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Der Urlaub ist vorbei. Köln hat mich wieder. Die Zeit an der Ostsee war wirklich wunderbar. Wie schön es dann doch wieder ist, einen geregelten Arbeitsalltag genießen zu dürfen. Ich ertrinke in der Aufholjagd nach allem, was während meiner Urlaubszeit angefallen ist. Struktur, Zeitmanagement und Organisation sind die tugendhaften Werte, die am Tag nach dem Urlaub zählen.

Aber die Zeit ohne das Internet und den täglichen Drang zur Selbstinszenierung mit Web 2.0 und den Medien tat richtig gut. Ich habe das Gefühl (und es manifestiert sich immer stärker), dass ich das ganze Bimbamborium rund um die Blogkultur in Deutschland auch nur dann brauche, wenn ich mich intensiv mit den Medien beschäftige. Abstinenz hilft den kühlen Kopf und den Überblick zu bewahren. :)

Im Urlaub entwickelt sich in der Zeit einer gewissen Netzabstinenz das Gefühl der Informationssucht. Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Höchstwahrscheinlich, denn es fühlt sich so an, als ob sich etwas zusammenbraut. Gewaltig, aufbrausend im Inneren. Aber sensationsgeile Zeiten als Blogger unterdrückt man durch einen klassischen Kaffeeklatsch, den Drang zum Spaziergang und zum Wandern, die gefühlte Momentaufnahme der Selbstinszenierung mit der Fotokamera. Bloggen lässt mich erneut kalt. Nur für einige E-Mails ist der Laptop an, aber die Blogosphäre meide ich bewusst. Vielleicht weil es mich nicht reizt, den persönlichen Selbstfindungstriebs von Unternehmen, Kommunikatoren, Multiplikatoren, Journalisten und jeden blogbegeisterten Internetnutzer in meiner erklärten Freizeitslaune zu betrachten?

Warum haben wir eigentlich so viel Spaß an Weblogs? Während des Urlaubs fern der Heimat stelle ich fest, dass das „täglich Blog“ aufgrund der fehlenden Gewohnheitsumgebung des Arbeitsplatzes oder des Arbeitszimmers keinerlei Reizwirkung auf mich ausübt. Im Moment freue ich mich eher an der ausufernd intensiven Zeit mit meiner kleinen Familie! Aber in wenigen Tagen kehrt man zurück in die heimischen Gefilde und wird sich dem Internet wieder vermehrt widmen – scheinbar ist dieser Texthaufen ein Urlaubspessimismus als Ergebnis der persönlichen Blogkultur! :)

Freitag. Früher Morgen. 5.50 Uhr aufgewacht. Die Familie ist im Freudenumschwung, da sich der Urlaub verfrüht seinem Ende neigt. Heute geht die Post ab. Was genau passieren wird, na – die Details sehen wir später… :)

Initialisierung der Digitalisierung – zurück im Web! Eine Woche ohne die Normalitäten vom Leben 2.0 und es brennt einem schon in den Fingerchen, endlich ein paar Zeilen in das eigene Blog zu schreiben. Ich bitte für die eher unangekündigte Auszeit um Verzeihung, aber ich hatte sehr gute Gründe um etwas Distanz zum Internet aufzubauen und dadurch mehr Zeit mit meiner Familie zu gewinnen. Mehr dazu später, nun muss viel im Büro abgearbeitet werden…

Keine Sorge – Urlaubsfreude. Das Leben kann so schön sein, wenn man einfach ein wenig zur Ruhe kommt. Ein wenig entspannen, das Leben leben lassen, sich gleiten lassen wie der Pinguin in Fight Club… so schön kann URLaub sein. Kino, Spazieren, Wandern, Luft, Atmen, Meer.

Für uns sind die kommenden Tage beschaulich ausgeplant, aber dennoch haben wir die Möglichkeit, regelmäßig das Netz über die berüchtigte 56k Leitung anzuzapfen. Das ist auch nur für Notfälle gedacht… daher – bis bald! :)

Es war schön. Ich vermisse es. Wir vermissen es. Das Meer, die Sonne, der Strand, die Ruhe… und auch die nimmermüde Familie und die im Norden zurückgelassenen Freunde. Nun sind wir zurückgekehrt in unser kölsches Domizil nach einer endlos langen Autofahrt. Jetzt heißt es „Die letzten Tage aufarbeiten!“

Die Entzugsklinik vom Internet namens „Familie, Freunde, Hochzeit“ hat sehr geholfen, den Schlafrhythmus zu stabilisieren und alte Freundschaften zu erneuern. Was die Zukunft bringt… naja, vielleicht doch erst morgen! :)

Oder anders gesagt – auf geht es zur Hochzeit von unseren Freunden. Die Tour wird sehr lange sein und wir bieten auch kein Live Stream von unserer Autofahrt via Twitter an. Etwas länger offline zu bleiben hilft unglaublich der Seele und jeglicher Familienbande zwischen Frau und Mann. Daher machen wir es kurz und knapp: Au Revoir! Farvel! Giasou! Näkemiin! Adios! Ciao! Arrivederci! Auf Wiedersehen! Good Bye! Salut! Servus! Adeus! Bis nächste Woche!

Hier ist kein Dejawu, sondern nur eine umgedrehte Überschrift. Ganz schlechter Stil oder perfekte Schreibe – darüber wollen wir nicht diskutieren. Stattdessen merke ich, dass ein Wochenende wie dieses mit zwei Tagen vollem Programm für das familiäre Wohlbefinden einfach nicht zu missen ist. Der urtümliche Webzwonull-Junkie wie ich es bin konnte noch nicht einmal ansatzweise an den Rechner gelockt werden, geschweige denn zum Bloggen überredet werden.

Ich habe wohl wieder eine Schreibbloggade oder brauche einfach mal ein wenig Abwechslung. Ich kann diesen Bildschirm nicht leiden hier zu Hause. Mein alter 19″ Röhrenmonitor (oder doch 21″) nervt durchaus und bringt ja schon Augenkrebs. Daher komme ich zu dem einzig sinnvollen Schluss an diesem mittlerweile frühen Morgen respektive in dieser tiefen Nacht – mehr Zeit im digitalen Stil zu verbringen ist gleichbedeutend mit weniger Lebensfreude.

Das möchte ich wirklich nur allzu laut geben: Schönen guten Abend! Um 22:15 Uhr habe ich das Internet im Prinzip das erste Mal seit heute morgen in der Zeit von 7:00 Uhr bis ca. 8:30 Uhr angehabt und muss sagen – es hat mich nichts von dem allen interessiert. Sorry!

Zusammen mit Katharina war ich an der frischen Luft morgens durch Köln Mountainbiking (ja, das geht), dann waren wir nach einer kurzen Dusche in die Innenstadt zum Shopping gebummelt – vorbei an einer Horde Demonstranten (zu der ich so einige Videos aufgenommen habe) und genoss den Abend bei Wein und Käse auf der Couch vor einem schönen Film. Mit genüsslichem süffisantem Unterton frage ich mich daher ehrlich – was geht in der Medienwelt an diesem Samstag? Einige Meldungen, auch zum Thema Flickr oder zur allgemeinen recht überschaubaren Nachrichtenlage, waren ja präsent, aber das alles hatte mich privat halt nicht im geringsten tangiert.

Herrliches Wetter, schöner Sonnenschein trotz Regenankündigung für den ganzen Nachmittag… so schön kann es sein, wenn die scheiß Kiste vom Netz weg bliebt. Aber morgen gibt’s mehr… versprochen! Ich hoffe, ihr hattet einen genauso schönen Samstag wie wir! ;)

Wer schreibt gerne, wer hat die Zeit, wer kann die Urlaubsvertretung für Stefan’s Blog übernehmen? Wird das bezahlt? Nein! Gibt es Bier als Gegenleistung? Vielleicht! Oder bekommt man eine Festanstellung als Blogger im Jovelstefan Blog? Das und viel mehr gibt es ohne Stellenausschreibung natürlich nur dort!