Den Verdacht auf die Blogmeldung des Tages hat Robert mit einem Eigentor gemacht: „Basic Thinking verkaufen?“ titelt der deutsche Vorzeigeblogger im neuesten Blogeintrag. Und recht hat er – alle paar Jahre darf/kann/sollte man etwas neues starten. Ich an seiner Stelle aber würde das Blog nicht verkaufen. Dann lieber einstampfen oder offiziell beenden – und trotzdem alles bisher Geschriebene weiter der Netzöffentlichkeit zur Verfügung stellen. Ein neuer Besitzer modifiziert die Datenbank, ändert Inhalte nachhaltig und suchende Seelen über Google sitzen dann doch wieder bei Viagra-Offerten, statt bei einem Artikel zum gesuchten Thema.

Lohnt es sich aber wirklich, ein Blog mit Mann und Maus zu verkaufen? Ganz gewisse Leute werden von Gawker oder anderen größeren Blognetzwerken sprechen, wo sich mit Verkäufen auch etwas „Verlaghaftes“ an den Tag legte und die Monetarisierung der Inhalte und Wirtschaftlichkeit des gesamten Projektes im Vordergrund stand. Wer ein Blog liest und ein wenig Blogkultur walten lässt, der abonniert den RSS Feed und die Informationen des Blogs letztendlich aus persönlichen Zwängen und Interessen heraus – nicht aber, weil ein neuer Besitzer unter selbiger Adresse schreibt. Das interessiert die meisten treuen Leser doch wirklich nicht.

Ob Robert jetzt Erfolg damit haben wird, seine semi-monetäre Blog-Melkmaschine zu verkaufen, wage ich nicht zu beurteilen. Machen würde ich es zumindest (heute) nicht – aber wenn die Option im Raum steht, sollte man ja immer seine persönlichen Interessen verfolgen…

12 Kommentare
  1. Robert sagte:

    immerhin habe ich es geschafft, dass Du nach langer Blogpause tatsächlich sogar an einem Tag einen zweiten Artikel geschrieben hast:)) Das hat sich doch jetzt schon gelohnt:)))

    Frohes Neues Euch Drei!!

  2. Mike Schnoor sagte:

    Danke mein Lieber! Auch dir ein frohes neues Jahr! Ja, es hat sich gelohnt. Ich brauchte aber auch eine echte Urlaubs-Weihnachts-Neujahrspause… mit ein wenig Netzabstinenz – bis auf Twitter halt. :)

  3. Robert Basic verkauft Basic Thinking sagte:

    […]wichtigen Blog verlieren und ich würde warten, bis Robert Basic mit einem neuen Blog, der seine Abenteuerlust stillt, wieder aus der Versenkung startet.

    Auf der anderen Seite: Wer ist den bitte schon so dreist und will in die[…]

  4. Chris sagte:

    Ob „es sicht lohnt“ ist wohl rein subjektiv. Wenn er was über 20 Mille absahnt, dann würde ich sage: Ja, es hat sich gelohnt.

    Ich bin jedenfalls gespannt, auch wenn ich seine Motive („ich will was neues, und so“) nicht so ganz nachvollziehen kann.

  5. J sagte:

    Lohnen wird es sich für Robert wohl auf jeden. Bin dann auch gespannt wie auf einmal alle Welt Blogs bei Ebay anpreisen wird ;)

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] sich nach der Story. Ganze 46.902 Euro hat die Domain mit dem Blog und den Inhalten eingebracht. Hat es sich gelohnt? Der Hostingprovider “serverloft” meldete sich wenige Stunden nach dem Auktionsende bei […]

  2. […] Medien wie Spiegel Online, FAZ, BILD aufgegriffen worden. Einmal unabhängig von der Frage der Sinnhaftigkeit des Verkaufs eines so gut eingeführten und häufig besuchten Blogs oder Spekulationen über einen […]

  3. […] auch kritische Stimmen gibt es, wie z.B. von Mike auf Sicherputzer.de. Der hat nicht ganz zu unrecht Bedenken, was die weitere Verwendung des Blogs […]

  4. Wieviel Geld würdest du für Basicthinking bezahlen? sagt:

    […] telagonsichelputzer: Lohnt sich ein Blogverkauf? […]

  5. Robert Basic denkt über Blogverkauf nach » Blog, Robert, Verkauf » Sandkorn im Getriebe sagt:

    […] telagonsichelputzer: Lohnt sich ein Blogverkauf? […]

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