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	<title>Mike Schnoor &#187; PR</title>
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	<description>Social Media, Public Relations, Marketing, Kommunikation und Medien aus Köln</description>
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		<title>Heineken mit einer Facebook Dating App: Ein offener Brief an Charlotte</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Charlotte, das &#8220;Du&#8221; ist normalerweise in der PR-Branche nicht sofort normal, aber in diesem Fall bei uns beiden sehe ich einmal dar&#252;ber hinweg. Nach dem ausf&#252;hrlichen Lesen deiner E-Mail und der beiliegenden Pressemeldung f&#228;llt mir besonders in Verbindung zu eurem Kunden Heineken auf, dass eine Facebook App zwecks Dating und &#228;hnlicher kuscheliger Momentaufnahmen, gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Charlotte,</p>
<p>das &#8220;Du&#8221; ist normalerweise in der PR-Branche nicht sofort normal, aber in diesem Fall bei uns beiden sehe ich einmal dar&#252;ber hinweg. Nach dem ausf&#252;hrlichen Lesen deiner E-Mail und der beiliegenden Pressemeldung f&#228;llt mir besonders in Verbindung zu eurem Kunden Heineken auf, dass eine Facebook App zwecks Dating und &#228;hnlicher kuscheliger Momentaufnahmen, gerade im Vorfeld zum Valentinstag von einer Brauerei irgendwie charmant, aber zugleich irritierend her&#252;berkommt. F&#252;r mich als erfahrener PR-Mensch, geb&#252;rtiger Flensburger (Pils), gl&#252;cklicher Ehemann und Vater von zwei Kindern, wirkt diese kommunikative Situation einfach nur herausfordernd. Gewiss habt ihr diese rudiment&#228;ren Basisinfos zu meiner Person nebst meinen Interessensgebieten ja bereits recherchiert&#8230;<br />
<span id="more-4058"></span></p>
<h3>Dating App mit dem Bier danach?</h3>
<p>Also &#8220;Butter bei die Fische&#8221; &#8211; reden wir doch einfach einmal Tacheles. Klar, in dem Fall deiner Pressemeldung geht es eindeutig um die Bewerbung der Facebook App &#8220;Serenade&#8221; zum Valentinstag, die zum Dating gedacht ist, aber damit auch zum &#8220;Liebe machen&#8221; einl&#228;dt. Vielleicht obliege ich nun einer Sinnest&#228;uschung, doch wenn eine App f&#252;r mehr als nur soziale Interaktion unter Freunden, quasi unter dem Vorzeichen von Dating steht, k&#246;nnte dies mit Alkohol entsprechend proaktive Kontaktaufnahmen befl&#252;geln. Schlie&#223;lich ist und bleibt Heineken ein alkoholhaltiges Getr&#228;nk. Die &#8220;freie&#8221; Variante mit nahezu 0,0 Promille z&#228;hlt in der Hinsicht nicht. </p>
<p>Gewiss, das jeweilige Objekt der Begierde namens Liebling oder Schatzi wird &#252;ber die App einen zusammengest&#252;ckelten Song gem&#228;&#223; der Vorauswahl des Nutzers auf die eigene Facebook-Wall erhalten. Soll als potenzielles Kampagnenziel dieser werblichen Aktion &#252;ber das sozialen Netzwerk quer mit PR noch am Ende vielleicht ein durch Heineken betrunkenes Liebespaar ihre Fotos dieser &#8220;<a href="https://apps.facebook.com/heinekenserenade/">Serenade</a>&#8221; im Netz teilen? Ich wei&#223; es nicht, und hoffe nicht auf das Potenzial f&#252;r mehr. <strong>Dating und Alkohol &#8211; dabei k&#246;nnen auch Kinder entstehen.</strong> Ja, und jetzt? Vielleicht danach doch das Bier mit dem Feuerzeug &#246;ffnen?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/59247791@N08/5505367854/"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/02/heineken2.jpg" TITLE="Supersymbolfoto: Heineken Beer_02 by rob_rob2001 | CC Licence http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en"></a></p>
<h3>Wirkung in Reinform</h3>
<p><strong>Zumindest wirkt das Produkt in Natura wesentlich positiver</strong>. Wenn es alleine f&#252;r sich steht, ohne dieses Dating und ohne eine App. Schlie&#223;lich haben viele Mitb&#252;rger hohe Erwartungen und eine klare Wertvorstellung beim Gedanken an dieses bew&#228;hrte Volksgetr&#228;nk. Wenn schon, denn schon &#8211; dann hilft dieser unnahbar einfache Katalysator, das Produkt in Reinform, den wahren Erfolg der Blogger-PR loszutreten. </p>
<p>Wenn ich an Blogger PR denke, was eure Agentur ja auch mit dieser Kommunikationskampagne bewirken und bezwecken m&#246;chte, kommt mir vielmehr ein Kasten des kommunikativ beworbenen Gerstensafts in den Sinn. Oder zumindest ein kleines Sixpack Heineken kommt wesentlich attraktiver her&#252;ber als das reine Presseschreiben. Ein &#228;hnliches Konzept f&#252;r Social Media verfolgte k&#252;rzlich eine der gr&#246;&#223;ten Handelsketten in Europa &#8211; ein voller Erfolg auf ganzer Linie, wie <a href="http://mikeschnoor.com/2011/12/04/social-media-fur-profis-weinverkostung-von-metro-fuhrt-in-den-genusshimmel/">dieser verlinkte Artikel mit meinen Eindr&#252;cken</a> beweist. Ein folgerichtiges Paket zur Produktpromotion von Heineken h&#228;tte einen hohen Anreiz, um &#252;ber Heineken noch weit intensiver und ausf&#252;hrlicher zu schreiben. Apps kommen und gehen, aber der Geschmack bleibt h&#228;ngen &#8211; und bei Heineken k&#246;nnte man den Bogen spannen und behaupten: Bier wirkt.</p>
<h3>Warnung vor dem Phishing-Link</h3>
<p>Kollegial wie ich bin, weise ich auch gerne darauf hin, dass neben dem reinen Pressetext und den Dateianh&#228;ngen in deiner Mail ein Link zu finden war, welcher zu weiterf&#252;hrenden Hintergrundinformationen auf einem niederl&#228;ndischen Webserver mit einem Promovideo f&#252;hrte. Der Link wirkte nicht nur befremdlich, nein, von einer marktf&#252;hrenden Antiviren-Software wurde der <strong>Link auf den Presseserver als Phishing-Link identifiziert</strong>. Das kann nat&#252;rlich immer mal vorkommen. Ich hoffe, es wird mir nie passieren.</p>
<h3>Lass uns doch einfach einmal reden?</h3>
<p>Doch genug der Worte. Darf ich das Gespr&#228;ch anbieten, quasi den Dialog offerieren? Oder noch besser &#8211; ich schreibe gleich dar&#252;ber in meinem Medium, meinem Blog. Dein Schreiben h&#228;nge ich in gek&#252;rzter Fassung mit bei. Insgeheim w&#252;rde ich mich nat&#252;rlich schon daf&#252;r interessieren, wie eingangs in meinem offenen Brief hier erw&#228;hnt, weshalb ihr auf mich in eurem Verteiler-Matching f&#252;r Heineken kamt? <strong>Nicht, dass ich einem Sixpack auf dem Postwege abgeneigt w&#228;re&#8230;</strong></p>
<p>Ich freue mich! Schlie&#223;lich sind wir ja schon per Du&#8230;  ;)</p>
<p>Beste Gr&#252;&#223;e<br />
Mike</p>
<blockquote><p><strong>Am 03.02.2012 12:34, schrieb Charlotte:</strong><br />
<em>Lieber Mike Schnoor,</p>
<p>wir hatten bisher noch keinen Kontakt, ich hoffe das &#8220;Du&#8221; ist an dieser Stelle ok.<br />
Ich w&#252;rde Dir mit dieser Mail gerne ein neues Thema von unserem Kunden Heineken vorstellen bei dem ich glaube, dass es f&#252;r dein Medium interessant sein k&#246;nnte.<br />
Vielleicht st&#246;&#223;t es auf Interesse, was mich sehr freuen w&#252;rde.<br />
Ich freue ich mich sehr &#252;ber Deine R&#252;ckmeldung.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Charlotte</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pressemeldungen &#8211; Eine Anleitung zur kommunikativen Gr&#228;tsche</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2012/01/31/pressemeldungen-eine-anleitung-zur-kommunikativen-gratsche/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeden Tag trudeln in meinem E-Mail-Postfach diverse Pressemitteilungen ein. Daf&#252;r habe ich mich ganz bewusst entschieden, um mich als PR-Mensch immer &#252;ber den Markt und die Wettbewerber informiert zu halten. Doch manche Texte kann und m&#246;chte ich nicht mehr lesen. Es widert mich f&#246;rmlich an. Die wahren Perlen dieser Pressemeldungen m&#246;chte ich gerne hier vorstellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Tag trudeln in meinem E-Mail-Postfach diverse Pressemitteilungen ein. Daf&#252;r habe ich mich ganz bewusst entschieden, um mich als PR-Mensch immer &#252;ber den Markt und die Wettbewerber informiert zu halten. Doch manche Texte kann und m&#246;chte ich nicht mehr lesen. Es widert mich f&#246;rmlich an. Die wahren Perlen dieser Pressemeldungen m&#246;chte ich gerne hier vorstellen, auch mit einer Bastelanleitung der Marke Eigenbau zum Selbsttexten.<br />
<span id="more-4044"></span><br />
Ein wirklicher Mehrwert entsteht bei diesen Texten wohl kaum. Jeder Journalist wird bei diesen ersten S&#228;tzen den Kopf sch&#252;tteln. Gewiss muss man als PRler das eine oder andere Mal sich selbst &#252;ber den Klee loben. Auch ich neige derweil dazu, dieses Prozedere auszu&#252;ben. Doch ein solches Muster m&#246;chte ich in der Kommunikation h&#246;chst ungerne anwenden und hoffe, dass ich k&#252;nftig nicht dazu gezwungen sein muss, mein eigenes Muster anzuwenden, um Kommunikation zu betreiben.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/dm-set/3721351367/"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/01/argh2.jpg" TITLE="Supersymbolfoto: (190/365) ARGH! by Sarah G / dm-set | CC Licence http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"></a></p>
<h3>Baustein 1 &#8211; Die Headline (und die Sublines)</h3>
<blockquote><p>[Firmenname] [kooperiert / fusioniert / arbeitet zusammen] mit [Firmenname]</p>
<p>[Firmenname] [lanciert / stellt vor / f&#252;hrt ein / k&#252;ndigt an] [Produktname] in [Absatzmarkt]</p></blockquote>
<p>Ok, soweit so gut, das ist und bleibt einfach. Viel kann man nicht falsch machen, wenn man den Schwerpunkt nicht auf informelle Attraktivit&#228;t der wenigen Worte setzt. <strong>Eyecatcher und geistige Filter trotzen dem Texter.</strong> Einen ge&#252;bten PR-Redundanzler wird diese Warnung ziemlich kalt lassen. Doch auf solche spektakul&#228;ren Wortfetzen  folgt das so unglaublich typische Prozedere der international agierenden Public Relations, dass mir mittlerweile sehr negativ auff&#228;llt. Ich kann es nicht mehr lesen, sehen, h&#246;ren. Woher dieser Bockmist kommen mag, sei recht einfach erkl&#228;rt: Diese Pressemeldungen entstehen in fein s&#228;uberlicher Arbeit in &#220;bersee. Amerika ist der gr&#246;&#223;te Hort, die unersch&#246;pfliche Quelle textlicher Worth&#252;lsen und verbaler Bleiw&#252;ste. Aufgepasst!</p>
<h3>Baustein 2 &#8211; Der erste Absatz</h3>
<blockquote><p>[Firmenname], [eine Firma / ein Unternehmen], [die / das] auf [wichtiges Teilsegment eines einzelnen Nischenzweiges der gesamten Wertsch&#246;pfungskette] spezialisiert ist, gibt [heute / am TT.MM.JJJJ] die [Ver&#246;ffentlichung von Produktname / Kooperation mit Unternehmensname / oder etwas sehr wichtiges] bekannt.</p>
<p>[Firmenname und Firmenname] freuen sich,  [heute / am TT.MM.JJJJ] verk&#252;nden zu d&#252;rfen, dass damit [irgendein Meilenstein erreicht wird] und [Auswirkungen f&#252;r das wichtige Teilsegment eines einzelnen Nischenzweigs noch optimaler f&#252;r die Kunden der Firmen verlaufen und damit &#228;u&#223;erst wichtige Vorteile mit sich bringen werden].</p>
<p>[Firmenname], [ein f&#252;hrendes Unternehmen / der f&#252;hrende Anbieter / der Marktf&#252;hrer] in [wichtigem Spezialgebiet f&#252;r Unternehmen], hat eine neue Version seiner [wichtige beschreibende Worth&#252;lsen, m&#246;glichst drei St&#252;ck hintereinander] [Produktname Produktversion] f&#252;r [Kunden / Unternehmen / Nutzer] vorgestellt.</p>
<p>[Firmenname], [ein f&#252;hrendes Unternehmen / der f&#252;hrende Anbieter / der Marktf&#252;hrer]  von [Technologien f&#252;r irgendeinen Zweck], mit deren [Hilfe / Einsatz] die [Kunden / Unternehmen / Nutzer / wer auch immer] die [wichtige beschreibende Worth&#252;lse oder Kunstbegriff] von [wichtiges Teilsegment eines einzelnen Nischenzweigs] [verbessern / optimieren / l&#246;sen] und [Problemfall / Nachteile] [senken / minimieren / reduzieren] k&#246;nnen, k&#252;ndigte heute die neueste Version seiner [Produktname] an.
</p></blockquote>
<p>Kommunikation gepr&#228;gt von Einheits&#252;bersetzerbrei. So m&#246;chten international aufgestellte Unternehmen offensichtlich &#252;ber internationale Presseverteilerportale und -dienste ihre Botschaften verbreiten. <strong>Schn&#246;de, langweilig, immer einheitlich.</strong> Solche Pressemeldungen sind in ihrer Grundsystematik total amerikanisiert und konform mit der Weltanschauung, in der die USA den Mittelpunkt der Erde darstellen.</p>
<h3>Baustein 3&#8230; und zum Abschluss?</h3>
<p>Man erahnt an dieser Stelle, wie solidarisch die einzelnen Passagen ineinander finden. Harmonie und Charme wird so direkt, gar unvermittelt mit weiteren Worth&#252;lsen angereichert, dass man gar keinen Zerst&#228;uber f&#252;r dieses pr&#228;gende PR-Parf&#252;m ben&#246;tigt, sondern einfach nur den Feuerwehrschlauch aufdrehen m&#246;chte. <strong>Wasser marsch! AbgesPRitzt?</strong></p>
<p>Was danach folgt, kann relativ einfach aufgesetzt werden. Zuerst ganz elit&#228;r ein Baustein zum Produkt selbst, danach ein nettes Zitat des wichtigen CxO sowie ein anreicherndes Zitat des optional erforderlichen Partners. Gerne auch &#252;ber den Partner einen relevanten Absatz, sowie &#252;ber das hauseigene Unternehmen selbst. Besondere PR-Fetischisten verschwenden dann sehr viel Zeit, noch die Marktf&#252;hrerschaft zu erkl&#228;ren. Wiederum andere PR-Zeitgenossen erw&#228;hnen gerne weitere wichtige Dinge oder stellen eine Liste &#252;ber Funktionen zusammen, die wirklich nur ein absoluter Experte verstehen wird. </p>
<p>Abgerundet wird dieses so innovative PR-Rezept, an welchem sich unz&#228;hlige &#220;bersetzer und PR-Menschen aus &#220;bersee bedienen, durch einen ganz normalen Abbinder &#8211; die Boilerplate darf nat&#252;rlich nicht fehlen. Im besten Fall wird auch hier erneut quer durch den Kakao gewatet und jedes Register gezogen, um bestm&#246;glich im Licht der Sonne zu stehen. </p>
<p>Aber nehmt euch eines zu Herzen mit euren Pressemitteilungen: Verbrennt euch bitte nicht! Ich w&#252;nsche daher meinen Lesern an dieser Stelle viel Freude und m&#246;chte zugleich ungeniert fragen: <strong>M&#252;sst ihr auch solche Texte verfassen, verbreiten und mit eurem Namen als Absender kennzeichnen?</strong></p>
<p><strong>Abschlie&#223;ender Hinweis:</strong> Insgeheim m&#246;chte ich betonen, dass mich der Beitrag von <a href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/01/10/jahr-der-ungewoehnlichen-formulierung/">Kerstin Hoffmann</a> zu den ungew&#246;hnlichen Formulierungen, die man irgendwie nicht mehr in diesem Jahr sehen m&#246;chte, durchaus zum Nachdenken brachte. Auch bitte ich die jeweiligen Branchenvertreter um Nachsicht, aber irgendwer, wenn nicht gar ich selbst als PR-Mensch, musste mal den Mut besitzen, sich dar&#252;ber auszulassen. Danke!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Facebook und die Social-Media-Dialog-Rookies von der Deutschen Bahn</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2011/12/07/facebook-und-die-social-media-dialog-rookies-von-der-deutschen-bahn/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 14:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[F&#252;r knapp ein halbes Jahr d&#252;rfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, W&#252;nschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r knapp ein halbes Jahr d&#252;rfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, W&#252;nschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live geschaltet werden. Zu diesem Anlass lud die Deutsche Bahn zusammen mit der PR-Agentur <a href="http://www.talkabout.de/">Talkabout</a>  zu ersten Hintergrundgespr&#228;chen nach K&#246;ln ein. Das Ergebnis m&#246;chte ich nat&#252;rlich nicht vorenthalten&#8230;<br />
<span id="more-3975"></span><br />
Ich habe mich bereits als experimentierfreudiger Bahnfan geoutet. Kein Wunder, dass ich als Lokalpatriot in K&#246;ln und vielfahrender Pendler die Informationen gen&#252;sslich aufsauge. Ein komplettes Infopaket in Form einer klassischen (downloadbaren) Pressemappe hielt <a href="http://twitter.com/talkabout">Mirko Lange</a> f&#252;r uns am vergangenen Montag bereit. Gemeinsam mit <a href="http://twitter.com/widget68">Daniel Backhaus</a>, Svea Ra&#223;mus und Jens K&#252;pper trafen wir uns zu dem unverbindlichen Abendessen, an dem neben mir auch <a href="http://twitter.com/hobbbes">Sascha H&#252;sing</a>, <a href="http://twitter.com/karrierebibel">Jochen Mai</a>, <a href="http://twitter.com/basicthinking">J&#252;rgen Vielmeier</a> und <a href="http://twitter.com/pr_doktor">Kerstin Hoffmann</a> teilnahmen.</p>
<p>W&#228;hrend des Gespr&#228;ches erfuhren wir in einem informativen Moment die Neuerungen. Das Projekt <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a> bei Twitter scheint von Erfolg gekr&#246;nt zu sein. Demnach soll sich f&#252;r den Kundendialog insbesondere bei Facebook und dem gesamten Ausbau des Servicesangebots deutlich mehr tun:</p>
<ul>
<li>Zentrales Element des Facebook-Auftritts ist das Dialogangebot auf der Pinnwand</li>
<li>Die Bahn will damit einen weiteren einfachen und schnellen Kontaktkanal des Personenverkehrs der Deutschen Bahn im Social Web schaffen</li>
<li>Beantwortet werden Fragen zu allen Services und Angeboten des Personenverkehrs</li>
<li>User mit Fragen zu anderen Themen werden an die entsprechenden Ansprechpartner verwiesen</li>
<li>Die Pr&#228;senzen auf Facebook und Twitter werden durch das gleiche Dialogteam betreut</li>
<li><strong>Neue &#214;ffnungszeiten</strong>: Mo – Fr von 06 – 22 Uhr und Sa – So von 10 – 22 Uhr</li>
</ul>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/bahn_fb.png" alt="" title="bahn_fb" width="660" height="685" class="alignnone size-full wp-image-3980" /></p>
<h3>Erweitertes Angebot speziell f&#252;r Facebook</h3>
<p>Auch wird es auf der <a href="https://www.facebook.com/dbbahn">Facebook-Seite</a> diverse Ticket-Aktionen geben, die sich vom einstigen Experiment mit dem &#8220;Chefticket&#8221; unterscheiden sollen. Ferner plant die Bahn saisonale Specials und Aktionen anhand von Coupons und Gewinnspielen. F&#252;r Facebook sollen insbesondere Kundeninformation zu aktuellen Bahnthemen inklusive St&#246;rungsmeldungen bereit gestellt werden, wie man es bei Twitter im eigenen Kanal @DB_Info bereits zu gen&#252;ge kennt. Auch konzentriert man die Social Media Aktivit&#228;ten &#252;bersichtlich bei Facebook, um eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Die Erweiterung der &#214;ffnungszeiten ist meiner Meinung nach die wesentliche Komponente, um das illustre Kommunikationserlebnis mit der Deutschen Bahn weiter zum Erfolg zu f&#252;hren.</p>
<h3>Was lag uns am Herzen?</h3>
<p>Wir wollten mehr erfahren und ein wenig die &#8220;Bahn zum Anfassen&#8221; erleben. Das ist auch sehr gelungen. So hatten wir uns f&#252;r die eigentlichen Mitarbeiter interessiert, die t&#228;glich unsere Anfragen abarbeiten. Der Prozess dahinter hat es in sich: Wie eine Art Fail-Safe-System nimmt ein Mitarbeiter die Anfragen bei Twitter auf und schreibt dazu eine m&#246;glichst passende Antwort, sofern eine Antwort auch von N&#246;ten ist. Daraufhin pr&#252;ft ein &#8220;Empathie&#8221;-Mitarbeiter die Tonalit&#228;t und Antwort, um noch so geringf&#252;gige Fehler zu vermeiden. Dem Kunden soll somit die m&#246;glichst optimale Antwort zuteil werden, doch in manchen F&#228;llen bei dem eingefleischten Pro-User-Kundenstamm k&#246;nnte man auch diesen empathischen Teil weglassen. Das Team hat sich schlie&#223;lich weiter entwickelt.</p>
<h3>Rookies zu echten Profis</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/daniel_backhaus_224_168.jpg" alt="" title="daniel_backhaus_224_168" width="224" height="168" class="alignright" />&#8220;<em>Damals waren das &#8216;Social-Media-Dialog-Rookies&#8217; – und zumindest was die 140 Zeichen angeht, haben die sich zu echten Profis gemausert</em>&#8220;, deutet Daniel Backhaus, Mitinitiator des Social Media Managements bei DB Vertrieb, die Lernkurve der Mitarbeiter. Das kann ich pers&#246;nlich auch anhand meines t&#228;glichen Kommunikationsbedarfs mit @DB_Bahn best&#228;tigen. Auch Svea Ra&#223;mus, ihres Zeichens neue Teamleiterin Social Media Management bei DB Vertrieb, betont, dass  Service und Dialog bei Facebook im Prinzip wie auf Twitter als ganz klassischer Kundendialog wie im Callcenter oder im Reisezentrum stattfinden soll.</p>
<h3>Krisenfester Launchtermin?</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/svea_rassmus_224_168.jpg" title="Svea Rassmus" width="224" height="168" class="alignleft" />Dennoch machte die Wahl des Launchtermins f&#252;r die Facebook Website w&#228;hrend des Gespr&#228;chs mehrfach die Runde. W&#228;hrend zum Start des Twitter-Kanals der offene und direkte Dialog gew&#228;hlt wurde, wird es nur wenige Tage nach dem Start bei Facebook g&#228;nzlich schwierigere Fragen zu den neuen Preisen geben. Die Preis&#228;nderung sorgte bereits im Vorfeld zur Einf&#252;hrung ab 10. Dezember zu sehr deutlicher Kritik seitens der Kunden. Ob und wie die Deutsche Bahn, dessen Team von acht auf zw&#246;lf Mitarbeiter im Bereich Social Media aufgestockt wurde, hierbei Pluspunkte sammeln kann, wird am offenen Herzen in aller &#214;ffentlichkeit bei Facebook ausdiskutiert werden.</p>
<h3>Die k&#252;mmern sich um mich</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/maik_schwelm_224_168.jpg" title="Maik Schwelm" width="224" height="168" class="alignright" />Immerhin sieht Maik Schwelm, einer der Social Media Agents, wie die Bahn ihre speziellen Kundenkontakter und Seelenhelfer bei Twitter und k&#252;nftig bei Facebook bezeichnet, den Dialog mit uns Kunden als positives Momentum. Schwelm ist es wichtig, &#8220;<em>dass wir einen guten Draht zu unseren Kunden haben. Dass die Leute verstehen: Da sind welche, die k&#252;mmern sich um mich, mit denen kann ich ganz locker reden, und von denen bekomme ich verl&#228;ssliche Antworten.</em>&#8221; </p>
<h3>Warum auch nicht?</h3>
<p>Ich w&#228;re zutiefst entt&#228;uscht, wenn man den zahlenden Kunden nicht ernst nehmen w&#252;rde. Ich danke f&#252;r meinen Teil f&#252;r das kontinuierliche und k&#252;nftig erweiterte digitale Serviceangebot und die Insights zum Kundendialog der Deutschen Bahn. Dennoch glaube ich, dass ich eher nicht zur Zielgruppe der Bahnfans bei Facebook geh&#246;ren werde. Daf&#252;r nutze ich doch lieber Twitter, zumal mir nicht jeder in meinen Pro-Diskussion dort so einfach wie bei einer Fanpage per Kommentar mitmischen kann. Daher viel Erfolg f&#252;r den morgigen Launch! Und wer mehr wissen m&#246;chte, wird <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/hintergrundinfos-facebook.shtml">hier bestens</a> bedient&#8230; :)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Social Media f&#252;r Profis: Weinverkostung von METRO f&#252;hrt in den Genusshimmel</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 19:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weinliebhaber finden sich im Internet relativ schnell. Sie lesen einschl&#228;gige Blogs und Foren, beteiligten sich in Communities und bewerten die eine oder andere Geschmacksnote in Online-Shops. W&#252;rden diese Weinkenner und vielleicht auch nicht ganz hundertprozentige Experten sich zu einer Weinverkostung &#252;berreden lassen, wenn diese vor der Kamera live und in Farbe via Google+ Hangout durchgef&#252;hrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weinliebhaber finden sich im Internet relativ schnell. Sie lesen einschl&#228;gige Blogs und Foren, beteiligten sich in Communities und bewerten die eine oder andere Geschmacksnote in Online-Shops. W&#252;rden diese Weinkenner und vielleicht auch nicht ganz hundertprozentige Experten sich zu einer Weinverkostung &#252;berreden lassen, wenn diese vor der Kamera live und in Farbe via Google+ Hangout durchgef&#252;hrt wird? Ich nahm vor wenigen Tagen an genau diesem Experiment der <a href="http://www.metro24.de/">METRO Cash &#038; Carry Deutschland</a> teil. Mit teils wildfremden, aber vertrauten Bekannten aus der digitalen Szene erlebte ich die Weinprobe der ganz anderen Art.<br />
<span id="more-3905"></span></p>
<h3>Wein in Gesellschaft und Wirtschaft</h3>
<p>Doch einen Moment noch. Warum schreibe ich neuerdings &#252;ber Wein? Die Antwort begr&#252;nde ich zweifach. Einerseits habe ich ein ganz pers&#246;nliches Interesse an dem Thema. Nat&#252;rlich z&#228;hle ich zu den Menschen, die einen guten Tropfen, gerne einen Schluck und manches Mal nicht nur ein Glas, sondern sehr gerne eine Flasche von gutem Wein zum gemeinsamen Abendessen oder zur Verkostung genie&#223;en. Andererseits bestehen berechtigte <a href="http://www.vinexpo.com/">wirtschaftliche Interessen</a> am veredelten Traubensaft. Trotz einer &#228;u&#223;erst schlechten Ernte liegt Deutschland mit 6,9 Millionen Hektolitern im Jahr 2010 auf dem zehnten Platz der weltweit gr&#246;&#223;ten Weinerzeuger. Im Jahr 2008 konsumierten die Bundesb&#252;rger pro Kopf durchschnittlich 24,14 Liter Wein. Nach den letzten Sch&#228;tzungen soll sich allein der Umsatz der <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/73350/umfrage/wein-umsatz-im-deutschen-weinexport/">deutschen Weinexport</a> in 2010 auf rund 355 Millionen Euro belaufen haben. Die Deutschen sind ihren heimischen Weinen <a href="http://www.forium.de/redaktion/nur-jeder-zehnte-bundesbuerger-mag-deutschen-wein/">nicht treu</a> und nur jeder zehnte Bundesb&#252;rger mag deutschen Wein, dennoch achten die <a href="http://www.financial.de/news/wirtschaftsnachrichten/weinkonsumenten-kaufen-gunstiger-ein/">deutschen Verbraucher</a> sehr stark auf den Preis. Wein ist ein gesellschaftlicher Trend, insbesondere f&#252;r den Mittelstand ein relevanter Wirtschaftsfaktor und nicht nur wegen des Geschmacks erfreut sich Wein einer eingeschworenen Fangemeinde. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/IMG_0073_660.jpg" alt="Weinverkostung mit METRO" title="Weinverkostung mit METRO" width="660" height="660" /></p>
<h3>Aufruf zur Weinverkostung per Blog</h3>
<p>Diese Liebhaber, Kenner, Experten und auch so manche Amateure gilt es im Sinne der Markenf&#252;hrung f&#252;r sich zu erobern. Ein ganz normaler Prozess, wie er jeden Tag rund um die Uhr stattfindet &#8211; durch Werbung und &#228;hnliche Aktionen. Daher empfinde ich das Social Web Experiment von der METRO ziemlich genial: Die Grundidee, einfach wildfremde Menschen zu einer Weinverkostung per Google+ Hangout einzuladen, hat definitiv Potenzial zur absoluten Fanbindung mit Kultfaktor. Im Vorfeld durften sich interessierte Teilnehmer &#252;ber das <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25409">METRO Genussblog</a> f&#252;r die Weinverkostung anmelden. Dem Aufruf folgten verschiedene Akteure, indem sie einen freischaffenden Kommentar hinterlie&#223;en. Die meisten der sich dort anmeldenden Teilnehmer waren zudem  auch im Social Web und teils im Leben au&#223;erhalb der digitalen Welt untereinander bekannt, was letztendlich das Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl w&#228;hrend der sp&#228;teren Weinverkostung im Google+ Hangout verst&#228;rken sollte. So erhielten wir Teilnehmer ein sch&#246;nes Paket mit vier verschiedenen Weinen, jeweils zwei Rotweine und zwei Wei&#223;weine, die am darauffolgenden Montag live vor der Webcam probiert werden sollten. Als Teilnehmer und damit plakative Protagonisten erhielten wir diese Pakete nat&#252;rlich kostenfrei, und wer m&#246;chte, kann sich diese auch selbst bei <a href="http://www.metro-wein.de/">METRO-Wein.de</a> nachbestellen.</p>
<h3>Weinverkostung im Internet &#8211; geht das?</h3>
<p>Funktioniert das &#252;berhaupt, die typische Weindegustation aus k&#252;hlen Kellerr&#228;umen im kuscheligen Ambiente direkt ins Wohnzimmer von rund zwanzig verschiedenen Menschen zu projizieren? Social Web wie kann im echten Leben wirken &#8211; vielf&#228;ltig und bunt, schrill und laut, aber auch trist, &#246;de und langweilig. Gl&#252;cklicherweise entpuppte sich der Abend eher als heiteres Beisammensein mit so mancher Expertise und ungeahnten Fragen. Den Auftakt machte die Weinprobe des <strong>Riva Leone Gavi 2010</strong> gefolgt von einem <strong>Five Climates Sauvignon Blanc 2011</strong>. Der Sieger der Runde war dabei der Sauvignon Blanc aufgrund der Leichtigkeit im Geschmack und der damit verbundenen Vielseitigkeit f&#252;r den Einsatz zu diversen Gerichten. Zum Einsatz kamen Weingl&#228;ser verschiedenster Sorten, aber so manche Kuriosit&#228;t offenbarte sich dank Wassergl&#228;ser und Longdrinkgl&#228;ser, in denen degustiert wurde. Nach der ersten Verkostung dieser beiden Wei&#223;weine kamen die Roten ins Spiel. Der <strong>Pinotage von Five Climates 2011</strong> hatte das intensivste Geschmackserlebnis f&#252;r die meisten Teilnehmer, der abschlie&#223;ende <strong>Cianti Classico von Villa Brotini 2008</strong> konnte die Teilnehmer nur m&#228;&#223;ig &#252;berzeugen.</p>
<p>Doch neben der alkoholischen und geschmacklichen Vertiefung auf Zunge und Gaumen frohlockten die von METRO bereitgestellten Experten <del datetime="2011-12-07T12:10:18+00:00">Matthias Schwunk</del> <strong>Sébastien Philippe</strong> und <strong>Nils Rathjen</strong> im Videochat &#252;ber die jeweiligen Geschmacksausrichtungen und Unterschiede, die sich in klaren Linien nachempfinden lie&#223;en und dank feiner Nuancen zu einem eindeutigen Unterhaltungserlebnis entwickelten. Die Zur&#252;ckverkostung der Weine brachte g&#228;nzlich andere Gedanken in den geschmacklichen Einklang, so dass viele der Teilnehmer g&#228;nzlich unterschiedliche Empfindungen sp&#252;ren durften. Beim Blick in die Runde auf die &#252;bertragenen Bilder der anderen Teilnehmer best&#228;tigte sich dies sowohl vor der Kamera als auch auf dem Gaumen. Wer h&#228;tte auch gedacht, dass der Sommelier behaupten w&#252;rde, dass zuviel Tanninen sich so auswirken w&#252;rden &#8220;als wenn man in einen Hamster bei&#223;e&#8221;? Das direkte und <strong>unvermittelte Kommunikationserlebnis</strong> genoss ich w&#228;hrend der Weinverkostung und meine Fragen wurden prompt und zuverl&#228;ssig beantwortet, so dass ich mich als potenzieller Kunde bei METRO wohlf&#252;hlte.</p>
<h3>Unternehmen sollen die Kunden befl&#252;gelt</h3>
<p>Zwar mag der <strong>PR-Effekt dieser Aktion relativ gering ausfallen</strong>, jedoch spielt hier die pers&#246;nliche Empfindung aller Teilnehmer in ihren Berichten (wie auch in diesem Text) eine entscheidende Rolle. Nicht im Sinne einer massenhaften Breitenwirkung haben die Medien berichtet, sondern einzelne Menschen, die auch teils gut im Social Web vernetzt sind, haben die Aktion aus Leidenschaft heraus beworben. Diese <strong>hohe Authentizit&#228;t und die einhergehende Transparenz</strong> von METRO im Umgang mit noch so kleinen Zielgruppen in Social Media scheint ein herausragendes Beispiel f&#252;r intelligente Kommunikation und den ber&#252;hmten Kundendialog auf Augenh&#246;he zu sein. Davon kann sich jeder wirklich mehr Beispiele in Deutschland w&#252;nschen.</p>
<p><strong>Mein Fazit</strong>: Genau aus diesem Bauchgef&#252;hl des Wohlf&#252;hlens heraus war diese Weinverkostung eine gelungene Aktion, die einige Leser vom METRO Genussblog wohl nicht so schnell vergessen werden. Lachend, heiter und zugleich professionell entwickelte sich <strong>diese Stunde zu einem charmanten Erlebnis</strong>, von dem sich manch andere Unternehmen mehr als eine Scheibe abschneiden k&#246;nnten. Die Tatsache, dass die Teilnehmerrunde ein bekundetes Interesse an der neuen <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25511">Liquor Lounge</a> im D&#252;sseldorfer METRO und auch an einem &#8220;Meet the Genie&#223;er&#8221;-Treffen mit Weinverkostung auch im wahren Leben hatten, spricht f&#252;r den positiven Effekt dieser <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25536">neuen Idee einer Weinverkostung</a>. Vielen Dank!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Macht Ross Antony neuerdings Werbung f&#252;r easyJet?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 14:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Testimonial]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor etwas mehr als einem Jahr k&#252;ndigte der deutsche PR-Rat an, st&#228;rker gegen Schleichwerbung im Internet vorzugehen. Insbesondere richtete sich die Forderung an Blogger, den Absender der kommunikativen und werblichen Ma&#223;nahmen offenzulegen. Aus aktuellem Anlass kann man bei Facebook, Twitter und MySpace oder per Video sehr gut beobachten, wie Ross Antony, zugleich Prominenter und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwas mehr als einem Jahr k&#252;ndigte der deutsche PR-Rat an, st&#228;rker <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/pr_rat_will_regeln_gegen_schleichwerbung_im_internet">gegen Schleichwerbung</a> im Internet vorzugehen. Insbesondere richtete sich die Forderung an Blogger, den Absender der kommunikativen und werblichen Ma&#223;nahmen offenzulegen. Aus aktuellem Anlass kann man bei <a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland?sk=wall">Facebook</a>, Twitter und MySpace oder per <a href="https://www.facebook.com/video/video.php?v=2389850519057">Video</a> sehr gut beobachten, wie Ross Antony, zugleich Prominenter und auch Blogger, sehr aussagekr&#228;ftig f&#252;r die Fluglinie &#8220;easyJet&#8221;  als Testimonial auftritt. Darf man das? Ich fragte nach&#8230;<br />
<span id="more-3853"></span></p>
<p>Wenn jemand offiziell als Testimonial f&#252;r ein Unternehmen auftritt, spricht nichts dagegen, aber was, wenn keine offizielle Absenderkennung ersichtlich ist? Die verschiedenen Mini-Pr&#228;senzen von easyJet zeigen das Testimonial &#252;ber selbige Social Networks sehr deutlich in einem direktem Bezug zum Unternehmen, wie sich an den verschiedenen Screenshots leicht nachvollziehen l&#228;sst. Gleiches gilt auch f&#252;r das Unternehmen, welches in den einzelnen Online-Pr&#228;senzen von Ross Antony mehr oder weniger effektvoll eingebunden wird.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland/posts/192815460800958"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_easyjet_facebook.png" alt="" title="screenshot_easyjet_facebook" width="600" height="722" class="alignnone size-medium wp-image-3866" /></a></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/rossantonycom/status/75863220400816128"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_twitter_ross.png" alt="" title="screenshot_twitter_ross" class="alignnone size-medium wp-image-3861" /></a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/rossantony/blog/544137940"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_ross_myspace.png" alt="" title="screenshot_ross_myspace"  class="alignnone size-medium wp-image-3862" /></a></p>
<p>Auf eine erste Frage in der offiziellen Facebook Fanpage, ob das Unternehmen mit einem Testimonial werbe oder eben nicht, wurde leicht ausweichend geantwortet. Aber als jemand, der den sehr offenen und transparenten Dialog zwischen Kunden und Unternehmen sch&#228;tzt und lebt, lies mich diese Antwort aufhorchen, so dass ich gestern freundlich um Stellungnahme bis heute Vormittag bat.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Liebes easyJet Deutschland Team, eine ganz einfache Frage wie diese l&#228;sst sich wohl beantworten. Also, ich bitte Sie freundlich bis 10.00 Uhr zum 15. November 2011 um eine offizielle Stellungnahme, warum Sie es nicht best&#228;tigen m&#246;chten, dass Ross Antony ihr offensichtliches Testimonial und scheinbar kein einfacher Fan ist. Danke.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Meine einfache Bitte, bei Facebook konkret zu antworten, wurde jedoch bisher nicht beantwortet. Obwohl Facebook der Kommunikation mit den Nutzern dient, wie sie auch vom Unternehmen bereits in der Fanpage ausgelebt wird, m&#246;chte man sich hier lieber scheinbar ausschweigen? Auf andere Kommentare in Facebook reagiert easyJet und/oder deren betreuende PR-Agentur gem&#228;&#223; der unverbindlichen &#8220;<a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland?sk=app_190435500990432">Hausregeln</a>&#8220;. Werden bewusst einzelne Anfragen zur Stellungnahme ignoriert?</p>
<p>Ich finde das h&#246;chst seltsam. Transparenz, Dialog und Authentizit&#228;t gelten als oberstes Credo der Kommunikationsbranche. Das ganze Spiel mit den Fotos des Testimonials und kleinen Hinweisen zum Unternehmen quer &#252;ber die verschiedenen Portale wirkt in der Konstellation leider wie Schleichwerbung. Geregelt wird Schleichwerbung im Wettbewerbsrecht (§§ 6 Abs.1 Nr.1 TMG, 4 Nr. 3 UWG) sowie in einzelnen Regelwerken der jeweils eingesetzten Onlineportale und Social Networks. Auch in den Nutzungsbedingungen von Facebook werden wahre Angaben gefordert und die Verschleierung von kommerzieller T&#228;tigkeit untersagt, wie ziemlich gut bei <a href="http://spreerecht.de/abmahnung/2011-01/verschleiert-viral-und-illegal-zur-rechtswidrigkeit-von-schleichwerbung">Spreerecht.de</a> insbesondere zum Bereich Social Media nachzulesen ist. Ersetzen wir alleine das Wort &#8220;Blog&#8221;, k&#246;nnte man dies analog (oder digital) f&#252;r jede &#196;u&#223;erung bei Facebook, Twitter oder MySpace werten:</p>
<blockquote><p><em>Tarnung von Werbung als objektive wissenschaftliche, journalistische oder fachliche &#196;u&#223;erung:<br />
Rechtswidrig handelt, wessen Blog [Anmerkung - hier: "<strong>Post</strong>"] den Anschein erweckt, es handelt sich um einen objektiven und unabh&#228;ngigen Beitrag, obwohl dieser tats&#228;chlich gesponsert ist und dazu dient f&#252;r ein bestimmtes Unternehmen zu werben. In diesem Fall muss ein Hinweis auf dieses Sponsoring erfolgen. Das besagt das so genannte “Trennungsgebot”, nach dem redaktionelle Inhalte klar von gesponserten und Werbeinhalten getrennt sein m&#252;ssen.&#8221;</p>
<p>[...]</p>
<p>Verschleierung beim Absatz von Waren oder Dienstleistungen:<br />
T&#228;uscht ein Unternehmer &#252;ber seine Unternehmereigenschaft und gibt vor als Privatperson zu verkaufen, so ist dies rechtswidrig. Dies kann auch unfreiwillig passieren: Selbst wenn eine Privatperson seine Auktionen als “privat” bezeichnet, kann es schnell passieren, dass der Handel [bei eBay] als gewerblich einstuft wird.</em></p></blockquote>
<p>Schon ein starkes St&#252;ck, dass Nutzern die Illusion vorgespielt wird, das betreffende Testimonial w&#252;rde als ganz normaler Fan so intensiv mit den Logos und Produkten des Unternehmens freiwillig sich in Szene setzen lassen. Wenn ein Testimonial in einer klassischen Werbung auftaucht, die als Print-Anzeige, TV-Spot oder Radio-Spot umgesetzt wird, kann beim Bundesb&#252;rger davon ausgegangen werden, dass der werbliche Charakter bewusst ist. Doch die Art und Weise, wie hier bei Facebook, wo insbesondere jugendliche Nutzer den &#8220;Star&#8221; als Testimonial erkennen, sollte unbedingt darauf hingewiesen werden, dass das Testimonial nicht einfach als Fan auftritt, sondern daf&#252;r wom&#246;glich bezahlt wird. Zudem sollten durch monet&#228;re Zuwendungen abgegoltene T&#228;tigkeiten auch angegeben werden &#8211; nicht ohne Grund wird von Bloggern, zu denen Ross Antony ja dank seines namentlich gekennzeichneten Blogs bei MySpace z&#228;hlt, vom Deutschen Rat f&#252;r Public Relations genau diese Offenlegung gefordert.</p>
<p>Unabh&#228;ngig davon hat der Deutsche PR-Rat als Zusammenschluss von DPRG, GPRA, BdP und de&#8217;ge&#8217;pol speziell f&#252;r Verst&#246;&#223;e gegen die PR-Kodizes der Branche eine eigene &#8220;<a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=1">Beschwerdekammer V: Internet</a>&#8221; unter dem Vorsitz von Ulrich Nies in Zusammenarbeit mit Dr. Alexander G&#252;ttler und Helmut von Stackelberg eingerichtet. Vielleicht w&#228;re dies zur Anregung mal ein Fall, mit dem man sich auseinander setzen k&#246;nnte&#8230;?</p>
<p>Der neue Artikel zum Thema seitens <a href="http://spreerecht.de/social-media-2/2011-11/schleichwerbung-auf-easyjets-facebook-fanpage-rechtliche-voraussetzungen-fuer-testimonials">RA Thomas Schwenke</a>  von Spreerecht analysiert fachlich die rechtlichen Herausforderungen zum Thema Schleichwerbung im Internet. Nat&#252;rlich bin ich kein Rechtsexperte, aber ich w&#252;nsche mir als Kommunikator deutlich mehr Transparenz von Unternehmen und/oder ihren Kommunikationsagenturen &#8211; egal ob deutsch oder international. Wenn Werbung, dann bitte richtig und ehrlich. Man kann schlie&#223;lich auch geile, ziemlich geniale Werbung machen, die im Internet wie eine Bombe einschl&#228;gt. Vielen Dank!</p>
<p><center><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/kwM8bQ7Sk-A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Etwas mehr als einen Tag nach der Anfrage, wenige Stunden nach dem Blogpost und dem Aufspringen von zwei Journalisten aus f&#252;hrenden Fach- und Branchenmedien &#228;u&#223;erte sich easyJet Deutschland und/oder ihre PR-Agentur auf unsere Kommentare mit folgendem Statement:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Zwischen easyJet und Ross gibt es eine Kooperation, siehe auch den Link zu seiner MySpace-Seite. Ross wird von uns mit Fl&#252;gen unterst&#252;tzt, weil er ein echter Fan und Vielflieger ist. Schon vor unserer Zusammenarbeit ist Ross oft mit easyJet geflogen, da seine Pension &#252;ber Gatwick so gut zu erreichen ist. Wir entschuldigen uns, wenn die Kooperation zwischen Ross und uns bislang nicht deutlich wurde.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wie sch&#246;n, dass der Dialog endlich funktioniert. An anderer Stelle wurde bereits offenkundig bei Facebook in den Kommentaren gefragt, ob Ross Antony ein Testimonial w&#228;re, und diese Anfrage wollte bislang offensichtlich niemand best&#228;tigen. M&#252;ssen erst Meinungsf&#252;hrer im Social Web und Journalisten direkt bei dem Unternehmen anfragen, damit Nutzer mehr wissen? Wie hatte sich easyJet denn bitte gedacht, bei Facebook transparent, authentisch und glaubw&#252;rdig aufzutreten?</p>
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		<title>Ein Bericht: Der mit der Bahn twittert&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 07:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich t&#228;glich gut eine Stunde in einem der Z&#252;ge zwischen K&#246;ln und D&#252;sseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Fr&#252;h oder zur Sto&#223;zeit gegen Feierabend erlebe ich dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich t&#228;glich gut eine Stunde in einem der Z&#252;ge zwischen K&#246;ln und D&#252;sseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Fr&#252;h oder zur Sto&#223;zeit gegen Feierabend erlebe ich dabei viele Dinge, finde aber kaum Zeit, um sie vollumf&#228;nglich aufzuschreiben. Anstatt Zeit zu verschwenden, schreibe ich in nur 140 Zeichen ganz direkt &#252;ber nahezu alles, was mich bei den Fahrten bewegt. Das Sch&#246;ne ist: Ich habe Mut zur L&#252;cke und lasse jeden daran teilhaben &#8211; ganz simpel und einfach bei Twitter.<br />
<span id="more-3818"></span></p>
<h3>Wie es dazu kam&#8230;</h3>
<p>Eigentlich bin ich kein Bahnfahrer, sondern ein ausgesprochen aktiver Autofahrer. Doch mit der neuen beruflichen Herausforderung in D&#252;sseldorf kam die logistische Komponente mit ins Spiel. Nach einer einfachen Berechnung aller Vor und Nachteile war das Auto im Weg und verursachte viel zu hohe Kosten. </p>
<p>Ich entschied mich, die t&#228;gliche Reiseroute direkt mit dem Schienenverkehr anzugehen. Mehr Zeit f&#252;r mich, ein wenig zur&#252;cklehnen und entspannen am fr&#252;hen Morgen, bevor es professionell ans Werk geht. Die R&#252;ckfahrt endet nicht im Stau, sondern ebenso geschmeidig mit der Bahn und den Stadtbahnen in K&#246;ln bis kurz vor die Haust&#252;r. Was ergab sich mehr, als &#252;ber das Mobiltelefon im Kontakt mit der lebendigen Au&#223;enwelt zu stehen und mich mit den Followern <a href="http://twitter.com/mikeschnoor">in meiner Timeline</a> zu unterhalten? Die ersten Tage, Wochen und Monate waren gepr&#228;gt von dem Ritual der Kommunikation, sich mit den Followern auszutauschen oder einfach nur die Timeline mitzulesen. Was soll man sonst gro&#223;artiges als Pendler machen? </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahncover.png" class="center"></p>
<h3>Ein Twitter-Experiment?</h3>
<p>Doch vor wenigen Monaten erhielt ich eine Einladung, dass ich an einem ersten Experiment der Deutschen Bahn bei Twitter teilnehmen durfte. Im Sinne des Zielgruppenmatchings hatte ich wohl die notwendigen Voraussetzungen &#8211; zugleich als digitaler Influencer im Social Web und als Vielfahrer der Bahn. Die PR-Info war insgesamt ganz gut und lockte mich an, aber brachte mich nicht dazu, die Pressemeldung im Blog zu ver&#246;ffentlichen oder mehr als nur einmal mein Lob f&#252;r den Service der Deutschen Bahn auszusprechen. Ich wollte einfach mehr erleben und ein wenig die Grenzen austesten, die der Gro&#223;konzern mit diesem Schritt in die digitalen Sph&#228;ren mit seinen Kunden wagen wollte. <strong>Nein, austesten passt nicht, vielmehr wollte ich etwas ausreizen und vorantreiben.</strong></p>
<h3>Langfristiges Engagement als wahre Herausforderung</h3>
<p>Nach den &#252;blichen Zuginfos zu fragen oder im gegens&#228;tzlichen Verhaltenskodex die typischen Verbalgr&#228;tschen unter der G&#252;rtellinie zu verteilen, so wie manche Reisende es gerne machen, schloss ich grunds&#228;tzlich f&#252;r mein kleines Experiment aus. Schlie&#223;lich wollte und will ich mehr als nur ein Verhalten an den Tag legen, das wie eine Eintagsfliege ein &#228;u&#223;erst kurzes Dasein in der Belanglosigkeit fristet. </p>
<p>Mich sachlich zu verhalten und gleichzeitig herausfordernd, aber auch als Kunde provozierend genug aufzutreten &#8211; das war mir von Anfang an wichtig, sobald ich mit den Mitarbeitern der Bahn kommunizierte und von meinen Problemen und kleinen Sorgen berichtete. Diese Menschen leisten wertvolle Arbeit und bem&#252;hen sich, die Probleme ihrer Kunden in nur wenigen Zeichen zu l&#246;sen. Ich bedanke mich f&#252;r den nimmerm&#252;den Aktionismus von Torsten, Norman, Kai, Janice, Maik, Melanie, Jana und Christian im Twitter-Serviceteam von <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a>. </p>
<p>Echte Menschen &#8211; also wagte ich doch ein wenig mehr, lehnte mich aus dem Fenster und beschloss insgeheim: <strong>Ich betreibe ein unnachgiebiges Experiment.</strong> Quasi eine Langzeitstudie im stillen K&#228;mmerlein, sprich Bahnabteil oder Gro&#223;raumwagen. Schlie&#223;lich betreibt die @DB_Bahn einen Servicekanal &#252;ber Twitter, den ich nahezu restlos, manchmal schamlos, aber immer respektvoll anschreiben kann, wenn mir irgendetwas bei meiner Pendlerreise auff&#228;llt. Was sollte mich also davon abhalten, einfach Gas zu geben und das Twitter-Serviceteam zu fordern?</p>
<h3>Spa&#223; an der Kommunikation</h3>
<p>Dieses kleine Experiment, wie ich es gerne bezeichnen m&#246;chte, besitzt f&#252;r mich sogar ein wenig mehr Tragweite, als nur rein oberfl&#228;chlich der Bahn ein paar Hinweise auf Probleme zu liefern und um L&#246;sungen zu bitten sowie den Servicecharakter des Konzerns herauszufordern. Nein, dem regen Treiben liegt auch keine statistischen Empirie zugrunde, vielmehr jedoch der emotionale Drang zu beweisen, dass zu viel Kommunikation f&#252;r ein Unternehmen nicht immer die optimale L&#246;sung darstellen muss, aber auf der anderen Seite den einzelnen Kunden gl&#252;cklich machen kann. Zweischneidiges Schwert und so.</p>
<p>Ja, ich provoziere mit Nichtigkeiten und erwarte als zahlender Kunde das <strong>Feedback, das mir schlie&#223;lich jeder Social Media Berater vom blauen Himmel quer &#252;ber den gr&#252;nen Klee lobt</strong>: hohe Aufmerksamkeit, ausgesprochene Dialogf&#228;higkeit, aktive Kommunikation und &#228;u&#223;erste Transparenz. Anfangs vereinzelt, sp&#228;ter etwas mehr, und mittlerweile im Dauertakt. Warum? Weil es mir als Kunde unglaublich Spa&#223; macht, als Premium-Bahnfan mit der Bahn zu kommunizieren. Und weil ein hoher Nutzungsgrad diese neuen Jobs von einem Twitter-Serviceteam sichern kann und das Unternehmen und die verantwortlichen Mitarbeiter in ihrem Handeln sowie ihren Entscheidungen durchaus best&#228;tigen kann. Da muss man auch fair sein und die Leistung anerkennen und die Grundnahrung liefern, um die Legitimation des geplanten Twitter-Experiments zu untermauern.</p>
<h3>Was mir gef&#228;llt, gef&#228;llt aber nicht allen&#8230;</h3>
<p>Ich kann nicht in die K&#246;pfe der Bahnmitarbeiter denken, aber manche Zeitgenossen bei Twitter, denen ich bisher und auch teils immer noch gerne folgte und folge, legten ungeahnte Reaktionen an den Tag. <strong>Nicht jeden konnte ich von meinem Vorhaben begeistern. Aber so spielt das Leben.</strong> Gemessen an meinen Followern beobachte ich teils pure Ablehnung, blankes Entsetzen oder leichten Hohn. Manchmal auch volle Zustimmung und anscheinend unterhalte ich dank meiner Diskussionen mit der Deutschen Bahn auch den einen oder anderen Follower. Hier einige Beispiele quer durch die Reihen und per Zufall auserw&#228;hlt, quasi als reaktion&#228;res Potpourri:</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/Pendlomator/status/106971429534318593"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_01.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/sinnundverstand/status/108429142160187392"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_02.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/RalphPfister/status/108454032670068737"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_03.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/senorf/status/108446504636784640"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_04.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/berufspolemiker/status/108480898114125824"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_05.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/pramesan/status/108427105964015616"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_06.png" class="center"></a></p>
<h3>Experiment der Sinne</h3>
<p>Schon lustig, wie sich viele belustigen k&#246;nnen und einzelne Zeitgenossen eine leichte Feindseeligkeit entgegen bringen. Nat&#252;rlich teste ich die Schmerzgrenze derer, die mir zuh&#246;ren wollen. Keine tollen Links und wichtige Infos hole ich ans Tageslicht, die rund um PR oder Social Media anzusiedeln sind. Nein, ich nutze Social Media bei Twitter und die gesamte Kommunikation so, wie jeder wichtige Experte es verlangt: <strong>Social Media wie es mir als Kunde gef&#228;llt &#8211; ja, ich bin dabei ein Risikofaktor.</strong> </p>
<p>Mir unverst&#228;ndlich sind ablehnende Reaktionen auf mein Vorgehen seitens mancher Social Media Experten, Social Media Berater oder Social Media Manager, die wie erw&#228;hnt den gr&#252;nen Klee &#228;hnlich der G&#228;nse zur Produktion von Foie gras in sich hineinpumpen m&#252;ssen, um ihr eigenes Unternehmen oder ihre individualisierte Strategie zu inszenieren, jedoch alles andere scheinbar nicht akzeptieren k&#246;nnen oder wollen. Nun gut, es gibt Zeitgenossen, die sind einfach noch nicht reif, den Titel eines Social Media Verantwortlichen zu tragen und gleichzeitig dem Titel gerecht zu werden, aber so spielt das Leben</p>
<p>Ich finde es pers&#246;nlich nur prickelnd, dass manche wichtige Leute, die kritischen Stimmen, sich &#252;ber so banale Dinge wie die Kommunikation eines anderen, also damit w&#228;re ich gemeint, aufregen m&#252;ssen. Ich nutze Twitter f&#252;r mich, nicht f&#252;r andere. Wer mir folgt, der muss halt damit leben und zurechtkommen, wie ich twittere. Dazu z&#228;hlt auch mein Kommunikationsverhalten mit der Bahn &#8211; Social Media im Expertenmodus als Experiment der Sinne.</p>
<h3>Kommunikation im Social Web braucht viel Verst&#228;ndnis</h3>
<p>Die illustre Runde an Followern, die mich daf&#252;r kritisierte, dass ich mit der Bahn kommuniziere wie es mir gef&#228;llt, zeigt einfach nur, dass dieser Kreis allesamt nicht verstanden hat, was die Bahn wohl nahezu perfekt verstanden hat. Durch meine pers&#246;nliches Experiment, um auszutesten, ob Social Media wirklich so funktioniert, wie es immer funktionieren sollte und mir ein wenig Spa&#223; bringt, kann ich mit Fug und Recht behaupten: <strong>Die Deutsche Bahn macht bei Twitter alles richtig!</strong> </p>
<p>Die Mitarbeiter zeigen sehr gut, wie sehr sie es verstanden haben, dass ich der Kunde bin &#8211; und damit im Sinne der ganz klassischen Lehre der wahre K&#246;nig im Lande. Die ber&#252;chtigte Servicew&#252;ste in Deutschland zeigt leider viel zu oft, dass der Klassiker in der Kundenbeziehung bei weitem nicht erlebbar gemacht wird, wie man es als Kunde erwartet. Der Kunde ist K&#246;nig. So soll es sein. Bei der Deutschen Bahn bin ich trotz 140 Minuten Versp&#228;tung immer noch ein gesch&#228;tzter Kunde, der sich dann auch gerne mal aufregen darf und in den meisten F&#228;llen auch Geh&#246;r findet. </p>
<p>Kommunikation im Social Web braucht von Unternehmen her so unglaublich viel Verst&#228;ndnis, was die Bahn scheinbar mit Leichtigkeit im Twitter-Serviceteam aufbringt, aber einzelne Personen wie so manche eigenst&#228;ndig agierende Social Media Manager selbst &#252;berhaupt nicht leisten k&#246;nnen. Vielen Dank daf&#252;r und auf bald, bis ich wieder im ICE sitze, aber die Klimaanlage ausf&#228;llt, oder wenn ich den Regionalexpress nehmen muss, weil der ICE einfach nicht kommt, oder wie gestern, wenn der ICE nicht mehr so f&#228;hrt, wie ich es gewohnt bin, oder wenn der IC so &#252;berp&#252;nktlich abf&#228;hrt, dass ich selbst &#252;berrascht bin&#8230; :)</p>
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		<title>Kick-Off f&#252;r die Deutsche Bahn bei Twitter: Ich mag @DB_Bahn :)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 18:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kontinuierliche Kritik in den Medien zur wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Lage, heftig schimpfende Kunden und die eine oder andere Panne bei den Z&#252;gen &#8211; dieser kleine Auszug aus dem gepfefferten Repertoire der t&#228;glichen Herausforderungen an den gr&#246;&#223;ten Schienennetzbetreiber in Deutschland wirkt eigentlich wie der Tropfen auf dem hei&#223;en Stein. Wo lange geschwiegen wurde, wird endlich miteinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kontinuierliche Kritik in den Medien zur wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Lage, heftig schimpfende Kunden und die eine oder andere Panne bei den Z&#252;gen &#8211; dieser kleine Auszug aus dem gepfefferten Repertoire der t&#228;glichen Herausforderungen an den gr&#246;&#223;ten Schienennetzbetreiber in Deutschland wirkt eigentlich wie der Tropfen auf dem hei&#223;en Stein. Wo lange geschwiegen wurde, wird endlich miteinander kommuniziert. Seit heute ist die Deutsche Bahn bei Twitter.<br />
<span id="more-3749"></span><br />
<strong>Als Vielfahrer und Pendler habe ich hohe Erwartungen an die Deutsche Bahn als Dienstleister</strong>, der mir jeden Tag dabei hilft, von zu Hause bis an die Arbeitsst&#228;tte und wieder zur&#252;ck zu gelangen. Typische Probleme durch Versp&#228;tungen, Defekte oder Wartezeiten, aber auch pers&#246;nliche Frechheiten durch das Zugpersonal habe ich an meinem eigenen Leib seit langer Zeit erleben m&#252;ssen. Doch wohin konnte ich mich mit dem eigenen Frust richten, den wohl jeder Bahnreisende irgendwann einmal sp&#252;rt?</p>
<p>Bisher war dies nur m&#246;glich, indem ich pers&#246;nlich am Morgen und auch abends bei Twitter &#252;ber meine Bahnreisen berichte. So schreibe ich gespickt mit der Zugnummer als Hashtag zu #ICE845, mal unter dem Sammelbegriff aller Tags namens #bahn, aber auch im am&#252;santen Moment schreibe die #bahntweets einfach &#252;ber das Mobiltelefon. Bisher war die Resonanz auf Kritik oder Lob einfach nur mau, schlie&#223;lich nutzte die Deutsche Bahn den Informationskanal Twitter nur daf&#252;r, um auf die Karrierechancen im Unternehmen hinzuweisen.</p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2011/06/db_bahn.png"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/06/db_bahn-300x229.png" class="alignright" width="300" height="229" class="alignnone size-medium wp-image-3755" /></a>Seit heute d&#252;rfen alle Bahnreisende und auch Nicht-Bahnreisende sich mit einem schlagkr&#228;ftigen <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/twitter-team.shtml">Team von zw&#246;lf Mitarbeitern</a> im fast Rundumsorglos-Betrieb bei Twitter unter <a href="http://twitter.com/DB_Bahn">@DB_Bahn</a> erfreuen. <strong>Ich habe so lange darauf gefiebert, als Kunde endlich wahrgenommen zu werden.</strong> Im Vorfeld wurde ich ebenfalls zu den Insider-Gespr&#228;chen f&#252;r ausgew&#228;hlte Bahnfahrer der Social Media Szene eingeladen, konnte jedoch aufgrund terminlicher Engp&#228;sse nicht pers&#246;nlich daran teilnehmen. Wer im Detail weitere Infos erfahren m&#246;chte, darf sich selbst den Kopf zerbrechen und den <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/hintergrundinfos.shtml">Blick hinter die Kulissen</a> zum Twitter-Start der Deutschen Bahn ergattern. Der <strong>erste Tag des neuen Twitter-Kommunikationskanals der Deutschen Bahn</strong> begann f&#252;r mich auch schon wie &#252;blich &#8211; recht fr&#252;h. Daher scheute ich nicht nach einem ersten Willkommensgru&#223; meine ersten Fragen an das Serviceteam abzuschicken. Wie schnell reagiert die Bahn? Kann sie mit dem bew&#228;hrten System von @Telekom_hilft mithalten? Wie gelassen sind die Mitarbeiter, wenn man spezielle Sonderw&#252;nsche hat oder Kritik &#252;bt?</p>
<p><strong>Das schlichtweg positive Fazit nach zwei Fahrten und einigen Fragen zwischendurch:</strong> Fast jedes Mal wurde mir direkt geholfen oder zumindest unter Bedauern ausgedr&#252;ckt, dass meine Anfrage nicht bearbeitet werden k&#246;nne. Manches Mal waren meine W&#252;nsche einfach zu speziell, so dass mir anhand des &#252;blichen Ticket- und Tarifsystems der Bahn keine individuelle L&#246;sung geboten werden konnte. Am Ende des Tages stelle ich fest, dass der Start der Deutschen Bahn bei Twitter sehr gut gelungen ist. Gewiss kann nicht immer prompt geholfen werden und auch einzelne Anfragen zu verschiedenen <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/service-hinweise.shtml">Servicethemen</a> verloren sich im digitalen Nirvana, aber schlie&#223;lich muss sich auch nach einer ersten Testphase der Betrieb einspielen. Warten wir also ab, wie der Twitter-Service bei der Deutschen Bahn ausgebaut wird, und wie auch mit herber Kritik im Sinne des Krisenmanagements dort umgegangen wird. Schlie&#223;lich ist es von den Temperaturen hochsommerlich und die Klimaanlagen fallen wieder in den Z&#252;gen aus&#8230; und jenseits der 40 Grad in der prallen Sonne mit &#252;ber 200 km/h h&#246;rt der Spa&#223; bekanntlich f&#252;r jeden Fahrgast auf. Auch wirkt zumindest die Servicezeit von 6 bis 20 Uhr etwas befremdlich, weil schlie&#223;lich viele Probleme auch nach &#8220;Dienstschluss&#8221; aufkeimen, bei denen der Kunde sicherlich auf einen digitalen Supportkanal nicht verzichten m&#246;chte.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/06/db-bahn-tweets.png" class="center"></p>
<p>Doch auf meiner kurzen Strecke von K&#246;ln nach D&#252;sseldorf habe ich zumindest heute nur wenige Probleme erleben m&#252;ssen, die aber bereits durch das <strong>positive Kommunikationsverhalten der Service-Mitarbeiter in Twitter</strong> gut abgefedert wurden. Ich zumindest bin f&#252;r meinen Teil von dem neuen Angebot begeistert &#8211; ich mag @DB_Bahn und fahre gerne in den Z&#252;gen, w&#252;nschte mir jedoch noch etwas mehr von besonderen Angeboten und Services f&#252;r die Twitter-Nutzer. Schlie&#223;lich freut man sich &#252;ber jeden Bonus, der einem den Status &#8220;Kunde = K&#246;nig&#8221; schmackhaft macht! :)</p>
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		<title>XING Relaunch 2011 &#8211; Gewollt gekonnte PR mit aller Gewalt?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 19:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach langer Zeit der Stille und manch kritischen Stimmen offenbart XING auf der morgen stattfindenden next11 sein neues Gewand. Das bekannte Businessportal wurde einem grundlegenden Relaunch unterzogen und schaut wirklich anders aus: Kurzum &#8211; ich finde den Relaunch durchaus attraktiv gestaltet. Aufgrund der Aktualit&#228;t dieses Themas, welches schlichtweg in diesen Minuten durch das Webgeistert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langer Zeit der Stille und manch <a href="http://mikeschnoor.com/2011/03/08/eignet-sich-das-neue-xing-noch-als-business-netzwerk/">kritischen Stimmen</a> offenbart XING auf der morgen stattfindenden <a href="http://www.next-conference.eu">next11</a> sein neues Gewand. Das bekannte Businessportal wurde einem grundlegenden Relaunch unterzogen und schaut wirklich anders aus:</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-startseite.jpg" class="center"></p>
<p>Kurzum &#8211; ich finde den Relaunch durchaus attraktiv gestaltet. Aufgrund der Aktualit&#228;t dieses Themas, welches schlichtweg in diesen Minuten durch das Webgeistert und nat&#252;rlich morgen zur next11 offiziell pr&#228;sentiert werden soll, k&#246;nnen die folgenden Informationen &#252;ber den Relaunch einige werbliche &#196;u&#223;erungen von XING beinhalten, aber sie bieten durchaus interessante Punkte, die ich gerne &#246;ffentlich vorstellen m&#246;chte.<br />
<span id="more-3720"></span></p>
<h3>Klar und intuitiv</h3>
<p>Dank der neuen Seitenstruktur auf XING sollen Nutzer auf einen Blick sehen, was sie weiterbringt – von den relevanten Inhalten bis zu den passenden Handlungsm&#246;glichkeiten. Da die Seitenstruktur auf ganz XING identisch ist, soll man sich &#252;berall intuitiv zurecht finden. Dar&#252;ber hinaus soll eine neue schlanke Navigation den direkten Einstieg in die verschiedenen Themenbereiche erleichtern. Ob dies nat&#252;rlich f&#252;r altgediente XING-Poweruser funktioniert, bleibt wirklich abzuwarten. Die g&#228;ngige Erfahrung zeigt, dass bei fast jedem Relaunch eines Portals die neuen &#196;nderungen viele langj&#228;hrige Nutzer nicht begeistern konnten.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-profil.jpg" class="center"></p>
<p><strong>Neue Seitenstruktur und vereinfachte Navigation: Schneller das Wesentliche sehen</strong><br />
„In der neuen Struktur haben wir darauf geachtet, dass Funktionalit&#228;t sich immer dort befindet, wo Nutzer sie am ehesten suchen und brauchen. Wir haben XING komplett um die Ziele unserer Mitglieder herum strukturiert und dazu eine neue, klare und einfach verst&#228;ndliche Architektur entwickelt, die sich auf allen Bereichen von XING wiederfindet“, sagt Shannon Bain, Principal Designer bei XING.</p>
<h3>Alles Wichtige immer zur Hand!</h3>
<p>Warum in die Ferne klicken, wenn „Ihr XING“ ab sofort so nah liegt? Mit der „XING-Leiste“ haben Nutzer von jeder XING-Seite direkten Zugriff auf pers&#246;nliche Inhalte: Das eigene Profil, die Nachrichten oder Gruppen. Nutzer sollen au&#223;erdem sofort sehen, wenn neue Mitteilungen wie Nachrichten oder Kontaktanfragen eingegangen sind. Man erkennt hier den neuen Schwerpunkt im Kommunikationsverhalten des Systems.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-gruppen.jpg" class="center"></p>
<p><strong>Die „XING-Leiste“: Der direkte Zugriff auf „Ihr XING“!</strong><br />
„Wir wissen, wie wichtig es unseren Mitgliedern ist, direkt auf Ihre Inhalte zugreifen zu k&#246;nnen. Die XING-Leiste erm&#246;glicht dar&#252;ber hinaus auch das direkte Beantworten von Mitteilungen und Kontaktanfragen – ohne die Seite verlassen zu m&#252;ssen, auf der Sie sich gerade befinden“, erkl&#228;rt S&#246;nke K&#252;hl, Senior Visual Designer &#8211; User Experience bei XING.</p>
<h3>N&#228;her am Netzwerk</h3>
<p>Lebendiges Netzwerken lebt vom Austausch von Gedanken, Neuigkeiten und Informationen. Deswegen steht “Neues aus Ihrem Netzwerk“ jetzt &#252;berall im Zentrum von XING. Die Eintr&#228;ge werden thematisch gefiltert, je nachdem, in welchem Bereich von XING der Nutzer sich befindet. Auf der Gruppenstartseite werden alle Neuigkeiten aus den Gruppen gezeigt. Neue Impulse erhalten die Nutzer zus&#228;tzlich mit den intelligenten XING-Empfehlungen, z.B. zu interessanten Jobangeboten. Die relevantesten Empfehlungen werden  jetzt direkt in den „Neuigkeiten“ angezeigt. Was macht man nur, wenn man XING nicht zur Jobsuche nutzen m&#246;chte, sondern als alternatives Adressbuch und Kontaktdatenbank? </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-jobs.jpg" class="center"></p>
<p><strong>„Neuigkeiten“ im Fokus: Noch n&#228;her an Ihrem Netzwerk!</strong><br />
„Das neue XING stellt Sie und Ihr Netzwerk in allen Bereichen in den Mittelpunkt: So k&#246;nnen Sie st&#228;rker am eigenen Netzwerk teilhaben und wertvolle Informationen und Anregungen erhalten. Wir erg&#228;nzen dies durch interessante Empfehlungen au&#223;erhalb Ihres Netzwerks und unterst&#252;tzen Sie so dabei, neue Potenziale zu entdecken&#8221;, so Bj&#246;rn Waide, Senior Product Manager bei XING.</p>
<h3>Der Relaunch leakt&#8230;</h3>
<p>Doch genug der Fakten zum Relaunch. Schauen wir uns doch an, was am heutigen Abend passiert ist. Per Zufall habe ich bemerkt, dass ein Kommentar irgendwo in einer Gruppe bei XING auf eine Webseite verwies, die den Relaunch von XING in allen Details enth&#252;llte. Ich war begeistert und irritiert. Zu diesem Zeitpunkt, gegen kurz nach 20 Uhr heute, fand ich rein gar nichts zu dem Thema im Netz. Erst im Nachhinein, als ich diesen Artikel fertig stellte, konnte ich zumindest einen Bericht bei <a href="http://thenextweb.com/industry/2011/05/16/xing-redesign-looks-a-lot-like-facebook/">thenextweb</a> sehen, der von einem ersten Leak am heutigen Nachmittag bei der <a href="http://www.internetworld.de">Internet World Business</a> berichtete. Auch <a href="http://t3n.de/news/neue-xing-befreiungsschlag-fehlschlag-diskutier-mit-310030/">t3n</a> schreibt &#252;ber den Relaunch, w&#228;hrend andere Medien sich ausschweigen. Aber dies mag gewisse Gr&#252;nde und Praktiken der PR haben, die auch ich anwenden muss, manchmal anwenden kann.</p>
<p><strong>Was mir auff&#228;llt?</strong><br />
Irritation und Resignation paaren sich an diesem Abend. Insgesamt finde ich das beschriebene Vorgehen von XING, den Relaunch bei der next11 vorstellen zu wollen, entgegen der bisherigen Wahrnehmung von XING als relevanten Teil der deutschen Startup-to-IPO-Szene jetzt sehr klassisch angehaucht. Under Embargo, exklusive Previews, ein wenig Selbstbeweihr&#228;ucherung&#8230; nun, die Tatsache, dass s&#228;mtliche Informationen bereits im Vorfeld im Netz frei verf&#252;gbar sind, wirkt einfach befremdlich entgegen eines Embargos. Auch die Berichte von den sogenannten XING Ambassadors &#252;ber eine Einladung zum Preview irritieren vor dem Hintergrund, dass der Bericht bei der IWB scheinbar doch nicht mehr online ist. Aber wer sich selbst ein Bild vom neuen XING machen m&#246;chte, dem empfehle ich derweil die <a href="http://whatsnew.xing.com/">(noch geheime) ganz offizielle Vorstellungsseite</a> bei XING. Denn in diesen Minuten wird fleissig dar&#252;ber <a href="http://search.twitter.com/search?q=xing">getwittert</a>! <strong>Ist dieses Vorgehen nun gewollt gekonnte PR mit aller Gewalt?</strong></p>
<p>Sehr schnell, sehr unausweichlich. Was haben wir alle vom neuen XING bis auf die Story, dass alles neu der Mai, nun, der Juni macht? Vielleicht bin ich pers&#246;nlich immer noch ein wenig zu stark von der einstigen Kommunikation seitens XING begeistert: Freunde, Familienangeh&#246;rige und Blogger wurden einst zum Betatest des ersten echten Launches von XING eingeladen.</p>
<p>Vielleicht ist dieser Schritt auch ein <strong>symbolisches Zeichen des Erwachsenwerdens</strong> von XING &#8211; von einem Startup zum b&#246;rsennotierten Unternehmen, das sich stark gegen die &#220;bermacht von LinkedIn auf dem internationalen Parkett abgrenzen muss und die mittlerweile sozialnervigen Aspekte von Facebook zu integrieren sucht. Ich hoffe sehr, dass XING mit dem Relaunch einen Erfolg feiern wird. Deutschland braucht dieses Gef&#252;hl dringend. Denn das einstige Vorzeige-Startup sieht sich mit starken Konkurrenten konfrontiert. Nach Informationen von <a href="http://holgerschmidt.posterous.com/das-neue-xing">Holger Schmidt</a> hat XING rund 4,7 Millionen Nutzer in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz. Dagegen positioniert sich Facebook in Deutschland mit ungef&#228;hr 18,4 Millionen Nutzern und Linkedin w&#228;chst insgesamt schneller als Xing.</p>
<p><strong>Wie seht ihr das? Hat XING mit dem Relaunch ab Juni 2011 gen&#252;gend Potenzial, um dem Abstiegskampf in der Zahlenschlacht um Nutzer auf internationaler Ebene entgegen zu wirken?</strong></p>
<p><strong>Das Promotion-Video zum Relaunch</strong><br />
Am Morgen nach dem Bekanntwerden der Story ver&#246;ffentlichte XING ein offizielles Promotion-Video <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GI8FnQ1tXiw">bei YouTube</a>, was in etwas mehr als zwei Minuten die Neuerungen am System erkl&#228;rt. Auch der <a href="http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Neue-Seitenarchitektur-fuer-Xing-Kontakte-im-Mittelpunkt-56934.html">Artikel bei Internetworld.de</a> ist endlich wieder verf&#252;gbar.</p>
<p><object width="640" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GI8FnQ1tXiw?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GI8FnQ1tXiw?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Unternehmen in Social Media &#8211; 10 gro&#223;e Schritte f&#252;r Durchstarter</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 19:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von Social Media und dessen Relevanz als Wirtschaftsfaktor. Sie schicken mittlerweile einzelne Mitarbeiter auf spezielle Fortbildungskurse, um sich durch das vermittelte Wissen die notwendigen Fachkenntnisse einzuverleiben. Fast im gleichen Atemzug mobilisiert entweder jemand aus dem Marketing- oder PR-Bereich die pers&#246;nlichen Kr&#228;fte und legt einen Firmenaccount bei Twitter oder Facebook an. Die erste Euphorie &#252;ber die neuen Pr&#228;senzen legt sich jedoch genau dann, wenn sich absolute Ern&#252;chterung breit macht. Damit dies nicht vorkommt, m&#246;chte ich aus meiner Erfahrung und auch aufgrund meiner spontanen Lehrt&#228;tigkeit f&#252;r Social Media und Public Relations <strong>einen Denkansto&#223; f&#252;r (angehende) Social Media Manager anhand dieser zehn Schritte vorstellen, die ich pers&#246;nlich als Grundvoraussetzung f&#252;r den erfolgreichen Start von Social Media in einem Unternehmen erachte.</strong><br />
<span id="more-3620"></span><br />
Selbstverst&#228;ndlich tritt dieser gl&#252;cklose Moment der Ern&#252;chterung genau dann in Erscheinung, wenn die hierarchisch h&#246;her angesiedelten Vorgesetzten respektive <strong>wenn &#8220;das Management&#8221;  die Bestrebungen in Social Media hinterfragt</strong>: Wie integrieren wir Social Media in unsere Kommunikationsstrategie? Wie finden und erreichen wir unsere Zielgruppe? Und womit fangen wir am besten an? Welche Ergebnisse lassen sich ableiten? Wie messen Sie den Erfolg? Welche KPIs setzen Sie dabei an und wie definiert sich der ROI aus Social Media?</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/03/black-social-buttons-300x156.jpg" class="alignright">Solche Momente entwickeln sich f&#252;r jeden strebsamen Denker zu &#228;u&#223;erst hartem Tobak. Sp&#228;testens bei diesen ernsthaften R&#252;ckfragen blinzeln die Verantwortlichen mit den Augen und sind davon irritiert, dass die ersten Bestrebungen von Social Media f&#252;r das Unternehmen gewiss ein kleines Pfl&#228;nzchen, aber noch lange keinen standfesten Baum mit zahlreichen Wurzeln und Ver&#228;stelungen hervorbrachte. </p>
<p>Der Boden im magischen Reich von Social Media ist trotz aller Fruchtbarkeit f&#252;r das Saatgut sehr hart. Doch mit den richtigen Werkzeugen und der dazu passenden Herangehensweise l&#228;sst sich das Feld schon pfl&#252;gen. </p>
<h3>1. &#220;berpr&#252;fen Sie die mediale Fitness und testen Sie die Bereitschaft Ihrer Mitarbeiter f&#252;r Social Media.</h3>
<p>Wer Social Media f&#252;r ein Unternehmen als kommunikatives Element einsetzen m&#246;chte, und auf einen positiven Effekt hofft, wird als Einzelk&#228;mpfer niemals erfolgreich sein. Bereits die Tatsache, dass <strong>Social Media als Infrastruktur f&#252;r unz&#228;hlige Anwendungsszenarien</strong> in nahezu allen Fachbereichen dient, erfordert viel Zusammenarbeit und Interesse. Medienmuffel im Unternehmen m&#252;ssen erkennen und verstehen, dass die potenziellen Kunden sich &#252;ber das Internet nicht nur informieren, sondern aktiv austauschen und untereinander beraten. Falsche Informationen oder gar ein absolutes Desinteresse sind fehl am Platz. Eine Bringschuld seitens der Mitarbeiter existiert nicht, aber die notwendige Holschuld f&#252;r den Social Media Manager muss von den Mitarbeitern im Unternehmen verstanden werden.</p>
<h3>2. Planen Sie entsprechende Personalressourcen und ein Budget f&#252;r Social Media Aktivit&#228;ten ein.</h3>
<p>&#8220;Social Media kostet nichts. Alle Tools sind doch umsonst!&#8221; Wer es &#252;berhaupt wagt, diese Behauptung laut auszusprechen, dem geh&#246;rt eindeutig der Kopf gewaschen. Nat&#252;rlich kostet die Anmeldung in einem Service wie Facebook kein Geld, aber <strong>die gesamte Arbeitszeit f&#252;r Social Media gilt es am Ende des Tages als Kosten zu berechnen</strong>. Genau durch den Einsatz der Mitarbeiter entstehen nicht zu untersch&#228;tzende Kosten. W&#228;hrend ein sehr kleiner Kundenservice &#252;ber Twitter noch eine &#252;berschaubare Reaktionszeit erfordert, setzen gro&#223;e Unternehmen auf kontinuierliche Aufmerksamkeit mit eigenen Supportteams nur f&#252;r diese Kommunikationskan&#228;le. Aber auch im Sinne von werblich-&#252;berzeugender Kommunikation in Social Media gibt es Kosten. Selbstverst&#228;ndlich werden am Anfang die Fans bei Facebook nur bis zu einem bestimmten Grad gesteigert, bis die Engagement-Ads und andere Promotion-Ma&#223;nahmen die Fan-Zahlen in die H&#246;he schie&#223;en lassen. Gleichzeitig erfordert jede Aktivit&#228;t ein Reporting, schlie&#223;lich lebt das Management von positiv stimmendem Zahlenmaterial. Wer jetzt immer noch davon &#252;berzeugt ist, Social Media sei umsonst, braucht nicht weiterzulesen.</p>
<h3>3. Identifizieren Sie einen verantwortlichen Mitarbeiter f&#252;r Social Media Aktivit&#228;ten und &#252;berzeugen Sie gemeinsam andere Mitarbeiter.</h3>
<p>Wer k&#246;nnte wohl der ideale Ansprechpartner f&#252;r Social Media sein? Social Media ist neu und l&#228;stig, wir kennen das eigentlich nicht, aber der hippe Praktikant kann das als Projekt f&#252;r seine sechsmonatige Zeit bei uns &#252;bernehmen. Ok, STOP! Dieser ausgemachte Bl&#246;dsinn darf niemals zur Regel werden. Jahrelang lief die Kommunikation nur &#252;ber eine oder sehr wenige Personen, die (hoffentlich) kompetent darin waren, mit Au&#223;enstehenden zu kommunizieren. Einerseits gilt zu beachten: <strong>Social Media muss eine F&#252;hrungsaufgabe sein</strong>, weil selbst ein unbedachter Tweet f&#252;r potenziell Millionen Follower eine direkte Beleidigung bedeuten kann. Andererseits bedeutet Verantwortung zu &#252;bernehmen sinngem&#228;&#223; verantwortlich und nachhaltig zu handeln. Die passende Aufgabe darf selbstverst&#228;ndlich von anderen Mitarbeiten als aus der h&#246;chsten F&#252;hrungsriege &#252;bernommen werden. Wie bereits oben erw&#228;hnt muss diese Person sowohl &#252;berzeugend auftreten k&#246;nnen und eine modern behaftete Weisungsbefugnis innehaben. Gewiss h&#246;rt sich das b&#252;rokratisch an, aber ein Marketingleiter wird sich selten von einem Praktikanten den Takt geben lassen. (Hinweis: Praktikanten sind nach meiner Meinung wie jeder andere Mitarbeiter die einzelnen Wassertr&#228;ger des Unternehmens, werden aber viel zu selten au&#223;er in modernen Unternehmenskulturen respektiert.)</p>
<h3>4. Legen Sie die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen fest und r&#228;umen Sie Social Media in der internen Unternehmensstruktur einen Platz ein.</h3>
<p>Die interne Kommunikation spielt eine gewaltige Rolle, wenn sich das frisch eingef&#252;hrte Grundrauschen von Social Media zu einer unternehmensweiten Erfolgsstory entwickeln soll. Jeder Mitarbeiter muss sich als eines der vielen Zahnr&#228;dchen sehen. <strong>Ego-Stories oder eine One-Man-Show sind definitiv fehl am Platz.</strong> Dennoch sollte nach der oben erw&#228;hnten strategischen Weisungsbefugnis, obwohl ich dieses Wort als Teil einer zeitgem&#228;&#223;en Unternehmenskultur nicht gerne wiedersehe, auch der gesamte Funke von Social Media zu den Abteilungen &#252;berspringen. Eine kommunikative Hierarchie ist sinnvoll, aber bei Social Media flie&#223;en viele Str&#246;me zusammen, die voneinander abh&#228;ngig sind und oft das gleiche Ziel verfolgen: Das Unternehmen auf Erfolgskurs halten oder bringen. Mitarbeiter sollten Social Media nutzen, um sich weiterzubilden, zu informieren, untereinander zu kommunizieren, und auch nach R&#252;cksprache oder anhand von einfachen und verst&#228;ndlichen Regeln das Unternehmen nach au&#223;en hin zu vertreten. Die altbackenen und gleichzeitig destruktiven Elemente wie &#8220;privates Surfen ist verboten&#8221; oder  &#8220;Internet nur nach Absprache&#8221; sollten modernisiert werden. Bereits die Artikel aus Blogs zu lesen, die &#252;blicherweise kein direktes Nachrichtenmedium oder eine klassische Fachpublikation darstellen, kann weiterbildend sein, die Kreativit&#228;t f&#246;rdern und dem Mitarbeiter eine kurze geistige Pause geben.</p>
<h3>5. Definieren Sie eine ganzheitliche Social Media Strategie, die fach&#252;bergreifend gelebt wird &#8211; gemeinsam mit Marketing, PR, Sales/Vertrieb, Kundensupport/CRM und Personalmarketing/HR.</h3>
<p>Durch die Verschiebung der &#8220;One-Voice-Policy&#8221; zum &#8220;Many-to-many&#8221;-Prinzip dr&#228;ngt  die Kommunikation eines Unternehmens mit gewaltiger Kraft nach Au&#223;en. Jeder Fachbereich hat seine Berechtigung, im Social Web zu Wort zu kommen. Die verschiedenen Anwendungsszenarien sollten gemeinsam durch die f&#252;r Social Media verantwortlichen Personen inhaltlich besprochen und entwickelt werden. Das Ergebnis als Grundlage f&#252;r eine Social Media Strategie muss in die Unternehmensstrategie mit den Unternehmenszielen wie ein zweites Fundament oder ein Ger&#252;st um das Unternehmen fest verbunden werden. Das generelle Problem liegt in der Natur von jedem Unternehmen: <strong>Eine Strategie kann von Unternehmen A nicht auf Unternehmen B angewendet werden.</strong> Wenn im Internet zwar das Prinzip einer  &#8220;Copycat&#8221; bei Gesch&#228;ftsmodellen f&#252;r viele Portale funktioniert, l&#228;sst sich selbst bei fast identischen Unternehmen nur selten eine identische Strategie finden. </p>
<h3>6. Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern eine Social Media Richtlinie und einen Krisenplan.</h3>
<p>F&#252;r die Frage nach den Social Media Richtlinien finden sich bereits an dieser Stelle einige <a href="http://mikeschnoor.com/2010/03/30/die-zeit-ist-reif-fuer-social-media-richtlinien/">relevante Informationen</a>, daher m&#246;chte ich auf die Krisen eingehen, mit denen sich Unternehmen dank des Social Web konfrontiert sehen m&#252;ssen. Was passiert wenn ein negativer Blogeintrag geschrieben wird? Wie reagiere ich auf einen kritischen Tweet, den hunderttausend Follower lesen? Wie unterdr&#252;cke ich negative Stimmungsmache von Einzelpersonen? Ganz ehrlich: F&#252;r jeden Kommunikator sind solche Fragen essenziell, weil sie in k&#252;rzester Zeit direkten Einfluss auf unterschiedliche Faktoren haben, die f&#252;r das Unternehmen kritisch relevant sind. Dazu z&#228;hlt alles, was die Reputation, die Ums&#228;tze oder die Motivation im Unternehmen angreift, aber selbst klitzekleine Themen bed&#252;rfen einer hohen Aufmerksamkeit. <strong>Kritik und Krisen sind eng miteinander verbunden und d&#252;rfen nicht unter den Tisch gekehrt werden.</strong> Alle erdenklichen Situationen k&#246;nnen selbst mit dem besten Krisenplan nicht in vollem Umfang und allen Auswirkungen abgebildet werden, genauso wie in Social Media nichts in Stein gemei&#223;elt ist. Wer jedoch ohne erste Handlungsempfehlungen sich im Social Web zeigt, wird &#252;ber kurz oder lang auf die Nase fallen. Gleiches gilt f&#252;r jedes Unternehmen, das sich komplett aus Social Media heraus h&#228;lt, aber dennoch durch seine Kunden und Nutzer &#252;ber Social Media angreifbar wird.</p>
<h3>7. W&#228;hlen Sie die geeigneten Social Media Kan&#228;le zur Kommunikation f&#252;r Ihr Unternehmen aus – man muss nicht &#252;berall Pr&#228;senz zeigen.</h3>
<p>Wie oft kann ich immer nur den Grundsatz wiederholen: Social Media ist mehr als nur Facebook. Gewiss bietet dieses Social Network umfassende Optionen, um ein Unternehmen sehr vielf&#228;ltig auftreten zu lassen. Aber der ganzheitliche Gedanke einer Strategie, f&#252;r die es selbstredend keine allgemeing&#252;ltige Formel gibt, erfordert das Verst&#228;ndnis von einzelnen Anwendungen und Social Networks, die neben dem Facebook-Universum existieren. In erster Linie finden sich Twitter, YouTube oder Flickr als  kommunikativ geladene Einsatzgebiete in einer Strategie wieder, aber in vielen F&#228;llen k&#246;nnen sich Unternehmen in Bewertungsportalen wie Qype oder Kununu profilieren. Insbesondere hier gilt die Maxime, dass die dort ver&#246;ffentlichten Inhalte nahezu ausschlie&#223;liche Bewertungen von externen Personenkreisen sein sollten. Wer sich selbst in den Himmel lobt, der f&#228;llt schnell tief und landet hart. Jedes Unternehmen darf die get&#228;tigten Aussagen kommentieren, falls die Bewertungen in den Keller rutschen. Aber wenn die Anzahl der schlechten Bewertungen eindeutig &#252;berwiegt, sollte das Unternehmen lieber nachdenken statt &#252;ber &#8220;Das stimmt so nicht&#8221;-Kommentare zu handeln. Die Entscheidung, eine Pr&#228;senz f&#252;r das Unternehmen aufzubauen, erfordert immer ein hohes Arbeitspensum ausschlie&#223;lich f&#252;r Social Media. Wie eingangs erw&#228;hnt, ist der Kostenfaktor nicht zu untersch&#228;tzen. Dennoch sollten Unternehmen weise entscheiden, in welchen Portalen sie vertreten sind. <strong>Gut Ding will Weile haben &#8211; eine Omnipr&#228;senz auf jedem Netzwerk und in allen erdenklichen Portalen kann besonders am Anfang zu viel sein.</strong> Zu viele Pr&#228;senzen in einer fr&#252;hen Phase beinhaltet die Zersplitterung von Nutzern, Kunden und Multiplikatoren auf viele unterschiedliche Angebote des Unternehmens. Es w&#228;re fatal, wenn der Kundensupport nicht in einem echten Twitter-Support-Account, sondern neben dem Trouble-Ticket-System, E-Mails und Anrufen auch noch parallel auf drei Facebook-Pages und vier Twitter-Accounts die Anfragen bearbeiten muss. Ein sichtbarer Hinweis auf &#8220;Support unter &#8230;&#8221; wirkt wahre Wunder.   </p>
<h3>8. F&#252;hren und &#252;berwachen Sie die &#246;ffentlichen Dialoge im Internet durch aktives Engagement und Social Media Monitoring.</h3>
<p>Selbstverst&#228;ndlich darf ein Beitrag von Dritten durch das Unternehmen kommentiert werden. Je nach Inhalt der Beitr&#228;ge erfreut diese Reaktion die einen, aber die anderen bringt es auf die Palme. Man darf sich einfach nicht verzetteln, und manches Mal ist es auch von Vorteil, nur zuzuh&#246;ren statt aktiv zu antworten. In der Regel versanden vor allem Probleme nach nur wenigen Tagen und Wochen im endlosen Stream. Und falls man in Google schlecht positioniert ist, helfen SEO-Tricks ziemlich eindeutige Ergebnisse auf die Hinterbank zu verlagern. Doch egal ob man nur zuh&#246;ren und zuschauen oder direkt mitmischen m&#246;chte: <strong>Ohne eigenes Monitoring l&#228;uft nichts.</strong> Wie aus der klassischen Pressearbeit als Clippings bekannt, existieren auch f&#252;r Social Media entsprechende L&#246;sungen. Ich rate am Anfang dazu, sich auf kostenlose Tools zu verlassen, um ein Gef&#252;hl f&#252;r die H&#228;ufigkeit von Erw&#228;hnungen des Unternehmens und seiner Produkte bzw. Dienstleistungen in Erfahrung zu bringen. Dieser Schritt des Monitorings ist unabh&#228;ngig davon, ob das Unternehmen nur eine geringe Pr&#228;senz im Social Web hat oder bereits auf voller Fahrt ist. Je intensiver und gr&#246;&#223;er die Resonanz, je aktiver das eigene Engagement und je mehr Mitarbeiter des Unternehmens auch eigenst&#228;ndig anhand der Social Media Richtlinien kommunizieren, desto wahrscheinlicher ist der Bedarf f&#252;r professionelle Enterprise-Solutions im Bereich Monitoring. Das Unternehmen muss durch die verantwortlichen Social Media Manager diese Tools und Services auf Herz und Nieren pr&#252;fen, da sie sich in k&#252;rzester Zeit zu einer Kostenfalle f&#252;r das gesamte Budget entwickeln k&#246;nnen. </p>
<h3>9. Definieren Sie Inhalte und einen Redaktionsplan f&#252;r die Kommunikation in Social Media.</h3>
<p>Wie langweilig w&#228;re Social Media, wenn niemand etwas zu sagen hat? Stellen Sie sich einfach vor, dass dieses Blog keinen Inhalt h&#228;tte? W&#252;rden Sie dann &#252;berhaupt noch Lust haben, den RSS Feed zu abonnieren, diesen Beitrag bei Twitter zu empfehlen und bei Facebook zu teilen &#8211; oder regelm&#228;&#223;ig f&#252;r neue Blogeintr&#228;ge wiederzukehren? Gleiche Problemstellung gilt f&#252;r Twitter und Facebook. <strong>Ohne interessante und regelm&#228;&#223;ige Informationen braucht niemand etwas gerne m&#246;gen oder empfehlen.</strong> Ein umfassender Redaktionsplan f&#252;r die verschiedenen Social Media Aktivit&#228;ten des Unternehmens ist keine K&#252;r wie beim Eiskunstlauf, sondern absolute Pflichterf&#252;llung f&#252;r die individuellen strategischen Ziele. Die Inhalte selbst m&#252;ssen das Interesse der Nutzer wecken, ihre Fans gl&#252;cklich machen und Kunden im Idealfall zum Kauf anregen. </p>
<h3>10. Treffen Sie geeignete Ma&#223;nahmen, um Ihr Unternehmen mit seinen Social Media Pr&#228;senzen bekannt zu machen.</h3>
<p>Dort wo sich Nutzer und Kunden zuhause f&#252;hlen, vermittelt ein Unternehmen genau dann eine gewisse N&#228;he und Greifbarkeit, wenn es mit eigenen Pr&#228;senzen in Social Media vertreten ist. Gezielte Promotion zur Bekanntmachung dieser Angebote ist das A und O. Die Integration aller Social Media Pr&#228;senzen in der hauseigenen Homepage steigert die eigene Vernetzung und signalisiert jedem, der zuerst &#252;ber Google auf das Unternehmen trifft, dass auch wie gefordert das Unternehmen  greifbar wird. Sogar die Cross-Promotion der Pr&#228;senzen &#252;ber klassische Werbeanzeigen und TV-Spots bringt diese zus&#228;tzliche Botschaft gezielt in die K&#246;pfe der Rezipienten. Getreu nach dem Prinzip &#8220;Mut zur L&#252;cke&#8221; erfordert Social Media gen&#252;gend Mut zur ganzheitlichen Kommunikation. Als Behauptung gegen&#252;ber der Konkurrenz, die vielleicht die Bewerbung der Social Media Pr&#228;senzen verschlafen hat, l&#228;sst sich dar&#252;ber hinaus auch ein Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl bei den Nutzern erwecken. </p>
<p><BR></p>
<h3>Fazit: Social Media muss im Unternehmen fest verankert sein.</h3>
<p>Ansonsten werden wirklich gar keine positiven Effekte erzielt, egal wie hart und intensiv man sich mit Social Media auseinandersetzt. Gewiss wird jedes Unternehmen eine andere Kultur mit sich bringen und viele unterschiedliche Faktoren beeinflussen jedwede strategische Entscheidung. Der Wille und die Bereitschaft f&#252;r Social Media muss vom Unternehmen her gelebt und auch in allen Aspekten nach au&#223;en durch N&#228;he zum Unternehmen erlebbar werden. Ein gesundes Ma&#223; an Ratio und das Selbstverst&#228;ndnis eines fachbereichs&#252;bergreifenden Ansatzes von Social Media k&#246;nnen den Erfolg befl&#252;geln. </p>
<p>Ansonsten wird jeder f&#252;r Social Media verantwortliche Mitarbeiter sich mit der Frage im Unternehmen konfrontiert sehen m&#252;ssen: &#8220;Was bringt uns &#252;berhaupt Social Media?&#8221; Wer sich an diesen 10 Schritte f&#252;r Durchstarter orientiert und dabei vieles richtig macht, wird darauf aus dem t&#228;glichen &#8220;Doing&#8221; heraus zumindest eine gute Antwort parat haben. :)</p>
<p>Foto: <a href="http://webtreats.mysitemyway.com/108-glossy-black-comment-bubble-social-networking-icons/">Webtreats</a></p>
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		<item>
		<title>Der Fall Bloggergate und die Schleichwerbung &#8211; und sonst?</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 08:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es fiel ein Sack Reis um. Nicht in China, sondern diesmal in Deutschland. Wahrscheinlich von der Laderampe irgendeines El-Kawehs, dessen Frachtpakete nicht mehr nach &#196;gypten transportiert werden d&#252;rfen. So regen sich unz&#228;hlige Menschen dar&#252;ber auf, dass einige wenige Menschen sich eine kleine goldene Nase verdienen wollen: Einen handfesten Skandal wollte netbooknews.de-Blogger Sascha Pallenberg aufkl&#228;ren. Dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es fiel ein Sack Reis um. Nicht in China, sondern diesmal in Deutschland. Wahrscheinlich von der Laderampe irgendeines El-Kawehs, dessen Frachtpakete nicht mehr nach &#196;gypten transportiert werden d&#252;rfen. So regen sich unz&#228;hlige Menschen dar&#252;ber auf, dass einige wenige Menschen sich eine kleine goldene Nase verdienen wollen: Einen handfesten Skandal wollte netbooknews.de-Blogger <a href="http://www.netbooknews.de/32977/basicthinking-onlinekosten-gmbh-und-der-keyword-spam/">Sascha Pallenberg</a> aufkl&#228;ren. Dem Autoren wurden vertrauliche Informationen zugespielt, dass rund 100 Blogs f&#252;r einen Artikel mit Link auf ein bestimmtes Online-Angebot ganze f&#252;nfzig bis siebzig Euro pro Kopf verdient haben sollten.<br />
<span id="more-3496"></span><br />
Die Blogger erhielten ein kleines monet&#228;res Zubrot, die Gegenseite hingegen erhielt durch diese bezahlte Linkplatzierung ein h&#246;heres Ranking in entsprechend relevanten Suchmaschinen. Nachdem sich die Berichte h&#228;uften und immer wieder das Thema &#8220;Bloggergate&#8221; mit dem potenziell <a href="http://t3n.de/news/bloggergate-keyword-spam-blogs-basic-thinking-zentrum-294758/">aufkl&#228;rerischen Stunt</a> von Sascha Pallenberg die Runde zog, stellt man mittlerweile auch absolute Ern&#252;chterung fest. Der Einkauf von Links ist nicht neu, das Prinzip ist Alltag im Online-Business. Zwar ist das <a href="http://spreerecht.de/abmahnung/2011-01/verschleiert-viral-und-illegal-zur-rechtswidrigkeit-von-schleichwerbung">augenscheinliche Verstecken</a> dieser Links innerhalb von Content-Bereichen sehr verp&#246;nt, aber wen k&#252;mmert es &#252;berhaupt bis auf <a href="http://www.netbooknews.de/33031/einige-persoenliche-anmerkungen-zu-bloggergate/">die erregten Gem&#252;ter</a>, die Suchmaschinenanbieter und wiederum die <a href="http://www.robertbasic.de/2011/01/bloggergate-transparenz-und-gesamtwirkung/">Finanz&#228;mter</a>? Google wird kurzerhand die <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/basicthinking-steckt-hinter-blog-sumpf_100032897.html">Betreiber der Seiten</a> abstrafen und damit wird&#8217;s auf Dauer gut sein. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/netbooknews.png" class="center"></p>
<p>Aber jeder schreibt sich jetzt die Finger wund: So gibt es Artikel mit spektakul&#228;ren Begriffen wie <a href="http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/">Schleichwerbesumpf</a>, <a href="http://seo.de/5100/bloggergate-von-einem-der-auszog-einen-tsunami-zu-saen-und-der-ein-laues-luftchen-erntete/">Tsunami f&#252;r SEOler</a>, <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene_100032816.html?tx_ttnews[backPid]=911&#038;cHash=7eaf86ab56">Imageproblem f&#252;r Blogger</a>, <a href="http://www.amypink.com/2011/01/scandal-on-the-net-mobbed-up-blogs/">Knebelvertr&#228;gen</a> oder <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzoekonomie/artikel/1/webspam-oder-kooperation/">Webspam</a>. Immerhin kann ich erfreut erkl&#228;ren, dass mein Blog auch Werbepl&#228;tze anbietet. Wer mag, darf die gerne anmieten, muss aber damit leben, dass dort &#8220;Werbung&#8221; dr&#252;ber steht. Damit w&#228;re der <a href="http://lumma.de/2011/01/27/bloggergate-was-sind-die-konsequenzen/">Trennung</a> von redaktioneller und vermarkteter Bereiche alles abverlangt, was man in Kleinbloghausen erwarten darf. Und das ist gut so. Doch auf der anderen Seite ist die Tatsache, dass zahlreiche Diskussionen und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,742174,00.html">Ver&#246;ffentlichungen</a> zum Schleichwerbung-Skandal der deutschen Blogosph&#228;re herauskommen, gewiss von Vorteil f&#252;r die gesamte Szene. <strong>Wie jetzt, der Sumpf hat einen Vorteil?</strong></p>
<p>Gewiss muss man daf&#252;r den ganzen Spa&#223; einmal nicht aus Sicht der vermeintlich geprellten Blogbetreiber oder f&#252;r Recht und Ordnung einstehenden Kritiker betrachten. Die Gewinner sind ganz andere: <strong>Schlie&#223;lich erfreuen sich der Anbieter Onlinekosten.de und der Initiator Pallenberg derzeit einer erh&#246;hten Aufmerksamkeit</strong>. </p>
<p><strong>Wie hei&#223;t es noch so sch&#246;n?</strong> Die Medienpsychologie spricht typischerweise von &#8220;bad news are good news&#8221; &#8211; auch schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. <strong>Die Blogger stehen dabei auf der Seite der Verlierer</strong>. Hingegen k&#246;nnen sich die etablierten Medien damit r&#252;hmen, frei von Schleichwerbung zu sein. Auf Dauer kann sich das ganze Thema wiederum positiv auf das Seitenranking auswirken, aber im Kern springen alle gr&#246;&#223;eren Medien jetzt auf den &#252;ber die Blogosph&#228;re gestarteten Zug auf und berichten intensiv zu dem Fall. Das initiale Wordgefecht zum vermeintlichen Skandal ist geradezu einladend, um einer breiten Masse erneut und eindrucksvoll zu zeigen, dass Blogger einfach keine journalistischen Medien sind. Dort trennt man schlie&#223;lich seit Jahr und Tag den redaktionellen Teil von werblichen Inhalten. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/basic.png" class="center"></p>
<p>Wie bereits erw&#228;hnt &#8211; <strong>im Zentrum dieser ausf&#252;hrlichen Berichte stehen Pallenberg sowie die Betreiber von &#8220;Basic Thinking&#8221; und Onlinekosten.de</strong>. Was k&#228;me besser als proaktive Kommunikation zu dem Thema? Anstatt wie andere Unternehmen mit der juristischen Keule zu schwingen und die Journalisten zu ignorieren, gibt Onlinekosten entsprechende Interviews. In diesem Fall reagieren die Anbieter von Onlinekosten ziemlich clever. Auf der eigenen Seite kommt das Thema &#8220;Bloggergate&#8221; als eigene Stellungnahme nicht zur Diskussion, daf&#252;r schenkt man reichweitenstarken Medien die notwendigen Informationen, um das Thema zu besetzen. Zudem berichten die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,741957,00.html">etablierten Medien</a> davon, dass der vermeintliche Skandal dem Initiator und seinem eigenen Blog wiederum eine hohe Aufmerksamkeit entgegen brachte. </p>
<p>Nicht ohne Grund darf &#8220;netbooknews.de&#8221; als Konkurrenzangebot zu &#8220;Basic Thinking&#8221; gewertet werden, und laut Spiegel Online plane Pallenberg mit dem noch geheimen Projekt &#8220;Techlounge&#8221; ein deutsches Konkurrenzangebot zum bekannten Branchenprimus <a href="http://www.techcrunch.com">Techcrunch</a>. K&#246;nnte dieser Tsunami-Skandal eine gewaltige Farce sein? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. <strong>Public Relations bedeutet nicht nur &#214;ffentlichkeitsarbeit, sondern auch Meinungsbildung und im Idealfall die Gewinnung von F&#252;rsprechern.</strong> Ob diese Aktion letztendlich dem bevorstehenden Start dieses Projektes zu Gute tr&#228;gt, wird sich gewiss erst noch zeigen m&#252;ssen, doch schon jetzt ist aufgrund dieser Aufmerksamkeit das Eis d&#252;nn geworden.</p>
<p>Abschlie&#223;end frage ich meine Leser, ob Euch der kleine dezente Hinweis auf &#196;gypten am Anfang des Artikels aufgefallen ist? <strong>Viel dramatischer als ein paar SEO-Links wirkt sich doch die staatliche Abkopplung vom Internet in &#196;gypten aus!</strong> &#220;ber diesen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742101,00.html">politischen Skandal</a> und seine Auswirkungen auf Demokratie, Freiheit und Menschenleben sollte lieber eine Diskussion in den Blogs und Medien gef&#252;hrt werden. &#220;ber dieses Thema k&#246;nnten sich die deutschen Blogger auf internationalem Parkett behaupten und solidarisieren &#8211; aber scheinbar haben sie daran kein Interesse.</p>
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		</item>
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		<title>Schreiben f&#252;r&#8217;s Blog: Besteht die Notwendigkeit einer Zielsetzung?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 11:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Gedanke, ein Blog, ein wenig Zeit und schon kann man loslegen: Einen Text schreiben, etwas ver&#246;ffentlichen, ein Meinungsbildner werden und ein Teil der Medienlandschaft sein. Seit 2003 betreibe ich dieses Weblog und geh&#246;re vermutlich zu den Ur-Gesteinen der deutschsprachigen Bloggerszene. Fr&#252;her lag ich in den Top-100 der deutschen Blogcharts im guten Mittelfeld, doch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gedanke, ein Blog, ein wenig Zeit und schon kann man loslegen: Einen Text schreiben, etwas ver&#246;ffentlichen, <strong>ein Meinungsbildner werden und ein Teil der Medienlandschaft sein</strong>. Seit 2003 betreibe ich dieses Weblog und geh&#246;re vermutlich zu den Ur-Gesteinen der deutschsprachigen Bloggerszene. Fr&#252;her lag ich in den Top-100 der deutschen Blogcharts <a href="http://mikeschnoor.com/2007/06/20/nummer-49-bitte-zu-den-deutsche-blogcharts/">im guten Mittelfeld</a>, doch das Berufsleben und die famili&#228;re Freizeit stellten das private Bloggen schnell in den Schatten. Im Vergleich zu manchen H&#246;chstzeiten, in denen ich bis zu 90 Blogartikel pro Monat ver&#246;ffentlichte, blieb unter dem Strich viel weniger Zeit zur Verf&#252;gung.<br />
<span id="more-3493"></span><br />
Aber Anfang des Jahres setzte ich mir zum Ziel, nach einer l&#228;ngeren Abstinenz wieder h&#228;ufiger in meinem privaten Blog zu schreiben. Schlie&#223;lich z&#228;hlt ein Blog zur virtuellen Visitenkarte und stellt einen <strong>nicht unerheblichen Teil der pers&#246;nlichen Online-Reputation</strong> dar. Mindestens einmal in der Woche sollte ein Artikel aus meiner Feder stammen. F&#252;r die Inhalte der Artikel setzte ich mir auf meine pers&#246;nliche Agenda: <strong>Keine altbackenen Dinge aufarbeiten oder gar Nachrichten rezitieren</strong>, die bereits in anderen Medien im vollen Umfang zur Geltung kamen. Mit diesem Blogartikel m&#246;chte ich einige Eindr&#252;cke an meine Leser weitergeben und zur Diskussion dieses Themas einladen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/xelcise/4694275065/" title="Day 163 by Xelcise, on Flickr"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1296/4694275065_0ac8018584.jpg" class="center" width="500" height="375" alt="Day 163" /></a></p>
<p>R&#252;ckblickend m&#246;chte ich behaupten, dass ich <strong>dieses pers&#246;nliche Ziel erreicht, wenn nicht gar &#252;bertroffen</strong> habe. So fand ich genug Zeit, um einige f&#252;r meinen Geschmack interessante Themen vorzustellen, die vielleicht nicht sofort dem Interesse des digitalen Mainstreams entsprachen. Im Januar schrieb ich verschiedene Artikel &#252;ber die Entwicklung des Online-Werbemarkts, das angesagte Portal Quora, zu den Herausforderungen des Journalismus am Fallbeispiel Dschungelcamp, den Vorsto&#223; in Richtung Connected TV, &#252;ber die Ego-Promotion mit Social Networks, das relevante Thema von Konferenz-TV, eine Social Media Kampagne, zu RSS als sterbenden Trend und &#252;ber die Arbeitslosenquote als Triebfeder f&#252;r den TV-Markt. </p>
<p>Einerseits ver&#246;ffentlichte ich relativ wenige Artikel, aber daf&#252;r behandelte ich weitaus breit gef&#228;cherte Themen, die wiederum <strong>ausf&#252;hrlich in den Artikeln behandelt</strong> wurden. Andererseits konnte ich viele meiner Erfahrungen und Kenntnisse in die Artikel einflie&#223;en lassen. Ich hoffe im Nachhinein, dass diese bunte Mischung meinen Lesern gef&#228;llt. Die einzelnen Artikel wurden am Tag der Ver&#246;ffentlichung bis zu 500 Mal abgerufen, was f&#252;r dieses etwas einst stille Blog einem recht regen Ansturm entspricht. Deswegen blicke ich erfreut in die Zukunft und hoffe, meinen treuen Lesern auch weiterhin gute Themen und Denkanst&#246;&#223;e liefern zu k&#246;nnen. </p>
<p><strong>Zurzeit schlummern bereits 15-20 verschiedene Entw&#252;rfe im CMS des Blogs</strong>, die nur darauf warten, als fertige Artikel ver&#246;ffentlicht zu werden. Ein Anteil dieser Texte entspricht gewiss meiner subjektiven Meinung, aber dies sollte kein Stein des Ansto&#223;es sein. Immerhin machen subjektive Inhalte den Kern eines privaten Blogs aus, schlie&#223;lich hatte ich im Gegensatz zu anderen Autoren auch niemals die Fahne hochgehalten, das Blog &#8220;MikeSchnoor.com&#8221; w&#228;re ein Mediendienst oder Fachtitel. Der Faktor Zeit spielt f&#252;r die Ver&#246;ffentlichungen nat&#252;rlich auch eine wichtige Rolle, weil ein Artikel &#252;blicherweise nicht binnen weniger Minuten heruntergetippt ist &#8211; und nicht zu jeder Zeit gen&#252;gend Freizeit bereit steht, die f&#252;r das Schreiben geopfert werden muss. &#220;blicherweise nutze ich die Abendstunden oder den fr&#252;hen Morgen zur Vorbereitung. Die Ver&#246;ffentlichung erfolgt meist vom Vormittag an bis zum Abend, schlie&#223;lich ist dies nur ein Klick und kaum zeitaufwendig. Zudem brachte die Cross-Promotion &#252;ber Twitter, Facebook und XING zus&#228;tzliche Besucher auf die Artikel, die eher am Tage und nicht in der Nacht die Artikel lesen. Zwar konnte nicht jedes Mal eine Diskussion in den Kommentaren gef&#252;hrt werden, doch immerhin erregten die Blogeintr&#228;ge ein gewisses Ma&#223; an Aufmerksamkeit.</p>
<p>Gewiss m&#246;chte ich in Zukunft nicht erneut auf ein solch hohes Pensum mit 90 Postings pro Monat herankommen. Vielmehr besticht der Wunsch, inhaltlich die Blogosph&#228;re mit Themen zu bef&#252;ttern, an denen wiederum meine Leser sich erfreuen k&#246;nnen. <strong> Insgesamt half diese minimale Zielsetzung, aus der Schreibfaulheit im Blog herauszubrechen.</strong> Blicken wir &#252;ber den Tellerrand, frage ich mich nat&#252;rlich, ob es meinen Lesern manchmal &#228;hnlich geht? Habt Ihr f&#252;r Euer Blog eine gewisse Zielsetzung vorgeschrieben oder bloggt ihr einfach drauf los?</p>
<p><strong>Fotocredit:</strong> <a href="http://www.flickr.com/photos/xelcise/4694275065/">Day 163</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/xelcise/">Xelcise</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-Lizenz</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Quora &#8211; Wie finde ich eine Antwort auf meine Frage?</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2011/01/19/quora-wie-finde-ich-eine-antwort-auf-meine-frage/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 08:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[Fragen &#252;ber Fragen. Die Welt steckt voller Fragen. Schon vom Kindesalter an lernen wir, dass wir unsere Umgebung selbst entdecken k&#246;nnen, doch durch Fragen erhalten wir konkrete Informationen in Form von Antworten. Nicht ohne Grund wirbt die bekannte Kindersendung &#8220;Sesamstra&#223;e&#8221; in Deutschland mit dem Spruch &#8220;Wer nicht fragt, bleibt dumm.&#8221; Je &#228;lter man ist, desto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fragen &#252;ber Fragen. Die Welt steckt voller Fragen. Schon vom Kindesalter an lernen wir, dass wir unsere Umgebung selbst entdecken k&#246;nnen, doch durch Fragen erhalten wir konkrete Informationen in Form von Antworten. Nicht ohne Grund wirbt die bekannte Kindersendung &#8220;Sesamstra&#223;e&#8221; in Deutschland mit dem Spruch &#8220;Wer nicht fragt, bleibt dumm.&#8221; Je &#228;lter man ist, desto weniger Fragen stellt man sich. In der Regel ist bereits ein grunds&#228;tzliches Wissen im Kopfe auf Abruf vorhanden und die Antwort l&#246;st die Frage ab. Doch so manches Mal wei&#223; man einfach nicht weiter. Entweder fragt man jemanden in der Hoffnung, eine Antwort zu erhalten. Wenn wir keine Ahnung haben, halten wir nicht einfach mehr die Klappe, sondern suchen nach Antworten. Wir schmei&#223;en den Browser an und tippen wie wild darauf los, um das gro&#223;e Orakel (Internet) zu kontaktieren. Typischerweise schaut das wie folgt aus.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Brennt Dir eine Frage auf der Zunge?&#8221;</em><br />
&#8220;Ja.&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Hast Du die Frage schon in die Adresszeile reingetippt?&#8221;</em><br />
&#8220;Nein.&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Zum Gl&#252;ck, aber die Frage hast Du doch schon gegoogelt?&#8221;</em><br />
&#8220;Ja.&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Hast Du eine Antwort darauf bekommen?&#8221;</em><br />
&#8220;<a href="http://www.google.de/#sclient=psy&#038;hl=de&#038;site=&#038;source=hp&#038;q=Brennt+Dir+eine+Frage+auf+der+Zunge%3F">Ungef&#228;hr 119.000 Ergebnisse</a>.&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Haben Dir die Ergebnisse denn weitergeholfen?&#8221;</em><br />
&#8220;Nein, nicht wirklich&#8230;&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Was machst Du jetzt?&#8221;</em><br />
&#8220;Ich wei&#223; nicht weiter&#8230;&#8221;
</p></blockquote>
<p><strong>Geht es nicht jedem von uns manchmal so?</strong><br />
Fast jeden Tag erwische ich mich dabei, wie ich eine Frage in Google eintippe, um nach Antworten zu recherchieren. Die beste M&#246;glichkeit zur Recherche bietet zwar Wikipedia, doch nicht jedes aktuelle Thema wird dort umfassend erl&#228;utert. Genauso erging es mir vor wenigen Tagen, als ich f&#252;r den <a href="http://mikeschnoor.com/2011/01/14/super-rtl-teletext-mit-social-media-ein-vorstoss-zu-connected-tv/">Bericht zum Vorsto&#223; von SUPER RTL</a> eine Definition von &#8220;<a href="http://www.quora.com/What-is-Connected-TV">Connected TV</a>&#8221; suchte. Das Ergebnis war absolut ern&#252;chternd, denn ich fand einfach nichts hilfreiches in den Suchergebnissen bei Google.</p>
<p>In der Vergangenheit fragte ich im Fall von akuter Ratlosigkeit meine Follower bei Twitter. Unter meinen Followern finden sich schlie&#223;lich viele Experten, aber ich erhielt relativ wenig brauchbare Antworten. Der Echtzeit-Stream bei Twitter wirft diese einzelnen Tweets mit individuellen Fragen leider so schnell aus der Timeline bei den Nutzern, dass man entweder erneut fragen muss oder es gleich bleiben lassen sollte.</p>
<p><a href="http://www.quora.com"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/quoralogo.png" class="alignright"></a>Zum Gl&#252;ck griff ich auf das neue <a href="http://quora.com">Quora</a> zu. Anfang des Jahres machten so viele Einladungs-Codes die Runde, dass scheinbar jeder Kopf der Social Web Szene einen Quora Account besitzt. Nach einer kurzen Recherche fand ich dort jedoch auch keine gute Definition, so dass ich selbst eine neue Antwort anlegte. Und es hat mir wieder absolut Spa&#223; gemacht. <strong>Einfach eine Frage stellen und auf eine Antwort hoffen, oder selbst eine Antwort dem Allgemeinwissen beisteuern.</strong> </p>
<p>Quora entpuppt sich dabei als neues Fragen-Antwort-Network mit eigener Community, die sehr schnell und insgeheim sehr technisch affin agiert. Man erkennt sofort, dass die Teilnehmer bei Quora sich haupts&#228;chlich an Social Media, Medien, Kommunikation, PR, Marketing, Journalismus, Technologie oder Venture Capital orientieren &#8211; zumindest in meinem Dunstkreis finden sich h&#228;ufig Fragen und Antworten zu diesen Themen.</p>
<p><strong>Leider wird Quora nur in Englisch angeboten.</strong> Andere Sprachen sind offiziell noch nicht zugelassen, damit sich nach eigenen Angaben erst das System entwickeln kann und auch eine Internationalit&#228;t vorherrscht. Das gef&#228;llt nicht jedem, doch immerhin finden sich dank dieses durchaus universellen Ansatzes relativ viele Nutzer zum Launch des Portals. Nach gut zwei Wochen aktiver Nutzung <a href="http://www.quora.com/Mike-Schnoor">erfreue ich mich</a> an dem Wissen, was sich dort in geballter F&#252;lle finden l&#228;sst. </p>
<p><a href="http://www.quora.com/Mike-Schnoor"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/quora.png" class="center"></a></p>
<p><strong>Insgesamt betrachtet hat Quora ein sehr hohes Potenzial, um sehr viel Expertenwissen in einem Portal zu vereinen.</strong> Noch haben Marketing und PR dieses soziale Gef&#252;ge noch nicht f&#252;r sich entdeckt, so dass die meisten Inhalte nahezu unverw&#228;ssert und authentisch sind. Die Community reinigt sich dabei wie von selbst, indem jede Antwort von den Nutzern hoch oder runter gewertet werden kann. Auch die Integration des &#8220;Not Helpful&#8221;-Links dient dieser eigenen Bereinigung von Quora ungemein. Eindeutig vermisse ich Widgets zur Einbindung auf externen Webseiten und Blogs. So k&#246;nnte man sich von seinen Lesern einzelne Fragen stellen oder Themen zuweisen lassen. &#196;hnlich wie das Facebook-Widget k&#246;nnte damit der nahezu kostenfreie Werbeeffekt auf Quora zur&#252;ckstrahlen und ein entsprechend hohes Link-Building erzeugen. Zudem muss in den K&#246;pfen der Nutzer sich ein Gedanke manifestieren. Vielleicht muss dieser auch mit einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inception">Inception</a> bei ihnen eingepflanzt werden, denn Quora ist kein Portal, das auf die Masse an Kontakten und Followern setzt. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/quora-follow.png" class="alignright"><strong>Wem nutzt es, wenn einem User unz&#228;hlige Leute folgen, aber dieser noch nicht einmal eine einzige Frage oder Antwort stellt?</strong> Dieser kleine Screenshot verdeutlicht die Sinnlosigkeit eines jeden Zahlenbashings. Ich versuche f&#252;r meinen Teil das Verh&#228;ltnis von Verfolgten und Gefolgten zueinander ausgewogen zu halten. Bei Quora folge ich nicht jedem, vor allen Dingen nicht jedem Nutzer, der selbst keinen einzigen Inhalt beisteuert. Wer Antworten liefert oder Fragen  stellt, zumindest andere Antworten bei Quora bewertet, dann findet sich darin ein f&#252;r mich pers&#246;nlich interessanter Nutzen wieder. Alle anderen, die wirklich nur dabei sind, entwickeln als stille Existenzen absolut keine Relevanz.</p>
<p>Vielleicht stehe ich auch mit dieser Meinung allein auf weiter Flur, lasse mich aber gerne von meinen Lesern und Followern eines Besseren belehren. <strong>Wie sch&#228;tzt ihr das Potenzial von Quora ein? Sind Follower bei Quora ein Ma&#223;stab der Dinge?</strong> :)</p>
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		<title>Journalismus vs. Dschungelcamp PR</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 09:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesen Tagen werden sich so manche Menschen auf der S&#252;dhalbkugel fragen, ob sie nicht einfach doch laut br&#252;llen sollten: &#8220;Ich bin ein Star &#8211; Holt mich hier raus!&#8221; Schon w&#228;re die Tortur vorbei. Keine ekeligen Tiere und Insekten im Mund, kein Schleim und oder K&#228;nguruh-Eier zum Fr&#252;hst&#252;ck. Wenn aber die Gage aller Wahrscheinlichkeit nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen werden sich so manche Menschen auf der S&#252;dhalbkugel fragen, ob sie nicht einfach doch laut br&#252;llen sollten: <strong>&#8220;Ich bin ein Star &#8211; Holt mich hier raus!&#8221; Schon w&#228;re die Tortur vorbei.</strong> Keine ekeligen Tiere und Insekten im Mund, kein Schleim und oder K&#228;nguruh-Eier zum Fr&#252;hst&#252;ck. Wenn aber die Gage aller Wahrscheinlichkeit nach erfolgsbasiert bezahlt wird, bleibt der Protagonist ein wenig l&#228;nger dabei und freut sich, nicht zu den Leidtragenden zu z&#228;hlen, die als auserw&#228;hlte Pr&#252;flingen sich zur Volksbelustigung begeben m&#252;ssen. Immerhin m&#252;ssen <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,740027,00.html">andere Prominente</a> sich nicht auf dieser B&#252;hne zur Schau stellen.</p>
<p>Dieser im Volksmund als &#8220;Dschungelcamp&#8221; bezeichnete TV-Event hat sich in den letzten Jahren zu einem der Erfolgsformate von RTL entwickelt. Scheinbar redet jeder dar&#252;ber und schaut sich gerne an, wenn sich am Anfang des Jahres eine Schar von auserw&#228;hlten Z-Promis mit Palmenwedeln in der &#214;ffentlichkeit zeigen. Ihr pers&#246;nlicher Seelenstriptease ist einfach zu perfekt inszeniert, als dass sich das Massenpublikum abwenden kann. <strong>Schadenfreude schadet bekanntlich dem TV-Zuschauer nie.</strong></p>
<p>Aufgrund der Zeitverschiebung von Australien zu Deutschland l&#228;uft das Dschungelcamp bei uns erst ab 22.15 Uhr im deutschen Fernsehen. Wer zu der Zeit lieber schl&#228;ft oder ein gutes Buch liest, also den irren Quatsch in der Flimmerkiste verpasst hat, muss sich in unserer Gesellschaft am Tage darauf f&#252;r ein Gespr&#228;ch mit den Arbeitskollegen oder so manchen Bekannten wappnen. <strong>Wie kann man das besser erledigen als durch die Berichterstattung in digitalen und gedruckten Medien?</strong> Dort steht doch immer das drin, was man wissen m&#246;chte. Der Spiegel zeigt das Spiegelbild der Gesellschaft, die Bild bildet die Gesellschaft, die Welt zeigt das Weltgeschehen und der Express ist einfach nur schnell. Entgegen der Erwartungshaltung in den K&#246;pfen vieler Leser, dass eine Nachricht direkt aus erster Quelle in die Medien gelangt, bescheinigt die Realit&#228;t jedoch etwas anderes. Die meisten Redaktionen nutzen f&#252;r viele Berichte ihre eigenen Informationskan&#228;le, um die Medien mit aktuellen Nachrichten zu bef&#252;llen. Schlie&#223;lich wird vor Ort in Downunder wohl kaum einer der hauseigenen Redakteure sitzen, um exklusive Berichte mit direkten Insiderinformationen f&#252;r das Blatt zu entwickeln. Neben den wenigen eigenen Geschichten liefern letztendlich Nachrichtenagenturen, Pressestellen, Insider und Branchenkenner den Journalisten die eigentlichen Informationen. Selbstverst&#228;ndlich kommt dabei eine Pressemeldung zu einem zeitlich und r&#228;umlich so weit entfernten TV-Event wie das Dschungelcamp mehr recht als schlecht.</p>
<p><a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/ich-bin-ein-star.html"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/camp.jpg" alt="Screenshot von RTL.de zur Themenseite vom Dschungelcamp" title="Screenshot von RTL.de zur Themenseite vom Dschungelcamp" class="center"></a></p>
<p>Bereits am Wochenende fiel mir <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dschungel-journalismus-aus-erster-hand/">ein kritischer Artikel von Stefan Niggemeier</a> auf, der sich mit einem kurzen, aber damit provokanten Artikel an diesem mittlerweile <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/schneewitschen-und-die-weltde-zwerge/">typischen Verhalten</a> von Redaktionen auseinander setzt. Gewiss ist die Kritik berechtigt, zumal die Pressemeldung von RTL neben einem redaktionellen Artikel der Welt wie eine 1:1-Kopie wirkt. <strong>Ein journalistischer Klon und ein voller Erfolg f&#252;r die PR,</strong> und damit ein gutes Ergebnis f&#252;r die PR-Abteilung von RTL. Dem Leser seines Blogartikels wird dabei jedoch nur <a href="http://www.express.de/news/promi-show/dschungel-camp/indira---mathieu-beim-dschungel-zahnarzt/-/2406/5599996/-/index.html">der plakative Aspekt</a> des leicht umgeschriebenen Kopierens vorgezeigt, w&#228;hrend die Hintergr&#252;nde f&#252;r eine solche PR-Berichterstattung im Verborgenen bleiben. Zugegeben, man muss nicht alles erl&#228;utern, daher versuche ich mich einfach jetzt daran. :)</p>
<p><strong>Warum kopieren Redaktionen teilweise direkt Pressemitteilungen?</strong><br />
Die Medienwelt hat durch die Digitalisierung eine starke Ver&#228;nderung s&#228;mtlicher Bedingungen im Journalismus erlebt. Vor zehn Jahren war es kein Thema, beispielsweise f&#252;r einige Stunden zur Recherche als Lokalredakteur am Ort des Geschehens sein. Oder man sprach direkt mit den Unternehmen, um an Daten, Fakten und Zahlen zu gelangen. Heute muss respektiert werden, dass die Redaktionen jetzt unter einem enormen Zeitdruck und Konkurrenzdruck leiden. Der <a href="http://www.welt.de/fernsehen/specials/dschungelcamp/article12156015/Dschungelcamp-startet-mit-Brechreiz-Pruefung.html">fragliche Artikel</a> wurde wohl weniger aus journalistischen Gr&#252;nden zur Meinungsbildung, sondern eher aufgrund der thematischen Relevanz im Zielpublikum eingefordert. Nat&#252;rlich nimmt ein Journalist in diesem Fall dankbar einen PR-Text auf, wenn solche detaillierten Schilderungen des mitunter ekeligen Geschehens mundgerecht aufbereitet sind. Damit wird leicht erreicht, dass sich der K&#228;ufer des Printerzeugnisses &#252;ber solche Themen zur Informationsabdeckung schnell erquicken kann. Andererseits bleibt am Ende des Tages wesentlich mehr Arbeitszeit &#252;brig, die f&#252;r relevante und investigative Geschichten genutzt werden kann. So hat der Leser noch mehr Vorteile beim Kauf eines solchen Printtitels respektive beim Lesekonsum des jeweiligen Online-Mediums. </p>
<p>Zur Meinungsbildung z&#228;hlt damit auch die ansatzweise Erkl&#228;rung der Herausforderungen von Journalisten, die sich in einer schnellebigen Nachrichtenwelt gegen eine gewaltige Informationsflut behaupten m&#252;ssen. Im Grunde genommen ist der kritische Bericht von Stefan Niggemeier sehr wertvoll f&#252;r die Medienlandschaft, unterschl&#228;gt jedoch die wom&#246;glich wahren Hintergr&#252;nde. Man sollte sich daran erinnern, dass Journalismus in der westlichen Welt von Anzeigen bei m&#246;glichst hohen Auflagen und Abverk&#228;ufen lebt. <strong>Je unattraktiver eine Publikation, desto eher besteht die Chance des Zeitungssterbens.</strong> Dies f&#252;hrt wiederum zu Entlassungen in den Redaktionen und angeschlossenen Abteilungen bis hin zur Einstellung des Printtitels. Darunter leidet zudem die unabh&#228;ngige Berichterstattung und Medienvielfalt. <strong>Aber diese Br&#252;cke vom PR-Text in einem redaktionellen Medium zu schlagen w&#228;re vielleicht genauso plakativ &#252;berzogen, wie die Kritik an dem Vorgehen insgesamt.</strong></p>
<p><strong>Und wenn wir bei plakativen Darstellungen sind:</strong> Falls zudem wirklich jemand daran glaubt, dass die Journalisten &#252;berhaupt Lust oder gar entsprechend Zeit h&#228;tten, sich diese Pr&#252;fungen im Fernsehen selbst anzusehen, sollte seinen eigenen Medienkonsum hinterfragen. Im Prinzip sollte sich auch jeder fragen, ob alles <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tSTJbY96nUE">in dem Dschungel wirklich der Wahrheit</a> entspricht, aber der Zuschauer liebt solche Sendungen und schaltet ein. &#8220;That&#8217;s entertainment, baby!&#8221; :)</p>
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		<title>Twitter, Facebook und XING: Linkschleuderei als digitalen Selbstbeweihr&#228;ucherung?</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 10:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer einen Artikel f&#252;r das eigene Blog schreibt, greift oft zu diversen Tools, um den fertigen Blogeintrag im Netz zu promoten. Waren es fr&#252;her Social Bookmarking Dienstleister wie del.icio.us oder Stumbleupon, nehmen heute die Echtzeitmedien Twitter, Facebook und XING die Rolle der Linkdistribution ein. Zurzeit distanziert sich Ed Wohlfahrt in <a href="http://edrelations.com/2011/01/11/nein-zur-digitalen-selbstbeweihraucherung/">seinem aktuellen Artikel</a> von diesem Gebahren der Promotion in Social Media und fragt noch einmal nach: <a href="http://twtpoll.com/aihcm2">Ist dieses Vorgehen verwerflich oder gelebte Praxis?</a> </p>
<p>Eine durchaus relevante Frage hinsichtlich der &#8220;digitalen Selbstbeweihr&#228;ucherung&#8221;, die im Sinne der eigenen Online-Reputation nicht zu verachten ist. F&#252;r meinen Teil (er)lebe ich Social Media und damit das Internet in seiner frischesten Form nach folgender Maxime: <strong>Egal ob Twitter, Facebook, oder Xing &#8211; wer mir folgt oder mein Kontakt sein m&#246;chte, macht dies aus Interesse an meiner Person.</strong> Nicht aus Zahlenhascherei um die h&#246;chsten Werte an Verfolgern und Gefolgten. Diese zahlengeilen Menschen entfolgen mir &#252;blicherweise auch nach kurzer Zeit, oder ich rate ihnen an, mir schleunigst mit nur einem Klick zu entfolgen, wenn meine ver&#246;ffentlichten Informationen von keinem pers&#246;nlichen Interesse f&#252;r sie sind.</p>
<p><strong>Als viel interessanter entpuppen sich die Follower und Kontakte, die ziemlich genau das sehen m&#246;chten, was ich der Welt mitteile.</strong> Dazu z&#228;hlen nicht nur Weisheiten und Sinnfreiheiten mit 140 Zeichen, sondern auch Linktipps zu Themen, die mich interessieren und von denen ich glaube, sie interessieren diejenigen Leute, die mir folgen. Manche Themen werden bereits von anderen Autoren gut abgedeckt, so dass ich freudig ihre Links verbreite oder andere Tweets mit Linktipps retweete bzw. die Informationen mit meinen Kontakten &#252;ber die &#252;blichen Funktionen teile. Dieses Prinzip des Teilens passt perfekt zu den Gedanken, die ich selbst nicht mit nur 140 Zeichen oder einem kurzen Statusupdate ausdr&#252;cken kann, sondern f&#252;r die ich einen l&#228;ngeren Artikel im eigenen Blog herleiten muss. </p>
<p><a href="http://facebook.com/sichelputzer"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/promo.png" class="center"></a></p>
<p>Genau diese Artikel, die ich eigenh&#228;ndig mit verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig viel Zeit und so manches Mal auch mit M&#252;he verfasse, m&#246;chte ich gelesen wissen. Der Grund f&#252;r diesen Wunsch liegt vielleicht nicht jedem Leser, Kontakt oder Follower auf der Hand. Hier stehen keine Abrufzahlen in Millionenh&#246;he f&#252;r den Egopush im Vordergrund. <strong>Nein, es sind eher Eure Reaktionen und Kommentare auf meine Artikel, die mir wertvoll sind</strong>. Ich verbreite die Links auch, weil es mich erfreut, wenn ich anderen Menschen etwas mitteilen kann, was vielleicht f&#252;r ihren pers&#246;nliche Situation in Arbeits- und Privatleben von Vorteil sein kann.</p>
<p>Gewiss ist es ein zeitraubender Faktor, jeden Blogeintrag zu promoten. Je einfacher, desto besser. Nicht ohne Grund habe ich nach ersten Gehversuchen den &#8220;Tweet-this&#8221;-Automatismus eines Plugins f&#252;r WordPress vor fast zwei Jahren wieder deaktiviert. Daraus folgte, dass ich nur h&#228;ndisch die Tweets mit den Links verfasste. Mein Ziel dahinter ist auch leicht ersichtlich: <strong>Ein wenig pers&#246;nliche Note hilft immer, wenn ein Link ankommen soll.</strong> <a href="http://twitter.com/MikeSchnoor">Twitter</a> wird per Hand, <a href="http://facebook.com/mikeschnoor">Facebook</a> wiederum automatisch von Twitter gef&#252;llt. Die <a href="http://facebook.com/sichelputzer">Fanpage meiner Webseite</a> f&#252;lle ich wiederum per Hand und <a href="http://www.mikeschnoor.de">Xing</a> bekommt auch ein Statusupdate. Der Rest ist reiner Luxus und &#220;berfluss. Schlie&#223;lich gehen die Nutzer nicht mehr auf die Suche nach Informationen. Die Nutzer werden von den Informationen gefunden &#8211; und lassen sich vielleicht sogar auch &#252;berraschen.</p>
<p>Abschlie&#223;end freut es mich, durch den urspr&#252;nglichen Gedankengang im Artikel von Ed Wohlfahrt auf dieses Thema zu kommen. Dies erfolgte kurzerhand &#252;ber meine abonnierten RSS-Feeds via <a href="http://www.google.de/reader/">Google Reader</a> und nicht &#252;ber Twitter. So konnte ich anstatt eines einfachen Kommentares in seinem Blog gleich einen ganzen Artikel verfassen, was wesentlich mehr Relevanz besitzt als schn&#246;de 140 Zeichen. W&#228;hrend so manche Stimmen vom <a href="http://mikeschnoor.com/2011/01/06/rss-naht-jetzt-das-ende-der-wirklich-einfachen-syndizierung/">Ende von RSS fl&#252;stern</a>, glaube ich auch stark daran, dass RSS noch lange weiterleben wird. Dies ist jedoch eine andere Baustelle. :)</p>
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		<title>Social Media PR-Gau am Beispiel des WeTab</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2010/10/05/social-media-pr-gau-am-beispiel-des-wetab/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 07:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein deutscher Unternehmer scheint in diesen Tagen erneut die Macht von Social Media untersch&#228;tzt zu haben. Zumindest sp&#252;rt er sie in Form eines PR-GAUs mit voller Wucht. Die &#214;ffentlichkeit nimmt Helmut Hoffer von Ankershoffen als zentralen Dreh- und Angelpunkt in der Kommunikation des ber&#252;hmt-ber&#252;chtigten &#8220;WeTab&#8221; wahr. Man konnte den blonden Mann in den letzten Monaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein deutscher Unternehmer scheint in diesen Tagen erneut die Macht von Social Media untersch&#228;tzt zu haben. Zumindest sp&#252;rt er sie in Form eines PR-GAUs mit voller Wucht. Die &#214;ffentlichkeit nimmt Helmut Hoffer von Ankershoffen als zentralen Dreh- und Angelpunkt in der Kommunikation des ber&#252;hmt-ber&#252;chtigten &#8220;WeTab&#8221; wahr. Man konnte den blonden Mann in den letzten Monaten immer wieder auf Messen oder bei Vortr&#228;gen im Rampenlicht sehen. Bei der ersten Pr&#228;sentation f&#252;r Journalisten wurde nur ein Video statt funktionierender Software gezeigt, in den letzten Wochen und Monaten generierte der Branchen-Buzz recht holprige Ergebnisse. Nun sollte endlich der &#8220;WeTab&#8221; am Markt eingef&#252;hrt werden. Gewiss darf ein Unternehmer von seinem Produkt &#252;berzeugt sein. Doch sollte diese &#220;berzeugung immer glaubw&#252;rdig bekannt gegeben werden. In dem aktuellen Fall verlief es g&#228;nzlich anders, denn die unausgesprochenen Gesetzm&#228;&#223;igkeiten von Social Media wurden in der Kommunikation vollkommen ignoriert.</p>
<p>Unter der Angabe des falschen Namens &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Glaser">Peter Glaser</a>&#8221; rezensierte der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer sein eigenes <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003JFKUWQ?ie=UTF8&#038;tag=mikeschnothea-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B003JFKUWQ">Produkt bei Amazon</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mikeschnothea-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B003JFKUWQ" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />. Die Rezension wirkte &#252;beraus positiv und leidenschaftlich, als h&#228;tte eine stilsichere Feder gepaart mit marketinglastigen Worth&#252;lsen einen Lobgesang auf das Produkt gehalten. Nat&#252;rlich wurde die Skepsis der Nutzer durch die ausdr&#252;cklich positive Produktbewertung erweckt, so dass der Autor als Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Herstellerunternehmens <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/10/wedepp/">entlarvt wurde</a>. Nach nur wenigen Stunden der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,721229,00.html">Ausschlachtung des Themas</a> in zahlreichen Online-Medien wurde zudem bekannt, dass Hoffer von Ankershoffen in seiner Funktion als <a href="http://www.horizont.net/aktuell/leute/pages/protected/PR-Skandal-WeTab-Chef-Helmut-Hoffer-von-Ankershoffen-zieht-sich-zurueck_95379.html">Gesch&#228;ftsf&#252;hrer</a> der WeTab GmbH <del datetime="2010-10-05T19:39:40+00:00">zur&#252;cktrat</del> <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/10/stellungnahme/">seine &#196;mter ruhen l&#228;sst</a>. Auch die Fachmedien lassen an <a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/WeTab-Wie-die-Bloedheit-des-Firmenchefs-eine-junge-Marke-ruiniert_95385.html">dem Vorgehen</a> der merkw&#252;rdigen Kommunikationsstrategie kein Haar mehr.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2010/10/wetab.jpg" class="center"></p>
<p>Ich stellte mir auch die Frage, ob Social Media Guidelines diesen PR-Gau f&#252;r den WeTab verhindert h&#228;tten? &#220;blicherweise gelten solche Richtlinien im Unternehmen f&#252;r jeden Mitarbeiter &#8211; von der tiefsten bis zur h&#246;chsten Hierarchiestufe. Jeder Mitarbeiter verpflichtet sich dem Unternehmen und seinen Prozessen, nicht nur im Gesch&#228;ftsalltag, sondern auch im Social Web loyal gegen&#252;berzustehen und die geltenden Strukturen der Kommunikation zu respektieren. H&#228;tte ein einzelner Mitarbeiter so gehandelt, indem er unter falschem Namen oder unter dem Schein der Anonymit&#228;t eine Produktrezension ver&#246;ffentlicht h&#228;tte, w&#228;re das mediale Echo gewiss wesentlich kleiner gewesen. Durch die Aktivit&#228;ten seitens der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung kam das ganze Thema in eine ungeheure, nahezu rasante Fahrt. Jegliche Sinnhaftigkeit einer Social Media Richtlinie, h&#228;tten sie f&#252;r diesen Fall Anwendung gefunden, w&#228;re sofort &#252;ber den Haufen geworfen und nutzlos. Die Sau wurde durch die digitalen Meinungsmacher durch Kleinbloggersdorf &#252;ber <a href="http://search.twitter.com/search?q=wetab">Speedy-Go-Twitter</a> bis zur traditionellen Medienhauptstadt getrieben. Das eigentliche Produkt zumindest scheint in <a href="http://www.ingame.de/hardware/54041/wetab-das-deutsche-ipad-pleiten-pech-und-pannen/">manchen</a> <a href="http://www.stern.de/digital/computer/wetab-im-test-das-unvollendete-1609598.html">Testberichten</a> die Tester nicht zu &#252;berzeugen. Der Produktmarke, die sich als deutsche Antwort auf das iPad von Apple verstehen durfte, schadet das scheinbar unkontrollierbare Kommunikationsverhalten. Immerhin agiert die beauftragte PR-Agentur Fink &#038; Fuchs und versucht den Schaden einzud&#228;mmen, indem sie in einer Stellungnahme verk&#252;ndet, dass die fraglichen Rezensionen auf Amazon privat verfasst wurden, ohne dass mit der &#252;brigen Gesch&#228;ftsf&#252;hrung oder der Kommunikationsabteilung eine Abstimmung erfolgte. F&#252;r die PR-Agentur entwickelt sich das Thema zu einem gef&#252;hlten Kundendebakel. Ob hier Beratungsresistenz vorliegt? :)</p>
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