Die vor wenigen Jahren stark grassierende Werbeform von PopUps sind mittlerweile durch einfache Einstellungen in einem Webbrowser zu unterbinden. Zumindest in den neuesten Browsern gibt es die Möglichkeit, bei der Installation einen Popup-Blocker zu aktivieren, damit man nicht auf irgendwelche Schandtaten der Popups hereinfällt oder in einer endlosen Popup-Öffne-Schleife feststeckt.

Doch das größte Problem ist bis dato nicht mehr das Popup oder einfache Werbeanzeigen, die man ja sowieso gut ignorieren kann. Es ist vielmehr das Werbelayer bzw. Layer-Ad, welches nachträglich in eine Webseite über JavaScript und/oder CSS eingebunden wird. Oftmals sind keine echten „Schließen“ Buttons integriert, so dass man wirklich nur mit einem Klick auf das Angebot weiter kommt. Nun aber gibt es den ultimativen Layer-Killer, der bisher nur für Firefox auf dem Markt ist: Layerblock kann als Extension im Browser integriert werden und zumindest bei den auffälligen Werbelayern funktioniert es! Es ist also gut für die einen, die wirklich selbst kontrollieren wollen, wie sie Werbung konsumieren. Aber es ist schlecht für diejenigen, die diese Werbelayer wie Spam als Geschwür einsetzen… wobei ich ja ehrlich gestehen muss, dass ich zumindest ein Weblog mit solchen Werbeformen nicht im geringsten auch nur beachten würde. Layer-Ads sind out! [via Dr. Web Weblog]

6 Kommentare
  1. Boris sagte:

    Gut zu wissen, dass es zur Not so etwas gibt. Im Moment behelfe ich mir noch völlig ausreichend mit dem normalen Adblock und einigermaßen geschickter „Verallgemeinerung“ der Werbe-URIs.

  2. Mike Schnoor sagte:

    Gewiss gibt es immer ein Zusatzprogramm, doch ich bin kein Fan davon – wenn, dann bevorzuge ich doch lieber etwas „browserinternes“ wie ein Extension. Aber was meinst Du mit „Verallgemeinerung“?

  3. marketing-blog.biz sagte:

    In oder out? Ich muß zugeben, dass ich mich selbst schon mit dem Thema beschäftigt habe. Warum? Weil mein Kollege, der Wortführer, vor einiger Zeit einen Beitrag mit dem Titel „One Night in Paris“ geschrieben hat und nun alltäglich bzw. allnächtlich hunderte von Surfern auf der Suche nach „Paris Hilton free download porn“ oder ähnlichem bei uns hereinschneien, etwa 0 – 5 Sekunden bleiben und sich dann aufmachen um anderswo ihr Glück zu suchen.
    Jetzt frage ich mal: Was wäre schändlich daran, dieser Zielgruppe einen Layer (mit welcher Produktwerbung auch immer) anzubieten?

  4. Mike Schnoor sagte:

    Persönlich finde ich es einfach nur nervig, wenn ich a) aus meinen Bookmarks direkt, b) durch ebenfalls direkte Eingabe der URL in der Adresszeile im Browser oder c) das Klicken auf einen Eintrag innerhalb eines RSS-Feeds auf eine Webseite gelange, in der mir diese Layer-Ads präsentiert werden. Ich hatte schließlich einen guten Grund gehabt, die Webseite zu besuchen… wegen des Inhaltes, weil er mich interessiert.

    Differenziere ich zwischen Inhaltsfunktion und Unterhaltungsfunktion (zwei schöne Formulierungen), dann muss ich für Inhalte eine Qualität anbieten, die im Zuge einer Unterhaltungsfunktion jedoch kann ich den User reizen und ihm etwas präsentieren, was er auch nach einem extra Klick immer noch haben will – das wäre ja sowas wie der Paris Hilton Porno. In so einem Segment, was nicht der reinen Information in Bezug auf Nachrichten, sondern für die Unterhaltung des Users an Relevanz gewinnt, na ist das dann nicht eher eine Frage nach Landing-Pages für Suchmaschinen-Besucher?

  5. marketing-blog.biz sagte:

    2 wirklich schöne Formulierungen. Wobei ich festhalten möchte, dass beim Verfassen des Beitrags die Inhaltsfunktion im Vordergrund stand.
    Und jetzt habe ich nochmal nachgeguckt. Hätte ich für jeden Aufruf eben jener Seite 1 Cent für irgendeinen Layer erhalten, wäre ich nun schon ca. 70 Euro reicher. Käme ich dann noch auf die Idee irgendwelchen Content zu Pamela Anderson und Konsorten mit einem Zusatz wie „nackich“ zu verfassen, könnte glatt ein Geschäftsmodell draus werden.
    Aber – ich finds ja auch entsetzlich nervig.

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  1. […] Update 25. Juli siehe auch: Dr.Weblog:Weg mit Werbelayern und MikeSchnoor.com:Kampf dem Werbelayer. Alle Artikel zu:Editorial , Internet , Werbeblocker […]

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