Die Seite IchFragDich.de steht auf eBay zum Verkauf. Mit 380.000 registrierten Mitgliedern über „Single Opt-In“, was sich deutlich vom legitimierten Double Opt-In unterscheidet, wird der potentielle Käufer dazu ermutigt, bislang 6050 Euro für die im eBay Angebot angepriesene Webseite zu berappen. Das bewegende daran ist sicherlich der Datenbestand, der generiert wurde. Ein Fingerschlecken für jeden Datenliebhaber allemal – besonders weil die User scheinbar keine AGBs bestätigen mussten und wohl sehr viel Spielraum – vielleicht sogar für die Verwendung der eingegebenen Daten – offen bleibt:

Die Plattform bietet seinen Nutzern die Möglichkeit zu testen, wie sie von Ihrer Umwelt wahrgenommen werden. Dies geschieht anhand eines persönlichen Fragebogens, welchen der Nutzer an Freunde und Bekannte verteilt. Dieser Fragebogen umfasst Bewertungsbalken zu 10 spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen (u.A. Intelligenz, Attraktivität, Selbstsicherheit, etc.).Mit jedem Teilnehmer erhält der Ersteller des Fragebogens ein präziseres Abbildseiner Außenwahrnehmung – und IchFragDich einen neuen Nutzer, da jeder Teilnehmer ebenfalls einen eigenen Fragebogen erhält (virale Komponente).

Nun sind sicherlich die Nutzungszahlen und die restlichen Angaben immer spannend zu lesen, dennoch frage ich mich ernsthaft, was der Kauf der Webseite bringt… echte User? Einen starken PageRank? Eine Domain? Kann mehr daraus entstehen? Ich weiß es nicht – und behalte mir vor nicht mitzubieten. Vielleicht kann das in Zukunft ein Fehler sein, aber eine Kaufentscheidung muss jeder ja für sich selbst entscheiden.

8 Kommentare
  1. Kai Müller sagte:

    Hm, also die Seite hat (noch) nen PR0 scheint also zu neu zu sein. Knapp über 1000 Backlinks laut Yahoo… das ist auch nicht die Welt, vor allem weil diese Links nicht unbedingt von starken Seiten sind. Ich denke aus der Sicht eines SEOs wäre der jetzige Preis schon viel zu viel. Aus der Sicht eines Datensammlers könnte der Kauf schon interessant sein. Nur irgendwie kommt mir die Zahl der User arg unrealistsich vor.

  2. Budapest sagte:

    Schaut man sich mal die „site:“ Abfrag bei google an sehe ich ca. 640 Seiten im Index. Ein bisschen wenig für eine Seite mit 380000 Mitgliedern zumal jede Anmeldung sofort zu einer neuen Seite führt.
    Entweder liegt das daran, dass sich seit dem letzten „Vorbeischauen“ con Google ca. 370.000 Leute angemeldet haben oder an einer schwachen internen Verlinkung, die ja nicht vorhanden ist.
    Der Preis von 6050€ momentan ist aus Sicht eines Datensammlers immer noch günstig, sofern die angegebenen „Anmeldungen“ durch die Newsletter der Wahrheit entsprechen.
    Grüsse aus Budapest

  3. Marlon Lindemeier sagte:

    Das hauptsächliche Potenzial des Projektes besteht natürlich weder in den Backlinks, noch in den reinen Email-Adressen.
    Wir haben in den letzten 2 Monaten einen Userstamm aufgebaut, der sich nun durch die Umwandlung in ein soziales Netzwerk (etwa für Schüler) optimal nutzen ließe.
    Darin besteht das hauptsächliche Potenzial der mittlerweile 390.000, zumeist jugendlichen und bereits sozial verknüpften User.

    Weiteres gerne per Telefon: 05221 27 67 93
    oder per Mail: mlindemeierATgmailDOTcom

    Gruß,
    Marlon Lindemeier

  4. Rene Kriest sagte:

    Was meinen Kenntnisstand betrifft, hat sich wohl alleine der Verkauf und Kauf der Website blogherald.com in Amiland für beide Seiten halbwegs gerechnet.

    Ansonsten würde ich die bislang gebotenen knapp 7 Mille lieber in einen vernünftigen Server usf. stecken, und mir eine Web-Präsenz aufbauen, die nicht von Anfang an völlig übel beleumundet ist.

    Viele Grüße gute Nacht,

    René

  5. Corinna sagte:

    So etwas bringt selbst wenn es nicht verkauft wird dem Verkäufer etwas, und sei es nur zusätzliche, fast kostenlose, Promotion für das Projekt.

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