Eigentlich fand ich die Idee damals sehr schick, dass ich eine inhaltliche Trennung von beruflichen Kontakten via OpenBC auch von den studentischen Kontakten mit dem StudiVZ durchziehen konnte. Die ersten Probleme schlugen natürlich auch auf, es waren jedoch rein technische Gründe weshalb diese Serverproblemchen zu Buche schlugen.

Dann aber änderte sich alles von Grund auf, seitdem ich merkte, dass das StudiVZ ein deutscher Facebook Clone ist. Die dazugehörige Kollerkommunikation als ein quasi PR-Gau fand diese Woche statt.

Doch jetzt schlägt so langsam das Domaingrabbing dem Faß den Boden aus: StudiVZ sicherte sich Unister.at und StudyLounge.co.uk – die Domains der mehr oder minder direkten Mitbewerber auf dem Markt. Sind das jetzt die neuen russischen Verhältnisse oder doch nichts anderes als Machenschaften der Web-Piraten 2.0? Mein StudiVZ-Profil habe ich bewußt mit Trashdaten gefüllt, da ich bedenken um die Datensicherheit meiner auf mich persönlich auswertbaren Informationen habe.

17 Kommentare
  1. Henry sagte:

    Ich fürchte Du hast recht: Russische Verhältnisse. Nur schade, dass der Erfolg vermutlich nicht von langer Dauer sein wird. Vermutlich wird auch denen bald das Geld ausgehen. Da lob ich mir die Amis: Die bringen wenigstens ordentlich finanziell ausgestattete Start-Ups zu wege….

  2. Matias sagte:

    Also das letzte was denen ausgehen wird, ist das Geld…
    Vielleicht ist das ja gerade das Problem. Sie haben gut Venture Capital bekommen und denken, nun können sie sich alles erlauben.
    Diese Portion unpassende Arroganz könnte das Projekt killen.

  3. pip sagte:

    Wirklich traurig, eigentlich ein Beispiel dafür, wie man trotz geschenktem Business Model, guten Business Angels und dankbaren Usern alles versemmeln kann.

  4. NCC sagte:

    Was soll ich sagen, ich hab es erst heute erfahren und war so erschrocken, dass ich auch einen Eintrag in meinem Weblog dazu verfassen musste um die Welt aufzuklären.

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] uns das die Bonkerfritzen wohl nicht können. – In Vergessenheit geraten soll außerdem nicht das Domaingrabbing aus jenen Tagen. StudiVZ registrierte wild Domains, die dem Namen nach eindeutig zu direkten […]

  2. […] neue Zentrum der Macht – von und mit Kommunikationsproblemen, Datenschutzbedenken, Machenschaften, Piraterie, Gruscheln und sogar schon […]

  3. […] Die Darstellung des Völkischen Beobachters, StudiVZ im Zentrum der Macht, Vorwürfe zum Domaingrabbing und Piraterie, Kommunikationshemmnisse, Klonen und “Server Problem Chen” und die jüngste […]

  4. Netzjustiz « Sammeljurium.de sagt:

    […] Was passieren kann, wenn man die Netiquette verletzt, kann man eindrucksvoll bei Basic Thinking sehen: StudiVZ wird dort des Software-Diebstahls und Domaingrabbings bezichtigt. Das Blog ist wichtig genug, dass einer der Gründer bereits nach einer guten Stunde zum Beitrag Stellung nimmt. In bisher 37 Kommentaren und Trackbacks wurden weitere Kritikpunkte genannt (Löschen unerwünschter Kommentare auf der Firmenwebsite und Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit) und auf andere kritische Beiträge verwiesen. Besonders ausführlich (aber leider auf englisch): Karsten Wenzlaff. […]

  5. […] As mentioned above, StudiVZ has already expanded into four other countries. Despite the fact that StudiVZ does not plan to expand into Austria or the UK (since Austrian and Swiss Students are using StudiVZ as well, and British Students are using facebook), StudiVZ has registered the domains for their competitors in UK and Austria (such as Unister.at or studylounge.co.uk). Many bloggers see the usage of competitor’s domaines as illegal and bad company behavior – even though it is apparently wide-spread (see unfehlbar.net, Robert Basic, Jörg-Olaf Schäfers, Sichelputzer, Blogdoch, Ditt es). […]

  6. […] [11] Genaueres bei mikeschnoor.com […]

  7. […] Die deutsche Konkurrenz, die ebenfalls im Ausland aktiv ist (und das viel erfolgreicher) wird mit Methoden bekämpft, die nach sowohl nach deutschem wie auch internationalem Wettbewerbsrecht bedenklich sind. Um es einmal vorsichtig auszudrücken. […]

  8. […] MikeSchnoor.com » Die Web-Piraten 2.0 vom StudiVZ […]

  9. + Blog`N`Roll + » Blog Archive » …und täglich grüßt….das StudiVZ! sagt:

    […] https://mikeschnoor.com/2006/11/02/die-web-piraten-20-vom-studivz/ […]

  10. […] Es gibt Sachen, die macht man einfach nicht, und diese Sachen kann und möchte ich nicht mehr kommentieren. Aber es brennt so unglaublich auf der Zunge, denn so etwas ist böse und abartig, aber gleichzeitig auch dumm und dämlich: Wie Jörg-Olaf Schäfers zu berichten weiß, ist einer der Gründer vom StudiVZ maßgeblich für die Domains voelkischer-beobachter.de und voelkischerbeobachter.de verantwortlich. Mir scheint, dass die Registrierung der Domains und die Verbreitung eines an das Propaganda Blatt der NSDAP die jugendliche Naivität eines jungen Geschäftsführers wiederspiegelt. Die Samwer Brüder haben oder werden ihm wohl noch gehörig den Kopf dafür waschen. Trotzdem – viel Erfolg Jungs… vielleicht kommt sowas ja auf internationalem Sektor noch an? Hier nämlich irgendwie gar nicht. […]

  11. […] In any case, StudiVZ is expanding into other countries like France, Poland, Italy and Spain. They are not expanding into UK and Austria (which makes no sense, since Austrian students use StudiVZ, UK students use Facebook). But StudiVZ has reserved the domains for some of their competitors in UK and Austria – which has drawn a huge amount criticism. Using domaines such as Unister.at or studylounge.co.uk is regarded as illegal and bad company behavior by many bloggers (see unfehlbar.net, Robert Basic, Jörg-Olaf Schäfer, Sichelputzer) StudiVZ founder Michael Brehms apologized at Jörg-Olaf Schäfer’s blog and at Robert Basics’s blog but this again draws new criticism ( see the comment by Notizblog). […]

  12. […] Wirklich traurig, wie man die Top-Startvorraussetzungen (kostenloses, geprüftes Geschäftsmodell, guter Business-Angel, dankbare und sozial-geile Community) so schlecht nutzen kann und durch Inkompetenz, schlechte Manieren und Arroganz alles verspielt. […]

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