Mike Schnoor
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Stalker Leben mit StudiVZ?

Blogkultur

Dieser Morgen bescheerte mir einige Trackbacks zum Thema StudiVZ: Obstruse Verbindungen mit dem Völkischen Beobachter, Technorati Optimierungen (mittlerweile Platz 1), Domaingrabbing und Piraterie, Kommunikationshemmnisse, Klonen und „Server Problem Chen“ und die jüngste Darstellung durch die Berichterstattung in den traditionellen Medien verheißt unheilvolles.

Was macht man aber, wenn man seine EX Beziehung oder ein Betthupferl sucht? Beim durchaus guten OpenBC wird generell niemand seine Daten preisgeben, also gehen wir lieber zum StudiVZ und suchen dort inmitten aller Absolventinnen nach einschlägigen Namen. Und siehe da, es funktioniert: StudiVZ ist die Grundlage für jeden Stalker. Privacy wird kleingeschrieben.

Sowas stört scheinbar keinen mehr, aber ich verstehe nicht wie so viele Mädchen mit Vor- und Nachnamen im Netz vertreten sind. Dazu kann ich ihre Freunde sehen, ihren Werdegang, welche Gruppen sie interessiert, sogar das Geburtsdatum ist sichtbar. Telefonauskunft, Adressen rausfinden, stalken, Stress machen, rumnerven, alles kein Problem, wer Spaßeshalber ein paar Vor- und Nachnamen durch google jagt findet bei einigen einfach zu viel Information. Nutzerprofile erstellen leicht gemacht. Das geht gar nicht. Überhaupt nicht. [via Sven]

Das habe ich gleich getestet und ich war überrascht, mit welchen jungen Damen man in Kontakt treten kann. Und vor allem wie bereitwillig auch die Kontaktdaten zu Verfügung gestellt werden. Man stelle sich jetzt die Absurdität vor, dass das klassische Bildnis des gestörten Homo Sapiens sich in besagter Kontaktdatenbank anmeldet und dort nach einer passenden 20-30 Jahre jüngeren Frau stöbert, findig wird und aufgrund der öffentlichen Angabe „Single“ anfängt sie zu belästigen. Dieser gestörte Mensch müsste dann nur vor der Uni warten (oder Schule… wer weiß), seine Digitalkamera herausziehen und den ersten Schritt machen. Man kann das ganze weiter spinnen, bis es zu einem Sittenverbrechen kommt. Polizei und Holzauge – seid bitte wachsam! Kontaktdaten sind sensibel. Hochgradig sensibel. Äußerst sensibel. Es wird alles zusammenbrechen, sobald ein Sexualstraftäter irgendwann mal folgendes sagt: „Die Kleine war doch in diesem StudiVZ drin… so kam der erste Kontakt zu stande… ich konnte ihr nicht mehr widerstehen und dann war es für mich ganz einfach alles über die 30 anderen Mädels rauszufinden.“

12. November 2006/von Mike Schnoor
Schlagworte: Blogs, Community, Copycat, Copythief, Datenschutz, Datensicherheit, Kommunikation, Public Relations, Social Media, Studium, StudiVZ, voelkischer beobachter, voelkischerbeobachter, Web 2.0
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2006-11-12 12:52:522026-06-06 12:50:20Stalker Leben mit StudiVZ?
9 Kommentare
  1. amüsierter sagte:
    23. November 2006 um 00:04

Trackbacks & Pingbacks

  1. Privacy 2.0 » Blog Archiv » Ich hab doch nichts zu verbergen sagt:
    26. Januar 2007 um 13:43 Uhr

    […] Originalartikel lesen […]

  2. Privacy 2.0 » Blog Archiv » Ohje, StudiVZ sagt:
    25. November 2006 um 21:49 Uhr

    […] Stalker Leben mit StudiVZ? [sichelputzer]: …Was macht man aber, wenn man seine EX Beziehung oder ein Betthupferl sucht? Beim durchaus guten OpenBC wird generell niemand seine Daten preisgeben, also gehen wir lieber zum StudiVZ und suchen dort inmitten aller Absolventinnen nach einschlägigen Namen. Und siehe da, es funktioniert: StudiVZ ist die Grundlage für jeden Stalker. Privacy wird kleingeschrieben… […]

  3. pop64.de | Hamburg vs. Berlin Blog » StudiVZ, User mit Klar-Namen und komische Kerle im Netz sagt:
    24. November 2006 um 08:18 Uhr

    […] Jetzt stört es endlich auch die A-Blogger, das bei StudiVZ alles mit Vor- und Nachnamen passiert. Don regt regt sich auf und zeigt auch sehr deutlich, warum es heutzutage nicht mehr geht im Internet seine Privatsphäre&Fotos unter Klarnamen zu veröffentlichen. Es gibt einfach zu viele Bekloppte und Bescheuerte Kerle im Netz. Ich hatte mich darüber schon aufgeregt, Mike hat die Sache weitergesponnen und an der Blogbar kann man nachlesene, dass dies keine Paranoia ist, sondern das die Stalker-Horste schon voll am Start sind. […]

  4. Weihnachten mit StudiVZ - MikeSchnoor.com sagt:
    23. November 2006 um 01:29 Uhr

    […] Nebenbei hat es einen “amüsanten” Kommentar zu den aktuellen StudiVZ Thematiken gegeben, der vom Autor anscheinend selbst gelöscht wurde. Sehr provokativer Inhalt, den ich natürlich per E-Mail sofort erhalten habe. Es geht ja nix über Kontrolle. […]

  5. Cosima Bingeil im StudiVZ - MikeSchnoor.com sagt:
    22. November 2006 um 22:49 Uhr

    […] Im StudiVZ kann man wunderbar nachverfolgen, wer auf dem Profil war. Ich war ein wenig überrascht von der Liste der Besucher meines Profils. Was dort für ein Fake-User unterwegs war zeigt der Zoom auf das Bild – mit Vorsicht zu genießen! Ob da jemand dahinter steckt, oder doch nur ein wichtiger Spammer, der das StudiVZ als ideale Plattform für wilde Selbstdarstellungen nutzt? Der Name “Cosima Bingeil” hat jedenfalls eine eindeutige Botschaft zu vermitteln… ;) […]

  6. Dos extranjeros en Valencia » StudiVZ & die Erasmusstudenten sagt:
    15. November 2006 um 20:48 Uhr

    […] Viel interessanter finde ich die Überlegungen von Mike Schnoor, was man als Stalker alles mit dieser Seite anstellen kann. […]

  7. Kasi-Blog » Blog Archive » StudiVZ Encyclopedia - the most complete summary (until now) sagt:
    15. November 2006 um 06:04 Uhr

    […] More importantly,the list of users who are signing off from StudiVZ is getting longer (see Schnitzler, Haseler, Pottblog, Pop64, LasserHeinGans, Blog2, Kurpick, CWagner , KaiTimmer or ). Maybe because users are not free from stalking in StudiVZ (see Sichelputzer), but probably more because quite a few bloggers think that StudiVZ will be history soon or has large problems to say the least (seeVisualBlog, Provinzblog, NYBlog, Pop64, Jörg-Olaf Schäfers, Don Alphonso or Suedblog). […]

  8. NYblog » Blog Archive » StudiVZ. sagt:
    12. November 2006 um 21:04 Uhr

    […] Und davon, was mit den Daten jener registrierter Studenten udn vor allem der Studentinnen, die ihre Daten bereitwillig zur Schau Verfügung stellen, passiert, wohl noch weniger … oder wie sagte einst Til Bonow, einer der Jamba-Brüder zu Süddeutschen: […]

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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