Mike Schnoor
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Schlagwortarchiv für: Inhalte

Studie unter YouTube-Nutzern: Bewegtbild macht sie zu den besseren Menschen im Internet

Bewegtbild, Medien

Von einer Konferenz zur nächsten schwappt sehr oft das typische Mantra der Digitalbranche über: Die junge, hippe und trendige Zielgruppe hockt den lieben langen Tag vor dem Rechner und schaut sich ihre YouTube-Stars an. Doch das ganze Tamtam um die Digital Natives und ihre YouTube-Manie ist blanker Unsinn. Die YouTube Global Audience Study von Google Deutschland offenbart durch eine Befragung unter 1.509 deutschen Internetnutzern, dass mehr als die Hälfte aller YouTube-Nutzer 35 Jahre und älter ist.

Am beliebtesten unter den deutschen YouTube-Nutzern sind unterhaltende Videos, Musik und Filme. An zweiter Stelle stehen Do-it-yourself-Videos, die von Kochrezepten über Bau- und Strickanleitungen bis hin zu Styling-Tipps reichen. Jedoch dürfen ab heute die Digital Natives endlich behaupten, dass sich im Internet doch nur „alte Säcke“ tummeln. Teenager und Studenten sitzen laut der Studie zwar recht häufig vor dem Bildschirm, aber nur 15 Prozent der YouTube-Nutzer sind jünger als 18 Jahre. Die Mehrheit der deutschen YouTube-Nutzer ist deutlich über 30 Jahre alt, gut vernetzt, konsum- und ausgehfreudig und verdient gut. Fast zwei Drittel (65 Prozent) verfügen über ein mittleres bis hohes Einkommen und in der demographischen Betrachtung überwiegen unter allen YouTube-Nutzern die Männer (57 Prozent) vor den Frauen.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass das Internet nur etwas für Einzelgänger ist, spricht die Studie sich für ein sehr ausgewogenes Sozialverhalten der YouTube-Nutzer aus. Natürlich geht die Mehrheit der YouTube-Nutzer (84 Prozent) täglich online und dabei 61 Prozent über ihr Smartphone. Wer einmal jedoch nicht online, fühlt sich schnell von einem wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens abgeschnitten. Im Vergleich zu diejenigen, die nicht YouTube nutzen, liegt dieser Anteil um den Faktor 2,7 höher. Die deutschen YouTube-User zeigen sich sogar deutlich kontakt- und unternehmungslustiger und gehen 1,4-mal lieber in Restaurants, besuchen 3,3-mal lieber Kinos und 3-mal lieber Live-Events. 38 Prozent der YouTuber kreieren eigene Inhalte in Form von Kommentaren oder Produktbewertungen in Blogs und Foren. Rund die Hälfte von ihnen teilt Weblinks, 40 Prozent teilen insbesondere Videoinhalte. Insgesamt bewerten die YouTube-Nutzer 1,9-mal eher Produkte, Dienstleistungen oder Restaurantbesuche online als Nicht-Nutzer und transportieren so ihre Erfahrungen aus dem Alltag ins Netz. Im Fall ihrer Rolle als Influencer werden YouTube-Nutzer von ihrem Bekanntenkreis fast zweimal häufiger bei Kaufentscheidungen zu Rate gezogen und gelten als die ersten im Freundeskreis, die ein neues Produkt erwerben.

Die YouTube Global Audience Study von Google zeigt endlich, dass die Mär vom digital Native nichts weiter als eine Erfindung der bunten Beraterwelt ist, um das Internet für traditionelle Unternehmen schmackhaft zu verkaufen. Doch daraus wird Pustekuchen, denn die deutschen YouTube-Nutzer zählen zu den älteren Generationen und eben nicht zu den Jungspunten der Gesellschaft. Dieses Ergebnis öffnet somit mehr Spielraum für Unternehmen, sich mit dem Thema Bewegtbild auseinander zu setzen, denn hier finden Sie mit etwas Aufwand den Weg zu ihrer gewünschten Zielgruppe, die sie mittels Targeting deutlich einfacher erreichen können, als wenn sie mit der vollen Breitseite eines klassischen TV-Werbespots zur Primetime abfeuern würden.

youtuber-infografik

2. September 2014/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2014/09/youtube-fans.png 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2014-09-02 07:57:482026-06-06 11:02:32Studie unter YouTube-Nutzern: Bewegtbild macht sie zu den besseren Menschen im Internet

Andre Alpar im Interview: „SEO-Praktikanten sind eher ein Phänomen aus der Startup-Szene“

Digital Business, Marketing, SEM / SEO, Werbung

Fast jeden Tag wird über die Relevanz von Content als Bindeglied zwischen Unternehmen und ihren Kunden im Netz gesprochen. Sehr häufig dreht die Diskussion sich um den vermeintlich richtigen Strategieansatz, jedoch werden bei aller Liebe zu Trends die urtypischen Geschäftsmodelle aus dem Digital Business außer Acht gelassen. Online-Marketing, Suchmaschinenmarketing und vor allem die Suchmaschinenoptimierung der eigenen Website eignen sich bekanntlich hervorragend, um nicht nur im Sinne der Trenddiskussion zu Content Marketing und Social Media nur noch über soziale Netzwerke präsenz zu sein, sondern allgegenwärtig im Internet die eigenen Inhalte des Unternehmens darzustellen und auffindbar zu gestalten.

#DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business unterhielt sich mit Andre Alpar, Geschäftsführer der Berliner Agentur AKM3 GmbH, über die Herausforderungen im Suchmaschinenmarketing und die Anforderungen an SEO-Manager. Als Seriengründer hat Andre die Tauschcommunity Hitflip erfolgreich an den Start gebracht und ist neben AKM3 als Business-Angel aktiv. Seit einigen Jahren veranstaltet er die Online-Marketing-Konferenz „OMCap“ in Berlin und betreibt mit dem OMReport eine eigene Podcast-Serie rund um digitales Marketing.

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1. August 2014/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2014/07/andre-alpar-cover.jpg 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2014-08-01 08:50:322026-06-06 11:03:21Andre Alpar im Interview: „SEO-Praktikanten sind eher ein Phänomen aus der Startup-Szene“

Werbung im Internet: Erste Wege aus einer knietiefen Krise

Marketing, Netzkultur, Social Media

Werbung kennt jeder. Wir alle kommen an ihr nicht vorbei und konsumieren sie mehrfach am Tag. Egal ob es Plakate sind, eine Anzeige in einer Zeitschrift oder Zeitung, die Berieselung in Radio- oder TV-Werbespots – letztendlich haben sie alle eines gemeinsam: Je öfter die Werbemaßnahmen und deren Werbebotschaften präsent sind, desto stärker erinnert sich der Rezipient an die Marke. Das gilt auch im Fall von Online-Werbung, die jedoch die Nutzer regelmäßig auf die Palme bringt. Der jüngste Aufruf einzelner Portalbetreiber, auf den Einsatz von AdBlockern zu verzichten, markiert einen Höhepunkt der seit langer Zeit schwelenden Diskussion um Online-Werbung. Die Werbung im Internet steckt in einer knietiefen Krise.
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31. Mai 2013/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2013-05-31 07:36:172013-05-31 07:36:17Werbung im Internet: Erste Wege aus einer knietiefen Krise

Mobile Internet als Boom bei den Nutzern – und wo bleiben die Anbieter?

Marketing, Medien, Social Media

Die Deutschen erkennen den Mehrwert der digitalen Informationskultur und sehnen sich nach dem mobilen Internet. Gemäß der aktuellen Ergebnisse unserer repräsentativen Umfrage beim BVDW möchte jeder dritte Bundesbürger mit einem Mobiltelefon im Netz surfen. Ganz vorne liegt nach meiner persönlichen Einschätzung die Nutzungsszenarien von Social Media, verstärkt Twitter, Facebook oder LinkedIn und ganz neu im diesem Bunde findet sich auch Google+.
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22. Juli 2011/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2011/07/bvdw-mobile.png 323 660 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2011-07-22 09:51:542011-07-22 09:51:54Mobile Internet als Boom bei den Nutzern – und wo bleiben die Anbieter?

Unternehmen in Social Media – 10 große Schritte für Durchstarter

Marketing, Public Relations, Social Media

Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von Social Media und dessen Relevanz als Wirtschaftsfaktor. Sie schicken mittlerweile einzelne Mitarbeiter auf spezielle Fortbildungskurse, um sich durch das vermittelte Wissen die notwendigen Fachkenntnisse einzuverleiben. Fast im gleichen Atemzug mobilisiert entweder jemand aus dem Marketing- oder PR-Bereich die persönlichen Kräfte und legt einen Firmenaccount bei Twitter oder Facebook an. Die erste Euphorie über die neuen Präsenzen legt sich jedoch genau dann, wenn sich absolute Ernüchterung breit macht. Damit dies nicht vorkommt, möchte ich aus meiner Erfahrung und auch aufgrund meiner spontanen Lehrtätigkeit für Social Media und Public Relations einen Denkanstoß für (angehende) Social Media Manager anhand dieser zehn Schritte vorstellen, die ich persönlich als Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Start von Social Media in einem Unternehmen erachte.
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21. März 2011/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2011-03-21 20:37:412013-11-20 07:42:19Unternehmen in Social Media – 10 große Schritte für Durchstarter

Super RTL Teletext mit Social Media – ein Vorstoß zu Connected TV?

Medien, Social Media

Tage wie dieser sind mittlerweile rar gesäat. Besonders wenn sich pure Überraschung breitmacht. Heute bricht das traditionelle Fernsehen aus seinen Ketten! Man schreitet auf neuen Pfaden. Während typische Broadcaster auf Linearität der Distributionswege angewiesen sind und inhaltlich auf redaktionelle Beiträge, Unterhaltung und Fiktion setzen, möchte sich mancher Sender auch bei der allgemeinen Entwicklung im Bereich Social Media eigene Anteile sichern. Gemeint sind nicht die typischen Präsenzen bei Facebook oder Twitter, auch nicht das Cross-Channelling und Steigern von Reichweite mit YouTube, sevenload oder den hauseigenen Mediatheken. Nein, etwas ganz anderes erregt derzeit Aufmerksamkeit: Das heiße Thema der Saison lautet Connected TV.

Wie kann ein Sender die junge, hippe Netzgemeinde für sich gewinnen und direkt auf dem Bildschirm für andere Zuschauer integrieren? Diese Frage beschäftigt manche kreative Köpfe in den deutschen Fernsehfabriken. Besonders wenn immer mehr Fernsehgeräte im letztjährigen Weihnachtsgeschäft verkauft wurden, die über einen eigenen Internetanschluss verfügen.

Jetzt scheint sich mit SUPER RTL auch ein deutscher TV-Sender an das brisante Thema heranzuwagen. Am kommenden Montag wollen die Kölner direkt zum Start der neuen Comedy-Serie „Glee“ das Feedback aus dem Web für jeden Zuschauer integrieren. Die Inhalte aus Social Media laufen jedoch nicht über eine Einblendung im Programm ab. Stattdessen werden die Inhalte über den Teletext auf Seite 777 geschaltet. So möchte man sich Tweets mit dem Hashtag „#glee“ und Kommentare bei Facebook in Echtzeit ziehen, die von deutschen Nutzern beigesteuert werden. Doch diesen Weg zu beschreiten wird sich als eine kleine Herausforderung entpuppen. Schließlich ist der von den Nutzern bereitgestellte Inhalt – ihre Tweets und Kommentare – urheberrechtlich geschützt und üblicherweise nicht zur kommerziellen Verwendung freigegeben. Vor allem kann jeder Nutzer etwas zu „#glee“ während der Sendung veröffentlichen, das Einverständnis zur Darstellung im Teletext von SUPER RTL ist etwas ganz anderes. Eine automatische Freigabe der Tweets und Kommentare bei Facebook erfolgt nämlich nicht. Doch sehen wir von der Tatsache ab, dass hier eine absolute Grauzone existiert, so wirkt der Vorstoß des Senders in Richtung Social Media eigentlich sehr erquickend.

Vielleicht lässt sich dieser kommunikative Unterhaltungsspaß mit dem Teletext als eine erste Vorstufe zum interaktiven Fernsehen in Deutschland werten? Doch das wäre schon zu viel verlangt, denn Connected TV bedeutet viel mehr als nur ein paar Tweets über den Teletext rauschen zu lassen. Bei der Frage, was letztendlich Connected TV überhaupt bedeutet, da schweigt sich zumindest alles und jeder aus. Auf diese Frage konnte selbst das allwissende Internet noch nicht wirklich viel beizutragen. Aber wenn Du etwas wissen willst, und alles so neu ist, dass niemand wirklich etwas dazu verfasst hat, schreib’s selbst auf, besetze die Nische und schaffe so Deinen eigenen Markt – und so schrieb ich auf Quora folgenden Text:

„What is Connected TV?
Connected TV is a technology concept which combines the traditional linear TV and Internet in one device. The Connected TV enables the audience to choose from a set of pre-installed applications to enhance their viewing experience in an interactive environment.
These apps use the internet connection to access (live) content. Usually, apps are either free for use. The basic idea of an app store specialized for connected tv devices can enable a new market for subscription based or paid content apps.
Most of today’s manufactorers are able to provide connected tv devices with their current and new product lines.
The key element of connected tv devices is user interaction via common online services such as Twitter or Facebook. In a split-screen environment, live tv footage and broadcast content can be live commented via the service’s web interfaces or remote control. Broadcasters can include the community’s comments from a fanpage or a hashtag within an app and output the content via split-screen.
However, the remote control itself still remains a problem compared to fast access to Twitter’s or Facebook’s interactive communities with a mobile smartphone and classic PC or Mac.
Further, the term „Connected TV“ describes a product of Yahoo Inc. Often, the terminology is mixed with Hybrid TVs.“

Interessante Sichtweise, nicht wahr? Ja, im Vergleich zur Erwartungshaltung von Connected TV ist der gute alte Teletext wirklich nur eine frühzeitliche Vorstufe. Die bisherige Nutzung fand seit Jahren neben Anzeigen auch nur ein einziges interaktives Geschäftsmodell: Den wahrscheinlich extrem gelangweilten Zuschauern werden teure Call-In-Rufnummern angeboten, damit sie sich mit anderen Leuten im „SMS-Chat“ oder ähnlichen Kommunikationssystemen austauschen. Dieser inhaltslose Textbrei wird zeitnah im Teletext angezeigt. Zudem blendeten manche Privatsender, die ihren einstigen Schwerpunkt auf Jugendkultur und Musik setzten, die jeweiligen SMS-Nachrichten in den Live-Feed des TV-Programms ein.

Doch authentisch ist der ganze Spaß längst nicht. Leider wird ein Großteil der Kommunikation solcher SMS-Angebote von bezahlten Callcenter-Agents und -Moderatoren betrieben, um die Nutzer auch schön bei Laune zu halten. Welcher Mensch hockt stundenlang vor der Glotze, nur um sich per SMS mit wildfremden Menschen zu unterhalten oder zu flirten?

Interaktives TV hat nur eine wahre Chance am deutschen Markt, wenn die Endgeräte mit passenden kostenfreien Apps ausgerüstet sind, die exakt jenes Verhalten adaptieren, was unsere Gesellschaft bereits auf unzähligen Onlineportalen akzeptiert hat: Kommentare, Bewertungen, Chats und Statusmeldungen zu Inhalten. Diese Inhalte müssen wirklich als Split-Screen auf dem Fernsehbildschirm zum laufenden Programm angeboten werden. Dieser zusätzliche Kommunikationsmix darf nicht zum Broadcast-Signal ausgestrahlt werden, sondern muss über die App direkt aus den Quellen im Internet geliefert sein. Doch es mangelt noch an entsprechenden einheitlichen Standards seitens der Gerätehersteller, so dass die zusätzlichen Informationen für jedwede TV-Endgeräte und Applikationen einheitlich digital verarbeitet werden können. Zwar sind manche Hersteller sehr flexibel und wirklich bereit, diesen Weg zu beschreiten, aber solange eine Fernbedienung immer nur eine Fernbedienung und kein flexibles Eingabegerät ist, das sich wie eine handelsübliche Tastatur bedienen läst, wird Connected TV noch lange nicht im Wohnzimmer ankommen.

Und letztendlich bleibt die Frage nach der inhaltlichen Relevanz der Tweets. Wie die lieben Kollegen von DWDL bereits anmerkten, lässt sich der Inhalt eines Tweets nur schwerlich kontrollieren. Neben Spammern und den altbekannten Trollen werden hier vor allem kritische Themen angesprochen, wie es oftmals bei synchronisierten US-Serien der Fall ist. Wer will schon den deutschen Schwachsinn hören, wenn das original wesentlich mehr Witz und Esprit ausstrahlt als der die deutsche Synchronisation? Diese kritische Masse wird am Montag den Teletext bei Super RTL übernehmen. Man darf gespannt sein und selbstverständlich fleissig mitmischen – Montagabend um 20.15 Uhr geht’s los!

14. Januar 2011/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2011-01-14 15:26:142013-11-20 07:43:38Super RTL Teletext mit Social Media – ein Vorstoß zu Connected TV?

Mobiles Internet braucht keine Browserweiche

Web

Als Nutzer des iPhones und des iPod Touch kommt man über die integrierte Browsersoftware von Safari in den Genuß das Internet jederzeit zu nutzen. Ob im Büro, im öffentlichen Nahverkehr oder im heimischen Bett – man bedient das Touchdisplay mit Freuden, weil endlich ein echter Browser auf dem mobilen Endgerät fest integriert ist. Das erkennen auch zahlreiche Unternehmen, die im Internet als Webseitenbetreiber einen Mehrwert für ihre potentiellen Kunden anbieten wollen. Einiges läuft dabei richtig, vieles jedoch absolut falsch – und das möchte ich hiermit aufdecken.

  1. Browserweichen
    Das beste Beispiel für eine Fehleinschätzung des mündigen Internetnutzers ist der Einsatz einer Browserweiche. Wer beispielsweise mit dem iPod Touch versucht bei www.geo.de den Inhalt abzurufen, wird konsequent zu einer eher spärlich bestückten mobile.geo.de weitergeleitet.
  2. Spracherkennung
    Lokalisierung ist das A und O des globalen Internets, doch wenn ich das mobile Endgerät entsprechend in Englisch bedienen möchte, brauche ich nicht von semi-intelligenten Spracherkennungsmechanismen vor der deutschen Version „verhindert“ werden. Man sollte immer selbst über die Sprachversion entscheiden können und nicht das finale Ergebnis vorgesetzt bekommen. Ein Beispiel dafür habe ich zum Glück noch nicht gefunden.
  3. Fehlender Backlink zum Hauptangebot
    Die Browserweiche sollte zumindest einen Rückkanal zum eigentlichen Angebot beinhalten und nicht stur (und damit äußerst stupide) den Nutzer auf dem mobilen Angebot festnageln. Amazon macht es hierbei richtig, indem direkt unter dem Header für die iPhone Seiten ein entsprechender Link zum bekannten Angebot integriert wird.
  4. Abgespeckte Inhalte
    Vergrößern und verkleinern sind Kernfunktionen der neuen Handybrowser. Ich freue mich über endlos lange Textpassagen und keinen Hinweis auf das komplette Angebot, was sich unter der Haupt-URL versteckt, zu der es keinen Rückkanal gibt. Das Argument vom doppelten Content und der Suchmaschinenindizierung schlägt dabei nicht mal ansatzweise an. Dass man nur einen Teil des gesamten Angebotes auf der mobilen Seite integriert, ist absolut akzeptabel, wenn es ein besonderer Mehrwert für die Nutzer der mobilen Endgeräte beinhaltet – z.B. ein Mashup aus Fotos, Videos und Artikeln zu den geospezifische Daten des Nutzers.
  5. Schlechte Grafiken
    Was im Internetbrowser sichtbar ist, sollte auch im mobilen Internet immer sichtbar sein. Die angezeigten Fotos und Grafiken konvertiert in der Regel der Mobilfunkbetreiber schon kleiner um die Datenübertragung zu verringern. Wer jedoch über WLAN mit dem mobilen Endgerät ins Netz geht, braucht diese von dem Webseitenbetreiber initiierte Selektion nicht.

Diese Liste ist letztendlich individuell erweiterbar und trifft mit ihren Kritikpunkten nicht jedes mobile Angebot. Es steckt oftmals viel Liebe zum Detail dahinter, diese mobilen Webseiten zu erstellen und zu betreiben – auch wenn nur einige hundert Besucher im Monat diese zusätzlichen Angebote aufrufen. Doch in den heutigen Zeiten, in denen WAP durch die kleinen Computer für unterwegs im Prinzip vollkommen antiquiert ist und überholt wirkt, sollten gerade die mobilen Mehrwertdienste dem Nutzer das liefern, was auch auf der Webseite bereits gängiger Alltag ist. Schließlich haben wir einen kompletten Browser im Handy integriert und bestimmt auch keine schwarz-weißen Displays mehr.

2. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-02 11:21:392008-02-02 11:21:39Mobiles Internet braucht keine Browserweiche

Mal wieder: Contentklau

Blogkultur

Ich möchte darauf hinweisen, dass de.freewebfinder.info einige Inhalte aus der deutschen Blogosphäre eins-zu-eins kopiert. Aus guten Gründen habe ich das Blog nicht verlinkt. Zwar wird mit einer Quellenangabe auf das jeweilige Blog verlinkt, woher die Texte ursprünglich stammen jedoch vermute ich, dass mehr dahinter steckt und der Inhalt für eine Ausbeute von Google AdSense vorbereitet wird. Mein Weblog Lounge Mix wurde auch dort gespiegelt, jedoch hatte der mir gegenüber freundliche Hoster „HQHOST, Inc.“ die problematischen Beiträge gelöscht.

Natürlich kann ich auch ganz falsch liegen und alles erfolgt im Rahmen der Creative Commons, die von einigen Bloggern zu ihren Texten zugewiesen werden… nur ich hatte bisher keine Inhalte unter CC-Lizenz gestellt. Ich rate zu folgendem: Schaut selbst ein wenig nach, ob ihr Trackbacks oder Pingbacks von der freewebfinder-Seite bekommen habt und prüft die Links auf ihre Rechtmäßigkeit. Oder sucht einfach in dem dort eingesetzten WordPress nach einem Teil eures Domainnamens.

Betroffen sind unter den ersten 20 Einträgen des Blogs unter anderem Stefan vom Bar-Blog, Frank und Matias vom Visualblog, Zone G, die Storyblogger, Klaus-Martin und Friedrich vom Interview-Blog, die Eventblogger und Alex Heldenstadt. Wenn natürlich die CC-Lizenzen eurer Inhalte dort eingehalten werden, ist ja alles wie geschmiert! ;)

27. Mai 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-05-27 11:46:022007-05-27 11:46:02Mal wieder: Contentklau

Horizont – Jetzt frei verfügbar!

Marketing, Medien

Das ist kein Aprilscherz, denn endlich hat es ein Ende: Die Horizont, eines der etablierten deutschen Fachmagazine für Marketing, verabschiedet sich seit wenigen Stunden von Paid-Content ihrer Onlineausgabe. Bedeutet dies das klassische „Aus und Vorbei“ des Premium-Contents?

Vor knapp zwei Jahren stellte der Deutsche Fachverlag die Veröffentlichung von frei beziehbaren Informationen ein und etablierte die „Full vs. Light“ Abonnement-Modelle. Seitdem habe ich die Horizont eher spärlich im Netz gelesen und nur das gedruckte Blatt aus alten Agenturzeiten mal hier und dort konsumiert.

Bei der Werben und Verkaufen ist man seit langem auf das kostenlose Internetangebot eingeschworen. Meiner Meinung nach hat dies unter den Fachmagazinen zu dem guten Ruf der W&V beigesteuert. Im Prinzip fehlt genau diesen spezifischen Themendiensten nur noch eines – die „Webzwonulligkeit“. Wir dürfen gespannt sein, ob die Internetseiten der Fachverlage sich ähnlich positiv relaunchen wie es der Welt geglückt ist. Aber wer folgt als nächstes diesem unglaublich schönen Trend, sich mit unschätzbarem Wissen auf kostengünstige Art (und dabei mit bewußtem Verzicht auf Premium-Content) einzudecken – Spiegel Online oder sogar kress?

2. April 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-04-02 19:13:042007-04-02 19:13:04Horizont – Jetzt frei verfügbar!

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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