Digitale Werbung bleibt trotz Corona auf Wachstumskurs. Für das Jahr 2020 wird eine Steigerung der Nettoumsätze um 8,6 Prozent von 3,61 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf nun 3,92 Milliarden Euro im Jahr 2020 erwartet. Bemerkenswert zeigt sich Programmatic Advertising, das mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Umsätze 2020 laut Prognose generiert.

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat auf der DMEXCO @home neue Marktzahlen zur digitalen Werbewirtschaft veröffentlicht. Zwar hat sich die Coronapandemie 2020 zunächst auch auf die Umsätze mit digitaler Werbung negativ ausgewirkt. Im zweiten Quartal 2020 wurden nur 854 Millionen Euro umgesetzt, während es im ersten Quartal noch 888 Millionen Euro waren. Für das dritte Quartal aber sollen sich die Umsätze bereits wieder erholen und auf 943 Millionen Euro ansteigen.

Im Februar 2020 wurde noch ein Wachstum in Höhe von 7,0 Prozent für das Gesamtjahr angekündigt. Jetzt erhöht der sich die bisherige Prognose, weil die Werbungtreibenden ihre Budgets signifikant in die digitalen Kanäle verlagern. Genau dort, wo das Zielpublikum sich zwischen Remote Work, Home Office und Präsenz im Büro bewegt. Zudem sollen sich Verbreitung und Nutzung digitaler Medien nochmals verstärkt haben. Für das traditionell stärkste vierte Quartal wird ein Wachstum zum Vorjahr um 11,0 Prozent 2019 konnten mit digitaler Werbung 3,61 Milliarden Euro umgesetzt werden, die Prognose für 2020 liegt bei 3,92 Milliarden Euro. erwartet.

Alles anders mit Programmatic Advertising

Zum ersten Mal weist der OVK-Report die Umsätze mit Programmatic Advertising aus. Im Jahr 2019 wurden 62 Prozent der gesamten Display-Umsätze programmatisch gebucht, was insgesamt 2,25 Milliarden Euro entspricht. Für 2020 werden Programmatic-Umsätze in Höhe von 2,63 Milliarden Euro erwartet. Der Anteil wird sich laut Prognose auf 67 Prozent erhöhen.

Immerhin weist Mobile Advertising aufgrund anhaltend steigender Nutzung mobiler Endgeräte weiterhin hohe Wachstumsraten auf. Auch die E-Commerce-Umfelder bei den Werbeträgern sind in Folge der Corona-Pandemie ebenfalls Wachstumstreiber. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille.

Was passiert mit den Reichweitenverlusten?

Reichweitenverluste gibt es bei der Digital Werbung immer. Nicht nur AdBlocker machen es den Werbevermarktern schwer, sondern auch die unterschiedlichen Browser. Ebenfalls bedeuten die hohen Anforderungen an den Datenschutz durch die DSGVO wie auch die Synchronisation der Nutzerdaten über mehrere Endgeräte hinweg starke Einbußen. Am Ende bleiben etwa nur 20 Prozent der potenziell erreichbaren Zielgruppe übrig, die Digital-Werbung erreichen kann.

Doch gerade darauf kommt es an, genau diese Zielgruppen zu erreichen. Wie schön, dass Digitale Werbung für die Unternehmen funktioniert. Wer mit seinen Produkten und Dienstleistungen in die Köpfe der Kunden möchte, egal ob B2C oder B2B, sollte auf die digitalen Kanäle zur Bewerbung setzen. Denn diese 20 Prozent können echte Umsatzbringer sein, so dass sich der Return on Invest bei der Digitalwerbung wirklich lohnt.

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