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Natürlich hat es mich bewegt, als vor wenigen Tagen verkündet wurde, dass das Online-Nachrichtenportal Zoomer.de eingestellt wird. Bürgerzeitungen, Citizen Media Journalism und Social Media erfuhren eine harte Abfuhr beim Holtzbrinck Verlag. Doch nicht nur die junge Riege der Social News hat es getroffen. Heute berichtet der Branchendienst Kress von dem Aus der Tomorrow:

Der Burda-Verlag hat die Faxen offenbar dicke: Nach kress-Informationen stellt der Münchner Verlag sein „Digital-Lifestyle“-Magazin „Tomorrow“ mit sofortiger Wirkung ein. Was aus der Berliner Redaktion wird – bislang unklar. Von Verlagsseite war bisher keine Bestätigung zu erhalten.

Ein harter Schlag, der mich persönlich mit voller Breitseite trifft. Ich habe die Tomorrow ganz persönlich sehr genossen. Wenn sich dieses Gerücht hält und bewahrheitet, stirbt für mich ein Teil der Digitalen Welt auf Papier. Lohnt sich das Hoffen auf eine Falschinformation?

Stars, Society, Adel, Szene, Style, Schicksal, In&Out und Leben? Das nach eigenen Angaben größtes People-Portal in Europa www.bunte.de wurde einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen und ging gestern mit einem neuen Design online. Die Kollegen von Burda haben dabei ganze Arbeit geleistet, indem die üblichen People-News und Vor-Ort-Berichte von den verschiedensten Galas, Events und Promi-Auftritten mit Videoclips und kommentierbaren Blogs abgerundet werden.

Die bisherige Kooperation mit T-Online, die jüngst ihrem eigenen Portal einen Relaunch gegeben haben, wurde ebenfalls neu ausgerichtet, so dass der Schwerpunkt der Kooperation sich von technischer zu inhaltlicher Zusammenarbeit wandelt. Für meinen Geschmack trifft es das neue Portal der Bunten genau richtig, da die Schrift und Layouts ideal miteinander harmonieren und nicht zu viel Text das Gesamtbild vernichtet. Ein ganz klarer Pluspunkt für die Bunte, die für die definitiv zu Klatsch-und-Tratsch hingezogenen Leserschaften einen Mehrwert darstellt, kommt als wichtiger Bestandteil des Verlagsprofils durch diese Neuausrichtung der Onlinepräsenz zu stande.

Der Medienkonzern Hubert Burda Media übernimmt die restlichen 50 Prozent der Vogel Burda Group München. Primär handelt es sich dabei um CHIP, die in das Zeitschriften-Portfolio des Medienhauses vollständig integriert wird. Mit einer weltweit verkauften Auflage von rund 1,2 Millionen Exemplaren ist die CHIP eine der führenden internationalen Computer-Zeitschriften.

Über den Kaufpreis selbst wurde Stillschweigen vereinbart. Das bisherige Joint-Venture mit Sitz in München zeigte bis auf die CHIP meiner Meinung nach für wenig Dominanz am Zeitschriftenmarkt. Die Spekulationen, dass die Online-Abteilung Chip Xonio Online GmbH an die Tomorrow Focus AG weitergegeben wird, sind natürlich sehr spannende Entwicklungen, die es zu beobachten gilt.

Nicht nur Väter, Mütter oder Hunde haben ihre eigenen Communities im Web 2.0 sondern auch Frauen! Die Community beQueen setzt genau auf diese stark im Internet vertretene Zielgruppe (siehe Studie zum Medienkonsum). Die Plattform wurde der abantis media GmbH, einer neu gegründeten Firmierung von Burda und der Burda Digital Systems gelauncht. Kurzum – alles steht unter einem Motto: Frauen sollen Königinen sein:

„Wir möchten, dass beQueen hält, was der Name verspricht: Sie zu Königinnen zu machen. Mit gut recherchierten Artikeln, spannenden Videos und schönen Geschichten. Aber das ist noch nicht alles. Wir wünschen uns, dass Sie Ihr beQueen für sich entdecken und freuen uns auf Ihre Blogs, Diskussionen, Umfragen, Artikel, die Sie zum Inhalt von beQueen beitragen, auf Ihre Fotos, Videos und vieles mehr.“

'beQueen - FrauenCommunity' von Sichelputzer

Violett, weiblich und damit auch autark – viel Erfolg bei diesem Start! Ich durfte ja schon einmal hereinschnuppern, als ich die aktuelle Tomorrow in München aufschlug. Auch digital:next und public-beta machen sich so ihre Gedanken dazu. :)

So ruhig hier im Blog? Das hat einen guten Grund! Es ging nach München zur Media in Transition. Die Anreise mit Abfahrt gegen 19.54 Uhr vom Kölner Hauptbahnhof und Ankunft tief in der Nacht gegen 1.30 Uhr im Hotel – wir waren erledigt und froh darüber in die Betten zu kommen. Nach wenigen Stunden Schlaf kam das überschaubare Frühstück gerade recht, bevor es gegen 9.30 Uhr ins Goethe Institut in München zur Media in Transition los ging.

Zwar konnte ich nicht am ersten Tag dabei sein, aber unter dem Oberbegriff der Medienwelt habe ich bekanntlich eine Erwartungshaltung zu Themen wie Print, Radio, TV und Internet. Visionen, Ideen, Kreationen – Ziele, Forschung, Zukunft, Trends. Nur einige Wörter aneinandergereiht ergibt sich dann dabei, dass keine Unternehmens- oder Produktpräsentation gehalten werden dürfte. Zumindest wurde dies von einigen Teilnehmern so stark gemacht, dass sich der Gedanke der Medienwelt durch ein Techniktreff austauschen lassen konnte. Dennoch liegt dies eher an den unterschiedlichen Sichtweisen der Vortragenden. Für micht zählte letztendlich eines: Das Networking beim Kaffeeplausch. Wie konnte es auch anders kommen! Die Media in Transition war klein und fein, es müsste vielleicht nur ein wenig für meinen Geschmack hin zu den Visionen gehen, anstatt auf vergangenes oder bestehendes zu pochen. Ich danke den Veranstaltern, vor allem Özlem Guenay, für die Einladung zu der Veranstaltung! Hoffentlich lässt sich das Goethe Institut im nächsten Jahr davon überzeugen, dass es für webbasierte Konferenzen auch den einen oder anderen WLAN-Zugang spendiert… :)

Danach erlebte ich die sagenumwobenen Hallen von Burda bei einem interessanten Meeting vor allem mit Heiko und Rupert, bevor wir ermüdet in den Zug nach Köln stiegen… das war ein Powerday in München!

Die Meldung flatterte vor wenigen Minuten herein: Burda beteiligt sich an Tripsbytips – einer Reisecommunity mit webzwonulligem Charakter. Laut Pressemeldung soll der Mehrwert von Tripsbytips in der intelligenten Verknüpfung von Reisenden mit ähnlichen Interessen liegen – ganz getreu nach dem bekannte Amazon-Prinzip des Rezensionsmanagements. Sowohl kontextbezogene Werbung als auch APIs zu anderen Tourismus-Dienstleistern bzw. Anbietern gehören zu dem zentralen Geschäftsmodell von Tripsbytips.com

Ob die Mitglieder, die bereits zum Mai 2007 in irgendeiner Weise bis zu 20.000 Reisetips, Hotelbewertungen, Restaurantkritiken, Reisetagebücher und Reisebilder online gestellt haben sollen, letztendlich an der Social Community einen Mehrwert nebst des Erfahrungs- und Informationsaustausches finden werden, ist schwer festzustellen. Einzig und allein ist für mich ein Trend bemerkenswert: Burda konnte sich bereits an blog.de und sevenload beteiligen und auch Holtzbrinck stellte seine Ansprüche an Abacho und StudiVZ klar heraus. Die deutsche Verlagslandschaft ist sehr stark in Start Ups und Web 2.0 Unternehmen interessiert, und ich glaube, dass sich einige andere Verlage sich an diesem Vorgehen ein Scheibchen abschneiden sollten… :)

Das Video ist der Trip des Tages. Heiko zeigt einen netten Einblick in die neuen Räumlichkeiten und sein Büro vom „Burda Media Empire“. Schöne Farben, schöne Lounges, schöner Balkon. Türen hattet ihr in die einzelnen Offices nicht oder waren es Schiebetüren., die in den Trennwänden verschwanden…

P.S.: Schickt ihr uns vielleicht bitte auch einen der Plasmabildschirme, falls eine der Wände für etwas anderes genutzt werden soll? :)

Hubert Burda Media: Mit einer Reichweite von 50,2 Prozent ist Burda (inkl. CHIP) zum fünften Mal in Folge Reichweiten-Marktführer unter den deutschen Zeitschriften-Verlagen. Insgesamt erreicht Hubert Burda Media jährlich 51 Millionen Menschen in Deutschland über 14 Jahren. Das entspricht einer Gesamtreichweite von rund 80 Prozent.

versus

Bauer Verlagsgruppe: Mit einer Gesamtreichweite von 49,7 Prozent, was 32,2 Millionen Lesern entspricht, stellt die Verlagsgruppe zum wiederholten Mal ihre führende Position im Markt der Publikumszeitschriften unter Beweis: Jeder zweite Deutsche liest eine Zeitschrift aus der Bauer Verlagsgruppe.

Anfang 2006 hat das Team um Peter Ambrozy bei edelight die ersten Marktdaten erhoben, Mitte 2006 wurden die Jobs geschmissen und die eigenen Ersparnisse in die Alpha-Version investiert. Die harte Arbeit hat sich wohl gelohnt, denn nach vielen schlaflosen Nächten, Höhen und Tiefen, und der Unterstützung durch die Blogosphäre geht edelight nun mit geballter Kraft an den Markt: Burda Digital Ventures hat sich mit einer Minderheitsbeteiligung an edelight beteiligt.

Peter Ambrozy schreibt dazu auch folgende Zeilen, die ich hier gerne zitieren möchte:

Uns ist auch wichtig an dieser Stelle durchaus emotional zu sagen, dass es ein gutes Gefühl ist, wenn das unternehmerische Risiko durch ein solches Investment „belohnt“ wird, da man dadurch die Möglichkeit bekommt, an den Ideen weiterzuarbeiten und sogar noch mehr Gas zu geben. Sau gutes Gefühl!

Letztendlich kann ich Peter und sein gesamtes Team zu diesen Neuigkeiten nur beglückwünschen. Gleichzeitig freue ich mich auch darüber, dass die Blogger als Initiatoren und Poweruser für das gesamte Konzept mit den Informationen vorab gefüttert wurden. Besser geht’s nicht! Für die Zukunft stehen so einige Veränderungen an, durch die wohl jedes Unternehmen mit modernen E-Commerce Konzepten in einer Wachstumsphase wie dieser durch muss:

Damit wir uns in der Anfangsphase vertraglich nicht zu stark binden müssen, haben wir Teilbereiche an externe Partner ausgelagert. Diese Bereiche werden wir jetzt reduzieren, damit es in Zukunft keine strategischen Abhängigkeiten mehr gibt. Mit dem Ausbau unseres Teams haben wir in den letzten Wochen bereits die ersten Schritte getätigt. Gleichzeitig gilt es jetzt den Bundesbürgern zu vermitteln, dass Social Shopping nichts Altruistisches oder Karitatives ist und es Spaß macht, sich in unsere Community einzubringen bzw. mitzumachen.

In den nächsten Tagen oder Wochen soll edelight in eine Beta gewandelt werden und damit den ersten Teil der eigentlichen Idee für das Social Shopping Prinzip launchen. Ich bin gespannt auf mehr, auch wenn es bereits einen großen Markt mit vielen anderen Social Shopping Konzepten wie Dealjäger oder Shoppero gibt. Bereits am Donnerstag wurde ich von Peter per E-Mail über die Beteiligung informiert und habe versprochen, das auch zu bloggen – es gibt nichts besseres als exklusive News, die man auch ein wenig zeitgesteuert in sein Blog pumpen kann. Und wer es noch nicht wußte – Burda Digital Ventures hat sich bei meinem Arbeitgeber vor einigen Monaten beteiligt.

Nachtrag: Wie man sehen kann, haben auch Robert, Alexander, Lukasz, Thorsten und Frank bereits dazu berichtet. ;)

Die wichtige Nachricht macht die Runde: Burda steigt bei sevenload ein! Jetzt ist es raus – sevenload startet durch.

Warum man nicht sofort im hauseigenen Blog etwas darüber lesen konnte kann ich recht einfach erklären: Die Pressekontakte haben in diesem Fall wirklich Vorrang gehabt – bevor in einem Corporate Blog etwas zu dem Thema zu lesen ist. Ebenfalls waren dabei noch viele weitere Prozesse anzustoßen, damit ein größtmöglicher Impact erreicht werden kann…

Ich freue mich auch darüber, dass die Medienwelt und auch die Blogosphäre das Thema aufgreift. Vielen Dank an Robert Basic, Bertram Gugel, Thomas Wanhoff, Nico Lumma, Heiko Hebig, Marco Krüger und natürlich auch Ibo!

Ursprünglich wollte ich diese Zeilen schon gestern Abend schreiben, für meinen Teil bin ich jedenfalls sehr gespannt auf die Zukunft und freue mich unglaublich in diesem Team sein zu dürfen! Ich schrieb ja schon ein wenig früher, dass dieser Montag ein anstrengender Tag wird… ;)

Nachtrag: Die offizielle Pressemitteilung kann seit heute Mittag gelesen werden. In unserem Blog gibt es auch ein entsprechendes Statement dazu – und ganz ehrlich – ich finde, dass die Blogosphäre gerade richtig abrockt, wenn ich mir Technorati und Co ansehe. DANKE!