In der immer wieder thematisierten Gewaltspiel-Debatte besticht die Idee eines Verbots der Herstellung und der Verbreitung von den so genannten „Killerspielen“. Jetzt droht der größte deutsche Computerspielehersteller Crytek mit dem Abzug ins Ausland. Wer das hier liest, kommt vielleicht zu dem drastischen Schluss: Gestern die Bücherverbrennung, heute die CD-Verbrennung. Früher gab es die Indizierten Listen – behaltet die doch bei und seid da nur ein wenig konsequenter. Dann schießen unsere Kinder auch mit Blumenknospen auf Tamagotchis und jagen die drolligen Pokemons im virtuellen Raum aufeinander los. Ist ja schöner und gewaltfreier. Wenn es in Videotheken funktioniert, dass sich eine „ab 18 Abteilung“ etabliert hat, sollte das auch in den größeren Geschäften für Computerspiele möglich sein – aber ein Verbot ist nur populäre Wahlkampfpropaganda.

3 Kommentare
  1. Christian Schmidt sagte:

    ich finds lächerlich, ich denke nich das die jugend wirklich dadurch gefährdet wird. außerdem sollte man es verbieten gibt es immer andere mittel und wege an die spiele zu kommen

  2. Michael sagte:

    Ich war immer ein Fan von Crytek und habe die Hysterie um Killerspiele nie verstanden.

    Das letzte Interview von Cevat Yergli fand ich allerdings ein bisschen komisch:

    Welt ONLINE: Ego-Shooter sind dafür bekannt, dass sie nur so vor Blut triefen. Muss das sein?
    Cevat Yerli: Blut ist dafür da, dass man aufhört zu schießen. Es ist eine Art visuelles Feedback: Wenn ich Blutlachen um mich habe, weiß ich, dass der Gegner tot ist. Den brauche ich nicht mehr anschießen. (www.welt.de/webwelt/article1113110/Spiele-Genies_drohen_mit_Auswanderung.html).

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