Mike Schnoor
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Thema Coca Cola

Marketing

Ja, ja, so kann es gehen. Coca Cola sieht sich schweren Vorwürfen gegenüber: Ausbeutung und Verstrickung in Morde in Kolumbien sowie Umweltverschmutzung in Indien. Fast jeder multinationale Konzern scheint irgendwas in seinem Hinterstübchen zu verstecken und sobald die Konsumenten darauf aufmerksam werden, wird es gefährlich. Das größte Problem wird wohl der Imageschaden sein. Immerhin haben sie vielleicht jemanden, bei dem sie sich unter Umständen Rat holen können, nämlich Sony.

Was macht man nur, wenn man vom Verbraucher ertappt und dann auch noch boykottiert wird von einer seiner Hauptzielgruppen? Lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht und wann die nächsten Universitäten und andere Institutionen den Konzern anfangen zu boykottieren. Aber in Deutschland ist sowas ja leider eher unwahrscheinlich, vor allem wenn sich diese Vorwürfe bewahrheiten sollten. [via SpOn]

6. Januar 2006/von Katharina Schnitzer
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Katharina Schnitzer https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Katharina Schnitzer2006-01-06 15:02:442006-01-06 15:38:32Thema Coca Cola

Gar kein Pixel für Kinder

Marketing

Vor wenigen Wochen noch dachten wir alle, die Bild.T-Online Spendenaktion mit dem „Ein Pixel für Kinder“ könnte als plagiatives Erfolgsrezept oder Ideenklau der Million Dollar Homepage funktionieren. Heute wage ich es, den fundamentalen Gegenbeweis zu veröffentlichen:

„Die Erlöse der Aktion werden von Bild.T-Online am 17.Dezember 2005 im Rahmen der großen TV-Gala „Ein Herz für Kinder“ an die Hilfsorganisation übergeben, um bedürftigen Kindern in aller Welt zu helfen.“

Es wurde gehandelt, es wurde akquiriert, es wurden Verträge gemacht und Werbeflächen (Spendenflächen zzgl. Mehrwertsteuer ohne Spendenquittung) verkauft – aber so richtig viel kam dabei nicht heraus.

Magere 54800 Pixel wurden verkauft. Und ob die Bild.T-Online die gesellschaftliche Konsequenz gezogen hat, die traurige Botschaft über die fehlenden (und damit nicht-verkauften) Pixel-Millionen wie groß angekündigt in der TV-Übertragung an die Hilfsorganisation zu übergeben, das bezweifel ich ganz stark. Die Aktion ist vorbei, gestorben, el finito.

Passend zum Thema konstruiert Robert das, was sich meiner Meinung nach als reines Hassregime aller Spammer entpuppen kann: Die Million Dollar Homepage ist ein Spam Netzwerk! Wenn die Bild doch nur ein wenig mehr zwischenverlinkt hätte und auch ein wenig gemeiner währe, würden sie die letzten Pixel auch für mehrere hunderttausend Euro auf eBay verscherbeln, wie es die angehenden Spammer unter der Million Dollar Homepage zu treiben scheinen.

5. Januar 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-01-05 21:19:402006-01-05 21:20:03Gar kein Pixel für Kinder

Warum passiert mir das nicht?

Blogkultur, Marketing

Publicity ist für einige Blog Autoren das Synonym für ihr alltägliches Kerngeschäft im Schreibwahn. Wie auch ich selbst nutzen viele der Autoren die Möglichkeit, mit Anzeige-/Werbediensten (wie Google AdSense) dabei Geld zu verdienen. Der magere und oftmals nicht kostendeckenden Profit wird eingestrichen, und am liebsten hätte man höhere Clickraten um noch mehr Werbeeinnahmen generiert.

Der Werbeblogger und der Shopblogger haben jetzt die ungeteilte nahezu weltweite Aufmerksamkeit erlangt, die man sich für Werbedienste nur wünschen kann. Jedoch nutzen sie ihr Blog als Werbeplattform nicht.

Mit den perversen Rechtswidrigkeiten gegen die staatliche Obrigkeit durch den politischen Aktivismus des Shopbloggers kommt ein Stein ins rollen, der schon lange seit dem Urteil des Hamburger Landgerichtes für die Haftbarkeit von Links gerollt haben sollte. Der Staat schleicht sich in ein Milieu-Medium „Internet“, und möchte einfach mal was weg haben oder etwas dazu erlangen, um die Kompetenzen und Rechtlichkeiten zu wahren. Beim Werbeblogger hingegen wird nur die Erwähnung des Namens „Heidi Klum“ vom Papa geahndet, weil es ja gegen das Markenrecht verstöße und nicht abgesegnet sei.

Meinen Glückwunsch dazu für Björn Harste und Patrick Breitenbach. Würdet ihr noch Werbung dazu schalten, hättet ihr bestimmt einen üblichen Monatsprofit mit einem Blog-Eintrag eingestrichen. ;)

5. Januar 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-01-05 10:26:052006-01-05 10:26:05Warum passiert mir das nicht?

Flickr gives me reason for treason!

Marketing

I have received the following mail concerning my latest problem: Flickr has deleted my account. Of course I had some questions and wondered what happened, nevertheless I wrote a kind email and asked why this happened. The following was the reply from Flickr’s support:

Hi Mike,

Your account was deleted for a violation of the Flickr
Terms of Use. As Flickr is a site for sharing your photos,
posting copyrighted images, graphics, cartoons, stuff culled
from the web and other non-photo type images is
inappropriate.

I can restore your account name to you at this time, but
please check the Terms of Use carefully before proceeding
with your account.

http://www.flickr.com/terms.gne

You can sign in from http://www.flickr.com/signin/flickr
and enter your email address (***) and the
password „***“

Regards,
Ana

Alright, so my images were apparently inappropiate or included some copyrighted material. Of course I do not want this, and I do not want to violate any terms of use. Actually, I wrote a kind email back to them as seen below.

Reply to Flickr
Dear Ana,

>Your account was deleted for a violation of the Flickr
>Terms of Use. As Flickr is a site for sharing your photos,
>posting copyrighted images, graphics, cartoons, stuff culled
>from the web and other non-photo type images is
>inappropriate.

I have read through the ToU and do indeed wonder which of the few images I have created on Flickr have actually violated the ToU.

1. The photos include three screenshots from ingame graphics for the „World of Warcraft“ game. This is a free usable feature and Blizzard (the game creators) has encouraged people to make screenshots.

2. The other photo is based on one of my personal emails which I have received including a special offer for the above mentoined game.

3. The last photo is a selfmade photo collage of my university and a statement.

As I may add, according to the Wikipedia, a screenshot is the following:
„A screenshot, screen dump, or screen capture is an image taken by the computer to record the visible items on the monitor or another visual output device. Usually this is a digital image taken by the host operating system or software running on the computer device, but it can also mean when a capture is made by an external device such as a camera or something intercepting the video output of the computer.“
In fact, screenshots are digital images, which resemble photos in the same way. What I see in my personal email box is being documented by myself in a screenshot and shared with other people whenever I want as it is my right to do this.

In the end, I have not seen a single copyright violation. Further, screenshots are not graphics or cartoons, but they may include such as part of the screenshot. On top of this, the images are not culled off from any web source and are not used as design-elements in some website layout.

I am open to this matter, and have no problem in trying to solve the entire issue with you. However, it would have been nice to inform me about problematic images as it is a more nicer measurement for handling customer care services. What if I would have signed up for a Pro-Account and paid Flickr? Would you handle this case different? I’m very interested in your answers and our further dialogue.

Best regards,
Mike Schnoor

8. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-08 11:47:432005-12-08 11:47:43Flickr gives me reason for treason!

Ein Pixel für Kinder

Marketing

Momentan thematisiere ich „Deutschland“ und „Deutsche“ in meinen Blog-Einträgen. Komisch irgendwie, aber es ist doch so passend. Warum? Nun, gegen den Deutschen herrschen ja zahlreiche Vorurteile, und eines davon ist ja, dass der Deutsche entweder knauserig ist oder spendabel. Wo genau die jeweilige Ausrichtung hinpendelt, sehen wir zur Zeit bei der Spendenaktion von Bild.

Anscheinend spenden die Deutschen wohl nicht so gerne, wenn es dafür keine richtige Quittung gibt. Das Selbstwertgefühl der inneren Bestätigung seines Befriedigungsverhältnisses der Annerkennung… kurz – ohne die Spendenquittung tun wir uns doch schwer, oder nicht? So löblich es ist, für Kinder eine Werbeanzeige zu kaufen, die leider keine Spendengutschrift aber Mehrwertsteuer mit sich bringt – so schlecht scheint das Geschäft zu laufen.

Bis heute hat sich seit der Entdeckung dieses Ideenklaus von vergangener Woche nicht viel getan. Die großen Sponsoren sind bisher noch ausgeblieben, und so beläuft sich die gespendete Summe auf insgesamt 45800 Euro zzgl. 7328 Euro Mehrwertsteuer. Findige Unternehmen setzen das natürlich von der Steuer ab…

Ob sich da nun noch was tut, und ob die Marketingabteilung der Bild.T-Online sich noch bis Weihnachten den einen oder anderen Braten unter’s Messer legt? Die Million ist noch weit entfernt…

7. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-07 13:13:092005-12-07 13:13:09Ein Pixel für Kinder

Endlich: WuV per RSS

Marketing

Meine Gebete wurden erhört, denn seit meiner Mail vom 31. Oktober diesen Jahres hat sich an der Webseite von Werben&Verkaufen (www.wuv.de) etwas geändert. Auf meine damalige Anfrage, ob w&v nicht auch einen RSS Feed anbieten würde, erklärte mir Herr Schaller von der „Webmaster Online-Technik“ noch, dass es nur einen sogenannten „Newsfeed“ geben würde. Dieser Service beinhaltete die Einbindung der gebrandeten Nachrichtenschlagzeilen von w&v auf der eigenen Webseite, jedoch interessierte es mich damals nicht.

Heute aber, nach einem erneuten (regelmäßigen) Besuch der w&v Webseite, erblickte ich einen wunderschönen Button in leuchtendem Orange mit dem Schriftzug „RSS News“. Yes! Und dazu gibt es auch einen Podcast! Alle weiteren Informationen finden sich unter der zentralen Feeddistributionsseite. Danke, dass ihr auf den Zug aufgesprungen seid!

7. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-07 12:55:442005-12-07 12:55:44Endlich: WuV per RSS

Weg mit Kevin

Marketing

Ach ja, da war doch was?! Die Kinderschokolade wurde kürzlich erst schockgeredesigned (tolles Wort), und in Klein-Bloggersdorf ließen sich einige wie auch ich zu dem Thema ergibig aus. Seit kurzem gibt es, wie Volker in einem Kommentar anmerkte, die Petition gegen das neue Gesicht: Weg mit Kevin!

Beteiligt euch liebe Leser und „petitiert“! Die alte Schokolade soll bleiben, oder gefälligst gereredesigned werden. Schließlich gibt es wieder die Ahoj-Brause – und eventuell gibt es bald wieder Treets und keine M&Ms mehr, wenn Kevin wieder zum Günther wird.

5. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-05 11:29:502005-12-05 11:31:12Weg mit Kevin

Ideenklau bei Bild.T-Online

Blogkultur, Marketing

Unter dem Motto „Ein-Pixel-für-Kinder“ startet seit heute läuft seit dem 21. November eine neue Kampagne von Bild.T-Online. Ziel des Ganzen ist es, die hauseigene Spenden-Aktion anzukurbeln. Dies geschieht mit Werbeflächen von 10×10 Pixeln zum Preis von 1 Euro pro Pixel, die für jeden Kunden erkäuflich sind – zuzüglich Mehrwertsteuer.


(Screenshot zum Vergleich kombiniert – man betrachte die kleine „Eigenwerbung“ bei der TMDH im Gegensatz zu der gewaltigen Headergrafik bei Bild.T-Online)

Meiner Meinung nach ist das eine ganz einfache Kopie des Prinzips der „The Million Dollar Homepage„, bei der ebenfalls jedes verfügbare Pixel zu einer größeren Pixeloberfläche von 10×10 Pixeln als Werbefläche verkauft werden. Es sieht genauso aus, es ist kopiert, es ist geklaut. Wenn der Betreiber der ursprünglichen Webseite ein entsprechendes Patent auf seine Idee angemeldet hat, kommt es für Bild.T-Online noch ganz dicke. Ob Tim aber auf einen Rechtsstreit gegen eine karikative Aktion wert legt, bezweifel ich. So kann Bild.T-Online ja noch mal mit einem blauen Auge davon kommen und für die Kinder sammeln. Schade, dass Bild.T-Online nicht wenigstens irgendwo auf seiner Webseite darüber berichten kann, dass schon jemand anders die Idee seit ein wenig längerer Zeit schon erfolgreich betrieben hat.

1. Dezember 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-12-01 10:53:592005-12-01 13:17:51Ideenklau bei Bild.T-Online

Verschlüsseltes Satelliten-TV: Rückschritt oder Vorpreschen?

Marketing, Medien

Neulich saßen wir noch unter Studierenden zusammen und scherzten über das Pay TV Programm, welches ja im Prinzip kein Zusatznutzen für den ehrlichen Fernsehzuschauer sei, der seine Sendungen entweder auf DVD (legal oder illegal) oder aus dem frei verfügbaren Programm bezieht. Mit wiederverwerteten Sendungen kann kein Reizpotential beim Konsumenten genutzt werden. Und wenige Tage später wird man mit der folgenden Nachricht nahezu erschlagen. Aber zu Anfang ein kleiner Exkurs über Deutschland in seiner naher Zukunft:

„Klein Erna sitzt zu Hause, anstatt in der Schule zu sein. Sie greift emotional-bedingt zu der Fernsehbedienung, um das Fernsehgerät anzuschalten. Wie auf Kommando zappt die kleine von Kanal 1 bis 4, um endlich den Vormittag mit ein wenig geistigem Smalltalk der unteren Bevölkerungsschicht zu versüßen. Doch sie erkennt nur ein schwarzweisses Rauschen, schlägt auf den Fernseher, zappt weiter, nur um zahlreiche andere TV Sender mit dem gleichen Rauschen zu finden. Was ist blos los? Warum ist der Satellit ausgefallen? Aber die öffentlich-rechtlichen Sender, die man ja eh nur wahrgenommen hat, sind noch erreichbar. Haben sie das Programm etwa bewusst abgeschaltet? Ab heute sind die Privaten „Free-TV“ Sender nicht mehr frei verfügbar. Die Welt bricht hier für Klein Erna zusammen, weil die Eltern keinen Kabelanschluss haben, und nicht bereit sind, für die Verdummung des Mädchens die teuren Pay-Free-TV Angebote erkaufen möchten.“

Seit kurzem stehen die größeren Senderfamilien, die RTL Group und ProSiebenSat.1, mit dem Satellitenbetreiber SES Astra über eine Verschlüsselung ihrer Programme in Verhandlung. Anscheinend benötigen viele Zuschauer ein eigenes Zusatzgerät zur Entschlüsselung des Sendesignals, mit welchen eine zusätzliche Gebühr für den Konsumenten verbunden ist. Jedoch dementierte ProSiebenSat.1 den Bericht der FAZ am heutigen Morgen, und RTL lässt einen noch spekulieren. Es passt ja zur Masche von RTL.

Die 4,5 Millionen der betroffenen Zuschauer sind aber ein wichtiger Partizipant am Umsatzgenerator „Werbung“, mit dem sich die Privaten üblicherweise finanzieren. Insbesondere durch die Werbung, Sponsoring oder andere werbemarkt-relevante Aktionen kommt das Geld in die Kasse der „Free-TV“ Sender. Aber anscheinend ist es nie genug, besonders im Hinblick auf die vergangenen Zeiten hat sich jedoch eines geändert: Die Werbewirtschaft zahlt nicht mehr astronomische Summen an die TV Sender wie damals

Die Wirtschaft, die schon seit geraumer Zeit an den Säulen des Werbemarktes rüttelt, wird den Wegfall eines solchen Zielpublikums gewiss nicht ohne Kürzungen hinnehmen. Weniger Rezipienten bedeutet eine Marktschrumpfung, die den werbenden Unternehmen einen Wegfall des bisherigen Absatzmarktes über das Medium TV beschert. Die privaten Sender können diesen Verlust keinesfalls über eine Gebühr für die Satelliten-TV-Nutzung auffangen. Dieses finanzielle Disaster ist also nur eine theoretische Möglichkeit – die Wirtschaft wird es nicht hinnehmen.

Warum sollte sie es auch? Wenn ich mit meiner Werbung entsprechend weniger Rezipienten ansprechen kann, zahle ich auch weniger und werde vom bisherigen Preisniveau abweichen. Was dann mit den TV Sendern passiert, kann mir doch als Waschmittelhersteller egal sein.

Nebenbei gab es damals in der Verlagslandschaft auch vor wenigen Jahren (Monaten) den Trend zum „Premium Content„. Wer mit der Webseite keine Werbeeinnahmen erzielen konnte, schaltete kurzerhand einen Großteil der bisher frei verfügbaren Services ab und belohnte die Leser mit „Content Abonnements„, um ein weiteres Erlösmodell zu erstärken. Jedoch lehnte es die Mehrheit der Internet Nutzer ab, für die belanglosen Nachrichten des lokalen Zeitungsmarktes noch Geld zu zahlen, wenn ein Käseblatt direkt auf dem Tisch liegt, aber man gerne den Content im Internet aufbereitet nutzen wollte.

Dies wird auch mit den privaten TV Senderfamilien passieren: Die 4.5 Millionen Zuschauer werden sich überlegen, ob sie die Zusatzbox kaufen oder lieber auf das schmale Angebot, was fern von kulturgüterlichem Charakter ist, mit einer weiteren Gebühr bezahlen möchten. Die Präferenzen der Betroffenen, so wie ich es prognostiziere, wird sich eher auf eine Konzentration im digital terrestrischen TV verlagern. Der Zusatznutzen dieses medialen Angebotes ist weitaus höher, als ein mit zusätzlichen Kosten verbundenes Recycling der überaus frei verfügbaren Inhalte jemals bieten kann.

Die Erwägung, für die Rezipienten des Fernsehprogrammes eine Satelliten-Gebühr zu verlangen, ist demnach eher ein Rückschritt anstatt einer zukunftsweisenden Idee. Mir fiel auch Herr Knüwer auf, der sich ebenfalls so seine Gedanken zum Desperate Mediamanager macht.

30. November 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-11-30 11:31:162006-02-06 21:43:56Verschlüsseltes Satelliten-TV: Rückschritt oder Vorpreschen?

Google für 4,99€

Marketing

Zu allererst habe ich ein wenig stutzig geschaut, aber der Fischmarkt fragt sich, ob das Publikum für die Nutzung von Google zahlen würde. Ausgegangen wurde von einem Preis von 5 Dollar bei 37signals, was einem meistens einfach aufbringbaren Betrag pro Monat entspräche.

Foto vom Fischmarkt (bisher ohne Genehmigung)

Wer kann sich das aber leisten?
Für ein Unternehmen ist dies sicherlich ein erschwinglicher Preis, um die Mitarbeiter tatkräftig zu unterstützen, jedoch für Einzelpersonen ist dies ein wenig zu teuer. In meinem Haushalt nutze nicht nur ich das WLAN mit nur einem PC, sondern wir haben unsere zwei Laptops und den stationären PC. Zusätzlich gibt es auch Bekannte und Verwandte, die bei Gelegenheiten wie dem gegenseitigen Computerspielen oder bei akademischen Arbeiten gerne und häufig das Netz über unser WLAN durchforsten.

Sollte der Preis sich aber pro Nase binden, und nicht von einer Gruppe der Konsumenten genutzt werden können, wendet man sich eher von der Idee ab, für sein tägliches Googling Geld zu blechen. Jedoch wenn die Familie also, was meine Freundin und sämtliche Besucher unseres Haushaltes einschließt, das vorerst fiktionale Angebot „Google für 4,99€“ unter einem Account nutzen dürfen, kommt es schon in Frage, sich darüber Gedanken zu machen, für einen Service diese Pauschalpreispolitik mitzumachen.

Was ist das für ein Produkt?
Ob ein damit verbessertes Produkt auf dem Markt ist, oder doch nur das alte in einer neuen Verpackung, ist fraglich! Neu ist an dem Produkt Google nichts, der existierende Service wird nur verteuert angeboten und ist nicht mehr frei erhältlich. Google würde nur ein altes Produkt (in neuem Gewand und Preis) anbieten, auf einem Markt, der an sich alt ist. Diese Marktdurchdringung haben sie aber schon hinbekommen durch Implementierung von zahlender Kundschaft in die Google Service Reihe – Werbung, AdWords, AdSense, Ad ad ad ad!

Wo ist denn hier die Diversifikationsbildung?
Sobald ich für etwas bezahle, sehe ich die Notwendigkeit für Premium Content. Das wäre für Google ein neues Produkt auf einem neuen Markt, der sich wie eine weite Wiese voll frischem Grün ebnen würde. Bei einer Suchmaschine wie Google bedeutet dies, dass der Service von Google sich insoweit vom aktuellen Angebot unterscheiden muss, dass der Suchindex keinesfalls die Inhalte in der Art und Weise anbietet wie bisher gängig:

  • Echte Ergebnisse
    …ich möchte keine vorgefertigten Seiten vorfinden, bei denen zahlende Kunden in den ersten 3-4 Ergebnissen der Suchergebnis-Seite auftauchen, relevante Inhalte aber nicht auftauchen.
  • Werbung Adé
    …sämtliche AdWord Angebote oder ähnliches gehören ab dann woanders hin.
  • Seriösität
    …unseriösen Kram wie Pornoanbieter oder Linkfarmen will ich auch nicht mehr sehen.
  • Deep Web
    …ist der Schwachpunkt von Google, und ohne die Referenzen des Deep Web bringt Google nichts.

Das Geld, wovon sich Google all die schönen Services für seine User leistet, würde wegfallen und niemals von einer Pauschaulgebühr von einer Hand voll Dollars oder Euro gedeckt werden. Mit diesen Denkansätzen schließe ich das Thema um „Google für 4,99€“. Die Anforderungen an ein so innovatives Suchmaschinenprodukt sind zu hoch, um sie mit dem bisherigen Google zu erfüllen. Das einzige, was sich Google leisten kann ist eine weitere Marktdurchdringung mit seinem Suchsystem.

10. November 2005/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2005-11-10 16:49:052005-11-10 16:49:05Google für 4,99€
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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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