Mike Schnoor
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Schlagwortarchiv für: Social Media

Stephan Uhrenbacher wechselt in den Qype Aufsichtsrat

Public Relations

Speedy go fix – so kann man bezeichnen, was sich vor wenigen Sekunden bei Twitter ergab: Stephan Uhrenbacher tritt von seinem Posten als Geschäftsführer von Qype zurück und wechselt in den Aufsichtsrat. Als Nachfolger wird Stephen Taylor ernannt, der zuvor Regional Vice President & Managing Director Yahoo! sowie Managing Director von Overture Europa war. Nach Lars Hinrichs von XING ist Stephan damit die zweite Persönlichkeit aus dem deutschsprachigen Web 2.0 Markt, die die Ämter niederlegt und sich anderen Aufgaben widmet, dabei dem Unternehmen jedoch als größter Anteilseigener jeweils treu bleibt.

Die webzwonullige Nachricht verbreitet sich sehr schnell – mit den Blogeinträgen waren besonders Cem und Alexander zuerst dran. Bei Stephan selbst steht in seinem persönlichen Blog noch kein Wort davon. Was die Pressearbeit seitens Qype betrifft, wundert es mich, dass ich sowohl über ots, freie Presseversand-Dienstleister oder als direkte E-Mail keine Meldung bis auf den offiziellen Blogeintrag sehen konnte.

12. Januar 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-01-12 15:33:242009-01-12 15:33:24Stephan Uhrenbacher wechselt in den Qype Aufsichtsrat

XING holt sich socialmedian

Social Media

Lars Hinrichs gab es höchst persönlich in Twitter und im net.work.xing-Blog bekannt: XING, das Social Network für Businesskontakte, holt sich socialmedian. Der aus New York stammende Newsservice soll das globale XING-Netzwerk mit Businessnews versorgen.

Für mich ein sehr interessanter Deal in der Welt von Web 2.0. Eindeutig beweist damit XING, dass es auch über den Teich geht und andere Unternehmen sich einverleiben kann. Üblicherweise treiben nur die größeren Player aus dem Silicon Valley diese Strategie voran. Immerhin ändert sich auch personell durch die neue Funktion von socialmedian-Gründer und CEO Jason Goldberg etwas in Hamburg. Als VicePresident für die XING Applications Platform soll er hauptverantwortlich die weltweiten Partnerschaften für die Applikations-Entwicklung managen und Content-Providern helfen, sich in das XING-Netzwerk zu integrieren. Na dann – herzlichen Glückwunsch!

19. Dezember 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-12-19 09:39:042008-12-19 09:39:04XING holt sich socialmedian

Pownce kapituliert

Blogkultur, Microblogging, Social Media

Microblogging wurde dieses Jahr für viele Web 2.0-Jünger zum absoluten Trend. Zahlreiche Services entstanden daraufhin mit dem Ziel, den Nutzer mit 140 Zeichen den literarischen Erguß zu entlocken.

Pownce war bis heute einer dieser Anbieter. Mit der Ankündigung, Pownce bis zum 15. Dezember zu schließen und an Six Apart zu verscherbeln, schneidet man sich ins eigene Fleisch. Scheinbar kann man gegen den Platzhirsch Twitter nicht anstehen, denn Twitter ist übermächtig.

Ich habe kurzerhand meinen alten Pownce-Account deaktiviert. Genutzt habe ich den Service kaum, wenn nicht sogar selten. Was übrig bleibt kann man an einem Finger abzählen: Der Tod eines durchaus cleveren Start-Ups, das sich gegen Twitter trotz allerlei Finesse nicht durchsetzen konnte. Da hilft doch nur der gute Weg zurück zum Bloggen – es lebe die Blogkultur und das Pendant in Form von Twitter.

1. Dezember 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-12-01 22:12:582013-11-20 07:07:27Pownce kapituliert

Digitale Geburtstagsgrüße

Social Media

Ein interessantes Experiment übt Ibo derzeit in seinem Blog aus: Geburtstag 2.0 – Der kommunikative Selbsttest. Anstatt die üblichen, persönlichen Geburtstagsgrüße abzuwarten, testet er aus, wie schnell die Blogosphäre und Social Network Connections auf seinen persönlichen Feiertag reagiert. Wann er die 100er oder 1000er Marke der Glückwünsche knackt, bleibt wohl nur noch eine Frage der Zeit! Und bei mir ist es auch in knapp zwei Monaten soweit, bei meiner Frau in wenigen Tagen und bei unserer Tochter in etwas mehr als einem Monat. :)

27. November 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-11-27 10:41:442026-06-06 12:57:50Digitale Geburtstagsgrüße

Chef-Ego von Facebook

Public Relations, Social Media

„Wer ist hier der Chef? Ich!“ – egomanisch berieselte Antworten in solcher Form sind durchaus gängig in diversen Unternehmen. Was sich laut turi2 ein gewisser Marc Zuckerberg in einem aktuellen FAZ-Interview mit der Aussage „Ich“ auf die Frage nach dem Chef des Social Networks leistet, sehe ich weitaus kritischer an, als wenn sich ein Kleinunternehmer in der Form über seinen Fünf-Mann-Betrieb äußert.

Wie jedes Unternehmen braucht Facebook einen Chef, der als Lichtgestalt das Unternehmen nach außen hin symbolisiert und seine Interessen vertritt. Doch solche plakativen Aussagen sind doch eher peinlich für eine Company, die in erster Linie auf dem reinen User-Generated-Content sein Geschäft aufbaut. Zwar ist Zuckerberg der Gründer und letztendlich Unternehmenschef, aber wenn er mit seinem Cowboy-Getue (Achtung! Imageprobleme der USA verleiten zu dieser Bezeichnung!) solche formidablen Aussagen trifft, tut es mir um die anderen Mitarbeiter leid. Schließlich braucht ein Chef seine Wasserträger, die das gesamte System, auf dem Facebook basiert, auch tragen und in jedem Detail kennen. Der Erfolg hat wirklich seinen Preis – das Ego wird intensiv gebürstet. Oder sehe ich das ein wenig zu kritisch?

15. Oktober 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-10-15 09:58:522009-02-26 22:36:39Chef-Ego von Facebook

Blubb, Blubb, Blase?

Social Media

Web 2.0 zelebrieren viele Nutzer aktiv, andere erkennen noch nicht einmal, dass sie webzwonullige Anwendungen nutzen. Eigentlich sprießen Start-Ups im Zeitalter des Web 2.0 förmlich aus dem Boden. Doch in kurzer Zeit könnte dem illustren Treiben, das bei vielen kleinen Start-Ups in den vergangenen Wochen und Monaten zu beobachten war, ein jähes Ende gesetzt werden. Deutschland wird die Auswirkungen der Finanzkrise insbesondere im Web 2.0 Segment spüren.

Andreas Göldi sieht das Ende kommen, da der Markt für frisches VC-Geld praktisch geschlossen ist. Anstatt auf kräftige Finanzspritzen zu hoffen, müssen junge Start-Ups ihre Geschäftsmodelle aufpolieren und andere Finanzquellen suchen. Umsätze kann man nur schreiben, wenn die Quellen dafür erschlossen werden können. Ich befürchte bereits, dass sich die weltweite Finanzkrise in wenigen Tagen mit einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt zurückmelden wird. Auch viele Start-Ups werden erleben, dass das gehoffte Wachstum ausbleibt. Zumindest sollte man die Investments abschließen.

Doch wie in der „Dotcomtod“-Phase wird es dem Web 2.0 nicht ergehen. Wer sich geschickt anstellt und ein gutes Management für ein Unternehmen aufbauen kann, zeigt nach außen, dass man eine „Blase“ abwenden kann. Das große Schlottern wird vor allem kleine auf pure Individualität aufgebaute Projekte betreffen, während die größeren etablierten Unternehmen am sich konsolidierenden Markt behaupten werden. Wie mögliche Auswege dargestellt werden, bleibt definitiv abzuwarten. Fluchen hilft wenig, denn Geld ist immer da. Man muss nur gegen die Ideenlosigkeit kämpfen.

10. Oktober 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-10-10 15:07:242026-06-06 12:56:53Blubb, Blubb, Blase?

Twitter mit optischem Relaunch

Design, Microblogging, Social Media

Sehr hübsch, was Twitter seit wenigen Stunden den Nutzern präsentiert. Das Design wurde in reine Funktionalität in der Sidebar und den eigentlichen Inhalt aufgeteilt.

Man erwartet dadurch einen gewissen Geschwindigkeitsschub, da viele Funktionen mit AJAX anstatt der üblichen eigenen Seiten abgefrühstückt werden. Dennoch wirkt der beliebte „Social Chat“ etwas langsam an diesem Morgen. Bleibt abzuwarten, ob die wiederholten Performanceprobleme von Twitter behoben werden können – oder ob nur leere Versprechungen folgen. :)

19. September 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-09-19 09:06:472009-02-26 22:36:49Twitter mit optischem Relaunch

watchblog-tv

Blogkultur, Medien, Social Media

Der Fall Bankhofer beschäftigt seit kurzem die gesamte Medienwelt. Ein aufklärendes Video wurde im Internet auf verschiedenen Videoplattformen verbreitet, unter anderem auch bei sevenload. Nach der Sperrung des Videos aufgrund einer Abmahnung stand sevenload am Wochenende im Kreuzfeuer der Blogosphäre.

In der hitzigen Diskussion haben wir feststellen müssen, dass es uns als Web 2.0 Unternehmen auch reizt, mit den Nutzern und den Bloggern zu kommunizieren. Hierbei haben wir in unserer Kommunikation nicht alles richtig gemacht. Das Ergebnis liest sich unter anderem bei Lanu, Chris, Felix und bei BooCompany. Nachdem wir uns über diesen speziellen Fall rege ausgetauscht haben, entschieden wir uns ein Experiment mit der Blogosphäre zu wagen.

Die kritische Masse steht zwischen den Fronten: User-Generated-Content vs. die Produktionen von etablierten Medienhäusern. watchblog-tv ist das neue Web 2.0 Sendeformat für kritische Beobachter von Wirtschaft und Politik. Diese neue Form des kritischen Video-Journalismus ist für jeden zugänglich. Registrieren, mitmachen und einen eigenen journalistischen Videobeitrag verfassen kann und soll jeder, um einen möglichst vielfältigen Blick auf die wirtschaftliche und politische Gesellschaft in Deutschland abzubilden.

Diesen Blogeintrag schicke ich in Kürze auch an diverse Blogger per E-Mail – wir sind auf eure Meinung und auf eure Teilnahme unter watchblog-tv sehr gespannt.

12. August 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-08-12 21:27:082013-11-20 07:49:09watchblog-tv

HowTo: Druckfunktion in Weblogs

Blogkultur, Public Relations

Weblogs sind meiner Meinung nach eine bedeutsame Größe unserer Medienwelt. Auch wenn manche Journalisten und Blogger es nicht für möglich halten möchten, ist der Einfluss von Blogs nicht mehr weg zu denken. Insbesondere in der PR-Arbeit nimmt nutzergenerierte Berichterstattung einen hohen Stellenwert ein. Doch in unserer schönen Welt zwischen Meinungsmachern und Public Relations fällt nahezu immer ein Qualitätsanspruch unter den Tisch: Eine saubere Druckfunktion der Blogs (und einiger Onlineausgaben mancher Zeitungen und Zeitschriften) wird vernachlässigt!

Manche Blogger ignorieren schlichtweg das Bedürfnis, aus ihren digitalen Artikeln ein sauberes Dokument zu erstellen. Deshalb habe ich den Entschluss gefasst, eine Druckfunktion für dieses Blog anzubieten. Dabei ist es gar nicht so schwer, den richtigen Stylesheet im Blog zu hinterlegen – auch ich habe mich 15 Minuten hingesetzt und den originalen Stylesheet des Blogs in die Print-Variante abgespeckt. Die Integration im Header des Weblogs ist dabei kinderleicht:

<link rel="stylesheet" type="text/css" media="screen" href="https://mikeschnoor.com/wp-content/themes/ts2009/style.css" />

<link rel="stylesheet" type="text/css" media="print" href="https://mikeschnoor.com/wp-content/themes/ts2009/print.css" />

Warum ist dies ein Qualitätsanspruch?
PRler betreiben Medienbeobachtung in Form von Clippings. Der ausgedruckte Medieninhalt steht zwar in direktem Kontrast zum Schutze des Regenwalds, jedoch ist heutzutage das Konvertieren von digitalen Inhalten in ein PDF-Dokument allgemeiner Usus. Man sichert den Inhalt für die Ewigkeit. Auch im Privatleben gibt man einen guten Artikel trotz Social Bookmarking Services an bestimmte Bekannte und Verwandte in Form eines PDFs ab. Lustig wird es erst recht, wenn manche Studenten mit sehr hässlichen PDF-Dateien (über 10 Seiten lang) eine einzige Quelle für ihre Abschlussarbeiten auf CD gebannt einreichen. Selbst ein Professor kommt an den Rand der Frustration. Schließlich werden Weblogs immer öfter als Expertenquellen genutzt.

DOs – ausgedruckte Blogeinträge sollten nur die relevanten Informationen darstellen:

  • Logo bzw. Titel des Blogs
  • Titel des Artikels
  • Autoren und Zeitstempel
  • Vollständiger Inhalt des Blog-Artikels
  • Hinweis auf Copyright oder CC-Lizenz
  • Schrift: Kräftige Farben und gängige Systemfonts auf weißem Hintergrund
  • Optional: Kategorien des Artikels
  • Optional: Tags des Artikels
  • Optional: Kommentare des Artikels

DON’Ts – verzichten sollte man in jedem Fall in der Druckvariante des Blogeintrags auf diese Kernbestandteile von typischen Layouts:

  • Blogrolle
  • Tagcloud
  • Sidebar
  • Footer (Ausnahme: Copyright/CC-Lizenz/Verfasser)
  • Letzte Artikel
  • Aktuelle Kommentare
  • Verwandte oder Populäre Artikel
  • Kommentarformular
  • Navigationselemente
  • Statistiken, Metainformationen, Loginmasken
  • Werbung, Banner und Buttons
  • Bildergalerien

Wenn man diese kleinen Tipps beachtet, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Hier ein direkter Vergleich – links das Layout des Blogs und rechts die mit CSS veränderte Druckfunktion (zum Vergrößern klicken):

Wird die Druckfunktion ein Teil der neuen Blogkultur?
Eine schwierige Frage. Zum Spaß habe ich mir die aktuellen Top 20 der Deutschen Blogcharts genauer betrachtet. Es fällt ganz eindeutig auf, dass nahezu kein Blog mit einer sauberen Druckfunktion ausgestattet ist. Der schnelle Test mit der integrierten Druckfunktion des Browsers ergab folgendes Bild: Basic Thinking, Nerdcore, Spreeblick, netzpolitik, Stefan Niggemeier, lawblog, re:publica08, Software Guide, GoogleWatchBlog, Werbeblogger, fscklog, WordPress Deutschland, Indiskretion Ehrensache, medienlese, Blogbar, 1x umrühren bitte, Dr. Web Weblog – keines dieser Blogs hat eine saubere Druckfunktion. Ausschließlich das Bildblog und bueltge.de gehen mit gutem Beispiel voran und haben ein sauberes Ergebnis geliefert. Deutsche-Startups nutzt eine zusätzliche Seite, um das Ausdrucken von Artikeln zu ermöglichen.

Fazit
Drucken ist out? Nein, drucken ist in – nur nicht immer auf Papier. Ich hoffe, dass dieser etwas längere Artikel viele andere Blogger zum Nachdenken und zum Handeln anregt. Auch wenn wir das Web 2.0 bis zum „Geht-Nicht-Mehr“ zelebrieren, sind viele Nutzer dort draußen immer noch so abgekühlt und drucken die Inhalte aus – auf Papier oder als PDF. Wie schaut es bei euch aus? Nutzt ihr eine Print-Version von eurem CSS oder bietet ihr eine entsprechende Druckseite an? :)

2. August 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-08-02 09:56:312009-04-05 10:11:49HowTo: Druckfunktion in Weblogs

delicious new del.icio.us

Design

Alles neu macht der Juli. Dieses Blog wurde erst kürzlich neu gelauncht. Aber auch Branchengrößen der Social Bookmarking Dienste wie delicious ließen nicht lange auf sich warten. Seit wenigen Stunden gibt es das neue delicious in voller Länge und Breite zu sehen. Doch ist das neue delicious ein performanter „sexy hot stuff“ unter den Social Bookmarking Services?

Wahnsinnig nervig ist die komplette Umstellung der URL. Kein „del.icio.us“ mehr, sondern eine klassisch aufgekauftgekratzte Topleveldomain namens „delicious.com“ bringt optische Pracht in den einst langweilig skurilen 1999er Look. Ganz klar, die neue Optik macht den Service ein wenig webzwonulliger als bisher. Es wirkte wie ein absoluter Dinosaurier unter den Services. Selbst oneview gönnte sich im vergangenen Jahr nach fast 10 Jahren eine Rekultivierung des Systems – hat gut getan, und das wird delicious sicherlich ebenfalls helfen, ein paar weitere Nutzer anzulocken. Alte Hasen könnten sich im Sinne der „googleschen Einfachheit“ von solch optischen Korrekturen wie bei delicious jetzt abschrecken lassen, aber wer braucht halt Klasse, wenn man an die Masse will?

Das bringt mich zurück zum Thema – es ist amazingly stupid so lange mit einem Relaunch zu warten. Wie viele Jahre hat delicious auf dem Buckel? Drei? Vier? Und es wurde nichts daran getan, auch seitdem Yahoo seine Fingerchen mit im Spiel hat kam das mitunter lang ersehnte Update viel zu spät. Irgendwann wurde ein ähnliches Layout bereits der Öffentlichkeit präsentiert, aber mehrere Monate später kam es erst jetzt on air.

Ich erwarte, dass delicious durch die Umstrukturierung des Services den kleinen Mann von der Straße abholen möchte. An die gängigen Mechanismen und Darstellungen von Web 2.0 Services angepasst, werden insbesondere in den USA die Nutzer ihre Freude daran haben. Ob delicious jetzt ähnlich wie Facebook nach Deutschland kommen möchte – wir dürfen gespannt sein. Hier gibt es gewisse Platzhirsche, die ähnlich wie studiVZ in den Kampf ziehen werden. Der Weg in Richtung Social Community wird wohl vom neuen delicious angestrebt. Ob dies eine erfolgversprechende Ausrichtung sein wird, muss durch mehr als ein neues Layout und ein weitere Funktionen überzeugen. :)

31. Juli 2008/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-07-31 23:03:332026-06-06 12:47:54delicious new del.icio.us
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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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