Im Kundengeschäft und in der Akquise hilft es, die aktuellen Druckpunkte eines Unternehmens schon im Vorfeld zu kennen und nicht erst im Pitch darauf aufmerksam zu werden. Wo brennt der Schuh und wo juckt es das Unternehmen derzeit? Mit dieser durchaus pragmatischen Denkweise, den potenziellen Kunden in Social Media zu beobachten und diese Informationen im Gespräch zu nutzen, haben sich viele externe Berater und Agenturen angefreundet. Meist verwendet man klassische Suchmaschinen, die wirklich Pfiffigen unter uns setzen zur Kundenanalyse natürlich Social Media Monitoring ein. Aber reden wir nicht um den heißen Brei herum: Social Media Monitoring kostet Geld. Wer dafür nicht den nötigen Topf frei machen kann, nutzt vorwiegend kostenlose Tools, um sich einen groben Überblick im Social Web zu verschaffen. Als einer der Anbieter für Social Media Monitoring & Analytics hat Talkwalker mit der hauseigenen „Social Media Search“ eine schlanke Version ihres Dienstes als kostenfreie Version gestartet, um schnell und einfach eine Kurzanalyse über Marken, Unternehmen oder Mittbewerber zu starten.
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Schlagwortarchiv für: Deutsche Bahn
Für knapp ein halbes Jahr dürfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, Wünschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live geschaltet werden. Zu diesem Anlass lud die Deutsche Bahn zusammen mit der PR-Agentur Talkabout zu ersten Hintergrundgesprächen nach Köln ein. Das Ergebnis möchte ich natürlich nicht vorenthalten…
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Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich täglich gut eine Stunde in einem der Züge zwischen Köln und Düsseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Früh oder zur Stoßzeit gegen Feierabend erlebe ich dabei viele Dinge, finde aber kaum Zeit, um sie vollumfänglich aufzuschreiben. Anstatt Zeit zu verschwenden, schreibe ich in nur 140 Zeichen ganz direkt über nahezu alles, was mich bei den Fahrten bewegt. Das Schöne ist: Ich habe Mut zur Lücke und lasse jeden daran teilhaben – ganz simpel und einfach bei Twitter.
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Kontinuierliche Kritik in den Medien zur wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Lage, heftig schimpfende Kunden und die eine oder andere Panne bei den Zügen – dieser kleine Auszug aus dem gepfefferten Repertoire der täglichen Herausforderungen an den größten Schienennetzbetreiber in Deutschland wirkt eigentlich wie der Tropfen auf dem heißen Stein. Wo lange geschwiegen wurde, wird endlich miteinander kommuniziert. Seit heute ist die Deutsche Bahn bei Twitter.
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Passend zum Jahresanfang verbreitet Ausschnitt, einer der bekannteren PR-Clipping- und Monitoring-Dienstleister, die Mecker-Charts 2010 aus der deutschsprachigen Twitter-Gemeinschaft. Politik und Technik dominieren diese kleine Rangliste aus der digitialen Motzecke. Man sollte sich bei aller Genugtuung während Lesekonsums dieser Top 10 jedoch fragen, ob bei den jeweils genannten Unternehmen überhaupt jemand diese „#fail“-Tweets ernst nimmt oder die kritischen Unkenrufe beachtet?
- Platz 1: Stuttgart21
- Platz 2: Deutsche Bahn
- Platz 3: CDU
- Platz 4: Apple
- Platz 5: FDP
- Platz 6: iPhone
- Platz 7: Twitter
- Platz 8: Fußball WM 2010
- Platz 9: JMStV
- Platz 10: Das Wetter
Das Grundrauschen bei Apple oder dem iPhone ist viel zu gewaltig, als dass hier von zielgerichteter Kritik die Rede sein kann. Twitter selbst ist regelmäßiges Opfer von Ausfällen oder Störungen, so dass ein #fail sehr schnell abgesetzt wird. Auch die Fußball-Tweets bezogen sich gewiss auf vergebene Torchancen und ähnliche spielerische Problemstellungen, und waren dabei eher weniger als ernsthafte Kritik an der D11B gemeint.
Kurzum – die Politik und die offenkundige Unfähigkeit, mit den digitalen Spielmachern mitzumischen, lässt sich als das wahre Opfer bei Twitter erkennen. Man darf bereits spekulieren, ob nicht in naher Zukunft eine Twitter-Zensur (#Zensurtweet) analog zu den gewünschten Netzsperren gefordert wird. Doch im Kern ist und bleibt diese Rangliste leider genauso aussagekräftig und gleichfalls spannend wie das Jugendwort des Jahres: „Niveaulimbo“. :)
Wroommm! Das rummst ordentlich, als würden zwei Züge ineinander krachen. Die Deutsche Bahn AG mahnt Markus Beckedahl von netzpolitik für die Veröffentlichung eines internen Memos zur scharf kritisierten Rasterfahndung ab – und fordert per E-Mail zur Unterlassung.
Ich mutmaße nicht, über die juristische Situation zu urteilen. Doch aus der Sicht zur Information der breiten Öffentlichkeit ist eine Geheimhaltung eines solchen Memos in der heutigen Zeit voller digitaler Euphorie kaum mehr vorstellbar. Besonders die „Spitzelbarone“ der Bahn stellen sich dabei leicht uncool an. Es droht ein Kampf zwischen Rechtsabteilung und PR-Abteilung des Machtinstrumentariums der deutschen Schienen – und beide Abteilungen scheinen im Ansehen der Öffentlichkeit wohl den Kürzeren zu ziehen. Zumindest sucht Markus Beckedahl sehr öffentlichkeitswirksam nach Hilfe und Rat. Im Blog häufen sich die Kommentare und bei Twitter bricht ein kleiner Sturm los. Doch merke: Einfach eine (vertrauliche) E-Mail oder ein Schreiben zu veröffentlichen – nun, das sollte man nicht ohne weiteres machen…




