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Der Amazon Prime Day wurde lautstark und bildgewaltig inszeniert – und fand ein schnelles Ende. Was bleibt von dieser Rabattschlacht wirklich hängen und wer sitzt auf der Seite der Gewinner?

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Den Verdacht auf die Blogmeldung des Tages hat Robert mit einem Eigentor gemacht: „Basic Thinking verkaufen?“ titelt der deutsche Vorzeigeblogger im neuesten Blogeintrag. Und recht hat er – alle paar Jahre darf/kann/sollte man etwas neues starten. Ich an seiner Stelle aber würde das Blog nicht verkaufen. Dann lieber einstampfen oder offiziell beenden – und trotzdem alles bisher Geschriebene weiter der Netzöffentlichkeit zur Verfügung stellen. Ein neuer Besitzer modifiziert die Datenbank, ändert Inhalte nachhaltig und suchende Seelen über Google sitzen dann doch wieder bei Viagra-Offerten, statt bei einem Artikel zum gesuchten Thema.

Lohnt es sich aber wirklich, ein Blog mit Mann und Maus zu verkaufen? Ganz gewisse Leute werden von Gawker oder anderen größeren Blognetzwerken sprechen, wo sich mit Verkäufen auch etwas „Verlaghaftes“ an den Tag legte und die Monetarisierung der Inhalte und Wirtschaftlichkeit des gesamten Projektes im Vordergrund stand. Wer ein Blog liest und ein wenig Blogkultur walten lässt, der abonniert den RSS Feed und die Informationen des Blogs letztendlich aus persönlichen Zwängen und Interessen heraus – nicht aber, weil ein neuer Besitzer unter selbiger Adresse schreibt. Das interessiert die meisten treuen Leser doch wirklich nicht.

Ob Robert jetzt Erfolg damit haben wird, seine semi-monetäre Blog-Melkmaschine zu verkaufen, wage ich nicht zu beurteilen. Machen würde ich es zumindest (heute) nicht – aber wenn die Option im Raum steht, sollte man ja immer seine persönlichen Interessen verfolgen…

Nach einem Bericht des FOCUS fand sich für kurze Zeit eine Seite unter www.t-mobile.de/iphone im T-Mobile Shop, die anscheinend für den Vertrieb des iPhone in Deutschland gedacht war.

Die Verantwortlichen bei T-Mobile entdeckten das „Sicherheitsloch“ erst auf Nachfrage von FOCUS – und nahmen die Seite innerhalb weniger Minuten vom Netz. Der Kommentar fiel erneut denkbar knapp aus: „Zu jeglichen Spekulationen rund ums iPhone äußern wir uns nach wie vor nicht“, so eine Sprecherin.

Mit der kryptischen Bezeichnung „Sansibar“ könnte einerseits ein Webserver aus dem Datenzentrum gemeint sein, andererseits war vielleicht der techniker von der Sylter Bar einfach nur angetan. Der „Indexierungstest“ jedoch kann nur einem dienen: Vertaggen, Verschlagworten und Auffindbarmachen des iPhones über die Suchmaschine der Datenbank. Auch ist dabei sehr spannend, dass das iPhone über das Web’n’Walk Angebot von T-Mobile vertrieben werden soll. Ganz persönlich distanziere ich mich jedoch von dem iPhone. Es wird besseres geben, denn die Konkurrenz schläft nicht. Und wer zumindest die Version 1.0 ergattern konnte, kann sich über eine Menge Bugs freuen – es sollten bereits über 60 sein. (Bild/Quelle: t-mobile.de (Screenshot) / FOCUS)

Die Seite IchFragDich.de steht auf eBay zum Verkauf. Mit 380.000 registrierten Mitgliedern über „Single Opt-In“, was sich deutlich vom legitimierten Double Opt-In unterscheidet, wird der potentielle Käufer dazu ermutigt, bislang 6050 Euro für die im eBay Angebot angepriesene Webseite zu berappen. Das bewegende daran ist sicherlich der Datenbestand, der generiert wurde. Ein Fingerschlecken für jeden Datenliebhaber allemal – besonders weil die User scheinbar keine AGBs bestätigen mussten und wohl sehr viel Spielraum – vielleicht sogar für die Verwendung der eingegebenen Daten – offen bleibt:

Die Plattform bietet seinen Nutzern die Möglichkeit zu testen, wie sie von Ihrer Umwelt wahrgenommen werden. Dies geschieht anhand eines persönlichen Fragebogens, welchen der Nutzer an Freunde und Bekannte verteilt. Dieser Fragebogen umfasst Bewertungsbalken zu 10 spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen (u.A. Intelligenz, Attraktivität, Selbstsicherheit, etc.).Mit jedem Teilnehmer erhält der Ersteller des Fragebogens ein präziseres Abbildseiner Außenwahrnehmung – und IchFragDich einen neuen Nutzer, da jeder Teilnehmer ebenfalls einen eigenen Fragebogen erhält (virale Komponente).

Nun sind sicherlich die Nutzungszahlen und die restlichen Angaben immer spannend zu lesen, dennoch frage ich mich ernsthaft, was der Kauf der Webseite bringt… echte User? Einen starken PageRank? Eine Domain? Kann mehr daraus entstehen? Ich weiß es nicht – und behalte mir vor nicht mitzubieten. Vielleicht kann das in Zukunft ein Fehler sein, aber eine Kaufentscheidung muss jeder ja für sich selbst entscheiden.

Würdet ihr, liebe Männer, nicht auch das im folgenden Video angebotene Gerät kaufen wollen? Es geht dabei aber nicht nur um die handelsüblichen Bohrmaschinen…

Wer jetzt darauf achtet, wird neben den eingeblendeten Früchtchen auch die anpreisenden Beschreibungen der Geräte erkennen. Wenn dazu noch der Preis und ein „Warenkorb“ angeboten wird, wäre soetwas im Zuge des Internet-Shoppings und interaktiven Digital-TV doch ein Meilenstein in der Verkaufstechnik!

P.S.: Frohe Pfingsten! Wir haben einfach keine Zeit zum regulären Bloggen ;)

…dann sollte man nicht darüber falsches Zeugnis abliefern, was das kleine Gerät kann. Statt 2GB Ram hat es also doch nur 512MB, und das dann über eine eBay Auktion laufen zu lassen, ist schon frech. Besonders dann wenn der Käufer der alten Kiste die Festplatte durchwühlt, und die scharfen Fotos, Pornos und so einige persönliche Sachen dann ins Internet stellt, ist es mega peinlich. Da schauste selbst nach dem eBay-Laptop. ;) [via Ehrensenf]

Laut Heise für die Zukunft unbedingt merken:

Mit den Worten „Unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung“ könnten sich Privatverkäufer absichern, betont die Verbraucherzentrale.

Anders scheint es nicht zu laufen, und so begebe ich mich auf die lustige Suche nach demnach haftbar machbaren Verkäufern… haha!