Das Wetter ist schön, die Sonne strahlt, die Temperaturen sind heiß. Lasst uns doch alle gemeinsam an einen Tisch kommen und ins Reine kommen. Frohjauchzet und trällert wie die Vögelein unter dem Himmel – die heiligen Hallen öffnen sich:

Liebe Journalisten, geschätzte Bloggerkollegen, verehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich zu folgender Aktion ein. Lasst uns fröhlich auf unserem Balkon hier in Köln-Ehrenfeld einen fulminanten Grillabend einläuten. Das Fleisch, die Würstchen und sonstige Futteralien stellt ihr für euch selbst, ich behalte mir vor das Bier und den Grill nebst Räumlichkeiten für maximal zehn Personen zu stellen. Im Gegenzug für euer Erscheinen nach Voranmeldung schreibt ihr einen schönen Blogartikel über dieses Blog, gebt mir einen Trackback und habt mich lieb.

Herzlichst,
Euer Mike

Ok, wer mich kennt, weiß schon jetzt, dass diese Einladung nicht der Realität entspricht. Zwar ist eine solche Vorstellung sehr schön, sich persönlich bei mir zu treffen, aber selten kommen die webzwonulligen Szenegänger zu uns. Also kommen wir auf den Punkt. Angeregt durch diese Aktion, welche sämtliche positive Vorhergehensweisen der PR durch den Kakao zieht um das schadhafte und schändliche Treiben zu enthüllen:

Es war eine klare Ansage, die die Anzeigenabteilung der „Zeitungsgruppe Köln“ vor drei Wochen per Mail erreichte: „Die Berichterstattung soll in der jeweiligen Gesamtausgabe erfolgen. Anhand des beigefügten Beispieles können Sie die möglichen Gegenfinanzierungen erkennen (Anzeigen).“

Fröhlich kommt es daher, dass die PR für regierungsnahe Institutionen wie natürlich das Wirtschaftsministerium sich in der Grauzone der Legalität bewegen. „Schenk mir einen Artikel, ich schenk Dir eine Anzeige. Das passt schon!“ Ganz klare Verhaltensregeln gibt es in der privatwirtschaftlichen PR-Szene für diese Machenschaften, aber in der Politik enttäuscht es umso mehr, dass man sich ja fast dumm-dämlich, bisweilen sogar viel zu menschlich verhält. Ich bin für meinen Teil sehr froh darüber, dass ich mich in solche Machenschaften nicht verstricken lasse. Macht korrumpiert – und das sieht man deutlich im Fall dieser politischen Hofberichterstattung. Klare Worte finden auch Thomas Knüwer, Franz Patzig und Robert Basic.

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