Wer sich bewerben möchte, macht sich desöfteren Gedanken darüber mit welchen Mitteln man bei potentiellen Arbeitgebern auftrumpfen kann. Deckblatt, (Motivations-)Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Urkunden – entweder als schöner Ausdruck per Post oder als PDF auf dem digitalen Weg. Wenn ich mir mein eigenes Profil auf XING betrachte, frage ich mich manchmal, warum manche Menschen einen wirklich klassischen CV für „zwonullige Jobs“ einreichen sollen… komisch, oder? :)

Ich persönlich durchforste das Web rein aus Interesse nach allerlei Informationen zu allen möglichen Leuten, die man während der Arbeitszeit oder Freizeit trifft – Kollegen, Freunde, Bekannte, ehemalige Mitarbeiter, ehemalige Arbeitskollegen, die ganze Bande. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ein Personaler oder Headhunter in dem Fall loslegt. Naja, nicht ohne Grund habe ich mich für ein offenes Leben im Netz entschieden. Nur wer wirklich Angst vor sich selbst hat, hat mit Google und Archive.org ein Problem!

6 Kommentare
  1. Tapio Liller sagte:

    Nach einer gewissen Zeit im Job und des Netzwerkaufbaus laufen (glücklicherweise) viele Job-Angebote über persönliche Empfehlung. Dann mag der Xing-CV ausreichen. Wenn ich jedoch, wie derzeit, Berufseinsteiger rekrutiere, ist der Lebenslauf und das Anschreiben der einzige Anhaltspunkt für die „Qualität“ des Bewerbers. Und da zählen alte Tugenden: Sorgfalt, Vollständigkeit und Ausdrucksvermögen. Das gibt mir leider kein Blog und kein Socialnetwork-Profil. Dazu auch mein kleiner Aufreger von gestern: http://www.opensourcepr.de/2008/05/19/qualifikation-lesen-leider-nicht-selbstverstandlich/

  2. Mike Schnoor sagte:

    Autsch – eine Ausschreibung sollte man wirklich lesen und nicht spontan den CV mit einem neuen Anschreiben kopieren :)

    Jedoch denke ich nicht, dass die typische Ausschreibung für einen PRler (egal in welcher Position) wie von Dir beschrieben ein „zwonulliger“ Job ist. Ich dachte eher ganz spontan an typische Evangelists & Blogger… wenn ich mir vorstelle, eine Stelle auszuschreiben, die nach „Blogger für Blogprojekt XYZ“ ausschaut, würde mir grausig werden, wenn die Bewerber den klassischen CV einreichen und nicht cool und lässig genug auf ein Xing-Profil verlinken. Klar, der CV ist das Maß der Dinge – aber ein wenig Coolness darf es für die „Zwonulligkeit“ ja geben. :)

  3. stefan sagte:

    Wie so alles im Leben ist es hier wohl relativ zu sehen.

    Und außerdem von wegen zwonullig: Bei wenigen reicht der bloße Name, beim nächsten das Xing-Profil und so weiter. Kommt drauf an, was man bisher schon geschafft hat.

  4. Sabine/Meinigkeiten/elternrunde sagte:

    Hallo Mike,
    weil ich Dich ja schon so lange lese ….
    und Du ausgerechnet Werbung machst für meinen derzeitigen Projektauftraggeber:
    Wenn schon Werbung, dann doch nicht so, dass der Name abgeschnitten wird ;)
    Gell, Du medien-Mensch …

    Ausserdem würde mich natürlich interessieren, was die BHF-Bank sich von Werbung auf Deiner Seite erhofft. Deine Leser müssen doch ziemlich potent sein ;)
    Kunden werden nämlich erst ab einerm Mio Bargeld (nicht Gesamtvermögen) angenommen ;))

    Liebe Grüße
    Sabine

  5. Mike Schnoor sagte:

    @Sabine – Meinst Du hiermit die zufällig erscheinenden Anzeigen, die über Google AdSense einlaufen? Da habe ich keinen Einfluss drauf. :)

  6. Micha sagte:

    Google weiß einfach alles, auch, dass ich keine Mio Bargeld habe. Daher bekomme ich Werbung für „Kostenlose Domain + Hosting“ eingeblendet. ;-)

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