Mike Schnoor
  • Start
  • LinkedIn
  • Blog (Archiv)
  • Über mich
    • Publikationen
    • Standpunkte
  • Menü Menü

Twitter Downtime

Blogkultur, Microblogging

Der weltweit größte Microblogging-Dienst Twitter ist down. Eine Interaktion über das Webinterface ist nicht möglich. Auch Applikationen und Widgets sind ohne Funktion. Der Welt stockt für einige Minuten der Atem. Kommt Twitter wieder zu Potte?

Oder liegt dieser Ausfall, bei dem der berühmte Wal im Sichtfeld eines jeden Nutzers prangert, an der jüngsten Berichterstattung über die Monetarisierung von Twitter – und der kürzlichen Richtigstellung bezüglich Premiumaccounts?

Immerhin hat diese eine Aussage von Biz Stone über die Einführung von kostenpflichtigen Modulen bei Twitter zu einem kleinen Aufruhr in der Medienwelt geführt. Aus Sicht des PRlers bewirkt die Bekanntmachung eines solchen Zitats für Twitter im Moment nur den Aufruhr, doch sollte der Microblogging-Service in Kürze an der Börse gehandelt werden, kann diese kleine Panik zu herben Kursverlusten führen. Sicherlich hat Biz Stone hier genug Erfahrung im Umgang mit Medien, doch es sollte für jeden ein Lehrbeispiel für Kommunikation darstellen, nichts Unbedachtes zu äußern. Wie die (potentiellen) Investoren die Situation sehen, kann man sich im Traum wohl kaum vorstellen… :)

Nachtrag: Aha, jetzt heißt es Database Maintainance. Zur Stoßzeit in Europa. Was will man machen als an einem frequentierten Wochentag das System umkrempeln? :(

11. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-11 11:47:132011-02-11 16:11:35Twitter Downtime

Wie Twitter jetzt doch Geld verdienen will…

Blogkultur, Microblogging, Public Relations

Vor einigen Tagen schrieb ich noch ein paar Gedanken zum Thema des möglichen Verkaufs von Twitter. Jede Finanzierung bedeutet über kurz oder lang der Weg zur Monetarisierung des Geschäftsmodells. Bisher war der Dienst für jeden umsonst, doch jetzt berichtet Brand Republic über die wahre Methode, wie Twitter seinen Dienst monetarisieren möchte.

Co-founder Biz Stone told Marketing: ‚We are noticing more companies using Twitter and individuals following them. We can identify ways to make this experience even more valuable and charge for commercial accounts.‘ He would not be drawn on the level of charges.

Sorry Biz, aber die Idee ist grundsätzlich interessant, aber in der Durchführung kaum realisierbar. Monetarisierung hin oder her, die Nutzung von Twitter für Unternehmen ist insbesondere für die Kommunikation in Marketing und Public Relations essentiell geworden. Microblogging ist hip und trendy, der Hype schlechthin. Professionals der ganzen Welt setzen auf Microblogging mit Twitter und mischen dabei unwillkürlich das unternehmerische und professionelle mit dem persönlichen Inhalt.

Da stellt sich doch die Frage: Wieso wollt ihr die Nutzung von Twitter für offizielle Accounts von Unternehmen nicht mehr kostenlos anbieten? Wie unterscheidet man zwischen einem Twitter-Account, der von Personen und nicht von Unternehmen genutzt wird? Mein Account bei Twitter ist hochgradig persönlich. Doch in gewissen Momenten schiebe ich Tweets zum Thema meines Arbeitgebers in Form einer URL auf ein Video durch, das eine oder andere Mal poste ich auch Links zum Thema Public Relations oder diskutiere darüber via Twitter. Würde ich damit für meinen Twitter-Account bezahlen müssen, wenn ich nicht nur die Belanglosigkeiten des Lebens in den Orkus jage?

10. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-10 10:28:312011-02-11 16:11:46Wie Twitter jetzt doch Geld verdienen will…

Top-Kommunikation von SpOn bei Twitter

Medien, Microblogging, Public Relations

Ein Fallbeispiel an sehr guter Kommunikation zwischen Lesern und Redaktion legte heute die Spiegel Online Redaktion an den Tag. In einem Artikel über die Festnahme eines deutsch-ägyptischen Bloggers fehlte mir persönlich die Information über die eigentliche URL des Blogs. Über das offensichtliche Fehlen schrieb ich auf Twitter leicht verwundert „Warum sehe ich bei SpOn keinen Link zum besagten Blog?“ nebst der tinyURL des Artikels.

Ich setzte dabei schon innerlich darauf, dass irgendwer reagieren würde – einer meiner Follower zumindest. Vom Sammelaccount @SPIEGEL_alles konnte ich keine Reaktion erwarten, doch ich musste nicht lange abwarten. Meine Erwartungshaltung wurde vollkommen erfüllt. Wenige Minuten später reagierte niemand geringeres als Chefredakteur Wolfgang Büchner (@wbuechner) und Chef vom Dienst Stefan Plöchinger (@ploechinger).

Sie schrieben prompt zurück und kündigten die Verbesserung des Artikels um genau die fehlende URL zum Blog des inhaftierten Bloggers an. Natürlich ist ein „catchiger“ Begriff wie „SpOn“ sicherlich Standard für die internen Suchalgorithmen, doch genau die Schnelligkeit und persönliche Ansprache machen den Reiz dieser Kommunikation aus. Vielen Dank!

Ich schätze es sehr, wenn ein Medium direkt mit seinen Nutzern, Zuschauern, Lesern, Konsumenten und mittlerweile Prosumenten direkt in authentischen Dialogen kommuniziert. Zwar limitiert Twitter alles auf nur 140 Zeichen, doch die Reaktionsgeschwindigkeit und das dadurch hohe Maß an Interaktion sprechen für sich. Vielleicht mögen @SPIEGEL_alles und die anderen Twitter-Accounts des Verlagshauses in erster Linie insgesamt informative Linkfischer des eigenen Nachrichtenportals darstellen, doch der Einsatz der wichtigen Männer im Hintergrund spricht für die scheinbar perfekte Integration des Microblogging-Tools in ein traditionelles Verlagshaus. Als Resultat erhält man dafür eine kleine Lobeshymne in irgendeinem Blog der Welt – sehr nice und sehr zwonullig! Jetzt fehlt nur noch das offizielle Twitter-Verzeichnis der Mitarbeiter und Redakteure von SpOn als eigener Beitrag auf eurem Nachrichtenportal – und ihr könnt euch vor Followern und der entsprechenden Kommunikation wohl kaum retten. Weiter so. :)

9. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-09 20:09:592011-02-11 16:11:54Top-Kommunikation von SpOn bei Twitter

WHIZKID – oder: Woher stammen meine Daten?

Spam

Wie viele andere Menschen setze ich auf eine strikte Trennung von privaten E-Mails und accountbezogenen Kontaktadressen. Auf letzterem Mailkonto erhielt ich in der vergangenen Nacht eine E-Mail von „WHIZKID“, einem neuen „ePaper für High Potentials und Young Professionals“. Nie gehört, nie gekannt, nie gewollt. Leicht irritiert öffnete ich auf meinem Mailkonto für ungewollte Werbung (genannt: Spam) die Mail und musste feststellen: WHIZKID ist das Resultat eines ehemaligen Angebots von Focus.

„Mit diesen Worten hat sich FOCUS-CAMPUS Ende vergangenen Jahres von Ihnen verabschiedet, um Ihnen ein völlig neues ePaper zu versprechen: WHIZKID.“

Einmal hatte ich mich bei besagtem Focus Campus im Jahr 2007 registriert, um den Zugriff auf ein PDF-Dokument zu erhalten. Beim Verlag, der Focus herausbringt, schienen meine Daten zumindest auf den ersten Blick sicher zu sein. Dem war wohl nicht so, denn jetzt war scheinbar irgendetwas zu meiner Person bei der „Xoai Media Transfer GmbH“ gespeichert. Ich habe dieser Speicherung niemals zugestimmt – wie sicherlich viele andere Menschen auch. Die meisten kümmert es wohl nicht, aber ich frage mich daher ernsthaft, ob es überhaupt erlaubt ist, meine persönlichen Daten von einer Gesellschaft in die nächste zu verkaufen und damit ein Mailing zu generieren? Gibt es unter meinen Lesern einen Rechtsexperten, der das eventuell im Detail erklären kann? Darf ein Unternehmen aus Deutschland einfach die personenbezogenen Daten in einer Übergabe an einen Dritten verkaufen, so dass dieser die Daten dann weiter verwenden kann?

Die Zusendung des Passwortes kommt auch noch über einen weiteren Server – www-data@hcmg120205.tuxtools.net sendet mir ganz fein mein altes Passwort im Klartext zu. Diesen ungewollten Zugang bei WHIZKID habe ich gelöscht, die Bestätigung lässt vom Text her sehr zu wünschen übrig (XXX = geschwärzte Daten):

Hallo XXX,
Ihre Mitgliedschaft bei User wurde beendet.
Ihr Konto XXX und die Adresse XXX@XXX.XXX wurden wie gewünscht aus unserer Datenbank gelöscht.
Wenn Sie möchten, können Sie immer noch die öffentlich zugänglichen Seiten von User anschauen.

Schön, dass die Mitgliedschaft bei User beendet wurde. Was auch immer das heißen mag. Immerhin habt ihr jetzt im Internet damit eure fünf Minuten Aufmerksamkeit erhalten. Ich erwarte daher, nie wieder etwas von euch und euren gekauften Mailings zu hören. Und es ist wirklich peinlich, dass die Daten von Focus Campus einfach so weitergegeben wurden. Deals, die die Welt nicht braucht. Datenschutz wird groß geschrieben.

7. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-07 08:52:032009-02-07 20:27:27WHIZKID – oder: Woher stammen meine Daten?

Petition zur Medienfreiheit

Blogkultur, Medien, Politik

Der Artikel 5 des Grundgesetzes schreibt in Deutschland seit Jahren vor: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.“ Zensur durch den Staat gibt es nicht. In den Nachkriegszeiten ein wertvoller Gedanke, dem wir viel zu verdanken haben. Aber wie definiert sich die Presse in unserer modernen Zeit? Sind wir nicht alle ein bisschen Presse? Irgendwie schon, vor allem wenn man ein Blog als Content-Management-System nutzt, um Inhalte zu publizieren und damit der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Frank Hamm fragt zu Recht, ob dies noch aktuell ist. Vor allem die jüngsten Fälle von Abmahnungen einzelner Blogger treiben die Geister an. Er reicht eine Petition ein, um nicht die „Pressefreiheit“ zu stärken, sondern „Medienfreiheit“ einzuführen und gleichzeitig diese Freiheit auch auf das Internet zu erweitern. Die klassische Presse in gedrucktem Wort, Rundfunk und Film stellen schließlich nur einen Teil aller Medien dar.

„Die Medienfreiheit und die Freiheit der Berichterstattung über Kanäle wie Rundfunk, Film oder Internet werden gewährleistet.“

Nach fast einem halben Jahr Wartezeit begrüße ich es, dass Frank diesen Schritt geht. Aber so wie diese „Medienfreiheit“ viele Wege für den einzelnen Blogger öffnen kann, verbaut sie viele Wege, wenn Missbrauch getrieben wird. Doch ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen. Eine Änderung des Grundgesetzes, um das „Supermedium“ Internet im positiven Sinn hin zu berücksichtigen, halte ich für sinnvoll. Außerdem sollte effiziente Aufklärungsarbeit über das Mysterium Internet für diverse Politiker auch verpflichtend sein.

5. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-05 11:31:342009-02-05 11:44:54Petition zur Medienfreiheit

Bloggerverband: Ein Haufen voller Egomanen?

Blogkultur, Medien, Public Relations, Social Media

Richtig gelesen. Die Überschrift deutet bereits auf diesen Eintrag an. Wenn die durchaus alte Idee, einen Verband für Blogger zu gründen, erneut in Umlauf gebracht wird, ruft es vor allem junge Newcomer auf den Weg, sich im Netz der Blogosphäre zu verewigen. Ich kenne das Thema, wir hatten bereits in 2006, 2007 und 2008 auf verschiedenen BarCamps und zwonulligen Veranstaltungen über das Thema gesprochen. An sich finde ich es super genial, eine Interessensvertretung zu gründen. Ich mache sofort mit – ehrenamtlich und freiwillig, ich bringe sehr gerne mein Expertenwissen mit ein.

Doch sind wir mal konkret: Lobbyismus auf Verbandsebene ist nichts für einen Haufen voller selbstverliebter Egomanen. Blogger sind und bleiben absolute Einzelkämpfer – und stehen in der Regel nur für ihre persönlichen Interessen ein. Meinung ist im Vordergrund, selten herrscht Objektivität oder etwas, was an journalistisches Niveau heranreicht. Sehen wir von einigen Fachblogs oder Autoren vom Fach ab, ist die Masse der Blogger – und so muss ich es wirklich formulieren – viel zu verzweigt, nicht geordnet, keinem gegenüber verpflichtet. Selten wird sich restriktiv an geltende Gesetze gehalten, während konsequent von Zensur der Meinungsfreiheit oder der „fünften Macht“ im Staate geschrieben wird.

Was möchte hier ein „Bloggerverband“ für deutschsprachige Blogger erreichen?

Regelmäßige Treffen zwischen den Mitgliedern organisieren und so einen Gedankenaustausch fördern.
Ein guter Plan, doch man muss bedenken, dass der Großteil an Bloggern alles durch persönliche Eigenfinanzierung in die Wege leitet. Wer kann Reisekosten absetzen, wenn es nicht im Interesse einer Firma bzw. eines Arbeitgebers ist? Die Mitglieder werden ihre persönlichen Ziele haben und sich kaum per Mehrheitsbeschluss auf ein gruppendynamisches Ziel einigen. Organisation des Chaos ist eine Sisyphos-Arbeit, denn einer wird quer spielen und eine Vielzahl der Individuen wird sich nicht auf Kompromisse einigen, bei denen die eigenen Interessen vielleicht weniger wert sind als andere Themen.

Selbstverpflichtende Grundregeln verfassen, die eine Art Ethik-Richtlinie für das Bloggen darstellen könnte.
Individualisierung ist das Web 2.0, das ist doch Social Media, das ist doch Blogkultur. Grundregeln sind durch Gesetze geregelt. Wer Blog hat eine Freiheit, die kein anderer beim Publizieren hat. Wir sind keine Verläger, wir sind keine klassischen Presseorgane (auch wenn wir das ja gerne mal sein möchten). Wir sind Blogger – eine Gruppe von Individuen, die so verschieden ist wie die bunte Farbwelt eines Regenbogens.

Große öffentlichkeitswirksame Blogpostings ihrer Mitglieder forcieren, um ein bestimmtes Thema in die breite Öffentlichkeit zu bringen.
Politik. Wirtschaft. Findet dies als Themen und die Öffentlichkeit wird euch Aufmerksamkeit schenken. Tageskonsum der Medien, konstruktive Kritik (wie diese Kritik hier), blasphemisches Nörgeln, absolute Belanglosigkeiten oder hochwertige Fachthemen – das interessiert Nischen, jedoch keine breite Öffentlichkeit. Jamba von Spreeblick war ein heißes Thema vor einigen Jahren. Auch der Blogverkauf von Robert Basic brachte die Blogosphäre ins Licht der Welt. Das Bildblog erlebte durch die Einmaligkeit der offenen Kritik einen Höhenflug. Doch diese einmaligen Highlights der blogastischen Berichterstattung kommen nur selten vor. Selten genug, dass die Blogs ein Dasein der Belanglosigkeit fristen, bis ein „Groundbreaking Event“ stattfindet. Hier fallen mir ganz persönlich wenige Beispiele ein, wo der „Aha, die Blogger“-Effekt eintrat. Nebenbei: Der Begriff „blogastisch“ ist hierdurch von mir geprägt, sofern niemand anderes diesen Begriff bereits nutzte.

Rechtsbeistand bei unklaren Fragen und Mitgliederhotline.
Ich werde abgemahnt. Ich rufe an um 23 Uhr. Hotline mit Pay-via-Mitgliedsbeitrag. Was ist hier besser? Der professionelle Anwalt für Rechtsfragen, oder doch die Mitgliederhotline „Pro Blogger“? Ich gestehe, dass der professionelle Rat eines Medienexperten oder aversierten Lawbloggers wesentlich wertvoller ist. Würden durch die Mitgliedschaft im „Bloggerverband“ die Gerichtskosten vom Verband übernommen werden?

Schaffung gemeinsamer Studien zur Veröffentlichung und Generierung von Aufmerksamkeit durch die Medien.
PR-Arbeit – the long and hard run mit repräsentativen Studien. TNS, Forsa, Infratest – geniale Partner, die eine Stange Geld kosten. Mehrere 10.000 Euro kann man hierfür einplanen, damit es auch eine Gewichtigkeit in der Medienszene finden kann, so dass sich eine Berichterstattung lohnt. Selten interessiere ich mich persönlich für Studien, die nicht zumindest durch ein etabliertes Gremium gedeckt werden. Merke: Trau schau wem – und traue keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast…

Lobbyarbeit für deutschsprachige Blogger und ihre Wünsche und Anforderungen an den Gesetzgeber.
Klar, ein Muss. Politiker, Wirtschaft und einige Medien müssen beackert werden. Ich stehe gerne in erster Front und helfe! Doch letztendlich stehen wieder nur eine handvoll berühmter Persönlichkeiten, die Vorstände und Vertreter des „Bloggerverbands“ im Rampenlicht. Wen interessiert denn der individuelle Katzenblogger (Hallo Sven!)? Oder die täglichen Belange von Prinzzess? Hilft es, Robert Basic, Johnny Häuseler oder Stefan Niggemeier hier zu benennen? Oder haben die nicht genug um die Ohren? Was wird sich die Wirtschaft denken? Haben wir etwas davon, wenn „Werteübermittlung“ von Bloggern vorangegrieben wird? Wer garantiert mir, dass mir nicht jemand das Messer in den Rücken rammt und mein Produkt im Blogeintrag so heftig kritisiert? Oder ein „Spähdorn-Memo“ veröffentlicht? Wer schützt, wer hilft? Wie soll das funktionieren? Gremien und Verbände haben sich seit Jahren in der Lobbyarbeit einen Rang erarbeiten müssen. Das ist ein hermetisch abgeschlossener Club von Freunden und Freundes-Feinden. Wer neu ist, muss hart kämpfen und eine starke Stimme haben. Ohne dies ist jede Lobbyarbeit verloren – besonders bei verschiedenen Interessen der Mitglieder…

Pressearbeit
Klassisch und gut – hey, why not? Aber hier erwarte ich auch im Gegenzug, dass jedes Mitglied des Bloggerverbands sogar darauf eingestimmt wird, ebenfalls Pressemeldungen von jedwedem Unternehmen der freien Wirtschaft zu akzeptieren – per Dekret, per Verpflichtung, per was auch immer. Zumindest im Versand und im Empfang – was damit geschieht, ob ein Blogeintrag zu einem Thema geschrieben wird, soll dabei erstmal nicht relevant sein.

Grundlagen und Informationen für Jugend- und Datenschutz
Hierfür haben wir keinen Bedarf. Selbst beim BVDW als Interessensvertretung der Digitalen Wirtschaft gibt es ein entsprechendes Gremium, aber da jeder Verband dieses Thema inne haben sollte, ist es gut. Doch was tut man, wenn man semi-erotisches Material postet? Ist man dann nicht mehr „frei für alle“? Wenn eine verbale Grätsche geschlagen wird, muss das Blog dann „ab 16“ oder „ab 18“ eingestuft werden?

Fazit
Kritik muss berechtigt sein. Ich versuche offen und konstruktiv das Thema anzugehen. Offen, weil ein „Bloggerverband“ auf sozialer Interaktion basiert und dieses in seiner Grundfeste verinnerlicht haben sollte. Konstruktiv, weil wir hier einen Dialog benötigen, um den „Haufen voller Egomanen“ zu organisieren. Kurzum: Ich würde mich freuen, sehr aktiv an einem Interessensverband für deutschsprachige Blogger mit zu arbeiten. Wenn Alper Iseri jetzt Lust auf mehr haben sollte – let me know, call me tomorrow. Move it and get it going! Feedback und Kommentare sind herzlich willkommen!

Nachtrag: Das Netz diskutiert heiß. Uwe Ramminger mischt bereits an vorderster Front mit. Bei Rivva bündelt sich die Diskussion und ufert in ersten Konkretisierungen bei Carsten vom Datenwachschutz aus. Bisher habe ich noch nicht mit Alper telefoniert, aber das wird heute Nachmittag nachgeholt. Stefan Evertz zieht bereits sein persönliches Fazit hierzu – eine Verbandsaktivität mache keinen Sinn.

4. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-04 21:46:112013-11-20 07:49:33Bloggerverband: Ein Haufen voller Egomanen?

Blogger-Abmahnung durch die Deutsche Bahn AG

Microblogging, Public Relations, Recht

Wroommm! Das rummst ordentlich, als würden zwei Züge ineinander krachen. Die Deutsche Bahn AG mahnt Markus Beckedahl von netzpolitik für die Veröffentlichung eines internen Memos zur scharf kritisierten Rasterfahndung ab – und fordert per E-Mail zur Unterlassung.

Ich mutmaße nicht, über die juristische Situation zu urteilen. Doch aus der Sicht zur Information der breiten Öffentlichkeit ist eine Geheimhaltung eines solchen Memos in der heutigen Zeit voller digitaler Euphorie kaum mehr vorstellbar. Besonders die „Spitzelbarone“ der Bahn stellen sich dabei leicht uncool an. Es droht ein Kampf zwischen Rechtsabteilung und PR-Abteilung des Machtinstrumentariums der deutschen Schienen – und beide Abteilungen scheinen im Ansehen der Öffentlichkeit wohl den Kürzeren zu ziehen. Zumindest sucht Markus Beckedahl sehr öffentlichkeitswirksam nach Hilfe und Rat. Im Blog häufen sich die Kommentare und bei Twitter bricht ein kleiner Sturm los. Doch merke: Einfach eine (vertrauliche) E-Mail oder ein Schreiben zu veröffentlichen – nun, das sollte man nicht ohne weiteres machen…

3. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-03 16:38:482013-11-20 07:44:03Blogger-Abmahnung durch die Deutsche Bahn AG

Gesucht: Empfehlung für HD-Videokamera

Blogkultur, Microblogging

Ganz in eigener Sache und auch aus aktuellem Anlass greife ich das Thema von HD-Videos kurz auf. Seit dem Wochenende unterstützt mein Arbeitgeber sevenload ganz offiziell für jeden Nutzer den Upload von High Definition Videos mit einem neuen Videoplayer. Dieser Schritt freut mich sehr, aber persönlich habe ich bisher noch nichts von diesem Hochgenuss der Bildqualität. Aber als Privatmensch fehlt mir bislang die Hardware, die idealerweise nach dem Prinzip „speedy fix, quick and easy to go“ funktioniert. Für mich ist das Thema der Videoaufnahmen seit Geburt unserer Tochter immer stärker in den Fokus gerückt. Ich möchte neben den üblichen Fotos endlich die schönen Momente in hochauflösender Bildqualität aufnehmen. Nach einigen ersten Feldversuchen konnte ich ganz gute Erfahrungen mit einem sehr hochpreisigen Leihgerät der Marke Sony machen. Allein die Rückkonvertierung in ein abspielbares Format auf dem PC war mir persönlich viel zu unpraktisch.

Anstatt also via Twitter meine Follower zu fragen, versuche ich den klassischen Kommunikationsweg über das Weblog: Wer kann mir eine gute HD-Videokamera empfehlen? Das Gerät muss alltagstauglich und absolut erschwinglich sein – und gleichzeitig ein gestochen scharfes HD-Bild aufzeichnen. Wer weiß Rat, wer kann helfen? Feedback ist in den Kommentaren zu diesem Blogeintrag sehr willkommen.

Und ganz nebenbei – funktioniert das „Frage-Antwort-Ritual“ im Blog überhaupt noch? Läuft die Blogkultur rund, oder läuft ihr das Microblogging als eigener Subzweig dieser Kommunikationskultur den Rang ab? Darf man schon „Boohoo“ rufen? :)

3. Februar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-02-03 10:03:392013-11-20 07:08:14Gesucht: Empfehlung für HD-Videokamera

100 Milliarden Fonds – Das Wahljahr ruft!

Politik

Los liebe Politiker, fangt an euch mit regierungsrelevanten Themen einzudecken. Das Wahljahr ist ja schon seit einigen Wochen eingeläutet! Wer bringt die Dominosteine ins Fallen? Das Kartenhaus kann zusammenbrechen. Die Wählerstimmen können flöten gehen. Wohlgeplante Propaganda muss her, mit der man medienwirksam einen Aufstand der Wähler unterbinden kann. Warum auch nicht 100 Milliarden in einen Topf schmeißen und für die private Wirtschaft bürgen? Zumindest hierbei beruft sich Spiegel Online auf einen Zeitungsbericht des Handelsblatts.

Nach den bisherigen Plänen sollen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro Anträge auf Kredithilfen stellen können, heißt es in einer internen Vorlage des Wirtschaftsministeriums, die dem Blatt vorliegt.

Ganz persönlich vertrete ich die Auffasung, dass man sich für seine eigenen Fehler immer verantworten muss. So auch jedes Management eines Unternehmens, und damit jedes Unternehmen selbst. Wer sich geschäftlich verzockt und das Unternehmen in den Sand fährt, trägt auch die Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden. Immerhin wird hier geholfen, wenn man 500 Millionen Euro im Jahr als Umsatz verbuchen kann.

Aber wer gibt den kleinen- und mittelständischen Unternehmen die Rückendeckung? Selten brauchen diese Firmen mehrere hundert Millionen, kaum eines wird Milliarden verlangen. Also erfreuen wir uns in der von Lobbyismus durchgewürfelten Welt im wirtschaftlichen Politik-Zirkus von Versprechungen für die großen Unternehmen, die sich ganz einfach gesagt verplant hatten und jetzt nach Luft schnappen.

28. Januar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-01-28 21:35:122009-01-28 21:35:12100 Milliarden Fonds – Das Wahljahr ruft!

Adolf-Grimme-Preis vs. Adolf-Grime-Preis

Medien, Public Relations

Manche Dinge kommen in der Pressearbeit durchaus vor. Besonders bei sehr schnell formulierten Meldungen schleichen sich kleine Flüchtigkeitsfehler ein. Das passiert jedem und ist auch keine Schande, schließlich sind wir alle nur Menschen. Doch eine Korrektur auf eine Meldung zu verschicken, die den folgenden Inhalt hat, da fragt man sich doch, ob einige Leute nicht von allen guten Geistern verlassen sind:

Achtung Korrektur: Zahlreiche Produktionen des Westdeutschen Rundfunks sind für den diesjährigen Adolf – G r i m m e – Preis nominiert

Köln (ots) – Korrektur im ersten Satz der WDR-Pressemitteilung:

Adolf-Grimme-Preis statt Adolf-Grime-Preis

Eine Korrektur für nur ein fehlendes Zeichen (fette Hervorhebung)? Das ist eine ordentliche Geldverschwendung. Wenn ich die üblichen Marktpreise von ots/newsaktuell dagegen rechne, kommen wir für die 29 Wörter (abzüglich der Ortsbezeichnung und Dienstinfo) bei einer Mindestmenge von 300 Wörtern pro Versand einer Pressemeldung auf gut 350,00 Euro zzgl. 19% MwSt. Natürlich liegt auf der Hand, dass entsprechende Rabattstaffeln zu Grunde gelegt werden, wenn ein „Vielversender“ wie aus der Kreisliga der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten am PR-Turnier teilnimmt. Trotzdem finde ich diese überzogenen Korrekturen doch beschämend für jeden treuen Gebührenzahler.

Die Sendeanstalten haben wohl zu viel Geld zum Verpulvern. Wie wäre es dann lieber mit ein wenig mehr inhaltlicher Tiefe im Programm und weniger Klamauk, wie es im nach Kot riechenden „Wetten, dass…?“ der Stein des Anstoßes war? :)

28. Januar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-01-28 20:34:542013-11-20 07:53:34Adolf-Grimme-Preis vs. Adolf-Grime-Preis
Seite 74 von 244«‹7273747576›»

Suche

Search Search

Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

© Copyright 1997-2026 Mike Schnoor. Alle Rechte vorbehalten.
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Impressum
  • Datenschutz
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Einwilligung zur Datenerhebung und zur Nutzung von Cookies: Diese Internetseite verwendet Cookies. Cookies sind kleine Textinformationen, die über Browser im Endgerät als Datei gespeichert werden. Cookies stellen keine schadhaften Dateien dar, sondern erlauben User Interaktionen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Datenschutzhinweis. Impressum

Einwilligung nicht geben.Einwilligung jetzt ändern.Alle Cookies akzeptieren.

Einwilligung zur Datenerhebung und zur Nutzung von Cookies



Wie wir mit Cookies umgehen

Diese Internetseite verwendet Cookies. Cookies sind kleine Textinformationen, die über Browser im Endgerät als Datei gespeichert werden. Cookies stellen keine schadhaften Dateien dar, sondern erlauben User Interaktionen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Datenschutzhinweis.

Einstellungen übernehmenNur Benachrichtigung ausblenden