an Akzeptanz in der Belegschaft (29 Prozent) sowie geeigneten Fachkräften mit Digitalkompetenz (28 Prozent). Ähnlich häufig werden fehlende Vorgaben aus der Geschäftsleitung (27 Prozent) und langwierige Entscheidungsprozesse (25 Prozent) kritisiert. 16 Prozent sehen sich durch eine fehlende Investitionsbereitschaft behindert.

Business as usual? Die Digitale Transformation muss in die Köpfe der Entscheider rein! Quelle: Pexels.

Business as usual? Die Digitale Transformation muss in die Köpfe der Entscheider rein! Quelle: Pexels.

„Jedes Unternehmen muss für sich eine Digitalstrategie entwickeln. Wenn erst einmal klare Ziele festgelegt sind, wird die Abstimmung im Unternehmen viel einfacher“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Teil einer Digitalstrategie sollte auch die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sein. Wer über qualifiziertes Personal verfügt, der kann auch mit Anforderungen durch den Datenschutz und mit dem zentralen Thema IT-Sicherheit deutlich besser umgehen.“

Digitale Transformation: Unternehmen blockieren sich selbst

Das Problem sitzt in den Köpfen aller Entscheider, was sich entweder durch fehlende Lösungskompetenz oder blanke Unkenntnis der Digitalisierung widerspiegelt. Natürlich sollten Unternehmen klare Erwartungen an die Politik haben, wie die Digitalisierung in Deutschland beschleunigt werden könnte.

„Die Unternehmen wollen mit der digitalen Transformation in Deutschland eine Erfolgsgeschichte schreiben. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten bei den wichtigen Themen wie Sicherheit, Datenschutz sowie Aus- und Weiterbildung gemeinsam die richtigen Weichen stellen – dabei sind Unternehmen, Politik und jeder einzelne Mitarbeiter gleichermaßen gefordert“, schlussfolgert Rohleder.

Doch der Wandel wird nicht wie der Bitkom es immer wieder anprangert, nämlich mit einem flächendecken Breitbandausbau mit mindestens 50 Mbit/s, den zumindest 59 Prozent der Unternehmen fordern, sondern mit einem Paradigmentwechsel in den Entscheidungsstrukturen und einem hohen Eigenantrieb erfolgen. Erst dann kann die Digitalisierung durchstarten, wenn vor allem innere Barrieren reduziert werden. Egal ob ein höheres Engagement bei IT-Sicherheit, etwa mit mehr Mitteln für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), sowie bildungspolitische Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel (je 52 Prozent) im Mittelpunkt stehen – eine digitale Wirtschaft braucht Motivation von oben.

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Frischzellenkur für die Digitalbranche: Agenturen und Consultants auf Tuchfühlung https://mikeschnoor.com/2017/02/21/frischzellenkur-fuer-die-digitalbranche-agenturen-und-consultants-auf-tuchfuehlung/ https://mikeschnoor.com/2017/02/21/frischzellenkur-fuer-die-digitalbranche-agenturen-und-consultants-auf-tuchfuehlung/#respond Tue, 21 Feb 2017 08:06:38 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8607 Im vergangenen Jahr hat das Traditionsunternehmen IBM mit den Übernahmen von Aperto und Ecx.io gleich zwei digitale Akteure aufgekauft. Zuvor schnappte sich das Beratungshaus Deloitte die Agentur Flow Interactive, während McKinsey sich Lunar holte. Die jüngste Übernahme von Sinner Schrader durch das Consulting-Unternehmen Accenture markiert einen neuen Höhepunkt einer Entwicklung der Agenturen, die für gehöriges […]

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Im vergangenen Jahr hat das Traditionsunternehmen IBM mit den Übernahmen von Aperto und Ecx.io gleich zwei digitale Akteure aufgekauft. Zuvor schnappte sich das Beratungshaus Deloitte die Agentur Flow Interactive, während McKinsey sich Lunar holte. Die jüngste Übernahme von Sinner Schrader durch das Consulting-Unternehmen Accenture markiert einen neuen Höhepunkt einer Entwicklung der Agenturen, die für gehöriges Aufsehen in der digitalen Wirtschaft sorgt.

Agenturen und Consultants prallen öfter aufeinander. Nicht, weil sie unterschiedliche Standpunkte in der Branche vertreten, sondern weil sie sich gegenseitig das Wasser abgraben. Sobald der Kunde im Visier ist, bemühen sich beide Fraktionen um den Lead. So kommt es spätestens im Pitch um den Marketingetat zu kleinen Scharmützeln, die über kurz oder lang in den Medien ausgetragen werden.

Agenturen und/oder Unternehmensberater?

Agenturvertreter bemängeln das Eindringen der Berater in ihr Marktsegment. Ein nachvollziehbarer Schritt, denn wer gibt schon gerne seine Claims ab? Die Strategen könnten nur mit Zahlen jonglieren, die Kreativität als Alleinstellungsmerkmal der Agenturen bleibe jedoch auf der Strecke. Die Leistung am Kunden liegt ihnen im Blut, zumal sie seit Anbeginn der Zeit auf digitalen Pfaden wandeln würden. Die Berater müssten die digitalen Aspekte erst erlernen. Zugegeben, das machen sie auch richtig clever, wenn die Unternehmensberater im Umfeld der Agenturen auf An- und Abwerbekurs gehen. In vielen Fällen sogar erfolgreich, denn die Mitarbeiter der Agenturen würden mit besseren Konditionen und Perspektiven gelockt, als dass es die Agenturen sich leisten könnten.

Hingegen hört man von den Beratern selbst wenig zu den Vorwürfen. Kein Hauch kritischer Töne. Den Fehdehandschuh lassen sie offenbar liegen und machen ihr Ding: Marktdaten analysieren, Geschäftspotenziale identifizieren, Prozesse verändern, sich die Digitalisierung auf die Stirn schreiben und mit etwas kreativen Momentaufnahmen, die manchmal von extern eingekauft werden, beim Kunden vorstellig werden. Sie pitchen ihre Ideen und Lösungswege einfach anders als die Agenturen, was die Markenunternehmen durchaus erfreut.

Macht das Beispiel von Accenture und Sinner Schrader Schule?

Kurzum: In jedem Gewässer gibt es Fische, die kleinere Fische schlucken. Nun gelten Accenture und Sinner Schrader nicht als klein, doch das Zusammenwachsen zu einer Entität macht eines deutlich. Perspektivisch werden die Grenzen von Beratung und Agenturleistung weiter verschwimmen. Der Kunde wird sich nicht mehr zwischen drei oder vier Agenturen im Pitch entscheiden müssen, sondern künftig die Akteure bevorzugen, die sowohl Spezialisten als auch Alleskönner sind. In der Digitalbranche entsteht somit ein hybrides Modell, welches auch hier den Verdrängungswettbewerb zwischen Agenturen und Consultants verschärfen wird. Markenunternehmen werden sich künftig für die Partner entscheiden, die sie und ihre Probleme am besten verstehen.

Was früher die Agenturen mit viel Kreativität, technischem Verständnis und digitalem Wissen geleistet haben, werden Consultants mit extremer Datenaffinität und den strategischen Zukäufen der Digitalagenturen auf ebenbürtigem Niveau realisieren. Agenturen könnten sich gleichermaßen zum Kauf anpreisen. Roland Berger, Hovárth, KPS oder Kienbaum waren bislang noch relativ schweigsam, aber es wird nicht lange dauern, bis sie dem Beispiel von Accenture und Sinner Schrader folgen werden. Denn die Kunden freut es, digitale Expertise aus einer Hand zu erhalten. Wenn Agenturen und Consultants eng miteinander zusammenarbeiten, kann diese Entwicklung für die digitale Wirtschaft tatsächlich wie eine Frischzellenkur wirken. Ob dies tatsächlich hilfreich ist, wird sich zeigen müssen.

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Datenschutz: Transparenz in der neuen Endzeitstimmung https://mikeschnoor.com/2017/02/06/datenschutz-transparenz-in-der-neuen-endzeitstimmung/ https://mikeschnoor.com/2017/02/06/datenschutz-transparenz-in-der-neuen-endzeitstimmung/#respond Mon, 06 Feb 2017 10:09:18 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8611 Datenschutz-Abbau für Nicht-US-Amerikaner ist nur eine Folge des drohenden Protektionismus unter Donald Trump, Einreiseverbote und Mauerphantiasien gehören auch dazu. Auf Europa kommt eine konfliktreiche Zeit zu. Insbesondere bei der Frage nach den Daten, dem Gold der Digitalbranche, wird sich die Online-Welt radikal verändern. Die Startup- und Techbranche der USA begehrt bereits gegen die neue US-Regierung auf und […]

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Datenschutz-Abbau für Nicht-US-Amerikaner ist nur eine Folge des drohenden Protektionismus unter Donald Trump, Einreiseverbote und Mauerphantiasien gehören auch dazu. Auf Europa kommt eine konfliktreiche Zeit zu. Insbesondere bei der Frage nach den Daten, dem Gold der Digitalbranche, wird sich die Online-Welt radikal verändern.

Die Startup- und Techbranche der USA begehrt bereits gegen die neue US-Regierung auf und protestiert gegen die Einreiseverbote für ihre muslimischen Mitarbeiter. Damit folgen sie einer bisher unvorstellbaren Protestbewegung gegen die neue US-Administration. Allen voran Facebook-Gründer Marc Zuckerberg, gefolgt von Apple, Google, Microsoft, Mozilla, Twitter und Tesla. Doch nicht nur ihre Mitarbeiter sind direkt durch die präsidialen Erlasse betroffen, vielmehr sind die Geschäftsmodelle der digitalen Superkonzerne in Gefahr.

Datenschutz: Trump bedroht Geschäftmodelle Apple et al.

Was kaum jemand ansprechen möchte: Im Kern dreht es sich um das Datenschutz-Abkommen „Privacy Shield“. Das relativ frisch ausgehandelte Vertragswerk, welches das ältere Safe-Harbour-Abkommen im letzten Jahr ablöste, regelt die Übermittlung personenbezogener Daten aus Europa in die USA. Alle Nutzer, also alle Kunden und somit jeder europäische Onliner, erfährt passiv, dass sich der transatlantische Datentransfer zu ihrem Vorteil verhält. Denn die Auslandsüberwachung und die Auslegung des US-Rechts auf EU-Bürger und ihre Daten werden bislang stark eingeschränkt. Damit kann bald Schluss sein, wenn US-Prasident Trump die digitalen Rechte von Nicht-US-Bürgern einschränken sollte.

Aber nicht nur die großen Dickschiffe im digitalen Wettbewerb sind von solchen Veränderungen betroffen. Gerade die Vielzahl europäischer und somit deutscher Firmen sollten mit Sorge über den Atlantik blicken. Alles mit digitalen Daten kann künftig zu einem Business-Tod führen.

Boykottieren Europäer Whatsapp und Snapchat, weil kein Datenschutz mehr besteht?

Cloud-Daten und E-Mails sowie die gesamte Kommunikation in privaten Umgebungen der Social Networks lagen bislang vor dem behördlichen Zugriff geschützt auf den Servern. Die jüngsten Beispiele, wie Microsoft gerichtlich sich gegen die Informationsauskunft durch das FBI wehrt, sind nur der Beginn einer langen Reise.

Sogar die digitale Werbung wird sich der neuen Situation stellen müssen. Sie besitzt eine nahezu unschlagbare Eigenschaft: Nur im Netz können Marken mit Daten auf kleinster, nahezu zellulärer Ebene arbeiten, wie sie es in klassischen Werbeumfeldern Print, TV oder Radio per Broadcast gar nicht können. Online-Kampagnen nutzen Daten, um jedweder Zielgruppe einen möglichst attraktiven Kaufanreiz zu liefern.

Die Betreiber der Social Networks monetarisieren ihren Aufwand, indem sie attraktive datengestützte Werbeumfelder erzeugen. Doch wenn die Nutzer aus Europa und ihre Daten jedweder Coleur nicht mehr vor einer rigorosen, behördlichen Auswertung geschützt bleiben, werden sie sich über kurz oder lang anderen Diensten widmen. Auf Friendster folgte MySpace, danach kamen Facebook und Twitter. Jetzt liegen Snapchat, Instagram und Whatsapp hoch im Kurs bei den Nutzern. Sollten gerade die sensiblen Deutschen sich ihrer Daten nicht mehr sicher sein, könnte es zu einem Nutzungsboykott kommen.

Trump garantiert Fortbestehen von Twitter

Klar, hier ist viel „wenn und aber“ im Spiel. Doch nicht ohne Grund werden die Anbieter der Social Networks die Entwicklung des transatlantischen Datenschutzabkommens genau beobachten müssen, wenn sie ihre Vertriebsmärkte in Europa nicht verprellen wollen.

Immerhin scheint es einen Lichtblick am dunklen Horizont zu geben:  Twitter wird auf lange Sicht weiterbestehen, denn Donald Trump liebt den Informationsdienst für seine Proklamationen viel zu sehr, als dass der Service jemals das Zeitliche segnen würde oder dass die Nutzer auf die voyeuristischen Momentaufnahmen solcher Menschen verzichten wollen würden.

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Chief Digital Officer: Mehr als ein Alibi-Posten? https://mikeschnoor.com/2017/01/10/chief-digital-officer-mehr-als-ein-alibi-posten/ https://mikeschnoor.com/2017/01/10/chief-digital-officer-mehr-als-ein-alibi-posten/#respond Tue, 10 Jan 2017 07:12:20 +0000 https://mikeschnoor.com/?p=8613 Chief Digital Officer sollen Unternehmen digital transformieren. Aber zu oft sind sie reines Alibi und agieren an den Mitarbeitern und der Unternehmensorganisation vorbei. Und sind schnell wieder weg vom Fenster. Schade.  Die digitale Realität in den deutschen Unternehmen ist hart. Die Mehrheit handeln und braucht Menschen, die genau an der digitalen Wurzel anpacken. Laut der […]

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Chief Digital Officer sollen Unternehmen digital transformieren. Aber zu oft sind sie reines Alibi und agieren an den Mitarbeitern und der Unternehmensorganisation vorbei. Und sind schnell wieder weg vom Fenster. Schade. 

Die digitale Realität in den deutschen Unternehmen ist hart. Die Mehrheit handeln und braucht Menschen, die genau an der digitalen Wurzel anpacken. Laut der Analyse im CDO-Kompass arbeiteten Ende 2016 in der DACH-Region 179 Führungskräfte unter dem Titel Chief Digital Officer (CDO) bei großen Mittelständlern und Konzernen. Im Prinzip eine sehr geringe Zahl, betrachtet man die Gesamtheit an Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Denn dieser Frontman oder diese Frontfrau auf der CxO-Ebene soll ein Heilsbringer sein, um ein Unternehmen, sein Management und die Mitarbeiter für die fortschreitende Digitalisierung fit zu machen.

Chief Digital Officers sollen Digitalisierung treiben

Chief Digital Officers sind für die digitale Strategie eines Unternehmens zuständig. Sie laufen als digitale Botschafter umher und verändern als direkte Transformierer stetig das Unternehmen. Einige kommen aus Agenturen und belehren die Unternehmen mit der externen Sicht auf digitale Dinge, manche sind wiederum Spezialisten im Change Management, und andere gelten als reine Technologisten, die sehr eng mit der IT verbunden sind. CDOs können mit ihren Kompetenzen so bunt gemischt sein wie ein prächtiger Blumenstrauß und als progressive Denker, kreative Disruptoren, Kundenbefürworter, Innovatoren und Universalisten haben gänzlich unterschiedliche Fähigkeiten.

In Anbetracht der organisatorischen Hierarchie haben sie zumindest als Teil der Geschäftsleitung sehr viele Befugnisse, mit einer eigenen Bereichsunit können sie immerhin etwas bewirken. Im Sinne eines Stabmodells üben sie grundlegenden Einfluss auf die Organisation aus und im Multi-Level-Gedanken ohne zentrale Steuereinheit leben sie faktisch in jedem Teil des Unternehmens. Ein Chief Digital Officer braucht ein klares Profil, um tatsächlich etwas bewegen zu können. Egal ob Mobile First, der Kundendialog mit Social Media, digitale Kommunikations- und Marketingkampagnen oder die transformatorische Aufgabe des Change- und Prozessmanagements mit einem Hauch von New Business – die CDOs haben meist alle Hände voll zu tun und kochen an jedem Süppchen mit. Viele Firmen suchen ihren CDO-Heilsbringer, aber sie schaffen es beim besten Willen nicht, die Aufgaben, die Befugnisse und somit das ganze Jobprofil zu definieren.

Unabdingbar: Ein klares CDO-Profil

Wenn wir die letzten Jahre Revue passieren lassen, wird leider schnell klar, dass diese digitalen Prozessoptimierer trotz des hohen Bedarfs am Markt nur eine extrem kurze Halbwertszeit besitzen. Sie sind nämlich schnell wieder weg vom Tisch, und das Unternehmen passt sich der digitalen Welt auf eigene Weise an – oder der ganze Chief-Digital-Officer-Kram gerät in Vergessenheit. In vielen Fällen konzentrieren sich Unternehmen einfach nur darauf, genau diesen einen Typus von Mensch zu finden und diese Person mit dem vollmundigen Titel Chief Digital Officer zu beglücken. Im Wunsch nach Ruhm und Ehre kommunizieren sie diese Personalien in entsprechenden Medien, bevor es um die CDOs in vielen Fällen still wird. Denn von ihrer Arbeit bekommt man als Außenstehender einfach nichts mit.

Mitarbeiter wissen selten, was CDO eigentlich macht – und wie

Wie sie ihre Aufgaben bewältigen, ist den meisten Mitarbeitern nur schleierhaft. Selten hört man von digitalen Erfolgen oder Verbesserungen, denn die Schwerpunkte ihres Handels muss sich jeder Chief Digital Officer selbst setzen je nach Hierarchie-Zugehörigkeit und Befugnissen. Ihr Handeln ist auf Zeit angelegt und die Erfolge werden nur am Ende kommuniziert, denn der Wettbewerb lauscht an jeder Ecke und würde sich am liebsten ein Scheibchen von allem abschneiden.

In den Unternehmen selbst finden die Mitarbeiter kaum Zugang zu dem Change Manager.  Doch der digitale Wandel wird nur Erfolg haben, wenn Unternehmen sich nicht von Dritten die Welt zeigen lassen, sondern die eigenen Mitarbeiter digital befähigen, weiterbilden und ihre digitalen Kompetenzen ausbauen. Kein Wunder, dass die These sehr beliebt ist, dass ein CDO nach Abschluss der Digitalen Transformation oder nach Ablauf der Digitalisierungsprojekte nicht mehr im Unternehmen benötigt wird („Der Chief Digital Officer ist Nonsens!“).

Digitalisierung dreht sich nicht um Jobtitel

Doch wann genau soll ein solcher Wandel beendet sein, wenn die Wirtschaft in Deutschland erst am Anfang steht? Bei der Digitalisierung dreht es sich nicht um Positionen, Jobtitel und Befugnisse in einem hierarchischen Unternehmensorganismus, sondern um die Annahme der digitalen Herausforderung mit dem Ziel, diese zu lösen und zu bewältigen: Zusammenhänge statt Silo-Denken, Strategieentwicklung zugleich mit Umsetzung, Change-Management mit Innnovationsmanagement.

Diese Aufgaben eines CDO sind ein Vollzeitjob, die andere Mitglieder der CxO-Ebene nicht bewältigen können oder wollen. Doch gerade darin liegt der Schlüssel zum Erfolg, denn nur zusammen kann ein Unternehmen digitale Reife besitzen und seine Marktposition in digitalen Umfeldern ausbauen.

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Social Media allgemein und Plattformen wie Facebook im Besonderen sind die neuen Gegner von Politik und Medien, Stichwort Fake News. Und ja, die sogenannte Filterblase bietet Gefahren. Gerade das Marketing könne helfen, aus dem fatalen Kreislauf auszubrechen.

Die Filterblase der Social Networks und Suchmaschinen gibt Nutzern bekanntlich eine gewisse Sicherheit. Eine vermeintlich heile Welt, die genau das zeigt, was man sehen möchte. Oder eine radikale Umgebung, die Menschen radikalere Gedanken näher bringt. Egal ob Licht oder Dunkel, die Nutzer überzeugen sich gerne von ihren eigenen Ideen und teilen diese Ansicht anderen Nutzern munter mit. Sie vertrauen dabei einander selbst und lassen Drittmeinungen tendenziell weniger zu. Ja, sie bemühen sich ganz im Sinne der einst gepriesenen Schwarmintelligenz, bestimmten Informationsquellen in ihrer Filterblase zu folgen und deren Meinungen zu verbreiten.

Wer trägt zur digitalen Meinungsbildung bei?

Der neumodische Herdentrieb der digitalen Welt scheint seinen Zenit erreicht zu haben. Wir folgen nicht mehr Lichtgestalten und Leuchttürme, sondern lassen uns Inhalte bestimmter Personen und Medien vorzeigen. Die einst kritisierte Berieselung durch das Fernsehen erfreut sich als erwachsen werdende Berieselung durch soziale Netzwerken und Suchergebnissen. Denn die Algorithmen gaukeln uns bei der Benutzung dieser Angebote etwas vor. Menschen fühlen sich wohl, wenn sie mit ähnlich denkenden Menschen verbunden sind.

Mit dem Blick auf das vergangene Jahr möchte man sofort die Diskussionen rund um politische Themen als ultimative Essenz der Filterblase erkennen. Die Meinungsbildung wird digital beeinflusst, nicht nur durch etwaige Fake-News, sondern durch handfeste Nachrichten. Alles prasselt auf die Nutzer und der Informationsüberfluss, in feinen Scheiben durch Algorithmen sortiert, sorgt für die zunehmende Spaltung politischer Lager rund um Brexit, Trump oder Flüchtlinge. Scheinbar vertreten immer mehr Menschen stärker radikale Positionen, doch die Filterblase verursacht für die Nutzer weitaus mehr, als ihnen nur die Schlammschlachten und Hassreden im Internet vorzukauen.

Der regelmäßige Besuch einiger weniger Nachrichtenquellen, die durch die Filterblase selektiert werden, sorgt insbesondere mit algorithmischer Unterstützung dafür, dass nur selten objektive Informationen, neutrale Berichte und meinungsbildende Kommentare aus anderen Quellen von den Opfern der Filterblase konsumiert werden. Insgesamt liefern die sozialen Netzwerke und personalisierten Suchmaschinen ihren Nutzern den wahren Balsam für die Seele. Oder stacheln sie richtig an, indem die Algorithmen ordentlich Öl in das Feuer gießen.

Sortieralgorithmen der sozialen Medien formen die Meinungsbildung

Fern ab von Ratio festigen die Menschen ihre Meinung zu bestimmten, vordeterminierten Themen. Definitiv algorithmisch beeinträchtigt, zeigen die ständig neu sortierten Timelines den Nutzern heutzutage mehr denn je genau das, was ihnen direkte und indirekt Bestätigung gibt. Chronologische Informationen nach Zeitstempel sucht man vergeblich, denn immer wieder werden auf Interessen und Relevanz basierende Inhalte gezeigt. Oder die Nutzer können Kritik üben, die meist hinter der Fassade einer pseudoanonymisierten Präsenz im Netz erfolgt. Nebenbei sorgen die Sortieralgorithmen in den sozialen Netzwerken dafür, dass viele Nutzer des einen Lagers deutlich weniger Inhalte der anderen Seite zu sehen bekommen. Unpassende und womöglich nicht einem Relevanzkriterium zuordenbare Informationen werden direkt ausgeblendet. Die traurige Wahrheit der Filterblaseneffekte findet sich in der damit einhergehenden Isolation der Nutzer von alternativen Informationsquellen.

Marketingkampagnen als Gegenpol zur Filterblase

Die Effekte der Filterblasen wirken sich unweigerlich auch auf Kommunikation und Marketing der Unternehmen aus. Schließlich geht es hier um digitale Themen und Marketing, nicht um die rein zwischenmenschlich-gesellschaftlichen Phänomene der digitalen Welt. Die Algorithmen sorgen mit der Generierung dieser Filterblasen dafür, dass potenzielle Kunden perspektivisch gar nicht mehr über den Tellerrand blicken. Sie vertrauen eher auf die technisch kuratierten und wiederholten Inhalte, anstatt sich auf die Suche nach neuen Dingen zu begeben. Vielmehr halten sie sich in einem ganz bestimmten Umfeld auf und fühlen sich dort pudelwohl. Die Filterblase sorgt somit dafür, dass Informationen über Marken und manch gute Inhalte des Content Marketings gar nicht mehr den Weg zu den Nutzern finden.

Der Blick nach draußen schadet gewiss nicht, denn gerade für das Geschehen außerhalb unserer digitalen Komfortzone sollten wir als Nutzer und zugleich als Marketingmenschen unsere Sinne schärfen. Doch was braucht es, um der Filterblase den Kampf anzusagen und die Nutzer von anderen Dingen zu begeistern?

Digitale Werbung darf, ja muss die Menschen herausfordern

Digitale Kommunikation in digitalen Umfeldern muss gar kein Happy Wonderland inszenieren, sondern darf die Nutzer herausfordern. Intelligent, kreativ und hinterfragend. Eine gänzlich fehlende Belastung auf emotionaler Ebene lässt die Menschen nämlich nur noch weiter abstumpfen. Der Filterblase geschuldet, sollte digitale Werbung also mehr als nur die schöne Seite zeigen, denn an die heile Welt glauben immer weniger Nutzer. Die Algorithmen bestätigen die Nutzer bekanntlich in ihrem Handeln. Also warum nicht mit ein wenig Marketing den Spieß umdrehen und der Filterblase den Kampf mit polarisierenden Inhalten ansagen?

Wagen Sie mit ihren Marken den Schritt, konstruieren Sie auffällige digitale Kampagnen. Reiten Sie nicht immer auf dem gleichen Pferd, sondern zäumen Sie einen ganzen Stall auf und lassen sie alle gegeneinander antreten. Bringen Sie individualisierte, personalisierte Inhalte mit intelligenten Botschaften, die Kunden zum Nachdenken veranlassen. Überlassen sie die Gespräche nicht den algorithmisch gesteuerten Maschinen, die die Kunden immer wieder mit dem gleichen Einheitsbrei nähren. Sorgen Sie für guten Gesprächsstoff über ihre Marken und starten Sie ins neue Jahr mit außerordentlichen Marketingideen. Dann können Sie es schaffen, dass die Inhalte rund um ihre Markenwelt dabei helfen, dass Menschen aus der Filterblase ausbrechen und auf sie wieder aufmerksam werden.

 

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