Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon.com. Quelle: Amazon

Was für eine Nachricht für Christi Himmelfahrt: Amazon wird in absehbarer Zeit DRM-freie MP3s anbieten. Einer der größeren Partner ist EMI, die bereits vor einigen Monaten den Wegfall des DRM in Kooperation mit Apple angekündigt hatten. Bei Amazon sollen sämtliche MP3s auf allen Endgeräten abspielbar sein und ebenfalls auf selbstgebrannten CDs archiviert werden können.

Dieser Schritt ist für die Musikindustrie sicherlich bedeutend und vielleicht sogar auch auf eine gewisse Art und Weise erschreckend. Der größte Gegner der digitalen Musikkultur hat eingesehen, dass der Kampf gegen den zum Verbrecher erklärten Kunden auf lange Sicht hin nicht erfolgreich ist.

Persönlich habe ich auf den Kauf von Musik schon seit geraumer Zeit verzichtet, da viele CDs auf meinem CD-Player nicht mehr abspielbar waren – selbiges gilt auch für DVDs, die auf den Geräten von 1998 etwas schleppend oder überhaupt nicht abspielbar sind. Ich wünsche mir daher neben den DRM-freien MP3s auch wieder koperschutzfreie Tonträger. Schließlich sind die Fans und die Menschen mit gutem Musikgeschmack als Abnehmer ja keine bösen Buben, sondern zahlende Kunden – die aber bisher immer wieder zurückstecken müssen was Qualität, Leistung und Preis beim Kauf einer CD oder DVD angeht.

3 Kommentare
  1. Matthias sagte:

    Das ist auf jeden Fall der richtige Weg. Dann kann man sich doch einfach mal so eben eine nette CD völlig legal zusammenstellen, ohne DRM und hoffentlich in guter Qualität, dann werde ich dort auch bestellen.

  2. Thomas sagte:

    Diese Entscheidung ist in der Tat sehr erfreulich; Die Musik-Industrie steckt wohl in ihrer größten Krise und speziell die großen Labels müssen alles in Bewegung setzen, bevor sie nicht ganz untergehn. Gleichzeitig ergeben sich durch diesen Wandel ja wieder riesen Chancen … Die Revolution ist voll im Gange!? :-)

  3. Franz Patzig sagte:

    Ich glaube, dass Amazon die erste Firma ist, die Apple Konkurrenz machen könnte. Natürlich bleibt abzuwarten, ob sie eine ebenso gute Integration wie Apple hinbekommen (was wiederum wegen fehlender Hardware fraglich ist).

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