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Der angehende Medienmanager treibt sich des Nachts umher… und zwar genau dort, wo er seine Spuren hinterlassen kann. In Medien natürlich! Was würden wir wohl für Studierende sein, die sich nicht mit ihren Spezialgebieten spezialisierend befassen? Hier sehen wir das Medium „Internet“, spezifiziert und speziell mit einer Spezifikation auf Weblogs gelegt. Eine Aktion in „spe“ also!

Daher und weil wir Medienmanager gerne kommunizieren treiben und führen wir spektakuläre Diskussionen in dem eigenen Blog und in anderen. Wie die Zeit so vergeht, wenn Mann und Frau mit den Laptops auf dem Schoß gegen 1 Uhr in der früh im Erkerfenster sitzen und die Finger über die Tastatur wetzen lassen. Traurig? Nein, keinesfalls! Eher ermutigend, den kommenden Morgen später beginnen zu lassen als andere Menschen. Man tut es doch eh nur für die Reputation und den relativen prozentualen Anteil vom Kehrwert des Massenstudiums – die Quote macht es! ;)

Was muss ich da hören? Der Shopblogger wird jetzt offiziell als mit der Tageszeitung vergleichbares Medium sogar vom Fokus anerkannt? Und nur, weil Björn Harste etwas über das Sozialgericht Bremen verzapft hat? Ist dies die Amtsanmaßung der kleinen bloggenden Persönlichkeit „Shopblogger“? Und wie es doch nur durch Kleinbloggersdorf zieht – da kann ich mir diesen sinnlosen Eintrag nicht verkneifen!

Warum habe ich nur wieder die RSS Feeds aktualisiert… :D Nebenbei habe ich auch alles was nicht von heute ist als „gelesen“ markiert, ohne die alten Bloggereien zu lesen – ich böser Schelm!

Nur noch ein Jahr und wir dürfen in freudiger Stimmung zu alten Märchen aufhorchen. Eines davon wird vielleicht ungefähr wie folgt lauten:

Das Märchen von Herrn Raab
Es war einmal Herr Raab. Der war ein ganz großer TV Star im deutschen Fernsehen. Er hatte auch viele Sendungen, einige davon liefen mehrmals in der Woche, andere jedoch waren zu speziellen Anlässen gedacht. Und je mehr Herr Raab an neuen Sendungen herstellte und moderierte, desto mehr Geld floss in seine Kassen. Herr Raab verdiente viele Euros, und seine Produktionsfirma umso mehr. Dies machte die Medien-Könige zufrieden. Sie bekamen auch ihren Anteil vom Leibeigenen Herrn Raab.

Eines Tages jedoch, es war am Ende des Jahres, als Herr Raab mit neuen Formaten seiner Sendungen an der Reihe war. Er trumpfte auf mit einer Neuauflage seines berühmten waghalserischen Turmspringens. Aber dann zu der Weihnachtszeit wollte Herr Raab sein Volk mit wunderbaren Klängen und Gesängen begeistern. Das Volk hingegen trotzte der Versuchung, seine Sendungen zu empfangen. Seine Sendung wurde von fast niemandem außer einigen wenigen Menschen gesehen. Die Medien-Könige seines Königshauses ProSiebenSat.1 waren nicht mehr so glücklich darüber, dass das viele Geld, was vorher in die Sendung geflossen war, nicht wieder eingespielt wurde.

Und auch am letzten Abend des neuen Jahres sollte Herr Raab mit einem weiteren Highlight auf Sendung gehen, um mit seiner Silvester-Spezial-Sendung die Massen zu begeistern. Erneut verfehlte der Anspruch von Herrn Raab die Erwartungen seiner Medien-Könige. Die Medien-Könige waren von der Quote, die Herr Raab mit seiner Sendung erzielte, nicht begeistert.

Kurz darauf machten sie den Herrn Raab zu ihrem Medien-Sklaven, schalteten wenige Tage später seine Sendungen ab, und warfen ihn aus ihren Medien-Palästen heraus. Herr Raab war dann wieder das, was er am besten konnte: Der Sohn eines Metzgers, der auszog, um dem Volk das Fürchten zu lernen. In einem langen Streit vor den Gerichten des Landes zog er den Kürzeren und mußte sein ganzes Geld dafür hergeben, um den Medien-Königen die neuen durch ihn verursachten Kosten und Umsatzeinbußen zu zahlen, seine Rechnungen zu begleichen, und die Miete für sein Zimmer über der elterlichen Metzgerei bezahlen zu können.

Und die Moral von der Geschicht? Verarsche doch das Volke nicht. Es wird sich rächen ganz gemein, in dem es schaltet die Konkurrenz zu Weihnachten ein.

Dieses literarisch wertvolle Geschreibsel ist als Annekdote zum jüngsten Quoteneinbruch der Senderfamilie ProSiebenSat.1 zu verstehen. Weil die Quoten sich auch durch und gegen Stefan Raab’s Engagement für den Sender zur Zeit nicht erholen können, sehe ich die Konsequenz darin, dass einige Köpfe rollen werden. Herr Raab dient hier als Symbolfigur eines Helden, der dem Volke der Zuschauer trotzt, ihn aber nicht auf ewig binden kann. (Das wäre ja auch nur mit dem Einen Ring möglich gewesen.)

What was Yps?
It’s a magazine I’ve been consuming while being much younger than today. I loved it!

What is Yps?
A new edition by the Egmont Ehapa publishing house came to the stores on August 18th. Like many other old brands in Germany, i.e. Ahoi Brause, the products of our youth can become the hit again.

What will Yps be?
This renewed version of the traditional Yps will be nothing but boring. It failed the ultimate review. And besides this, I’m way too old for these „Gimmicks“. Where are the crabs from the primitive times now? Are they too primitive for your core consumers – those who became old and loved their magazine? Don’t turn your back on us… perhaps there’s only one way out: Put the old gimicks back – we care little for the magazine’s content.

Was wir alle hier treiben beinhaltet einen positiven oder negativen Effekt. Je nachdem wie man sich in der Öffentlichkeit des Internets äußert, kann der Flügelschlag eines wunderschönen heimischen Schmetterlings den tosenden Orkan in den USA auslösen. Nein, nicht Asien, weil dies hier nichts mit den Tsunamis oder üblichen Stürmen der Region zu tun hat, sondern anders, denn bald könnte es nach dem Willen von vielen Unternehmen und dabei auch die Multi-Nationals wie folgt aussehen:
Man steht förmlich im Walde und kann keine Bäume sehen, den Wald aber schon. So wird sich ein Blogautor fühlen müssen, während das eigene Werk mit vielen anderen Blogs im Internet zu finden ist (= der Wald), aber einzelne herausstechende journalistische Arbeiten dieser Blogs (= die Bäume) nicht finden kann.
Warum sollte man die Arbeit anderer nicht finden? Online-Journalismus in der modernsten Form in Konkurrenz oder Kooperation mit den traditionellen Journalisten sieht man doch täglich im RSS-Dschungel vorbeirauschen.

Drei Blog-Sites, die Informationen über Produkte verbreiteten, die bei der Computerfirma Apple noch in der Entwicklung sind, sollen einem kalifornischen Richter zufolge kein Recht auf Quellenschutz geltend machen dürfen, wie es Journalisten verbrieft ist, um Informanten Anonymität garantieren zu können. Sie sollen ihre Quellen offenlegen.

Apple hat also vorerst einen Sieg für die Multi-Nationals errungen, indem diese drei Blogautoren (vertreten durch die Electronic Frontier Foundation – EFF) in Kalifornien dazu verurteilt wurden, ihre Quellen offen zu legen, werden klare Grenzen innerhalb des Journalismus gezogen. Mehr zur Klage gibt es auch im fscklog. Komme wie es komme, damit ist für mich schon klar, dass ich mir wirklich keinen IPod zulegen werde.

via: FAZ