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Landing Pages müssen Mobil-Responsive aufgebaut sein, ansonsten springt ein großer Anteil der Nutzer an Smartphone und Tablet ab.

Die E-Mail gilt als Zugpferd für das Direktmarketing. Doch nicht jede Branche sitzt dabei fest im Sattel. Nach einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Absolit schneiden Handel und Touristik dabei am besten ab, wenn E-Mails für die Klicks auf Landing Pages sorgen sollen.

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Deutsche Unternehmen haben immer noch einen hohen Nachholbedarf bei der Digitalen Transformation. Foto: Messe Frankfurt

Die deutschen Unternehmen spalten sich offenbar in zwei Lager auf: Einerseits haben einige Firmen ein klares Verständnis und eine strategische Haltung zur digitalen Transformation entwickelt, andererseits existiert eine weit größere Zahl an Nachzüglern, die erst am Anfang der digitalen Transformation stehen. Kein Wunder, denn nicht jeder möchte es wahrhaben, dass die Zukunft nur mit dem digitalen Wandel beherrschbar wird.

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Mobile Apps sorgen für ein zweistelliges Umsatzwachstum in Deutschland.

Deutsche Entwicklerstudios und Shopanbieter dürften sich über diese Nachricht freuen. Nach einer Umfrage des BITKOM soll die Nachfrage nach Apps in diesem Jahr erneut kräftig anziehen. Voraussichtlich werden hierzulande rund 1,3 Milliarden Euro mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr mit nur 910 Millionen Euro verzeichnet die Branche somit ein Umsatzplus von 41 Prozent in 2015.

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Schnäppchenjäger bestellen in internationalen Online-Shops: Günstige Preise und internationale Verfügbarkeit von Produkten geben den Ausschlag. (Symbolbild)
Daniela Zimmer, Programmleiterin der Internet World. Quelle: Unternehmen

Daniela Zimmer, Programmleiterin der Internet World. Quelle: Unternehmen

Digital Commerce im Aufwind: 58 Prozent der deutschen Schnäppchenjäger bestellen Produkte und Marken bei Händlern im Ausland. Günstigere Preise und die Nicht-Erhältlichkeit hierzulande spielen eine gewichtige Rolle. Dieses Ergebnis geht aus einer Studie unter über 5.000 deutschen Internetnutzern hervor, die das Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe durchgeführt hat.

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Symbolbild: Smartphones zählen für die Verbraucher fest zum Kommunikationsalltag.

Rund 45,6 Millionen Deutsche nutzen ein Smartphone zur Kommunikation und Information. Trotz dieser großen Nutzerschaft hat nur jedes zweite deutsche Versicherungsunternehmen erkannt, ihren potenziellen Kunden Informationen am Mobiltelefon anzubieten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Absolit, in der die Onlinepräsenz von 40 führenden Versicherungsgesellschaften untersucht wurde.

Symbolbild: Smartphones zählen für die Verbraucher fest zum Kommunikationsalltag.

Symbolbild: Smartphones zählen für die Verbraucher fest zum Kommunikationsalltag.


Der Mehrzahl der untersuchten Versicherungen ist es gelungen, ihre Onlineaktivität im Vergleich zu 2014 zu steigern. Am meisten hat sich die Provinzial Nord verbessert. Das Unternehmen war 2014 noch auf Platz 33 und konnte sich in diesem Jahr auf Platz 24 vorarbeiten. Auch CosmosDirekt, Signal Iduna und Ergo Direkt haben sich verbessert.

Heruntergebrochen auf die Zahl der Besucher sind DA Direkt, BGV und ARAG die großen Gewinner. Sie konnten ihre Besucherzahlen um über 100 Prozent steigern. Aber auch Allianz, CosmosDirekt, Basler, HUK-Coburg und Provinzial Nord haben über fünfzig Prozent mehr Besucher als im Vorjahr.

Mobile besitzt gewaltiges Potenzial

Trotz der Omnipräsenz der mobilen Endgeräte in den deutschen Haushalten scheint es den meisten Versicherungen nicht bewusst zu sein, dass inzwischen über die Hälfte der Deutschen auch mobil durch das Web surft. 48 Prozent der Versicherer verfügen weder über eine mobile noch über eine responsive Website. Dies dürfte eine erschreckende Feststellung in Zeiten der Digitalen Transformation sein.

Der Verzicht auf mobil optimierte Online-Präsenzen führt zur Folge, dass die potenziellen Kunden daran gehindert werden, mit der Versicherung in Kontakt zu treten. Zum Einen liest sich die Schrift auf dem Smartphone aufgrund der kleinen Größe bei nicht-optimierten Darstellungen so schlecht, dass Nutzer entweder nichts lesen können oder ständig die Ansicht vergrößern müssen. Zum Anderen ist die Menüführung auf nicht-optimierten Websites in vielen Fällen nicht für Touchscreens optimiert, so dass einzelne Untermenüs und die dahinter verborgenen Informationen für Smartphone-Nutzer nicht erreichbar sind.

absolit-studie

35 Prozent der Versicherer ignorieren Social Media

Rund 26 Millionen Deutsche nutzen Facebook und kontaktieren hier ganz selbstverständlich auch Unternehmen. Trotzdem fehlt bei 35 Prozent der hier untersuchten Versicherungen noch immer der Anschluss an das weltweit größte soziale Netzwerk. Dabei sind Kunden überaus dankbar, wenn ihre Anfragen über Facebook und Twitter zeitnah beantwortet werden.

Versicherungen vernachlässigen Suchmaschinenmarketing

Insgesamt betrachtet konnten die untersuchten Versicherungen ihre Onlineaktivität im Vergleich zu 2014 steigern. Verschlechtert hat sich die Präsenz der Versicherer in den Suchmaschinen. So besteht bei dem Gewinnen neuer Kunden im Internet bei den meisten untersuchten Versicherungen viel ungenutztes Potenzial. Zwar lassen sich alle Versicherungen mit ihren Eigennamen ganz oben in den Suchmaschinen finden. Bei generischen Begriffen hingegen sieht das Ergebnis allerdings anders aus. Eine gute Positionierung zu solchen Suchwörtern wie „Lebensversicherung“ oder „Hausratversicherung“ wird demnach vernachlässigt, obwohl Interessenten bei der Suche nach einem Thema direkt auf das Unternehmen stoßen könnten, ohne explizit den Unternehmensnamen gekannt oder im Suchfeld eingegeben zu haben.

Ebenfalls werden Backlinks vernachlässigt und das Aufrechterhalten von älteren Inhalten, Landingpages und Kampagnenseiten. Diese Mini-Präsenzen spielen eine gewichtige Rolle bei der Bewertung durch Suchmaschinen. Mehr als ein Drittel der untersuchten Versicherer konnte die Zahl der Rückverweise auf ihre Website nicht erhöhen. Viele Backlinks gingen im Laufe des Jahres verloren.

Für die Berechnung der Onlinepräsenz analysierte Absolit 40 Versicherungen nach 24 Kriterien. Aus allen Messwerten wurde für die drei Bereiche Web, Suchmaschinen und Social Web jeweils ein Index ermittelt. Aus der Summe der Indizes wurde das Ranking errechnet. Analysiert wurden die 40 online-aktivsten deutschen Versicherungen: AachenMünchener, Allianz, Alte Leipziger, ARAG, Asstel, AXA, Barmenia, Basler, BGV, Continentale, CosmosDirekt, DA Direkt, Debeka, DEVK, ERGO, ERGO Direkt, Generali, Gothaer, Hannoversche, HanseMerkur, HDI, HUK24, HUK-Coburg, LVM, Münchener Verein, Nürnberger, Provinzial Nord, Provinzial Rheinland, R+V, Signal Iduna, Stuttgarter, SV Sparkassenversicherung, VGH, VHV, VKB, Westfälische Provinzial, WGV, Württembergische, WWK und Zurich. Die kostenpflichtige Studie kann unter versicherungs-studie.de bezogen werden.

Der effiziente Offline-Abverkauf soll nach Ansicht des Online-Vermarkterkreises (OVK) im BVDW nicht ohne Online-Werbung funktionieren. Dies geht aus einer Studie hervor, die Abverkaufseffekte und Effizienz (ROI) von Online-Werbung im Sinne einer transparenten Marktaufklärung nachweisen soll. Testobjekte waren Werbekampagnen für die beiden Produktbrands Steinofen und Piccolinis der Dachmarke Wagner (Nestlé). Unter dem Strich sollen die durch Online-Kampagnen generierten Zusatzumsätze unter Einbezug von Dachmarkeneffekten in Relation zu den Bruttowerbeausgaben fast drei Mal höher sein. Klassische Display-Werbung soll somit den verhältnismäßig höchsten Return on Investment (ROI) aller eingesetzten Online-Werbeformen erzielen.

Grundsätzlich sei der durch Online-Werbung generierte Zusatzumsatz unter Einbeziehung des Dachmarkeneffektes im Verhältnis zu den Bruttowerbeausgaben überproportional hoch. Der Anteil von Online betrug an den Bruttowerbeausgaben lediglich 9,6 Prozent, aber mehr als ein Viertel (25,9 Prozent) des Media-Zusatzumsatzes sei auf diesen Online-Anteil zurückzuführen. Selbst ohne Dachmarkeneffekt zeigt sich der Anteil von Online am Media-Zusatzumsatz mit 25,9 Prozent höher als der an den Bruttowerbeausgaben (23,3 Prozent). Ohne Dachmarkeneffekte zeigt sich der Online-ROI um fast die Hälfte höher (44 Prozent) als der Gesamt-Media-ROI. Unter Berücksichtigung aller Online-Werbeformen zahlt sich nach Ansicht des OVK die klassische Display-Werbung am meisten aus und erzielt einen um 79 Prozent höheren ROI als der Durchschnitt. Für die weitere Untersuchung wurden Daten von 69 Kampagnen aus den vergangenen drei Jahren ausgewertet, die ausschließlich Fast-Moving-Consumer-Goods (FMCG) thematisierten. Die Analyse von mehreren Millionen Einkaufsaktionen in Deutschland zeigt, dass Online deutliche Offline-Abverkaufseffekte erzielt.

Markus Frank (Microsoft Advertising), stellvertretender Vorsitzender des OVK. Quelle: BVDW

Markus Frank (Microsoft Advertising), stellvertretender Vorsitzender des OVK. Quelle: BVDW

Markus Frank (Microsoft Advertising), stellvertretender Vorsitzender des OVK, erkennt in den Ergebnissen „ein deutliches Plus an Transparenz im Hinblick auf die tatsächliche Wirkung von Online-Werbung“. Seiner Einschätzung nach trage die Studie „maßgeblich zur Marktaufklärung in punkto Leistungskraft von Online-Displaywerbung bei“.

Naturgemäß liegt der OVK richtig damit, dass werbetreibende Unternehmen unter Effizienzgesichtspunkten den Vorzug für Online-Werbemaßnahmen im Media-Mix geben sollten. Schließlich helfen Targeting-Mechanismen und Performance deutlich, die tatsächlichen Effekte und die Werbewirkung transparenter darzustellen als im Werbegeschäft über klassischen Leitmedien wie TV, Radio und Print. Speziell im Bewegtbild-Segment herrschen diverse Unstimmigkeiten über die Viewability der Werbespots auf Webseiten und in Videoplayern. So wirkt die Studie in Zeiten von AdBlocker-Technologien und Social Media Marketing eher wie ein Rettungswurf, damit Marketeers und Werber ihre Budgets weiterhin im klassischen Display-Advertising verbuchen.

Symbolfoto: Digitaler Wandel bringt Veränderungen mit sich - nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch in der Führungsriege.

Digitalisierung ist gewiss kein Zuckerschlecken. Unternehmen müssen sich zu einer gehörigen Portion Selbstdisziplin, Langfristigkeit und Veränderungsbereitschaft verpflichten. Der Nachholbedarf in Sachen Digitale Transformation zieht sich quer durch die Bank. Für Unternehmen bringt der digitale Wandel nicht nur prozessgesteuerte Umbrüche mit sich, sondern sie benötigen auch das richtige Personal und die Macher. Ein „Digital Leader“ muss den Wandel steuern und auf Augenhöhe der Unternehmensentscheider agieren. Dies bestätigt die Studie „Überlebensstrategie Digital Leadership“ von Deloitte Digital und Heads! unter 102 untersuchten Unternehmen, von denen bislang lediglich 30 Prozent ihren „Head of Digital“ mit dem notwendigen Einfluss für eine erfolgreiche Transformation ausstatten.

„Die Gewinner der digitalen Transformation werden diejenigen sein, die Paradigmenwechsel im eigenen Unternehmen als Standard etablieren und immer wieder neue Geschäftsmodelle erschaffen. Voraussetzung dafür sind die richtigen Führungspersönlichkeiten und eine Netzwerkstruktur, die über das eigene Unternehmen hinausgeht“, sagt Andreas Harting, Partner bei Deloitte Digital.

Symbolfoto: Digitaler Wandel bringt Veränderungen mit sich - nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch in der Führungsriege.

Symbolfoto: Digitaler Wandel bringt Veränderungen mit sich – nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch in der Führungsriege.

Wirksamkeit und Nachhaltigkeit erfordern Führung und aktive Gestaltung durch diese sogenannten „Digital Leader“. Diese Rolle kann entweder von einem etablierten C-Level-Executive (CEO, CMO, CTO, CIO etc.) oder -im Idealfall- durch eine neu geschaffene Position übernommen werden. Der Chief Digital Officer (CDO) muss dabei folgende drei zentrale Erfolgsfaktoren für diese Führungsposition erfüllen:

  1. Präsenz in Vorstand und Aufsichtsrat
  2. Digitale Transformation als zentrales Fokusthema der „Digital Leader“-Rolle
  3. Einfluss auf die G&V des Unternehmens
Die Erfolgsfaktoren eines Chief Digital Officer. Quelle: Deloitte Digital und Heads!

Die Erfolgsfaktoren eines Chief Digital Officer. Quelle: Deloitte Digital und Heads!

Als besonders wichtig für den Erfolg eines jeden digitalen Wandels gelten Einfluss- und Steuerungsmechanismen für diese verantwortungsvolle Position, deren Idealbesetzung neben einem großen professionellen Erfahrungsschatz eine Vielzahl an persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbringen muss. Zwar gehen die Studienmacher davon aus, dass CDOs im Schnitt 4,5 verschiedene leitende Positionen in Digital-, Technologie- und/oder Beratungsunternehmen bekleidet haben, jedoch beweist die Realität, dass viele digitale Denker auch als Quereinsteiger ein Unternehmen auf neuen Kurs bringen können.

Natürlich erwartet man von einem solchen „Digital Leader“ die vielseitige Erfahrung, damit die meist veralteten Strukturen des Silodenkens im Unternehmen aufgebrochen werden. Zwar muss alles Existierende hinterfragt werden und die gesamte Organisation sollte auf eine gemeinsame digitale Vision eingeschworen werden, jedoch dürfen dabei traditionelle Prozesse und Strukturen nicht vollständig missachtet werden.

Lediglich 30 Prozent der untersuchten Unternehmen mit einer Digitalstrategie erfüllen überhaupt diese Faktoren. Damit erfährt digitale Wandel bislang noch nicht die notwendige Wichtigkeit und Dringlichkeit. Zudem scheint den verantwortlichen Personen nicht genügend Einfluss bemessen worden sein, um den Wandel nachhaltig im Unternehmen voranzutreiben.

Digitaler Wandel erfordert die richtige Person

Das Top-Management eines Unternehmens muss daher dringend den Ernst der Lage erkennen und sich mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:
Inwiefern wird die Digitalisierung meine Branche und mein Unternehmen betreffen? Wann wird das geschehen? Was sind die essenziellen nächsten Schritte, um die Rolle meines Unternehmens in der digitalen Welt von morgen neu zu definieren?

In vielen Fällen wird Digital auf Social Media reduziert, was im Grunde genommen ein fataler Fehler ist. Social Media bietet nur eine digitale Infrastruktur, auf der Prozesse und Kommunikation aufgebaut und verändert werden können. Wenn trotzdessen die Ergebnisse nicht das Unternehmen verändern, z.B. im Employer Branding und Recruiting neue Maßnahmen angewandt werden, sondern nur auf den Abverkauf von Produkten und Servicekommunikation auf Digital Marketing geschielt wird, bleibt die Digitale Transformation aus oder kann aus ihren Kinderschuhen nicht erwachsen.

Unternehmen müssen sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen, wenn sie langfristig am Markt bestehen bleiben wollen. Dafür brauchen sie dringend einen „Digital Leader“, um den Wandel, der in den kommenden fünf Jahren nahezu alle Branchen erreicht haben wird, maßgeblich für den Erfolg der eigenen Geschäftsmodelle zu beeinflussen. Leider haben zu viele Unternehmen sich dieser Frage nach der richtigen Person für den digitalen Wandel in ihrer Organisation noch nicht gestellt. Alternativ kann ein externes Consulting in puncto Digitaler Wandel helfen, um das Bewusstsein für die umfangreichen Veränderungsmaßnahmen im Unternehmen überhaupt zu wecken.

Symbolfoto: Der Personaler knabbert unsicher am Big Data Cookie.

Digitalisierung und Big Data bringen manche Vorteile für das Personalmanagement: Unternehmen können die Methoden für Auswahl und Entwicklung der Mitarbeiter auf eine valide Basis stellen oder erfolgreiche Instrumente für die Mitarbeiterbindung identifizieren. Zwar haben viele Unternehmensvertreter dies erkannt, jedoch mangelt es in ihren Firmen an Expertise, Personal und den nötigen Tools. Nur rund 15 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Big-Data-Ansätze für das Personalmanagement in Form von Personalauswahl und -entwicklung. Zu diesem nüchternen Ergebnis kommt eine gemeinsame Trendstudie von spring Messe Management, der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Institut IQP.

Big Data in HR noch am Anfang

Bei den vielfältigen Möglichkeiten und der langjährigen Bekanntheit dieser Tools und Ansätze dürfte man meinen: Trotz des Fachkräftemangels ist der Nachholbedarf bei den Personalern in Hinblick auf Digitalisierung mal wieder gewaltig!

Symbolfoto: Der Personaler knabbert unsicher am Big Data Cookie.

Symbolfoto: Der Personaler knabbert unsicher am Big Data Cookie.

Zwar sei das Konzept von Big Data 69 Prozent der befragten Personaler, Berater und Führungskräften aus mehr als 200 verschiedenen Unternehmen grob bekannt, aber nur 31 Prozent messen dem Thema im Personalbereich einen mittleren Stellenwert im eigenen Unternehmen bei. Lediglich 15 Prozent der Befragten bescheinigen, dass Big-Data-bezogene HR-Aktivitäten bei ihnen im Betrieb durchgeführt werden. Neun Prozent sehen die Personalabteilung dabei eher stark oder stark involviert. Als Hemmnisse für den Einsatz von Big-Data-Ansätzen in HR nennen die Teilnehmer insbesondere fehlendes Personal mit entsprechenden Kompetenzen, das Fehlen von nötigen Tools und die geringen Budgets.

Einsatzfelder der Zukunft: Mitarbeiterbindung legt am stärksten zu

Aktuell zählen Personalauswahl und -entwicklung zu den zentralen Anwendungsfeldern im HR-Bereich der Unternehmen. Diese werden nach Meinung der Befragten auch in den kommenden fünf Jahren weiter leicht an Bedeutung zulegen. Den stärksten Zuwachs in der Wichtigkeit sehen die Studienteilnehmer bei Mitarbeiterbindung mit einem Plus von 18 Prozent, betrieblichem Gesundheitsmanagement (+ 15 Prozent) und Performance Management (+ 14 Prozent). Ein Fünftel der Unternehmensvertreter gibt an, dass sie aktuell schon ein Big-Data-Projekt in HR planen, während bei 44 Prozent keine solche Planung ansteht.

Auf der einen Seite blasen die Unternehmen allesamt in das gleiche Horn und lamentieren den Fachkräftemangel. Wenn aber ihre Personalabteilungen immer noch darauf ausgerichtet sind, Bewerber und Kandidaten nach alten Routinen zu filtern, anstatt mit eigenen Lösungen zu arbeiten, wird die Schlinge des Fachkräftemangels um ihren Hals den nächsten Jahren sich weiter zuziehen.

Das „Internet der Dinge“ (engl.: Internet of Things, IoT) zählt zu den wichtigsten Zukunftsfeldern der deutschen Wirtschaft. Unternehmen müssen für den langfristigen Erfolg ihrer Geschäftsmodelle auf diesem Markt zwei entscheidende Faktoren erfüllen: Erstens starke digitale Infrastruktur aufbauen, die direkte Vertriebswege, die Entwicklung von Apps sowie die Stärkung der eigenen digitalen Community beinhaltet. Zweitens strategische Allianzen in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb, Technologie, Service sowie Research & Development bilden. Dies geht aus einer Untersuchung der Münchner Managementberatungsgesellschaft iq! hervor, für die 100 B2C-Unternehmen aus den relevanten Segmenten Fitness, Haushaltsgeräte und Smart Home anhand ihres Angebots und Vernetzungsgrads analysiert wurden.

„75 Prozent der monatlichen Konsumausgaben in Deutschland betreffen Bereiche, in denen künftig in IoT-Produkte investiert wird – das Potenzial dieses Marktes ist riesig. Wer allerdings in den kommenden zwei Jahren nicht die Weichen stellt und sein Produktportfolio sowie den Status der Digitalisierung von Marketing & Vertrieb IoT-tauglich macht, den wird diese nächste Stufe der industriellen Revolution überrollen“, erklärt Rainer Wiedmann, Geschäftsführer und Gründer von iq!. „Zu den Gewinnern werden die Marktteilnehmer zählen, die die richtigen strategischen Allianzen bilden. IoT-Produkte funktionieren insbesondere in Ökosystemen und im Rahmen von unternehmensübergreifenden Partnerschaften bzw. mit offenen Schnittstellen. Der Benefit für den Konsumenten ist nur dann gewährleistet, wenn Produkte herstellerübergreifend miteinander kommunizieren können.“

Smart Home - Gesamtüberblick der Analyse. Quelle: iq! Managementberatungs GmbH

Smart Home – Gesamtüberblick der Analyse. Quelle: iq! Managementberatungs GmbH

Zukunft des Internet of Things

Das Internet of Things wird tiefgreifende Veränderungen in zahlreichen Geschäftsmodellen mit sich bringen – auch im Bereich Marketing und Sales. Die direkte Verbindung zum Kunden über IoT-Angebote wird einen Teil der Medialeistung ersetzen und das Dialogmarketing stärken. Das IoT-Produkt wird letztendlich zum neuen Vertriebskanal, über den Serviceleistungen, aber auch weitere Produkte aus dem Portfolio vermarktet werden können.

Der eigentliche Wert von IoT-Produkten liegt mittelfristig allerdings nicht mehr in den Produkten selbst, sondern in Zusatzangeboten und -services, die daraus entstehen. Bislang rein produktbezogene Hersteller werden zu Dienstleistern, denn erst die IoT-Services, die ein Produkt begleiten, schaffen den tatsächlichen Mehrwert für den Konsumenten. Die optimale Ausschöpfung des Potenzials von IoT-Produkten und den darauf aufbauenden Geschäftsmodellen ist dann möglich, wenn die Nutzungsdaten analysiert und die daraus abgeleiteten Dienstleistungen exakt auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet werden. Diese, über die Konnektivität der Produkte generierten Nutzerdaten ermöglichen zudem eine direkte Kommunikation mit den Kunden. Der Kundenservice wird für viele Hersteller deutlich an Relevanz gewinnen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick nach Branchen

Fitness
Nur wenige der großen Sportartikelhersteller verfügen bereits über ein ausgereiftes IoT-Ökosystem – allen voran Adidas (80,9) und Nike (77,9). Dafür dominieren im Fitness-Segment Newcomer wie Fitbit (87,6), Jawbone (70,2) oder Misfit (70,2) und die bekannten High-Tech-Unternehmen wie Apple und Samsung den Markt. Trotz teils starker, bereits existenter digitaler Infrastrukturen besteht hier meist noch erhebliches Potenzial auf Seiten der etablierten Anbieter.

Haushaltsgeräte
Grundsätzlich gibt es in diesem Segment noch ganz erhebliches Potenzial – sowohl bei den Anbietern von Haushaltseinzelgeräten, als auch bei Newcomern wie etwa im Bereich Smart Gardening, die bislang meist mit Einzelprodukten am Markt vertreten sind. Vor allem die Anbieter von integrierten Lösungen wie Parrot (77,7), netatmo (75,4) oder rach.io (64,2) erzielen im Segment Haushaltsgeräte einen hohen Score – dicht gefolgt von traditionellen Herstellern wie B/S/H (71,6) oder Miele (64,7).

Smart Home
Im Bereich Smart Home überzeugen ganzheitliche Lösungen, wie sie nest (95,7), Sony (88,6), die Telekom (87,9) sowie Philips (86,1) und RWE (84,3) anbieten. Sie dienen als Musterbeispiel für die nutzerorientierte Implementierung von IoT-Produkten. Auffallend ist, dass sich nur wenige etablierte Unternehmen aus dem Bereich Energieversorgung und keiner der bekannten Heizungshersteller unter den Top-Platzierten befinden.

Die 100 untersuchten Unternehmen setzen sich aus Großkonzernen und Startups bzw. Newcomern im Verhältnis 80 zu 20 zusammen. Aufgrund der Verbraucherperspektive wurden keine Maschinenhersteller, Logistik- oder Handelsunternehmen ausgewählt. Das Bewertungs-Modell setzt sich aus den zwei genannten Basiskriterien zusammen, wobei der IoT-Offering-Score 60 Prozent der Gesamtbewertung und der IoT-Infrastructure-Score 40 Prozent der Gesamtbewertung im zugrundeliegenden Index ausmachen.

Luxusgüter haben ihren Platz im Digital Commerce gefunden. Der globale Online-Markt für Luxusmode soll bis 2018 jährlich um durchschnittlich 20 Prozent wachsen und auf ein Umsatzvolumen von 12 Milliarden US-Dollar ansteigen. In Deutschland entwickelt sich dieses Marktsegment mit 12 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr deutlich langsamer als im internationalen Vergleich und gegenüber dem gesamten Online-Handel. Hingegen beträgt das Wachstum in Frankreich 21 Prozent und in Großbritannien 18 Prozent. Eine Untersuchung verschiedener Online-Shops in Kombination mit einer Befragung von McKinsey & Company konstatierte den Shopbetreibern ein schlechtes Image. Zwei Drittel der Befragten sind mit dem Service ihres meistgenutzten Online-Shops unzufrieden. Immerhin hat jeder Dritte der befragten Käufer in Deutschland angegeben, in Zukunft mehr für Luxusgüter ausgeben zu wollen.

Als ausschlaggebende Kriterien für die Wahl eines Internetshops gelten bequeme Rückgabebedingungen und kostenfreie Lieferung. Weitaus weniger wichtig bleibt Same-Day-Delivery, also die Lieferung noch am Tag der Bestellung, und ein persönlicher Einkaufsberater, auf den nur jeder Zehnte der Befragten Wert legt. Als entscheidendes Kriterium gibt die Hälfte der Befragten an, ein Kleidungsstück gleich in zwei Größen zu bestellen, um das nicht passende Produkt direkt zurückschicken zu können. Im Vergleich dazu legen nur 27 Prozent der amerikanischen und 34 Prozent der britischen Konsumenten Wert auf die Zwei-Größen-Bestellmöglichkeit.

mckinsey

Die Hälfte der Kunden hierzulande wählt entweder direkt einen ihnen bekannten Online-Shop oder nutzt für Luxusmode eine Suchmaschine zur Produktfindung. Für Markteinsteiger und Pure-Player bietet gerade diese Angewohnheit vieler deutschen Konsumenten ein großes Potenzial. Jedoch müssten zuerst die Hausaufgaben gemacht werden, denn um hohe Marketingausgaben kommt niemand im Online-Geschäft herum. Zudem muss die Marketingeffizienz einer jeden Kampagne immer wieder auf den Prüfstand gebracht werden.

Jeder Vierte in Deutschland vertraut auf redaktionelle Artikel auf den Webseiten der Online-Händler oder in Newslettern. Hier kommt die Zusatzfunktion als Informationsmedium zu tragen, weil Online-Händler durch die vertiefenden Produktbeschreibungen und Zusatzinhalte über ein starkes Differenzierungsmerkmal zum stationären Handel verfügen.

Insgesamt würden die Deutschen sogar deutlich mehr Luxusartikel im Internet einkaufen, wenn ihnen bessere Preise und exklusive Produktlinien angeboten werden. Eine speziell zugeschnittene Digitalstrategie mit Online-Preismodellen, reinen Online-Produkten sowie reine Online-Marken können sich für einige Anbieter auszahlen.