Manche Dinge kommen in der Pressearbeit durchaus vor. Besonders bei sehr schnell formulierten Meldungen schleichen sich kleine Flüchtigkeitsfehler ein. Das passiert jedem und ist auch keine Schande, schließlich sind wir alle nur Menschen. Doch eine Korrektur auf eine Meldung zu verschicken, die den folgenden Inhalt hat, da fragt man sich doch, ob einige Leute nicht von allen guten Geistern verlassen sind:

Achtung Korrektur: Zahlreiche Produktionen des Westdeutschen Rundfunks sind für den diesjährigen Adolf – G r i m m e – Preis nominiert

Köln (ots) – Korrektur im ersten Satz der WDR-Pressemitteilung:

Adolf-Grimme-Preis statt Adolf-Grime-Preis

Eine Korrektur für nur ein fehlendes Zeichen (fette Hervorhebung)? Das ist eine ordentliche Geldverschwendung. Wenn ich die üblichen Marktpreise von ots/newsaktuell dagegen rechne, kommen wir für die 29 Wörter (abzüglich der Ortsbezeichnung und Dienstinfo) bei einer Mindestmenge von 300 Wörtern pro Versand einer Pressemeldung auf gut 350,00 Euro zzgl. 19% MwSt. Natürlich liegt auf der Hand, dass entsprechende Rabattstaffeln zu Grunde gelegt werden, wenn ein „Vielversender“ wie aus der Kreisliga der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten am PR-Turnier teilnimmt. Trotzdem finde ich diese überzogenen Korrekturen doch beschämend für jeden treuen Gebührenzahler.

Die Sendeanstalten haben wohl zu viel Geld zum Verpulvern. Wie wäre es dann lieber mit ein wenig mehr inhaltlicher Tiefe im Programm und weniger Klamauk, wie es im nach Kot riechenden „Wetten, dass…?“ der Stein des Anstoßes war? :)

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  1. […] der öffentlich-rechtlichen Beschäftigten nicht auf die leichter Schulter zu nehmen: Mike Schnoor weist auf die Kostenfalle Korrekturnotiz hin. So muss man sich die Bauernweisheit vor Augen […]

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