In Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen rund um die Haftung für Kommentare in Onlineforen und Weblogs entwickelte sich heute eine schöne Randerscheinung: Die Süddeutsche verhält sich still und hüllt sich in Schweigen in Punkto Kommentare zu eigenen Artikeln auf der Online-Präsenz. Zumindest trifft das für den geregelten Feierabend in den Abendstunden und am Wochenende zu, denn in der Zeit werden die Kommentare nicht freigegeben und nicht moderiert.
Eine solche intensivere Betreuung erfordert die ständige Präsenz aktiver Moderatoren. Deshalb werden wir die Kommentarfunktion ab sofort zwischen 19 Uhr abends und 8 Uhr morgens einfrieren. Das bedeutet, dass in dieser Zeit auf sueddeutsche.de keine Kommentare publiziert werden können. Dieser „Freeze“ gilt auch für die Zeit am Wochenende – zwischen Freitag, 19 Uhr, und Montag, 8 Uhr – sowie für Feiertage.
Zappenduster, Licht aus, auf zum Bierchen und die Medienwelt mal vergessen. Wäre ja schön, wenn man den Stecker für die lustigen Internetnutzer gleich mit rausziehen kann. Die Reaktion der „Communityleser“ ist die ideale Antwort auf das Gebahren der deutschen Selbstjustiz des Verlages:
Dieser Artikel wird nicht kommentiert. Es handelt sich dabei um eine Reaktion der Teilnehmer des suedcafés auf die Beschränkungen der Kommentierungen auf die Zeiten zwischen 8 und 19 Uhr an Werktagen. Das macht ein Kommentieren für viele Teilnehmer gänzlich, für die meisten Teilnehmer weitgehend unmöglich.
Das hat den Tag doch irgendwie gerettet. Als Blogbetreiber ist man in der Regel immer hinter seinen Pappenheimern her, aber eine generelle Freischaltung ist viel zu aufwendig für den kleinen Mann… finde zumindest ich. Ob das vielleicht gegen Spam in der Nacht hilft? Oder hilft ein wenig sanktionelle Redebeschneidung die Wertigkeit des Blattes zu steigern?
Die Goldenen Blogger 2007
BlogkulturGestern Abend konnten bis über 100 Zuschauer die Live-Übertragung von Thomas Knüwer, Franziska Bluhm und Daniel Fiene mitverfolgen und durch die Höhen und Tiefen der Sendungen mitfiebern. Neben den üblichen Pannen wie „kein Ton“, „Bildstörung“ und „Rückkopplungseffekte“ zeichnete sich ab, dass eine Abstimmung im Zeitalter des Web 2.0 durch die direkte Auszählung der stimmberechtigten Chatteilnehmer ein wunderschönes Prozedere darstellt. Ach was solls – das hat Spaß gemacht, besonders bei Äußerungen über [deleted] Inhalte. Den „Goldenen Blogger 2007“ haben gewonnen:
Einige Male konnte ich mich auf die Ergebnisse nicht einigen, aber im Groben und Ganzen freue ich mich auf mehr davon. Ja, ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal im kommenden Jahr! :)
Video-Tutorial: Was ist ein Blog?
Blogkultur, VideosViele Male wird man gefragt, was Blogs überhaupt sind? Was machen die eigentlich? Wozu ist das hilfreich? In der Regel kommen diese Fragen von denjenigen Zeitgenossen, die eher weniger mit dem Internet im tagtäglichen Umgang zu tun haben.
Dieses Video wurde von Lee und Sachi LeFever von CommonCraft.com aus der Reihe „Web 2.0 für Anfänger“ im lustigen Comic-Stil angefertigt, damit wirklich jeder einen ersten Einblick über Weblogs erhält. Die deutsche Version kommt über Turi2.tv – also liebe Leser, was werdet ihr mit der „neuen Macht“ tun? :)
Nutzerdaten und ihr Nutzen
MarketingStudiVZ ist eines der größten deutschen Netzwerke für Studenten und diejenigen, die sich hip und trendy fühlen und mit der jüngeren Generation insgeheim mitmischen wollen. Die groß reklamierte „Schnüffelwerbung“ ist nichts weiter als Targeting. Viele Unternehmen nutzen die Profildaten der Mitglieder um zielgruppenspezifische Werbeanzeigen für das jeweilige Mitglied neben den eigentlichen Inhalten der Plattformen zu zeigen. Die Aussage vom StudiVZ CEO Marcus Riecke höchstpersönlich hat neben dem aufklärenden Wert jedoch einen ungeahnten Nebeneffekt (Hervorhebung in Fettschrift):
Sofern kein Dritter an die exakten Profildaten gelangt und alles intern über das eigene AdServer System verwaltet und ausgeliefert wird, ist das für meinen Geschmack recht harmlos. Auch ein allgemeines Nutzerprofil, dass Aussagen wie „Usertyp interessiert sich für Autos, Zigaretten und Alkohol“ als pauschale bzw. globale Daten ausspuckt, kann eigentlich jeder verschmerzen. Sollte jedoch explizit ein Datenaustausch mit personenbezogenen Daten vollzogen werden, fände ich das wiederum nicht schön – auch wenn Werbung ohne Targeting mittlerweile im Onlinewerbemarkt undenkbar ist.
Relaunch: Bild 2.0
Design, Medien„Modernisieren! Ausmisten! Den Dreck rauskehren!“ Vielleicht hat man sich solche Worte gedacht, als man der digitalen Darstellung der Bildzeitung ein neues Gesicht verpasst hatte.
Frische Luft tut gut und zeigt Innovationskraft. Kurzum, der Relaunch wirkt manchmal wie ein Wunder und beflügelt zu der einen oder anderen Aussage, die es entsprechend in sich hat. Innovativ ist das neue Layout allemal – es erhöht wirklich auf eine gewisse Weise die Nutzerfreundlichkeit. Die neu angelegten „Channel“ (Wo hat man das wohl aufgeschnappt?) sorgen als umbenannte Navigation für die notwendige Struktur.
Ein eigenes in die gesamte Seite integriertes Videosystem beliefert den Leser mit Bewegtbildinhalten – für meinen Geschmack der richtige Schritt in Webzwonulligkeit, der nur durch die fehlende Einbindung der Nutzer in Form von Kommentaren, Bewertungen und dem anderen Pipapo vom Web 2.0 wohl nicht ganz vollzogen wurde. Aber immerhin: Das neue Bild der online Bild sieht besser aus als vorher… und wer ein wenig echte Unterhaltung haben will, zieht sich ein paar Minuten Bild LIVE rein. :)
Start Up des Jahres 2007
Social MediaIch habe bisher noch kein Müsli bestellt, aber was nicht ist kann ja noch werden. Cerealien sind halt nicht mein Ding, jedoch kenne ich in der Familie jemanden, der vielleicht ganz heiß darauf sein könnte… :)
Christiane zu Salm bei Burda
MedienMit Wirkung zum 01. April 2008 tritt Christiane zu Salm in die neu geschaffene Position „Cross Media“ im Vorstand der Hubert Burda Media ein.
Insbesondere die Bereiche Internet-TV, Handy-TV und crossmediale Formate stehen unter ihrer Verantwortung. In der Zeit von 1998 bis 2001 war die 41-jährige Medienunternehmerin und -managerin als Geschäftsführerin von MTV Central Europe tätig sowie von 2001 bis 2005 Geschäftsführerin und Anteilseignerin des Privatsenders tm3, den sie in 9Live umgründete.
Vor allem die langjährige Erfahrung im Fernsehgeschäft wird meiner Meinung nach das Münchner Verlagshaus auf dem bisherigen Kurs in dem traditionellen Mediengeschäft sowie in den multimedialen Geschäftsfeldern mehr als nur unterstützen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Handy-TV als eines der Aufgabenfelder von Frau zu Salm entwickeln wird. In der Vergangenheit konnte der Grundstein für einen möglichen Erfolg bereits durch die Schaffung des Mobile-TV-Unternehmens „Mobile 3.0“ als Joint-Venture mit der Verlagsgruppe Holtzbrinck gelegt werden.
Made My Day: Kommentarstreik bei der SZ
Medien, SpamIn Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen rund um die Haftung für Kommentare in Onlineforen und Weblogs entwickelte sich heute eine schöne Randerscheinung: Die Süddeutsche verhält sich still und hüllt sich in Schweigen in Punkto Kommentare zu eigenen Artikeln auf der Online-Präsenz. Zumindest trifft das für den geregelten Feierabend in den Abendstunden und am Wochenende zu, denn in der Zeit werden die Kommentare nicht freigegeben und nicht moderiert.
Zappenduster, Licht aus, auf zum Bierchen und die Medienwelt mal vergessen. Wäre ja schön, wenn man den Stecker für die lustigen Internetnutzer gleich mit rausziehen kann. Die Reaktion der „Communityleser“ ist die ideale Antwort auf das Gebahren der deutschen Selbstjustiz des Verlages:
Das hat den Tag doch irgendwie gerettet. Als Blogbetreiber ist man in der Regel immer hinter seinen Pappenheimern her, aber eine generelle Freischaltung ist viel zu aufwendig für den kleinen Mann… finde zumindest ich. Ob das vielleicht gegen Spam in der Nacht hilft? Oder hilft ein wenig sanktionelle Redebeschneidung die Wertigkeit des Blattes zu steigern?
Neuer Gesellschafter für DWDL: Michael Spreng
MedienSeit 2001 werden Medienmenschen tagesaktuell mit Szenewissen der Medienbranche beglückt. Das Online-Informationsangebot kommt im Monat auf 267.000 Unique User und behauptet sich als das meistgelesene Medienmagazin Deutschlands. Bereits vor wenigen Wochen startete DWDL mit guggr.de seine neue TV-Diskussionsplattform im Web. Eine solche Entwicklung kann man sich doch nur wünschen! ;)
ProSieben zum Verkauf
MedienDie Axel Springer AG beabsichtigt die Veräußerung ihrer mittelbaren Beteiligung an der ProSiebenSat.1 Media AG. Insgesamt stehen jeweils 12 Prozent der Stamm- und Vorzugsaktien zum Verkauf für einen Kaufpreis von insgesamt 509.359.881,60 Euro – was durchschnittlich Euro 19,40 je Stamm- und Vorzugsaktie bedeutet. Natürlich steht diese Transaktion von dieser mittelmäßigen Summe unter der Aufsicht der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK).
Die Axel Springer AG hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, den TV-Konzern selbst zu übernehmen, jedoch machte das Kartellamt einen Strich durch die Rechnung. Der darauf erfolgte Verkauf der Sendergruppe durch US-Unternehmer Haim Saban an Permira und KKR. Mit der gestern Abend angekündigten Veräußerung der gesamten Springer-Anteile in Höhe von 12 Prozent des Gesamtvolumens von ProSiebenSat.1 steht bei Zustimmung durch die KEK wieder ein Scheunentor für Permira/KKR offen. Ob man gratulieren soll, bleibt daher fraglich, zumal Premira/KKR bereits 50,67 Prozent des Grundkapitals und 88 Prozent der Stammaktien gehören.
Samsung GX-10 Digital-Spiegelreflexkamera
WebIch habe sie mir gegönnt: Die Samsung GX-10 Digital-Spiegelreflexkamera mit einem 18-55 mm Objektiv als kombiniertes Kamera-Kit ist in meinem Besitz. Die DSLR besitzt einen selbstreinigenden 10,2-Megapixel-Sensor, der mit einer Auflösung von 3872 x 2592 Bildpunkten sehr genau arbeitet. Das integrierte Optical Picture Stabilization (OPS) hilft sehr gut gegen die typischen Verwackler, das Gehäuse der GX10 ist speziell durch Silikondichtungen gegen eindringende Feuchtigkeit oder Staub versiegelt.
Das Ausstattungspaket der GX-10 umfasst neben einem RAW-Konverter und den üblichen Vollprogrammen wie Zeit- und Blendenautomatiken ebenfalls sehr einfach zu bedienende manuelle Einstellmöglichkeiten, wie sie bei einer reinen Digitalkamera selten vorkommen. Diverse Funktionstasten, Wahlräder sowie ein Datenmonitor und das 2,5-Zoll-Display auf der Rückseite runden den Hochgenuß des Fotografierens endgültig ab. Persönlich ergötze ich mich an den Testbenotungen, die sich im oberen Bereich bewegen und sogar vereinzelt mit einem „sehr gut“ von den gängigen professionellen Fotomagazinen abgerundet wurden. Alles weitere kann man direkt auf der Produktseite zur Samsung GX-10 nachlesen.
Nach dem heutigen „Außentest“ in der Kölner Parklandschaft bin ich sehr zufrieden. Nur noch die Software auf dem Rechner installieren und die Fotos übertragen – fertig! Doch das nehme ich mir für später vor, zumal die neue Express 2 Gigabyte Speicherkarte noch ausreichend Platz für weitere 650 Fotos hat.