Mike Schnoor
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Willkommen liebe DaimlerChrysler AG

Marketing, Spam

Vor wenigen Minuten erregte etwas meine Aufmerksamkeit: Ein spezieller IP Adressbereich besuchte uns von Google mit den Begriffen mercedes-benz marketing „mixed tape“. Da sind wir anscheinend auf Platz 1 mit unserem recht alten Beitrag gelistet.

Daher spreche ich mein herzlichstes Willkommen für Sie, liebe DaimlerChrysler AG aus! Sie haben uns gefunden! Wir sind treue Hörer des Mixed-Tapes. Das Fahrgefühl haben wir aber als BMW-Fahrer entwickelt, jedoch sind wir an günstigen Angeboten für ihre Automobile hochgradig interessiert. Vielleicht ist das mal eine neue Marketingstrategie, die es zu verfolgen gilt? Gib den Blog-Autoren ihren Mercedes Benz, und sie sind noch glücklicher und zufriedener als jemals zuvor? ;)

Nur ein kleiner Hinweis, der entweder für Sie oder ihre Systemadministratoren wichtig sein könnte. Sie versuchen neben den regulären Besuchen unserer Webseite auch auf potentielle Sicherheitslücken zu gelangen, die es aber natürlich nur auf Windows Servern gibt:

/_vti_bin/owssvr.dll?UL=1&ACT=4&BUILD=6403&STRMVER=4&CAPREQ=0
/MSOffice/cltreq.asp?UL=1&ACT=4&BUILD=6403&STRMVER=4&CAPREQ=0

Vielleicht hat ihr Rechner, der ja bewiesenermaßen ein Windows System installiert hat, sich einen kleinen Trojaner oder sonstigen bösen Virus eingefangen. Auf jeden Fall kann man sich das mittlerweile 12. Mixed-Tape wiedereinmal kostenlos herunterladen.

10. Mai 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-05-10 10:42:332006-05-10 18:15:46Willkommen liebe DaimlerChrysler AG

Erkenntnis des Tages

Marketing

Eine spannende Fragestellung in einer Umfrage:

Werbung ist aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Sind Sie mit der aktuellen Werbe-Situation/-Menge auf deutschsprachigen Web Sites einverstanden? Oder was müßte aus Ihrer Sicht verändert werden, damit Internet-Werbung attraktiver bzw. erträglicher wird?

Meine Antwort: Popups sind nervig. Ich schlage auch nicht die Zeitung auf und mir springt ein Gutschein dabei entgegen, den ich nicht vom Artikel wegreissen kann, ohne die Zeitung zu zerstören.

Gemeint sind damit natürlich die Flash-Popups oder CSS-Layer, die man nicht ohne weiteres mit einem geschmeidigen Mausklick oder dem „Popup Blocker“ wegbekommen kann.

9. Mai 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-05-09 14:37:182006-05-09 15:03:28Erkenntnis des Tages

Buchung vollbracht!

Marketing

Gestern nahm ich mir endlich mal die Zeit nach Flügen in Richtung Alicante zu suchen. Erstaunt stellt ich dann fest: nun wird es aber Zeit denn allzu viele günstige Flüge stehen bald nicht mehr zur Verfügung. Dies bedeutet ebenso, dass ich Mike auch ein wenig Druck mache, damit er darüber nachdenkt wieviel Zeit er denn nun vorerst mit mir in Spanien verbringen will. Doch diese Probleme erledigten sich recht schnell und jetzt musste nur noch ein Flug her. Nach einigem hin und her bei der Online – Suche fanden wir jeweils unterschiedliche Flüge für uns. Dies lag ganz simplerweise daran, weil mein Aufenthalt ein wenig länger geplant ist (bis Ende Februar ungefähr) als Mike’s kleiner Urlaub von ca. 3 Wochen.

Also entschlossen wir uns ein Reisebüro aufzusuchen und landeten natürlich bei TUI. Der Service dort war gut ebenso wie die Preise. Wir stellten erstaunt fest, dass sich die Preise gar nicht so sehr von denen aus dem Internet unterschieden. Die arme Frau hatte es zwar nicht einfach mit uns, da es immer hin und her ging. Ich brauchte ja zunächst nur einen Hinflug und Rückflüge gab es für mich noch nicht. Mike wollte gerne mit mir zusammen hin fliegen, muss aber früher zurück usw. Nach gut 1 Stunde inklusive Kaffee und Wasser war das Werk endlich vollbracht und die Buchungen abgeschlossen. AM 29. August geht es ab nach Alicante. Und bis dahin genießen wir den Sommer hier und es ist noch einiges zu planen und zu erledigen bis dahin.

9. Mai 2006/von Katharina Schnitzer
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Katharina Schnitzer https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Katharina Schnitzer2006-05-09 14:20:412006-05-09 14:54:28Buchung vollbracht!

Schlechte Werbung von Stefan Raab

Marketing, Medien

Gerade gesehen, gerade genossen – und gerade gewürgt vor Freude: Der größte „Spring-ins-Feld“ im deutschsprachigen Fernsehen namens Stefan Raab macht neuerdings Werbung für Alpenland Fruchtsaft Bären. Auch wenn Alpenland irgendwie keine Webseite über Google’s Suchindex liefert, kann man eines feststellen: Diese kleinen Bärchen gibt es nicht in jedem Saftladen, sondern nur in der Apotheke.

Wie schön für die Bärchen, und auch ein Thomas Gottschalk als Werbepartner von der kommerziellen Haribo-Konkurrenz wird sich da schlapp lachen, wie schlecht und unsensibel die Werbung gedreht wurde. Warum sitzt Herr Raab direkt an seinem Pfui-Bah Schreibtisch und labert dämlichen Wurz in die Kamera? Na klar, weil’s Geld dafür gibt… also daher eine echte Geldverschwendung. Es schaut nur nach einem unglaublich schlechten Marketing aus, und sonst nach nix!

4. Mai 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-05-04 22:11:482013-11-20 07:42:17Schlechte Werbung von Stefan Raab

Vodafone und unser Vertragsdesaster

Marketing, Recht

Viele von uns kennen das Mobilfunkunternehmen Vodafone, welches sich mit dem modernen Charme der kleinen tanzenden Eintagsfliegen in unseren Köpfen festsetzen möchte. Für uns hatte Vodafone aber etwas besonderes in Petto. Es geht um Kündigungen, Verträge, freundliche Mitarbeiter und das, was in deren Köpfen so vor sich geht… also ein direkter Lesebefehl!

Am 12. März 2006 kündigten wir den Vertrag mit Wirkung zum nächstmöglichen Termin schriftlich, um der Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten gerecht zu werden. Der Vertrag sollte zum 17. September 2006 auslaufen. Kurz auf unser Kündigungsschreiben folgte am 20. April 2006 ein Anruf eines Vodafone-Mitarbeiters. Laut seiner Aussage könne Katharina noch weitere 25 Euro als Guthaben auf ihrem Handy frei abtelefonieren, wenn sie den gleichen Vertrag ein zweites Mal kündigen würde – also einfach eine zweite Kündigung hinterherschicken. Moment, man kann 25 Euro geschenkt bekommen? Nur wenn man eine zweite Kündigung einreicht? Die Aussage von Katharina am Telefon war, dass sie es sich überlegen würde.

Wichtig hierbei ist, dass sie ausdrücklich sagte, dass sie es sich überlegen würde, eine zweite Kündigung zu schicken – nicht aber, dass sie es tut. Nichtsahnend, was dies alles nach sich ziehen würde, legten wir den Fall Vodafone ad acta, zumal unsere Kündigung fristgerecht ausgesprochen wurde und für uns damit alles in Butter war.

Am gestrigen Tag erreichte uns per Kurrier ein druckfrischer Brief von Vodafone, welcher zum 20. April 2006 datiert war:

Sehr geehrte Frau Schnitzer,
vielen Dank, dass Sie weiterhin Vodafone-Kunde bleiben wollen!

Ihre Bestätigung vom 20.04.2006 zu folgender Rufnummer haben wir erhalten.

017x/xxxxxxx

Sie behalten damit, wie vereinbart, Ihre gewohnte Handy-Nummer.

Falls Sie Fragen, Wünsche, oder Ideen haben, rufen Sie kostenlos die Vodafone-KundenBetreuung an: 12 12 aus dem deutschen Vodafone-Netz oder 08 00/1 72 12 12 aus allen anderen nationalen Netzen – wir sind rund um die Uhr für Sie da!

Weiterhin viel Spaß und Erfolg beim mobilen Telefonieren mit Vodafone.

Mit freundlichen Grüßen,
Vodafone D2 GmbH
i.A. Sabine W.

Frau W. haben wir ein wenig zensiert, zumal sie ja nicht der Mitarbeiter am Telefon war. Da wir doch ein wenig irritiert waren, weil wir keiner Vertragsverlängerung auch nur im geringsten zugestimmt hatten, mussten wir natürlich diese Hotline anrufen. Der Inhalt des Gespräches lässt sich ungefähr so zusammenschreiben – vielleicht holen wir das noch nach und schicken es per Post an Vodafone:

Liebes Vodafone-Team,

wir wurden von ihrem Call-Center-Mitarbeiter angerufen und danach gefragt, ob wir 25 Euro als Guthaben erhalten wollen. Das sollte durch eine uns nicht erklärbare „zweite Kündigung“ erfolgen. Erstens wurden wir nicht über eine „Vertragsverlängerung“ unterrichtet, zweitens haben wir auch während des Telefonates unter Zeugen niemals uns einverstanden erklärt, sondern angekündigt, dass wir es uns überlegen würden. Dies schließt nicht ein, dass euer Call-Center-Mitarbeiter auf seinem internen Konto eine eigene Vertragsverlängerung verbuchen darf. Wir widerrufen hiermit diese Vertragsverlängerung. Die von uns ausgesprochene Kündigung ist hiermit immer noch gültig.

Ihr so genannter Kundenservice ist irreführend und nicht verbraucherfreundlich. Sie verschweigen wichtige Informationen und schließen ohne ausdrückliche Genehmigung einen Vertrag. Solche Dienstleistungsverträge sind per BGB in Schriftform abzuschließen. Und wenn das Ihr Mitarbeiter im Call-Center nicht verstanden hat, sollten Sie unbedingt ihr Geld in eine weitere Schulungen und Ausbildungen dieser Mitarbeiter investieren. Soetwas lohnt sich auf jeden Fall eher, als wenn man den Kunden vergrault.

Kann es sein, dass Vodafone die Kunden weglaufen? Sind dadurch diese Marketing-Aktionen gerechtfertigt, um den Kunden auf jeden Fall zu halten? Wenn man auf diese Art und Weise der irreführenden Geschäftsführung seine Kundenbindung betreibt, wirkt sich dies ganz besonders auf das Ansehen des Unternehmens aus. Hierbei ist es ein negatives Image, was sich Vodafone aufbaut. Dazu verfassen Menschen wie wir auch gerne einen äußerst kritischen Beitrag und veröffentlichen diesen auch ohne Scheu in unserem Weblog. Dies ist ein Tatsachenbericht. Wer dies anzweifelt, bezichtigt uns der Lüge.

Herzlichst und mit weniger freundlichen Grüßen
Katharina Schnitzer und Mike Schnoor

Die Frau am Telefon leitet umgehend eine Reklamation ein, nachdem wir sie zugeschwallert haben. Hoffentlich nimmt es ein gutes Ende, und wenn nicht, dann gibt es ein entsprechendes Update! Nebenbei kam die Vertragskündigung nur zu Stande, weil Katharina sich in der zweiten Jahreshälfte für längere Zeit im Ausland aufhält. Dieses Auslandststudium ist kaum unter Nutzung eines an den deutschen nationalen Tarif von Vodafone gebundenen Mobiltelefons zu bewerkstelligen. Nur aus diesem Grunde erfolgte die Kündigung, denn bis dato waren wir mit Vodafone vollends zufrieden… jetzt nicht mehr. Danke liebes Vodafone-Team für diese Einsichten! ;)

28. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-28 09:54:012006-05-06 08:54:02Vodafone und unser Vertragsdesaster

Der Looser des Tages ist die FIFA

Marketing, Medien, Recht

Die FIFA verliert am Bundesgerichtshof den Markenstreit um die Wortkombination „Fußball WM 2006“:

Der 1. Zivilsenat des BGH in Karlsruhe ordnete am Donnerstag die „Totallöschung“ dieser Marke für rund 860 Waren und Dienstleistungen an, die sich die FIFA ursprünglich schützen ließ.

Diese direkte Schlappe hilft alldenjenigen, die sich auch um die Fußball Weltmeisterschaft mit ihrer Werbung verdient machen wollen. Jedoch ist für beispielsweise den Begriff „WM 2006“ nur eine teilweise vorgenommene Löschung beantragt… na dann schaun wir mal, was sich dann in der Zukunft daraus ergibt! Jedenfalls lacht sich bestimmt die halbe Welt über die Ignoranz der Fifa und die entsprechende Rechnung vom Bundesgerichtshof schrott! [via SpOn]

27. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-27 20:28:172006-04-27 20:28:17Der Looser des Tages ist die FIFA

Werbung von PCGO.de

Marketing, Spam

Vor drei Tagen erreichte mich ein Trackback, der von Spam Karma 2 als potentielle Gefahrenquelle gewertet wurde. Geschaltet wurde der Trackback zu dem alten Eintrag Wireless LAN und Flatrate, in welchem ich mich über die „Halbwertszeit“ meines Laptops im WLAN auslies.

Der Trackback ging von PCGO.de aus, einem Online-Magazin rund um das Thema PC, Internet und was weiss ich noch alles. Zu meiner Überraschung war hinter der entsprechenden Seite (siehe Screenshot aus der WordPress Administration) keine Seite zu finden. Wie schade, dachte ich, und lies den Trackback vorerst in der Moderationsqueue liegen.

Heute morgen stellte ich jedoch fest, dass unter im Trackback verwiesener URL endlich Inhalte zu finden sind – nämlich eine große Anzeige zu DSL Tarifen und Anbietern. Da kein einziger Link auf unsere Webseite bei PCGO.de enthalten ist, werden wir entsprechende Schritte einleiten und ein Angebot zur Werbeschaltung schreiben, gleichzeitig bei nicht Anerkennung unserer Werbebedingungen ein entsprechendes Formular mit einreichen, in welchem wir die Unterlassung jedweder Spamversuche verlangen. Es steht ja schließlich bei uns in unserem Impressum, wie man richtig mit uns über Werbeanzeigen verhandeln möchte. Lesen kann doch jeder. ;)

20. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-20 10:59:502006-04-20 10:59:50Werbung von PCGO.de

Problematisierung des Umschaltens

Marketing, Medien

Heute Morgen habe ich ja schon ausgiebig darüber geschrieben: Philips möchte das Umschalten in Werbepausen verhindern. Das problematische Gerät ist sicherlich der hauseigene Philips Video-HD-Recorder, jedoch kann die Anti-Umschalt Technolgie auf irgendeine Art und Weise leicht in ein Fernsehgerät integriert werden.

Daher ein kleiner Gedanke zum Patent vom 30. März 2006: Was passiert beim Zappen? Prinzipiell würde das TV Gerät mit einer Umschaltsperre versehen, die das Umschalten auf einen anderen TV-Sender unterbindet. Also wird das „Wegzappen“ der Werbung verhindert, um den Sender zu schützen und die Quoten zu erhalten.

Was passiert aber dann, wenn ich gerade meine TV-Kanäle aus purer langer Weile von Programm 1 bis 30 durchschalte? Wenn irgendein Sender in diesem Moment Werbung laufen lässt, bin ich dann demnach verpflichtet, während meiner „Programmsuche“ schon auf Programmplatz 4 stecken zu bleiben? Und daher im schlimmsten Fall sogar einen 10minütigen Werbeblock forciert anzusehen, nur weil der entsprechende Sender gerade dann seinen „Unzappbaren“ Werbeblock laufen lässt? Werde ich dadurch ein eingepferrchter willenloser Zuschauer? Solche Technologie wäre zweifelsfrei der „Zapbuster“ schlechthin (Der Begriff „Zapbuster“ wurrde von mir jetzt und heute geprägt!)

Kurzum, diese TV Geräte haben meines Erachtens nach keine Massentauglichkeit. Ich würde sie noch nicht einmal kaufen, geschweige denn einem Bekannten aufzwingen wollen. Immerhin springt mittlerweile auch die Blogosphere auf den Zug bei Golem auf: Blogging Tom ärgert sich über beispielsweise 40 Minuten Werbepause beim Herrn der Ringe, Johannes Steidl von !food prognostiziert ein Umbenennen von „Digital Rights Management“ zu „Digital Restrictions Management„, und im Blauen Blog liest sich von „Umschalter sind Verbrecher“. Ebenfalls widmen sich Der Spiegel und die Netzeitung dem Thema.

19. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-19 12:43:352013-11-20 07:52:59Problematisierung des Umschaltens

Pflichtprogramm: Werbung ohne Umschalten

Marketing, Medien

Von der Werbung und den Rezipienten leben die Medien. Ohne Rezipienten keine Nutzer, ergo keine Werbeeinnahmen. Ohne Werbeeinnahmen muss man Gebühren verlangen, um das Medium zu finanzieren. Kurzum – wir sind von der Werbung abhängig, um einen kostenlosen Mediengenuss zu fröhnen. Doch ab heute kann sich das schlagartig ändern: Philips plant die Großoffensive pro Werbung.

Mittlerweile sollte es für jeden „Marketingmenschen“ ja schon ein kleiner Genuß sein, sich die Werbung zwischen den einzelnen TV-Sendungen anzusehen. So hatten wir gestern Abend auch unseren Spaß, als wir das Champions-League-Halbfinale zwischen FC Barcelona und AC Milan (1:0) auf Sat.1 mitverfolgten: Wir spielten das übliche Ratespiel, welche Werbung zeigt sich uns und wer errät sie, bevor am Ende die Marke eingeblendet wird. Soetwas kann natürlich auch nur unter Studenten funktionieren, wenn man Bier und Fußball kombiniert.

Der handelsübliche Fernsehzuschauer geht dann in der Werbepause doch lieber auf die Toilette, futtert noch was, oder schaltet einfach um. WAS? Da schaut jemand keine Werbung? Das ist doch das auf das teuerste subventionierte Fernsehprogramm überhaupt. Wie kann da ein Zuschauer darauf verzichten, unsere Werbung zu konsumieren? Viele Menschen aus den Medien haben ihre guten Gründe, solch ein Zuschauerverhalten zu verabscheuen.

Heute setzt das Unternehmen Phillips die Krone auf das Dach: Der Hersteller von TV-Geräten will das Umschalten in Werbepausen verhindern, wie der Newsdienst Golem berichtet!

Philips hat ein Patent auf ein Gerät und Methoden angemeldet, um Fernsehzuschauer am Umschalten in Werbepausen zu hindern. Bei aufgezeichneten Sendungen soll ein Vorspulen bei den Werbepausen verhindert werden.

Bei kommenden Endgeräten zum Abspielen und Aufzeichnen von TV-Sendungen plant Philips ebenfalls, dem Anwender eine zusätzliche Gebühr aufzbrummen, falls man die Werbeeinblendungen überspringen möchte. Irgendwie prognostiziere ich, dass diese Geräte nicht massentauglich sind. Ich möchte mir doch nicht vorschreiben lassen, was ich gefälligst zu sehen habe und was nicht? Wenn ich auf Werbung verzichten möchte, und eine höchstwahrscheinlich hohe Gebühr dafür zahlen soll, kann ich doch lieber gleich Video on Demand oder Pay-TV ordern! Das ist ohne Werbung – jedenfalls laut ursprünglichen Definitionen…

Was kommt als nächstes?

  • Eine Fernsehbrille, die mit einer Technik basierend auf Streichhölzern die Augen offen hält, um so den Konsum zu gewährleisten?
  • Werden Hauswände wie in gewissen SciFi-Filmen mit Werbung angestrahlt, damit ich konsequent im Rausch lebe?
  • Kommt die pauschale Mediensteuer für Jalousien und Gardinen?
19. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-19 09:57:512012-10-29 16:10:32Pflichtprogramm: Werbung ohne Umschalten

Next 10 Blogs

Blogkultur, Events, Marketing

Beim Fischmarkt gibt es heute etwas besonderes: Für den Kongress Next 10 Blogs (bzw. Years) kann man sich unter Beteiligung an dem Affiliate Programm für den entsprechenden Event anmelden. Die Chance, eine kostenlose Teilnahme mit Einladung zur Party zu erhalten, ist entsprechend lukrativ – für alle, die sich im Business auch ein wenig beteiligen möchten.

Ich bin gespannt, was dabei für uns rauskommt. Ob wir auch gleich zwei Einladungen erhalten? Schließlich sind Katharina und ich ein eingespieltes Team. Und nebenbei ist das Banner der Webseite ideal dafür, eigene Werbemaßnahmen zu erstellen! ;)

Nachtrag: Was mir eben noch beim durchlesen der Teilnehmerliste auffiel: Die Next 10 Blogs Webseite nutzt direkt Movable Type als Content Management System. Ganz schön bloggisch!

13. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-13 10:16:432013-11-20 07:43:02Next 10 Blogs
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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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