Mike Schnoor
  • Start
  • LinkedIn
  • Blog (Archiv)
  • Über mich
    • Publikationen
    • Standpunkte
  • Menü Menü

Mehr Umsätze über Mobile Internet als mit Handy-Gesprächen

Digital Business, Mobile
Mobile Datendienste überholen mobile Sprachdienste. Quelle: EITO, IDC / BITKOM.

Umsätze mit Datendiensten über das mobile Internet überholen erstmals in diesem Jahr die klassischen Mobilfunkumsätze in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der Umsatz über mobile Datendienste voraussichtlich um 6,3 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Der Umsatz durch klassische Mobiltelefonate sinkt dagegen um 8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Der Boom der mobilen Datendienste ist naturgemäß auf die starke Verbreitung und Nutzung von Smartphones und Tablets zurückzuführen. Schnelle Übertragungsstandards wie LTE, soziale Netzwerke und Apps sowie die Digitalisierung der Industrie verstärken die Entwicklung, während Flatrates die Kosten für Mobiltelefonate deutlich vergünstigen. Zu diesem Schluss kommt der Digitalverband BITKOM anhand einer Auswertung des European IT Observatory (EITO).

Jens Schulte-Bockum, Mitglied im Präsidium des BITKOM. Quelle: BITKOM

Jens Schulte-Bockum, Mitglied im Präsidium des BITKOM. Quelle: BITKOM

„Wir erleben in diesem Jahr eine bedeutende Umwälzung auf dem Mobilfunkmarkt. Das mobile Internet ist zur treibenden Marktkraft geworden. Die Anbieter stehen unter enormem Wettbewerbs- und Preisdruck. Smartphones und Tablets haben sich bei den Verbrauchern durchgesetzt und der Absatz wächst auf dem erreichten hohen Niveau weiter“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Jens Schulte-Bockum. Das Umsatzplus bei den mobilen Datendiensten in Höhe von 600 Millionen Euro kompensierte allerdings nicht die Verluste bei den mobilen Sprachdiensten, die mit insgesamt 900 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Den Prognosen zufolge werden in diesem Jahr 24,6 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, jedoch schwächt der Absatz bei Smartphones und Tablets in 2015 nach zuletzt teils zweistelligen Wachstumsraten etwas ab. So fällt der Umsatz mit verkauften Smartphones um 1,2 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro, während die Verkäufe bei Tablet-Computern um 4,6 Prozent auf 9,1 Millionen Stück zulegen und einen 3,6 Prozent höheren Umsatz mit 2,6 Milliarden Euro erzeugen.

Mobile Datendienste überholen mobile Sprachdienste. Quelle: EITO, IDC / BITKOM.

Mobile Datendienste überholen mobile Sprachdienste. Quelle: EITO, IDC / BITKOM.

Eine direkte Folge der verstärkten mobilen Internetnutzung ist der steile Anstieg der Datenmengen in den deutschen Mobilfunknetzen. Im Vergleich zu den in 2014 gezählten 370 Millionen Gigabyte sollen in 2015 voraussichtlich 480 Millionen Gigabyte übertragen werden. Die Anforderungen an die Infrastruktur wachsen dabei parallel, so dass die Versteigerung von 700-Megahertz-Frequenzen nach Ansicht des BITKOM den Weg ebne, damit Verbraucher auch in dünn besiedelten Regionen möglichst bald von einer Mobilfunkabdeckung mit 50 Megabit pro Sekunde und mehr profitieren.

Diese Entwicklung könnte sogar zu neuen Höhenflügen bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen führen. „Die Sprachfunktion ihres Mobiltelefons ist vorübergehend deaktiviert. Bitte nutzen Sie den Voice-over-IP-Service bei aktivierter Mobile-Internet-Verbindung.“ Vielleicht wird dieser Schritt kommen, wenn man die Umsätze von mobilen Datendiensten und Sprachdiensten vergleicht…

23. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/bitkom-mobil.jpg 561 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-23 16:03:202018-05-21 17:21:09Mehr Umsätze über Mobile Internet als mit Handy-Gesprächen

Dorn im Auge: BVDW sieht keinen nationalen Regelungsbedarf bei Cookies

Digital Business, Netzpolitik, Werbung
Matthias Ehrlich, Präsident vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Quelle: BVDW

Matthias Ehrlich, Präsident vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Quelle: BVDW

Matthias Ehrlich, Präsident vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Quelle: BVDW

In einer aktuellen Bestrebung üben die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder heftige Kritik an der nach ihrer Ansicht fehlenden Umsetzung der E-Privacy Richtlinie („Cookie-Richtlinie“) durch die Bundesregierung. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. als Interessenvertretung vieler Digitalunternehmen, die sich auf Datenauswertung, Datensammlung und Datenverwendung zwecks Werbezwecke spezialisiert haben, kritisiert den Vorstoß der Datenschutzbeauftragten.

Cookies sind kleine Datensätze. Sie erleichtern unser tägliches Bedürfnis nach Informationen und Unterhaltung im Netz. Ohne Cookies ist die heutige Mediennutzung gar nicht mehr denkbar. Die meisten Nutzer akzeptieren pauschal, dass Cookies gesetzt werden und Informationen in den kleinen Textdateien gespeichert werden, um an anderer Stelle das Nutzungserlebnis „zu verbessern“. Die „Cookie-Richtlinie“ sollte das Opt-In, also die vorherige Einwilligung in die Nutzung von Cookies, in der Europäischen Union einführen, anstatt erst nachträglich mittels Opt-Out die Cookies zu unterbinden.

Trotz Ablauf der eigentlichen Umsetzungsfrist im Mai 2011 ist eine Umsetzung bislang nicht durch ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren erfolgt. Jedoch vertrat die Mehrheit im Bundestag damals die durchaus umstrittene Ansicht, dass die Regelung im § 15 Abs. 3 TMG der Vorgabe der Cookie-Richtlinie bereits entspreche. Eine Umsetzung der „Cookie-Richtlinie“ sei demzufolge nicht von Bedarf.

Der erneute Regulierungsvorstoß der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, wonach die E-Privacy-Richtlinie der Europäischen Union nicht ausreichend in deutsches Recht umgesetzt worden sei, stößt beim BVDW und seinen Mitgliedern auf weitgehendes Unverständnis. Auf die entsprechende Einschätzung der Europäischen Kommission hat der BVDW bereits im Februar 2014 hingewiesen. Für Unternehmen, die auf die Pseudonymisierung verzichten wollen, gilt schon heute die Verpflichtung, eine explizite Einwilligung der Nutzer einzuholen.

„Die wiederholte Behauptung, die E-Privacy-Richtlinie sei in Deutschland nicht ausreichend umgesetzt, ändert nichts an der faktischen Rechtslage. Hier hat die Kommission bereits 2014 eine wichtige Klarstellung für die Digitale Wirtschaft in Deutschland getroffen, die endlich Rechtssicherheit geschaffen hat. Pseudonymisierung und Opt-Out ermöglichen eine differenzierte praxisnahe Lösung und sichern gleichzeitig den sparsamen Umgang mit Daten. Dieser ‚privacy by design‘-Ansatz gilt heute in Deutschland und ist zu recht auch in die aktuelle EU-Datenschutz-Grundverordnung eingeflossen“, kritisiert Matthias Ehrlich, Präsident vom BVDW.

Schon damals hatte die Europäische Kommission nach Aussage des BVDW ausdrücklich bestätigt, dass die derzeitigen deutschen Datenschutzstandards der von der EU verabschiedeten E-Privacy-Richtlinie entsprechen. Dieser Einschätzung hatte sich auch das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) angeschlossen. Damit besteht auch Klarheit in Sachen Cookie-Opt-In: Die im Telemediengesetz (TMG) erlaubte Nutzung von Cookies mit pseudonymen Profilen, verbunden mit einem Widerspruchsrecht der Nutzer, bleibt uneingeschränkt gültig.

Die gesamte Diskussion zieht sich seit einigen Jahren durch die Reihen von Politik und Lobbyisten. Die bislang nicht angestrebte Umsetzung der Cookie-Richtlinie begünstigt werbetreibende Unternehmen, Vermarkter und Mediaplaner, denn hinter dem Sammeln und Weiterverwenden von (pseudonymisierten) Daten steckt ein gewaltiges Geschäft, von dem viele Monetarisierungsmodelle abhängen.

20. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/matthias-ehrlich.jpg 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-20 10:01:142018-05-21 17:22:02Dorn im Auge: BVDW sieht keinen nationalen Regelungsbedarf bei Cookies

ADVANCE Day vernetzt Startups aus NRW mit Experten der Medien- und Digitalwirtschaft

Digital Business, Startups
Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Quelle: Unternehmen.

Nur noch wenige Wochen verbleiben, bis die Gründerkultur der Digital- und Medienbranche sich in Köln zum „ADVANCE Day“ trifft. Am 25. März 2015 findet die Startup-Konferenz mit einem neuen inhaltlichen Konzept in der Rheinmetropole statt. Mit diesem Schritt möchte das Mediencluster NRW die Gründer und Startups in allen Entwicklungsstufen adressieren. Unter dem Motto „Forward is now.“ erwartet die Konferenzteilnehmer ein kompaktes Programm mit Keynotes und Talks auf hohem fachlichen Niveau mit zahlreichen hochkarätigen Referenten aus dem In- und Ausland. Der Branchentreffpunkt summiert die Themen Digital, Media, Tech und Entrepreneurship.

Als Speaker konnten der bekannte Szenegesichter der Startupbranche gewonnen werden, darunter der dänische Serial-Entrepreneur und Venture Capitalist Morten Lund (Co-Gründer von Skype), Heiko Hubertz (Gründer von WHOW Games & Bigpoint), „Industry Pitch Master“ Ben Hall (Founder & CEO von Chalkboard), Christoph Krachten (Gründer und Präsident von Mediakraft und Vorstand Digitale Köpfe e.V. ), Jörg Binnenbrücker (Founding Partner bei Capnamic Ventures), Ronald Horstmann (CEO von Studio71), Carsten Fichtelmann (Founder & CEO von Deadelic Entertainment) und der Beauftragte für Digitale Wirtschaft in NRW, Prof. Dr. Tobias Kollmann (Universität Duisburg-Essen).

Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Quelle: Unternehmen.

Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Quelle: Unternehmen.

„Indem wir die Fragestellungen der Gründer kompakt und konzentriert beantworten, ermöglichen wir einen intensiven Wissenstransfer und darüber hinaus auch einen hohen Grad an Vernetzung“, sagt Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Dies soll insbesondere durch die individuellen Coaching Sessions mit erfahrenen Gründern, Investoren und renommierten Branchenexperten erreicht werden. Hier können bis zu 20 Startups sich in über 40 Workshops und Einzelcoachings zu ausgewählten Themen beraten lassen. Acht Startups erhalten die Chance, vor einer kompetenten Fachjury und dem versammelten Publikum ihre Geschäftsidee zu präsentieren.

„Unser weiterentwickeltes Konzept für den ADVANCE Day lässt junge Gründer mit Investoren und Unternehmen aus der Medienindustrie und Digitalwirtschaft auf Augenhöhe zusammentreffen“, schlussfolgert Anastasia Ziegler. Mit diesem Ansatz möchte das Mediencluster NRW das Wachstum von Startups fördern und die dynamische Entwicklung des Medien- und Digitalstandorts Nordrhein-Westfalens vorantreiben.

Der „ADVANCE Day“ wird durch das Mediencluster NRW veranstaltet und findet im Solution Space statt, dem neuen Innovationshaus am Kölner Dom. Interessierte Startups und Gründer können sich für die kostenlose Konferenz und Coachings ab sofort anmelden.

18. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/advance-day-cover.jpg 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-18 11:18:392018-05-21 17:21:55ADVANCE Day vernetzt Startups aus NRW mit Experten der Medien- und Digitalwirtschaft

Erstes Zeugnis für die Digitale Agenda: Setzen, Sechs! Ungenügend! #BTADA

Digital Business, Netzpolitik
Jens Koeppen, CDU/CSU, Vorsitzender des Bundestagsausschusses Digitale Agenda. Quelle: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Die Digitale Transformation ist seit geraumer Zeit in der Politik angekommen. Vor rund einem Jahr beschloss der Bundestag die Einsetzung des Ausschusses „Digitale Agenda„. Insgesamt 16 Köpfe aus dem politischen Berlin sollen Chancen und Potenziale der Digitalisierung für Demokratie, Gesellschaft, Wirtschaft und Teilhabe frühzeitig erkennen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Mit dem Ausschuss „Digitale Agenda“ wurde eine „maßgebliche Handlungsempfehlung“ der Enquete-Kommission umgesetzt.

Gewiss betritt der Bundestag in der aktuellen Legislaturperiode das berühmt-berüchtigte „Neuland“ mit einem Hauptausschuss für netzpolitische Themen. Dennoch zeigte die Bemühung um die Digitalisierung, dass sich der Stellenwert von Internet- und Netzpolitik deutlich gegenüber dem letzten Jahrzehnt erhöht hat.

Zum Status Quo zieht #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business eine erste Bilanz und attestiert dem Ausschuss „Digitale Agenda“ definitiv kein Fleißsternchen.

Jens Koeppen, CDU/CSU, Vorsitzender des Bundestagsausschusses Digitale Agenda. Quelle: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Jens Koeppen, CDU/CSU, Vorsitzender des Bundestagsausschusses Digitale Agenda. Quelle: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Für jeweils zwei Sitzungen im Monat treffen sich die 16 Abgeordneten des Ausschusses „Digitale Agenda“ unter dem Vorsitz von Jens Koeppen (CDU/CSU) zusammen. Darunter finden sich sieben Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion, fünf SPD-Abgeordnete und je zwei Abgeordnete der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Obwohl Bürgerbeteiligung und eine größtmögliche Öffentlichkeit einst noch Aushängeschilder der Enquete-Kommission waren, fanden diese Kernelemente der Transparenz und somit Prinzipien des faktischen Vorläufers der Enquete-Kommission jedoch nur äußerst begrenzt Anwendung im Ausschuss. Nur sechs von 28 Sitzungen waren öffentlich.

Warum mangelt es an öffentlichen Diskussionen?

Zwar beschloss der Ausschuss die Einsetzung eines Online-Beteiligungstools, das nach etwas mehr als vier Monaten im November 2014 freigeschaltet wurde, auf dem Interessierte sich mit Diskussionsbeiträgen zu vorher gestellten Fragen an öffentlichen Sitzungen beteiligen können. Die Beteiligung in den letzten drei Monaten war jedoch mehr schlecht als recht. Insgesamt 31 Fragen wurden dort bislang zu nur drei Fachgesprächen über die Themen „eHealth“, „Open Data“ und zu „Urheberrechtsreform und Leistungsschutzrecht für Presseverlage“ gestellt. Von den 16 Abgeordneten wurden 35 Antworten auf die 31 Fragen geliefert – mit der letzten Aktivität vom 3. Dezember 2014.

Warum knüpft der Ausschuss „Digitale Agenda“ nicht an die Leistung der Enquete-Kommission an?

Seit der Gründung wurde kein Gesetzentwurf unter Federführung des Ausschusses entwickelt. Der Ausschuss darf die digitalen Themen zwar ausarbeiten, aber die konkrete Bearbeitung liegt in den Innen-, Wirtschafts- und Verkehrsausschüssen. Weder die einstigen Vorschläge der Enquete-Kommission wurden bearbeitet und umgesetzt noch wurden Empfehlungen für Beschlüsse auf der digitalen Agenda der Bundesregierung gefasst. Keiner der 16 Abgeordneten hat einen öffentlichkeitswirksamen Impuls für die Digitalisierung gesetzt und keine öffentliche Stellungnahme verbreitet. Das einjährige Jubiliäum des Ausschusses „Digitale Agenda“ ist ein Armutszeugnis für ein Jahr politischer Arbeit.

Wieso fehlt die Identifikation mit der Digitalisierung?

Die Zugehörigkeit zu einem Ausschuss, der nur beratend und nicht federführend die Digitale Transformation in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft begleiten soll, erfordert mehr Identifikation für die Digitalisierung durch die Abgeordneten. Nicht nur die Netzpolitik muss in Deutschland mit einer „Digitalen Agenda” einen guten Job machen, sondern die gesamte digitale Strategie für einen der größten Wirtschaftsräume in der Europäischen Union muss zukunftssicher auf Digitalisierung eingenordet werden.

Wenn das Programm der „Digitalen Agenda“ wirklich bis zum Jahr 2017 nachweisbare und nachhaltige Ergebnisse liefern soll, muss wahrhaftig mehr Zeit und Aufwand in die Digitalisierung seitens des Bundestags und der politischen Parteien investiert werden. Ein Viertel der Legislaturperiode ist damit verstrichen und aufgrund der offenkundigen Inaktivität des Ausschusses verstrichen. Während Verbände, Unternehmen und Gesellschaftsvertreter auf die Dringlichkeit beharren, sich der Digitalisierung anzunehmen, erweckt der Ausschuss „Digitale Agenda“ mehr Schein als Sein. Für dieses Jahr sollten sich alle Abgeordneten, die sich für die Digitale Transformation interessieren, mehr Zugeständnisse für ihre Identifikation mit der Digitalisierung geben – und klare Worte und erste Taten sprechen lassen.

16. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/jens-koeppen-cover.jpg 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-16 19:10:132018-05-21 17:23:10Erstes Zeugnis für die Digitale Agenda: Setzen, Sechs! Ungenügend! #BTADA

Bundesregierung: Open Data gilt als Treiber für die digitale Wirtschaft

Digital Business, Werbung

Die Digitale Transformation hält Einzug in Ämtern und Behörden. Immer mehr Informationen werden digital aufbereitet und gespeichert. Das Bundeskabinett hat eine Änderung des Informationsweiterverwendungsgesetzes beschlossen und möchte damit der digitalen Wirtschaft die Nutzung der Daten, Informationen und Inhalte erleichtern. Das Zauberwort an dieser Stelle lautet „Open Data“.

Unter dem Begriff „Open (Government) Data“ versteht man die Bereitstellung maschinenlesbarer Daten durch die Regierung und Verwaltung zur Weiterverwendung durch Dritte. Als Ziel dieser Initiative gilt es Wirtschaftswachstum und Transparenz zu fördern.

Welche Informationen im Sinne des Gesetzes weiterverwendet werden konnten, war bisher vom Ermessensspielraum der jeweiligen öffentlichen Stelle abhängig. Mit der Novellierung des Informationsweiterverwendungsgesetzes gilt dies nun nicht mehr, weil die bisherigen Regelungen zum Antragsverfahren gestrichen werden. Die Änderung hat jedoch eine kleine Hürde für die Antragsstellung nicht aufgehoben: Grundsätze für Entgelte, die öffentliche Stellen für eine Weiterverwendung von Informationen verlangen können, werden zwar nicht aufgehoben, sondern lediglich präziser gefasst.

opendata

Die Bundesregierung plant mit dem aktuellen Gesetzentwurf die Stärkung des nationalen Open-Data-Portals GovData, welches als zentrale Schnittstelle die Auffindbarkeit von staatlichen Informationen erleichtern soll.

Der öffentliche Sektor, also sämtliche staatliche Stellen (z.B. Soziales, Wirtschaft, Geografie, Wetter, Tourismus, Geschäftsleben oder Patentwesen), erfassen, erstellen, reproduzieren und verbreiten eine Vielzahl von Daten. Indem diese Inhalte für die Weiterverwendung in Produkten und Diensten mit digitalen Inhalten verfügbar gemacht werden, können neue mobile Anwendungen zur wirtschaftlichen Nutzung entwickelt werden.

Laut Ansicht der Bundesregierung soll es in Zukunft ein grenzübergreifendes Angebot von Produkten und Dienstleistungen geben, das die Weiterverwendung vergleichbarer Datensätze europaweit ermöglicht. Dies beinhaltet das Material von öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven, so dass das Gesetz auch auf Informationen aus diesem Anwendungsbereich ausgeweitet wird. Open Data bietet demnach Chancen und Potenziale für die Wirtschaft und insbesondere für die Digitalbranche. Am Ende des Tages ist wichtig, dass die Unternehmen diese Offerte nicht auskosten, sondern gleichermaßen mit den von ihnen seit Jahren angesammelten Daten umgehen und für Transparenz sorgen. Schließlich sammeln die Cookies genügend pseudonymisierte Inforamtionen, die nicht nur für Advertiser von unschätzbarem Wert sind, sondern auch der Entwicklung von offenen datenbasierten Projekte helfen können.

16. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/opendata.jpg 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-16 17:56:412018-05-21 17:23:56Bundesregierung: Open Data gilt als Treiber für die digitale Wirtschaft

Gesucht: Digitale Fachkräfte für Social Media und SEM

Digital Business, Human Resources, Werbung
Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW. Quelle: ZAW

Die Arbeitsmarktanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) spricht einen sehr deutlichen Ton: Im letzten Jahr wurden Digitalfachleute händeringend gesucht. Bemessen auf die verfügbaren Stellenangebote lässt sich eine Nachfrage um deutliche 22 Prozent feststellen. Die Mitarbeiterzahl stieg im Agenturbereich und in der Digitalbranche. Auch in diesem Jahr soll sich der Trend fortsetzen.

Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW. Quelle: ZAW

Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW. Quelle: ZAW

„Die Werbewirtschaft wird ihre besondere Attraktivität noch deutlicher gegenüber dem Nachwuchs herausstreichen müssen, damit dieser sich für unsere Branche entscheidet. Auch andere Wirtschaftszweige suchen händeringend nach Digitalkräften“, sagt Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW.

Zwar besteht immer eine hohe Nachfrage nach klassischen Werbeberufen wie Art Director, Kontakter oder Schauwerber. Noch stärker werden Digitalexperten für Social Media, Suchwortvermarktung oder im Bereich der Webentwickler gesucht. Die Bedeutung der Agenturen als Arbeitsgeber und ihr Bedarf an Arbeitskräften zeigt sich am Anteil der Stellenofferten: Er schraubte sich von bereits 82 Prozent in 2013 auf nun 84 Prozent hoch.

Ob die Unternehmen bei ihrer Suche fündig wurden, darüber schweigt sich die ZAW-Analyse aus. Wer immer noch sucht und nicht den richtigen Kandidaten gefunden hat, sollte seine alten Strukturen überarbeiten. Oft fängt dies bereits bei der Bewerbung an, wenn Unternehmen die digitalen Fachkräfte, Vorreiter und Querdenker anwerben wollen, jedoch keine Basis für eine gemeinsame Zusammenkunft bieten. Gerade junge Menschen und viele Familien wollen sich nicht in einen Nine-to-Five-Job pressen lassen. Schon an dieser Stelle fängt die Digitale Transformation an, mobile Arbeitsplätze und Homeoffice anzubieten, und damit den starren Organisationsprozess zu verlassen.

12. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/manfred-parteina-cover.jpg 470 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-12 07:05:402018-05-21 17:24:12Gesucht: Digitale Fachkräfte für Social Media und SEM

Verbraucherschutzminister Heiko Maas: „Aus Autos werden rollende Computer“

Digital Business
Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Quelle: Pressestelle SPD-Landesverband Saarland

Seit 2008 findet der „Safer Internet Day“ an jedem zweiten Dienstag im Februar des Jahres statt. Das diesjährige Motto „Gemeinsam für ein besseres Internet“ besitzt vor dem Hintergrund der Diskussionen über Datensicherheit und Datennutzungsszenarien sogar einen hochgradig aktuellen Charme. Egal ob Einzelpersonen oder gewerbliche Akteure, die Sensibilisierung für den sicheren Umgang mit Daten muss in allen Schichten der Bevölkerung vorangetrieben werden. In diesem Zusammenhang darf das Zauberwort „Digitale Transformation“ genannt werden. Vor allem die Automobilbranche kann durch die Digitalisierung profitieren, indem sie möglichst perfekte Lösungen für ihre Kunden liefert.

„Aus Autos werden rollende Computer“

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Quelle: Pressestelle SPD-Landesverband Saarland

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Quelle: Pressestelle SPD-Landesverband Saarland

Die Relevanz für die Digitalisierung am Beispiel von „Connected Cars“ zeigt sich an den jüngsten Äußerungen von Heiko Maas, Bundesminister für Verbraucherschutz. Gerade beim vernetzten Fahren spielt der Datenschutz eine große Rolle, sobald Informations- und Kommunikationstechnik in Kraftfahrzeugen sich mit Nutzerdaten, Live-Staumeldungen und Routenvorschlägen verbinden.

„Aus Autos werden rollende Computer, die untereinander und mit anderen Einrichtungen vernetzt sind und zum Teil in Echtzeit Daten übertragen. Das bietet viele Möglichkeiten. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen allerdings die Hoheit über die Sammlung, Weitergabe und Verwertung ihrer Daten behalten. Es darf keinen „gläsernen Autofahrer“ geben. Wir brauchen technische Neuerungen. Wir brauchen dabei aber ein Angebot mit hohen Datenschutz- und Datensicherheitsstandards. Datenschutz im Auto kann sogar ein Wettbewerbsvorteil sein“, erklärte Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas im Rahmen der gemeinsamen Konferenz von BMJV und BITKOM zum Thema „Wohin geht die Fahrt? – Datenschutz und Datensicherheit im vernetzten Auto“.

Verbraucher zeigen Interesse an vernetzten Autos

Über den Bedarf von Connected Cars, selbstfahrenden Autos und intelligenten Zusatzssysteme in Kraftfahrtzeugen sind sich die Deutschen zumindest schon bewusst. Dies zeigen zwei aktuelle Untersuchungen von BITKOM und von YouGov auf.

Laut BITKOM können sich 35 Prozent der Autofahrer in Deutschland grundsätzlich vorstellen, Fahrzeugdaten an Dritte zu übermitteln – bei den 14- bis 29-Jährigen sogar 54 Prozent. Als Voraussetzung gilt für die Befragten, dass sie dafür Gegenwerte in Form von Rabatten bei ihrer Kfz-Versicherung (25 Prozent) oder in Form nützlicher Informationen wie Routenvorschläge oder Stauinfos (21 Prozent) erhalten. Nur 9 Prozent würden ihre Daten auch ganz ohne Gegenleistung zur Verfügung stellen.

Nach der Untersuchung von YouGov können sich sogar zwei Drittel der Deutschen die Anschaffung eines selbstfahrenden Autos vorstellen. Allerdings sollte sich vor allem die Technik als sicher erweisen (41 Prozent) und die Anschaffungskosten dürfen nicht zu hoch sein (35 Prozent). 34 Prozent schließen den Kauf eines selbstfahrenden Autos grundsätzlich aus, denn hierbei überwiegen das mangelnde Vertrauen in die Technik (54 Prozent), kein Fahrspaß (50 Prozent) und zu hohe Kosten (31 Prozent).

Das vernetzte Auto – Datenempfänger und Services. Quelle: BITKOM

Das vernetzte Auto – Datenempfänger und Services. Quelle: BITKOM

In puncto Digitalisierung sei das technische Wettrüsten nicht mehr nur allein Sache von traditionellen Automobilherstellern. Viele Startups und bekannte Technologieunternehmen wie Google fassen Fuß in der Automobilbranche. Dabei erlebt die Gesellschaft die Effekte der Digitalisierung auf immer stärker zusammenwachsenden Märkten. Immerhin debattiert die Europäische Union über einheitliche Richtlinien zum Datenschutz und diverse Regularien für die Akteure der digitalen und analogen Wirtschaft. Konkrete Lösungen hingegen, die den aktuellen Gegebenheiten der Märkte entsprechen, werden sehr oft durch Gedanken aus der analogen Steinzeit geformt. Wenn selbstfahrende Autos in Zukunft zum Straßenbild gehören sollen, muss an vielen einzelnen Punkten angepackt werden, um die Weichen schnell und richtig zu stellen.

10. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/heiko-maas-quer.jpg 500 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-10 11:15:082026-06-07 20:15:32Verbraucherschutzminister Heiko Maas: „Aus Autos werden rollende Computer“

Social Media und Werbung üben kaum Einfluss auf Reputation von Banken aus

Digital Business, Social Media
Relevanz von Informationskanälen im internationalen Vergleich. Quelle: TNS Infratest

Seriösität, Sicherheit und Glaubwürdigkeit zählen bei Finanzthemen zu den Grundgedanken der Kommunikation. Die Berichterstattung in TV, Radio und Print hilft Banken bei der Reputationssteigerung, so dass die klassische Pressearbeit für die Finanzhäuser die wichtigste Rolle im Kommunikationsmix übernimmt. Die Kommunikation in sozialen Netzwerken hingegen wirkt sich deutlich weniger auf die Reputation von Banken und Finanzinstituten aus. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von TNS Infratest unter 1.006 finanzaffinen Personen in Deutschland, Schweiz, Großbritannien, USA und Singapur.

Diese Entwicklung dürfte den Social Media Managern in der Finanzwelt weit weniger gefallen als den Entscheidern in der Unternehmenskommunikation. Gerade auf dem deutschen Finanzmarkt haben nach wie vor die Medien als wichtigste Informationsquelle um Reputation von Banken die Oberhand, gefolgt von persönlichen Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern. Vertrauen in Empfehlungen und die Erfahrung mit Bankgeschäften und Finanzthemen spielen dabei zusätzliche Pluspunkte aus, so dass vor allem die jüngere Zielgruppe der 18- bis 25-Jährigen vornehmlich auf diese beiden Informationsquellen vertraut.

Die Kommunikation in den sozialen Medien bleibt hingegen für die Verbraucher weit weniger relevant. Erst mit deutlichem Abstand folgen soziale Medien, obwohl die Nutzung von Blogs, Online-Foren und sozialen Netzwerken die Gespräche über Banken und Finanzprodukte intensivieren. Auf dem hinteren Platz findet sich die reine Werbung wieder, die zumindest für deutsche Verbraucher kaum eine Relevanz mehr besitzt. Das veränderte Medienkonsumverhalten, das Desinteresse an Werbeinseln im laufenden Programm, das Sondieren von Nachrichtenmedien sowie die Sensibilisierung für Online-Werbung und der Einsatz von AdBlocker-Software tun ihr übriges.

Im internationalen Vergleich haben persönliche Empfehlungen einen höheren Stellenwert als die Berichterstattung in klassischen Medien, während sich die Online-Präsenzen der Banken in Social Media wiederum vor allgemeinen Werbemaßnahmen einfinden. Insgesamt betrachtet zeigt die Untersuchung, dass das Engagement von Banken und Finanzinstituten im digitalen Bereich noch sehr viel Arbeit für die Reputation leisten muss, bevor Social Media Manager auf Augenhöhe mit der PR-Abteilung ankommen.

Relevanz von Informationskanälen im internationalen Vergleich. Quelle: TNS Infratest

Relevanz von Informationskanälen im internationalen Vergleich. Quelle: TNS Infratest

10. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/banken-relevanz-cover.jpg 500 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-10 10:04:002026-06-07 20:14:09Social Media und Werbung üben kaum Einfluss auf Reputation von Banken aus

Videostreaming sorgt für 241 Millionen Euro Werbeumsatz in 2014

Bewegtbild, Digital Business, Werbung

Das wird Videoportale erfreuen: Der Werbeumsatz im direkten Umfeld von Videostreaming betrug in Deutschland im vergangenen Jahr rund 241 Millionen Euro. Damit wächst der Markt für Bewegtbildwerbung um 17 Prozent. Zu diesem Schluss kommt Digitalverband BITKOM anhand einer Datenauswertung durch das Marktforschungsunternehmen IHS Technology.

Als Insel betrachtet wirkt der Werbemarkt für Bewegtbild im Netz noch relativ klein, wenn Vergleiche zum traditionellen Fernsehen gezogen werden. Der BITKOM geht jedoch auch in den kommenden Jahren weiter von zweistelligen Wachstumszahlen aus und rechnet im laufenden Jahr erneut einen Anstieg um 16 Prozent auf 278 Millionen Euro. Schließlich konsumieren fast drei Viertel (73 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile ihre gewünschten Videoinhalte per Streaming.

beliebt-auf-youtube

„Videostreaming entwickelt sich zu einem lukrativen Markt mit hochwertigen Inhalten, innovativen Erlösmodellen und eigenen Werbeformaten“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Damit hat der BITKOM durchaus Recht, jedoch stellt sich die Frage, welche Werbeformen genau für die Berechnung der Vorjahreswerte und der aktuellen Prognostik zugrunde gelegt wurden. Wurden ausschließlich die Netto-Werbeinvestitionen, also ohne jegliche Vermarkter- und Mediaagenturrabatte berücksichtigt? Oder flossen die Bruttowerte nach Preistabelle direkt in die Bewertung ein?

Bereits ähnliche Wachstumswerte bezifferte der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) schon vor rund einem Jahr anhand des bekannten Jahresvergleichs im OVK-Report. Damals konnten die Bruttoinvestitionen in Bewegtbildformate um 28 Prozent von 2012 zu 2013 steigen. Nach der OVK-Werbestatistik aus dem letzten September wurden sogar insgesamt 121 Millionen Euro brutto mit Pre-Roll-Video-Ads allein in den ersten Monaten in 2014 umgesetzt.

Das Ranking der Top-10-Online-Werbeformen

Das Ranking der Top-10-Online-Werbeformen

Hinzu gesellen sich im Segment der InStream-Ads noch Mid-Rolls und Post-Rolls sowie die volle Bandbreite von InPage-Advertising, die nicht nur innerhalb des direkten Umfelds nahe der Videoplayer, sondern in jedwedem Content-Bereich ausgesteuert werden können.

Hilfreich für die Einordnung von Digital Advertising, speziell für Bewegtbild-Werbung, wäre die exakte Klassifizierung und direkte statistische Auswertung der Werbemaßnahmen und Umfelder. Ein kleiner Kraftakt, der die Transparenz am Bewegtbildmarkt jedoch immens erhöhen könnte. Obendrein wäre eine Segmentierung der Inhalte nach den Portalen interessant, auf denen Videos konsumiert werden. Dazu zählen nicht nur YouTube, Telekom, MyVideo & Co., sondern die verschiedenen Anbieter von erotischen und pornografischen Videos. Dies scheinen sämtliche Statistiken und Prognosen gerne auszublenden, obwohl die etwas schlüpfrigeren Videoportale sich mit sehr viel einschlägiger Umfeldwerbung refinanzieren.

9. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/beliebt-auf-youtube.jpg 500 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-09 12:04:062018-05-21 17:25:51Videostreaming sorgt für 241 Millionen Euro Werbeumsatz in 2014

Internetnutzer meiden Digitale Services von Banken, Versicherungen und Telefonanbietern

Digital Business, Social Media
Soziale Netzwerke liegen weit hinter klassischen Kommunikationsformen für den Kontakt mit Dienstleistern. Quelle: Faktenkontor GmbH.

Für die deutschen Internetnutzer haben sich soziale Medien in der privaten Kommunikation fest etabliert. Vor dem Kontakt mit Banken, Versicherern oder dem Internetprovider jedoch scheuen sie sich. Nur 29 Prozent der Deutschen nutzen Facebook, Twitter und Co., um aktiven Kundensupport in Anspruch zu nehmen oder um Hilfe zu erhalten. Stattdessen greifen selbst digital-affine Nutzer lieber zu Telefon, E-Mail und Brief. Für den Kontakt mit Freunden, Familie und Bekannten nutzen hingegen 83 Prozent Social Media. Zu diesem Ergebnis kommt der „Social Media Atlas 2014/2015“ von der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor, für die 3.450 Internetnutzer ab 14 Jahren zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt wurden.

Zwar sorgen Smartphones für eine hohe Verdichtung der Kommunikation über soziale Netzwerke, aber die Social-Media-Nutzer bevorzugen mit ihren Dienstleistern zu telefonieren, anstatt Statusmeldungen an deren Online-Präsenzen zu schicken. Insgesamt 92 Prozent der Web-2.0-Nutzer nutzen das Telefon, 47 Prozent von ihnen tun dies sogar häufig.

„Die geringe Nutzung ist sicherlich auf zwei Effekte zurückzuführen“, meint Dr. Roland Heintze, geschäftsführender Gesellschafter der Faktenkontor GmbH. „Zum einen sind gute Social Media-Angebote im Dienstleistungssektor auch heute noch eher selten zu finden, gerade bei Banken und Versicherern. Zum anderen bevorzugen hier auch Web 2.0-affine Kunden häufig den persönlichen Kontakt auf herkömmlichen Wegen.“

Soziale Netzwerke liegen weit hinter klassischen Kommunikationsformen für den Kontakt mit Dienstleistern. Quelle: Faktenkontor GmbH.

Soziale Netzwerke liegen weit hinter klassischen Kommunikationsformen für den Kontakt mit Dienstleistern. Quelle: Faktenkontor GmbH.

Sowohl E-Mails als auch „echte“ Briefe setzen die Social-Media-Nutzer häufiger für den Kontakt zum Dienstleister ein als Twitter und Facebook. Die überwiegende Mehrheit (90 Prozent) nutzt E-Mails und 75 Prozent schreiben Briefe. Letztere Zahl spricht für das Kommunikationsverhalten, sobald es sich um vertragsrelevante Inhalte wie Verlängerungen, Anpassungen und Kündigungen handelt. Die Gewissheit, dass eine Kündigung per Tweet oder Facebook meist nicht wirksam ist, scheint in der Gesellschaft angekommen zu sein.

Sobald etwas nicht funktioniert, z.B. das Mobilnetz ausfällt, kommt scheinbar der Frust hervor. So nehmen fünf Prozent der befragten Social-Media-Nutzer über die sozialen Medien häufig Kontakt zu Dienstleistungsunternehmen auf, zehn Prozent geben an, dies manchmal zu tun und weitere 14 Prozent selten. Mehr als zwei Drittel kommunizieren nie über soziale Medien mit Dienstleistern aus Banken, Versicherungen und Telefonanbietern.

Gerade die sensiblen Daten im Finanzwesen sprechen für viele Deutsche gegen die öffentliche Kommunikation über private Belange. Social Media gilt vielmehr als Hilfsmittel im Fall des Kundensupports, sofern die Dienstleister auch mit einer digitalen Präsenz zu den relevanten Zeiten des Kundensupports erreichbar sind. Ein einfacher Pressestellen-Account zur Distribution von News reicht nicht aus. Bei vielen kleineren Banken und Versicherern, die nicht eine Rundumbetreuung gewährleisten, überwiegen noch Aufwand und Kosten gegenüber dem Vorteilsgedanken für die eigenen Kunden. Immerhin erhält man bei vielen Telefonanbietern direkte Unterstützung auf Facebook und Twitter. In den vielen Fällen wird jedoch auf E-Mail umgeleitet, sobald es um sensible Kundendaten geht. Somit vermischt sich die Kommunikation der deutschen Internetnutzer sehr oft, was keine klare Trennung zulässt, jedoch zumindest für künftige Studien ein aufschlussreiches Feld für weitere Untersuchungen liefern kann.

7. Februar 2015/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2015/02/faktenkontor-cover.jpg 475 1000 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2015-02-07 10:17:462026-06-07 20:14:09Internetnutzer meiden Digitale Services von Banken, Versicherungen und Telefonanbietern
Seite 7 von 16«‹56789›»

Suche

Search Search

Über mich

Mike Schnoor Profilfoto

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

© Copyright 1997-2026 Mike Schnoor. Alle Rechte vorbehalten.
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Impressum
  • Datenschutz
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Einwilligung zur Datenerhebung und zur Nutzung von Cookies: Diese Internetseite verwendet Cookies. Cookies sind kleine Textinformationen, die über Browser im Endgerät als Datei gespeichert werden. Cookies stellen keine schadhaften Dateien dar, sondern erlauben User Interaktionen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Datenschutzhinweis. Impressum

Einwilligung nicht geben.Einwilligung jetzt ändern.Alle Cookies akzeptieren.

Einwilligung zur Datenerhebung und zur Nutzung von Cookies



Wie wir mit Cookies umgehen

Diese Internetseite verwendet Cookies. Cookies sind kleine Textinformationen, die über Browser im Endgerät als Datei gespeichert werden. Cookies stellen keine schadhaften Dateien dar, sondern erlauben User Interaktionen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Datenschutzhinweis.

Einstellungen übernehmenNur Benachrichtigung ausblenden