Mike Schnoor
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Transparentes Netz im Selbstfindungskurs

Medien, Recht

Ach du scheiße! Ist es nicht ärgerlich, wenn ein Artikel oder eine größere Passage in einem rennomierten Blatt unter falschen Namen veröffentlicht wird? Profis reagieren darauf gelassen, weil man über jedes Thema reden und sich austauschen kann. In der Regel wird auf PR-technischer Ebene ein Barterdeal ausgehandelt, so dass man mit einem lobenswerten Artikel in einer der kommenden Ausgaben behandelt wird. Auf der direkten Ebene zwischen Journalisten geht es natürlich um das Prestige und den kollegialen Respekt untereinander, aber manchmal auch nur darum, dass der echte Autor mit Quellenangabe aufgezeigt wird.

Etwas zu diesem vielleicht fehlenden Respekt sieht man bei Peer Schrader, der meiner Meinung nach einen Vorgang des Artikelklaus amüsant, aber dazu auch wunderbar pointiert schildert. Ein Autor unter dem Pseudonym „Taipan“ veröffentlicht fremde Artikel, dabei „Werben im Netzwerk“ aus Peer’s Feder, in einem Online-PR-Portal:

Es gibt genug Beispiele, die belegen, dass Textklau eines der wesentlichen Prinzipien ist, auf denen seine Einträge bei Online-Artikel.de basieren (für „Werben im Netzwerk” muss er außerdem Zugriff aufs „Horizont”-Archiv für Abonnenten haben, weil der Text sonst nirgendwo erschien).

Den Text und viele weitere muss man definitiv kopiert haben. Traurig, aber wahrscheinlich wahr, ist die Tatsache, dass der Portalbetreiber mit der Autoren-ID „1“ eigenständig diese peinliche Nummer durchgezogen hat und vorerst versucht die Spuren im Netz zu verwischen. Genau aus solchen Gründen schätze ich die mannigfaltigen Möglichkeiten von Weblogs, dass sich insbesondere Journalisten außerhalb ihrer üblichen Medien vergleichsweise frei und detailiert zu einem Thema äußern können. Im Rahmen der Berichterstattung in einem Printtitel wäre das sicherlich nicht möglich gewesen. Das transparente Internet hilft hier wiederum bei der Recherche, denn heutzutage gibt es den gläsernen User – und wenn er etwas verbockt, sieht man das zum Glück sofort. Asche auf euer Haupt ihr Contentdiebe!

3. Oktober 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-10-03 08:49:412007-10-03 08:49:41Transparentes Netz im Selbstfindungskurs

E-Commerce: Neue Shopping-Portale am Start

Marketing

Das Community-Fieber ist ausgebrochen. Zwei der größten Versandhaus-Handelsketten starten ihre neuen Shopping-Portale mit einer ordentlichen Portion an Einkaufsmöglichkeiten. Einerseits ist dabei das Gemeinschaftsunternehmen „MyBy“ zu nennen, das von KarstadtQuelle (74,9 %) und der Axel Springer AG (25,1 %) entwickelt wurde. Die Kunden können sich an typischen Elektronik-Artikel wie Computern, TV, Hi-Fi, Foto, Handy, Navigation, Entertainment und Haushaltsgeräten satt kaufen, zumal in der Startphase keine Versandkosten anfallen sollen. Die ersten Vermutungen über die Strategie, ein Amazon-Killer zu werden, lesen sich übrigens auch bei Alexander Hüsing. Meiner Meinung nach hat jedoch ein solches Portal weniger Chancen, da die zentralen Mechanismen seit Jahren im Netz Gang und Gäbe sind. Ein bisschen mehr Innovation hätte ich da schon erwartet – Social Networking wird hier nicht mal ausgeschrieben.

Ganz anders kommt Smatch.com rüber: Die in Kürze startende webzwonullige Betaphase lädt herzlich ein, dass die Kunden Artikel aus den drei Bereichen Mode, Lifestyle und Wohnen von verschiedenen Händlern finden können. Kein reiner Preisvergleich, sondern eine echte Community mit Bewertungen, Kommentaren und Empfehlungsmanagement soll den anderen Nutzern von Smatch den essentiellen Mehrwert bieten, den der affine Internetnutzer von vielen Portalen im Web gewöhnt ist. Der Vernetzunggrad in der Community soll jedoch nicht im Mittelpunkt stehen – bei diesem Shopping-Portal geht es letztendlich auch um die Produkte selbst. Smatch selbst wird von Otto initiiert und ist in der Hinsicht kein echtes Startup, wie es der Anschein vermuten lässt. Wenn die frühe Berichtslage auch einen idealen Rückschluss auf das uns zu erwartende Shopping-Portal geben lässt, könnte dies eher ein MyBy-Killer werden…

Alles in allem gibt es nun so viele verschiedene Player am Markt des – nennen wir es aufpolierten Shoppings, dass man sich als Kunde (die obigen zwei) oder Webseitenbetreiber (Shoppero, Edelight, Dealjäger) gehörig überlegen muss, auf welches System man sich konzentrieren möchte. Partizipation am Shop gefällig? Widgets? Doch nur Kunde sein? Wo hört die Grenze eigentlich auf… denn mittlerweile ist alles so schön schwammig geworden.

2. Oktober 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-10-02 07:55:172026-06-06 12:08:06E-Commerce: Neue Shopping-Portale am Start

Drop-Dead-Gorgeous: Die Medienblogcharts

Blogkultur

In den aktuellen Medienblogcharts ist das MikeSchnoor.com Blog noch in den Top 10, jedoch fällt sofort ins Auge, dass die vergangenen Wochen im Prinzip niemand neues auf dieses Blog verlinkt hat:

Es ist ein Schlachtfeld: Mit wenigen Ausnahmen – darunter medienlese.com – haben praktisch alle Medienblogs im September massive Einbussen an Verlinkungen von andern Blogs hinnehmen müssen. Der flaue Blogsommer hat sich nachträglich in den Technorati-Rängen bemerkbar gemacht, jetzt, wo die deutlich spärlicheren Verlinkungen sich in der Statistik niederschlagen. Die kollektive Bilanz aller Top-50 Medienblogs im deutschsprachigen Raum beträgt minus 177 Drittblog-Verlinkungen.

Woran liegt es? Schreibe ich zu unregelmäßig? Ist hier inhaltlich einfach tote Hose? Riecht es vielleicht nach altem Fisch? Wollen die Leser keinen Link abgeben? Das Thema beschäftigt einen ja irgendwie immer… :)

1. Oktober 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-10-01 11:36:172007-10-01 11:36:17Drop-Dead-Gorgeous: Die Medienblogcharts

Funktioniert unsere Macht der Blogs?

Blogkultur, Politik, Recht

Seit mehreren Tagen häufen sich die Blogbeiträge zum Thema Burma (oder Birma bzw. Myanmar). Durch das ganz gewiss abscheuliche Vorgehen der Militärregierung wurde die Welt endlich aufmerksam auf das Töten, Morden und Abschlachten der aufständischen Bevölkerung. Menschenrechte sind weit unter Null angesetzt. Die Medienwelt horchte ebenfalls auf und seit der letzten Woche befindet sich ein großer Scheinwerferkegel aus der westlichen Welt über den 54 Millionen großen Land.

Deutschlands Blogger setzen auf die weltweite Initiative „Free Burma„, bei der es am kommenden Donnerstag, den 04. Oktober 2007, in zahlreichen Blogs schweigen soll oder zumindest ein „Free Burma“ Artikel mit genau diesem Thema publiziert werden soll.

Das spannde an dem Thema neben dem wirklich scheußlichen Hintergrund ist jedoch die kleine Machtprobe, mit der sich die Blogger als aufstrebende meinungsbildende Gruppierung im politischen Selbstfokus der Welt behaupten wollen. Meines Wissens nach wird erstmalig ein globaler Aufschrei in den Blogs koordiniert (siehe), der neben dem zentralen Thema auch zentrale Inhalte wiedergibt. Wenn dies alles so funktioniert, wie es funktionieren soll, wird sich der eine oder andere „Berater“ auf jeglicher politischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Ebene überlegen müssen, ob Weblogs einen „Impactfactor“ haben oder wie bisher immer nur lapidar über Katzen, Stricken oder einige individuelle Themen berichten. Ich bin bei „Free Burma“ auf meine Art dabei!

1. Oktober 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-10-01 08:09:282007-10-01 08:09:28Funktioniert unsere Macht der Blogs?

Deutscher Fernsehpreis 2007

Medien

Derzeit überträgt RTL die von Marco Schreyl moderierte Gala aus dem Kölner Coloneum zum Deutschen Fernsehpreis 2007. Sehr spannend ist die Gala letztendlich nicht, jedoch sei es dem Ensemble von Stromberg gegönnt, den Preis für die beste Sitcom entgegen zu nehmen. Und wenn dort jemand eine Bombe hochgehen lässt, ist ab Morgen jegliches Fernsehen in Deutschland beendet. Knapp 1200 Promis sind zur Übertragung nach Köln gekommen und nicht weit von uns entfernt, knapp 4 U-Bahnstationen nach Nordwesten, werden die gläsernen Preise übergeben.

DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS 2007 – Die Nominierungen (Gewinner in Fett)

Bester Fernsehfilm/Mehrteiler:

  • 2030 – Aufstand der Alten (ZDF/Ziegler Film GmbH & Co. KG)
  • Der Butler und die Prinzessin (Sat.1/RheinFilm. TV- und Medienproduktions GmbH)
  • Die Flucht (ARD/Degeto/BR/WDR/SWR/HR/ARTE/teamWorx Television & Film GmbH/EOS Entertainment GmbH)
  • Rose (ARD/BR/SWR/ARTE/teamWorx Television & Film GmbH)
  • Vom Ende der Eiszeit (ARD/NDR/ARTE/Ziegler Film GmbH & Co. KG/Alpha Filmtime Medienproduktionen GmbH & Co. KG)

Beste Serie:

  • Dr. Psycho (ProSieben/BRAINPOOL TV GmbH)
  • KDD – Kriminaldauerdienst (ZDF/Hofmann & Voges Entertainment GmbH)
  • R.I.S. – Die Sprache der Toten (Sat.1/Producers at Work GmbH)

Beste Sitcom:

  • Kinder, Kinder (RTL/BRAINPOOL TV GmbH)
  • Mitten im Leben (RTL/Radical Comedy! GmbH)
  • Stromberg (ProSieben/BRAINPOOL TV GmbH)

Beste Unterhaltungssendung/Beste Moderation Unterhaltung:

  • Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum mit Heidi Klum (ProSieben/Tresor TV Produktions GmbH)
  • Let’s Dance mit Hape Kerkeling und Nazan Eckes (RTL/Granada Produktion für Film und Fernsehen GmbH)
  • Schlag den Raab vom 09.06.2007 mit Stefan Raab und Matthias Opdenhövel (ProSieben/BRAINPOOL TV GmbH)

Beste Dokumentation:

  • Ich, Reich-Ranicki (ZDF/HMR Produktion GmbH)
  • Im Schatten der Blutrache (ARD/SWR/WDR/ARTE/Stefan Reiß Film GmbH)
  • Wettlauf um die Welt (ZDF/Spiegel TV GmbH)

Beste Reportage:

  • Feuertod (RTL)
  • Der Gotteskrieger und seine Frau (ARD/WDR)
  • die story: Der Physiker der Mullahs (ARD/WDR)

Beste Informationssendung:

  • heute journal (ZDF)
  • RTL aktuell (RTL)
  • Tagesthemen (ARD/NDR)

Beste Sportsendung:

  • Blut und Spiele (ARD/WDR/colourFIELD tell-a-vision GbR)
  • Mission: Sauberer Sport – Dopingfahnder im Einsatz (ARD/RBB/DOKfilm Fernsehproduktion GmbH)
  • Von Experten umgeben – Die WM 2010 in Südafrika (WDR)

Beste Kochshow:

  • Lafer! Lichter Lecker! (ZDF/Fernsehmacher GmbH & Co. KG)
  • Das perfekte Dinner (VOX/Granada Produktion für Film und Fernsehen GmbH)
  • Schmeckt nicht, gibt’s nicht (VOX/MME Me, Myself & Eye Entertainment AG)

Beste Regie:

  • Züli Aladag für Wut (ARD/WDR/Colonia Media Filmproduktions GmbH)
  • Alain Gsponer für Rose (ARD/BR/SWR/ARTE/teamWorx Television & Film GmbH)
  • Lars Kraume für Guten Morgen, Herr Grothe (ARD/WDR/AllMedia Pictures GmbH)

Bestes Buch:

  • Orkun Ertener für KDD – Kriminaldauerdienst (ZDF/Hofmann & Voges Entertainment GmbH)
  • Ralf Husmann für Dr. Psycho (ProSieben/BRAINPOOL TV GmbH) und Stromberg (ProSieben/BRAINPOOL TV GmbH)
  • Beate Langmaack für Guten Morgen, Herr Grothe (ARD/WDR/AllMedia Pictures GmbH)
  • Dirk Salomon und Thomas Wesskamp für Fürchte dich nicht (ZDF/BurkertBareiss Produktion der TV60Film)
  • Gabriela Sperl und Kathrin Richter für Helen, Fred und Ted(ARD/Degeto/BR/NDR/teamWorx Television & Film GmbH)

Bester Schauspieler:

  • Matthias Koeberlin für Tornado – Der Zorn des Himmels (ProSieben/teamWorx Television & Film GmbH)
  • Ulrich Tukur für Mein alter Freund Fritz (ZDF/AllMedia Pictures GmbH)
  • Friedrich von Thun für Der falsche Tod (ZDF/teamWorx Television & Film GmbH)

Beste Schauspielerin:

  • Veronica Ferres für Vom Ende der Eiszeit (ARD/NDR/ARTE/Ziegler Film GmbH & Co. KG/Alpha Filmtime Medienproduktionen GmbH & Co. KG)
  • Maria Furtwängler für Tatort: Pauline (ARD/NDR/Studio Hamburg Produktion GmbH) undTatort: Das namenlose Mädchen (ARD/NDR/ORF/Studio Hamburg Produktion GmbH)
  • Nadja Uhl für Nicht alle waren Mörder (ARD/Degeto SWR/BR/RBB/teamWorx Television & Film GmbH/EOS Entertainment GmbH)

Bester Schauspieler Nebenrolle:

  • Volker Bruch für Nichts ist vergessen (ARD/WDR/Cinecentrum Deutsche Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktion mbH) und Rose (ARD/BR/SWR/ARTE/teamWorx Television & Film GmbH)
  • Anneke Kim Sarnau für Dr. Psycho (ProSieben/BRAINPOOL TV GmbH)
  • Gabriela Maria Schmeide für Die Flucht (ARD/Degeto/BR/WDR/SWR/HR/ARTE/teamWorx Television & Film GmbH/EOS Entertainment GmbH)
  • Ludwig Trepte für Guten Morgen, Herr Grothe (ARD/WDR/AllMedia Pictures GmbH)
  • Roeland Wiesnekker für Blackout – Die Erinnerung ist tödlich (Sat.1/typhoon films)

Beste Moderation Information:

  • Reinhold Beckmann für das Interview mit Bert Dietz in Beckmann vom 21.05.2007(ARD/NDR/Beckground TV/Cinecentrum Deutsche Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktion mbH)
  • Volker Herres für die Gesprächsführung in Das Opfer und der Terrorist (ARD/NDR)
  • Johannes B. Kerner für das Interview mit Marina Litwinenko in Johannes B. Kerner vom 14.06.2007 (ZDF/a+i art and information GmbH & Co.)

Beste Comedy:

  • Frank-Markus Barwasser für Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich (BR)
  • Urban Priol und Georg Schramm für Neues aus der Anstalt (ZDF)
  • Mathias Richling für seine Parodien im Scheibenwischer (ARD/RBB/BR)

Beste Kamera:

  • Andreas Doub und Roman Nowocien für R.I.S. – die Sprache der Toten (Sat.1/Producers at Work GmbH)
  • Sonja Rom für KDD – Kriminaldauerdienst (ZDF/Hofmann & Voges Entertainment GmbH)
  • Philipp Sichler für Sperling und die kalte Angst (ZDF/Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH)

Bester Schnitt:

  • Florian Drechsler für Sperling und die kalte Angst (ZDF/Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH)
  • Clara Fabry für Helen, Fred und Ted (ARD/Degeto/BR/NDR/teamWorx Television & Film GmbH)
  • Dagmar Lichius für Post Mortem (RTL/Sony Pictures Film und Fernseh Produktions mbH)

Beste Musik:

  • Manu Kurz für Vom Ende der Eiszeit (ARD/NDR/ARTE/Ziegler Film GmbH & Co. KG/Alpha Filmtime Medienproduktionen GmbH & Co. KG)
  • Enjott Schneider für Die Flucht (ARD/Degeto/BR/WDR/SWR/HR/ARTE/teamWorx Television & Film GmbH/EOS Entertainment GmbH) und Nicht alle waren Mörder (ARD/Degeto/SWR/BR/EOS Entertainment GmbH/World Sales Beta Film/RBB/teamWorx Television & Film GmbH)
  • Ralf Wienrich für Bella Block: Blackout (ZDF/UFA Fernsehproduktion GmbH) und Das Geheimnis im Moor (ZDF/Telefilm Saar GmbH)

Beste Ausstattung:

  • Knut Loewe und Wiebke Kratz für Die Flucht (ARD/Degeto/BR/WDR/SWR/HR/ARTE/teamWorx /EOS Entertainment GmbH) und R.I.S.-Die Sprache der Toten (Sat.1/Producers at Work GmbH)
  • Albrecht Konrad und Monica Jacobs für Der geheimnisvolle Schatz von Troja (Sat.1/teamWorx)
  • Matthias Müsse und Janne Birck für Die ProSieben Märchenstunde (ProSieben/Rat Pack Filmproduktion GmbH)

Bester TV-Berater:

  • Christian Rach für Rach, der Restauranttester (RTL/Eyeworks Deutschland GmbH)
  • Katharina Saalfrank für Die Super Nanny (RTL/Tresor TV Produktions GmbH)
  • Peter Zwegat für Raus aus den Schulden (RTL/probono Fernsehproduktion GmbH)

Ein wenig pervers finde ich die Nominierungen der Kategorie „TV-Berater“ – was soll das? Der Preis geht doch eh an RTL… :)

Nebenbei erhält Michael Schumacher den Sonderpreis für seine sportlichen Leistungen und die daraus entstandene Begeisterung für den Formel 1 Sport der Fernsehzuschauer und der Massen. Auch ein schöner Preis, den man durch seine Leistungen und die entsprechende Berichterstattung und Dokumentation erhalten darf.

Der Nachwuchsförderpreis geht an Franz Dinda – er übt leichte Kritik an der wirtschaftlich orientierten Fernsehszene, indem er offen darstellt, dass er im vergangenen Jahr kein Geld durch seine Mitwirkung in zahlreichen Hochschulproduktionen verdient hat. Hut ab! Die eingefangenen Impressionen aus dem Publikum zeigten offene Münder, blankes Entsetzen und den kalten Schock in den Gesichtern der hochdotierten Schauspieler und Prominenten, die nur dem schnöden Mammon hinterherjagen… ein Film für das nächste Jahr ist Spieltrieb.

29. September 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-09-29 20:49:142007-09-29 22:11:02Deutscher Fernsehpreis 2007

Aus dem Leiden eines Bloggers

Blogkultur

Was macht ein Blogger, wenn ein Artikel fertig geschrieben ist und dann die Maus versagt, wenn der „Publish“ Knopf im WordPress angeklickt werden soll? :) Die gute alte Tastatur und dabei die TAB- und die Entertaste benutzen… ok, soviel zur Selbstironie am Wochenende.

29. September 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-09-29 08:35:222007-09-29 08:35:22Aus dem Leiden eines Bloggers

XING Relauncht

Social Media

Seit heute Morgen ist die primäre Plattform für Businesskontakte vom Netz genommen. Das Social Network XING befindet sich in einer Umstrukturierungsphase und launcht seine Plattform mit neuen Funktionen.

Wir arbeiten gerade an der XING-Plattform!

Neues Design, mehr Funktionalitäten – die XING-Profile werden gerade überarbeitet.

Aufgrund der Implementierungsarbeiten ist die XING-Plattform für ca. 6 Stunden (von 6 bis 12 Uhr CET) nicht verfügbar.

Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten.
Ihr XING-Team

Laut Corporate Blog wird prognostiziert, dass XING unser aller primärer Ausgangspunkt für unsere multiplen virtuellen Identitäten (oder kurz: Benutzerkonten) wird. Es freut mich insbesondere hier zu sehen, dass im Screenshot auch sevenload neben Amazon, eBay, Twitter, YouTube, Flickr, Mister Wong, Last.fm, Dopplr, Photobucket, Digg und vielen weiteren Social Communities vertreten ist. :)

29. September 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-09-29 08:26:192013-11-20 07:07:27XING Relauncht

Unterwanderung der Blogosphäre

Blogkultur

Vor knapp zwei oder drei Jahren hatten wir uns alle mit einem beschäftigt – dem Aufbau des eigenen Weblogs, dem konzentrierten Schreiben und dem Sammeln von endlosem Wissen in unseren Köpfen Datenbänken. Wir kamen an dem Punkt der Informationsgesellschaft an, durch den man sich selbst in digitaler Form identifizieren konnte. Wir teilten uns mit. Wir waren jemand. Wir waren Menschen, die sogar an Klowänden schreiben durften. Schöne neue Welt, die in ihrer Praxis mittlerweile ungeahnte Höhenflüge und nahezu keine Bruchlandung hingelegt hat.

Doch eine haben wir vergessen: Die Blogosphäre wurde unterwandert. Wir kennen es als Spam. Unerwünschte Kommentare, Pingbacks oder Trackbacks werden in filigraner Arbeit in nahezu jedem Blog gesäat, das auf ein bekanntes Softwaresystem wie WordPress, Movable Type oder Serendipity setzt. Meist löscht man den Spam automatisch, man moderiert gegebenenfalls einige Widersacher des relevanten Kommentars, die Spaminhalte werden für wenige Sekunden überflogen bevor sie doch im Papierkorb des Datennirvanas landen.

Relevanz ist hierbei ein Stichwort, dass sich in unseren Köpfen immer wieder erneut darstellt. Die Relevanz der Inhalte, der Blogkultur, des Schreibens selbst. Doch die Spammer haben ebenfalls eine Relevanz erlangt. Einerseits regt man sich auf oder amüsiert sich königlich über das mitunter illustre Treiben der anonymen Spamfraktion. Jedoch feiern sie erfolge, indem die Blogger unterbewußt mit schamlosen Werbebotschaften penetriert werden.

Vor zwei bis drei Jahren beinhalteten diese Spamkommentare eine eindeutige Botschaft: Spielt Texas Holdem Poker! Die damals der Bevölkerung unbekannte Variante des Pokerns avancierte mittlerweile zur gesellschaftlich anerkannten Freizeitbeschäftigung oder Spiel- und Sportvergnügen. Im Fernsehen präsentiert, von findigen Unternehmern auf Webportalen monetarisiert und durch Clubs im echten Leben realisiert – selbst ich besitze ein 300 Chip starkes Pokerset, das ich zu gegebenen Anlässen im Kreis der Freunde und Bekannten auspacke.

Die Beeinflussung des Unterbewußtseins durch das tägliche Überfliegen der Spamkommentare, falls ja irgendwann ein „False Positive“ dort drin auftauchen könnte, hat uns alle weich gemacht. Was vor wenigen Jahren noch dreiste Werbung war ist heute massentauglich. Ich hoffe nur, dass niemals die aktuellen Inhalte der Spamkommentare ein massentaugliches und anerkanntes Phänomen der Gesellschaft werden – denn diese perversen, schweinischen Ausdrücke und Äußerungen in den Kommentaren werden hoffentlich niemals in unseren Köpfen als positiv bewertet werden. Die Spamindustrie hat es jedoch geschafft, aus dem verpöhnten Texas Holdem Poker eine Beschäftigung der Massen zu erzeugen. Hut ab – das hätte ich auch gerne mal in die Wege geleitet!

28. September 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-09-28 21:56:172007-09-28 21:56:17Unterwanderung der Blogosphäre

WordPress 2.3 stinkt!

Web

Das muss direkt formuliert sein: WordPress 2.3 ist ein bestialisches Upgrade für die beliebte Blogsoftware, die durch das langerwartete, jedoch egomanisch entwickelte Tagging System glänzt und gleichzeitig für Frustration sorgt. So eine miese Implementation mit äußerst dominanten „Nicht-Support“ von dem Simple Tagging Plugin habe ich noch nicht erlebt. Manches Mal wundere ich mich schon darüber, ob die Core-Entwickler von WordPress sich nicht selbst fragen sollten, ob ein Plugin nicht performanter und besser läuft anstatt nach knapp zwei Jahren sich selbst darum Gedanken zu machen, ob man nicht mal langsam das Taggen anfangen sollte… grausam!

28. September 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-09-28 21:41:222007-09-28 21:41:22WordPress 2.3 stinkt!

Zitate zeugen für Unwissenheit

Medien

In der wunderschönen und damit aufheiternden Zitatsammlung bei medienlese findet man die „50 besten Zitaten über das Internet“ aus Politik, Wirtschaft und natürlich von Medienexperten. Das meiste, was sich in der Liste wiederfindet, ist ein Zeugnis für die perfide Schusselligkeit der Protagonisten, wenn sie eine Kamera bzw. ein Mikro sehen. Wichtige Wörter, schlaue Formulierungen – und dann doch alles falsch.

Aber die folgende Aussage von Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, im April 2007 kann ich nur bestätigen:

„Was wir überlegen, ist, ob wir nicht die Pionierphase im Netz, was die Verbreitung von Radio und Fernsehen angeht, für beendet erklären sollten.“

Mittlerweile sind nach den anfänglichen Gehversuchen mit Windows Media Player, Real Player oder Quicktime die meisten Anwender auf Flashvideos und Flashplayer sowie MP3 Downloads für Podcasts fixiert. Alles andere hat keinen Sinn mehr und nach so vielen Jahren sollte man die professionelle Übertragung in jedem größeren Medienhaus ja gelernt haben, nicht wahr? :)

28. September 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-09-28 08:39:402007-09-28 08:40:31Zitate zeugen für Unwissenheit
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Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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