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Steile These, starke Messung: Rund ein Fünftel des Internetverkehrs sollen im Schnitt wegfallen, sobald die deutsche Nationalelf in Brasilien aufläuft. Zu diesem Ergebnis kam der Tracking-Anbieter intelliAd durch eine simple Auswertung der Anzeigen-Klicks. Ähnliche Auswirkungen der WM-Spiele hat das Preisvergleichportal idealo festgestellt, schließlich bricht die Kauflust um rund ein Drittel ein.

Ganze 19 Prozent weniger soll der Traffic während der Fußball WM2014 mit aktiver Beteiligung von Deutschland betragen. Telekommunikationsanbieter müssten vor Freude jauchzen, wenn die Leitungen weniger belastet sind. Die werbetreibenden Unternehmen und ihre Vermarkter haben dabei das Nachsehen. Schließlich schauen weniger Nutzer die Werbung auf den Internetseiten an – und das lässt sich relativ leicht messen. Dazu wurden die Klicks während des Spiels Deutschland vs. Algerien am vergangenen Montags zwischen 22:00 und 01:00 Uhr untersucht und mit einem gewöhnlichen, „fußballfreien“ Montag verglichen. Der Traffic sank um 19 Prozent und die Internetzugriffe von Smartphone und Tablets nahmen sogar um 12 Prozent ab.

Online-Shopping während der WM. Quelle: idealo

Online-Shopping während der WM. Quelle: idealo

Anstatt den Second Screen und die digitale Kommunikation zu intensivieren, konzentrieren sich die meisten Zuschauer auf das Spiel. In der der Halbzeitpause hingegen wuchs die Anzahl der Nutzer, die aktuelle Hintergrundinfos und Kommentare beim Public Viewing aus dem Netz abriefen rapide an. Die Zugriffe erhöhten sich in der Halbzeitpause um 214 Prozent gegenüber dem Ende der ersten Spielhälfte. Auf mobilen Geräten stieg der Traffic sogar um 245 Prozent.

Nicht nur werbungtreibende Unternehmen leiden unter den Klickeinbußen während sportlicher Großereignisse. Ähnlich geht es den Betreibern von Online-Shops, deren Warenkörbe während der Spiele leer bleiben. Die Kauflust bricht laut idealo um 32 Prozent ein. Dafür steigt die Nachfrage nach Trikots wiederum um 24 Prozent nach einem (erfolgreichen) Spiel.

Bleibt also nur noch die Frage nach den Retouren, denn so manche Käufe nach dem Spiel werden in einem leicht alkoholisierten Zustand getätigt…

In Anbetracht des heutigen Spieltages und der Begegnung Deutschland gegen Frankreich helfen solche Auswertungen weniger, denn am Ende dieses Tages zählt nur ein spielerischer Triumph: Alles Gute fur die Deutsche Nationalmannschaft!

Das Mobile Internet wächst unaufhaltsam. Digitale Prozesse haben sich in den letzten Jahren intensiv in unseren Alltag eingeschlichen. Die Deutschen surfen konsequent aus der Hosentasche und beleben den digitalen Äther mit ihren Smartphones und Tablets so intensiv wie noch nie zuvor. Passend zum Wonnemonat Mai startet Vodafone Deutschland mit einer neuen TV-Kampagne, die unser Leben mit Social Media bildgewaltig aufgreift. Das Motto der Kampagne lautet diesmal: „Wir investieren 4 Milliarden in unser Netz, damit Du alles kannst, wenn Du willst.“ Wird Vodafone mit diesem Kampagnenstart parallel zur re:publica 2014, einer der größten Konferenzen rund um digitales Denken, dem Anspruch an Social Media gerecht?
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Seid ihr auch eine berühmte Persönlichkeit aus der Web 2.0 Szene? Habt ihr vielleicht die deutsche Spracheinstellung bei Facebook gewählt? Wie in diversen Blogs zu lesen ist, versucht sich die deutsche Facebook Variante mit Google Anzeigen zu einigen bekannten Personen und Unternehmern aus der deutschsprachigen Web 2.0 Szene. Eine Protest-Gruppe gibt es übrigens auch schon.

Was mich wundert ist hierbei die Offenheit, mit der Google diese personenbezogenen Anzeigen einfach zulässt. Wenn man für eine Google Anzeige den Namen einer Celebrity oder den eines Markenunternehmens wählt, wird man dezent darauf hingewiesen, dass man hierfür eine explizite Freigabe des Namensinhabers bzw. Markeninhabers braucht. Scheinbar reicht diese Sicherheitsrichtlinie von Google nicht so tief, dass es echte Individuen betrifft. Scheinbar sind es Kombinationen von Vor- und Nachname, die für die Anzeigen verwendet werden. Doch anständig ist diese Praxis der Anzeigenwerbung auf keinen Fall. Zum Glück ist mein Name nicht betroffen.

Das Wetter ist schön, die Sonne strahlt, die Temperaturen sind heiß. Lasst uns doch alle gemeinsam an einen Tisch kommen und ins Reine kommen. Frohjauchzet und trällert wie die Vögelein unter dem Himmel – die heiligen Hallen öffnen sich:

Liebe Journalisten, geschätzte Bloggerkollegen, verehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich zu folgender Aktion ein. Lasst uns fröhlich auf unserem Balkon hier in Köln-Ehrenfeld einen fulminanten Grillabend einläuten. Das Fleisch, die Würstchen und sonstige Futteralien stellt ihr für euch selbst, ich behalte mir vor das Bier und den Grill nebst Räumlichkeiten für maximal zehn Personen zu stellen. Im Gegenzug für euer Erscheinen nach Voranmeldung schreibt ihr einen schönen Blogartikel über dieses Blog, gebt mir einen Trackback und habt mich lieb.

Herzlichst,
Euer Mike

Ok, wer mich kennt, weiß schon jetzt, dass diese Einladung nicht der Realität entspricht. Zwar ist eine solche Vorstellung sehr schön, sich persönlich bei mir zu treffen, aber selten kommen die webzwonulligen Szenegänger zu uns. Also kommen wir auf den Punkt. Angeregt durch diese Aktion, welche sämtliche positive Vorhergehensweisen der PR durch den Kakao zieht um das schadhafte und schändliche Treiben zu enthüllen:

Es war eine klare Ansage, die die Anzeigenabteilung der „Zeitungsgruppe Köln“ vor drei Wochen per Mail erreichte: „Die Berichterstattung soll in der jeweiligen Gesamtausgabe erfolgen. Anhand des beigefügten Beispieles können Sie die möglichen Gegenfinanzierungen erkennen (Anzeigen).“

Fröhlich kommt es daher, dass die PR für regierungsnahe Institutionen wie natürlich das Wirtschaftsministerium sich in der Grauzone der Legalität bewegen. „Schenk mir einen Artikel, ich schenk Dir eine Anzeige. Das passt schon!“ Ganz klare Verhaltensregeln gibt es in der privatwirtschaftlichen PR-Szene für diese Machenschaften, aber in der Politik enttäuscht es umso mehr, dass man sich ja fast dumm-dämlich, bisweilen sogar viel zu menschlich verhält. Ich bin für meinen Teil sehr froh darüber, dass ich mich in solche Machenschaften nicht verstricken lasse. Macht korrumpiert – und das sieht man deutlich im Fall dieser politischen Hofberichterstattung. Klare Worte finden auch Thomas Knüwer, Franz Patzig und Robert Basic.

Bei dieser Meldung kam ich schon ins Flattern. Ich wurde sogar persönlich darauf angesprochen und es wurde schon gratuliert. Aber ich kann bestätigen, dass ich in meiner Person als Mike Schnoor definitiv nicht neu beim Spiegel-Verlag bin. Denn das ist eigentlich der Herr Dirk Schnoor. Er wird zum 01. November 2007 stellvertretender Leiter Anzeigenmarketing des Spiegel-Verlags. Herzlichen Glückwunsch, Herr Dirk Schnoor!

Und wenn einige Bekannte und man vielleicht sogar auch selbst solche Meldungen nicht ganz und nur in Teilen lesen – ja sogar nur nach Überschriften filtern – dann kommt man schön ins Schwitzen! ;)

Seit Anfang April erhalte ich jeden Monat einen „Google AdSense Optimierungsbericht“ über das Administrationsfrontend im Loginbereich von AdSense. Im Prinzip ist das eine wunderbare Form der Kommunikation mit den zahlreichen Kunden, die AdSense auf ihren Webseiten integriert haben. Was läuft ab, was hat eine verbesserte Performance gegenüber anderen Anzeigen gezeigt, welche Werbeform ist die gewinnbringenste… doch das liest man da überhaupt nicht. Mittlerweile stelle ich ein wenig überrascht fest, dass der Inhalt des Optimierungsberichtes alles andere als optimiert ist:

Sie könnten Anzeigen filtern, die auf Ihrer Website eine gute Leistung erzielen.

Dieser Satz ist in allen drei Monaten immer wieder der einzige wahre Inhalt der Berichte. Neben der Tatsache, dass der Klick auf weitere Informationen nur einen Teil der FAQ ausmacht, die man sowieso sich jederzeit verinnerlichen kann, ist das einfach zu wenig. Kann man da ein wenig mehr Personalisierung für die jeweiligen Webseiten erwarten, auf denen man AdSense laufen lässt?

Ruhm und Ehre gibt es immer weniger in der heutigen Zeit. Wenn man etwas Gutes tun möchte, gibt es zumindest immer einen in der weiten Welt, der egal tiefgrabend und tieftrabend die Sache konsequent kritisiert – ob gut oder schlecht steht dabei außer Frage.

Es wurde für adical daher Zeit ein paar klare Worte zu den Gerüchten mit dem Charakter von Anschuldigungen, ja nahezu Verleumdungen, zu schreiben. Gut so! Ich fand das anfängliche Vorgehen von adical zwar nicht zu 100% perfekt, jedoch fühlte ich mich auch nie auf den Schlips getreten, dass ich einfach nicht bei adical partizipieren konnte. Daher ist adical schon vorher ganz sympathisch gewesen – und das selbst dann noch, als ich bereits von den Unkenrufen der Kritik und einem sich erweiternden (teilweise auf Gerüchten basierenden) Marktumfeld hörte. ;)

Kurzfristig musste ich mit dem Taxi in die Kölner Innenstadt fahren. Bei 50 gezählten Plakaten auf einer nur wenige Kilometer langen Strecke hörte ich dann doch auf zu zählen: Die Plakatkampagne zum neuen Toyota Auris ist unübersehbar überwältigend. Eine Kreuzung hatte sage und schreibe 14 Plakate in nächstmöglichem Abstand zur Fahrbahn.

Was da wieder für Gelder geflossen sein müssen, damit Toyota nicht nur Köln, sondern auch ganz Deutschland mit dem schwarzen Karren, dem Bullen, den Typen – der ganzen Fotostrecke nur zukleistern konnte. Naja, die Marketing-Aktion ist ganz schick – und am 3. März soll die schwarze Kiste namens „Auris“ in den Läden stehen – für 15.200 Euro im Basispreis ist mir persönlich ein solcher Kleinwagen viel zu teuer – auch für einen Kompaktwagen oder wie man es immer schimpfen darf. Ich bleibe BMW treu – hätte Toyota mal lieber das Geld ein paar willigen Blogger gegeben, die dann den Auris mit Engelszungen besungen hätten…

(P.S.: Ich habe einen Führerschein und freue mich auf Wochenendenausflüge.)

Sehr geehrte Doreen K. von Kusmitea.com,
Sehr geehrter Andreas D. von Casting-Agentur.de,
Sehr geehrter Vitalij K. von Spirituosen-Shop.biz,
Sehr geehrter David F. von 11cl.de,

ich habe ihre vergangenen E-Mails der vergangenen Tage und Wochen zur Kenntnis genommen und möchte Ihnen hier offen antworten. Ob Pressemitteilung oder nicht – Blogger sind anders als die klassischen Medien. Daher haben Sie sicherlich Verständnis dafür, dass wir hier ein wenig offener verfahren und mehr Transparenz in den folgenden Ablauf bringen.

Zu aller erst möchte ich Ihnen danken. Sie waren sehr offen, jedoch ist eine Erwähnung ihrer Produkte und Dienstleistungen in den von mir privat verwalteten Internetangeboten nicht wirklich kostenlos. Das wußten Sie aber schon. Der traditionelle Linkaustausch wird von mir generell abgelehnt, da man sich soetwas erst verdienen muss. Falls Sie also an mehr interessiert sind, habe ich den unschlagbaren Deal für Sie – und natürlich alle diejenigen potentiellen Werbekunden, die sich noch nicht mit dem Thema der Werbeschaltung auf dieser und angeschlossenen Webseiten-Funkhäusern auseinander gesetzt hatten. Hiermit starte ich die Aktion nach dem Motto 2.0 – „Der Beste siegt und bekommt den Werbeplatz!

Bitte schicken Sie mir dazu ihre konkreten Preisvorstellungen für die Platzierung von gängigen Werbemaßnahmen (mögliche Werbeformate sind dabei 468×60 Banner, 120×600 Skyscrapper oder eine individuelle Lösung) per E-Mail bis spätestens zum 31. Januar 2007 zu. Die E-Mail Adresse kennen Sie sicherlich noch.

Ganz getreu nach diesem Motto 2.0 wird derjenige oder diejenige von Ihnen mit mir einen persönlichen und diskreten Preis unabhängig voneinander aushandeln. Doch seien Sie gewarnt: Sämtliche von Ihnen eingeschickten Angebote werden nach Ende der oben genannten Frist von mir (vielleicht) hier in diesem Blog veröffentlicht. Sollte es zu wenig sein oder gar unermesslich viel – wir werden sehen.

Eines kann ich Ihnen jedoch garantieren: Neben den Google Adsense Anzeigen werden Sie über den mit mir ausgehandelten Preis eine exklusive Alleinbuchung bekommen. Wie das abläuft und eventuell sogar eine individuelle Lösung realisiert werden kann… schau’n wir mal! Hinweis: PIs, Visits, Unique Visitors oder ähnliches werde ich in keinster Weise garantieren, dafür dürfen Sie aber einen Monat Präsenz zeigen.

Ich freue mich auf Sie! Denn jetzt haben Sie meine Aufmerksamkeit erregt!

Mit besten Grüßen
Mike Schnoor

Zu unserem Artikel über den vergangenen Meerschweinchen Mittwoch gibt es seit kurzem auch ein paar mehr oder weniger passende Google AdSense Anzeigen. Schön und gut soweit, aber was da zum Stichwort „Meerschweinchen“ so beworben wird ist wahrlich lustig – wie im folgenden Bild zu sehen ist!

Es gibt einen Werbepartner mit einem Shop, der für alle Tiere ist. Mit einer riesigen Auswahl und laufend neuen Sonderangeboten – nur leider heißt die URL dazu kurz und knapp „Friss-Mich.de“ – ob es da auch für die fleischfressenden Artgenossen im Haustierreich gibt? Für die Katze frische Mäuse per Post, oder der Hund bekommt einen kleinen Hasen per Boten geliefert? Yummy! :P