Zitate zeugen für Unwissenheit

In der wunderschönen und damit aufheiternden Zitatsammlung bei medienlese findet man die „50 besten Zitaten über das Internet“ aus Politik, Wirtschaft und natürlich von Medienexperten. Das meiste, was sich in der Liste wiederfindet, ist ein Zeugnis für die perfide Schusselligkeit der Protagonisten, wenn sie eine Kamera bzw. ein Mikro sehen. Wichtige Wörter, schlaue Formulierungen – und dann doch alles falsch.

Aber die folgende Aussage von Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, im April 2007 kann ich nur bestätigen:

„Was wir überlegen, ist, ob wir nicht die Pionierphase im Netz, was die Verbreitung von Radio und Fernsehen angeht, für beendet erklären sollten.“

Mittlerweile sind nach den anfänglichen Gehversuchen mit Windows Media Player, Real Player oder Quicktime die meisten Anwender auf Flashvideos und Flashplayer sowie MP3 Downloads für Podcasts fixiert. Alles andere hat keinen Sinn mehr und nach so vielen Jahren sollte man die professionelle Übertragung in jedem größeren Medienhaus ja gelernt haben, nicht wahr? :)

2 Kommentare
  1. Boris sagte:

    Wieso?
    Zeichnen sich nicht gerade die zu spät gekommenen „Big Player“ nahezu immer durch eine gehörige tumbe Ignoranz gegenüber etablierten Konventionen aus? Die dann in der Reaktion auf Kritik meist unmittelbar in stoische Beratungsresistenz übergeht?

  2. Wolff Horbach sagte:

    Den schönsten Spruch über das Internet hörte ich so ca. 2001. Ich wollte eine Veranstaltung über das Internet machen und hatte meinen Bundestagsabgeordneten aktiviert. Der verwies mich an den Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises (eines der wirtschaftsstärksten Kreise in Deutschland). Der Leiter der WiFö in meinem Büro:

    Das mit dem Internet soll ja schon wieder vorbei sein.

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