Ein kleiner aber feiner und dadurch aufschlussreicher Artikel von Phil von Sassen zeigt auf, dass der bekannte Vorwurf von „Copycats“, dem Nachahmen einer Idee, insbesondere bei Unternehmenswebseiten eine ganz peinliche Nummer werden kann:

It is easy to reach us. E-mail works. Voicemail works. […]

Wie man die Samwers als European Founders erreicht, lässt sich einfach bei der Webseite von Sequoia Capital abschauen. Das wäre ungefähr so, als wenn die Texte von Havanna Club bei Bacardi genutzt würden. Aber was soll man sich darüber noch aufregen – es amüsiert doch irgendwie nur noch die Medienbranche! :)

Markus Spath hat auf Blognation die 50 populärsten Seiten aus Deutschland aufgelistet. Es freut mich sehr zu sehen, dass Deutschland so viele spannende Dienstleister am Markt hat – einige davon kannte ich persönlich auch noch nicht, aber wenn Zeit ist lohnt es sich gewiss mal drüber zu surfen.

Doch auch wenn die Liste sich sehr gut liest, muss nun jedoch ein wenig Kritik folgen: Die Liste selbst generiert sich aufgrund der verweisenden Links von del.icio.us auf die jeweiligen webzwonulligen Services:

To wet your appetite for what’s going on in Germany we compiled a list of the 50 most popular sites from Germany right now. This list is based on counting the number of bookmarks of about 400 sites at the bookmarking service del.icio.us.

Auch wenn die Liste sehr schön ausschaut und nahezu jedes Web 2.0 Unternehmen oder Start Up sich in der Liste wiederfindet, hat sie den faden Beigeschmack dessen, dass keine echten Reichweiten, Nutzerzahlen, Demografien oder wirtschaftlicher Relevanz in die Erstellung der Liste eingeflossen sind. Es ist daher schwer möglich ein Ranking oder eine Wertigkeit zu den Dienstleistern und Unternehmen anhand der Popularität aufzustellen. Dennoch zeigt es, dass sich in Deutschland viel mehr tut, als man vielleicht auf internationaler Ebene erwartet hat – und was unserer webzwonulligen Wirtschaft hilft, kann ja nicht allzu schlecht sein, nicht wahr?

Diese Überschrift ist sicherlich sehr optimistisch gewählt, entspricht jedoch dem Credo von Partnr, dem neuen Kommunikationstool für Paare. Wer Wünsche und Träume hat, sollte sich mit seinem geliebten Partner bei Partnr anmelden und miteinander kommunizieren. Speziell für Menschen, die sich tagsüber nicht sehen und selten zu Hause einige gemeinsame Stunden haben, aber auch diejenigen, die mit Fernbeziehungen zu kämpfen haben, könnten davon profitieren, sich bei Partnr über ihre Bedürfnisse auszutauschen.

Oliver Wagner beschreibt sein wunschreiches Projekt mit den folgenden Worten:

Im Wesentlichen ist Partnr.de ein Projekt, dass sich als Ergänzung zur zwischenmenschlichen Kommunikation versteht und den Dialog zwischen Paaren auf eine spielerische Weise unterstützen und intensivieren möchte. Dabei stehen die Wünsche der Partner aneinander im Vordergrund. Man könnte sagen, Wünsche sind das Social Object von Partnr.de.

Wünsche zu stellen und sie erfüllt zu bekommen ist tugendhaft und ist bei Partnr durch eine sehr webzwonullige Plattform realisiert worden. Laut entsprechenden Studien sei der Prozentsatz der in einer Partnerschaft gegenseitig bekannten Wünsche entsprechend gering, so dass Partnr das Prinzip der Folksonomy auf diesen Lebensbereich anwendt. Alle eingetragenen Wünsche sind öffentlich einsehbar und können getaggt (verschlagwortet) werden. Jeder andere Nutzer kann für sich selbst passende Wünsche mit einem Klick in das eigene Portfolio übernehmen und darüber hinaus dem eigenen Partner zukommen lassen. Ob per Mail, per SMS und in Kürze per RSS – man darf einiges von dieser Kommunikationsform erwarten.

Für uns jedoch, und das habe ich mir durch Katharina bestätigen lassen, ist dieses Tool vielleicht unterstützend, jedoch ersetzt es niemals die primären Kommunikationsformen der Menschen – oder einfach nur den Moment, wenn man jemandem den Wunsch von den Augen ablesen kann. :)

Seit heute bin ich um eine Schnapszahl reicher – und weil dieser Blogeintrag auch automatisch an Twitter gesendet wird, habe ich die Tausend auch geknackt. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Und Pownce will ich nicht so recht nutzen, auch wenn ich dort einen „early-bird Account“ hatte, lässt mich der Dienst, der auch von vorn herein mit Premiumservices angedroht hatte, absolut kalt. :)

PaulsMama ist eine Familien-Community, die sich im deutschsprachigen Webzwonull-Sektor für zukünftige und bereits gewordene Eltern, Großeltern, Geschwister und sämtliche Familienangehörigen platzieren möchte. Das Projekt wird von Nina-Julia Kunath geleitet und ist seit kurzem in die öffentliche Betaphase gegangen, die schon von einigen anderen StartUps gemeistert wurde:

Und ja, es gibt schon verwandt.de und familyone.de. Aber der Familienstammbaum ist bei Paulsmama nur ein Feature von vielen. PaulsMama ist das Xing für die Familie und für Freunde. PaulsMama bietet deutlich mehr, als die Wettbewerber. Überzeuge Dich selbst.

Ich hatte die Möglichkeit, im Zuge der Blogger-PR mit Vorabinformationen mit dem Thema bereits am 18. Juli online zu gehen, entschied mich jedoch aus Zeitmangel dagegen. Persönlich bin ich im Moment nicht so sehr von einer Familien-Community angetan, aber was nicht ist, das kann ja noch mal werden, nicht wahr?

Die Blogosphäre zumindest berichtete ausgiebig über den Launch, wie die Einträge bei Jens Kunath, Peter Turi, Robert Basic, Nico Lumma, Web2Null, still beta, off the record, deutsche-startups, ringfahndung, Handelskraft und My Media Mirror aufzeigen.

Das Trendbüro aus Hamburg hat im Auftrag von eBay eine Studie zum Thema „Upgrade-Gesellschaft“ durchgeführt. Die Studie kann man nach einer kurzen Registrierung kostenlos herunterladen. Insbesondere wurden dabei Blogger pressetechnisch auf die Studie aufmerksam, indem sie von Jörg Jelden noch einmal persönlich angeschrieben wurden. Laut Jörg wird die Studie zur Upgrade-Gesellschaft wie folgt thematisiert:

In der „Upgrade-Gesellschaft“ hebt sich die Trennung zwischen „neu“ und „alt“ auf. Auch Altes ist neu: „neu für mich.“ Heute nutzt man Gegenstände auf Zeit, anstatt sie wegzuschmeißen oder massenhaft zu horten und verkauft Dinge weiter. Das macht reicher und befreit. Nach der Flexibilisierung von Familie und Arbeit wird Besitz dynamisch.

Von Mai bis Juli 2007 wurde die Studie unabhängig durchgeführt, indem auch die Geschäftsführer des Auktionshauses Christie’s Deutschland und eines Luxus-Handtaschen-Verleihers namens „Luxusbabe“ als Experten befragt wurden.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gibt Peter Turi in Kleinbloggersdorf bekannt, dass das berühmt-berüchtigte StudiVZ mit Marcus Riecke ab August einen neuen Geschäftsführer erhält. Die bisherigen Gründer haben mit dem neuen Frontmann, der sich einen Namen durch verschiedene Aufgaben und Rollen bei Ebay, Bertelsmann und Lycos machen konnte, wohl eher weniger zu melden. Bereits vor einigen Monaten schied der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani in einen halbseidenen Status im Aufsichtsrat der Ltd., jedoch war sein Abstieg immer schneller beschleunigt und fristet derzeit sein Dasein als „Praktikant“. Für die anderen beiden Gründer Dennis Bemmann und Michael Brehm sehe ich schwarz, denn die ursprüngliche Behauptung, dass sie das Ruder auch nach der Übernahme durch Holtzbrinck in der Hand behalten dürfen, ist mit dem neuen Geschäftsführer wohl ad acta gelegt. Viel Erfolg.

Und ganz nebenbei: StudiVZ bietet meines Erachtens nach keine wahre Monetarisierungsmöglichkeit. Dieses studentische Social Network ist von seinen Mitgliedern zum Austausch für Spaß und Party genutzt, eher weniger kommt es dabei auf die Inhalte an, geschweige denn auf die Werbeflächen. Zwar sind laut IVW hohe Zugriffszahlen an den Tag gelegt, jedoch vermute ich, dass sich diese auf die Mitgliedersuche und die Nachrichten über die Postfachfunktionen zu einem Löwenanteil verteilen. Wenn ich nach meiner Post schaue oder etwas suche, verschwende ich bei diesem gezielten Surfverhalten keinen Gedanken an Werbung. Das Facebook-Problem ist auch das StudiVZ-Problem, so dass ich mir sicher bin, dass auch der neue Geschäftsführer nicht unbedingt etwas an den reinen Einnahmen des StudiVZ verändern kann.

Abschließend möchte ich zumindest betonen, dass zwar im Fall von StudiVZ den Gründern jeglicher Wind aus den Segeln genommen wird (wurde), jedoch dieser Status nicht als ein allgemeines Beispiel als Basislektüre für Entrepreneurship dienen sollte. Es ist eher ein Dämpfer für das StudiVZ selbst, der allgemeine Gründerboom und die kreative Szene ist jedoch in einer Wachstumsphase. Vielleicht etwas nachdenklicher, nur nicht verhaltener – so sehe ich die zukünftigen Potentiale kommen.

Nach dem Studium stellt sich für viele Studenten die Frage: Was tun?! Findet man noch einen Job? Hat man überhaupt was im Studium gelernt? Hatte man sich die Zeit zu sehr in irgendeinem Studenten-Verzeichnis im Internet wie dem StudiVZ vergnügt und das reale Leben außer Acht gelassen?

Nun gut, diese Fragen kann ich für niemanden beantworten, aber ich möchte auf einen Dienst verweisen, der in solchen Situationen den Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite stehen möchte. Fellowweb will der Orientierungslosigkeit von Jugendlichen ein Ende setzen – die Schüler, Azubis und natürlich die lieben Studenten respektive Absolventen sollen in einem neuartigen Interaktionsgeflecht anhand eines Profilematchings sogar potentielle Karrierewege bei Ähnlichkeiten zu den jeweiligen Profilen der Nutzer ausgewiesen bekommen. Ob das wirklich funktioniert, kann ich derzeit nicht bestätigen, aber diese Form eines Social Networks hat schon etwas nettes. Dem Anschein nach befindet sich Fellowweb in der Gründungsphase – man wird abwarten müssen, was sich daraus ergibt und wie die jungen Nutzer sich mit dem Portal außeinander setzen werden.

Und nur mit einem kleinen Päckchen, das eine gedruckte Pressemeldung mit den nötigen Informationen nebst kleinen Stickern und einer persönlichen Postkarte enthielt, konnte Fellowweb meine Aufmerksamkeit über echte Briefpost erregen. ;)

Aber so ganz ausgegruschelt, wie die Karte und die Stickerpins es ausloben, hat es sich dann doch wohl nicht: „Stell Dir Deinen Snoggi zusammen“ heißt es bei Fellowweb, so dass man doch irgendwie sich wundert, was ein Snoggi so ist. Andere Nutzer zu kontaktieren und Grüße und virtuelle Blumen zu verschicken – da haben wir es! Snoggies schicken ist eine Alternative zum Gruscheln – auch so kann es gehen, muss es aber nicht. Die Frage, die sich mir grade stellt, ist auch mit einem komischen Gefühl verbunden: Ist das jetzt überhaupt webzwonullig?

Wer eine junge Gründung live über ein Blog miterleben möchte, sollte sich jetzt bei YouConomics reinklinken. Ich kenne Philipp Kandal bereits durch einige Web 2.0 Events wie die next07, aber insbesondere auch durch die Zusammenarbeit mit dem Team von sevenload, welches die Gründung von Philipp’s neuem Unternehmen unterstützt, habe ich ihn sehr schätzen gelernt. Sein Projekt wird als zentrales Thema die Umkreissuche in Kombination mit User Generated Content und mobiler Navigation verbinden. Zu der Idee selbst, die sich natürlich im webzwonulligen Segment des User Generated Content ansiedelt, finden sich auch ein paar spannende Zeilen im neuen Blog:

Hintergrund ist, dass wir stark auf das Thema User Generated Content aufbauen, der meist negativ mit der Abkürzbung aal = ‚andere arbeiten lassen’ besetzt ist. Auch bei uns spielt der Beitrag der Anwender eine wesentliche Rolle. Allerdings wollen wir das nicht im Sinne der ‚Ausbeutung’ verstehen. Ganz im Gegenteil haben wir unser Geschäftsmodell von Anfang an so aufgebaut, dass die Nutzer, die einen Beitrag zum Erfolg liefern, finanziell partizipieren, (so dieser denn eintreten sollte).

Dabei ist der Titel des Blogs nicht der eigentliche Name des Unternehmens, denn:

Wie man unschwer erkennen kann, ist es eine Wortverbindung aus You & Economics (d.h. frei übersetzt: Ihr seid die Wirtschaft).

Meiner Meinung nach ist das eine sehr gute Namenswahl für ein Corporate Blog, was vor dem offiziellen Start des Unternehmens an den Start geht. Schon in wenigen Monaten (im hoffentlich sonnenreichen Herbst) wird das Start-Up dann auch als Beta gelauncht, so dass die daraus resultierende „Navigation 2.0“ mit einigen Einblicken zur Entwicklung und den Herausforderungen der Gründung bei YouConomics dokumentiert wird. Man darf also gespannt sein, was Philipp und sein Team von ihrer Gründungsphase zu berichten haben – go on and blog it!

Man wächst und wächst und wächst – auch bei SinnerSchrader wird fleissig expandiert. Das Team in Frankfurt am Main wird sich einspielen und möchte als eigenständige agierende Agentur wahrgenommen werden.

Daniel Druhm, 34, übernimmt die Teamleitung Beratung und die Funktion des Standortsprechers. Denis Richard, 33, wird Leiter des Teams Technik. Jochen Illius, 33, übernimmt die Leitung der Kreation.


Daniel Druhm, Denis Richard und Jochen Illius (v.l.)

Da kann man nur sagen: Toi toi toi! Viel Erfolg in Mainhatten. Ich bin schon jetzt nach der next07 im Mai auf die next08 von SinnerSchrader gespannt, aber die wird wohl in Hamburg wieder stattfinden. ;)