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Stars, Society, Adel, Szene, Style, Schicksal, In&Out und Leben? Das nach eigenen Angaben größtes People-Portal in Europa www.bunte.de wurde einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen und ging gestern mit einem neuen Design online. Die Kollegen von Burda haben dabei ganze Arbeit geleistet, indem die üblichen People-News und Vor-Ort-Berichte von den verschiedensten Galas, Events und Promi-Auftritten mit Videoclips und kommentierbaren Blogs abgerundet werden.

Die bisherige Kooperation mit T-Online, die jüngst ihrem eigenen Portal einen Relaunch gegeben haben, wurde ebenfalls neu ausgerichtet, so dass der Schwerpunkt der Kooperation sich von technischer zu inhaltlicher Zusammenarbeit wandelt. Für meinen Geschmack trifft es das neue Portal der Bunten genau richtig, da die Schrift und Layouts ideal miteinander harmonieren und nicht zu viel Text das Gesamtbild vernichtet. Ein ganz klarer Pluspunkt für die Bunte, die für die definitiv zu Klatsch-und-Tratsch hingezogenen Leserschaften einen Mehrwert darstellt, kommt als wichtiger Bestandteil des Verlagsprofils durch diese Neuausrichtung der Onlinepräsenz zu stande.

Pantoffeln – rein in den Club! Unter diesem Motto wurde diese Woche der Yabadu Club live geschaltet. Über 7.000 professionelle Reiseberichte und Tourenbeschreibungen finden sich neben Kartenmaterial mit Internet-GPS-Schnittstelle auf dem Yabadu Portal – so lautet das stolze Ergebnis nach drei Jahren harter Arbeit.

Heute erweitert Yabadu ihr interaktives Angebot für Reise-, Freizeit- und Outdoor-Aktivitäten mit einem neuen Community-Bereich, in dem die Nutzer des Web 2.0-Portals Kontakte knüpfen, Themen diskutieren und Erfahrungen, Tipps sowie Informationen austauschen können. Für die ca. 10.000 registrierten Mitglieder des Portals ist diese Nachrüstung ein essentieller Mehrwert. Ferner kann jedes Clubmitglied nicht nur auf dem digitalen Marktplatz des Portals stöbern, sondern auch selbst interaktive Kleinanzeigen schalten sowie Gleichgesinnte in ihrer näheren Umgebung oder für alle erdenklichen Reiseziele finden können. Wer das Interesse an einer bestimmten Outdoor-Sportart im Internet fröhnen möchte, kann sich mehr unter www.yabadu.de ansehen.

Das Internet verändert sicht zunehmend in ein eigenständiges Medium. Auch die Konsumenten von Informationen, Nachrichten und Wissen sind darauf angewiesen, dass die täglich genutzten Nachrichtenportale immer up-to-date sind. Dass die Aktualität der Nachrichtenlage dabei in den meisten Fällen von sich überzeugt, versteht sich von selbst. Vor zahlreichen Wochen konnte ich bereits einen schönen Vergleich der Nachrichtenseiten über die sichtbaren Formen der Anzeigen bzw. Werbemaßnahmen liefern – heute verwerte ich gelieferten Inhalt. Denn es ist ein brisantes Thema, was sich in dem hier veröffentlichten PDF aufzeigen wird: Die Webzwonulligkeit der deutschen Nachrichtenportale – die teilweise auf den Internetseiten mangelnd oder schlichtweg nicht vorhanden ist.

Zusammengetragen wurden diese Informationen durch akribisches Austesten, Ausprobieren und mühsames Zusammenschreiben bereits vor etlichen Wochen von Armin „Farlion“ Meier und ich schlimmer Finger hatte bis zu diesem Wochenende keine Zeit dazu gehabt, alle diese wertvollen und aufschlussreichen Daten zu veröffentlichen. Schande über mein Haupt, aber ich gelobe Besserung und werde das PDF um die gängigen Magazine und Zeitschriften für die Themen „Marketing und Werbung“ und „Computer & IT“ nachtragen, die es im deutschsprachigen Internet zu finden gibt.

Viel Spaß beim Lesen, und vielen Dank an den Farlion! [PDF Download]

Seit wenigen Stunden erlebt der Focus einen durchaus gelungenen Relaunch – aufgeräumt, intuitiv bedienbar, webbig. Bei Peter Turi gibt es schon einige positive Punkte, denen ich mich nur anschließen möchte. Jedoch fällt mittlerweile auf, dass sich die deutschen Nachrichtenseite bzw. Nachrichtenportale zunehmend ähneln. Auch im Design Tagebuch ist man darauf aufmerksam geworden.

Heute schmiede ich den einen Ring – als großen Rundumschlag durch die geläufigsten Nachrichtenseiten von Deutschland in einer optischen Nebeneinanderstellung. Einerseits war das Thema von Werbung in Blogs und Mainstream-Medien in den vergangenen Tagen hin und her geschoben worden, andererseits ist für mich die fatale Ähnlichkeit von einigen Anbietern am Markt das Zeichen für die fehlende Individualität der Dienste. Wichtig bei diesem Kuriositätenkabinett ist für mich der sichtbare Bereich in 1000 Pixeln Breite auf einer 1280x1024er Auflösung. Die Wahl der Titel fiel dabei primär auf meine persönlichen Präferenzen – wir können gerne ergänzen.

Berliner Zeitung
 
Ich sehe die BLZ als wichtige Zeitung für die Hauptstadt an. Auffällig ist hier die direkte Nutzung von Google Adsense, was bei keiner anderen von mir betrachteten Nachrichtenseite zum Einsatz kommt. Ist hier eventuell eine neue Vermarktungsstrategie nötig? Eine Sidebar, eine Navigationsbar.
http://www.berlinerzeitung.de

Financial Times Deutschland
 
Ganze zwei Werbeflächen waren heute Morgen auf der FTD eingeblendet, von denen nur einer im Bereich der Navigation auftaucht. Eigenwerbung sei erlaubt, jedoch wirkt dadurch der Aufbau undynamisch auf mich. Eine Sidebar, eine Navigationsbar.

Focus
 
Der neue Relaunch von Focus zeigt das von SpOn verinnerlichte L-Format. Vom Aufbau her stark an SpOn und SZ angelehnt – ob das nun ein gutes Zeichen ist, mag ich nicht deuten. Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.focus.de

Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
Auch hier ist das klassische L-Format zu sehen. Auffällig ist der Headerbereich, der ein wenig verschoben wirkt. Störend wirken die drei Spalten. Zwei Sidebars, Navigation on top.
http://www.faz.net

Frankfurter Rundschau
 
Keine direkt sichtbare Werbung bis auf den kleinen Banner oberhalb der Seite. Oder wird wegen der Farbe alles von Douglas gesponsert? Eine Sidebar, eine Navigation.
http://www.fr-online.de

Hamburger Abendblatt
 
Herzlich willkommen zum fettesten, fiesesten LayerAd, der den gesamten Contentbereich verdunkelt. Einige der L-Formate waren so groß, dass die gesamte Breite auf über 1024 Pixel wuchs. Eine Sidebar, zwei Navigationen als Navigationsbar und on top.
http://www.abendblatt.de

Handelsblatt
 
Das Handelsblatt verstrickt sehr geschickt den Inhalt mit Werbung, dennoch wirkt es dabei weniger störend als bei anderen Versuchen, da die Farb- und Formwahl sehr gediegen ist. Eine Sidebar, zwei Navigationen als Navigationsbar und on top.
http://www.handelsblatt.com

Netzeitung
 
Eigentlich passt die Netzeitung nicht in das „Printmedium“-Schema, aber ich sehe sie dennoch als relevant an. Auch hier dominiert das L-Format und ein direkt sichtbarer Content-Ad. Anzumerken ist jedoch, dass die Netzeitung letztendlich von den Anzeigen und Sponsorings lebt. Eine Sidebar, eine Navigationsbar.
http://www.netzeitung.de

Rheinische Post
 
Bei RP-Online ist derzeit keine größere Werbung bis auf die üblichen Verdächtigen in der Sidebar. Eine Sidebar, zwei Navigationen als Navigationsbar und on top.
http://www.rp-online.de

Spiegel
 
Zwar wird das L-Format hier prominent genutzt, doch zumindest ist bei SpOn der sichtbare Contentbereich hier befreit von Werbung. Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.spiegel.de

Stern
 
Ist die Content-Ad beim Stern nur die eine sichtbare Werbeform oder läuft keine Kampagne im L-Format? So genau weiß ich es nicht… Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.stern.de

Süddeutsche Zeitung
 
Auch bei der SZ ist das L-Format dominierend nebst Werbung in der Sidebar. Irritierend ist der im zweiten Screenshot gelblich umrahmte Bereich, der ohne Klickfunktion dahinvegetiert. Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.sueddeutsche.de

Welt
 
Pluspunkte sind die feine Ausarbeitung der Webzwonulligkeit, jedoch ist auch hier der rechte Seitenbereich angehäuft mit Anzeigen. Eine Sidebar, eine Navigationsbar.
http://www.welt.de

Zeit
 
Bei der Zeit fällt ein mehr als nur dominanter Anzeigenbereich im Inhalt ins Auge, der den Skyscrapper ja fast verschleiert. Ganz schrill: Eine Sidebar-Navigationsbar.
http://www.zeit.de

Fazit
Allen Titeln ist eines gemeinsam: 1000 Pixel sind ein Tabu. In Zeiten von Breitbild-Flatscreens oder hochauflösenden Grafikkarten erinnert mich dieses Problem an die Zeit, die ich in einer Online-Redaktion hoch im Norden verbrachte. Wehe wenn die Webseite nicht mehr auf jedem 800×600 Redaktionsterminal zu sehen war. Neue Bildschirme braucht das Land!

Ebenfalls ist das L-Format der Liebling von Werbevermarktern für Nachrichtenseiten. Schön umschlossen hindert es zu Anfang jegliche Betrachtung der Webseite, fällt dann aber durch ineinandergreifende Flashplayer auf und zeigt eigentlich einen grellbunten Bereich, den man sowieso irgendwie mit dem geistigen Auge ausblendet.

Die Welt sticht dabei durch die Webzwonulligkeit hervor, SpOn wird oft mit dem Magazincharakter kopiert, Handelsblatt und FAZ sind bei Wirtschaftsthemen die Messlatte. Aber wie gesagt, es sollte ja nur mal ein Überblick sein – das Kuriositätenkabinett der Nachrichtenseiten.

Interessantes Thema was so im Nachrichtenticker reinläuft. Man kann es fast wie einen Baukasten konstruieren, indem man drei oder vier Begriffe aus folgender Auswahl und gewiss komischen Schreibweisen kombiniert.

1. Holtzbrinck
2. kauft, übernimmt, rettet kriselndes, greift sich, schluckt,
3. Community-Angebot, Online-Portal, Kontaktseite, Studentenportal
4. studiVZ, StudiVZ, Studivz, Studentenverzeichnis, Studiverzeichnis

Mein Kommentar: Kein Kommentar. Das tut der Robert schon gut.

Das stinkt aber schon nach Fisch… das sagt man normalerweise, wenn man alte Sachen neu auf(be)wertet und ganz toll verkaufen möchte. Was passiert, wenn man seine Stammleser vor halbfertige, aber noch nicht veröffentlichte Tatsachen in Bezug auf a) Layoutänderungen, b) technische Veränderungen, c) strukturelle Veränderungen stellt – also im Prinzip ein kompletten Relaunch vollführt? Richtig, der User akzeptiert es und ist schlussendlich davon begeistert, die neue Umgebung zu nutzen.

Doch in dem Fall von Macnews sieht es ganz anders aus: Indem der Administrator eine neue Version des alten und hochgradig beliebten Forums anbietet, riecht es eher nach User-Verarschung. Auch der Ton in der Diskussion ist scharf und kritisch, aber auch konstruktiv gehalten. Eigentlich ist das genau so, wie man eine Diskussion sehen möchte – doch anscheinend ist es dem Administrator recht egal, was dort passiert. Folglich sind die Stammleser und Stammuser dieser großen Community rund um den Mac wenig begeistert davon, was mit ihrer geliebten Community passieren soll. Veränderungen sind gut, oder sie sind schlecht, und oftmals passiert auch etwas ganz unvorhergesehenes: Die Community wandert ab zu Macnemo… und binnen eines Tages sind schon 723 Postings in 116 Threads mit derzeit 138 registrierten Usern.

Das ist die neue, verkannte und ungeballte Marktmacht des Users. Wehe den Unternehmen, die dieses Potential als unwichtig einschätzen… denn durch den Wegfall der Community ist bestimmt das eine oder andere Werbebanner nicht mehr angeklickt.