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Werbung verteufeln wir. Aber Werbung brauchen wir. Schließlich wird nahezu jeder und alles, was nicht „Paid Content“ ist, durch Werbung refinanziert. Nun haben Vermarkter immer lustigere Ideen, die Werbebotschaften ihrer Werbekunden an die Rezipienten zu senden. Klassisches Sender-Empfänger-Modell lässt grüßen. Der alte Banner hat bekanntermaßen ausgedient, die Werbebranche muss die Schockstarre hinter sich lassen, die wir dank des starken Einflusses von Google AdWords, Google AdSense und Facebook Ads tagtäglich erleben. Ja, man muss immer am Ball bleiben, damit man die Werbung den Rezipienten vorsetzen kann. Dies ist gut, denn wir erhalten damit ja kostenlose durch Werbung refinanzierte Inhalte. Für lau, for free.

Doch wenn die Werbung den Content belastet, hinterfrage ich die Werbewirkung dieser Online-Werbung. In diesem Fall wundere ich mich über den Einfallsreichtum der Vermarkter und Werbeagenturen. Als urtypischer Rezipient von solchen marketinglastigen Kommunikationsformen empfinde ich jedoch Bauchschmerzen.

„Das Page Morph-Ad startet als Wallpaper. Wenige Sekunden später klappt sich die Website, wie zwei Schwingtüren, auf und ein seitenfüllendes Rich-Media-Format wird angezeigt.“

Zwar ist bald Weihnachten, aber ein gewaltiger Banner sollte nicht wie ein Adventskalender oder eine Theaterbühne vor dem Content funktionieren. Wenn mir solch eine animierte Display-Werbung auf Webseiten begegnet, versuche ich sie schnellstmöglich wegzuklicken oder verlasse die Seite. Selbst dies scheint nur mit ein wenig Geduld möglich, schließlich möchten diese Schwingtüren geöffnet und geschlossen werden. Da verschwindet nix sofort beim Klick auf „Schließen“, vielmehr wird die Werbeform noch bis zum Ende animiert. Soll bestimmt schön aussehen, oder?

Schon jetzt reichen mir die unsäglichen Banderolen, die sich vor den Content legen. Nun auch noch das Spiel mit den Türchen oder wahlweise mit einem Vorhang – je nach Betrachter. So kann man die Nutzer und vor allem ihre Geduld auch reizen. Damit gehen jedem Seitenbetreiber die Page Impressions (Ad Impressions) verloren, mein Visit hat eine kürzere Verweildauer und die gesamte Reichweite der zu vermarktenden Angebote schmälert sich. Schon doof für den Seitenbetreiber, und ziemlich doof für den jeweiligen Vermarkter. Aber manchmal machen wir alle ja ein wenig Werbung um jeden Preis. Wer sich fragt, wie diese überlappende, überklappende und überkandidelte Werbeform aussehen mag, kann sich selbst ein Bild davon machen. Natürlich muss ich nachträglich betonen, dass auch meine Brötchen im Prinzip durch Werbung und nicht durch „Goodwill“ finanziert werden. Doch es gibt meiner Meinung nach wesentlich effektivere Werbeformen als jene, die den Content vollständig überlagern.

Seit Anfang April erhalte ich jeden Monat einen „Google AdSense Optimierungsbericht“ über das Administrationsfrontend im Loginbereich von AdSense. Im Prinzip ist das eine wunderbare Form der Kommunikation mit den zahlreichen Kunden, die AdSense auf ihren Webseiten integriert haben. Was läuft ab, was hat eine verbesserte Performance gegenüber anderen Anzeigen gezeigt, welche Werbeform ist die gewinnbringenste… doch das liest man da überhaupt nicht. Mittlerweile stelle ich ein wenig überrascht fest, dass der Inhalt des Optimierungsberichtes alles andere als optimiert ist:

Sie könnten Anzeigen filtern, die auf Ihrer Website eine gute Leistung erzielen.

Dieser Satz ist in allen drei Monaten immer wieder der einzige wahre Inhalt der Berichte. Neben der Tatsache, dass der Klick auf weitere Informationen nur einen Teil der FAQ ausmacht, die man sowieso sich jederzeit verinnerlichen kann, ist das einfach zu wenig. Kann man da ein wenig mehr Personalisierung für die jeweiligen Webseiten erwarten, auf denen man AdSense laufen lässt?

Ruhm und Ehre gibt es immer weniger in der heutigen Zeit. Wenn man etwas Gutes tun möchte, gibt es zumindest immer einen in der weiten Welt, der egal tiefgrabend und tieftrabend die Sache konsequent kritisiert – ob gut oder schlecht steht dabei außer Frage.

Es wurde für adical daher Zeit ein paar klare Worte zu den Gerüchten mit dem Charakter von Anschuldigungen, ja nahezu Verleumdungen, zu schreiben. Gut so! Ich fand das anfängliche Vorgehen von adical zwar nicht zu 100% perfekt, jedoch fühlte ich mich auch nie auf den Schlips getreten, dass ich einfach nicht bei adical partizipieren konnte. Daher ist adical schon vorher ganz sympathisch gewesen – und das selbst dann noch, als ich bereits von den Unkenrufen der Kritik und einem sich erweiternden (teilweise auf Gerüchten basierenden) Marktumfeld hörte. ;)

Es geht nicht um inhaltliche Vertragskonditionen sondern um die bloße Optik. Geht es nur mir so oder schauen die 468×60 Bannerformate von Google AdSense ein wenig anders als vorher aus? Früher prangerte dort doch noch kein großer Hinweis, dass es eine Google AdSense Anzeige ist. Ich erinnere mich, dass darunter in einem eigenen Bereich der Schriftzug mit dem Hinweis zu sehen war, aber viel dezenter und nicht so plakativ. Oder täusche ich mich?

Sehr geehrte Doreen K. von Kusmitea.com,
Sehr geehrter Andreas D. von Casting-Agentur.de,
Sehr geehrter Vitalij K. von Spirituosen-Shop.biz,
Sehr geehrter David F. von 11cl.de,

ich habe ihre vergangenen E-Mails der vergangenen Tage und Wochen zur Kenntnis genommen und möchte Ihnen hier offen antworten. Ob Pressemitteilung oder nicht – Blogger sind anders als die klassischen Medien. Daher haben Sie sicherlich Verständnis dafür, dass wir hier ein wenig offener verfahren und mehr Transparenz in den folgenden Ablauf bringen.

Zu aller erst möchte ich Ihnen danken. Sie waren sehr offen, jedoch ist eine Erwähnung ihrer Produkte und Dienstleistungen in den von mir privat verwalteten Internetangeboten nicht wirklich kostenlos. Das wußten Sie aber schon. Der traditionelle Linkaustausch wird von mir generell abgelehnt, da man sich soetwas erst verdienen muss. Falls Sie also an mehr interessiert sind, habe ich den unschlagbaren Deal für Sie – und natürlich alle diejenigen potentiellen Werbekunden, die sich noch nicht mit dem Thema der Werbeschaltung auf dieser und angeschlossenen Webseiten-Funkhäusern auseinander gesetzt hatten. Hiermit starte ich die Aktion nach dem Motto 2.0 – „Der Beste siegt und bekommt den Werbeplatz!

Bitte schicken Sie mir dazu ihre konkreten Preisvorstellungen für die Platzierung von gängigen Werbemaßnahmen (mögliche Werbeformate sind dabei 468×60 Banner, 120×600 Skyscrapper oder eine individuelle Lösung) per E-Mail bis spätestens zum 31. Januar 2007 zu. Die E-Mail Adresse kennen Sie sicherlich noch.

Ganz getreu nach diesem Motto 2.0 wird derjenige oder diejenige von Ihnen mit mir einen persönlichen und diskreten Preis unabhängig voneinander aushandeln. Doch seien Sie gewarnt: Sämtliche von Ihnen eingeschickten Angebote werden nach Ende der oben genannten Frist von mir (vielleicht) hier in diesem Blog veröffentlicht. Sollte es zu wenig sein oder gar unermesslich viel – wir werden sehen.

Eines kann ich Ihnen jedoch garantieren: Neben den Google Adsense Anzeigen werden Sie über den mit mir ausgehandelten Preis eine exklusive Alleinbuchung bekommen. Wie das abläuft und eventuell sogar eine individuelle Lösung realisiert werden kann… schau’n wir mal! Hinweis: PIs, Visits, Unique Visitors oder ähnliches werde ich in keinster Weise garantieren, dafür dürfen Sie aber einen Monat Präsenz zeigen.

Ich freue mich auf Sie! Denn jetzt haben Sie meine Aufmerksamkeit erregt!

Mit besten Grüßen
Mike Schnoor

Vielen Dank für die namentliche Erwähnung auf dem Bildblog.de: Wie der nebenstehende Screenshot zeigt, wurde ich über die Werbeeinblendung von Qype dort mit meinem echten Namen angezeigt. Ehrlich gesagt bin ich ein wenig irritiert, dass ich nicht mit dem Account „Sichelputzer“ über das Qype-Advertisement angezeigt wurde…

Sagen wir es so – das ist ein Fall für Ute! Go Ute Go! Denn ich glaube nicht, dass andere Leute es gerne sehen würden mit ihren echten Namen auf fremden, vielleicht sogar kontroversen Webseiten dargestellt werden… also recht harmlos im Moment, aber vielleicht für die Zukunft brisant. ;)

Ich habe soeben rausgefunden woran es liegt: Ich kann im Qype-Profil „Meine Identität“ festlegen, so dass ich mit ganzem Namen gelistet werde. Daher glaube ich, dass für die Zukunft eine besondere Einstellung zwischen Qype selbst und externen Seiten diesen Trouble gar nicht erst entstehen lassen würde.

Wie wir ja mittlerweile alle wissen, befinden sich Katharina und ich in Alicante, Spanien. Natürlich haben wir hier auch einen spanischen Internetprovider, der uns ja diese schöne DSL Leitung bringt. Es ist daher fast wie Weihnachten für uns.

Während wir also am intensiven Betrachten von Webseiten und dabei auch insbesondere Blogs sind, gibt es auch viele Banner für uns zum ansehen und anklicken. Auffallend dabei ist, dass mittlerweile ein von uns subjektives Empfinden existiert, was scheinbar sämtliche Ads in Spanisch darstellen zu scheint. Trügt es mich, oder ist Google Adsense wirklich so behämmert und achtet auf die IP Adresse, und nicht auf die übertragenen Daten des User Clients (Betriebssystem, Browser)? Das kann doch nicht sein. So finde ich doch nie heraus, was alles so schönes bei den einen oder anderen Blogs angeboten wird… :( Ich finde das ist einfach nur „Blöd“.

Ja so kann es gehen, dass man mit dem kleinen Projekt-Blog einerseits bei uns in der Sidebar zu sehen ist. Muss sein, irgendwer klickt ja gerne darauf. Andererseits haben wir uns bei Robert’s befristeter Aktion beworben und sind bald am 25. Juli gefeatured. Und oben drauf spielt nun das Dr. Web Weblog mit unseren Herzen, indem eine Reklamefläche mit rotierenden Blog-Bannern integriert wurde. Na wenn das nichts ist. Da haben wir uns natürlich auch gleich für angemeldet. ;)

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass unsere Google AdSense Anzeigen doch ein wenig langsam laden. Es dauert zwei „gefühlte“ Sekunden, bis der Rest von unserer Seite nach dem ersten Bannercode geladen wird. Beschleicht noch jemand dieses Gefühl – vielleicht sogar im eigenen Blog?

Eine spannende Fragestellung in einer Umfrage:

Werbung ist aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Sind Sie mit der aktuellen Werbe-Situation/-Menge auf deutschsprachigen Web Sites einverstanden? Oder was müßte aus Ihrer Sicht verändert werden, damit Internet-Werbung attraktiver bzw. erträglicher wird?

Meine Antwort: Popups sind nervig. Ich schlage auch nicht die Zeitung auf und mir springt ein Gutschein dabei entgegen, den ich nicht vom Artikel wegreissen kann, ohne die Zeitung zu zerstören.

Gemeint sind damit natürlich die Flash-Popups oder CSS-Layer, die man nicht ohne weiteres mit einem geschmeidigen Mausklick oder dem „Popup Blocker“ wegbekommen kann.