Was nicht alles passiert, wenn man einmal nicht aufpasst: Live by the sword, die by the sword. Der Top-Blogger Steve Rubel wird von anderen Bloggern und Kommentatoren heruntergezogen für das, was bei Edelman jüngst als Blog-Skandal zund Fake-Bloggeria aufgedeckt wurde. Robert hat es entsprechend eindeutig und nach bestem Gewissen aufgegriffen… ideale Lektüre für das „How To Blog & PR“ Departement. Jeder macht mal Fehler, aber diese sollte man eingestehen und öffentlich bekunden. Tue ich ja auch, oder nicht?!
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Diese Gedanken und grundsätzlichen Thesen habe ich aus der kleinen Konferenz herausgeschnappt und aufgegriffen – für Vollständigkeit und Richtigkeit kann kein Gewähr übernommen werden.
Wie der Name schon sagt, behandelt das Thema dieses Panels natürlich die neuen Web 2.0 Systeme. Speziell die Vorteile und auch die durch Nachteile entstehenden Widerstände in einem großen Unternehmen werden beleuchtet – nach dem Motto je größer, desto heikler? Vor ca. zwei Jahren wurde bei einem großen deutschen Autohersteller die Diskussion um Wikis und Blogs angeregt. Man bemerkte, dass sich eine eigene Kraft des Publizierens entwickelte. Gerade in den IT-Bereichen des Unternehmens entstanden Wikis und Blogs, ohne dass es ein großes koordiniertes Ganzes gab, welches eine leitende Funktion ausübte. Das Ziel des Autoherstellers war jedoch ein gesamtes Wiki zu schaffen und keine kleinen parallel laufenden Wikis zu betreiben. Hierbei ist der redaktionelle Input hilfreich und notwendig, um dieses Wiki zu etablieren.
Die Interaktion innerhalb des Unternehmens ohne Zensur und ohne Hierarchie musste neu gelernt werden. Wenn man diese Plattformen von neu auf anbietet, begegnet man zuerst der Mauer des Schweigens auf Seiten der Mitarbeiter. Ebenso gilt auf höheren Ebenen der traditionelle Ansatz „Wissen ist Macht“ – wer sein Wissen preisgibt, gefährdet seine eigene Stellung und Person innerhalb des Unternehmens.
Welche Kultur ist demnach in einem Unternehmen angebracht? Stelle ich innerhalb eines Webdesign-Unternehmens mit dieser Software eine Frage ala „Was ist Web 2.0“? Diskreditiere ich mich damit selbst, sobald ich diese Frage stelle? Oder ist es hilfreich, dass diese Fragen von den Mitarbeitern aufgegriffen werden, damit das Wissen innerhalb des Unternehmens genutzt und verbreitet wird.
Doch welchen Stellenwert besitzt ein Wiki oder Weblog innerhalb eines Unternehmens? Sind damit ein spontanes System, eine Knowledge-Base (mit einem hohen technischen Niveau) und/oder ein kollaboratives System gemeint?
Gerade die interne Vernetzung ist wichtig, und auch die zugrunde liegende Software – setzt man die gängigen Open-Source-Systeme auf PHP-Basis ein oder nutzt man ein eigens erstelltes Programm – und damit gar ein vollkommen unübliches und nicht massentaugliches System?
Oder ist die Einführung dieser Software an die User selbst gebunden, so dass die „MySpace-Kiddies“ in einigen Jahren die idealen Nutzer für diese Software sind? Was macht jedoch der Chef selbst? Dieser muss als erstes anfangen, das Blog oder Wiki zu betreiben – ohne diese Initiative schlägt anscheinend alles fehl. Der Schub muss durch den Unternehmer selbst kommen, doch wenn der Kanal der Kommunikation in eine Richtung wechselt, die gegen einen bzw. das Unternehmen gerichtet ist, wird es brenzlich – bestes Beispiel ist die aktuelle Situation rund um das interne Siemens Weblog und die Gehaltserhöhung des Managements.
Bei Firmenwikis wird immer ein Rollenkonzept gewünscht – eine klassische Benutzerhierarchie für das Wiki, damit nicht jeder alles kennen lernen oder entsprechende Inhalte hinzufügen darf.
Ansatz für UK: Did you finish your Wiki-Article today?
Wie impliziert man den Kulturwandel durch die Unternehmenskommunikation? Aus Sicht der Anwender trägt man die moderne „Alles neu, alles geil!“ Brille – aus Sicht der Unternehmer sieht es anders aus. Welche Nachteile ergeben sich durch das Nicht-Nutzen der durch die wikigebundenen Vorteile? Wie erhalte ich das Wissen von verstorbenen, beurlaubten oder entlassenen Mitarbeitern in einem Notfall? Ist Kontrolle wichtig, indem Wissen als Objekt operationalisiert wird? Wenn ich die Infrastruktur für die Wertschöpfung des Wissens nicht anbiete, werden sich die Mitarbeiter in die freien Systeme evolvieren und das Wissen wird entweder vollständig veröffentlicht oder andere Themen gewinnen an Wichtigkeit für die Mitarbeiter – und damit wird das Unternehmen von dem Wissen „befreit“.
Kulturwandel: Ich bekomme keine Aufgaben per Mail oder Schreiben, sondern suche mir meine eigenen neuen Aufgaben zusammen, um dadurch einen Mehrwert für mich und das Unternehmen zu generieren.
Journalismus und Blogger – wie immer ein zweigeteiltes zweischneidiges Schwert. Mal liebt man sich, mal hasst man sich, mal kann man nicht so wie man möchte. Jetzt ist alles anders – schon wieder eine erneute Prophezeiung?
Seit heute gibt es offiziell Neue Video-Formate auf Handelsblatt.com, die nicht nur ähnlich wie bei Spiegel Online eine Nachrichtensendung oder (ursprünglich) externe Formate integrieren. Vielmehr gibt es bei dem Handelsblatt.com ein eigenes Video-Blog und eine eigene Rubrik mit Mario Sixtus in Person.
Ausgewählte Redakteure und Journalisten werden mit einem UMTS-Handy ausgestattet und starten heute mit einer ziemlich kurzen, dennoch sehenswerten Reihe von Liveberichten von der OMD. Die Clips des Videocasts Elektrischer Reporter wird im übrigen auch spaßeshalber mit einem Videoclip nachfolgend zu dem ursprünglichen Beitrag des Journalisten aufgewertet, der mit Eigenwerbung zum Handelsblatt aufwartet. Darauf folgt jedoch abschließend ein kleiner kurioser Hinweis, dass man mit einer Kettensäge nicht gärtnern kann… interessant! So verschwimmt immer mehr die Grenze des kernigen Journalisten mit denen des unkernigen Bloggers… zumal man irgendwann keinen Unterschied mehr machen kann, ob es ein hochqualitativer journalistischer Beitrag ist oder doch nur ein neues Handy-Video vom Blog Autor selbst. Also in Zukunft nicht mehr auf Blogger böse blicken, wenn es der Journalist selbst genauso macht. Es wäre schön, wenn man auch zu dem Videoblogs einen Pingback oder Trackback setzen könnte – sichtbar war jedenfalls nichts. ;)
Lars schreibt hoffentlich bald auf Trinkblog.de über seine Erlebnisse im Getränkehandel. Leider ist die Seite derzeit offline, doch bei sevenload bin ich auf seinen ersten Videopodcast bei sevenload gestoßen – sieht ja gar nicht mal so schlecht aus!
Natürlich ist das jetzt soetwas wie ein bisschen „Werbung für die Konkurrenz“, denn schließlich haben wir auch ein Blog mit dem Thema „Trinken“ – wobei wir natürlich konzentriert bei Lounge Mix auf den Alkohol setzen. Apropos loungemix.de – ich glaube, wir müssen ein wenig Content nachlegen für das Wochenende. Wir haben hier ein paar leckere Bierchen und Weine gehabt… seid gespannt! ;)
Der Sommer neigt sich dem Ende, der Herbst kommt bestätig näher. Die Menschen finden sich wieder in ihren Häusern ein, um zusammen ein wenig Gemeinschaftlichkeit erleben zu können. Was bietet sich da näher an, als sich zu großen Gruppen zusammenzuschließen, um daraus einen medialen Event zu zaubern? Die Kandidaten für die Events der nächsten Wochen sind folgende drei Kongresse:
- Media In Transition am 07. bis 08. September 2006 in München:
Die Informationsrevolution in unserem medialen Zeitalter wird hier beleuchtet. Media Content Management, Web 2.0 Trends, Distribution und Marketing & Strategy sind die Schwerpunkte. Die Preise sind mit 460 Euro bis 850 Euro für diesen Kongress am günstigsten, auch für Studenten scheint es eine gesonderte Ermäßigung zu geben. - Chance Web 2.0 am 25. September 2006 in Köln:
Neue Wege im Internet beschreiten – man möchte als thematischen Schwerpunkt die Veränderung der Kundenbeziehung durch neue Möglichkeiten der Kommunikation aufgreifen (z.B. durch Unternehmens-Weblogs), wobei festzuhalten ist, dass man sich noch nicht auf das endgültige Thema festgelegt hat – total Web 2.0 eben. Schön daran ist, dass hier 15 Wildcards an Blogger vergeben werden. Zu schade, dass ich im Urlaub davon nix mitbekommen habe. Preislich liegt dieser Kongress recht günstig mit 890 Euro für einen Tag mit Vollprogramm, zumal es für Frühbucher entsprechende Rabattaktionen gibt. - Web 2.0 Kongress am 09. bis 12. Oktober 2006 in Offenbach bei Frankfurt:
Themenschwerpunkt sind Neue Kommunikations- und Business-Modelle mit WEB 2.0 und RIA, wobei der Kongress mit Workshops und teilweise parallelen Vortragsreihen und Keynotes gespickt ist. Irgendwie ist das sehr zeitaufwendig, der Preis für die Veranstaltung liegt auch mit 1.795 Euro für den reinen Kongress bis 2.795 Euro für den Kongress und die Workshops recht hoch.
Wo würde ich am liebsten hingehen? Natürlich zu ALLEN drei Kongressen. Doch leider halten mich die Preise für die Anfahrt und die Kongressteilnahme selbst derzeit vom Besuch ab. Aber vielleicht entwickelt sich ja etwas schönes wie bei meinen super Erfahrungen beim Next10Years Kongress bei SinnerSchrader… ;)
Angeregt durch diesen Beitrag formuliere ich meine persönliche Stellungnahme zu „Real-Life-Problematik“ in Punkto Weblogs und der persönlichen Bezugspunkte anderer Blogs (und deren Autoren) gerne mal bei mir selbst:
Ich kürze nur Blogs aus unserer dynamischen Blogrolle, wenn ich die Blogs entweder nicht mehr lesen möchte, oder aber wenn ich über eine längere Zeit keine neuen Einträge in diesen Blogs vorfinde. Von Loyalität kann man da natürlich nicht reden, es gibt ja auch keinen Vertrag ala „Ich linke, Du linkst – und wehe wenn nicht mehr!“
Aber ebenfalls verlinke ich auch die Blogs, in denen ich mehr oder weniger oft am Kommentieren bin. Schließlich sieht man dort ja auch meine geistigen Ergüsse. Und wenn es darum geht, eine komplett gegensätzliche Meinung (oder ein entsprechendes Paroli) zu dem jeweiligen Autor zu veröffentlichen, dann bevorzuge ich lieber mein Blog mit einem Trackback zum ursprünglichen Beitrag, anstatt mich durch eine ellenlange Kommentarreihe zu wühlen.
Es ist doch immer wieder ein schönes Thema, sich mit dieser Art der Kommunikation außeinandersetzen zu dürfen. Die Meinungen sind oftmals so gespalten, dass ich abschließend nur sagen kann: Macht doch alle eurer eigenes Ding und seid nicht davon genervt, dass XYZ euch aus der Blogrolle nimmt. In soziologischer Hinsicht ist die zwischenmenschliche bzw. interpersonelle Kommunikation doch sowieso ein Klacks in unserer heutigen Medienlandschaft. Es ist doch viel zu einfach, hier Alarm zu schreien und woanders einen verbalen Haufen hinzumachen, sich dann darum einen Dreck zu scheren, und letztendlich klein beizugeben oder nach drei Tagen das Gegenteil zu behaupten. Wen interessiert die Blogrolle denn heute noch?!

Die Nord Blog 2006 war heute ein voller Erfolg. Für unser spontanes Treffen konnten wir zahlreiche Blog Autoren der Stadt und Umgebung begeistern. Endlich konnten wir Gesichter und Blogs verbinden, aus der virtuellen Welt wurde Realität. Ganz sicher werden wir in den kommenden Wochen (wohl also in 1 oder 2 Monaten) ein weiteres Treffen abhalten! Katharina und ich sind jedenfalls hochgradig gespannt! ;)
Die vollständigen Bilder gibt es in unserer Galerie bei sevenload – viel Spaß beim Anschauen!
Achtung und Aufgepasst! Diese Information ist für alle Flensburger Blogger wichtig. Ein bahnbrechendes Ereignis ist am Start, und dabei darf natürlich niemand von den aktiven Bloggern fehlen!

Wir laden herzlichst am kommenden Freitag, den 4. August, zur Nord Blog 2006 ein, dem 1. Flensburger Blogger Treffen. Das Hansens soll ab 19:30 Uhr unser neutraler Treffpunkt zu einem kleinen Klönschnack und Umtrunk werden. Es besteht keine Anwesenheitspflicht oder ähnliches, aber wir hoffen auf rege Beteiligung. Und haben aus diesen Gründen auch vor, die eine oder andere E-Mail zu verschicken. Wir freuen uns, wenn natürlich auf eigene Rechnung zahlreiche Blogger auch aus der Umgebung erscheinen! ;)
Veranstalter
Sam Jost (Radeldudel)
Katharina Schnitzer (SkyKat)
Mike Schnoor (MikeSchnoor.com)
Eingeladene Blogger
Miriam „Aci“ von Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn
Stefan vom Datenschutzkontor
Das ganze Team rund um das Genießerblog
Birte von Nur Mal So
Andreas vom Fördeblick
Oliver und Kai von der Apple User Group
Cornelia und Erwin von Solarias Galaxie
Anika Catharina von AniCatha
Michael von Friisland
Die Truppe der FotoAG Flensburg
Jan vom Flensblog
Zusatzinfo
Bevor jemand sich wundert – normale legere Kleidung ist diesem lockeren Treffen angemessen, außer man kommt natürlich direkt aus dem Büro dort hin. ;)
Im Moment habe ich selbiges gar nicht. Kein Blog-Gefühl. Alles ist meiner Meinung nach viel zu langsam. Wenige neue Einträge sowohl bei mir als auch bei vielen anderen meiner täglich gelesenen Autoren. Und das auch so große Web 2.0 hinkt im Moment meiner Meinung nach ebenfalls stark hinterher. Geht es nur mir so oder ist es einfach an der Tagesordnung, dass nix passiert? Sommerloch? Einöde? Oder die große Hitzewelle? Selbst dort, wo ich kommentiert habe, kommt wenig Reaktion auf von anderen…
In Indien scheint es neuerdings an der Tagesordnung zu sein, dass man sich mit dem Thema Weblogs auch ernsthaft annimmt. Potentiale, Risiken, Chancen, Gefahren – all das wird von einigen ISPs unter den Tisch gekehrt und kurzerhand wird der Zugriff auf den im Land am weitesten verbreiteten Bloghoster gesperrt.
[…] blogs hosted on Blogger.com have been blocked by some ISPs in India.The situation is serious considering the fact that blogspot.com is the most popular blogging platform in India and a few hundred thousand Indian blogs are hosted on Blogspot.
Das bringt doch wahre Freude auf. Entweder ist es nur ein unglaublich dämlicher Zufall rein technischer Natur, oder es scheint ernsthaft eine neue Welle von Internet-Zensur im zweitgrößten Land der Welt (nach der Bevölkerung) zu geben. [via Shirazi]
