„Nach RTL hat jetzt auch ProSiebenSat.1 eigenen „YouTube“-Klon“ – so titelte gestern das Medienmagazin DWDL. Zwar ist es mittlerweile nichts neues, dass Unternehmen sich miteinander und untereinander aneinander beteiligen. Doch gerade die Tatsache, dass ein Medienunternehmen des Fernsehmarktes sich ein Internetunternehmen einverleibt, um damit mehr Medieninhalte zu generieren, eine Community aufzubauen, und so sein etabliertes Marktsegment zu festigen und gleichzeitig in einen neuen Markt einzutreten – das ist relativ frisch und noch nicht sehr oft in der deutschen Medienlandschaft passiert.
Die Samwer Brüder haben somit bewiesen, dass nur allein ihr Name das Geld auf den Tisch gebracht hat. Dieser Deal, welcher bestimmt die eine oder andere Million auf ihr Konto gebracht hat, ist einerseits beneidendswert, aber andererseits nur eine Farce in der Entwicklung des Internets.
In der Blogosphäre kursieren ebenfalls schon seit gestern entsprechende Meldungen, und wie beispielsweise eine recht interessante Diskussion bei Gugelproductions bestätigt, ist dies wieder nur ein weiteres Zeichen dafür, dass die „Jamba“ Brüder Samwer einen erneuten Deal mit MyVideo eingefädelt hatten. Mehr auch nicht! Doch auch diese Diskussion zeigt, dass eine Übernahme dieser „jungen“ Internetunternehmen gewisse Tücken aufweisen. Sobald die eine oder andere Senderfamilie das kleine Internetunternehmen mit seinen Videos geschluckt hat, wird sich der Inhalt dieser Internet-Video Plattformen gewaltig verändern:
[…]dass sich daraus eine große Chance für Sevenload ergibt, die als verbleibender unabhägiger Anbieter dynamischer und entschlossener auf die Wünsche der Internetgemeinde eingehen können, während Clipfish und MyVideo an einer Integration der Dienste in die Mutterkonzerne arbeiten[…]
Sehen wir es also so, dass die einverleibte Struktur des Dienstleisters für Internet-Videos dem Medienunternehmen RTL oder ProSiebenSat.1 einen Vorteil bringen wird, oder vielleicht doch eher sich nachteilig auswirkt? Vorteile ergeben sich definitiv durch den Content, durch die Knüpfung von Synergien mit der Internet-Technologie und dem TV-Medium. Doch Nachteile gibt es, so wie ich es erwarte, speziell in dem Bereich Community. Können die beiden Senderfamilie wirklich eine Mehrnutzen für sich und gleichzeitig die Nutzer der Internetplattformen generieren?
Wenn dieser Mehrnutzen aus einem kompletten Archiv von GZSZ oder den gesammelten Folgen von GALILEO ausschaut, dann wird gewiss der Nutzer im Internet davon profitieren. Selbst wenn es kleine Ausschnitte aus den Sendungen, einzelne Beiträge, oder die Stefan Raab Maschinerie geben wird, kann ein Nutzer damit befriedigt werden. Der Mehrnutzen ist somit existent, und ebenfalls kann das Medienunternehmen auch einen neuen (kleinen) Werbeplatz anbieten. Doch der Medieninhalt allein garantiert nicht, dass der Rezipient sich diesem auch annimmt. Für den eingefleischten Fan eines jeden Formates ist dies schlichtweg der Traum – endlich kann man ungestört zu jeder Tageszeit die Folge ansehen, wo Petra noch mit Tim fröhlich gekuschelt hat, bevor Andrea ihn ihr ausgespannt hat. Gut, wer es braucht, wird womöglich auch dafür noch einen kleinen Endbetrag pro Episode hinblättern. Doch wer es nicht braucht ist die immer wieder existierende und damit übernommene Community.
Eine Community ist meiner Erfahrung nach ganz bestimmt nicht darauf erpicht, alte abgefrühstückte Inhalte von anno dazumal in einem Internet-TV-Sender als Wiederaufbereitung (quasi als „olle kamelle“) zu finden. Vielmehr ist eine Community daran interessiert, eigene Inhalte zu erstellen, zu bewerten, zu sondieren, zu nutzen. Und gerade dabei sehe ich es auch als eine Bestätigung, dass beispielsweise sevenload im Gegensatz zu Myvideo oder Clipfish gänzlich andere nutzerbasierte Inhalte präsentiert. Wie hieß es so schön in den Kommentaren des Eintrages?
Es ist wie bei Apple und Microsoft, nur das „Apple“ also Sevenload, bisher nicht die Fehler von Apple macht (Anfang der 90er den Kunden aus den Augen zu verlieren und von 30% auf 3% Marktanteil zu schrumpfen).
Sollte in Zukunft sich alles so entwickeln, würden Myvideo und Clipfish (und ihre Medienkonzerne) zu einer Plattform für grobe, unpersönliche und maximal die Allgemeinheit ansprechende Inhalte werden, während sich sevenload zu einer Plattform für individualisierte, persönliche, am User orientierte Inhalte mausert. Die Entwicklung wird absehbar sein – nicht heute, aber bestimmt in der nahen Zukunft. Der Medieninhalt von morgen ist auf mich als Rezipienten zugeschnitten, von mir als Produzenten konzeptioniert und ganz bestimmt nicht von einem Medienunternehmen „von oben herab“ doktriniert, wie es ja die übliche Praxis der Programmkonzeption ist.
Internet-Lobby gegen Zensur in Deutschland
Blogkultur, Politik, RechtMitmachen, aufmerken, aufblicken: Der Staatsapparat von Deutschland beschneidet den Bürger immer mehr. Und niemand scheint es anzugehen. Die Medien schweigen sich still, sie kneifen alle den Schwanz ein. Nur die oftmals als dummen, idiotischen, hochtrabenden oder behämmerten Blogger reißen die Augen auf und schreiben das, was die Wirklichkeit ist.
Worum es geht, kann man bei Nico Lumma en detaile lesen. Niemand merkt anscheinend in Deutschland, dass der Staat so langsam aber sicher versucht, die Bevölkerung ähnlich wie damals in den USA zu reglementieren, das Internet zu regulieren, und damit die Horte des Bösen einzudämmen.
Streit um Google
Medien, RechtWer sich nicht unbedingt im Web 2.0 auskennt, der redet eher weniger von Technorati, Blogpulse, Blogscout und was man nicht alles nutzt, um durch das dynamischere Web zu browsen. Anstelle dieser jungen Dienstleistungen macht man eines, was nahezu jeder in unserer heutigen Zeit kann: Googeln mit Google!
Das Wort „Googeln“ bzw. das englische „to google“ beschreibt für den modernen Menschen die Suche nach Informationen im Internet. Doch das Multimillionendollar Unternehmen Google stört sich daran, dass der Begriff als Synonym für seine ureigentliche Aufgabe, das Durchsuchen und Indizieren von Webseiten und demnach aufbereiten in eine Ergebnisliste, von den Menschen genutzt wird. Selbst ein Eintrag durch das Oxford English Dictionary wurde per Richterspruch untersagt:
Was für ein Unsinn, wenn man ja bedenkt, dass der Suchmaschinengigant sich selbst immer mit dem (inoffiziellen) Slogan „don’t be evil“ einbalsamiert. Zumindest jetzt kann man im Merriam-Webster Online Dictionary folgendes lesen:
Man sieht eine Anpassung des ursprünglichen Eintrages, der sich auf das „to google“ auf allgemeines Suchen im Internet bezog. Wer also „googled“, bezieht sich laut Eintrag auf den Dienstleister Google, aber nicht mehr das allgemeine Suchen. Damit zeigt sich die Firma Google auch zufrieden.
Was wäre also, wenn man nun wirklich alles und jedes gegenprüfen müsste, bevor man darüber spricht? Wir kennen es doch schon, dass man ein wenig „flickrt„, öfters mal vielleicht sogar „bloggt“ oder „browst„? Die Beispiele sind zwar an den Haaren herangezogen, doch wenn sich daraus ein Trend für Unternehmen herauskristallisiert, dass man sogar vom Prinzip her gegen seine eigenen Nutzer vorgeht – dann reicht sowas. Soll mir der Mund verboten werden, wenn ich offen zugebe, dass ich mal am googeln bin? In dem englischsprachigen Fall von der Firma „Hoover“ für das Staubsaugen oder „Xerox“ als Synonym zum Kopieren hatte man es irgendwie geschafft, den Begriff zu akzeptieren und nicht durch Rechtstreitigkeiten auch noch Schlagzeilen zu machen. Doch auch ich sehe soetwas natürlich im Sinne des Markenschutzes sehr gerechtfertigt, dass man Bedenken gegen einen solchen Eintrag oder überhaupt den Missbrauch der eigenen Marke hat. Aber im Fall von Google ist das nur ein weiterer beklemmender Griff des Kraken Googleopus – im Ende wohl mehr nicht als ein heißer Luftballon, der zu zerplatzen droht.
Ciao Bella!
Recht, SpamSo schnell kann es gehen. Wie Andreas uns im Kommentar darauf hinwies, ist das Thema Weblog-Pla.Net wohl vorerst erledigt. Denn dieser miese dreiste freche arrogante Contentdieb hat vorerst, vielleicht sogar endlich, womöglich für immer ausgediebt.
Sein Hoster hat kurzerhand den Server abgeklemmt, weil wohl jemand nicht die Rechnungen bezahlt hat. Spammen will gelernt sein, und wer es richtig machen will, der zahlt auch fleissig – zumindest beim eigenen Hoster.
Medienunternehmen und ihre neuen Videohoster
Medien„Nach RTL hat jetzt auch ProSiebenSat.1 eigenen „YouTube“-Klon“ – so titelte gestern das Medienmagazin DWDL. Zwar ist es mittlerweile nichts neues, dass Unternehmen sich miteinander und untereinander aneinander beteiligen. Doch gerade die Tatsache, dass ein Medienunternehmen des Fernsehmarktes sich ein Internetunternehmen einverleibt, um damit mehr Medieninhalte zu generieren, eine Community aufzubauen, und so sein etabliertes Marktsegment zu festigen und gleichzeitig in einen neuen Markt einzutreten – das ist relativ frisch und noch nicht sehr oft in der deutschen Medienlandschaft passiert.
Die Samwer Brüder haben somit bewiesen, dass nur allein ihr Name das Geld auf den Tisch gebracht hat. Dieser Deal, welcher bestimmt die eine oder andere Million auf ihr Konto gebracht hat, ist einerseits beneidendswert, aber andererseits nur eine Farce in der Entwicklung des Internets.
In der Blogosphäre kursieren ebenfalls schon seit gestern entsprechende Meldungen, und wie beispielsweise eine recht interessante Diskussion bei Gugelproductions bestätigt, ist dies wieder nur ein weiteres Zeichen dafür, dass die „Jamba“ Brüder Samwer einen erneuten Deal mit MyVideo eingefädelt hatten. Mehr auch nicht! Doch auch diese Diskussion zeigt, dass eine Übernahme dieser „jungen“ Internetunternehmen gewisse Tücken aufweisen. Sobald die eine oder andere Senderfamilie das kleine Internetunternehmen mit seinen Videos geschluckt hat, wird sich der Inhalt dieser Internet-Video Plattformen gewaltig verändern:
Sehen wir es also so, dass die einverleibte Struktur des Dienstleisters für Internet-Videos dem Medienunternehmen RTL oder ProSiebenSat.1 einen Vorteil bringen wird, oder vielleicht doch eher sich nachteilig auswirkt? Vorteile ergeben sich definitiv durch den Content, durch die Knüpfung von Synergien mit der Internet-Technologie und dem TV-Medium. Doch Nachteile gibt es, so wie ich es erwarte, speziell in dem Bereich Community. Können die beiden Senderfamilie wirklich eine Mehrnutzen für sich und gleichzeitig die Nutzer der Internetplattformen generieren?
Wenn dieser Mehrnutzen aus einem kompletten Archiv von GZSZ oder den gesammelten Folgen von GALILEO ausschaut, dann wird gewiss der Nutzer im Internet davon profitieren. Selbst wenn es kleine Ausschnitte aus den Sendungen, einzelne Beiträge, oder die Stefan Raab Maschinerie geben wird, kann ein Nutzer damit befriedigt werden. Der Mehrnutzen ist somit existent, und ebenfalls kann das Medienunternehmen auch einen neuen (kleinen) Werbeplatz anbieten. Doch der Medieninhalt allein garantiert nicht, dass der Rezipient sich diesem auch annimmt. Für den eingefleischten Fan eines jeden Formates ist dies schlichtweg der Traum – endlich kann man ungestört zu jeder Tageszeit die Folge ansehen, wo Petra noch mit Tim fröhlich gekuschelt hat, bevor Andrea ihn ihr ausgespannt hat. Gut, wer es braucht, wird womöglich auch dafür noch einen kleinen Endbetrag pro Episode hinblättern. Doch wer es nicht braucht ist die immer wieder existierende und damit übernommene Community.
Eine Community ist meiner Erfahrung nach ganz bestimmt nicht darauf erpicht, alte abgefrühstückte Inhalte von anno dazumal in einem Internet-TV-Sender als Wiederaufbereitung (quasi als „olle kamelle“) zu finden. Vielmehr ist eine Community daran interessiert, eigene Inhalte zu erstellen, zu bewerten, zu sondieren, zu nutzen. Und gerade dabei sehe ich es auch als eine Bestätigung, dass beispielsweise sevenload im Gegensatz zu Myvideo oder Clipfish gänzlich andere nutzerbasierte Inhalte präsentiert. Wie hieß es so schön in den Kommentaren des Eintrages?
Sollte in Zukunft sich alles so entwickeln, würden Myvideo und Clipfish (und ihre Medienkonzerne) zu einer Plattform für grobe, unpersönliche und maximal die Allgemeinheit ansprechende Inhalte werden, während sich sevenload zu einer Plattform für individualisierte, persönliche, am User orientierte Inhalte mausert. Die Entwicklung wird absehbar sein – nicht heute, aber bestimmt in der nahen Zukunft. Der Medieninhalt von morgen ist auf mich als Rezipienten zugeschnitten, von mir als Produzenten konzeptioniert und ganz bestimmt nicht von einem Medienunternehmen „von oben herab“ doktriniert, wie es ja die übliche Praxis der Programmkonzeption ist.
Quälen mit MySpace
Social MediaIch spiele einfach auch einmal mit dem deutschsprachigen MySpace herum… es ist eine aktive Testreihe, in der ich in der nächsten Zeit chronologisch die mir aufgefallenen Sachen festhalten werde.
13:15 Uhr: Anmeldevorgang bei MySpace gestartet. Name, Vorname und das übliche Tüddellütt eingegeben. Gleich soll ich ein Bild hochladen, das lasse ich mal lieber vorerst. Ebenfalls lade ich ganz bestimmt niemanden mit in meine kleine Community ein.
13:19 Uhr: Erschrocken! Ein „Tom“ aus Californien hat mich als seinen Freund bestätigt. Hallo?! Wer ist das?! Ok, ein Community-Mitarbeiter, der da ist, um mir zu helfen.
13:21 Uhr: Was soll das? Ich wollte doch keine Nummer sein, sondern auch einen schönen Nickname haben wie Robert es hat… gleich mal meinen neuen Freund Tom fragen, warum das so ist.
13:25 Uhr: Sauber. Tom möchte mir nicht helfen, wenn es um direkte Probleme geht. Anstatt also direkter Ansprechpartner zu sein, dient Tom nur als FAQ-Monster. Echte Probleme, die ich nicht über das Interface bestätigen und lösen kann, werden an den Kundenservice weitergeleitet. Ich schrieb das hier:
13:28 Uhr: Beim Aktualisieren meines komischen Nummern-Profils wollte ich meine alten Schulen hinzufügen. Das ging nicht. Anstatt mir die Schule im System zu hinterlegen, wurde ich mit einer Fehlermeldung beglückt:
Na wunderbar. Die Aktualisierung der restlichen Schulen brauche ich wohl nicht angehen. Was machen wir nun, wenn ich meine Universität angeben möchte? Heißt es dann, die Uni gibt es nicht?
13:35 Uhr: Wow, mein Profil ist nun mit ganz spannenden Informationen gefüllt. Ich weiß ja nicht was es mir bringt, aber nahezu nichts von diesen Begriffen entspricht auch nur im Kern dessen, was ich eigentlich hier wollte.
13:36 Uhr: Statusmeldungen sind schon klasse. Ganz besonders, wenn ich mich selbst am Kopf dabei kratze: „Mike gehört zu deinem erweiterten Netzwerk.“ Ja, das dachte ich mir schon.
13:38 Uhr: War ich das? „Sorry! an unexpected error has occurred. This error has been forwarded to MySpace’s technical group.“ Ich wollte doch nur ein paar neue Freunde hinzufügen…
13:43 Uhr: Puhhaaa… ich habe es selbst erledigt: http://www.myspace.com/sichelputzer ist nun meine neue URL bei Myspace! Sehr einfallsreich, ne?
13:44 Uhr: Rene hat ja eine gute Nase, was „heiße Kontakte“ anbelangt…
14:00 Uhr: Irgendwie habe ich die Lust an Myspace für das erste verloren. Ich klickte mich durch fast alle Profile bei Rene glaube ich, und kam nur bei Pornostars und Sternchen an. Ich fass es nicht – deswegen auch das rudimentäre Fazit: Myspace ist nichts weiter als ein Pornoclub! Macht weiter so! ;)
Deutsches Myspace bringt Spam
SpamSehr schön. Der liebe Robert testet sich ein wenig durch die neue deutschsprachige (und damit nicht unbedingt deutsche) Community – den Myspace.de Klon vom großen Vorbild aus dem englischsprachigen Raum. Herrlich an Rob’s Testreihe ist jedenfalls, dass sein Profil mit seinen unglaublich frischen 26 Jahren doch sehr anschauliche, ja nahezu obszöne Interessen wahrnehmen mag. Doch was muss man da auf einmal lesen?
Na herzlichen Dank. Soetwas brauche ich nicht – also den Spam, nicht die Komm-Uh-Nitty von Myspace. Wobei diese sicherlich nicht für mich als potentiellen User tragfähig ist, zumal ich ganz bestimmt keine „I’m a 14 year old female teenager (aka 60/m/fat)“ Kontaktaufnahmen brauche. ;)
Zukunftsmusik: Deutschland ist Online
Medien, PolitikNach dem Prinzip „Masse statt Klasse!“ vollzieht sich ein Wandel in Deutschland: Die Bürger sind im Netz. Oder mit anderen Worten gesagt – laut der aktuellen ARD/ZDF-Online-Studie 2006 ist die Mehrheit der deutschen Bundesbürger mit insgesamt 60% der Gesamtbevölkerung der Erwachsenen um weitere 1,1 Millionen Menschen online. Interessant an dieser Entwicklung ist zumindest, dass nahezu jeder vierte Internetnutzer zumindest gelegentlich Videos im Netz anschaut oder eine Liveübertragung über dieses Medium mitverfolgt. Der Anteil der Abonnenten von Online-Radioprogrammen oder Nutzer von Audiodienstleistungen (z.B. MP3 Downloads) ist mit 40% relativ hoch.
Erschreckend jedoch ist, dass Podcasting nur von 6% der Internetnutzer aktiv genutzt wird. Bedenkt man jedoch, dass in den vergangenen Jahren diese Form der Medienkommunikation gänzlich nicht in den Studien vertreten war, ist es jedoch ein kleiner Erfolg.
Thematisiert man die Entwicklung unter der Betrachtung von weniger strengen Gesetzmäßigkeiten, wie es eine statistische Untersuchung bzw. Studie erfodert, lässt sich folgende Entwicklung vorhersagen.
Wenn man nun bedenkt, dass diese Nutzer immer mehr zu den „freien Anbietern“ im Netz wechseln, also zu den Dienstleistern von Bild- und Videoübertragung, bleibt also nur noch abzuwarten, ab wann ein (erneuter) Aufschrei durch die Medienunternehmen unserer Zeit hallt: Meiner Meinung nach wird das Internet dem Radio und Fernsehen zahlreiche Zuschauer und damit Sendeanteile abknöpfen. Das Web 2.0, fast sogar das damit verbundene Theoretikum „Web 3.0“ mit seinen hochgradig interaktiven und personalisierten Nutzern, wird seinen Beitrag dazu leisten, um eine solche Entwicklung zwar nicht heute, aber dennoch vielleicht morgen oder in den kommenden Monaten einzuleiten. [via Golem]
Qype in Spanien
Social MediaHier in Spanien gibt es natürlich auch viele schöne Lokalitäten, in denen wir mittlerweile gerne in der Abendzeit einkehren. Unter anderem gehört auch dieser Eintrag bei Qype dazu: La SidrerÃa Escondida in Alicante. Nur leider unterstützen die lieben Kollegen von diesem tollen Social-Software Adressen-Dienstleister keinesfalls die Lokalitäten, die außerhalb von Deutschland sind. Kann man das nicht noch erweitern? Es gibt doch bestimmt so einige Menschen, die (platt gesagt) am Ballermann sind und darüber qypen wollen.
Nachtrag: Im hauseigenen Qype-Blog bin ich auch auf eine temporäre Lösung gekommen: Vorerst die Einträge mit Tags wie „Spanien“ oder „Alicante“ ausstatten… das sollte helfen!
Spanisches TV Programm
MedienNatürlich sind wir hier in Alicante im Urlaub, doch auch in so einem Moment muss man sich am Ende des Tages nach der Hitze und der Rennerei geschlagen geben. Deswegen ist es zuweilen sogar auch hilfreich, den viereckigen Kasten im Wohnzimmer anzuschalten: Wir versuchen ein wenig besser in die spanische Sprache zu kommen und erleben die eine oder andere Sache, die einem doch schon Kopfzerbrechen bereitet.
Es gibt eine Besonderheit im spanischen Fernsehen, die womöglich nur bei den Soap Operas zu finden ist. Wenn einer der Akteure dieser über Jahre andauernden TV Formate um eine SMS zu schreiben zu seinem Mobiltelefon greift, wird das getippte Wort im unteren Bereich des Bildes abgebildet. Gerade weil Katharina und ich zu Hause in Deutschland sehr selten, fast gar nicht diese Soaps anschauen, sind wir über diese mediale Einbindung hochgradig amüsiert. Es fehlt hier eigentlich nur der kleine übergreifende Schritt, wie es die US-Erfolgsserie „Scrubs“ vormachte: Die Telefonnummer zu einem einzigen Telefon, mit dem man direkt auf das Set vom Dreh anrufen kann und so entweder mal einen der Darsteller oder von der Produktion am anderen Ende kurzerhand sprechen kann. Zwar wurde bei Scrubs keine extra Gebühr dafür verlangt, doch wäre dies sicherlich eine Möglichkeit, um insbesondere wieder dem deutschen Fernsehzuschauer ein wenig das Geld aus der Tasche zu ziehen…
Neben dieser kurzerhand entstandenen Idee stellten wir aber fest, dass vieles genauso bescheuert im spanischen TV ist wie wir es in Deutschland erleben müssen: Es gibt Clipshows, es gibt wie berichtet langatmige Soaps, es gibt Quiz-Shows, es gibt SMS Shows, es gibt Flirting Shows, es gibt noch mehr von alle dem, was wir zu Hause ja so lieben gelernt hatten. Es ist schön zu wissen, dass auch in Spanien der Zuschauer mit demselben Müll zugeschüttet wird… ;)
Die Qual der Leserblogs
Blogkultur, MedienWie schön das Leben doch sein kann. Man sitzt an seinem Rechner, hat den Laptop auf dem Schoß, macht mit der Digitalkamera oder dem
HandyMobiltelefon einen schönen Schnappschuss – und man ist in der Zeitung! Entweder bei der 1414-Bild oder bei wie bereits erwähnten anderen Leserblog-Verlagen, heute ist es für jeden von uns möglich, den privaten Seelenstriptease nicht nur von sich selbst, sondern auch von anderen uns total fremden Personen in Text und Bild und Ton zu bannen. Doch hat diese Masche überhaupt in der Zukunft noch einen Sinn? Der Schein trügt nicht, wenn man festhalten muss, dass immer mehr Verlage versuchen, eine Community rund um die hauseigene Tageszeitung oder ein anderes Käseblatt zu binden:Danke für die entsprechenden Anmerkungen, Herr Knüwer. Es erscheint in diesem Moment genau richtig, soetwas zu behaupten. Wenn ich eine Zeitung lese, konsumiere ich das Produkt aufgrund der journalistischen Qualität, sofern diese überhaupt bei einigen Blättern vorhanden ist. Mich interessiert es herzlich wenig, dass eine Gruppe von teilweise anonymen Lesern des Blattes sich herrlich zu diesem gebunden fühlt. Bin ich ein Verlagsmanager XYZ, der seine ABC-Zeitung mit neuen Inhalten füllen möchte, und sich dabei an der neuen semi-digitalen Leser-Blatt-Bindung ergötzt? Falsch! Soetwas bin ich (momentan) natürlich nicht. Der Medieninhalt aus dem Hause eines Citizen-Media Journalisten kommt mir auch nur in dem Fall interessant vor, wenn ich die Gesamtheit der von demjenigen Autoren geschaffenen Werke betrachte, der Autor mir aufgrund seines Schreibstiles gefällt, oder aus sonstigen Gründen – aber nicht, weil der Autor die ABC-Zeitung jeden Tag lesen mag und andere Leser mit seinem persönlichen Gefilde aus halbdurchwachsenen, pseudo-journalistischem Gedöns vollschreibt…