Der Markt für digitale Werbung hat im vergangenen Jahr ein Umsatzplus um 6,5 Prozent verbuchen können. Das Nettovolumen beläuft sich für 2016 auf insgesamt 1,785 Milliarden Euro. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW prognostiziert für 2017 ein weiteres Wachstum um sieben Prozent auf 1,910 Milliarden Euro. Ist das aber tatsächlich alles? Weiterlesen

Im Vorfeld der dmexco veröffentlicht der Fachkreis Online-Mediaagenturen (FOMA) im BVDW seinen traditionellen Trendmonitor, der ein aktuelles Stimmungsbild der Online-Media­agenturen in Deutschland wiedergibt. Nach nunmehr zehn Jahren prognostiziert die FOMA, dass der digitale Werbemarkt am wachsen ist. Dies ist gut für die Branche, doch die Schwerpunkte haben sich von klassischen Display-Bannern zunehmend hin zu Mobile und Bewegtbild als Wachstumstreiber im Online-Werbegeschäft verlagert. Adblocker-Technologien betrachten die Online-Mediaagenturen als ernsthaft Gefahr für das Internet.

Eindeutig soll Mobile-Display-Werbung ohne Video im kommenden Jahr um 18,3 Prozent wachsen. In der Betrachtung von ausschließlich der Mobile-Bewegtbildwerbung rechnet man mit einem Plus von 21,9 Prozent. Klassisches Video-Advertising soll mit 13,5 Prozent Wachstum einen entscheidenden Anteil am Erfolg digitaler Werbung besitzen.

„Dieses Stimmungsbild besonders in Bezug auf die Wachstumsraten von Mobile und Bewegtbild gibt einen sehr guten Eindruck von der Dynamik dieses Marktes. Die gesamte Online-Werbung ist seit jeher durch Disruption geprägt und befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess“, erklärt FOMA-Sprecher René Lamsfuß (Publicis Media).

FOMA Trendmonitor 2017 über den digitalen Werbemarkt

Veränderungen des Nutzers beeinflusst den Werbemarkt

Der FOMA-Trendmonitor zeigt, dass sich nicht nur die Werbung, sondern auch der Nutzer stark verändern wird. So stimmen 73 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass Nutzer zunehmend weniger Akzeptanz für nicht relevante Werbung haben werden. 59 Prozent geben an, dass die wachsende Zahl von internetfähigen Sensoren (Internet of Thungs – IoT) Werbeflächen auf die Umwelt reagieren lassen und sie somit fundamental verändert. Mehr als jeder dritte Befragte (36 Prozent) sieht in Adblockern eine ernsthafte Gefahr für das Internet.

„Der Einsatz von Adblockern beeinträchtigt die werbebasierte Refinanzierung kostenfrei zugänglicher Inhalte und Services im Internet und gefährdet in der Konsequenz die Angebotsvielfalt, wie wir sie heute kennen. Deshalb fordern wir Maßnahmen und Überlegungen der Publisher und Vermarkter, einer Adblocker-Nutzung zum Beispiel mit Nutzungseinschränkungen zu begegnen“, sagt FOMA-Sprecher Manfred Klaus (Plan.net Gruppe).

FOMA Trendmonitor 2017 über den digitalen Werbemarkt

Weiterentwicklung am digitalen Werbemarkt

Datenkompetenz und Cross-Device-Tracking treiben die Weiterentwicklung des digitalen Werbemarktes: Ausnahmslos jeder Befragte (100 Prozent) gibt diese beiden Aspekte als relevanteste Themen an. Mit 98 Prozent der Nennungen sind Programmatic Advertising, Mobile Advertising und Audience-Verification ähnlich entscheidend. Die Präsentation des FOMA Trendmonitors ist als PDF-Dokument verfügbar.

Die Adblocker-Rate sorgt endlich für ein wenig Freude bei den Online-Vermarktern im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW): Erstmals ist der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung im ersten Quartal 2016 leicht zurückgegangen. Im Durchschnitt verhindern Browserplugins wie Adblock-Plus bei rund 20,09 Prozent der Page Impressions die Auslieferung von Online-Werbung. Vor einem Jahr lag die Adblocker-Rate noch bei 21,52 Prozent.

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Für das Jahr 2015 hat der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW ein Nettowachstum von rund sechs Prozent bei Display-Werbung ermittelt. Damit kommt das klassische Bannergeschäft auf gut 1,676 Milliarden Euro. Die Wachstumsprognose in 2016 spricht sogar von 6,3 Prozent und soll 1,782 Milliarden Euro für den digitalen Display-Bereich ausmachen. Nach langem Hin und Her sollen die Marktzahlen künftig nur noch ganzheitlich und nicht mehr nach Online und Mobile differenziert ausgewiesen werden.

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Aufdringliche Werbung beeinflusst das Surfverhalten. Quelle: Teads.

Warum nutzen Menschen einen Adblocker, um Werbeanzeigen im Internet auszublenden? Eine aktuelle Untersuchung der Advertising-Plattform Teads zeigt die Gründe für die Entscheidung zur Installation von Adblockern auf. Die Online-Werbewirtschaft selbst kann der Entwicklung entgegen wirken, wenn sie die richtigen Weichen stellt und sich selbst verändert.

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Die Sprecher auf dem Native Ads Camp am 10. März 2016 in Köln: Benedict Marzahn, Markus Braun, Jana Kusick und Alexander Erlmeier (v.l.n.r.)

Am 10. März setzt das Native Ads Camp mit einem prominent besetzten Programm neue Maßstäbe für die Online-Werbebranche. Im Mittelpunkt der ganztägigen Veranstaltung dreht es sich um das Wirtschaftspotenzial von Native Advertising. Sowohl Werbungtreibende als auch die Kreativ- und Verlagswirtschaft können von der neuen Werbeform profitieren, zumal Native Advertising als verlässlich messbarer Leistungsnachweis die Customer Journey gut abbilden kann. Ob sich die Online-Verlagsbranche in Zukunft mit Native Ads finanzieren kann und ob dies als das neue Gold im Brand Marketing gilt, dazu diskutieren führende Branchenexperten auf der großen Bühne des Native Ads Camp in in Köln.

Das Native Ads Camp findet am 10. März 2016 in Köln statt. Initiator ist Coskun Tuna, Geschäftsführer der Seeding Alliance GmbH.

Das Native Ads Camp findet am 10. März 2016 in Köln statt. Initiator ist Coskun Tuna, Geschäftsführer der Seeding Alliance GmbH.

Das Native Ads Camp verspricht konkrete Lösungsansätze und Praxistipps, damit Publisher, Vermarkter und werbetreibende Unternehmen die bereits bewährten Werbestrategien für ihre Geschäftsmodelle adaptieren können. Den Machern der Veranstaltung geht es darum, die Konferenz als wichtige Plattform für die Zukunft der Online-Werbebranche zu positionieren. Zudem soll Native Advertising als eine zentrale Lösung gegen sinkende Anzeigenpreise und das Adblocker-Phänomen helfen können.

„Die Zeit ist reif für eine rein auf Native Advertising zentralisierte Veranstaltung, auf der umfassend und intensiv das neue Format vorgestellt wird. Wir nehmen das Thema Native Advertising von zwei Seiten in Angriff. Einerseits soll das Native Ads Camp die intensive Diskussion über die Chancen und Potenziale auf hohem Niveau vereinen. Andererseits wollen wir Werbetreibenden und Publishern aus erster Hand erklären, wie sie ihre digitale Werbestrategie praxisorientiert auf Erfolg stellen können und positive Nutzererlebnisse generieren können“, sagt Coskun Tuna, Initiator des Native Ads Camps und Geschäftsführer der Seeding Alliance GmbH.

Die Sprecher auf dem Native Ads Camp am 10. März 2016 in Köln: Benedict Marzahn, Markus Braun, Jana Kusick und Alexander Erlmeier (v.l.n.r.)

Die Sprecher auf dem Native Ads Camp am 10. März 2016 in Köln: Benedict Marzahn, Markus Braun, Jana Kusick und Alexander Erlmeier (v.l.n.r.)

Native Advertising besitzt große Bedeutung für Digitalwirtschaft

Die positive Strahlkraft von Native Advertising bestätigen verschiedene Branchenvertreter. Sie fordern ein grundsätzliches Umdenken der Online-Werbebranche, wie Benedict Marzahn, Business Development Manager bei der Ströer Digital Group, attestiert: „Perspektivisch werden viele Verlage und Websitebetreiber diese Werbeform als Ergänzung zu den bereits bestehenden Standard- und Sonderwerbeformen einsetzen. Speziell im mobilen Bereich wird der Anteil von Native Advertising am Gesamtkuchen sicherlich noch etwas bedeutsamer sein.“

Dem pflichtet Markus Braun, Product Manager Brand Solutions beim Digitalvermarkter ForwardAdGroup, bei: „Die Nutzer haben keine dezidierte Erwartungshaltung an Native Advertising, aber sie haben Erwartungen an die Inhalte, die sie auf ihren Lieblingsseiten sehen und lesen. Deshalb steht für uns an erster Stelle, dass native Inhalte das Interesse des Users wecken und ihm gefallen.“

Jana Kusick, Managing Director bei der Content- und Werbeplattform plista, erkennt in der Etablierung von der neuen Werbeform weitere Chancen: „Native Ads werden die Display Ads nicht abschaffen, vielmehr wird eine Koexistenz entstehen, die das jeweils andere Werbemittel vorteilhaft ergänzt. Ein gutes Kreativmanagement für einzigartigen Content auf den verschiedenen Plattformen kann dabei helfen, auf Native Advertising umzusatteln. Dabei ist es entscheidend, relevanten, glaubhaften und wertvollen Content zu erstellen.“

„Wenn deutsche Publisher eine Balance zwischen potentiellen, zusätzlichen Einnahmen und der Notwendigkeit von Transparenz finden und Brands mit ihrem Content für Verbraucher immer einen informativen Mehrwert bieten können, wird Native Advertising auch in Deutschland immer mehr zum Erfolgsgarant werden“, bestätigt Alexander Erlmeier, Country Manager DACH von Outbrain, der weltweit größten Content-Discovery-Plattform

Wer den Trend zu Native Advertising nicht verschlafen möchte, sollte sich bis zum 31. Januar 2016 ein Early-Bird-Ticket für das Native Ads Camp sichern. #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business unterstützt das Native Ads Camp als offizieller Medienpartner. Zu den hochkarätigen Speakern dieser ersten Konferenz über Native Advertising zählen: Markus Braun (ForwardAdGroup), Yunfeng Cui (Gruner + Jahr), Christian Dommers (Eyeo), Alexander Erlmeier (Outbrain), Marius Gebicke (DEFINE MEDIA), Lars Hasselbach (Ligatus), Phil Hoferichter (iq digital media marketing), Daniel Horzetzky (Performics-Newcast), Ingo Kahnt (Performics-Newcast), Jana Kusick (plista), Benedict Marzahn (Ströer Digital Group) und Coskun Tuna (Seeding Alliance).

Todd Tran, Global SVP of Programmatic and Mobile bei Teads. Quelle: Unternehmen.

Programmatische Werbung wird noch oft missverstanden, obwohl die Technologie schon länger im Markt ist. Jetzt, da zunehmend auch Video-Werbung und insbesondere Premium-Video darüber gebucht wird, ist es an der Zeit, alle offenen Fragen zu beantworten. Zwar soll programmatische Video-Werbung rasant wachsen, aber für viele Marketingentscheider scheint das ganze Thema immer noch für Verwirrung zu sorgen. Todd Tran, Head of Mobile and Programmatic bei Teads, beantwortet im Interview mit #DigiBuzz die zehn wichtigsten Fragen zu automatisierten Online-Videowerbung und zeigt, wie Bewegtbildwerbung effektiv für Branding eingesetzt werden kann.

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Das Native Ads Camp findet am 10. März 2016 in Köln statt. Initiator ist Coskun Tuna, Geschäftsführer der Seeding Alliance GmbH.

Das Native Ads Camp stellt am 10. März 2016 die Online-Werbebranche auf den Kopf. Auf der nationalen Tageskonferenz werden sich rund 200 Brancheninsider und Fachleute im RheinEnergieStadion in Köln über neue Wertschöpfungsketten und die zukünftige Entwicklung der digitalen Werbebranche austauschen. Die inhaltlichen Schwerpunkte auf dem Native Ads Camp bilden Strategien, Technologien, Content und Kennzahlen von Native Advertising.

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Online-Werbung in einer Welt, wie es früher ablief. Quelle: metrigo und wywy 2013

Die Online-Werbebranche steht im Disput mit den Anbietern von AdBlocker-Plugins. Werbemaßnahmen werden rigoros entfernt, so dass die Online-Werbeeinnahmen deutlich geringer ausfallen als gewünscht. Natürlich dient Werbung als zentraler Bestandteil zur Finanzierung von digitalen Geschäftsmodellen und stellt einen wichtigen Teil der Wertschöpfungskette in der Digitalen Wirtschaft dar. Jetzt führt eine Untersuchung des Online-Vermarkterkreises im BVDW in Kooperation mit PricewaterhouseCoopers die Diskussion weiter: Adblocker bleiben ein Problem für die Werbewirtschaft.

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"Lina und Anton entdecken die Internet-Werbung" ist eine Sonderausgabe des Carlsen Verlags für Eyeo, den Anbieter der Browsererweiterung Adblock-Plus. Quelle: Unternehmen.

Kindermund tut Wahrheit kund. Wenn es nach den Betreibern von Adblock-Technologien geht, gelten Kinder wohl als die besten Überzeugungstäter für ihre Sache. Vielleicht holt deshalb Eyeo, der Betreiber des Browserplugins Adblock-Plus, pünktlich zur dmexco 2015 zu einem Seitenhieb gegen die Online-Vermarkter aus. Das Mittel der Wahl überrascht definitiv: Das Pixi-Buch „Lina und Anton entdecken die Internet-Werbung“ soll auf der Leitmesse für die Digitalbranche verteilt werden.

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