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Bereits vor einigen Wochen gab es Spiel, Spaß, Spannung und Stefan Niggemeier in der Downtime. Jetzt ist es erneut soweit: Stefan ist vom Netz abgekappt. Doch der aufkeimenden Diskussion über Klageschriften zum Trotz, freut sich Stefan insbesondere über seinen Hoster:

Kurze Unterbrechung. Geht bald weiter.
(Nein, nichts Juristisches, nur was Technisches.)

Update: Verzögert sich bis voraussichtlich kommenden Montag.
Ich bastel in der Zwischenzeit kleine Host-Europe-Voodoo-Puppen.

Was ist denn da wieder nur los, dass Stefan komplett vom Netz ist? Wie kann das nur sein? Oder hat Stefan seine Rechnung nicht bezahlt? Ganz spannende Momente, die man in der Blogosphäre so erleben darf. Blogkultur vom Feinsten. :)

Weblogs sind meiner Meinung nach eine bedeutsame Größe unserer Medienwelt. Auch wenn manche Journalisten und Blogger es nicht für möglich halten möchten, ist der Einfluss von Blogs nicht mehr weg zu denken. Insbesondere in der PR-Arbeit nimmt nutzergenerierte Berichterstattung einen hohen Stellenwert ein. Doch in unserer schönen Welt zwischen Meinungsmachern und Public Relations fällt nahezu immer ein Qualitätsanspruch unter den Tisch: Eine saubere Druckfunktion der Blogs (und einiger Onlineausgaben mancher Zeitungen und Zeitschriften) wird vernachlässigt!

Manche Blogger ignorieren schlichtweg das Bedürfnis, aus ihren digitalen Artikeln ein sauberes Dokument zu erstellen. Deshalb habe ich den Entschluss gefasst, eine Druckfunktion für dieses Blog anzubieten. Dabei ist es gar nicht so schwer, den richtigen Stylesheet im Blog zu hinterlegen – auch ich habe mich 15 Minuten hingesetzt und den originalen Stylesheet des Blogs in die Print-Variante abgespeckt. Die Integration im Header des Weblogs ist dabei kinderleicht:

<link rel="stylesheet" type="text/css" media="screen" href="https://mikeschnoor.com/wp-content/themes/ts2009/style.css" />

<link rel="stylesheet" type="text/css" media="print" href="https://mikeschnoor.com/wp-content/themes/ts2009/print.css" />

Warum ist dies ein Qualitätsanspruch?
PRler betreiben Medienbeobachtung in Form von Clippings. Der ausgedruckte Medieninhalt steht zwar in direktem Kontrast zum Schutze des Regenwalds, jedoch ist heutzutage das Konvertieren von digitalen Inhalten in ein PDF-Dokument allgemeiner Usus. Man sichert den Inhalt für die Ewigkeit. Auch im Privatleben gibt man einen guten Artikel trotz Social Bookmarking Services an bestimmte Bekannte und Verwandte in Form eines PDFs ab. Lustig wird es erst recht, wenn manche Studenten mit sehr hässlichen PDF-Dateien (über 10 Seiten lang) eine einzige Quelle für ihre Abschlussarbeiten auf CD gebannt einreichen. Selbst ein Professor kommt an den Rand der Frustration. Schließlich werden Weblogs immer öfter als Expertenquellen genutzt.

DOs – ausgedruckte Blogeinträge sollten nur die relevanten Informationen darstellen:

  • Logo bzw. Titel des Blogs
  • Titel des Artikels
  • Autoren und Zeitstempel
  • Vollständiger Inhalt des Blog-Artikels
  • Hinweis auf Copyright oder CC-Lizenz
  • Schrift: Kräftige Farben und gängige Systemfonts auf weißem Hintergrund
  • Optional: Kategorien des Artikels
  • Optional: Tags des Artikels
  • Optional: Kommentare des Artikels

DON’Ts – verzichten sollte man in jedem Fall in der Druckvariante des Blogeintrags auf diese Kernbestandteile von typischen Layouts:

  • Blogrolle
  • Tagcloud
  • Sidebar
  • Footer (Ausnahme: Copyright/CC-Lizenz/Verfasser)
  • Letzte Artikel
  • Aktuelle Kommentare
  • Verwandte oder Populäre Artikel
  • Kommentarformular
  • Navigationselemente
  • Statistiken, Metainformationen, Loginmasken
  • Werbung, Banner und Buttons
  • Bildergalerien

Wenn man diese kleinen Tipps beachtet, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Hier ein direkter Vergleich – links das Layout des Blogs und rechts die mit CSS veränderte Druckfunktion (zum Vergrößern klicken):

Wird die Druckfunktion ein Teil der neuen Blogkultur?
Eine schwierige Frage. Zum Spaß habe ich mir die aktuellen Top 20 der Deutschen Blogcharts genauer betrachtet. Es fällt ganz eindeutig auf, dass nahezu kein Blog mit einer sauberen Druckfunktion ausgestattet ist. Der schnelle Test mit der integrierten Druckfunktion des Browsers ergab folgendes Bild: Basic Thinking, Nerdcore, Spreeblick, netzpolitik, Stefan Niggemeier, lawblog, re:publica08, Software Guide, GoogleWatchBlog, Werbeblogger, fscklog, WordPress Deutschland, Indiskretion Ehrensache, medienlese, Blogbar, 1x umrühren bitte, Dr. Web Weblog – keines dieser Blogs hat eine saubere Druckfunktion. Ausschließlich das Bildblog und bueltge.de gehen mit gutem Beispiel voran und haben ein sauberes Ergebnis geliefert. Deutsche-Startups nutzt eine zusätzliche Seite, um das Ausdrucken von Artikeln zu ermöglichen.

Fazit
Drucken ist out? Nein, drucken ist in – nur nicht immer auf Papier. Ich hoffe, dass dieser etwas längere Artikel viele andere Blogger zum Nachdenken und zum Handeln anregt. Auch wenn wir das Web 2.0 bis zum „Geht-Nicht-Mehr“ zelebrieren, sind viele Nutzer dort draußen immer noch so abgekühlt und drucken die Inhalte aus – auf Papier oder als PDF. Wie schaut es bei euch aus? Nutzt ihr eine Print-Version von eurem CSS oder bietet ihr eine entsprechende Druckseite an? :)

Ich gebe es zu – ich habe mich in die Cleatype-Variante von Calibri ein wenig verschossen. Die Schrift sieht einfach auf Windows-Oberflächen wunderbar aus. Besser als Arial, besser als Verdana, besser als sonstige bisherigen Erzeugnisse der Micosoft-Betriebssysteme und Office-Pakete. Ich bitte meinen leichten Anflug von Blasphemie zu entschuldigen, aber trotz einiger Kritik zum Relaunch von MikeSchnoor.com bleibt die Schriftart als Schriftstandard im CSS-Stylesheet von diesem Blog bestehen.

Wer sich Sorgen wegen Augenkrebs macht, darf gerne in dem kleinen Eintrag herausfinden, wie man Cleartype im Windows-System aktiviert und die kantigen Darstellungen der Schriften auf in lesbare Passagen verwandelt. Ein wenig Spaß muss es schon geben – daher kann ich kurzerhand nicht auf Mac bzw. Linux&Co. Rücksicht nehmen – da hat Calibri ja auch nichts verloren, oder?

Schnell schnell schnell! Weblogs sind wichtig und müssen sicher sein. Auch neue Features verträgt die Community. Ganz brandaktuell für heute gibt es die Updategefahr für WordPress: Tyner alias WordPress 2.6 ist zum Download auf der offiziellen WordPress-Seite erhältlich. Wer darauf steht, kann nachträgliche Änderungen an den Texten ähnlich des Wiki-Prinzips (vgl. Wikipedia) verfolgen. Außerdem ist die „Press this“ Bookmarklet-Funktion einsatzreif. Weitere Details gibt es natürlich in der Auflistung – der Bequemlichkeit halber hier hineinkopiert:

  • Word count! Never guess how many words are in your post anymore.
  • Image captions, so you can add sweet captions like Political Ticker does under your images.
  • Bulk management of plugins.
  • A completely revamped image control to allow for easier inserting, floating, and resizing. It’s now fully integrated with the WYSIWYG.
  • Drag-and-drop reordering of Galleries.
  • Plugin update notification bubble.
  • Customizable default avatars.
  • You can now upload media when in full-screen mode.
  • Remote publishing via XML-RPC and APP is now secure (off) by default, but you can turn it on easily through the options screen.
  • Full SSL support in the core, and the ability to force SSL for security.
  • You can now have many thousands of pages or categories with no interface issues.
  • Ability to move your wp-config file and wp-content directories to a custom location, for “clean” SVN checkouts.
  • Select a range of checkboxes with “shift-click.”
  • You can toggle between the Flash uploader and the classic one.
  • A number of proactive security enhancements, including cookies and database interactions.
  • Stronger better faster versions of TinyMCE, jQuery, and jQuery UI.
  • Version 2.6 fixes approximately 194 bugs.

Wer jetzt updaten möchte – haut rein. Dennoch sollte man alles in Ruhe angehen und den Updateprozess nicht überhastet angehen, sondern alles schön brav koordinieren. :)

Ich lasse die Katze aus dem Sack. Bereits gestern durfte Ibo sein neues Bloglayout vorstellen – und da möchte ich nicht hinterher hinken. Der folgende Designentwurf stellt das neue Layout für den MikeSchnoor.com dar. Auf die Meinung meiner Leser/innen bin ich natürlich sehr gespannt. Ich hoffe, dass ich das neue Theme in den Abendstunden des Wochenendes erstellen kann und insbesondere die Funktionalität des Magazin-Styles mit meinen WordPress- und PHP-Kenntnissen zum Einsatz bekomme. Zwei volle Abende mit etwas Rotwein und der Hilfe meiner beratenden Ehefrau brachten dieses Ergebnis zu Stande.


Wie ich bereits vor einigen Wochen ankündigen durfte, beflügelt mich die Idee vom Magazin-Style sehr. Das Layout zeigt dabei nur die Startseite sowie die Ansicht auf die Kategorien. Die Leseansicht für jeden Blogartikel wird einen in der Höhe schlankeren Header besitzen, eine mobile Version des Blogs plane ich ebenfalls. Wichtig ist meiner Meinung nach die klare Aufteilung in Content, Funktionalität (Sidebar in Grau) sowie einem Kooperations-Werbe-Bereich (Sidebar in weiß). Die selbstgeschossenen Fotos im Header werden im noch zu definierenden zeitlichen Wechsel automatisch ausgetauscht. Texte in diesem Entwurf sind entweder billig kopiert oder dummyhaft eingesetzt. Auch ist das Microblogging mit Twitter mir mittlerweile sehr wichtig. Daher auch die sehr intensive Integration im Headerbereich. Auch ich plane ebenfalls wie Ibo, daraus eine (vielleicht abgespeckte) Variante zu erstellen, die ich unter einer CC-Lizenz veröffentliche – sofern die eingesetzten Plugins und WordPress selbst diese Lizenzen unterstützen – schaun wir mal. Was denkt ihr vom bald kommenden Relaunch von mikeschnoor.com ? Ich freue mich auf euer Feedback!

Es hat lange gedauert. Bis vor wenigen Minuten hielt ich meine eigene Variante von WordPress 2.3.3 auf MikeSchnoor.com am Leben. Der Exitus musste kommen, und ich freue mich auf die segensreiche Zeit mit WordPress 2.5.1 – schneller, schöner, neuer, besser?

Ganz ehrlich – es geht so. Ich bin mit dem Admin-Interface absolut unzufrieden, doch zum Glück erspähte ich bei Frank den Hinweis auf die Plugin-Erweiterung vom Admin-Interface. Jetzt sieht alles besser aus, ein wenig bequemer und komfortabler als die für 800×600 Pixel getrimmte originale WordPress 2.5.1 Darstellung. Warum muss man sich in Zeiten von 24″ Bildschirmen noch mit solchen altbackenen Traditionen abfinden? :)

Ausgebloggt? Abgeklemmt? Hacked? Hat der Hoster meines Vertrauens etwas aus dem Netz verbannt? Stefan, was ist denn los bei euch?

Zwar wird das nicht das Ende der Welt sein, wie Thomas via Twitter erfragt, aber dennoch lässt so ein Fall von „Downtime“ natürlich sehr viel Spielraum für Spekulationen…

Wir lieben Twitter. Die halbe deutsche Blogosphäre hat Twitter für sich entdeckt. International gesehen twittert fast ganz Japan und die USA sind trotz ihres üblichen Innovationsboosts mit allen anderen englischsprachigen Usern in einen großen Topf geschmissen. Auch entdecken immer mehr Unternehmen, dass sie ja eigentlich Twittern müssen – mal mehr, mal weniger interessant und konsequent. Auch wird über Twitter-User gebloggt. Und jeder findet ein Thema zu Twitter, wie auch ich es in diesem Blogeintrag gefunden habe.

Was mir mittlerweile als recht aktiver Twitter-User auffällt, erregt für mich als Blogger etwas Sorge. Nach einer langen Denkpause kommt man irgendwann in unserer von Informationen durchfluteten Medienwelt zu dem Schluss: Twitter hat Suchtpotential – bei den einen etwas mehr, bei den anderen etwas weniger. Twitter macht süchtig. Man klebt förmlich an dem Bookmark oder macht es zur Startseite im Browser. Der schöne Nebeneffekt bei der selbstherrlichen Darstellung der einzelnen Twitter-User ist durch den immer direkteren Einblick in das Privatleben möglich. Schließlich möchte man wissen, was der einzelne so verköstigt… und man philosophiert über das Leben mit Twitter in verschiedensten Interviews.

Ja, der Social Chat hält einen mit Leichtigkeit in seinem Bann. Wer nach wenigen Tweets das öffentliche Chatsystem mit seinen 140 Zeichen zu schätzen gelernt hat, vergisst manchmal, dass es vielleicht auch noch irgendwo ein Blog gibt. Man vernachlässigt das eigene Blog mit der Zeit und konzentriert sich mit seinen durchaus wichtigen Informationen in einzelnen Tweets, die zu ganzen Blogeinträgen wachsen könnten. Aber anstatt einen längeren Blogartikel (wie diesen hier) aufzusetzen, ist der Mensch ein bequemes Wesen und freut sich auf kurze Inhalte. Zwar kann man ein Blog mit Twitter über die Pingback-Schnittstelle verknüpfen, aber letztendlich werden dem Social Chat nur weitere Informationen zugeschustert, die wiederum zu dem vernachlässigten Blog gehören.

In diesem Blog schrieb ich damals ohne Twitter im April 2007 noch insgesamt 65 Einträge, während es ein Jahr später nur ganze 23 Einträge waren. Von zwei Einträgen pro Tag auf gerade mal einen pro Wochentag. Seitdem ich Twitter nutze, ging es rapide mit den Blogeinträgen herunter. Ein lausiges Ergebnis für mich als Autor, dessen Kompetenzen ja im Schreiben liegen – und ganz bestimmt nicht im lustigen Tralalala bei Twitter.

Ich rufe daher alle Twitter-User und Blogger auf: Entscheidet euch vorher, ob ihr lieber in Kürze etwas mit Twitter raushauen wollt, oder ob ihr zumindest einen Fünfzeiler für das Thema widmet. Wer zumindest ganz neu bei Twitter ist, sollte das eigene Blog wirklich pflegen. Ich lese nämlich gerne Blogs – und versuche auch mein eigenes jetzt etwas stärker zu füllen. Hoffentlich wird zumindest der Gedanke an das Blog die Blogkultur retten, bevor wir im Rausch der Informationen bei Twitter allesamt untergehen. :)

Deutschland ist um eine Liste reicher – laut Benedikt Köhler zeigt die folgende Blog-Cloud die 25 dynamischten Medienblogs Deutschlands – auch mit diesem Blog hier!

Großes Tag = viel Wachstum, kleines Tag = wenig Wachstum. Das freut mich persönlich sehr, wenn ich mich noch an den Absturz vom MikeSchnoor.com aus den Top50 der Deutschen Blogcharts gegen Herbst 2007 erinnere… gut für’s Ego! Wir sind ja auch „Ich“-bezogene Autoren!

Der Unterschied von Weblogs und journalistischen Kommentaren in Zeitungen und Zeitschriften beschäftigte 17 Studierende der International School of Management (ISM) in einer aktuellen Studie. Für die Forschung wurden 1.000 Texte aus 500 Blogs und 500 journalistischen Kommentaren ausgewertet. Das Ergebnis entspricht genau dem, was ich bereits seit langem an mir selbst erkenne: Blogger sind „Ich“-bezogen, während der Journalist gemäß der gelernten und/oder einstudierten Schreibweise auf diese Begrifflichkeit der Sprache verzichtet und sich nicht mit seinen Texten in den Mittelpunkt bringt. Der Journalist ist kein Repräsentant für die eigene Meinung, sondern für die Meinungsbildung zuständig – während Blogger meiner Meinung nach (!) beides zur Schau stellen.

Meine Kritik an der Studie liegt darin begründet, dass die ausgewerteten Texte über das Ranking der „Deutschen Blogcharts“ von Oktober 2007 ermittelt wurden und damit auch nur die „Spitzenplätze“ der Rangliste erfasst wurde. Die Masse schreibt eindeutig anders als die in den DBC’s vertretenen professionelle Autoren, Journalisten mit Weblogs, , Kommunikatoren und Multiplikatoren aus gängigen Marketing- und PR-Szenen sowie wichtige Fachkundige, einige Fachsimpler und manche Fachidioten. Die Deutschen Blogcharts spiegeln dementsprechend nicht die Masse der Blogger wider, sondern nur die „Creme de la Creme“ der deutschen Blogosphäre.