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Ein kurzer Beitrag im Abendprogramm informiert über die neue Plakettenpflicht in mehreren Großstädten ab Anfang 2008. Kurz darauf zu den empfohlenen URLs von ADAC und Dekra für weitere Informationen gesurft und mit der Fehlermeldung über die nicht-Erreichbarkeit beglückt.

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So kompliziert kann ein Abend sein, wenn die mitunter größten deutschsprachigen Portale für Automobil-Besitzer einen Denial of Service durch einen TV-Bericht erleben.

Tagesthema für Menschen, die tagsüber arbeiten und einfach später die Nachrichtenlage sondieren. In einer detaillierten und wieder einmal herrlich süffisant geschriebenen full coverage Meldung formuliert Stefan Niggemeier den letzten Abend einer TV Größe: Eva Herman – Tschüss und auf Nimmerwiedersehen! Das Aus für Frau Herman kam bei Johannes B. Kerner im ZDF!

Aber die Dame braucht keiner mehr, wenn sie sich auf herablassende Art dem Publikum gegenüber verhält und sich von ihren gedanklichen Irrwegen nicht distanzieren kann. Manchmal sollte man auch als Frontfrau eines Nachrichtenmagazins einfach mal die Fresse halten – oder klipp und klar still sein, wenn man keine Ahnung hat. Aber das in den Kopf zu bekommen kann durchaus ein schweres Unterfangen sein. Hoffen wir also, dass die Zukunft des Fernsehens von der Eva Hermann verschont bleibt.

Premiere Star soll als Verbreitungs- und Vermarktungsplattform für Drittsender ihr Angebot über die Verbreitungswege Kabel und IPTV zugänglich machen. Statt auf die reine Ausstrahlung via Astra (19,2° Ost) sollen in Zukunft 13 kleine Pay-TV-Kanäle in das Kabelnetz eingespeist werden. Die damit verbundene Suche nach Kooperationspartnern im Kabel-Bereich gestaltet sich jedoch schwierig.

Auch Peter Schwierz weiss zu berichten, dass gerade Kabel Deutschland (KDG) ein vergleichbares Angebot mit 700.000 Kunden betreibt. Zumal die KDG ab Mitte September einen Internetzugang mit Telefonanschluss über das Kabelnetz in vielen niedersächsischen Städten und Gemeinden anbieten möchte, befindet sich Premiere Star in keiner guten Ausgangsposition, wenn diese ca. 2 Millionen Haushalte sich in der Regel keinen zweiten PayTV Anbieter zulegen werden.

Es ist doch irgendwie amüsant zu sehen, wie sich die Big Player gegenseitig ausspielen und um die Gunst der Zuschauer buhlen. Fernsehen ist halt auf 24 Stunden limitiert, und gerade für junge Zuschauer bietet ein womöglich lineares Programm keine wesentlichen Neuerungen geschweige denn Gründe, sich das zusätzliche Programm zu bestellen… NBC und AETN gehen entsprechend andere Wege.

Sind wir im Zentrum der Fiktion? Gibt es abnorme realitätsfremde Darstellungen im Fernsehen? Bringt die konstante Abgabe erfundener Lügen 1. Ordnung den Zuschauer zu Propaganda, Ramsch und Obszönitäten 7 Tage die Woche? Oder gibt es doch nur rücksichtslose Tatsachenverdreher und Lügner in der Medienwelt? Mit dem Thema der Lügen befasst sich jeder gerne.

Einen meiner Meinung nach sehr ausführlichen, vielleicht der Wahrheit nahen, aber dennoch in aller Hinsicht schwer definierbar oder beweisbaren Artikel zum Thema 9/11 liefert Schall und Rauch – mit dem unschwer erkennbaren Aufruf zu neuen Definitionen der etablierten und führenden Fernsehsender ARD, ZDF, RTL oder Pro7. Kann diese Abrechnung unterschrieben werden?

Ob 9/11 inszeniert wurde oder ein Akt des Terrors war – es ist einige Jahre her und das Echo in den deutschen Medien war sehr schwach im Vergleich zu den Vorjahren. Ob die USA mit ihrer PR-Maschinerie im Ausland noch Erfolge haben, wage ich zumindest zu diesem politisch brisanten Thema zu bezweifeln. Verurteilen – wie immer – kann ich zumindest keinen, doch die Bevölkerung in Deutschland widmet sich unschwer erkennbar anderen Dingen als den Opfern in den USA zu gedenken… schwierig.

Adé ARD, adé ZDF! Welcome new Platzhirsch of the journalistic supreme lead Privatfernsehen Sat.1! Herzlichen Glückwunsch zu dem sicherlich billigen Einkauf der Tour der France. Auf dem privaten Fernsehen lebt es sich ja bekanntlich eh ein wenig leichter, wenn man von solchen Eskapaden zu hören bekommt. Niemand geringeres als Jan „Mister No-Dope“ Ullrich gibt seinen Senf zu Radsport ab. Ein wenig beschämt sollte man doch sein, wenn man sich die Interviews zu Gemüte führt, oder man könnte vielleicht doch einen TV Sender suchen, der das Sportereignis wahrlich nicht in der Art verhunzt, dass erneut der Journalismus bei derartigen Interviews zu Grabe getragen wird. Und letztendlich fällt alles nur noch unter den Begriff „Sponsored Tour“, zumal sich jetzt eine Reihe von neuen Werbekunden an dem Sportereignis auf Sat.1 erfreuen können, die nie in der ARD oder im ZDF in solchem Rahmen auftreten konnten.

Nachdem die Blitzmeldung vom Ausstieg von ARD und ZDF aus der Live-Berichterstattung von der Tour de France gestern für Furore in der Öffentlichkeit sorgte, sieht man auch aus der Blogosphäre die Kritik einprasseln. Zuerst die gekürzte Nachrichtensituation von Sat.1 und dann die Kerbe, die durch die ARD und das ZDF geschnitten wurde – um nur einige zu nennen, die mir aufgefallen sind: Visualblog, Indiskretion Ehrensache, Dimension 2k, alltagskalkophonie, Notizblog, Popkulturjunkie oder Juber haben sich durch entsprechende Berichterstattung um dieses spannende Medienthema in Szene gesetzt.

Letztendlich sehe ich es so: Es ist absolut perfekte PR für die ARD und das ZDF. Der Anfang machte im Prinzip die Konkurrenz – mit dem Wegfall der Nachrichten bei Sat.1 rückten die öffentlich-rechtlichen Sender als journalistische Leitmedien für die deutsche Fernsehlandschaft in den Mittelpunkt. Die immer neuen Doping-Skandale rund um den Radsport brachte zusätzliche Aufmerksamkeit für die berichtenden Medien, auch wenn man sich davon distanzierte. Das Lamentieren um die knappe 1 Million Euro Verlustgeschäft bei einer Senderfamilie, die sich über Gebühren im Milliardenbereich finanziert, hörte sich ebenfalls absolut wichtig an, da die Sponsoren ausblieben und die Tour nicht gänzlich für die Sender tragbar war. Der gestrige Ausstieg von ARD und ZDF, der pressetechnisch zu einer guten Zeit und mit der nötigen Kürze und Würze bekannt wurde, war letztendlich der Paukenschlag auf dem Gipfel jeglicher Aufregung. Auch der Live Stream war weggebombt.

Doch es ist ja nur vorerst. Ich tippe, dass spätestens am Wochenende die Berichterstattung mit einem neuen medialen Paukenschlag wieder aufgenommen wird. Warum ich so optimistisch bin ist einfach erklärt: Die ARD und das ZDF sind volksnahe Medien, die der Öffentlichkeit per Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet sind. Das Interesse ist groß an dem medialen Spektakel namens Tour de Doping Tour de France, und als Sender kann man sich dem nicht verwehren.

Wir sind schockiert. Die Informationsflut ist gebremst. Nachrichten verlieren ihre Wertigkeit zuerst bei Sat.1 und jetzt bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Vorläufiger Ausstieg von ZDF und ARD
ARD und ZDF steigen ab sofort aus der Live-Berichterstattung von der Tour de France aus. Diesen gemeinsamen Beschluss fassten am Mittwoch ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und ARD-Programmdirektor Günter Struwe.

Ich weiß nicht was ich davon halten soll, aber sicherlich hat diese Entscheidung ihre Gründe in den erneuten Doping-Skandalen um den Radsport und natürlich um das entsprechend mangelnde Zuschauerinteresse in diesem Jahr.

In eigener Sache: Es gibt dafür auch andere Programme, die man live mitverfolgen kann – wie den MercedesCup auf sevenload! ;)

Wieso habe ich das dumpfe Gefühl, dass das gute alte Takeshi’s Castle auf RTL wiederbelebt wird? Doch wo ist Lord Takeshi mit seinen Mannen, die den Teilnehmern den Sturm auf die Burg schwer machen? Weg!

Denn genau das gleiche Spielschema hat sich RTL gemopst (naja, vielleicht wurden auch einfach mal die Rechte gesichert) und so wird nun auch wie im japanischen Original um kurz nach 20 Uhr abends der Sturm auf das Piratenschiff stattfinden.

Dazu sind Sonja Zietlow und Götz Otto als Protagonisten am Start, während die wilde Meute brüllt, schreit, gröhlt und dem Zuschauer weißmachen möchte, dass das hier das innovative neue Superspiel ist. Naja, wer’s glaubt. Warum schreit da eigentlich niemand mal endlich „Copycat“? ;)

Ich bin ein bekennender Handball-Fan – und das liegt nicht zuletzt daran, dass ich aus der Hölle Nord entstamme. Mit der SG-Flensburg-Handewitt habe ich in der Halle oder vor dem Fernsehschirm immer mitgefiebert. Doch gerade nach dem fulminanten WM-Sieg Anfang des Jahres der deutschen Handball-Nationalmannschaft wurde Handball für viele Sportbegeisterte immer wichtiger.

Der Kölner Privatsender vereinbarte mit SPORTFIVE die Übertragung aller Spiele mit deutscher Beteiligung, die Live-Ausstrahlung des Endspiels sowie die Highlights weiterer Spiele ohne deutsche Beteiligung.

Leider findet die Übertragung der Spiele der wichtigen Gegner unserer Mannschaft nicht statt, ich vermute jedoch, dass dieses Programm einen Sendeplatz auf den anderen Sportsendern finden wird. Zu einer Übertragung im Internet, die sicherlich 2009 schon weitaus größere Akzeptanz bringen würde als noch vor einigen Jahren, wurde dabei kein Wörtchen erwähnt.

Ob man sich jetzt darüber freuen kann, dass die Handball-WM 2009 bei RTL übertragen wird, kann ich daher sehr schwer nachvollziehen. Die Pressemeldung mit der lustigen „Sperrfrist-Online“ für 18:45 Uhr fand ich schon sehr amüsant, aber über das Thema einer Sperrfrist bei ots konnten wir uns ja bekanntlich schon beschäftigen… naja, immerhin findet Handball eine größere Akzeptanz gegenüber dem allgegenwärtigen Fußball – sehr erfreulich also! ;)

Irgendwie ist das Wort „Sommerschrott“ schon richtig. Ursprünglich als „Sommermärchen“ betitelt, erwarte ich jedoch das gleiche Prinzip von dem, was man irgendwann in ferner Vergangenheit von Sarah Connor schon kannte. Ein Promi heiratet und die Welt steht Kopf. Zumindest in pressetechnischer Hinsicht kann man mit einer medialen Ausschlachtung rechnen, wenn Gülcan und ihr Sebastian sich das Ja-Wort geben werden. Die Pressemeldung hatte mich heute schon ein wenig irritiert:

TV-Moderatorin Gülcan gibt Millionenerbe Sebastian Kamps das Ja-Wort – und die Zuschauer können hautnah mitfiebern, mitzittern, mitlieben.

Oh wie schön! Herzschmerz, Leidenschaft, Liebe. Heiratet Gülcan Karahanci wirklich auch abends ab 20:15 Uhr auf ProSieben – ganz live und in Farbe? Irgendwie glaube ich das nicht! Welch schöne Zuschauerverarsche… ;)

„Gülcans Traumhochzeit“ – ab 19. Juni 2007 immer dienstags um 20.15 Uhr auf ProSieben. Szenen- und Shooting-Bilder unter www.presse.ProSieben.de erhältlich.

Ok, war klar. Aber ja, stimmt – das ist ja live. Schönes mächtiges Wort, wenn etwas live ist. Hier ist auch alles live – das echte Leben. Naja, wer es mag, soll es sich anschauen. Zu schade, dass damit der Dienstag auf ProSieben seinen Reiz immer stärker verliert. Ähnlich wie der missglückte Mystery Montag. Nur noch Gray’s Anatomy beglückt den zumindest auf reine Unterhaltung (und damit nicht Dämlichkeiten) ausgerichteten Menschen.