Mike Schnoor
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Schlagwortarchiv für: sevenload

Zeit für die Buchmesse

Blogkultur, Medien

Morgen in der Früh düsen wir in Richtung Frankfurt am Main. Die Buchmesse lockt uns in ihre Hallen, und diesem ruf kann man einfach nicht widerstehen. Sofern ich mich zurecht finde, werde ich meiner Aufgabe als Liveblogger gerecht werden. Darauf bin ich am meisten gespannt.

Auf der persönlichen Ebene bin ich dafür aber derzeit komplett ausgebrannt, zumal ich nach einer interessanten nächtlichen Diskussion, die wirklich fast durch die letzte Nacht ging, irgendwie jetzt gegen 19 Uhr abends sehr kraftlos bin. Doch das darf einen nicht zurückwerfen. Mit soetwas muss man ehrlich umgehen, und weil wir morgen einen hochgradig langen Tag haben, werde zumindest ich für meinen Teil dann doch lieber heute ein wenig früher in die Federn das Luftpolster-Bett fallen. Also nicht zu lange übertreiben, nicht zu lange wieder schnacken, sondern einfach endlich entspannen. Was für eine Woche!

6. Oktober 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-10-06 19:02:292006-10-06 19:02:29Zeit für die Buchmesse

Videointerview mit sevenload

Blogkultur, Videos

Björn Schotte vom PHPMagazin hat das Videointerview für sich und seine Kunden entdeckt. Unter dem ThinkPHP Blog findet sich das erste Video seiner Interviewserie mit unserem Chief Software Architect Thomas Bachem von sevenload.de.

Warum er sich auf die Videotechnologie für Interviews einlässt, verrät Björn natürlich auch in seinem Artikel:

Warum Videos? Nun, zum einen gibt es das noch nicht im PHP Bereich, und ich bin froh, mal wieder der Erste (nach dem weltweit ersten PHP Kongress und dem weltweit ersten Print-Magazin zu PHP :-) ) sein zu können, und hoffe, dass es viele Nachahmer findet.

Das Blog von Björn habe ich dementsprechend natürlich abonniert, um auch in Zukunft wichtige technikrelevante Informationen und die schönen Videointerviews verfolgen zu können.

4. Oktober 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-10-04 10:31:362026-06-06 11:28:33Videointerview mit sevenload

twentyfour sevenload

Public Relations

Der erste offizielle Tag in meiner neuen Berufung bei sevenload.de geht seinem Ende entgegen. Es ist mittlerweile 23:40 Uhr und ich habe nach einem langen Tag ein paar ruhige Minuten für mich gefunden. Nach dem Trip zum Barcamp Berlin kam ich für meinen Teil gegen 1 Uhr nachts ins Bett und hatte grob geschätzt meine acht Stunden Schlaf. Schrieb ich das nicht schon so ungefähr? Soetwas braucht man.

Ich muss auch gestehen, dass ich diese Minuten im Moment schätze und liebe, indem ich mich mit meinen Gedanken zurückziehen und etwas davon in die Form von Texten oder sogar Bildern fassen kann. Ruhe ist wichtig. Ruhe ist insbesondere für das Schreiben wichtig. Vorbereitung und Spontanität sind eines, Konzentration etwas anderes, und die Würze liegt auch darin, dass man hinter dem was man geschrieben hat auch stehen möchte.

Heute lernte ich nach etwas mehr als über drei Jahren, dass die Arbeit das ist, was ich gesucht habe. Arbeit als Zeitvertreib? Arbeit als Beschäftigung? Arbeit als Aufgabe? Sehen wir es vor dem Hintergrund, dass ich mein Studium im Jahr 2003 begonnen hatte, so muss ich leidvoll beklagen, dass es eine der langweiligsten Zeiten meines Lebens war. Langweilig? Ist studieren nicht immer ein lustiges, tolles Leben? Das Studentenleben als personalisierte Form eines sandalentragenden Jesus der Gesellschaft?

Nein, mit so einem Studentenleben verbinde ich hierbei nicht Freundin, Freunde, Bekannte oder Verwandte – die sind mir lieb und heilig! Vielmehr kollaboriere ich hier mit der Zeit, die unnütz durch Dahinvegetieren und Nichtstun, Warten und Ausharren verschwendet wurde. Zeit ist etwas, was niemand zurückbringen kann. Sie verpufft und verfliegt jede Sekunde. Schon allein die Tatsache, dass im Prinzip dem normalen Studenten das nötige Kleingeld für die Beschäftigungstherapie in der ach so schönen Zeit des „Ausschlafens“ oder „Entspannens“ während des Studiums fehlt… dieser gesellschaftliche Irrtum ist nicht mein Leben.

Mein Leben bedeutet etwas intensiveres, etwas lebhafteres, etwas greifbareres. Eine Aufgabe, eine Idee, eine Lust, eine Kreativität, eine Förderung, eine Forderung – alles an sich selbst. Viele Menschen würden sich beklagen, dass sie innerhalb von drei Tagen nur 10 Stunden reinen Schlaf bekommen hatten. Ich begrüße es. Zwar gibt mir Kaffee oder auch ein Energy Drink den Brennstoff, doch auch mein Tätigkeitsfeld bei sevenload hält mich fit. Endlich etwas sinnvolles zu tun. Deswegen weiß ich auch jetzt durch meine rein subjektiven Betrachtung, dass sevenload für mich ab sofort „twentyfour sevenload“ heißt. Wer an meinen Worten jetzt zweifelt, der darf mich gerne persönlich anrufen und nachhorchen – natürlich zu gegebener Zeit. Danke für die Aufmerksamkeit… mehr folgt an gegebener Stelle und natürlich an gegebenen Orten. ;)

2. Oktober 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-10-02 23:56:172026-06-06 11:29:19twentyfour sevenload

Blogger auf Frankfurter Buchmesse

Blogkultur, Medien

Ich werde einer der auserwählten Blog Autoren sein, die den genialen coup d’état der neuen Medienwelt vollbracht hatten: Wir zeigen Präsenz auf der Frankfurter Buchmesse. Mit dabei sind zahlreiche andere Blog Autoren, wie man dem offiziellen Buchmesse Blog und dem Literaturwelt Blog seit heute entnehmen kann. Wie heißt es so schön in der offiziellen Pressemitteilung Verlautbarung?

Sie schreiben über alles, was sie auf ihren Streifzügen durch die Messehallen entdecken: Erstmals sind in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse die zehn offiziellen Buchmesse-Blogger unterwegs. Mit dabei sind unter anderem ein Autor, eine Lektorin, eine Buchhandels-Auszubildende oder auch ein Journalist. Wer wissen möchte, wer bloggt und was den Bloggern während der fünf Messetage vom 4. bis 8. Oktober 2006 so alles auffällt, kann die aktuellen Einträge und Kurzbiographien der Blogger unter www.buchmesse.de/blog/ nachlesen. Der Blog wird in Kooperation mit dem Blog.Literaturwelt durchgeführt.

Ich selbst werde an dem letzten Wochenende zu Gast sein. Daher werde ich ab dem 07. und 08. Oktober ein wenig Vollgas mit meinen Fingern geben. Natürlich bin ich schon jetzt auf diese Messe gespannt, weil es mein erstes Mal in diesen heiligen Hallen sein wird. Aber auch wenn wir eine sowohl spaßige als auch professionelle Blogger Truppe repräsentieren, wird unser Engagement in voller Bandbreite gewürdigt werden. Einerseits von den Veranstaltern der Messe, andererseits durch die Medien, und wiederum in der dritten Instanz durch unsere Leser selbst.

Versuchen wir es mit diesem Gedanken: Die Profession „Blogger“ wird in Zukunft ein ernstzunehmender Medienberuf werden. Das Eintreten dieser Entwicklung kann ich schon heute versprechen – nur wann es wirklich ein alltägliches Happening wird, ist schwer zu definieren. Von einigen ist es ja immer wieder befürchtet und mit Sorge umrungen, von anderen wiederum begeistert aufgenommen – die Blogger als Prosumenten und Medienmacher. Warum ich mir da so sicher bin liegt zu großen Teilen in meinen eigenen persönlichen Erfahrungen mit den Blog Autoren, zu denen ich mich schließlich auch zähle. Und sobald ich nun darauf zurückblicke, dass für meine neuen Aufgaben bei sevenload die Idee des Bloggens auch teilweise dazu beigetragen hat den Job zu bekommen, so bin ich gewiss, dass viele weitere Menschen ihren Schritt in die richtige Richtung machen werden.

Im Übrigen verspüre ich auch schon die Vorfreude den von sevenload gesponsorten Happen. Schließlich geht Sponsoring ja nicht immer nur um das Geld, sondern um die Nachhaltigkeit – und welcher hungrige Mensch erinnert sich nicht gerne daran, von wem er etwas zu Essen und Trinken bekam? ;)

28. September 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-09-28 22:14:582026-06-06 11:30:28Blogger auf Frankfurter Buchmesse

sevenload als Mein Leben 2.0

Public Relations

Es hat sich etwas getan. Einige wussten schon seit einiger Zeit darüber bescheid, andere ahnten etwas, und wieder andere wußten davon noch nichts. Ich werde die Stadt Köln in fast zwei Wochen als meine neue Heimat begrüßen dürfen. Warum ich Flensburg verlasse, ist relativ einfach erklärt – man muss in der heutigen modernen Zeit gewisse Veränderungen im Leben vornehmen, damit man sich selbst und sein gesamtes Umfeld weiterentwickelt.

Aus diesem und einigen anderen guten Gründen werde ich ab Oktober meiner neuen Tätigkeit im Bereich Public Relationship und Unternehmenskommunikation bei meinem neuen Arbeitgeber sevenload nachgehen.

Ich freue mich schon jetzt auf die Zukunft! Und den Web 2.0 Begriff „Mein Leben 2.0“ fand ich dazu doch recht passend! ;)

15. September 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-09-15 19:13:082026-06-06 11:22:22sevenload als Mein Leben 2.0

Trinkblog – ein Getränkemarkt im Netz

Blogkultur

Lars schreibt hoffentlich bald auf Trinkblog.de über seine Erlebnisse im Getränkehandel. Leider ist die Seite derzeit offline, doch bei sevenload bin ich auf seinen ersten Videopodcast bei sevenload gestoßen – sieht ja gar nicht mal so schlecht aus!

Natürlich ist das jetzt soetwas wie ein bisschen „Werbung für die Konkurrenz“, denn schließlich haben wir auch ein Blog mit dem Thema „Trinken“ – wobei wir natürlich konzentriert bei Lounge Mix auf den Alkohol setzen. Apropos loungemix.de – ich glaube, wir müssen ein wenig Content nachlegen für das Wochenende. Wir haben hier ein paar leckere Bierchen und Weine gehabt… seid gespannt! ;)

14. September 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-09-14 20:29:402026-06-06 11:26:41Trinkblog – ein Getränkemarkt im Netz

Zukunft ohne Youtube?

Blogkultur, Medien

Was wäre wenn die gesamten englischsprachigen Internetuser von heute auf morgen auf Youtube verzichten müssen? Sicherlich würden ein paar von den amerikanischen Bürgern vielleicht nicht vor dem Rechner hocken, sondern doch lieber Joggen oder Basketball spielen. Georg fragt nach der Zukunft für Youtube – Was wird aus Youtube? Dem Anbieter der meistbesuchtesten Videodienstleistung der Welt fehlt es höchstwahrscheinlich in naher Zukunft an größeren finanzierenden Mitteln, um den Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten. Was kommt also auf den Dienstleister zu? Welche Fehler können gemacht werden, und was wird richtig angegangen?

Meine kleine sporadische Meinung dazu habe ich auch bei ihm brav in einem Kommentar verfasst. Doch es ist für mein persönliches Gusto ebenso wichtig, so glaube ich, dass ich in meiner kleinen Blogküche darauf hinweise. ;)

Deswegen gibt es hier den schönen Kommentar noch einmal in meinem optischen Layout. Bitte die Diskussion drüben beim Georg weiterführen!

Wenn ich es mir so recht überlege, dass ich mich mit dieser Frage an einem Sonntagabend auseinandersetzen will, komme ich zu folgendem Schluss:

Youtube wird dringend eine Übernahme oder eine neue Finanzierungsrunde anstreben, um danach in einer Übernahme profitabel verkauft zu werden. Der Videoprovider braucht Geld, denn der Traffic wird niemandem wirklich geschenkt.

Wie Youtube aber sein Geld mit den Videos verdienen soll, ist schwer zu sagen. Wie auch bei sevenload.de, myvideo.de oder zeec.de sind die Videos in einem externen Player verfügbar, daher relativiert sich die Frage nach Werbeanzeigen auf der Youtube-Seite selbst. Sicher klicken einige User die GoogleAds an, doch selbst wenn sind die Einnahmen davon gewiss nicht dementsprechend, was an Kosten durch Youtube aufgewandt wird. Entweder werden die externen Player deaktiviert und die Leute müssen auf die Youtube Seiten, können dann direkt deren Ads anklicken und sobald das passiert, mag niemand mehr Youtube. Es muss also eine B2B Lösung her, die den ganzen Apparat trägt, die Technik nutzt und sich „irgendwieâ innovativ nach vorne bewegt. Doch bei Youtube ist davon jedenfalls zur Zeit nichts zu sehen.

Das Problem meiner Meinung an „Youtube und B2B“ ist hier platt auf Tisch geknallt: Dieser Dienstleister ist überfrachtet, überlastet, und sogar auch noch unschön, aber nein, die Community aus Bloggern, Nichtbloggern, Jugendlichen und spaßigen Menschen ist das, was Youtube ausmacht. Wenn Youtube also mit den Leuten, zu denen wir ja im Prinzip alle gehören, ein B2B Geschäftsmodell auf die Beine stellen möchte, frage ich mich, an welchen Businesskunden sich das wirklich richten soll. Wer kauft denn eine Community, die von heute auf morgen abspringen kann?

Vielleicht ist Youtube auch zu groß, dass sich das ganze System wirklich totfrisst¦ ;)

In Deutschland ist zum Glück für alle diejenigen, die sich nicht auf eine teilweise sehr anonyme und elitäre Community einlassen möchten, bei Sevenload die Möglichkeit geboten, Videos und Bilder zusammen in einem Useraccount zu verwalten.

10. September 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-09-10 21:54:552026-06-06 11:06:38Zukunft ohne Youtube?

Zahlenspiele sind Schwindel

Medien

Im jüngsten Fall der freundlichen Übernahme eines Unternehmens – ProSiebenSat.1 greift nach MyVideo – zeigen sich weitere Stimmen auf: Die einen sehen Sevenload als Gewinner des Spektakels, andere meinen wiederum, dass Myvideo an die Spitze kommt. Selbst Ibrahim Evsan, Geschäftsführer von Sevenload, wünscht dem ganzen ein gutes Gelingen und kündigt noch einen Schlag oben drauf an. Wie dem auch sei, zumindest auf internationaler Ebene gab man ProSiebenSat.1 den Tipp, gefälligst Sevenload aufgrund des ähnlichen Namens zu bevorzugen. Awer wat den Buurn nix smeckt, dat will er nich!

Und warum Zahlenbeispiele nichts weiter als Schwindel sind ist einfach erklärt: Ohne eine offizielle Messung wie beispielsweise ein Nielsen Netranking oder IVW glaube ich gar nichts. Hier beim MikeSchnoor.com haben wir zwei Milliarden Zugriffe am Tag – schließlich sind wir die unumstrittene Nummer Eins!

Doch wer sich gerne einmal durch die Profile der MyVideo Nutzer klickt, merkt schnell, dass so einige der Profile nur einmal eingeloggt waren und keine Aktivitäten laut deren Statistik ausgaben. Mit Zahlen kann ich spielen, aber wenn keine echten User dahinter stehen, dann hege ich meine Zweifel an der Richtigkeit. Aber das ist natürlich nur meine Auffassung vom Ganzen.

6. September 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-09-06 09:25:312026-06-06 11:23:46Zahlenspiele sind Schwindel

Medienunternehmen und ihre neuen Videohoster

Medien

„Nach RTL hat jetzt auch ProSiebenSat.1 eigenen „YouTube“-Klon“ – so titelte gestern das Medienmagazin DWDL. Zwar ist es mittlerweile nichts neues, dass Unternehmen sich miteinander und untereinander aneinander beteiligen. Doch gerade die Tatsache, dass ein Medienunternehmen des Fernsehmarktes sich ein Internetunternehmen einverleibt, um damit mehr Medieninhalte zu generieren, eine Community aufzubauen, und so sein etabliertes Marktsegment zu festigen und gleichzeitig in einen neuen Markt einzutreten – das ist relativ frisch und noch nicht sehr oft in der deutschen Medienlandschaft passiert.

Die Samwer Brüder haben somit bewiesen, dass nur allein ihr Name das Geld auf den Tisch gebracht hat. Dieser Deal, welcher bestimmt die eine oder andere Million auf ihr Konto gebracht hat, ist einerseits beneidendswert, aber andererseits nur eine Farce in der Entwicklung des Internets.

In der Blogosphäre kursieren ebenfalls schon seit gestern entsprechende Meldungen, und wie beispielsweise eine recht interessante Diskussion bei Gugelproductions bestätigt, ist dies wieder nur ein weiteres Zeichen dafür, dass die „Jamba“ Brüder Samwer einen erneuten Deal mit MyVideo eingefädelt hatten. Mehr auch nicht! Doch auch diese Diskussion zeigt, dass eine Übernahme dieser „jungen“ Internetunternehmen gewisse Tücken aufweisen. Sobald die eine oder andere Senderfamilie das kleine Internetunternehmen mit seinen Videos geschluckt hat, wird sich der Inhalt dieser Internet-Video Plattformen gewaltig verändern:

[…]dass sich daraus eine große Chance für Sevenload ergibt, die als verbleibender unabhägiger Anbieter dynamischer und entschlossener auf die Wünsche der Internetgemeinde eingehen können, während Clipfish und MyVideo an einer Integration der Dienste in die Mutterkonzerne arbeiten[…]

Sehen wir es also so, dass die einverleibte Struktur des Dienstleisters für Internet-Videos dem Medienunternehmen RTL oder ProSiebenSat.1 einen Vorteil bringen wird, oder vielleicht doch eher sich nachteilig auswirkt? Vorteile ergeben sich definitiv durch den Content, durch die Knüpfung von Synergien mit der Internet-Technologie und dem TV-Medium. Doch Nachteile gibt es, so wie ich es erwarte, speziell in dem Bereich Community. Können die beiden Senderfamilie wirklich eine Mehrnutzen für sich und gleichzeitig die Nutzer der Internetplattformen generieren?

Wenn dieser Mehrnutzen aus einem kompletten Archiv von GZSZ oder den gesammelten Folgen von GALILEO ausschaut, dann wird gewiss der Nutzer im Internet davon profitieren. Selbst wenn es kleine Ausschnitte aus den Sendungen, einzelne Beiträge, oder die Stefan Raab Maschinerie geben wird, kann ein Nutzer damit befriedigt werden. Der Mehrnutzen ist somit existent, und ebenfalls kann das Medienunternehmen auch einen neuen (kleinen) Werbeplatz anbieten. Doch der Medieninhalt allein garantiert nicht, dass der Rezipient sich diesem auch annimmt. Für den eingefleischten Fan eines jeden Formates ist dies schlichtweg der Traum – endlich kann man ungestört zu jeder Tageszeit die Folge ansehen, wo Petra noch mit Tim fröhlich gekuschelt hat, bevor Andrea ihn ihr ausgespannt hat. Gut, wer es braucht, wird womöglich auch dafür noch einen kleinen Endbetrag pro Episode hinblättern. Doch wer es nicht braucht ist die immer wieder existierende und damit übernommene Community.

Eine Community ist meiner Erfahrung nach ganz bestimmt nicht darauf erpicht, alte abgefrühstückte Inhalte von anno dazumal in einem Internet-TV-Sender als Wiederaufbereitung (quasi als „olle kamelle“) zu finden. Vielmehr ist eine Community daran interessiert, eigene Inhalte zu erstellen, zu bewerten, zu sondieren, zu nutzen. Und gerade dabei sehe ich es auch als eine Bestätigung, dass beispielsweise sevenload im Gegensatz zu Myvideo oder Clipfish gänzlich andere nutzerbasierte Inhalte präsentiert. Wie hieß es so schön in den Kommentaren des Eintrages?

Es ist wie bei Apple und Microsoft, nur das „Apple“ also Sevenload, bisher nicht die Fehler von Apple macht (Anfang der 90er den Kunden aus den Augen zu verlieren und von 30% auf 3% Marktanteil zu schrumpfen).

Sollte in Zukunft sich alles so entwickeln, würden Myvideo und Clipfish (und ihre Medienkonzerne) zu einer Plattform für grobe, unpersönliche und maximal die Allgemeinheit ansprechende Inhalte werden, während sich sevenload zu einer Plattform für individualisierte, persönliche, am User orientierte Inhalte mausert. Die Entwicklung wird absehbar sein – nicht heute, aber bestimmt in der nahen Zukunft. Der Medieninhalt von morgen ist auf mich als Rezipienten zugeschnitten, von mir als Produzenten konzeptioniert und ganz bestimmt nicht von einem Medienunternehmen „von oben herab“ doktriniert, wie es ja die übliche Praxis der Programmkonzeption ist.

5. September 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-09-05 14:47:192026-06-06 11:24:25Medienunternehmen und ihre neuen Videohoster

Vergleich der Bilder- und Videosharing Dienstleister

Blogkultur

Beim SWR gibt es jetzt das endgültige Ergebnis einer doch etwas länger andauernden Testreihe zu sehen: Den ultimativen Vergleich von Bilder- und Videosharing Dienstleistern. Jörg nahm es auf, sich durch insgesamt sechs Anbieter auf verschiedene Videoformate, insbesondere den Uploadvorgang und zusätzliche Dienstleistungen (wie eben auch die Möglichkeit gleich Bilder hochzujagen) zu schlagen. Unter den Kandidaten sevenload, DailyMotion, YouTube, Blip.tv, Google Video, und Yahoo! Video stellte sich im Endeffekt sevenload als das ideale Medium heraus, um Videos und Bilder im Internet darzustellen.

Herzlichen Glückwunsch! Meiner Meinung nach spricht für den Gewinner, dass dort nicht nur die Deutsche Sprache gesprochen/geschrieben wird, sondern dass die meisten Formate unterstützt werden. Aber das „i-Tüpfelchen“ liegt hinter sämtlicher Technik: Es sind die Menschen, durch welche die Community/Nutzerschaft direkte und echte Ansprechpartner findet. Das ist aber ein anderes Thema, mit welchem die konkurrierenden Dienstleister wohl nicht aufwarten können. Zu groß und zu unpersönlich – und man setzt sich schnell vom Thron des Web 2.0 auf den absteigenden Ast… ;)

25. August 2006/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2006-08-25 09:18:452026-06-06 11:06:55Vergleich der Bilder- und Videosharing Dienstleister
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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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