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Am Wochenende war es soweit. Neben der erstklassigen Cologne Conference in Köln fand die davon losgelöste Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2008 statt. Das Schaulaufen der Szene wurde mit medialer Begeisterung gefeiert. Dutzende Preise wurden ihren Preisträgern überreicht. Nur einer wollte seinen Ehrenpreis nicht annehmen.

Ist es denn wirklich ein Eklat, wenn Marcel Reich-Ranicki seine Meinung offenkundig vor dem „Fachpublikum“ verkündet? Die gebotene Programmvielfalt der vergangenen Jahre ist derartig verkommen, dass man nur einige wenige positive Beispiele auszeichnen kann. Schlechte Kopien von brillianten Vorlagen des US-Fernsehens werden in deutschen TV-Produktionen verramscht. Ein abstrus gestalteter Sendeplan, der die guten US-Serienoriginale in das Nachtprogramm schickt, verhöhnt den Zuschauer. Beim Zappen findet man illustre Persönchen, die sich für Geld vor laufender Kamera entkleiden. Da kommt einem die Frage nach Hollywood in Köln-Ossendorf durchaus berechtigt vor. Zu schade, dass ich mich gegen eine eigene Live-Blogging-Session parallel zur Ausstrahlung geweigert habe. Da wären mir bestimmt so einige süffisante Sprüche eingefallen, die sich hier im Blog ausgelebt hätten… :)

Am Wochenende nahm ich mir die Zeit ein Online-Formular auszufüllen – mit der Bitte um Auskunft über meine persönlichen Versicherungsunterlagen. Die Antwort kam heute darauf durchaus prompt.

Da wir besonderen Wert auf eine persönliche und individuelle Betreuung vor Ort legen, wird Ihre Anfrage mit der Anfragenummer ********* durch eine unserer Agenturen in Ihrer Nähe bearbeitet und beantwortet.

Clever ist hierbei, dass der persönliche und individuelle Betreuer in meiner alten Heimat in Flensburg ansässig ist – und nicht, wie man vermuten könnte, hier in Köln und Umgebung. Da wünsche ich dem Versicherungsmenschen in Flensburg eine gute Reise – kommen sie mal vorbei! ;)

Der Umzug steht in der kommenden Woche an und derzeit sind wir mit jeglicher Vorbereitung in die heiße Phase gekommen. Die neue Wohnung in Köln Zollstock streichen wir komplett selbst und zum Bloggen fehlt einfach die Zeit. Bald heißt es „Ciao Ehrenfeld, Welcome Zollstock!“. Mehr zu hören auf diesem Blogkanal gibt es in den nächsten Tagen… :)

Die kommende Online Marketing Düsseldorf 2008 ist das Thema der Woche. Laut Berichten der Internet World und bei Turi2 sowie bei der Horizont wird anscheinend versucht, Unruhe in den Kreis der Entscheider beim BVDW zu bringen und die Entscheidung über die Zukunft der OMD zu beeinflussen. Die Messe soll in eine Display-Marketing-Veranstaltung in Köln und eine Messe für Performance-Marketing in Düsseldorf für 2009 aufgeteilt werden.

Ganz persönlich halte ich von einem Umzug nichts. Außerdem ist eine Spaltung der Messe reine Augenwischerei, die eher von anderen Problemen ablenken soll anstatt hier konstruktive Lösungen zu offerieren. Vielleicht sollten lieber die kleineren Stände auf der Messe besser mit den großen Platzhirschen kombiniert werden? Oder dieser Aufruf zur Spaltung entpuppt sich als falsch und damit mehr als hinlänglich.

Nach meinem Kenntnisstand entbehrt das Ganze zudem weitgehend einer realen Grundlage. Die Messe hat sich am Standort Düsseldorf in den letzten Jahren hervorragend entwickelt und mit Alexander Felsenberg als neuem Chef dürfte die Loyalität der IGEDO gegenüber den Interessen von BVDW einschließlich OVK bestmöglich abgesichert sein„, erklärte Djure Meinen als Verantwortlicher
für Social Media der Online Marketing Düsseldorf 2008 auf Anfrage mir gegenüber.

Wie man auch im offiziellen Statement des BVDW lesen kann, dreht es sich vielmehr um den Prozess als Neuausrichtung der OMD: „Vor dem Hintergrund der rasanten Marktentwicklung hat der BVDW den Kooperationsvertrag, der für die kommende Messe im September noch gilt, gekündigt. Ziel dieser Kündigung war und ist es ausschließlich, ab 2009 mit einem neuen Messekonzept den veränderten Marktgegebenheiten in möglichst großem Umfang zu entsprechen. Noch in diesem Monat wird daher eine Entscheidung für eines der vorliegenden Konzepte erfolgen. Das Prozedere, das zu dieser Entscheidung führt, ist mit den Vorsitzenden der beteiligten Fachgruppen, insbesondere des Online-Vermarkterkreises und der Fachgruppe Performance Marketing, abgestimmt.

Ich verstehe natürlich die grundlegenden Gedanken über den Einfluss des ehemaligen OMD-Chefs Frank Schneider und die darin begründeten Zweifel an der Zukunft der traditionsreichen Messe. Die Presse frisst solche Themen sofort. Jedoch bezweifle ich stark, dass sich solche Unkenrufe auf die OMD 2008 positiv auswirken. In der Szene wird das Stammpublikum über diese Art der teilweise boshaften Presseaktivität vielleicht nicht so gut aufgenommen, wenn an der Grundfeste des Marketings gerüttelt wird. Daher empfehle ich auch für die Zukunft, nur den offiziellen Kanälen zu vertrauen und nicht auf ein Steckenpferd der Vergangenheit zu setzen.

Ein Foto vom letzten Jahr – das Kostüm hab ich leider ausgeliehen. ALAAF!!!!!

'Karneval in Köln 2007' von Sichelputzer

Es brennt mir fast unter den Fingern, wenn ich auch nur einen Gedanken an die Online Marketing Düsseldorf verschwende. Endlich habe ich die Zeit und auch die räumliche Distanz zu Düsseldorf, dass ich am 25. und 26. September 2007 Deutschlands Leitmesse für das digitale Marketing miterleben kann. Wenn noch jemand dabei ist, treffe ich mich gerne auf einen Kaffee in einer der Hallen… drop me a line! :)

Warum verkauft mir die junge Dame im Vodafone Shop im Herzen von Köln ein Blackberry Curve 8310 ohne den dafür notwendigen Push-Dienst? Manches Mal wundert man sich doch über die Inkompetenz. Im Übrigen ist die Tastensperre von dem Blackberry absolut schlecht… erst ins Menü, dann rumscrollen zum Schlüsselsymbol – ätzend. Bald wird es Zeit für einen individuellen Testbericht! :(

Hier im Büro sitzt er. Meist tagsüber. Wenn die Sonne scheint. Wenn überhaupt. Und dann direkt hinter der Wand. Die trennt uns zum Glück. Verschiedene Räume sind gut. Er sitzt im Nebenraum und schreibt sich die Finger wund. Bestimmt hat er eine Blase am Ringfinger davon. Und er präsentiert mir seinen Rücken. Immer. Ja, er ist ein Fremdblogger. Er schreibt auch regelmäßig. Viel regelmäßiger als ich. Zumindest am hellichten Tag. Der junge Kerl treibt hier sein Unwesen. Ich muss das näher beobachten. Das kann doch nicht sein. Und dann macht der auch noch Videos. Wie unheimlich. Sogar auf der BarCamp PreParty konnte man ihn erspähen. Also erstmal den Spionagemodus an…

Niemand geringeres als Rob Vegas hat sich mit der Mindtime Show bei sevenload in Köln eingelebt. Herzlichen Glückwunsch zur 60. Folge! :)

Anstrengend. Das fünfte BarCamp ist gemeistert. Nachdem ich in Berlin, Frankfurt und Hamburg anwesend war, fand dieses Wochenende ein erneutes Mal das BarCamp in der Rheinmetropole Köln statt. Über 200 Besucher genossen in lockerer Athmosphäre den Wissensaustausch und das individuelle Mitmachgefühl, was nur im BarCamp in dieser Reinform existiert.

Zwei Tage des Events waren mit Vorträgen und Sessions zu Web 2.0, Ajax, Ruby, StartUps, Technik, Gründung, Menschen oder Unternehmen randvoll gestopft. Viele der Sessions konnten wir aufzeichnen und ausgewählte Sessions sogar live ins Netz streamen. Man kann es sich fast ersparen von dem BarCamp mitzubloggen, da eine nahtlose Berichterstattung durch die Fotos, Videos, Podcasts und selektive Reviews in den Blogs fast jedes Thema abdecken werden – oder bestenfalls in den kommenden Tagen oder Stunden das Informationsbedürfnis befriedigen werden. Aber alles raubt einem die Kraft:

Barcamps werden von Enthusiasten für Enthusiasten organisiert, die in einer offenen Umgebung lernen und Wissen weitergeben möchten. Es sind sehr intensive und anstrengende Veranstaltungen, alleine schon durch die Menge an Informationen die zu bewältigen ist. [via]

Doch das wichtigste war: Der Spaß kam dabei nie zu kurz. Dies wurde schon am Vorabend des Events mit einer Party im Lichtfeld in Köln-Ehrenfeld und ebenfalls am ersten Abend des Events mit dem Grillen auf dem QSC-Gelände und dem sevenload Bier unter Beweis gestellt. Und die Parties hatten es in der Regel in sich – zumal einige Gesellen doch übernächtigt waren, aber das kann man ja niemandem bei dieser allgegenwärtigen Gute-Laune-Stimmung verübeln.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut, dass sich so viele Leute bei diesem professionellen, aber irgendwie doch kultig-spirituellen BarCamp mit ihren zahlreichen kreativen Gedanken unter einem Deckel gefunden hatten. Mir fehlt nur ein wenig Messeausdauer und schon kann das nächste BarCamp an den Start gehen! Rock on! Nach dem BarCamp ist vor dem BarCamp – Berlin, München, Leipzig, Wien und alle anderen – tragt euch bitte im BarCamp.org zentral ein! :)

Ein wenig Randgeflüster. Das BarCamp ist für uns erstmal vorbei, doch wenn man in aller Ruhe von zu Hause aus eines noch innerlich beobachtet, fällt wirklich auf: Manches Mal ist jeder zweite Laut eines dieser Worte von ganz besonderer Sorte. Die Vorträge sind gut, aber alle sind irgendwie innerlich so aufgeregt. Warum eigentlich?

Hier soll niemand am Pranger stehen, daher keine Namen, keine Links – nur Indiskretion. Doch wenn man so oft Ähh, mmh, äh, mmh, ööh, ähmm, umm, jaa… all diese Füllwörter so genau hört, ähm… kann das schon mal sein, jaaa… dass es stören kann. Wie wäre es mit einem RethorikCamp SprachCamp? Oder ein Vortrag über Vorträge, Rethorik, Sprache? Haben wir da eine Koryphäe, die sich dazu bekehren lässt, die BarCamper spirituell zu beflügeln? :)