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Wer Mails verschickt, muss immer damit rechnen, dass der Adressat nicht sofort die Mail liest. Die Abwesenheitsnachricht oder Out-of-Office-Reply ist meist öde, langweilig und ja, da will man auch gar nicht weiter nachforschen. Dann lieber abwarten, bis der Kontakt wieder erreichbar ist. Doch diese automatische Mail brachte mich heute herzlich zum Lachen, aber auch zum Nachdenken:

Hello,

I am away from the office for a surgical procedure to have my heart and brain removed so I can become a part of the management team.

Bobby *** will be checking my e-mails for anything that needs immediate attention. You may also contact Bobby at *** or call ***.

Oh…come on..I’m just kidding. I like my organs!

Wasn’t it fun reading something besides the usual ol‘ boring auto reply?

Colleen ***

Die personalisierten Kontaktdaten habe ich durch *** ersetzt. Natürlich ist es hier auch nur eine Frage der Zeit, bis die betreffende Person mit ihrer Abwesenheitsnotiz dem Managementteam selbst auffällt. Im Namen des Unternehmens in solch einer Form über die Führungskräfte zu sprechen, das bedeutet oftmals im Geschäftsleben das spontane Karriereende – und das sowohl für Management als auch Angestellte. Es kommt fast einer Rufschädigung gleich, und aus gutem Grund verzichtete ich oben auf die klare Kenntlichmachung der beteiligten Personen. Wer natürlich einen beruflichen Neuanfang sucht oder seine positive Online-Reputation ins Negative verdrängen möchte, kann sich ja mal kräftig beim nächsten Urlaub aus dem Postfach lehnen. Das Ergebnis ist bestimmt sehr fruchtbar.

Im Moment befinden wir uns alle in einer (arbeitsmarkt-)politischen Situation, die für den Staat eigentlich viel zu schön ist, um auch wahr zu sein. Der aktuelle Telepolisartikel „Billige Arbeitskräfte in der Sackgasse“ spiegelt eine perverse Situation von Deutschland detailiert wider, wie es eigentlich durch den Staat vermieden werden sollte:

Mittlerweile gibt es rund 750.000 1-Euro-Jobs. Sie verdrängen reguläre Arbeitsplätze und bieten kaum Perspektiven. Offenbar wird nur 12 Prozent der Betroffenen überhaupt eine Vollzeitstelle angeboten

Zahlen sprechen Bände. Viel schöner ist es, die Statistiken vor der Wahl bestmöglich nach unten zu korrigieren. Schließlich ist die Wahlpropaganda und die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit für die Politiker und die regierienden Kräfte einvernehmlich ins Positive zu rücken. Negative Statistiken gibt es nicht. Zwar steigen die Statistiken über die Arbeitslosenzahlen in diesen Monate natürlich wegen der Wirtschaftskrise, doch man wird über kurz oder lang ein Mittel dagegen haben, damit die Statistik zu den jejweiligen Wahlversprechen passt. Man steckt die Arbeitslosen schnell in einen 1-Euro-Job und schiebt sie damit in die Arbeitswelt zurück. Perspektive wird kaum geboten, Angst treibt die Menschen in diese Zwangsarbeit. Für die Statistik wunderschön. Für die desolate Wirtschaft von absolutem Vorteil, zumal man an vergleichsweise kostengünstige Arbeitskräfte im Rahmen dieser Zwangsarbeit kommt und zahlreiche Kosten spart. Für den Staat jedoch entwickelt sich daraus ein absoluter Bumerang. Wenn diese 750.000 Arbeitskräfte entsprechend an gewissenhafte Arbeitgeber und damit in echte Stellen vermittelt würden, könnten auch die Sozialabgaben wiederum den Staat in Hinblick auf die Zukunft hinaus finanzieren. Doch daran denkt ja niemand. Lieber wird auf diese Form der modernen Zwangsarbeit gesetzt und die soziale Ungerechtigkeit gefördert.

Es mehrt sich das Gefühl, dass in unserem modernen Staat die politischen Entscheidungen immer kurzfristiger geplant und umgesetzt werden, so dass die langfristigen Ziele zur Vereinbarung eines sozialen und demokratischen Grundverständnisses nahezu kaum haltbar sind. Geschickt verpackte Bestrebungen der Kontrolle durch Zensursula, moderne Zwangsarbeit, die Unterstützung von in den Sand gesetzten Großunternehmen, während die Bildung auf der Strecke bleibt, sowie politische Willkür und das Bestreben, das mündige Volk durch ihre Volksvertreter als „Bauerntrottel“ und „Volldeppen“ zu deklassieren, sind nur einige Beispiele, welche die Politikverdrossenheit in Deutschland nur weiter untermauern. Kommt bald das Staatsversagen?

Der Urlaub ist vorbei. Köln hat mich wieder. Die Zeit an der Ostsee war wirklich wunderbar. Wie schön es dann doch wieder ist, einen geregelten Arbeitsalltag genießen zu dürfen. Ich ertrinke in der Aufholjagd nach allem, was während meiner Urlaubszeit angefallen ist. Struktur, Zeitmanagement und Organisation sind die tugendhaften Werte, die am Tag nach dem Urlaub zählen.

Aber die Zeit ohne das Internet und den täglichen Drang zur Selbstinszenierung mit Web 2.0 und den Medien tat richtig gut. Ich habe das Gefühl (und es manifestiert sich immer stärker), dass ich das ganze Bimbamborium rund um die Blogkultur in Deutschland auch nur dann brauche, wenn ich mich intensiv mit den Medien beschäftige. Abstinenz hilft den kühlen Kopf und den Überblick zu bewahren. :)

Mehr als deutlich muss ich betonen, dass ich sehr stolz darauf bin, bei einem solchen Arbeitgeber tätig sein zu dürfen. Unsere neueste Eigenproduktion zeigt den sicherlich einzigartigen Blick hinter die Kulissen von sevenload. Was vor einigen Monaten ein wirklich spannender Abschnitt im Leben aller Beteiligten war, zeigt sich auf zehn Minuten reduziert in diesem Video: Der sevenload Relaunch Film!

Mein persönlicher Geheimtipp des Abends ist außerdem der Hinweis auf unsere aktuellen Stellenausschreibungen und unser dafür eingerichtetes Jobportal: Mein Arbeitgeber sevenload stellt in diversen Bereichen ein – Technik und Entwicklung, Produkt und Redaktion, Marketing und Sales sowie diverse Praktika.

Wer sich bewerben möchte, macht sich desöfteren Gedanken darüber mit welchen Mitteln man bei potentiellen Arbeitgebern auftrumpfen kann. Deckblatt, (Motivations-)Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Urkunden – entweder als schöner Ausdruck per Post oder als PDF auf dem digitalen Weg. Wenn ich mir mein eigenes Profil auf XING betrachte, frage ich mich manchmal, warum manche Menschen einen wirklich klassischen CV für „zwonullige Jobs“ einreichen sollen… komisch, oder? :)

Ich persönlich durchforste das Web rein aus Interesse nach allerlei Informationen zu allen möglichen Leuten, die man während der Arbeitszeit oder Freizeit trifft – Kollegen, Freunde, Bekannte, ehemalige Mitarbeiter, ehemalige Arbeitskollegen, die ganze Bande. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ein Personaler oder Headhunter in dem Fall loslegt. Naja, nicht ohne Grund habe ich mich für ein offenes Leben im Netz entschieden. Nur wer wirklich Angst vor sich selbst hat, hat mit Google und Archive.org ein Problem!

Freitag. Früher Morgen. 5.50 Uhr aufgewacht. Die Familie ist im Freudenumschwung, da sich der Urlaub verfrüht seinem Ende neigt. Heute geht die Post ab. Was genau passieren wird, na – die Details sehen wir später… :)

Arbeit braucht Zeit. Kollegen brauchen Zeit. Freizeit braucht Zeit. Freunde brauchen Zeit. Töchterchen braucht Zeit. Ehefrauchen braucht Zeit.

Ehemännchen hat keine Zeit. Krankheit von Ehemännchen raubt alle Zeit. Ehemännchen liegt einige Tage flach. Keiner hat Zeit. Mist. So ist das Leben, und Zeit ist ein wertvoller Faktor.

Wenn man dann noch zumindest gesund ist und klar denken kann, hat man alle Möglichkeiten diese Zeit bewusst einzuteilen. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit um nicht zwischen Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen dahinzudämmern. Immerhin kann ich jetzt in kleinen Etappen ganz entspannt denken – und auch mal wieder bloggen… das sind halt die kleinen Freuden im Leben. :)

Initialisierung der Digitalisierung – zurück im Web! Eine Woche ohne die Normalitäten vom Leben 2.0 und es brennt einem schon in den Fingerchen, endlich ein paar Zeilen in das eigene Blog zu schreiben. Ich bitte für die eher unangekündigte Auszeit um Verzeihung, aber ich hatte sehr gute Gründe um etwas Distanz zum Internet aufzubauen und dadurch mehr Zeit mit meiner Familie zu gewinnen. Mehr dazu später, nun muss viel im Büro abgearbeitet werden…

'sevenload Kaffeemaschine' von SichelputzerIn unserem sevenload Büro ist der Notstand erklärt worden: Der Kaffeeautomat hat seinen Geist nach jahrelanger, treuer Brühzeit aufgegeben – das Ergebnis ermüdet auch einige Mitarbeiter, denn ohne Espresso oder Kaffee ist der Tag halb so schön. Zu aller Belohnung fiel auch wenige Minuten später die klassische Kaffeemaschine aus, indem ein kleines Stückchen der Maschine im Nirvana verschwand.

Doch tatkräftig wie man ist greift man in dem Fall dazu über, das fehlerhafte Teil abzunehmen und den Kaffee auf klassische Weise in die Kanne zu gießen – direkt und ohne einen gefederten Stützdingsda. Zum Glück ist jedoch Freitag und die Kaffeemaschine in den heimischen Gefilden funktioniert. Im rechten Foto sieht man unseren Kaffeeautomaten als er noch in voller Funktiontüchtigkeit war – und für Kaffeejunkies findet sich immer ein Bild oder Video zu frischem Kaffee! :)

Das geht ganz einfach, indem man an einem sonnigen Sonntag bei bestem Wetter sich klare Ziele setzt. Die Radtour mit unseren Cannondale Mountainbikes haben wir am frühen Vormittag von Köln nach Hürth und über Bachem zurück in die Wege geleitet. Nach einer kurzen erholsamen Dusche gelangten wir über einen kurzen Abstecher durch den Stadtpark zu einem Eiscafé am Brüsseler Platz und schauten dann auf dem Heimweg nach geeigneten Autos bei diversen Autohändlern.

Nun gehen wir am Sonntag ins Büro und werden dort Feuer machen: Es wird bei sevenload gegrillt! Frischfleisch auf den Tisch? Brust oder Keule? Es wird nur eine kleine Truppe sein, aber so wird die Zeit am Wochenende auch ernsthaft mal verbrannt! :)

Nachtrag: Zur allgemeinen Überraschung gibt es kein Fleisch – und von meinen vier Stücken wird die Meute nicht satt… nix mit Grillen! PGH – Pech gehabt! :(