Derzeit geben wir uns eine kleine Break von der re:publica 2007. Ich konnte jetzt zu drei Panels ein Liveblog führen, aber brauche erstmal eine Erfrischung. Die werde ich mir auch gleich zusammen mit Katharina in der Kalkscheune beschaffen, bevor es in das höchstwahrscheinlich letzte Panel des Abends geht – wahrscheinlich zieht es mich zum Thema „Freie FilmeProduzieren und Finanzieren via Internet“ oder „Publish and be damnedor No need to publish and still damned?„, jedoch kann ich den letzteren Vortrag nicht genau einordnen ;)

Es kommt darüber hinaus auch die Frage auf, wo eigentlich Robert Basic steckt? Verfahren? Zug verpasst? Handy gestorben? Navigationssystem abgestürzt? ;)

Was noch kommt ist letztendlich davon abhängig, wie weit der Akku strapazierbar ist. Daher heißt es auch erstmal in Ruhe aufladen…

Wir sitzen zur Zeit im dritten und wohl meistbesuchtesten Panel auf der re:publica 2007. Johnny Haeuslerleitet die Diskussionsrunde „Brauchen wir eine Blog-Etikette?Wieviel Verantwortung braucht die Freiheit?“ ein. Zu Gast sind Stefan Niggemeier, Prof. Dr. Rainer Kuhlen und Don Dahlmann.

16:53 Uhr
Oliver Gassner steigt ein und fragt offen, wer hier im Saal die Verantwortung für die Kommentare in den jeweiligen Weblogs übernehmen möchte — und keiner meldet sich oder steht auf. Strike!

16:52 Uhr
Wichtig ist laut Podiumsteilnehmer, dass O’Reilly das Thema angesprochen hat – und kein Deutscher, sonst würden ja wieder auf internationaler Blogosphären-Ebene die bösen Stimmen laut.

16:50 Uhr
Die Diskussion erreicht das Publikum… nun wird es spannend, aber ob das nun blogbar ist?

16:48 Uhr
Niggemeier möchte über Don Alphonso sprechen… wobei in jenem Blog manchmal die allgemeinen Regeln durch den Blogautor zu gewissen Zeiten ausgeblendet werden. Ich persönlich gestehe, dass ich immer noch das Hausrecht hier habe – mein Blog, mein Königreich. Warum auch nicht! Don Alphonso hat den Weg gefunden, mit einem Bein aus dem üblichen Tamtam herauszutreten. Und ganz nebenbei wird es im allgemeinen für schade empfunden, dass er nicht auf der re:publica anwesend ist.

16:45 Uhr
Niggemeier antwortet, dass die Gesetze der Gesellschaft auch im Internet gelten. Man hat zwar manchmal Schwierigkeiten damit, die Regeln zu verfolgen, aber sie existiern. Dahlman fügt bei, dass man auch in keinem rechtsfreien Raum lebt. Die Blogregeln haben sich seit den Beginnen in 2001 auch eigenständig aufgebaut – beispielsweise gibt man heute Quellen an, was früher nicht geschah.

16:44 Uhr
Johnny betont, dass er persönlich an die Zusammenstellung eines Regelwerkes nicht glaubt. Tatsache ist jedoch, dass in Gemeinschaften immer gewisse Regelwerke aufgestellt wurden. Warum fällt es uns so schwer?

16:41 Uhr
Dahlmann gibt bekannt, dass nach der Opel-Story im vergangenen Jahr eines geholfen hat: Man muss ein dickes Fell bekommen. Wenn man das Internet hat, das alles darf, dann darf das Internet auch alles bei Dir machen. Stimmt.

16:30 Uhr
Haeusler meint, dass man sich hier am Panel-Tisch darauf einigen kann, dass es ein Regelwerk gibt, dass hier alle unterschreiben sollten. Niggemeier hält dagegen, dass es Netzwerke von Blogs gibt, die gewisse Standards erreichen wollen um die Partizipation im Netzwerk aufrecht zu erhalten – jedoch nicht als Etikette aber als zweckgebundene Gruppenbindung.

'Panel zur Blogger-Etikette' von Sichelputzer

16:27 Uhr
Niggemeier erklärt, dass Regeln existieren, aber man sich nicht direkt daran halten muss. Beispiel: Man durchwühlt bei jemandem zu Hause nicht einfach die Schränke, weil man es nicht tut. Es ist kein wirksames Gesetz, aber es ist ein ungeschriebenes Gesetz, welches zwar sofort bei einem innerlich greift, jedoch nicht bindend gültig ist.

16:24 Uhr
Kuhlen erklärt, dass Bloggertexte in der Regel oder vielleicht immer pragmatische Texte sind. Das soll ein riesen Problem sein – woher man bei einer unbekannten anonymen Leserschaft die Interpretation und Rezeption verstehen und steuern kann. Das Problem sei die Anonymität des Rezipienten und nicht des Produzenten eines Blogbeitrages zu sein.

16:21 Uhr
Dahlman sagt, dass Blogs nicht groß geworden sind, weil jemand Regeln aufgestellt hat, sondern weil es keine Regeln gab, und stimmt mit O’Reilly nicht überein.

16:20 Uhr
Kuhlen spricht von Saktionsmaßnahmen mit Beispiel China. Irritierende Äußerungen.

16:15 Uhr
Nun ist mein Rechner zwei Mal aus dem WLAN rausgeschmissen und ein Teil dieses Blogposts wurde ab in das Nirvana gefressen. Auch Oliver Gassner hat Probleme mit seinem Organizer, so dass ich mir ernsthaft Gedanken um die Stabilität des Netzes mache.

16:10 Uhr
Die Diskussion beginnt, im Prinzip kann man nicht direkt das Bloggen, was hier gesagt wird – zu viele Meinungen und Theorie als dass es in eine einfache kurze Textform gefasst werden kann.

16:05 Uhr
Privatsphäre Dritter, Quellen und Urheber respektieren, den echten Namen verwenden, freundlich zu bleiben, Gäste wie Gäste behandeln und sich korrigieren zu lassen – das sind Haeusler’s Vorsätze von 2005. Grundlage dieses Panels ist ebenfalls die jüngste Äußerung von Tim O’Reilly über den Blogger Kodex.

Allmählich treffen zu unserem zweiten Panel auf der re:publica 2007 die Anwesenden ein. Wir sitzen direkt bei Sarik Weber im „Lightning-Talk: cellity„.

15:48 Uhr
Wieviel Prozent schnappt sich cellity? So wie ich es verstehe, wird im Verhältnis zur Ersparnis der deutlich kleinere Teil von cellity genutzt, während der Großteil als Ersparnis für den Kunden weitergegeben wird.

15:46 Uhr
Thema „Roaming“: Nach der aktuellen Entscheidung aus Brüssel soll der Maximaltarif von Ausland zu Inland auf 50 Cent heruntergeschraubt werden. Wie cellity dort agieren wird ist jedoch noch nicht entschieden.

15:45 Uhr
Die Zuschauerfragen dürfen gestellt werden: Haben die Mobilfunkanbieter mit cellity ein Problem und können sie den Dienst einfach sperren? Letztendlich dürfen andere (Dritt-)Anbieter aber nicht gesperrt werden! ;)

15:43 Uhr
Mitte des Jahres wird höchstwahrscheinlich auch mobiles Chatten von cellity umgesetzt werden. Egal welcher Client dahinter steckt, ob ICQ oder AIM, man soll letztendlich direkt über die Mobiltelefone über die Chatsysteme kommunizieren können.

15:40 Uhr
„Das lohnt sich eigentlich für jeden, auch Blogger können sparen!“ – Das lob ich mir schon irgendwie, zumal für mich persönlich mein alter Handyvertrag alsbald auslaufen wird. Zeit für etwas neues, Zeit zum umdenken.

15:34 Uhr
cellity ist im Prinzip ein Call-By-Call Verfahren. Es ist eine Java-Applikation, die man auf nahezu jedem mobilen Endgerät (ca. 210 Handys) einsetzen kann, um damit automatisch die günstige Tarife zur mobilen Kommunikation bereitgestellt zu bekommen. cellity verdient nur, wenn der Benutzer durch den günstigen Tarif spart.

15:31 Uhr
Sarik startet zu Beginn den kurzen Film mit den cellity-Betatestern.

Endlich sind wir auf der re:publica 2007 in Berlin angekommen. Um ca. 11:30 Uhr verließen wir die Autobahn und schwenkten zu unserem nächtlichen Domizil ein, so dass wir geschmeidig mit der S-Bahn zur Oranienburgerstraße fahren konnten. Ab 13:30 Uhr waren wir präsent – mit Schildchen, mit Mäppchen und allem was dazugehört.

Zwar haben wir die Einführungsveranstaltung verpasst, jedoch werden Katharina und ich uns neben dem Bloggen und Bloggerkennenlernen und Bloggertreffen auch mit den Vorträgen und Workshops auseinander setzen. Natürlich machen wir ein paar Fotos sobald uns ein paar bekannte Gesichter über den Weg laufen – wir wurden auch von den pl0ggies abgelichtet. Mehr folgt an der üblichen Stelle hier als Live-Blog… ;)

Unter den Anwesenden konnte ich schon Oliver Gassner, Florian Krakau, Kai Uhlmeyer, Mario Sixtus und Heiko Hebig entdecken…

Es gibt das Original und seine Klone: Twitter als erfolgreiches Hypemedium wird von Frazr und Texteln idealtypisch kopiert. Jaiku war und ist kein Klon, da Jaiku originärer als Twitter durch die ziemlich genialen RSS Implementationen her kommt. Aber man muss sich natürlich selbst sein eigenes Urteil darüber bilden.

Im Prinzip haben die „kleineren“ Dienste einen unglaublichen Vorteil: Die Geschwindigkeit und Erweiterbarkeit, wobei letztere dem Original eigentlich zugestanden werden muss – jedoch wird die Masse der User nicht unbedingt auf eine Neuerung des bestehenden Services von Twitter immer positiv reagieren, und deswegen sehe ich da die Gefahr für Twitter, dass sich andere Dienste am Markt auf die Nischen spezialisieren – oder vielleicht sogar die technische, optische und kultverdächtige Perfektion erreichen können.

Niemand soll schlecht gemacht werden, aber es grenzt schon an einen Mangel von Einfallsreichtum, dass nun wirklich innerhalb von wenigen Wochen etwas so direkt kopiert wird, nur weil man mit dem schönen Textverballern via SMS ein wenig vom Kuchen teilhaben kann. Dennoch wünsche ich den zwei Neulingen viel Erfolg – ihr werdet es brauchen.

Wie niedlich doch manche Kommentare sind, die ich in anderen Weblogs in der Moderationsschleife sehe. Eine besonderes Highlight des Abends ist dieser absolut freundliche, geistreiche Kommentar. Es wird sogar eine Warnung ausgesprochen:

Hallo Freunde,
Ich war in einer Poker Download und wurde voll abgezockt.
Bitte aufpassen damit euch dass nicht auch passiert.
Webmaster bitte diesen Eintrag nicht loeschen weil ich keinem wuensche was mir passiert ist.

Jo, kein Thema – ich habe den Kommentar nicht gelöscht, er wurde sowieso als Spam erkannt. Und weil das Thema mich so faszinierte – da schreibe ich doch glatt einen ganzen Blogeintrag zu und verlinke mal lieber nicht dahin. Denn wenn die so böse sind wie der Autor „#poerkdownload“ im Kommentar schreibt, dann gnade uns alles nur nicht der Google PageRank, der durch einen Link zur pokerdownload punkt blogg punkt de generiert werden würde.

Hehehe… was sich so manche Zeitgenossen denken. Eine Warnung vor dem bösen Pokerdownload – huiii! :D

Hitflip hat eine interessante Idee ausgegraben: Die Superblogs2007.

Es ist ein neuer Wettbewerb für Blogger, der in zwei Phasen der Nominierung und der Abstimmung abläuft, um den Sieger in den jeweiligen Kategorien zu küren.

Die Superblogs 2007 sollen nicht durch eine Jury gewählt werden. Vielmehr sollen die Blogleser und Blogger entscheiden, welcher Blog Superblog wird! Auch sollen Blogleser und Blogger überhaupt erst Vorschläge machen, welche Blogs zur Wahl des Superblogs 2007 antreten.

Ich interessiere mich insbesondere für die Kategorie „Medienübergreifend“ und habe mich einfach mal selbst nominiert. Ein bisschen Egozentrik darf ja schon sein – die Hauptsache ist dabei zu sein! Und sollte ich gewinnen, stifte ich 50% des Geldgewinns für wohltätige Zwecke. [via Twitter];)

Das neue Projekt von Sascha Lobo und Spreeblick startet mit der ersten Auslieferung der Banner-Anzeigen. Der erste Rundumschlag ist die Kampagne zum Human Network von Cisco, die ich als Kampagne schon sehr intensiv beliebäugelt hatte.

Dem Anschein nach werden in den von adical akzeptierten Blogs bereits Content-Ads und Skyscraper eingesetzt… na dann wollen wir mal sehen was sich so alles entwickelt.

Nachtrag 11:40 Uhr Eingesetzt wird adical bisher sichtbar auf den insgesamt 14 Startseiten (von 32 Blogs) Startseiten von De:Bug, Eyesaiditbefore, fscklog, Nico Lumma, MobileMacs, Nerdcore, Netzpolitik, Stefan Niggemeier, Phlow, Praegnanz, PSP-Freak, Mario Sixtus, Slidetone und Spreeblick.

Am 12. und 13. Juni wird das PodCamp Europe in Stockholm stattfinden. Für meinen Geschmack ist das im Moment einfach zu weit weg, aber ich möchte aus irgendwelchen inneren Gründen dennoch darauf hinweisen.

Organisiert wird das PodCamp Europe von Christopher S. Penn und Chris Brogan – beide sind Mitbegründer des ersten PodCamps in den USA. Die Teilnahme lohnt sich bestimmt für alle diejenigen, die sich mit einem audio-visuellen Erlebnis in Szene gesetzt haben oder es noch machen wollen.

Diesmal sind zu der Osterzeit nicht die Autofahrer von einer Preiserhöhung betroffen, sondern alle diejenigen, die sich mit Tiefkühlkost zur Nahrungsaufnahme zufrieden geben. Felix Ahlers, Marketing und Vertrieb von FRoSTA, gibt deswegen im Corporate Blog bekannt, dass aufgrund der steigenden Preise für das verwendete Gemüse die Packungen kleiner werden:

Wir haben uns deshalb entschieden, das Gewicht unserer Gerichte von aktuell 600g (Bami und Nasi 650g) auf 500g zu senken.

Jetzt wird sicherlich das Volk wieder aufschreien, dass man sich betrogen fühlt oder sonstwas. Doch meiner Meinung nach war die Entscheidung nebst der Produktpflege auch für die gesamte PR des Unternehmens ausschlaggebend. Warum auch nicht? FRoSTA ist schließlich mit den Qualitätsansprüchen und die eigens gesetzten Reinheitsgebot in meinen Augen ein Vorbild für viele andere.

Die im Artikel angegebenen Gründe sind daher durchaus legitim, und mal ganz ehrlich – auch von einer Reispfanne kann man selbst bei einem Reinheitsgebot richtig kugelrund werden. Der Trend zum Sommer lautet meiner Meinung nach also – 100 Gramm weniger in die Pfanne und dafür mehr Sport! Danke für diese Einsicht – und ganz persönlich bin ich von den FRoSTA-Produkten auch angetan!

Ich hoffe nur, dass die Packungsgröße sich entsprechend erhöht, sollte der Gemüsepreis wieder nach unten fallen – eine Aussage dazu seitens FRoSTA wurde bisher jedoch noch nicht getroffen.