Angeregt durch diesen Beitrag formuliere ich meine persönliche Stellungnahme zu „Real-Life-Problematik“ in Punkto Weblogs und der persönlichen Bezugspunkte anderer Blogs (und deren Autoren) gerne mal bei mir selbst:

Ich kürze nur Blogs aus unserer dynamischen Blogrolle, wenn ich die Blogs entweder nicht mehr lesen möchte, oder aber wenn ich über eine längere Zeit keine neuen Einträge in diesen Blogs vorfinde. Von Loyalität kann man da natürlich nicht reden, es gibt ja auch keinen Vertrag ala „Ich linke, Du linkst – und wehe wenn nicht mehr!“

Aber ebenfalls verlinke ich auch die Blogs, in denen ich mehr oder weniger oft am Kommentieren bin. Schließlich sieht man dort ja auch meine geistigen Ergüsse. Und wenn es darum geht, eine komplett gegensätzliche Meinung (oder ein entsprechendes Paroli) zu dem jeweiligen Autor zu veröffentlichen, dann bevorzuge ich lieber mein Blog mit einem Trackback zum ursprünglichen Beitrag, anstatt mich durch eine ellenlange Kommentarreihe zu wühlen.

Es ist doch immer wieder ein schönes Thema, sich mit dieser Art der Kommunikation außeinandersetzen zu dürfen. Die Meinungen sind oftmals so gespalten, dass ich abschließend nur sagen kann: Macht doch alle eurer eigenes Ding und seid nicht davon genervt, dass XYZ euch aus der Blogrolle nimmt. In soziologischer Hinsicht ist die zwischenmenschliche bzw. interpersonelle Kommunikation doch sowieso ein Klacks in unserer heutigen Medienlandschaft. Es ist doch viel zu einfach, hier Alarm zu schreien und woanders einen verbalen Haufen hinzumachen, sich dann darum einen Dreck zu scheren, und letztendlich klein beizugeben oder nach drei Tagen das Gegenteil zu behaupten. Wen interessiert die Blogrolle denn heute noch?!

5 Kommentare
  1. Thomas sagte:

    Mitunter bietet eine persönliche Blogrolle mehr als zum Beispiel Blogcharts. Ich selber habe mir damals als Neuling abgewöhnt die Charts zu studieren da diese doch eher einem dummen Herdentrieb darstellen. Viel interessanter waren dann die Blogrollen in den einzelnen Blogs. Auf diese Art habe ich dann wunderbare Perlen gefunden.
    Naja, wenn ich hier am Sabbeln bin gestehe ich gleich das ich diese RSS- Reader Müll absolut nicht mag. Für mich besteht ein Blog nicht nur aus den Texten sondern auch aus dem was links und oder rechts steht. Jenachdem wie es gestaltet ist. Die Zeit nehme ich mir sehr gerne, da ich keinen Bock darauf habe hoch beschleunigt durchs Internet zu donnern. Es ist wie auf der Autobahn: Fahre ich langsamer bekomme ich mehr mit als wenn ich mit Höchstgeschwindigkeit rase.

  2. Sam sagte:

    Da ist halt jeder anders: ich hab weder eine Blogrolle noch Charts noch Linklisten in meinem Blog.
    Links sind in Einträgen, sonst nirgendwo. Jeder wie er mag…

Trackbacks & Pingbacks

  1. web output sagt:

    Blogroll ausgedient?…

    "Blogroll ausgedient?" fragte Robert Basic vor ein paar Tagen und bezog sich dabei auf die kritischen Beiträge von MikeSchnoor.com und Tom’s Diner.Diese Diskussion über den Sinn und Unsinn von Blogs die Blogs verlinken, hat bei mir …

  2. Sinn und Unsinn einer Blogroll…

    Aktuell wird in einigen Blogs, wie z.B. hier oder hier oder hier darüber sinniert, ob eine Blogroll überhaupt noch Sinn machen würde. Hauptargument: Sie würde doch sowieso nicht regelmäßig gepflegt werden und sei deshalb …

  3. […] lese just den Beitrag auf Toms Diner, bisserl wie dieser Beitrag von Mike. Aber mal ganz ehrlich… wer von uns pflegt überhaupt noch seine Blogroll? Ich weiss nicht, wann ich das zuletzt gemacht habe. Könnte glatt einmal gewesen sein. Zum Start des Blogs. Ich schaue auch nicht nach bei fremden Blogrolls. […]

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