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Die renommierte t3n lädt ihre Leser zur Wahl über die wichtigsten deutschen Web-Köpfe ein. Die Shortlists lesen sich wie das Who-is-Who der Digitalbranche: Webentwickler, E-Commerce-Spezialisten, Investoren, Startup-Gründer, Online-Marketer, Journalisten und Blogger, Manager und CEOs, Bewegtbild-Experten und Experten aus Kommunikation, PR und Social Media.
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Politikverdruss in Deutschland? Nein, danke. Kurz vor der Wahl sieht man nahezu jeden Tag etwas bei Rivva zu den Parteien, dem Wahlkampf und den Plattitüden der Politiker. Auch dämliche Ausrutscher gibt es, die aber nicht wirklich entschuldbar sind. Doch diese Aktion, die aus einer Kritzelei in einen Flashmob auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung der Bundeskanzlerin mündete, das nenne ich mal einen wirksamen und medial glorreich inszenierten Protest-Feldzug: Yeaahh! Yeaahh! Yeaahh! Yeaahh! Yeaahh!

Immerhin zeigt ein Teil der deutschen Bevölkerung, dass die Wähler auch immer jünger werden, und dass Senioren-Taktik im Wahlkampf überhaupt nicht gut ankommt. Und jetzt auch mit Song beim Johnny. Zumindest blieb dieser Protest nicht unbeachtet: Spiegel-Online berichtet fleissig über den Flashmob.

In einer aktuellen Pressemitteilung erklärt die VZ-Gruppe, wie Online-Wahlkampf funktioniert oder zumindest zu funktionieren hat. Die Piratenpartei Deutschland hat nach einer Woche insgesamt 16.237 Anhänger innerhalb einer Gruppe von studiVZ/meinVZ. Die SPD folgt mit 15.861 Fans auf Platz zwei, die FDP ist mit 15.778 Anhängern knapp vor der CDU (15.715 Anhänger) auf Platz drei. Das Bündnis 90/Die Grünen können 13.823 Anhänger, der Linken 8.592 Anhänger und die CSU 3.055 Anhänger verbuchen. Repräsentativ für die deutsche Bevölkerung und den bevorstehenden Wahlabend der kommenden Bundestagswahl 2009 ist dies natürlich noch lange nicht.

Immerhin amüsiert es mich durchaus, dass so viele junge Menschen ihre persönliche Parteizugehörigkeit so offen innerhalb eines Social Networks preisgeben. Welche Partei hier präferiert wird, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Zumindest in unserem Land gibt es geheime Wahlen, so dass die jeweiligen Wähler ihre Stimmzettel unbeobachtet, unbeeinflusst und eigenhändig ausfüllen können. Verhindern Social Networks mit der Präsenz von Partei und der Tatsache, dass man mit nur wenigen Klicks zu einem Fan werden kann, dieses demokratische Grundprinzip? Vielleicht liegt dieses Problem der Nichtkenntnis des Allgemeinen Wahlrechts ja auch in der Natur von jungen Wählern. Müsste man dabei nicht entsprechend Aufklärung betreiben und explizit die Nutzer darauf hinweisen, dass ihre Angaben über eine Anhängerschaft respektive das eigentliche „Fan sein“ ein sehr wichtiges Thema ist?

Social Media ist letztendlich ein sehr offenes Gebiet der Kommunikation. Selbst wenn die VZ-Gruppe einen hohen Standard an dem Schutz der Nutzerdaten unter Beweis stellt, könnte irgendwann jemand Drittes genau diese offen bekannte „Anhängerschaft“ zu egal welcher Partei nicht auch missbrauchen?

Na klar – ich wußte bescheid. Doch ich verweise lieber auf den Artikel von Henning Krieg, der die Misere beim derzeitigen OnlineStar 2007 schildert. Sagen wir es so – die Leute wissen nicht was sie tun. Und redaktionell geprüft werden die Links beim Onlinestar auch nicht. Aber Danke für die Wahl! :) Es erinnert mich schon an eine Posse, die eher schlecht gekonnt als gewollt in Aktion tritt…

In der immer wieder thematisierten Gewaltspiel-Debatte besticht die Idee eines Verbots der Herstellung und der Verbreitung von den so genannten „Killerspielen“. Jetzt droht der größte deutsche Computerspielehersteller Crytek mit dem Abzug ins Ausland. Wer das hier liest, kommt vielleicht zu dem drastischen Schluss: Gestern die Bücherverbrennung, heute die CD-Verbrennung. Früher gab es die Indizierten Listen – behaltet die doch bei und seid da nur ein wenig konsequenter. Dann schießen unsere Kinder auch mit Blumenknospen auf Tamagotchis und jagen die drolligen Pokemons im virtuellen Raum aufeinander los. Ist ja schöner und gewaltfreier. Wenn es in Videotheken funktioniert, dass sich eine „ab 18 Abteilung“ etabliert hat, sollte das auch in den größeren Geschäften für Computerspiele möglich sein – aber ein Verbot ist nur populäre Wahlkampfpropaganda.

Hitflip hat eine interessante Idee ausgegraben: Die Superblogs2007.

Es ist ein neuer Wettbewerb für Blogger, der in zwei Phasen der Nominierung und der Abstimmung abläuft, um den Sieger in den jeweiligen Kategorien zu küren.

Die Superblogs 2007 sollen nicht durch eine Jury gewählt werden. Vielmehr sollen die Blogleser und Blogger entscheiden, welcher Blog Superblog wird! Auch sollen Blogleser und Blogger überhaupt erst Vorschläge machen, welche Blogs zur Wahl des Superblogs 2007 antreten.

Ich interessiere mich insbesondere für die Kategorie „Medienübergreifend“ und habe mich einfach mal selbst nominiert. Ein bisschen Egozentrik darf ja schon sein – die Hauptsache ist dabei zu sein! Und sollte ich gewinnen, stifte ich 50% des Geldgewinns für wohltätige Zwecke. [via Twitter];)

Heute ist ein etwas politischer Abend. Mit gewissen Schrecken verfolgten wir aus Spanien über das Internet die neuesten Hochrechnungen und Daten der Wahlen. Das zwar noch nicht offizielle amtliche aber dennoch aussagekräftige Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeigt uns, dass wohl gewisse Menschen sich in Zukunft von ihrem Sofa mit dem bepuderten Hintern erheben und gefälligst zur Wahl gehen sollten. Es darf einfach nicht sein, dass eine propagandistisch ausgelegte Partei aus der braunen Soße in den Landtag einziehen darf. Wir hoffen ja noch auf das gute im Menschen und glauben, dass eine höhere Wahlbeteiligung von beispielsweise 80% zumindest den gewaltigen Pluspunkt im Ergebnis der NPD aushebeln würde.

Entschuldigung, aber sowas lässt uns zur Weißglut fahren kotzt uns einfach an ärgert uns unglaublich betrübt uns zutiefst kann nicht sein! Schaffen es denn nicht zumindest die noch großen („guten und nicht braune Suppe“) Parteien wie SPD, CDU, FDP oder die Grünen durch ein ansprechendes Wahlprogramm die Irrgeister und Irrlichter aus den Köpfen der Wähler zu treiben und durch etwas positives Aufgeklärtes zu ersetzen?!

Mit der von uns eingesetzten westlichen Demokratie hat man es auch nicht leicht. Wenn man sie nicht hat, schreit man danach und geht wählen. Sobald die westliche Demokratie in sich verankert ist, kräht kein Hahn mehr und kein Arsch geht wählen. Wir gehen regelmäßig wählen – und das aus guten Gründen.

… I should move to Italy. That was like the thought of the night. You might probably wonder why but the reason is kind of simple after the elections in Germany: Nobody there seems to take the politics serious. Since I’m starting to get tired of the politics in Germany, this might be another option… besides the fact that I don’t speak Italian. Well it is one of the few places the Germans invaded – besides Spain, especially Mallorca, Greece and the Turkey. I think even in Mallorca I could have more fun. At least they got some more sun then we got in Germany in every way. Or did anybody got another recommendation for me?

That’s cute. As reported by DonAlphonso, the Blog4Berlin deleted its webspace! Just after the elections and the shocking results, there’s no need to blog 4 Berlin anymore. Too sad.

A few minutes ago, I did cast my ballot. From now on, there’s time to watch the news about Germany’s Election 2005. But in the room in which people were supposed to vote, two strangers did not understand the idea of casting your ballot in a free democratic and secret manner. They were openly talking about which party they’d vote, and they asked the personnel if they should vote for the CDU or SPD. The working aides were quite confused because they were of course not meant to tell them what to vote for. In the end, they made their choice (which I know because they told everyone), but I hope that these people are the minority of voters… or this could turn out to become a political disaster!