Natürlich hat es mich bewegt, als vor wenigen Tagen verkündet wurde, dass das Online-Nachrichtenportal Zoomer.de eingestellt wird. Bürgerzeitungen, Citizen Media Journalism und Social Media erfuhren eine harte Abfuhr beim Holtzbrinck Verlag. Doch nicht nur die junge Riege der Social News hat es getroffen. Heute berichtet der Branchendienst Kress von dem Aus der Tomorrow:

Der Burda-Verlag hat die Faxen offenbar dicke: Nach kress-Informationen stellt der Münchner Verlag sein „Digital-Lifestyle“-Magazin „Tomorrow“ mit sofortiger Wirkung ein. Was aus der Berliner Redaktion wird – bislang unklar. Von Verlagsseite war bisher keine Bestätigung zu erhalten.

Ein harter Schlag, der mich persönlich mit voller Breitseite trifft. Ich habe die Tomorrow ganz persönlich sehr genossen. Wenn sich dieses Gerücht hält und bewahrheitet, stirbt für mich ein Teil der Digitalen Welt auf Papier. Lohnt sich das Hoffen auf eine Falschinformation?

9 Kommentare
  1. Mike Schnoor sagte:

    @Timo – Den Sichelputzer natürlich!

    Nein ernsthaft, es könnte ein neues Medium zwischen Heise, Golem, Tomorrow, Horizont, W&V, Meedia und turi-2 geben… und wir alle hätten einen neuen Newsletter im Abo! :)

  2. Herbert sagte:

    Habe die Tomorrow auch immer gekauft. Letztendlich stand dort aber nicht wirklich was Neues. Als ständiger Beobachter kannte man die Themen meist schon von Webseiten wie „Deutsche Startups“ oder Anderen. Vor allem die letzten Seiten immer mit Flickr-Bilder voll zu knallen, war ja nicht unbedingt der Bringer.
    Aber zum Nebenbei mal schmöckern und durchzublättern war die Tomorrow ok.

  3. Timo Lommatzsch sagte:

    Ja, aber ich brauche auch ab und zu was einfaches gedrucktes – nicht immer nur Newsletter … da war Tomorrow echt ideal …

  4. the Geek sagte:

    Endlich mal eine Seite, die die Tomorrow nicht im Stil von „Ich hab’s ja gleich gesagt“ abwertet.

    Ja, auch ich war ein treuer Leser – sogar ein Abonnent. Gerade in den letzten 1,5 Jahren hat die Tomorrow eine Richtung eingeschlagen, die mir sehr gefiel und der letzte Relaunch war wirklich gelungen.
    Aber die Tomorrow war am Ende auch schon ein kleines Internet-Fachmagazin. Nein, nicht unbedingt für die Techniker-Fraktion, sondern für die zeitgenössischen Web-Beobachter. Die Tomorrow war zuletzt eine Spiegelung dessen was im Internet aktuell „hype“ und „in“ war.

    An vielen Stellen liest man jetzt, dass die „harte Auflage“ mit rund 60.000 verkauften Heften pro Monat zu niedrig war, aber sind 60.000 Hefte nicht eigentlich eine ganze Menge? 60.000 sind für ein kleines Fachmagazin schon ganz schön viel. Finde ich.

    Wie dem auch sei. Vorbei ist vorbei.

    Weiß jemand, was man mit den rund 30.000 Abonnenten (zu denen ich zähle) macht?

  5. Alexz sagte:

    Witzig, dass in der Google-Anzeige dieses Artikels ganz unten rechts steht:
    „Tomorrow für 0 Euro
    Jetzt eine Probeausgabe sichern und in die Digitale Welt abtauchen! http://www.tomorrow.de
    Hoffnungschimmer oder blanke Panik? :-)

  6. Sven sagte:

    Finde ich schade, habe ich schon ab und zu mal gelesen.
    Hoffentlich erwischts in der Krise nicht noch mehr gute Zeitschriften…

Trackbacks & Pingbacks

  1. wusel's world sagt:

    Burda stellt das Internet-Print-Magazin Tomorrow ein…

    Das aus für das Magazin “Tomorrow” ist nun im Hause Burda wohl gefallen.  Scheint als hätte sich das Konzept eines Internetmagazines im Onlinezeitalter nicht durchgesetzt.
    Weitere Infos im Netz:

    zoomer zoomt aus – kein morgen für tomor…

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