Ganze 44,6 Milliarden Dollar ist Microsoft das weltweite Internetunternehmen Yahoo wert. Damit bläst Microsoft nach dem Griff zu Facebook endgültig zum Angriff auf Google. Die Zusammenlegung von Microsoft und Yahoo soll im zweiten Halbjahr 2008 vollzogen sein. Microsoft posaunte erst kürzlich seine Gewinnspanne aus, während Yahoo von Gewinneinbrüchen erzählen musste.

Ich befürchte durch den Zusammenschluss beider Unternehmen, dass insbesondere der gemeine kleine Internetnutzer auf der Strecke bleiben wird. Viele Web 2.0 Portale wie z.B. Flickr oder Mybloglog sind bereits nur unter dem Yahoo-Anmelderhythmus nutzbar, und Microsoft ist in den Augen vieler als ebenbürtiger Datenkrake zu Google gesehen. Spaß bringt das Thema aber allemal, denn jeder darf jetzt wieder wie wild losschreiben und in alle Richtungen um sich hauen. Dass höchstwahrscheinlich mehere tausend Stellen von dem Zusammenschluss betroffen sind, sehen dabei die wenigsten. Ich bin gespannt, ob es ein entsprechendes Watch-Blog zu beiden Unternehmen geben wird…

4 Kommentare
  1. Thomas sagte:

    Wenn die zusammen eine ebenbürtige Suchmaschine auf die Beine stellen können, dann hat es wenigstens etwas Positives. Leider läuft es auch darauf hinaus, dass zwei Datenkraken das Internet dominieren. Dadurch wird es aber endgültig mehr Bestrebungen geben, Alternativen auf die Beine zu stellen. Vielleicht ruft es den Herrn Sarkozy auf den Plan, doch noch etwas aus der europäischen Suchmaschine zu machen. Oder es kommt sowas wie eine Open-Source-Allianz Mozilla+Wikipedia+Wikia+ua.

  2. Mathias sagte:

    @Mike:

    Du hast ja die kostenfreien Portale Yahoo´s angesprochen. Mich würde in der Tat sehr interessieren, was MS denn mit diesen Applikationen vor hat.

    Werden die zu Gunsten der bei Microsoft bestehenden Dienste abgeschaltet,oder verleibt man sich die Dienste einfach ein und sucht sich das jeweils Beste zusammen? Kann das überhaupt funktionieren?

    Viele der Nutzer werden doch nach Alternativen suchen! Wer will schon zu Microsoft? Viele haben sich doch extra bei Yahoo angemeldet um MS zu entgehen.

    Egal was passiert, es bleibt spannend. Möglicherweise müssen ja auch die Kartellbehörden erstmal zustimmen…

  3. Michael sagte:

    Generell finde ich es gut wenn G Konkurrenz bekommt die auf Augenhöhe spielt. Allerdings bezieht sich das hauptsächlich auf die Suche. Wenn die größten Web2.0 Projekte in den Händen von nur zwei Playern sind wäre das sehr schlecht. Dabei sollte man auch Facebook nicht vergessen, MS hat dort schon den Fuß in der Tür.

  4. Mike Schnoor sagte:

    Es ist halt immer wieder ein Fall für die Zukunft – wie wird Microsoft und Yahoo (Schlagwort „MicroHoo“) die Welt von Morgen verändern? Und machen das die Nutzer überhaupt mit? Von Microsoft halten viele wenig, man ist leider nur darauf i.d.R. angewiesen. Wer also zu Yahoo gegangen ist, ja genau – der hat jetzt bei Flickr richtig viel Spaß, wenn der MSN Passport (bzw. das, was grade aktuell von denen entwickelt wurde) als erneute Umstellung auf einen zu kommt.

    Konkurrenz auf dem Markt belebt den Markt, aber wenn sich aus G vs MS vs Y vs 5 andere ein G vs MSY vs 5 andere ergibt, haben es die kleineren Anbieter noch schwerer als zuvor. Wenn sich die drei größten gestritten haben, wird nun der Kampf nur noch von zweien ausgetragen. Hurra :)

    Die OpenSource Variante als Suchmaschine ist natürlich eine spannende Entwicklung, aber irgendwann brauchen die auch Geld und Werbebanner und Sponsoring wird Einzug halten. Doch OpenSource ist halt nicht alles – Microsoft, Yahoo und auch Google haben so viele Tools eingekauft oder mal selbst entwickelt, die wir täglich (unbewusst) nutzen, dass man doch ohne sie nicht wirklich zurecht kommt – zumindest die Mehrheit aller Internetnutzer sind ja keine Geeks oder anti-fraktionsaversierte User…

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