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Wegen der zufällig eingeblendeten Adsense Werbung wurde David Seffer abgemahnt. Der vielleicht unangebrachte Text zu einem Fettkiller-Angebot, welches unter Umständen sogar pauschal auf vielen anderen Millionen Webseiten, die Google AdSense einbinden, auftauchte, sorgte für die Abmahnung „Domainname entfernt“ von einem Lebensmittelverein.

Abmahnung wegen einer Anzeige, für die man als Seitenbetreiber nichts kann. Man stimmt weder individuellen Anzeigen bei Google AdSense zu, noch kann man auf alle dargestellten Anzeigen sich überhaupt einen Überblick verschaffen (oder doch?). Ein weiterer Passus, der jegliche Werbung im Internet, im Fernsehen, im Radio, in Printanzeigen revolutionieren wird, ist besonders kernig:

„Auch sind Sie für die auf der Website abgedruckten Kundenaussagen verantwortlich. Wer Empfehlungen Dritter verwendet, macht sich die Aussage Dritter zu eigen.“

Diese Begründung ist an den Haaren herbei gezogen. Schlagen wir doch nur eine Zeitschrift auf und fragen uns ab sofort, warum sich die Herausgeber des Blattes verantwortlich für die Botschaft in den Anzeigen zeichnen? Ein gewisses Maß der Vorabkontrolle ist dort natürlich möglich, doch macht sich der Spiegel für die Aussagen eines Automobilherstellers verantwortlich, wenn er mit CO²-Emissionswerten für sein Fahrzeug wirbt? Insbesondere durch das Distanzieren von Fremdinhalten, aber auch durch das bestehende System von Werbetreibenden Unternehmen, der Zielgruppe der Rezipienten und letztendlich den Anbietern eines Mediums macht eine zu Eigennahme der werblichen Inhalte für keine der Parteien einen Sinn.

Das sind vielleicht auch nur die Leute, die sich auf das Internet stürzen und keine Ahnung von nichts haben. Insbesondere ist bei der Zahlungsaufforderung der Unterlassungserklärung ein formaler Fehler für einen Verein, denn für die Rechnung wurde sogar eine Mehrwertsteuer laut Aussage von David Seffer veranschlagt. Ab Montag wird man wohl mehr dazu hören, wenn sich David mit seinem Anwalt unterhalten hat. Ich bin schließlich kein anerkannter Rechtsexperte und kann mich von jedem Rat und jeder Belehrung nur distanzieren.

Munter und frivol sind wir im Netz unterwegs. Wir suchen Informationen, erfreuen uns an Wissen und ergötzen uns an der Kommunikation, die wir uns durch die neuesten technologischen Fortschritte und Entwicklungen angeeignet habe. Doch nahezu alles ist mit Werbung ausgestattet. Der wohl größte Betreiber für Textanzeigen im Internet Google AdSense startet eine Website gegen Klickbetrüger.

Doch hallo? Das ist verboten. Ich klick doch nicht auf den eigenen Kram, der bei mir hier als Werbung im Blog eingebunden ist. Aber es gibt schwarze Schafe, die ihre eigenen Linkfarmen aufbauen. Welch Umschwung in der Denkweise, denn nun sind es nicht einige wenige Klickbetrüger, sondern laut dem obigen Artikel sind ganze 30% aller Klicks mit schadhaftem Hintergrund entstanden.

Aber die PR kann auch zu solch einem Schritt geraten haben, diese neue Website ins Leben zu rufen – denn vor wenigen Tagen begann das Yahoo Traffic Quality Center um genau solche Themen im Advertisement-System von Yahoo zu überwachen bzw. zu informieren.

Seit Anfang April erhalte ich jeden Monat einen „Google AdSense Optimierungsbericht“ über das Administrationsfrontend im Loginbereich von AdSense. Im Prinzip ist das eine wunderbare Form der Kommunikation mit den zahlreichen Kunden, die AdSense auf ihren Webseiten integriert haben. Was läuft ab, was hat eine verbesserte Performance gegenüber anderen Anzeigen gezeigt, welche Werbeform ist die gewinnbringenste… doch das liest man da überhaupt nicht. Mittlerweile stelle ich ein wenig überrascht fest, dass der Inhalt des Optimierungsberichtes alles andere als optimiert ist:

Sie könnten Anzeigen filtern, die auf Ihrer Website eine gute Leistung erzielen.

Dieser Satz ist in allen drei Monaten immer wieder der einzige wahre Inhalt der Berichte. Neben der Tatsache, dass der Klick auf weitere Informationen nur einen Teil der FAQ ausmacht, die man sowieso sich jederzeit verinnerlichen kann, ist das einfach zu wenig. Kann man da ein wenig mehr Personalisierung für die jeweiligen Webseiten erwarten, auf denen man AdSense laufen lässt?

So steht es weiß auf schwarz: „Blogmarketing = Meinungsmarketing.de“ – und mehr steht auf der Postkarte nicht drauf. Während ich auf dem BarCamp FFM verweilte, flatterte die schwarze Postkarte bei mir ein und letztendlich ist es nur eine Werbung für Blogpay.

Werbung? Umworben? Beworben! Bedeutet das jetzt, dass ich als exklusiver Premiumkunde ausgewählt bin und besondere Konditionen erhalte? Oder sollte ich mir lieber darum Gedanken machen, dass mich eventuell doch adical umwirbt? Bleibt Google AdSense, wenn keiner mich aufnehmen will, dann doch die bessere Alternative?

Es geht nicht um inhaltliche Vertragskonditionen sondern um die bloße Optik. Geht es nur mir so oder schauen die 468×60 Bannerformate von Google AdSense ein wenig anders als vorher aus? Früher prangerte dort doch noch kein großer Hinweis, dass es eine Google AdSense Anzeige ist. Ich erinnere mich, dass darunter in einem eigenen Bereich der Schriftzug mit dem Hinweis zu sehen war, aber viel dezenter und nicht so plakativ. Oder täusche ich mich?