Wie bei heise nachzulesen ist der Beauftragte für Kultur und Medien, Bernd Neumann, für eine komplette Liberalisierung der Werbezeiten im Fernsehprogramm. Zwar lehnt er die Produktplatzierungen ab, doch mit der Novellierung (PDF) der EU Fernsehrichtlinie sieht er sich in Zugzwang:

Wenn die derzeitigen starren Beschränkungen bei der Werbezeit auf 12 Minuten je Stunde und das grundsätzliche Verbot, Einzelwerbespots zu senden, nicht abgeschafft oder zumindest abgemildert werden, sehe ich unsere Rundfunkveranstalter im Wettbewerb mit den Abrufdiensten als erheblich benachteiligt an.

Gewiss ist die starre Regulierung des Fernsehmarktes sinnvoll, wenn man damit den Zuschauer vor einem Dauerwerbeprogramm zu schützen versucht. Doch der Wegfall dieser gesetzlichen Bestimmungen und die Zuwendung zu dem Medienunternehmen selbst scheint wie eine durch Lobbyismus gestärkte Aktion auszusehen. Aber wer von uns schaut dann noch in die Glotze, wenn man sich das personalisierte Programm von über das Internet zeitlich und räumlich unabhängigen Dienstleistern beziehen kann?

1 Antwort
  1. Boris sagte:

    Er lehnt Produktplatzierungen ab? Und was gucke ich dann im Privatfernsehen in Zukunft zwischen den geregelten Werbeblöcken?

    Aber generell sollten sich Medienbeauftragte, von welcher Lobby auch immer „beauftragt“, mal etwas mehr ums Fernsehprogramm selbst kümmern und nicht um das, was den Fernsehbetreibern das Wichtigste ist: die Werbung.

    Vielleicht klappts dann ja auch mal mit den Zuschauern?

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