Mike Schnoor
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Schlagwortarchiv für: Flensburg

Blogs beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag

Medien

Schon gestern stießen wir auf die Meldung darüber im Datenschutzkontor – der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) lässt bloggen. Seit kurzem findet sich unter der Subdomain blogs.shz.de der jüngste Versuch eines Verlages, sich mit Web 2.0 zu beschäftigen. Dass diese Blog-Versuche von Zeitungsverlagen natürlich schiefgehen kann, haben wir schon bei den Geschichten über die Blogs von der Freundin oder der Süddeutschen Zeitung gehört. Zu diesem Beispiel, was sich der sh:z mit seinen Leserblogs leistet, möchten wir hier eine konstruktive, jedoch immer noch kritische Beobachtung verfassen:

Gemäß dem Web 2.0?
Wie wir auf der vorbildlichen Veranstaltung „Next10Years“ bei SinnerSchrader hören durften, sollen sich Unternehmen dem neuen Medium Internet und dem Schlagwort „Web 2.0“ annehmen und versuchen, es in ihre strategische Planung einzubinden. Wie dies exakt zu geschehen hat, hatte man jedoch auf dem Kongress mit der Vorstellung der zumeist etablierten Geschäftsmodelle belassen. Vielleicht war das auch ganz gut so, denn sonst würden sich einige Unternehmen sofort drauf losstürzen und einen PR-Gau erleben.

Ein generelles Fazit für ein Unternehmen, was sich im Web 2.0 bewegen möchte, lässt sich dennoch wie folgt kurz beschreiben: Sei ehrlich, sei Du selbst, sei das Unternehmen, und sei derjenige, der für und mit dem Unternehmen schreibt. Mache nicht die Fehler, die in den letzten 10 Jahren von Unternehmen gemacht wurden, wenn sie mit ihren Kunden und Usern in Verbindung traten. Warte nicht zwei Wochen bis zu einer Stellungnahme, sondern agiere direkt und freundlich, auch wenn jemand fremdes den Teufel an die Wand malt. Und bitte bleibe dir selbst treu, also lass dein Kerngeschäft in deinem eigenen Web 2.0 weiterleben.

Daraus folgt ein mehr oder minder gewichtiges Ergebnis: Halte die Feder in der Hand, und zeige deine Präsenz, auch wenn sich jemand negativ über dich und dein Treiben äußert.

Warum jedoch lässt der sh:z seine Leser bloggen, und setzt nicht seine eigene Manpower ein – wie beispielsweise das Handelsblatt in seiner Vorreiterrolle durch Thomas Knüwer personifiziert ist? Anscheinend werden so für den Verlag direkt einfach und kostenlos neue Inhalte produziert. Oder vielleicht ist sich noch niemand richtig beim sh:z darüber bewußt geworden, dass das unternehmerische Bloggen keine Selbstverständlichkeit ist.

Hier möge sicherlich der eine oder andere unserer Leser glauben, dass das „Leserblogging“ vom sh:z natürlich aussagt, dass die Leser der Zeitungen ihre eigenen Nachrichten für ihre eigene Tageszeitung schreiben. Das ist ja ganz klar total Web-2.0-mäßig und super trendy. Doch warum bitte sehr können die das nicht auch auf twoday.net, blogg.de oder sonstwo anders? Wozu auf den sh:z Leserblogs?

Und so lesen sich die bisherigen Beiträge in den Leserblogs des sh:z ähnlich dem Prinzip der Blog-Redaktion der Freundin: Das Treiben wirkt ein wenig gekünzelt und moderiert – als ob bezahlte Community Moderatoren die Diskussion eines schlafenden Webboards/Forums anheizen.


Inhalte und Aufbau
Interessant ist die Einordnung der einzelnen Rubriken: Es riecht nach dem klassischen Web-Katalog von Yahoo oder einem Nachrichtenportal. Darauf ist eine weitere Rubrizierung durch die einzelnen Regionen, in denen die Zeitungen des sh:z erscheinen, als zweite Kategorie-Übersicht gedacht. Schön ist das wiederum nicht, da durch diese starke Vorgabe eine Eigendynamik der einzelnen Blogs, die übrigens auf der Startseite zentral syndiziert werden, kaum möglich. Ich habe mir natürlich keinen eigenen Account gemacht um das wiederum zu testen, ob ich auch eine „Peter Pan“ Rubrik anlegen kann oder doch lieber „Köln“ als Region.


Rechtmäßige Kontrolle
Darüber hinaus ist das ganze Bloggen laut den AGBs, die man für die Anmeldung akzeptieren muss, auch noch ein wenig heikel. Man versucht die Autoren, die ja kostenlos und umsonst die neuen Inhalte produzieren, mit einer kleinen Gemeinheit zu binden – ähnlich nach dem Tolkienschen „Ring-Prinzip“.

Urheberrechte und ähnliche Schutzrechte Dritter sind zu beachten. Das Mitglied haftet in vollem Umfang für die von ihm eingestellten Inhalte, Texte, Hyperlinks und Bilder. Die sh:z übernimmt keine Haftung für die innerhalb der Weblogs bereitgestellten Inhalte und Informationen.

Da ist jemand mit einer großen weißen Weste am Start. Bei allem Respekt, warum sollte seit neuestem der Autor eines Eintrages für den Inhalt in der Form haftbar gemacht sein, während sich der Betreiber der Plattform galant im Impressum distanzieren darf? Bei mir darf ich mich jederzeit für die Inhalte von externen Links distanzieren. Ist also keine übergreifende rechtliche Regelung anstrebenswert, so dass der Verlag und seine kostenlosen Contentlieferanten eine saubere Regelung mit gemeinsamer Partizipation aufrecht erhalten können?

Für Inhalte externer Links und fremde Inhalte übernimmt www.shz.de keine Verantwortung.

Gewiss ist eine rechtliche Absicherung für den Verlag sinnvoll, zumal die Inhalte ja angeblich nicht von hauseigenen Redakteuren verfasst zu sein scheinen (sollen). Was passiert also, wenn mich irgendeiner der User bei den sh:z Leserblogs zitiert? Eiskalt den Autor verklagen? Oder doch dem Verlag eine Rechnung pro einzelnen zitierten Buchstaben schicken? ;) Naja… das wäre sicherlich übertrieben. Und natürlich ist die Haftung für die Beiträge bei gewissen rechtlichen Formalitäten notwendig, wobei das durch die übliche Floskel über die pornographischen oder rechtsradikalen Inhalte schon im Vorfeld abgesegnet sein dürfte. Aber mal schaun. Vielleicht wird das ja noch geändert.

Technisches
Betrieben wird das sh:z-Blogging wohl von 21publish und einem Hamburger Medienunternehmen genannt Boogie Medien. Amüsant daran ist die etwas andere Darstellung des Leserblogs seitens des Medienunternehmens vom 09. Mai:

In dem moderierten Themenblog können die Leser der sh:z künftig zu verschiedenen Themen eigene Beiträge, Fotos etc. veröffentlichen. Das Blogportal soll für die Menschen in der Region eine zentrale Anlaufstelle sein, sich mit lokalen Themen auseinanderzusetzen und sich untereinander zu vernetzen.

Der Begriff ist schön: Moderiertes Themenblog. Das geht runter wie Öl. Doch für ein mittelgroßes Verlagshaus wie den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag erwarte ich etwas mehr als ein Themenportal. Ein Unternehmen und die Personen dahinter müssen sich Gedanken machen, wie sie selbst bloggen und das Unternehmen präsentieren können. Dazu gehört es, dass sich beispielsweise die Geschäftsführung, die Chefredaktion, die Leiter der Anzeigenabteilung, des Marketings und Vertriebs, und vielleicht sogar bis auf die Ebene der Lokalredaktion in einem Blog zentral wiederfinden. Gute Beispiele für so eine Unternehmenskommunikation finden sich bei dem Fischmarkt oder beim Blog von Frosta wieder. Warum aber nicht bei einem Zeitungsverlag die eigene Mannschaft schreiben lassen, und stattdessen irgendwelche Leser in Form von Community-Managern in die Blogs lassen? Vielleicht ist mir soetwas unverständlich, vielleicht ist der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag auch nur ein Fall für sich.

Fazit
Viel braucht nicht mehr gesagt werden. Die hoffentlich konstruktive Kritik und Beobachtung des sh:z Leserblogs wird seine Zuhörer finden. Ob diese natürlich in erster Linie festgestellten Probleme auch in dem Verlag seinen Zuhörer finden werden, und ob entsprechende Änderungen gemacht werden, bleibt ebenfalls zu hoffen. Persönlich glaube ich an die positiven Effekte einer gelungenen Unternehmenskommunikation mittels Blogs und Web 2.0. Ich freue mich auf einen offenen Dialog, den ich hiermit auch begonnen habe, und begrüße vielleicht auch jemandem vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag hier in der Diskussion.

13. Mai 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-05-13 19:53:442013-11-20 07:54:11Blogs beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag

Flensburger Blogs (Update)

Blogkultur

Angeregt durch eine kleine Diskussion in den Kommentaren beim Radeldudel Sam dachte ich mir, es wird Zeit, für unser kleines Städtchen eine schöne Blogliste zu machen. Ok, da bitte – hier ist das ganze Feed Futter!

  • Anicatha
    Anika Catharina wohnt hier, war früher woanders, und schreibt auch als bloggende Studentin.
  • Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn
    Die bloggende Buchhändlerin Miriam lässt sich über Kunden und weitere Irrsinne im Alltagsleben aus.
  • Datenschutzkontor
    Ein weiterer Rechtsanwalt schreibt… im Stil wie die bekannteren Law Blogs ;)
  • Flensblog
    Jonas und Lena sollten sich mittlerweile mal die Finger wund schreiben… sonst gibt’s Ärger von Onkel Mike!
  • Flensburg-Online Blog
    Interessante Nachrichten aus der Stadt und seiner Umgebung, jedoch sucht man Trackbacks oder eine nicht-blogger.com-Kommentarfunktion hier irgendwie vergeblich.
  • Foto AG Flensburg
    Eine weitere Projekt-Gruppe von Studierenden am Campus Flensburg.
  • Friisland
    Michael hat ein etwas anderes und gewöhnungsbedürftiges Layout, aber why not!
  • Geniesser Blog
    Essen rund um Flensburg, in Flensburg, und das noch mit Ernesto, ’ner Kreuzdame und einer Königin, Canario (Cachaca)… und dem wilden Rest. Lecker!
  • Hansi’s Flensblog
    Jan bloggt ab und an über sein Leben oder auch seinen Arbeitgeber.
  • Herzpoetin
    Cornelia hat wirklich viele lyrische Inhalte zu bieten. Der Name ist wohl verdient! ;)
  • Nur mal so
    Birte gibt sich aus Glücksburg die bloggende Ehre, indem sie Dinge, Erlebnisse, Gefühle und Gedanken festhält. Interessante Einblicke in das alltägliche Leben.
  • Radeldudel
    Sam fährt, schreibt, rennt, tanzt. Ja… der Mensch macht eigentlich alles halt!
  • Rouven in New York
    Richtig, der liebe Junge ist zur Zeit in New York, jedoch kommt er von hier und deshalb würdig, in dieser kleinen Liste zu stehen!
  • Schnee-Gronauer’s FÖRDEBLICK
    Der Flensburger Anwalt schlechthin. Vielleicht auch der einzige „Web-Anwalt“ aus unserer Stadt…
  • SkyKat
    Katharina’s eigenes kleines Blog ganz in Englisch – man muss ja die Internationalität wahren! ;)
  • Solaria’s Infothek
    Spiritueller Inhalt prägt dieses Blog, was sich mit seinem „Nischenprogramm“ gerne behaupten darf!
  • MikeSchnoor.com
    Unser eigenes kleines Blog darf natürlich in der Liste nicht fehlen! Wir haben alles – getreu nach Theo Lingen: Frisch, fromm, fröhlich und frei!

So das wars. Noch mehr? Hab ich wen vergessen? Und bevor jemand fragt – das „Pseudo Stadtblog“ werde ich nicht in diese Liste einpflegen…

26. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-26 11:33:302013-11-20 07:55:37Flensburger Blogs (Update)

Kommentieren nicht leicht gemacht…

Blogkultur

…so habe ich es eben beim Flensburg Online Blog gemerkt. Gibt’s da nicht die Möglichkeit, auch bei euch auch ohne „Blogger Account“ zu kommentieren? :)

10. April 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-04-10 12:19:042006-04-10 12:19:04Kommentieren nicht leicht gemacht…

Christ eröffnet in Flensburg

Marketing

Jahrelang hat es gedauert, bis das Unternehmen CHRIST mit seinen Uhren und Schmuck den Markt in Flensburg betreten hatte. Schon in den vergangenen Wochen konnte man staunen, was aus dem ehemaligen Douglas-Gebäude entstehen sollte. Am heutigen Tage war es dann soweit: Der neue CHRIST Shop in Flensburg öffnete seine gläsernen Tore.

Doch was erblickten wir beim Schlendern in der Innenstadt auf einem unschönen dicken DIN A4 Papier an den Fensterscheiben? Dank Katharinas neuer Kamera, der Olympus µ810 konnten wir gleich ein Beweisfoto erstellen:

Ist es einem nicht von vornherein klar, dass an einem Eröffnungstag so einiges passieren kann? Als Kunde nehmen wir doch gerne Rücksicht auf die neuen Mitarbeiter einer Filiale, wenn sie nicht sofort wissen, wo die Rolex- oder die Armani-Kollektionen zu finden sind. Der Zettel mit dem Hinweis auf die „Generalprobe“ ist meines Erachtens nur peinlich. Man hätte diese Information auf den Eröffnungs-Rabatt doch ein wenig schöner verpacken können, als es als Selbsteingeständnis der unternehmerischen Schamesröte zu entblößen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja ein Happy End mit CHRIST in Flensburg.

22. März 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-03-22 17:33:562006-03-22 17:33:56Christ eröffnet in Flensburg

Flensburg²: Geniesserblog!

Blogkultur, Marketing

Ich werd verrückt, das gibt’s nicht! Gleich zum zweiten Mal am heutigen Abend stoße ich auf ein weiteres Flensburger Blog! Es ist das GeniesserBlog! Und noch einer zu meinen weiteren abonnierten Feeds… ;)

6. Februar 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-02-06 22:16:302006-02-06 22:16:30Flensburg²: Geniesserblog!

Flensburg: Die bloggende Buchhändlerin

Blogkultur, Marketing

Die 21jährige Miriam hatte in Rostock und Leipzig ihre Lehre bestritten, und ist in Flensburg gelandet! Sie ist Buchhändlerin und eine Blog Autorin! Ja, eine der vielen Flensburger Buchhändlerinnen, und wir haben da wirklich eine Menge, bloggt unter anderem auf aci.blogg.de!

Hilfe! Wenn wir jetzt in Flensburg unsere Bücher für die Universität kaufen, könnten wir womöglich gar ohne unseres Wissens in dem jüngsten Szene-Blog auftauchen! Da wir uns aber in der Flensburger Buchhandelsszene auskennen, bei den eingängigen Unternehmen wie Bücher Rüffer, Buchhandlung Westphalen, Weiland, Carl-von-Ossietzky Buchhandlung und noch vielen mehr gern und gut gesehene Kunden sind – und gerade weil meine eigene Mutter auch eine ausgebildete Buchhändlerin ist (war) – sind Katharina und ich sehr gespannt darauf, die besagte Miriam mal kennen zu lernen.

Unverhofft kommt oft. Vielleicht schreibt sie ja über unsere Kundenklopper, aber wir schreiben dann im Gegenzug über Verkaufsmiseren :P (Wird das ein Blogwar werden? Hui…) [via Rob]

6. Februar 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-02-06 22:03:112006-02-06 22:03:11Flensburg: Die bloggende Buchhändlerin

Flensburg und die Raubkopierer Szene

Medien

„Morgen Kinder wird’s was geben, morgen werden wir uns freu’n… denn wir Freunde werden’s saugen – wieder mal ein Filmelein.“ Ungefähr so könnte der Tonus der kleinen und großen Raubkopierer lauten, denn unser Landgericht Flensburg entschied, dass die geschädigten Unternehmen der Musik- und Filmbranche ihre rechtliche Grundlage verlieren. Der ebenfalls lokal in Flensburg ansässige Telekommunikationsdienstleister Versatel gewann den Streit um die Speicherung der Daten der Tauschbörsen-Nutzer für sich und ist somit nicht verpflichtet, diese Vorratsdatenspeicherung durchzuführen.

«Das Urteil hat den Charakter eines Präzedenzfalls», sagte Versatel-Anwalt Ernst Georg Berger der Zeitung «Die Welt». Auch andere Internet-Zugangsanbieter würden sich künftig jetzt nicht mehr von den geschädigten Unternehmen unter Druck setzen lassen.

Jedoch hat nach diesem kurzen Aufatmen der Szene dieses Weihnachtsgeschenk einen schalen Charakter: Im kommenden Jahr 2006 soll die Bundesregierung ein Gesetz zur Pflicht einer sechsmonatigen Datenspeicherung herausbringen. Damit freut sich wohl wiederum die Lobby rund um die Rootkitkonzerne und Superstarsänger… es lebe das Original! [via Netzeitung]

16. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-16 09:25:562005-12-16 09:25:56Flensburg und die Raubkopierer Szene

Abendstimmung

Medien

Flensburg hat so einiges zu bieten, was einem als ur-eingefleischtem Bestandteil der Stadt manchmal nicht auffällt. Vor wenigen Minuten kamen wir von einer wunderbaren Jazz-Blues-Session im Orpheus Theater nach Hause. Die Musik und die Stimmung waren für unser nördliches kleines Städchen ein wahrer Rausch der Sinne. Endlich echte Musik. Endlich wieder wie damals, als ich noch in der Jazz Big Band an der Schule in die Tasten hauen durfte.

Nun kommt ein wenig Vergangenheitsbewältigung: Damals spielte ich Piano Forte (oder „Klavier“ für die Unterbemittelten) in einer über 20-köpfigen Schulband. Seit der 5. Klasse bis in den 11. Jahrgang partizipierte ich am Leben der Musiker, bis sich daraus in meiner jugendlichen Frohnatur eine denaturierende Lästigkeit entwickelte. Ich empfand es als nervig, meinen dicken Hintern jeden Mittwoch zur Probe der mir seit Jahren bekannten Stücke zu quälen. Ich war so froh, die Noten an den Nagel zu hängen.

Heute in der Gegenwartsbewältigungsphase jedoch habe ich am Wochenende meine Gitarre in die Hand genommen und angefangen, wieder ein paar Akkorde zu üben. Kommt Zeit, kommt Rat. Vielleicht hole ich mein altes Klavier aus dem Haus meiner Eltern doch zu uns in die Wohnung – den Nachbarn wird es bestimmt nicht gefallen, meine heißen Jazz-Rhythmen zu hören!

Ooops, und soeben kam ich in den Genuss eines Strohhalms voll mit altem Orangensaft. Das Zeug hatte sogar schon Flocken gebildet… wieso passiert mir solch eine Schmach an einem so schönen Tag wie heute? Das kann doch nicht der krönende Abschluss sein. Besonders spektakulär ist die akkustische Entwicklung mit den Nachbarn. Kaum fing ich mit der Gitarre an, war ein Tag später ein sotones „Ping… Ping…“ zu vernehmen. Hat da jemand ein Instrument gestimmt? Oder doch nur ein Heimchen gepflegt? Nun hämmern sie oder laufen die Treppen rauf und runter. Ob man die Lieben dafür jetzt in Deutschland foltern darf? Die Nachrichtenlage ist auch dermaßen entspannt, dass ich das Prinzip „Lappyklappe-zu“ anwenden möchte.

14. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-14 22:39:142005-12-14 22:39:14Abendstimmung

Stärken einer kleinen Wirtschaftsregion?

Events

Mal ein anderer Anfang für den Morgen. Ich erfuhr am Mittwoch von einem Brain Brunch über meine Heimatstadt. Die Region Flensburg ist als nördlichster Wirtschaftsraum von Deutschland mit einer Arbeitslosenquote von 14,1% (PDF) für die Zukunft nicht gut gerüstet, jedoch bietet die Region als Universitätsstandort im Bereich der Managementausbildung und der Tourismusbranche einige Chancen für Unternehmen, sich in diesem Standort zu etablieren. Auch nach dem Abzug der Bundeswehr sind genügend Nichen und damit verbundene Absatzmöglichkeiten vorhanden, um nicht nur auf lokaler Ebene durch Tourismus sondern vielmehr auf internationaler Ebene durch die noch vergleichsweise wenig vorhandene Kooperation nach z.B. Skandinavien zu agieren. Gewiss ist diese Kooperation existent, jedoch im Vergleich zu anderen Grenzregionen nicht ausgebaut. Wer auch aus der Region stammt und Lust auf einen Brunch mit diesen Themen hat, sollte sich vorher anmelden und natürlich auch vorbeikommen. :)

Hier die Termininformation bezüglich der Veranstaltung zur Vision 2005: Im „Brain Brunch“ – ein Frühstück für Wirtschaft, Wissenschaft und Studierende- werden mögliche Zukunftsperspektiven und Attraktivitätsansprüche des Standorts Flensburg thematisiert. Es referieren u.a. Prof. Dr. Mike Friedrichsen von der Professur für ABWL insb. Medienmanagement an der Universität Flensburg, Dr. Michaela Oesser von der WTSH und Harald Markvorsen, Vorstand BDS.

Brain Brunch: Entrepreneurship und Innovation
03. Mai 205, Beginn: 09:00 Uhr
Veranstaltungsort: Universität Flensburg, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg

Auf der anderen Seite muss ich aber nachfragen, was hier Eure Meinung und Erfahrung von Grenzregionen (speziell Flensburg) ist. Seht ihr Chancen, um diesen schwächeren Wirtschaftsräumen wirtschaftlich zu helfen? Gibt es schon vorhandene Lösungen aus anderen Regionen Deutschlands, die hier ansetzbar sind? Vielleicht ergibt dies auch eine schöne Diskussion in den Kommentaren…

15. April 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-04-15 08:35:222013-11-20 07:49:48Stärken einer kleinen Wirtschaftsregion?

Vision Schleswig-Holstein 2005

Events

Zum vierten Mal findet dieses Jahr in der Zeit vom 18 April. bis 8. Mai 2005 die Vision Schleswig-Holstein unter dem Banner der IHKs Flensburg und Kiel statt. Zu dem diesjährigen Motto „Wasser und Mehr – Meer und Perspektiven“ versammeln sich bis zu 150 Unternehmen, um auf dem Wirtschafts- und Kulturfestival für sich selbst und Schleswig-Holstein als Unternehmensstandort zu werben.

Persönlich werde ich einige Veranstaltungen am Veranstaltungsort Flensburg besuchen, und wer mag, darf sich natürlich gerne anschließen. Ein Ziel dafür ist die nordjob, eine Beratungsmesse für Schüler und Studenten in der Campushalle Flensburg.

8. April 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-04-08 09:43:262007-05-18 17:25:01Vision Schleswig-Holstein 2005

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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